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Handel und Wirtschaft

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= Zwangsversteigerung Bäcker Heuser, diesem Verfahren wurde am Mittwoch der

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= Das kontinentale Waggonkartell. Das Syndikat soll zum 1. Juni 1930 in Kraft treten. Ms Laufzeit ist zunächst ein Jahr in Aussicht genommen, lieber die Hauptpunkte der kontinentalen Waggonverständi-

Aur drei Aeberlebende.

Schsifskatastrophe im Ionischen Meer.

Wie gemeldet wird, kamen in Pyros drei Ita­liener an Land, die erklärten, die einzigen lieber- lebenden der23köpfigenBesatzungdes ita­lienischen Dampfers „Trederico Corolo" zu sein, der infolge einer Kesselexplosion am Samstag zwi­schen Tante und Kephalonia untergegangen sei.

• Neuaufrvllunq des Falles Gajda. Dor dem Obersten Verwaltungsgericht tn Prag begann am Mittwoch die Verhandlung über die' Beschwerde bee einstigen Generalstabchefs und jetzigen Abge­ordneten Rudolf Gajda gegen die Entscheidung der Oberdisziplinarkommisston beim Ministerium für nationale Verteidigung, durch die der damalige Aeneralstabschef zum gemeinen Soldaten degra­diert und in den Ruhestand versetzt worden war. Bei dem Verfahren vor der Disziplinarkommission ourbe Gosda u. a. beschuldigt, sich um Aufnahme in den Sowjetdienst beworben und Geheimnisse, die er in der Generalstabsschule in Paris erfahren habe, den Sowjets ausgeliefert zu haben. Die ichtze Verhandlung, zu der Gajda persönlich erschre- «en ist, dürfte vier Tage dauern.

— Frankfurt tu ZIL, 23. April. (Getreidebörse.) Bei festerer Grundstimmung wurden bezahlt für je 100 Kilo Weizen 297.50, Roggen 190—192.50, Sommergerste 210, Hafer 190—192.5, Weizenmehl 42—43, Niederrhein. 41.75, Roggenmehl 27.25—28.50, Weizenkleie 9, Rog­genkleie 10, Erbsen 26—36, Linsen 38—80, Heu 8.75, Stroh (drahtgepreßt) 3—5.25, gebündelt 5—5.25, Treber 12.75—13. — Kartoffelnotierungen: Industrie hiesiger Gegend 3—3.10 RM. alles für 50 Kilo. Stimmung: ruhig.

igtQQ(g schulentlassener

^eher

gung ist eine Einigung erfolgt. Die Quoten-Festsetzung ist folgende: Belgien 34.6, Deutschland 28.8, Frank­reich 13.9, Italien 10.5, Tschechoslowakei 6.9, Ungarn 2.4, Oesterreich 2.2, Schweiz 0.7. Diese Quoten sind als Exportquoten gedacht und stellen die rechnerischen An­teile der Länder am Weltgeschäft dar. Bezüglich der deutschen Reparationslieferungen hat man sich grund­sätzlich dahin geeinigt, daß der größere Teil der 'Repa­rationslieferungen frei bleibt und nur ein ' "

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gerungstermin am 16. April mit 32 600 Mk. Höchstbie­tender gebliebenen Ein- und Verkaufs-Genossenschaft der

N. D. Frankfurt, 24. April. (Cig. Drahtber.) Es wurden bezahlt für je 1 Zentner Lebendgewicht: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 85, mittl. Mast- und Saugkälber 74—79, geringe Kälber 72—73. Auftrieb: Kälber 845, Schafe 46, Schweine 608. Marktverlauf: Kälber anfangs lebhaft, zum Schluß stark abflauend und geräumt. Schweine ruhig, nahezu ausverkauft.

— Frankfurter Häukeverskeigerung. Die Häutever­steigerung am Mittwoch hatte festen Grundton, war im Geschäft für Großviehhäute allerdings zunächst sehr zö­gernd. Die Preise stiegen um 5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Rote Kalbfelle lagen durchweg etwas über, schwarze unter den Vormonatssätzen. Schaffelle zeigten im Preise kaum Veränderung.

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. ober weniger schwere Verletzungen; sie wur- tn das Krankenhaus nach Proßnitz übergeführt. Wlergrundbohnunglück in Paris. — 60 verletzte.

Dlittwoch früh fuhr in Paris zwischen zwei rtetionen ein Untergrundbahnzug auf einen ande- aUf, der hinter einer Kurve hielt und dessen riancinditer deshalb von dem Zugführer nicht ^Kzeitig hatten bemerkt werden können. Drei Echxn wurden bei dem heftigen Anprall start' be- und 60 Reisende mehr oder weniger Uwer v erletzt. Die meisten Verletzten tonn« Ln nachdem ihnen Notverbände angelegt worden ^a'rcn, ihre Wohnungen aufsuchen. 13 Personen L^fen ins Krankenhaus gebracht werden, drei E ihnen schweben in Lebensgefahr.

Berliner Donnerstags-Börse.

wtb. Berlin, 14. April. (Gig. Meld.) Im heutigen Vormittagsverkehr war man geneigt, günstigen Mo­menten ivie der Wahl des Reichsbankdirektors Dr. Hülse zum stellvertretenden Generaldirektor der B. I. Z., den Adschlußhoffnungen bei Farben, den internatio­nalen StiLstosfverhandlungen in Paris, den Kohlenver­handlungen in England und endlich der Diskontsenkung in Italien stärkere Beachtung zu schenken, und die Stimmung war aus diesem Grunde recht zuver­sichtlich zu nennen. An der Vorbörse kündigte sich aber eine Aenderung der Tendenz an. Ungünstige Mel­dungen wurden lebhaft diskutiert, in erster Linie ver­stimmte ein Zeitungsartikel, der einen evtl. Dividenden­ausfall bei Aku in Erwägung zog. Auch der Abschluß bei Svenska fand nach Bekanntwerden der Zahlen eine kritischere Beurteilung und die Ankündigung neuer Ar­beiterentlassungen im Ruhrbergbau, beim Stahlverein und bei Mcmnesmann wirkte retardierend. Verstärkt wurden diese Momente durch eine gewisse Schiebungs­müdigkeit, die an den einzelnen Märkten hod) noch etwas mehr Material herauskommen ließ. Die Ver­luste betrugen im allgemeinen etwa 1 — 2 Pro­zent, bis zu 3 Prozent gedrückt lagen Allgemeine Lo­kal- und Kraft, Reichsbank, Licht und Kraft, Ges. f. El., Schuckert und Bemberg. Darüber hinaus büßten Aku und Salzdetfurth 4 Proz., Siemens 4% Proz., Rhei­nisch Braunkohlen 3% Proz., Svenska 5% Mk. und Ehade 3% Mk. ein. Etwas Interesse erhielt sich für Reichsbahnvorzüge, A. G. für Verkehr und Ostwerke, auch Daimler. Nordwolle und Muag lagen gut behaup­tet. Es traten weitere Abbröckelungen ein, die jedoch in der Regel nicht mehr als 1 Prozent be­trugen. Salzdetfurth, Waldhof, Polyphon und Ostwerke verloren 2 Prozent, Westeregeln 3 Prozent. Größere Baisse-Engagements scheinen im allgemeinen nicht zu bestehen. Nur bei einigen Spezialwerten wie Aku, Salz­detfurth und Mansfeld wurden Stücke unter Satz her­eingesucht. Reportgeld steht reichlich zur Verfügung und roitS vielfach unter Satz abgegeben. Anleihen sehr still, von Ausländern Bosnier anhaltend fest, Türken und Anatolier leicht nachgebend. Pfandbriefe gefd)äftslos, Reichsschuldbuchforderungen nicht einheitlich. Devisen eher angeboten, Dollar schwächer, Pfunde etwas fester. Geld unverändert.

* Ummgcnehme Begleiterscheinungen französi- Ltet Munitionsjprengungen. Am Mittwochvor- 7jtiag wurde Trier plötzlich durch einen gewalti­gen Schlag erschüttert. Die Häuser zitterten, die «enster klirrten. Bald darauf wunde bekannt, daß die französische Besatzung auf dem Exerzierplatz Arüneberg angeblich eine Sprengung von Muni- iion vorgenommen habe. Die genaue Ursache konnte noch nicht festgestellt werden. Auf der von ^r‘ Sprengstelle 250 Meter Luftlinie entfernt ge­legnen ftaatlichen Domäne Avelsbach wurden hurch den Luftdruck an drei Doppelhäu- lerndie Dächer abgedeckt bezw. schwer be- Mligt. 2m Innern der Gebäude würben Stuck und Verputz abgerissen, die Türen aus den Angeln qeöorfen und Fensterscheiben zertrümmert. Ein guf dem Dach mit Ausbesserungsarbeiten befchäf- figter alter Mann wurde ins Innere des Hauses geschleudert, blieb aber unverletzt. Auch sonst sind Personen nicht verletzt worben. Der Luftdruck war so stark, daß im Tal spielende Kinder von ihm umgeworfen wurden. Die Bewohner der Domäne waren von der Sprengung Mt vorher in Kenntnis gefetzt worden. Auch auf dem Exerzierplatz selbst sollen Schuppen beschü- diat worden sein, doch war näheres nicht sestMrstel- (en, da der Platz durch Soldaten streng abgesperrt gehalten wird. •

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— Zwangsversteigerung Schreiner Wilh. Laibach in Fulda. Im Wege der Zwangsvollstreckung wurde am Mittwoch das auf den Schreiner Wilhelm Laibach und dessen Ehefrau gehörige Wohnhaus Horaserweg Nr. 12 nebst Hofraum und Hintergebäude versteigert. DerVor- kriegswert ist auf 5000 Mk. taxiert. Rechte bleiben keine bestehen. Das geringste Gebot betrug 195.37 Mk. Das Höchstgebot mit 3000 Mk. gab ab die Städtische Spar­kasse Fulda. Termin zur Verkündung des Zuschlags ist auf den 30. April festgesetzt.

— Dividendenausfall Westbank AG-, Frankfurt am Main. Wie der Fwd. erfährt, verwendet das Institut mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse und zur Stärkung der Liquidität den Gewinn 1929 in Höhe von rd. 360 000 RM. mit einem Betrage von 350 000 RM. zu Rückstellungen und trägt die restlichen 10 000 RM. neu vor. Eine Dividende auf das 5 Mill. RM. befragende AK. wird gegenüber 5 Prozent i. V. also für 1929 nicht verteilt.

— Der Tabakbau 1929-30 im Zollamtsgebiet Kassel. Im Erntejahr 1929-30 (1. Juli 1929 bis 30. Juni 1930) beträgt der Flächeninhalt der im Zollamtsbezirk Kassel, in der Hauptsache also im unteren Werratal mit Tabak bepflanzten Grundstücke 27,78 Hektar gegen 26,54 Hektar in 1928-29, womit der Zollamtsbezirk Kassel zu den weni­gen gehört, die eine Steigerung der Anbauflächen zu verzeichnen haben. Die Anbaufläche des Hauptzollamts­bezirks Hann.-Münden dagegen zeigt 1929-30 mit 125,44 Hektar eine ganz bedeutende Verminderung um 22,64 Hektar. Der Ernteertrag für 1928-29 wird für den Hauptzollamtsbezirk Kassel mit 96 937 Kgr. im Werte von rund 87 000 Mk. für aHnn.-Münden mit 429 233 Kilogramm im Werte von 364 000 Mk. angegeben. Der mittlere Durchschnittspreis betrug hierbei im Kasseler Bezirk 90 Mk. und in Münden 80.70 Mk.

— Diskoukermäßigung der Bank von Italien. Ein Erlaß des italienischen Finanzministers setzt den Dis­kontsatz der Bank von Italien von 6% auf 6 Prozent herab.

Auldaer Viehmarkt.

= Fulda, 24. April. Auf dem heute hier abgehal­tenen Viehmarkte waren 498 St. aufgetrieben. Der Gattung nach waren es: 12 Bullen, 18 Ochsen. 104 Stiere, 141 Kühe, 130 Rinder, 92 Kälber und 2 Pferde. Bezahlt wurden für das Stück: Bullen 250—350 Rm., Ochsen 450—550 Rm., Jungstiere 150—200 Rm., Fahr- fticre 350—450 Rm., frischmelkende Kühe 400—550 Rm., ältere trächtige Kühe 200—350 Rm., hochträchtige Rin­der 350—450 Rm., Jungrinder 150—225 Rm., Kälber je Pfund Lebendgewicht 54—60 Psg., ältere Schlacht­kühe 150—200 Rm. Gutes Vieh wurde über Notiz be­zahlt. Ter Handel war lebhaft, jedoch verblieb etwas Ueberftanb. Der nächste Viehmarkt findet am 8. Mai

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Turnen und Sport.

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24. Rhönkurnkag in Fulda.

Am kommenden Sonntag findet im Gasthaus ,,Z u r Hauptwach e", nachmittags um 2 Uhr, bet ö ie s= jährige Rhönturntag statt. Stimmberechtigt sind auf demselben nur solche Turnvereine, d» in den letzten drei Jahren aktiv am Rhonturnfest teitgenom

Vom Sportverein GrotzenlÄder.

Der Sportverein Großenlüder hatte sich für beide Feiertage Gegner verpflichtet. Am 1. Dfterfeiertage weilte die 1. Elf vom Rasensport Patersberg zu Gast und mußte sich mit 3:0 Toren geschlagen bekennen Am 2. Feiertage gab es zwei Treffen. Zuerst spielte die 1. Jugend gegen die 1. Jugend vom Reichsbahn Turn- und Sportverein Fulda und konnte das Spiel mit 2:1 Toren für sich entscheiden. Hieraus trafen ,ich di. beiden 1. Mannschaften dieser Vereine. Nach flot­tem und fairem Spiel gewann Großenlüder sicher nut 5:2 Treffern.

Radsport.

Reichsbahn-Turn- und Sportverein, Fulda.

Am Ostermontag mittag wurden im Saale des Bür- gervereins durch die Na dsp ort ab teilung des Reichsbahn-Turn- und Sportvereins die Bezirksmeister- schäften im Saab, Reigen- und Kun st f ah r en ausgetragen. Es dürfte eine dankbare Aufgabe für die hiesigen radsporttreibenden Vereine fein, durch ähnliche öffentliche Veranstaltungen wie am Ostermontag das öffentliche Interesse zu wecken und so mehr freunde und Gönner für diesen leider in Fulda noch zu wenig gepflegten Sport zu werben.

Am Abend boten die drei Kunstfahrer aus Bürgel- Offenbach einzigartige Leistungen ihres großen Könnens auf dem Fahrrade. Sie fuhren abwechselnd zu zweien und zu dreien auf dem Rade und ernteten für ihre Vor­führungen allgemeinen Beifall.

Im Jugendfahren wurde der Fuldaer Reichs- bahn-Turn- und Sportverein Bezirksmeister; den ersten Preis erhielt R. C. 25 Petersberg. Im Sechser- Schulreigen für Senioren wurde Bez.-Meister R. C. 25 Petersberg: 1. Preis R. T. Sp. Verein. Im Zweier-Kunstfahren wurde Bez.-Meister R. C. 25 Petersberg; 1. Preis R. T. Sp. Verein. Bezirks- meister auf Tourenrädern wurde ohne Konkurrenz Rad­fahrerverein Horwieden. ,

Im Großen Opelrennen am 6. April 1930 in Wies­baden erhielt der Rennfahrer Kraft vom Reichsbahn- Turn- und Sportverein den elften Preis; derselbe wah­rer konnte am Sonntag den 20. April 1930 in Erfurt in einem Rennen über 163 Kim. als siebenter durchs Ziel fahren. M.

Flugsport.

— Ratefenflug des Düsseldorfer Fliegers Espenlaub. Am Sonntag abend hatte der Düsseldorfer Flieger Espenlaub in aller Stille mit einem schwanzlosen Pfeilflugzeug, in das zehn Raketen mit 300 Kilo Schub­leistung eingebaut waren, einen ersten Startversuch un­ternommen. Infolge der starken Raketen hatte sich das Flugzeug aufgebäümt und es waren leichte Beschädi­gungen des Fahrgestells eingetreten. U. a. brach das eine Rad. Gestern abend wurde ein erneuter Flug­versuch unternommen. Es waren diesmal anstatt zehn nur drei Raketen eingebaut. Es gelang dem Flieger, den Düsseldorfer Flugplatz Lohausen in seiner ganzen Fläche in einer Höhe von 20 Metern mit 150 Kilometer Geschwindigkeit zu umfliegen. Die nächsten Versuche sollen in Wesermünde stattfinden, wo mit Hilfe von zehn Raketen eine größere Höhe erreicht werden soll. Werbet für die Zeiten

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