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-uldaerZeitung

Anzeiger für die Stadt Julda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

57. Zahrg

Freitag, 18. April 1930

Ilr-Sl

Der Wanzdedarl der verwallungeu

Von I. Ersin g, M. d. R.

Die den

3639

1449

1750

3287

1081

1913/14

1925/26

1926/27

956

588

611

110

0,2

7 178 Millionen Mark

14 466

17 2C1

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schuft- •: ieitung 1152, Fuldaer Aktiendruckerei 1150 und 1151. ::

Dtolefl gegen die Religiousversolgnng in Rußland und die ■ Ireidenkerarbeil in Deutschland.

Wohlfahrtswesen Wohnungswesen Wirtschaft u. Verkehr Kriegslasten Sonstiges (Schuldend.)

und dürften im Jahre 1930 wohl die runde Summe von 19000 Millionen Mark erreichen.

Gegenüber der Vorkriegszeit bedeutet dies eine gewaltige Steigerung. Diese gewaltigen Ausgabe- Wahlen erstrecken sich aus viele tausende einzelner Ausgabeposten. Es ist von großem Wert, die oerschisdensten Einzelausgaben aus wenige Positio­nen verteilt und zusammengefaßt zu haben. Das Statistische Reichsamt har das gewaltige Zahlen­material in acht große Ausgabenpositionen zusam- mengesaßt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, in welchem Um­fang die Ausgaben nach dem Kriege gestiegen sinh:

klären würde In der Tat hat das Reichskabinati aber etwas anderes getan. Unter Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Brüning fand in der Reichs­kanzlei die letzte Kabinettssttzung vor der Oster- pauft statt. Das Reichskabinett beschäftigte sich ne­ben der Erledigung laufender Angelegenheiten in erster Linie mit dem vom Reichsrat verabschiedeten Haushaltsplan für das Jahr 1930. Hinisichtlu,) der vom Reichsrat bewilligten 1 Millionen Reichs­mark für Kinderipeisung und der an\fteile an­derer Ausgaben des Marineetats eingesetzten ersten Baurate für das Panzer­schiff B beschloß das Reichskabinett, die Reichsrats­beschlüsse dem Reichstage als Grundlage seiner Beratungen zuzuleiten.

In Erläuterung dieses halbamtlichen Berichts über die Kabinettssitzung erklären die Blätter, daß das Kabinett keine Doppelvorlage zu dem Beschluß des Reichsrats über die Einstellung der ersten Baurate für das Panzerschiff B einbrm- gen wird. Das „B. T." sagt: Die Regierung hat also tatsächlich gegenüber der Sonderpolitik des Rcichswehrministeriums nachgegeben.

Aus dem Kabinett wird allerdings, wie die „Voss. Zig." berichtet, erklärt, daß die Regierung nicht bereit sei, die Frage des Panzerschiffes zu einer Kabinettsfrage zu machen, d. h. aliko ihren Rücktritt oder die Reichstagsauflösung für den Fall einer Ablehnung der Baurate für das Panzerfch'ff anzudrohen. Maßgebend für den Beschluß des Kabinetts sei es gewesen, daß die o o l k s k o n s e r- vative Gruppe, also die Gruppe des Ministers für die besetzten Gebiete, Treoiranus, beab­sichtigte, durch einen Initiativantrag im Reichstag ohnehin den Beginn des Panzerschiffsbaues zu for­dern, so daß die Frage i »jedem Falle im Reichstag zurDebatte gekommen wäre.

Die Deulschnattonalen.

Die persönlichen Verwaltungsausgaben und die Pensionen fr-nb von rund 2200 Millionen auf 4509 Millionen im Jahre 1926/27 gestiegen. Durch Die im Herbst 1927 geschaffene neue Besoldungsord­nung dürften die persönlichen Ausgaben um rund 900 Millionen bis 1 Milliarde gestiegen sein, so daß Gehälter und Pensionen heute etwa 5,5 gegen­über 2,2 Milliarden in der Vorkriegszeit ausma- chen.

Die persönlichen Ausgaben sind jedoch nicht m allen Verwaltungsnveigen in gleichem Ausmaße gestiegen. Bei der Allgemeinen Verwaltung machi die Steigerung rd. 600 Millionen aus. Auf dem Gebiete 'der Staats- und Rechtssicherheit dagegen nur 400 Millionen Diese wesentlich geringere Steigerung der Ausgaben auf dem Gebiete der Staats- und Rechtssicherheit ist darauf zurückzn- führen, daß die Wehrmacht von etwa 700 000 auf etwa 115 000 Köpfe zusammengeschmolzen ist.

Stark gestiegen sind dagegen die persönlichen Ausgaben auf dem Gebiete des Bildung swejens und zwar von 720 auf 1500 Millionen Mark. Mehr als verdreifacht haben sich diese Ausgaben auf dem Gebiets des Wohlfahrtswesens, und zwar sind sie gestiegen von 93 auf 314 Millionen Mk. Die nut der starken Steigerung der Wohlfahrtsausgaben verbundene Vergrößerung der Wohlfahrtsämter der Gemeinden spiegelt sich in dieser Zahl wider.

Aber auch die Sachausgaben sind sehr stark ge­stiegen, jedoch auch nicht in allen Gruppen gleich­mäßig.

Rur für Staats- und Rechtssicherheit sind die Sacbausgaben geringer als vor dem Kriege. Bs« waffnung und Munitionsbeschasfung für unsere heutige Wehrmacht erfordern echeblich geringere Beträge al« die Vorkriegsarmee erfordert hatte.

Auf dem Gebiete des Bildungswefens sind die Sachausgaben nicht ganz um 50 Prozent gestiegen. Außerordentlich stark gestiegen sind auch die Sack« ausgaben für Wohlfahrtswesen, u. zwar von un­gefähr 600 Millionen Mk. auf 3325 Mill. Mk. Diese Steigerung ist ein Beweis für die Verar­mung und Verelendung breitester Schichten im deutschen Volke. In der Summe von 3325 Mil­lionen Mark sind auch die Ausgaben für Arbeits­losenunterstützung enthalten. Das Statistische Reichsamt war gut beraten, als es die Arbeite lchenunterstützung und die Ausgaben für Wohl sahrtswesen in eine Summe zusammenfaßte, denn ein großer Teil der Arbeitslosen geht nach der Aus­steuerung aus der Arbeitslo'enversicherung in die Wohlfahrtsunterstützung über. Diese Ausgaben werden jedoch nicht restlos aus Steuermitteln ge­deckt, Denn die eigenen Einnahmen auf dem Ge­biete des Wohlfcihrtsirefens beziffern sich im Jahre 1926/27 auf 956 Millionen Mk. Es sind dies in»

Dürfen.

Diese Arbeit liefert auch ein klares Bild dar­über, wo die Ausgaben am stärksten gestiegen sind.

Ausgaben von Reich, Ländern und Gemein- und Gemeindeverbänden betrugen im Jahre

314 3325

0,201148

236 1514

63 3224

91 990

Vor einigen Jahren ist im Reichstag von der Regierung beantragt worden, eine Zusammenstel­lung darüber zu machen, wie hoch die Ausgaben der' öffentlichen Verwaltungen im Jahre 1913/14 waren und wie hoch dieselben heute sind.

Die Zweckmäßigkeit einer solchen statistischen Ueberbebung ist nicht überall anerkannt worden. Auch die Länderregierungen zeigten sich diesen Wunsche gegenüber zunächst sehr reserviert. Schließ- lich setzte sich aber doch die Erkenntnis durch, daß er. angesichts der gewaltig angewachsenen Steuer­lasten notwendig ist, einmal eine umfassende Zu­sammenstellung über Die Ausgaben Der öffentlichen Körperschaften zu machen. — Die Arbeiten für diese Feststellungen waren schwierig und umsang­reich. Die Zahlen, die über diese Erhebungen vom Statistischen Reichsamt der Oeffentlichkit vorgelegt wurden, sind ein Beweis, daß in diesem Amt gründliche Arbeit geleistet wild. Gerade jetzt wird im Leben außerordentlich heftig gerungen. Wer sich über Die Einnahmen und AusMuen der öffent­lichen Verwaltungen genau orientieren will, wird an dem umfangreichen Werk nicht vorübergehen

vom Dawesplan zum Joungplan

Panzerkreuzer B.

Am die B.3.3.

Der zukünftige Präsident Der demnächst in Ba- ti zu gründenden Bank für internationalen Zah- unasaüsgleich, Der amerikanische Bankier Mac Zarra'h, war, wie das „B. I." berichtet, in Den ekten Tagen in Berlin und hat mit Dem Reichs- /llnkpräsidenten Dr. Luther verhandelt. Es ging um die Besetzung des Postens des Generaldirektors 3cr neuen Bank. Der Franzose Quesnay ist Der Kandidat der Gläubiger, der auf Der Gründungs- jerfammtung offiziell vorgeschlagen werden soll. Deutschland ist bekanntlich einmütig gegen die Wahl >jnes Franzosen. Es handelt sich um einen Posten, V nur von einem Neutralen besetzt werden 'ann, wenn die Bank tatsächlich eine Entpolitisie­rung der deutschen Reparationsschuld versinnbildli- h->n und gleichzeitig über ihre reparationspoliti- ichm Funktionen hinaus ein Institut zur interna- tionalcn Zusamemnarbeit der Notenbanken, zur /' iferierung der Weltwirtschaft werden soll. Die Be­setzung des Präsidentenpostens mit einem Amerika­ner mache Die Wahl eines Neutralen zum General­direktor nach deutscher Auffassung zur logischen Konsequenz. Diese Ansicht ist nicht nur von Dr. k Äyacht vertreten worden, sondern sein Nachfolger, Dr. Luther, steht auf demselben Standpunkt. Die Sisprechungen zwischen Dr. Luther und Mac Gar- rch sind ergebnislos verlausen. Damit ist Die ,/ slnqelcgenheit für Deutschland jedoch noch nicht er­ledigt, sondern es wird auch weiterhin feine gra­gen und grundsätzlichen Bedenken geltend machen.

Das Panzerschiff.

Der Reichsrat hat mit Stimmengleichheit Bei 5 Enthaltungen den Antrag Preußens, über 1 den angenommenen Antrag auf Einsetzung einer ersten Rate von 2.9 Millionen Mark für den Pan­zerkreuzer B im Etat 1930 zur Tagesordnung iiberzugehen, ab gelehnt. Dieser Ablehnung war eine Erklärung des Reichssinan,Ministers Dr. Moldenhauer vorausgegangen, die allgemein so giDeutet wurde, daß das Reichskabinett sich mit der Einsetzung einer Baurate für den Panzerkreu­zer B, selbst wenn sie vom Reichsrat enbgültig be­schlossen werden sollte, nicht einverstanden er-

I den Abgeordneten sollen, soweit sie nicht zur Land- bundsgruppe gehören, bei den nächsten Wahlen tn ihren " Kreisen ni cht wieder ausgestellt werden.

Polen und die deukscheu Agrarzölle.

NEB. Warschau, 14. April . (Eig. Meld.). Die Vertreter der landwirtschaftlichen Organisation ha­ben gestern Dem polnischen Ackerbauminister Santa« Polczynski eine Denkschrift über die deutschen Agrarzölle überreicht, in Der die Behauptung auf- gestellt wird, daß Der eben abgeschlossene Deutsch- polnische Handelsvertrag nun vom Standpunkt Der polnischen landwirtschaftlichen Interessen jeden Wert verloren haben, well die Gestaltung Der neuen deutschen Zölle eine Einfuhr polnischer land­wirtschaftlicher Produkte nach Deutschland unmög­lich mache. Zum Schluß gibt die Denkschrift Dem Wunsche Ausdruck, daß Die polnische Regierung Schritte unternehmen möge, um eine für Polen ungünstige Gestaltung der wirtschaftspolitischen Lage gegenüber Deutschland zu verhindern.

Die Nachrichtenkorrespondenz Preß teilt mit, daß die politische Regierung gegenüber Den Erhöhungen Der deutschen Agrarzolle vorläufig eine abwartende H a l t u n g einnehme.

„Böswillig und bösartig"

Die „Germania" schreibt:

Der Ton der Sozialdemokratie.

Wir haben uns in den letzten Tagen wiederholt gegen den demagogisch-gehässigen Ton wenden müssen, mit dem die Sozialdemokratie das neue Kabinett und vor allem den Reichskanzler B r u - n in g und die Zentrumspartei bekämpft. Die so­zialdemokratische Presse fällt in wenig anständiger Form über die Männer und Parteien her, mit denen sie noch vor Wochen in einer politischen Ar­beitsgemeinschaft verbunden war; sie bekämpft, wchlgeübt in solchen Verwandlungskünsten, heute gesetzliche Maßnahmen, die sie noch gestern mit jenen Parteien gemeinsam durchzuführen bereit war. Was ihr noch gestern gut oder wenigstens erträglich schien, das nennt sie heute em Zeichen verderblicher „Wucherpolitik". Das öde Geschrei, mit dem die Sozialdemokratie hinter einer Ent­wicklung herläuft, die sie selbst schuldhaft herbei- gezwungen hat, fällt allmählich auch der Demo­kratischen Partei auf die Nerven. Der „Demo­kratische Zeitungsdienst" fetzt sich jeden­falls gegen diese demagogische Haltung der So­zialdemokratie kräftig zur Wehr. Er sagt, daß sie

Monatlich 1,80 einschlietzt. Poitgeoühr (48 Pf., ohne Suitellg Anzeigen-Preise Kleinzeile (Col.) lokal 0,15 «Jt, auäroarU 0,20 JUl. Reilamezeile: total 0,60 »Jt auswärts 0 BO M.

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Auf Anregung der Zentrale bcs $ 01 f s« ^."eins für das katholische Deutschland haben £,c unterzeichneten großen katholischen Verbände Deutschlands sich zu einer gemeinsamen Protest- kundgebung gegen die Religionsverfolgung in U/Rußland und die religionszersetzende Arbeit der weidenker in Deutschland zufammengetan. Der Wortlaut dieser Kundgebung lautet:

Wir unterzeichneten katholischen Verbände, die - !■«. . größten und aktivsten Teil des deutschen 0 Wfdjcn Volkes umfassen, erheben feierlich Ein- n>ruch gegen die systematische Verfolgung und , "tergrobvng jeglicher Religion, besonders der sittlichen, wie sie in Rußland seitens der Regie- ■ 2^9 uub des im Dienste der Regierung arbeiten« « Den ar ;)banbe5 ^*er kämpfenden Gottlosen" betrie« brr* *r protestieren gegen die rücksichtslose Unter« ■ 9 f*er religiösen Freiheit durch Die Somjet« I taf»!Crun9’ gegen ihre Verhetzung und Gewalt- 8»^?.gegenüber den Dienern und Anhängern der ■ tah9h°r‘ lmi3 gegen die Schließung der Kirchen ao-te Vennchtung Der Heiligtümer.

k ^i/Lir protestieren ganz besonders gegen die gott« p Serh ®P:t= un$ kirchenfeindliche Erziehung der Iu- |E" unb gegen die Zertrümmerung der christ-

Ehe und Familie.

I bi, „ r "beben auch schärfsten Einspruch gegen R Kam?k Mikail beeinflußte und unterstützte Pro- Ifer - tofe ste seitens deutscherFreiden- ■ 'tebr ,n .beP letzten Jahren, besonders in diesem I »oSsh’mmer mehr steigender Heftigkeit in 1"ruhigenden, verhetztenden antireligiösen E fcaar®ePun^en betrieben wird, die in letzter Zeil ■&» Beschmutzung und Schändung der Kir- | geführt hat.

'r verlangen von der Sowjet-Regierung die K dem Gewissen, die Freiheit der chrisr-

Wmb ih^G^nsübnng und die Freiheit der Kirche li bqh "warten von der Deutschen Regierung, Ll "e Rechte der christlichen Kirchen schützt EÄLp"t und Maßnahmen ergreift, die der er« | len volkbeunruhigenden antireligösen Derhet-

in ihren persönlichen Angriffen gegen Dr. Brü­ning bedenklich in die Irre gegangen sei. Er er­innert, da auch die Demokraten von der sozial­demokratischen Presse nicht gerade freundlich be- handelt werden, an die jahrelange Kampfgemein­schaft beider Parteien zur Festigung des neuen Staates, und fährt dann fort:

„Wir wollen auch darauf Hinweisen, daß es in den neuen Verhältnissen, die ganz aus chließlich durch die Schuld der Sozialdemokratie geschaffen worden sind, n erster Linie die Demokratische Partei ist, die den«Blick in die Zukunft offen hält, und die Notwendigkeit einer Wie- dereinbeziehung der Sozialdemokratie m die Regierung und in die Verantwortung anstrebt. In die Derantwor tung — hier liegt das Entscheidende, und hier ist die kritische Stelle, aus der die Empfindlichkeit und barmt wieder die Gereiztheit und zuweilen Gehässigkeit der sozialdemokratischen Einstellung neuesten Datums ent springt. Scheu vor der Verantwortung und doktrinäre Kurzsichtigkeit waren es, die die Sozialdemokratie m der entscheidenden Stunde aus der früheren1 Regierung ausspringen ließen, und wenn die Demokratie und das Zentrum nicht tatenlos vor einem Scherbenhaufen ste hen wollten, so mußten sie das Teil Bercmtwo^ung nut- übernehmen, das die Sozialdemokratie so luchten S) zens von der Schulter geschoben hatte.

Die sozialdemokratische Presse sollte sich wohl überlegen, so heißt es zum Schluß, wie sie ftck angesichts Der preuß 1 schen KoaIi- tionsverhältnisse und Der Zielsetzung Der Demokraten unD beträchtlicher Teile Des Zentrums, daß die Sozialdemokratie als stärkste Vertretung der Arbeiterschaft wieder in der Regierung Platz finden müsse, zu diesen beiden Parteien einstellen wollte. Es fei sehr leicht, guten Willen und Ver- antwortungsbereitschaft herabzuwürdigen, aber sehr schwer, eine durch bewußte Bdsw 1111 g« feit und Bösartigkeit getrübte Bezie­hung wieder zu einer tragfähigen Verbindung zu- sammenzuführen

* Die Minister Steiger und Schmidt beim Vapst. Aus Der Stabt des Vatikans wird gemelDet: Der Papst empfing Den preußischen üanbnnrt« schaftsminister Dr. Steiger und Den preußischen Justizminister Dr. Schmidt.

* Vadens Staatshaushalt im Landtag. Der Badische Landtag hat das Finanzgesetz IN erster und zweiter Lesung mit 45 Stimmen Der Re­gierungsparteien (Zentrum und Sozialdemokarten) gegen'28 Stimmen Der Opposition angenom- in e n. Damit ist nach Dreimonatiger Beratung Der Staatsvoranschlag für 1930=31 endgültig verabschie- del. Das Haus oertagte sich bis Mai.

Wie die Deutschnationale Pressestelle mitteilt, ist der Parteivorstand Der Deutschnationalen Volks­partei zum 25. April (nicht zum 1. Mai) um 11 Uhr vormittags nach Berlin einberufen worden.

Zu Dem auf Den 25. April anberaumten Zu­sammentritt des Deutschnationalen Parteivorstan- des bemerkt Die D. A. Z.: „Im Mittelpunkt Der Beratungen wird die Frage stehen, was mit jenem Teil Der Deutschnationalen Fraktion geschehen soll, der im Reichstag bei den Abstimmungen über das Deckungsprogramm für Das Kabinett Brüning ge­stimmt' hat. ' Die EntscheiDung Dürfte praktisch be­reits gefallen sein. Entgegen Der allgemeinen Er­wartung will Die Parteiführung, wie wir zuverläs­sig erfahren, keine neuen Ausschlüsse vornehmen. Es soll lediglich eine Vertraue ns- kundgebung für Dr. Hugenberg statt- finden, die mit einer Art Rüge an das undiszipli­nierte Verhalten der Reichstagsfraktion verbunden werden soll. Der Verzicht auf Ausschlüsse geht Darauf zurück, daß Die Parteiführung sich zugun­sten einer Generalbereinigung Der Wahllisten entschlossen hat. Die Diffentieren«

M. Pafts trat am Mittwoch im Außenministe- Atm Die kleine Kommission zusammen, Deren Aus- darin besteht, bie Maßnahmen zu prüfen, die Nrderlich sind, um Den Uebergang vom Dawes- S zum doungplan zu vollziehen. In bi ei er ission ist Deutschland vertreten durch Mm- tSZürßxireftor Ruppel. Im übrigen waren die vier -ren einladenden Mächte, Der Generalagent für Reparationszahlungen Parker Gilbert sowie das >raanisationskomitee Der Internationalen Zah- »inasbank vertreten. Den Vorsitz übernahm auf Machen Antrag Der französische Vertreter in Der kevarationskommission Senator Chapsal.

B öie Sitzung galt Der Besprechung Der Frage Der Überführung Der Verpflichtungen der verschiode- 1-n unter dem Dawesplan erttftanbenen Organisa- iinnen auf die Internationale Zahlungsbank. Die fächste Sitzung wurde auf den 25. April festgelegt.

zung und Schändung der Kirchen seitens Der deut­schen Freidenkerverbände Einhalt gebietet.

Wir werden durch unsere Verbände dahin wir­ken, daß dem Bolfchewismus und seinen die christ­liche Kultur, das soziale Gemeinschaftsleben und die Stärke Der Nation zersetzenden Methoden e i n ernftes Tatchristentum im gesamten öf­fentlichen Leben entgegengestellt werde zum Heile und Segen für Kirche und Volk.

Diese Kundgebung ist an das Auswärtige Amt, an das Reichsministerium des Innern und an die Botschaft Der Union Der Sozialistischen Sowjet- Republiken in Berlin geianDt worDen.

Augustinus-Verein zur Pflege der katholischen Presse Akademische Bonifatius-Einigung. Bonisatiusverein für das kathol. Deutschland Borromäusverein. C. V. der kathol. deutschen Studentenverbindungen. Deutscher Karitas-Verband. Franziskus-Xaverius Missionsverein. Friedensbund deutscher Katholiken. Jungborn, abstinente kathol. Jugend der Werktätigen. K. D. der kathol. Stu- dentenvereine Deutschlands. Katholischer deutscher Frauenbund. Katholischer Gesellenverein. Katholischer Jugendbund werktätiger Mädchen Deutschlands. Katho­lische Jugend- und Jungmännervereine. Katholischer Lehrerverband des Deutschen Reiches. Katholischer Leh­rerverein in Bayern. Katholischer Presseverein für Bay­ern. Kacholische Schulorganisation. Kath. Verband der weiblichen kaufm. Angestellten und Beamtinnen Deutsch­lands. Katholische Werkiugend. „Missionskonferenz" der Ordensprovinzen, seLständigen Abteien und Welt­priestervereinigungen. Reichsoerband kach. kaufm. Ge­hilfinnen und Beamtinnen. Ring kath. deutscher Bur­schenschaften. Süddeutscher Verband der kach. Iungmäd- chenvereine. Superioren-Vereinigung, Hauptvertretung der kach Missionen. Verband kath. Arbeitervereine. Verband der kath. Arbeiter- und Knappenvereine West­deutschlands. Verband süddeutscher kach. Arbeiterver­eine. Verband kach. Beamtenvereine Deutschlands. Ver­band der kath. Frauen- und Müttervereine Deutschlands. Verband kach. deutsch. Studentinnenvereine. Verband der wissenschastl. kath. Studrntenvereine „Unitas". Ver­band kach. Vereine erwerbstätiger Frauen und Mädchen. Verband kach. kaufmännischer Bereinigungen Deut'ch- lands. Verein kath. deutscher Lehrerinnen. Dolksver- ein für das kath. Deutschland. Volkswartbund, kach. Verband zur Bekämpfung der öffentl. Unsittlichkeit. Werk der hl. Kindheit in Deutschland Winfriedbund Zen­tralbildungsausschuß der kath Verbände Deutschlands. Zentralverband der kath. Jungfrauenvereinigungen Deutschlands.

Jnrae- samt

davon Gebält. u. Pens.

Sack- ein Ein- aus- nabmenu. gaben Anleihe

1913/14.

Allgemeine Verwaltung

659

406

253

Staats- u. Rechts­

sicherheit

2381

841

1540

Bildungswefen

1392

720

672

Wahlfahrtswesen

691

93

598

Wohnungswesen

31

0,3

30,7

Wirtschaft u. Verkehr

1018

110

908

Kriegslasten

63

--

63

Sonstiges (Schuldendienst) 943

41

902

1926/27.

Allgemeine Verwaltung

1440

1037

403

213

Staats- und Rechts­

sicherheit

2026

1251

775

411

BiDungswesen

2529

1504

1025

361