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Der 2ltain$er Haushaltsplan angenommen.
--- Mainz. Nach sechsstündiger Debatte wurde Dienstag in der Stadtverordnetensitzung der Etat Stadt Mainz für 1930 angenommen. Der Etat erl die Mehrheit von 40 Stimmen gegen 27. In Hauptsache spielte sich der Kamps um die Deckung» läge für das Defizitvon 885 000Mark ab. Defizit wurde durch folgende neue Steuern abgeb, Durch einen Zuschlag auf die Gsbäudesteuer, der 400 Mark erbringen soll, durch eine Erhöhung der Landite in Höhe von 40 000 Mark, durch sine Erhöhung der ( werbesteuer in Höhe von 150 000 Mark, durch Er hung des Wasserpreises um insgesamt 150 000 M< durch Erhöhung der Strom- und Krastbartfk in h von 85 000 Mark. Durch diese neuen Steuersätze r es möglich, den Etat auszugleichen. Der Oberbürc
meister erklärte, daß, nachdem der Etat jetzt ausgegllch« ist, die Finanzkraft der Stadt Mainz bis aufs äußerste angespannt sei und nicht die, geringsten Mittel für u> gendwelche Ausgaben mehr übrig bleiben. Der Stadt» rat und die Parteien seien sich darüber einig, daß da, Reich die unbedingte Pflicht habe, einer Stadt, bereit Wirtschafts- und Finanzkraft durch die Besatzung auf« gebraucht wären, helfend zur Seite zu stehen.
Mainz erwirbt das Festungsgelände vom Reich.
ZufchrWu aus unserem Leserkreis.
Für die hier erfolgenden Veröffentlichungen übernimmt die Schriftlettung nur die durch das Preßgejetz vorgeschriebene Verantwortung.
War beruflich oft auf der Landstraße sein muh, hat gewiß schon jeden Sonntag und auch gestern am hi. Karfreitag, der doch besonders gesetzlicher Feiertag ist, beobachtet, daß gerade an diesen Tagen und in der vorhergehenden und folgenden Nacht außergewöhnlich viele schwer« Lastautos verkehren, sodaß durch das Dröhnen des starken Motors auf 100 Meter in der Straßcn- nähe die Häuser erzittern, die Erde bebt, die Luft dröhnt. Nach dem Gesetze sollen doch solche Lastautos nur an Werktagen fahren! Auch viele Autos mit ro- t e n Nummern' sah ich oft Sonntags auf der Straße. Auch das Einfahren der Autos ist m. W. an Sonntagen verboten. (Folgt Unterschrift).
reiht sich Schlagloch an Schlagloch, von denen das einzelne noch nicht gerade lebengesährlich sei, die aber in ihrer Gesamtheit Fahrzeuge, Wageninfassen und Warentransporte gefährden. Hätte die Straßenbauverwaltung früher dem stark gestiegenen modernen Verkehr sich angepaht, dann wäre der beispiellose Zustand vermieden worden und eine Erneuerung mit bedeutend geringeren Mitteln möglich gewesen. Die Vertreter der Gemeinden brachten nachdrückl. zum Ausdruck, daß man sich eine weitere Zurücksetzung nicht länger gefallen lasse und daß sich der Bevölkerung ganz zweifellos eine starke Erregung bemächtige, falls die Maßnahmen der Post wirksam würden, denn das Postauto sei für die betreffenden Orte ein Lebensbedürfnis geworden.
(Folgt Unterschrift.)
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= Marbach (Krs. Fulda). Herr Alfred Fröhlich , 1 O. I. M.. der von unserm H. H Bifchof am 13. April g< zum Priester geweiht wurde, wird am Ostermontag hier | li seine Primiz feiern. Sein Bruder, Herr Kuratus, wird die Primizpredigt halten, zwei Subdiakone aus der Pfarrei werden mitwirken- ein Bruder und eine Schwester des Primizianten wohnen im Orbenskletde der Feier bei. Die Morbacher strengen sich an, die Feier auf jede Weife festlich als „Familienfeier" zu gestalten.
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u. Dernbach. Der Kreisausschuß des Kreises Gelnhausen hat festgestellt, daß anstelle des ausgeschiedenen — in den Kreisausschuß gewählten — Kreistagsmitgliedes Michael Brückner, Kalkbrennereibesitzer in Somborn, der Lagerhalter Franz Trageser aus Bernbach als Nachfolger im Kreistage anerkannt wird.
Hreistaal Hessen.
= Büdingen. Ingenieur Farr aus Fulda Fischzüchter Katz aus Schmalnau im Kreise I eld haben in der Gemarkung Büdingen eine groß, ländefläche im Umfange von rund 72 000 Quadrat erworben, um dort 49 Fischteiche anzulegen. Die 2 ollen ihr Wasser aus zwei benachbarten Bächen bi men. Die umfangreiche Fischzuchtanloge soll zur nähme einer größeren Forellenzucht dienen.
u. Bad Ort. Im Herzheilbad Orb ist am Dienstag dieser Woche der erste Kurgast der neuen Saison im Kurhaushotel eingezogen. Bad Orb und alle seine Kur- einrichtungen, besonders der herrliche Kurpark, stehen im Zeichen der Vorbereitung auf die neue Saison, die in dem neuen Kurdirektor, Dr. Reible aus Nürnberg, einen begabten und umsichtigen Leiter haben wird. Im weiten Kurpark, den heute bereits viele blühende Bäume verschönen, erhalten Wege und Beete ein neues Gesicht. Das neue, im Laufe der letzten Monate errichtete Badehaus am Nordostende des Parkes nähert sich seiner Vollendung und wird mtt seinen über 60 Einzelzellen und vorbildlichen heiltechnischen Einrich- tungen eine wertvolle Bereicherung der seitherigen Kurmittel bilden. Auch die Privatpensionen und weiteren Kurstätten bereiten sich für die diesjährige Kurzeit vor, die bereits mit den Ostertagen einsetzen wird. Verschönt werden alle diese Vorbereitungen durch die Tatsache, daß man auch des verstorbenen Schöpfers und Förderers der Bcw Order Kurbestrebunaen, des Kurdirektors San.-Rat Dr. Scherfs und seines Werkes nicht veraißt; einmütig haben die städtischen Körperschaften beschlossen, die „Kurparkstraße", m der auch „Haus Hubertus", die Wirkensstätte des Verblichenen steht, in „San.-Rat Dr. Scherf-Straße" umzubenennen und bald dürfte auch em Brunnen am Kurparkeingang den Namen dieses schlichten, wirkensfteudigen Mannes tragen, dem Bad Orb so viel in seiner Entwickelung verdankt und der zur Lenkung seiner Geschicke berufen war, wie wenige außer ihm.
Niedrigste Temperatur seit 17. 4.—18. 4.12 Uhr + Höchste Temperatur im Schatten am 18. 4 +
Höchste Temperatur in der Sonne am 18. 4. 4- Niedrigste Temperatur seit 18. 4.—19. 4. 12 Uhr +
Tauswasser-Schändung. In einer katholischen Kirche in der Nähe Fuldas hat eine ruchlose Hand das Taufbecken erbrochen und eine handvoll Schmutz hineingerieben. Erst jetzt bei der Reinigung des Taufbeckens für das neue Taufwasser wurde die Freveltat bemerkt, da für den täglichen Bedarf das Tauswasser in einem andern Gefäß aufbewahrt wird. Ist es nicht eine gräuliche Gottlosigkeit u. eine teuflische Verhöhnung des hl. Sakramentes der geistlichen Wiedergeburt und der Gnaden des lieben Heilandes? Die Gottlosigkeit ist heute brchenlos gemein und intolerant. (Folgt Unterfchr.)
Tariferhöhung oder Aushebung der Postautolinie Hünfeld-Geisa?
Die im letzten Jahr sehr auherordentl. stark gestiegenen Reparaturkosten der Postomnibusse Hünfeld-Geisa, die ausnahmslos durch den skandalösen Zustand des Stra- henabschnittes Hünfeld-Rasdorf verursacht wurden, veranlaßten die Reichspostverwaltung zu verschiedenen Abfahrten der genannten Strecke. In einer Aussprache des Kraftverkehrsreferenten von der Oberpostdirektion mit den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden führte Oberpostrat Bittlinski-Kassel, aus, daß der schlechte Zustand der Straße kaum zu überbieten sei und daß die Reichspostverwaltung zu einschneidenden Maßnahmen gezwungen werde, falls der längst in Aussicht genommene Erneuerungsbau derselben wieder hinausgeschoben werde. Per Reisenverfchleiß und die kaum noch tragbaren Schäden der Fahrzeuge seien derart gestiegen, daß entweder der Fahrpreis erheblich erhöht, oder der Betrieb vollständig stillgelegt werden müsse. In der diesen Ausführungen folgenden Aussprache wurde lebhaft Klage geführt über die augenfällige und rücksichtslose Zurücksetzung der „Grenzkande". Schon seit Jahren werde eine gründliche Instandsetzung der Straße Hünfeld—Rasdorf in Aussicht gestellt, aber immer wieder hinausgeschoben. Eine ganze Reche von Unfällen hätten sich ereignet; in Kraftfahrerkreisen sei der Anteil des Kreises Hünfeld an der Hanau-Dachaer Landstraße ohnegleichen verrufen und viele Fahrer machten lieber weite Umwege, als sich und ihr Fahrzeug zu gefährden. Miet- sahrzeügbesitzer weigerten sich wiederholt, Fahrten auf dieser Straße, die jeden Wagen unbedingt ruinieren muß, zu unternehmen. Sogar Fußgänger — von Radfahrern und Motorradlern gar nicht zu reden — wären mehrfach in ernsteste Gefahr gekommen, namentlich seitdem große Materialmassen am Straßenrande lagerten und dort den Verkehr stark behinderten. Streckenweise
22.45—24: Von Stuttgart- Sielte« Tänze, gespielt vom Rundfunkorchester.
Montag, 21. April.
9.30 Uhr: Aus der Friedenskirche Frankfurt a. M.: evangl. Festgottesdienst. 11—12: Von Rom: Konzert des Chors der Sixtinischen Kapelle. 12: Schallplattenkonzert: Lieder von Rich. Wagner, Hugo Wolf, Gustav Mahler, Rich. Strauß, Max Reger und Felix v. Weingartner. 14—15: Nach Stuttgart: Jugendstunde: „Tiergeschichten". 16: Von Stuttgart: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 17.30: Cuy Defch lieft aus seinem Roman „Menschen im ersten Quartal". 18: Von Stuttgart: Soloquartett „Sängerlust", Pforzheim. 19: Nach Stuttgart: Blasmusik. 20: Nach Stuttgart: Geschichte Gottfriedens von Berlichingen (Ursas- sung des Götz) von Wolfgang Goethe. 21.45: Berühmte Lieder in zweierlei Gestalt: 1. Abendlied (Claudius) a) „Oden und Lieder aus den besten deutschen Dichtern", 1. Sammlung, Dessau 1784, b) Joh. Adr. Peter Schulz „Lieder im Volkston, bet) dem Clavier« zu fingen“, 3. Teil, Berlin 1790. 2 Edward (Herder) a) Franz Schubert op 165 Nr. 5, komp. 1827, b) Carl Loewe op. Nr. 1, komp. 1818. 3. Mignon (Goethe) a) Ludwig van Beethoven op. 75 Nr. 1, komp. 1810, b) Johann Wenzel Tomaschek op. 54 Nr. 1, komp. um 1820. 4. Erl tönig (Goethe) a) Joh. Friedr. Reichard! „Goeches Lyrische Gedichte", Berlin (1794), b) Franz Schubert op. 1, komp. 1815. 5. An die Freude (Schiller) a) Christian Gottfried Körner „Mildheimifches Liederbuch, gesammelt Rud. Zacharias Becker. Neue vollst. Ausgabe. Gotha 1817, b) Ludw. van Beethoven 9. Symphonie, Schlußsatz, beendet 1823. 6. Das Lied vom Floh (Goethe) a) Ignaz Walter „Doktor Faust, Original-Oper", 1797, b) Hektor Berliog „Damnation de Faust, Paris 1846. 23: Nachrichten. 23.20: Aus Budapest (nach Stuttgart): Zigeunermusik.
Dienstag 22. April.
6.15 Uhr: Nach Stuttgart: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschließend Morgengymnastik 1. 6.45: Von Stuttgart: Morgengymnastik 2. 13.10: Werbekonzert (Schallplatten). 13.30: Schallplattenkonzert: Neues aus Operetten, Revuen und Tonfilmen. 16: Hausfrauen- Nachmittag, veranstaltet v. Frankfurter Hausfrauenverein e. V. 17: Von Stuttgart: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Von Kassel: Stunde der Landwirtschaftskammer Kassel — „Absatzfragen der Produktion der heimischen Landwirtschaft". 18.35: Von Stuttgart: „Zur Frage des Heimdeutschtums in Nord- Schleswig", Vortrag, 19.05: Von Stuttgart: „Reporter im Feuer", Vortrag. 19.30: Von Stuttgart: Zum 50. Geburtstag von Paul Enderling. 21: Nach Stuttgart: Klavier-Konzert Michael Zadora: 1. Prelude und Fuge v. SgaMbati, 2.Abegg Variationen v. Schumann, 3. Efpana v. Zadora, 4. Prelude, 5. Marsch v. Proko- fieff. 6. Ballade H-Moll, 7. Paganini-Eaprice, Es-Dur 8. La Campanella v. Liszt. 21.40: Zu Björnsterne Björnsons zwanzigsten Todestag: „Eine Bauern-Ro- velle". 22: Nach Stuttgart: Vortrag mit praktischen Vorführungen über einen von Rolf Schröder konstruierten Violinbogen für das mehrstimmige Spiel (Vach- Bogen). 23: Nachrichten.
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— Mainz. Der Geländeverkaufvertrag zwischen Stadt Mainz und dem Reich ist jetzt soweit fertiggefti daß er dem Reichstag zur Genehmigung vorgelegt wer kann. Der Vertrag sieht die Veräußerung von Gru stücken des Mainzer Festungsgeländes vor. Danach ge! in den Belitz der Stadt Mainz über: Das alte Fl Biehler, Gonsenheim, Bingen, Zahlbach, ÜRariabu-, Hechtsheim, Weisenau, Hartenberg, Heiligkreuz und die Zitadellen, weiter verschiedene fortifikatorischen Gebäude, Munitionsräume und Wachthäuser. Die Gesamtsumme beträgt 3 553 000 Mk. Auf diese von der Stadt Mainz zu leistende Summe werden Beträge verrechnet, die te i Stadt Mainz bereits verausgabt hatte zur Herstellung von Straßen und Kanälen in diesem Festungsgebiet. Laut Auflösungsvertrag von 1905-06 hat das Reich die Anlage dieser Straßen zu bezahlen, bezw. die Erstellung dir Stadt Mainz zu vergüten. Die von der Stadt Mainz verauslagten Kosten sind in Anrechnung auf diese Saujr
nicht alle Schwierigkeiten überwunden und alle Aufgaben gelöst. Möge es seiner bewährten Führung gelingen, allen Schwierigkeiten Herr zu werden und besonders den angefangenen Kirchenneubau, ohne allzu große Belastung .der Gemeinde, einer glücklichen Vollendung entgegenführen.
— Engelhelms (Krs. Fulda). Man schreibt uns: Am 13. April hielt der hiesige kath. Arbeiterverein feine Monatsversammlung ab. Herr Johann Griff gab ausführlichen Bericht über den Verlauf der Frühjahrs- Delegiertentagung, die am 23. März in Fulda stattfand. Anfchlieheich folgte eine lebhafte Aussprache über politische und wirtschaftliche Fragen. Die älteren Mitglieder, die Söhne im reifen Jugendalter haben, wurden aufgefordert, sie der kathol. Arbeiterbewegung zuzufüh- reni Die „Westdeutsche Arbeiterzeitung" sollte in jeder Familie, in der ein Vereinsmitglied ist, gelesen werden, da sie zur Aufklärung sehr dienlich ist.
Bürgermeisterwahl in Rommerz.
--- Rommerz. Man schreibt uns: Verhältnismäßig spät wurde in unserem Dorfe die Bürgermeisterwahl getätigt. Die wirtschaftliche Notlage Deutschlands wirkt sich ganz besonders in unserem Dorfe aus und beeinflußte auch die Bürgermeisterwahl. Zwar wurde schon im Januar eine Wahl getätigt; jedoch versagte die Aufsichtsbehörde die Bestätigung. In der am letzten Sonntag vollzogenen neuen Wahl wurde mit Stimmenmehrheit unser seitheriger, bewährter Bürgermeister Franz Josef Heil wiedergewählt. Ausschlaggebend dafür war, daß er in der abgelaufenen Amtsperiode alle Kraft für das Wohl der Gemeinde eingesetzt und in Wahrheit ein Führer der Dorfgemeinde^ gewesen ist. Mit Geschick und Zähigkeit ging er an die Lösung großer und schwieriger Aufgaben heran. Bau des Schwesternhauses und Inangriffnahme des Kirchenneu- Baues werden immer mit feinem Namen verknüpft fein. Wenn feine Verwaltungsmaßnahmen auch nicht immer allfeitigen Beifall fanden, so muß eine fachliche Opposition doch zugestehen, daß er diese schweren Aufgaben nicht nur mit großer Sachkenntnis, sondern auch ihre Durchführung mit verhältnismäßig geringen Kosten bewerkstelligt oder in die Wege geleitet hat. Noch sind
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Hauptstraße Frankfurt a. m.-Betlin (Leipzig). Die Reichsstraße, welche diese drei volkreichen Städte Deutschlands verbinden, auf der täglich mehrere hundert Autos verkehren, eine der Hauptverkehrsadern Deutschlands, ist stellenweise in einem unbeschreiblich trostlosen und verwahrlosten Zustand. Etwa ein Kilometer lang vor und hinter Marbach sind die Löcher und Rinnen noch tiefer und zahlreicher geworden. Seit Herbst vorigen Jahres liegen rechts und links die Pflastersteine und behindern den Fußgänger, daß er dem Spritzen der Autos nicht ausweichen kann. Wiederholte Klagen an dieser Stelle waren bisher fruchtlos. Man hat angeblich kein Geld, um ein Kilometer Straße in verkehrsmöglichen Zustand zu fetzen. Es sieht fast aus, als ob es mit Absicht geschähe; denn es find doch wieder 3 Millionen Mk. bewilligt worden. Dann sollten doch endlich einige tausend für die Pflasterung flüssig gemacht werden!
(Folgt Unterschrift.)
Frankfurter Radio-Programm.
Sonntag, 20. April.
7—8.15 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert auf dem Dampfer „New Port" der Hamburg-Amerika-Linie. 7 Uhr: Die Glocken vom „Großen Michel", dem Wahrzeichen der deutschen Seefahrer. 7.05: Hamburger Morgenruf. 8.15—9.15: Katholische Morgenfeier: 1. Präludium in C-Dur I. Renner jun. 2. Morgenlied M. Reger. 3. „Credo" aus der „Missa Papae Marcelli" Palestrina. 4. Ansprache „Der Osterruf der Erlösten", 5. Duett aus einer Qftertantate I. S. Bach. 6. ^.Christus ist erstanden", Osterlied (1623). Präludium und Fuge in G-Dur. Ausführende: Karitasdirektör Dr. Richter (Ansprache), Frankfurter a-eappella-Ehor für geistliche Musik, Leitung: Frhr. v. Droste — Solisten: Else Saler (Sopran), Hans Leicht (Baß), Ludwig Theis (Orgel). 9.30—10: Von Rom: Glockengeläute von St. Peter. 11—12: Cello-Konzert. 12.30: Erziehung und Bildung — Elternstunde: „Das Vertrauensverhältnis der Kinder zu den Eltern", SBortrag. 13: Zehnminutendienst der Landwirtschaftskammer Wiesbaden: 1. „Die Bekämpfung des Rübenaaskäfers". 2. „Die Bedeutung des Genossenschaftswesens für den Weinbau". 3. „Einiges über das Umpfropfen älterer Obftbäume". 13.10: Vortragsstunde von Norbert Schiller. 14: Von Stuttgart: Die Myrtenprinzesfin, ein Märchenspiel von H. Burhenne. 15: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: „Natur im Frühling, ein Osterspaziergang". 15.30 (ab 16 nach Stuttgart): Mandolinen ko nz ort' 17: Nach Stuttgart: Stunde des Landes. Deutsche Osterlisder. 18—19: Von Neapel: Volksleben in Neapel (Santa Sucia). Eine Mikrophonführung. 19: Stunde der Frankfurter Zeitung. 19:30 von Stuttgart: Aus der Fssthalle in Freiburg: Orgelkonzert Werke von Joh. Seb. Bach. 1. Choralvorfpiele: a) Christus ist erstanden, b) Heut triumphieret Gottes Sohn. 2. Trisonate in E-Moll Adagio — Vivace — Andante — Un poco Allegro. 3. Choralvorspiele: a) Wir glauben all' an einen Gott, b) O Lamm Gottes unschuldig. 4. Doppslfuge in C-Moll. 5. Choralvorspiele: a) Durch Adams Fall ist ganz verdreht, b) Nun freut euch, liebe Christen gemein. 6. Toccata in F- Dur. Ausführender: Ernst Kaller. 20.30: Von Stuttgart: Preciosa, Schauspiel in vier Aufzügen von P. A. Wolff. Musik von Carl Maria v. Weber. 22.30: Nachrichten.
Versuchter KaububerfatL
— Hanau. In der Ostbahnhofstraße wurde al eine Dame, die in der Stadt Gelder einkassiert hatte einem unbekannten Mann angesprochen. Als sie angebotene Begleitung ablehnte, versuchte der Frem Frau die Handtasche zu entreißen. Die Angefallem ich energisch zur Wehr und rief laut um Hilfe, n )er Täter schleunigst die Flucht ergriff. Ein Rad verfolgte den Unbekannten, doch war er in der Dun verschwunden. _
— Bingen. In der Nacht vom 16. auf 17. Dezembe o. I. brannte, wie noch erinnerlich, das Fabrikgebäud der Karl Gräff G. m. b. H. bis auf die Grundmauer! nieder. Dem Brand fielen fast alle Tabakvorräte, ucks dem gesamten Maschinen- und sonstigen Inventar, zn Opfer. Der Schaden beträgt mehrere Millionen Marl Der von Anfang an bestehende Verdacht der Brant ftiftung hat sich im Laufe des seitherigen Ermittlung verfahrens erhalten. Es ist nunmehr, wie die Staats anwaltfchaft mitteilt, von einem der in Mitleidenschg gezogenen Versicherungsunternehmen für sachdienlich Mitteilungen, die zur Ermittlung und Bestrafung de Brandstifters führen, eine Belohnung von 5000 Mk. aus gesetzt worden.
— Bad Homburg. Nach langwierigen Verhandln! gen hat der preußische Unetrrichtsminister versuchswet genehmigt, daß der Untersekunda der Homburger staatl chen Realschule ein Ergänzungsunterricht nach dem Leh plan des Reformrealgymnafiums angegliede!
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18. 4. 6 Uhr abends
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19 4. 12 Uhr mittags
748,0 mm
+ 6,5° C