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NILS

durch kräftigere ersetzt werden.

A. M.

Selens Union

D E R DEUTSCHE Q U ALI TÄTS-R E IF E N!

Drum wähle man Hühnern zur Brut, die geradezu krank-

dung empfohlen werden, doß sich Milben und an­dere Schmarotzer gern in der Höhlung ansammeln, so daß sie am Tage aus den hohlen Sitzstangen herausgeklopft und vernichtet werden können. Statt dem Ungeziefer bequeme Schlupfwinkel zu bieten, ist es doch unbedingt richtiger, ihm mit anderen Mitteln auf den Leib zu rücken, als solche, die seins Weiterentwicklung begünstigen.

flach untergebracht, 4. Ausreißen und Verbrennen etwa befallener Pflanzen.

wohl Eier von gut legenden aber nie von solchen Tieren, hafte Eier erzeugen.

Sihstangen aus gebrhcten Holzröhren, Gips­röhren, Holunderstangen nfw. sind unbedingt zu­rückzuweisen, obgleich sie vielfach mit der Begrün­

Der Meintterhof.

Allerlei für den Hühnerzüchter.

Hühner, die gleichzeitig vorzügliche Eier- u n d F l e i s ch l i e f e r a n t e n sind, gibt es nicht. Entweder liefert eine Rasse viele Eier und dastic ist das Fleisch mäßig, oder sie liefert bei Mast gutes Fleisch und der Eierertrag ist gering. Die langjährige Versuche, beide Eigenschaften in einem Huhn zu vereinigen, sind nicht geglückt. Nur bei den amerikanischen Rassen hat man einen gewissen Ausgleich erreicht, und es dürften nur die Wyan- dottes als Eierfleischhuhn und die Orpingtons als Fleischeierhuhn anzusehsn sein.

Die trächtige Ziege verlangt vollwertiges Futter, man hüte sich aber vor dem Wurf sogen. Mastfutter zu verabfolgen, das durch die starke Belastung der Verdauungsorgaire die Entwicklung des Jungen im letzten Entwicklungsabschnitt be­nachteiligt. Viele angeborene Fehler sind darauf zurückzuführen.

Grünfutter ist für die Hühner unbedingt not­wendig. Es wirkt als Ausgleich gegen die Solz- und Fetteile des Kraft- und Abfallfutters» reinigt das Blut und stärkt die Entwicklung der jungen Tiere. In Amerika füttert man vielfach mit Weizen, den man vorher zum Austreiben ge­bracht hat, und erzielt mit diesem gern genom­menen Futter bei alten unb jungen Tieren di- besten Ergebnisse.

Wahfofi Sie j<M diesen neuen PU.-peifcri werden zufrieden sein1

Bepflanzung von windigen und schattigen Balkonen.

Für Leute, die einen Balkon haben, auf dem es beinahe immer windig ist, wird die Bepflanzung des Balkons jedes Jahr zu einem Problem, das aber nie gelöst werderl kann. Denn welche Blumen auch schon in die Balkonkästen gepflanzt worden sind, keine wollen gedeihen. Die Pflanzen bleiben trotz sonstiger guter Pflege stets schwächlich, Blü­ten zeigen sich nur spärlich, und man findet nach jedem stärkeren Wind immer wieder abgebrochene Zweige, Blätter, Blüten und Knospen. Oft sind ein paar Blüten gerade im Aufbrechen begriffen, aber wiederum macht der Wind die Hoffnung zu­schanden. Auf solchen Balkonen kann eben über­haupt nicht viel gedeihen, und der Balkonbesitzer wird gut daran tun, in feine Kästen nur wilden Wein oder Efeu auszupflanzen. Nicht ganz so schlimm ist der daran, dem ein Balkon zur Verfü­gung steht, der meistens 'm Schatten liegt. Auf einem solchen Balkon wird man auch nicht alles aussäen und auspflanzen können, vor allem wird man sich nicht darauf versteifen dürfen, bestimmte Lieblingsblumen anzupflcmzen, sondern man wird Blumen in die Kästen und Töpfe bringen müssen, die mehr der kühlen, sonnenlosen Lage angepaßt sind. Blumen, die mehr Wärme brauchen, werden im Sommer meistens auch auf schattigen, dem Wind nicht allzusehr ausgesetzten Balkonen noch fortkommen und gedeihen; dafür macht sich dann aber die kühle Lage im Spätsommer und Herbst sehr bemerkbar. Auf schattigen Balkonen werden wärmebedürftige Pflanzen viel eher abblühen und ihre Blätter verlieren, so daß der Balkon schon sehr früh leer und ungepflegt ausfehen muß. Rück­sichtnahme auf die Lage ist also bei der Balkon­bepflanzung dringend zu empfehlen. Hängenelken, Fuchsien und Petunien zum Beispiel werden auch noch auf schattigen Balkonen gedeihen; Pelargonien dagegen verlangen schon etwas mehr Sonne. A. M.

(Aus „Trutznachtigall" von Erika Spann-Rheinfch).

(Ein Huhn, das zur Legzeil wochenlang täglich sein Ei legt, wird stets der Liebling der Hausfrau sein. Trotzdem lasse man sich nicht ver­leiten, Eier von ihnen zur Aufzucht zu verwenden. Die Nachzucht dürfte enttäuschen, denn die Eier sind sicher schlecht befruchtet und geben nur schwächliche Jungtiere. Solches Diellegen geht stets auf Kosten der Kraft des Muttertieres und ist deshalb ein Nachteil für den Nachwuchs.

kleine Winke.

Ausgebrochene Holzrechenzinken

sind verhältnismäßig leicht zu ersetzen. Vielfach find sie käuflich zu haben, man kann sie sich aber auch selbst schnitzen, am besten aus Eiäpnholz, da dieses am dauerhaftesten ist. Man schnitzt sie etwas dicker als das Loch im Rechen, kocht sie dann 20 bis 30 Minuten in Wasser und preßt sie darauf weich und warm in den Rechenbalken ein. So halten sie am festesten. Man braucht nicht zu be­fürchten, daß beim Hartwerden solcher neuen Zinken der Balken zerplatzt.

Asche als Dungstoff

wird sehr verschieden beurteilt, selbst Fachleute sind verschiedener Meinung. Am wertvollsten ist jedenfalls die Holzasche, dann kommt die Braun­kohlenasche und zuletzt die Steinkohlenasche. Alle enthalten eine Reihe wertvoller Nährstoffe, wenn auch in ganz verschiedener Zusammensetzung. Man sammelt deshalb am besten die verschiedenen Aschen und siebt sie vor ihrer Verwendung durch. Die feine Asche nimmt man zum Düngen, die Schlacken aber zur Befestigung der Wege. Sind die Nährwerte auch nicht von großer Bedeutung, so trägt die Asche doch zur Lockerung des Bodens und zur Aufschließung verschiedener Nährstoffe bei. Auch tötet sie eine Reihe von Schädlingen, wie Milben, Raupen, Puppen. Erhöht wird der Dung- wert, wenn die Asche mit Jauche getränkt oder mit Torfmull vermengt wird. Am besten wird sie im Winter auf die Beete gebracht.

Der Garten im April

Wenn der März auch noch viele begeisterte ■ Gartenfreunde an manchen Tagen zum unfreiwil- liaen Stubenhocken verbannte, im April gibts kein I ^,licn mehr, selbst wenn er auch einmal ein arimmiges Gesicht zeigt und die Untugenden seiner knrichlvörtlichen Launen bringt. Die Zeit für die I Aussaaten, das Pflanzen, überhaupt das Bestellen I Gartens ist nun da, und nach einer alten Gärt­nerregel ist es sogar gut, wenn man dabei noch ein wenig an die Hände friert. Selbstverständlich der erfahrene Kleingärtner, daß man mit manchen Saaten und Pflanzungen noch bis zum sicheren Monat Mai warten muß, z. B. heißt es a bei der Frühkartoffel: „Pflanz d' im April, komm' wann i will, pflanzt d' im Mai, komm i -lei!" Aber wie gesagt, es ist kein Halten mehr, und namentlich nach Fabrik- oder Büroschluß sind die Spatentruppen im Anmarsch und schaffen bald | örbnung in ihrem kleinen Reich.

3m Ziergarten

s smd die allgemeinen Reinigungsarbeiten beendet, sauber liegen die friicb gegrabenen Gehölzgruppen and neu angelegten Rasenflächen da, und man kann nun den Grassamen aussäen. Fest andrücken und siet« Feuchthalten ist die Grundbedingung für aleickmäßiges Aufgehen des Samens. Die Blumen- yriebelbeete stehen noch in voller Blüte. Nach Be- ' endigung derselben werden die Zwiebeln ausge­hoben, vom Blattwerk befreit und dann gut abge­trocknet, um dann im Herbst wieder Verwendung , zu finden. Die freien Beete kann man dann mit sommcrflor bepflanzen, allerdings tut man gut, damit noch etwa bis Mitte Mai zu warten, denn -die „gestrengen Herren!" Dahlien- und andere Knollen kann man nun aus dem Keller holen, gut säubern und dann pflanzen. Ebenso kann man jetzt noch alle Arten Stauden, Ziergehölze, Rosen unb Nadelhölzer pflanzen.

3m Gemüsegarten

sind alle Freilandsaaten und bis zu Ende des Monats auch alle Pflanzungen von Frühgemüse­arten beendet. Gurten, Kürbis und Bohnen sind / auf jeden Fall erst im Mai zu legen bezw. zu pslan,zen. Ein Hauptaugenmerk ist jetzt auf das treiben der Wühlmaus zu richten. Den Maul- i. rourf schone man in diesem Jahre wegen der mas- enhaft austretenden Engerlinge besonders. Das Wetzen der Spargslbeete muß in diesem Monai beendet sein.

3m Obstgarten

| gill unsere ganze Sorgfalt den im Frühjahr an- gepflanzten Obstbüumen. Es dürfen keine Wurzeln frei liegen, aber der Baum darf auch nicht zu tief in der Baumgrube stecken bezw. nachträglich hinein- Mtscht fern. Hier heißt es herausnehmen und nochmals pflanzen. Ebenfalls hat dies zu ge­schehen, wenn der Baum keine Anstalten macht, rusMreiben. Saunt und Pfahl müssen selbstver­ständlich fest und gerade stehen und ist für ge­nügende Bodenfeuchtigkeit zu sorgen. Zum Schutz gyen das Austrocknen der Rinde werden die Bäimte leicht angekalkt oder der Stamm wird mit ° stuchtem Moos umwickelt. Immer und immer vieder sind die Obstbaumschädlinge zu bekämpfen.

Ein Gang durch den Garten, das Geschaffene M bewundern, ist kein müßiges Beginnen, man i «Jtn dabei am Besten sehen, wo es fehlt, und darf I N d?bei auch ein wenig über das fortschreitende r «edeihen in seinem Gartenreiche freuen.

Thomasmehl im April.

Versuche der letzten Jahre haben ergeben, daß wir Thomasmehl nicht nur im Herbst und im Laufe des Winters, sondern zu jeder Jahreszest, zu jeder Kulturpflanze und für alle Böden verwenden kön­nen. Zu einer Verwendung im April eignet sich Thomasmehl ganz besonders, ist doch dieser Monat derjenige, in welchem wir die meisten unserer Ge­müsepflanzen und auch Blumen auspflanzen bezw. ins freie Land säen.

Der Umbruch des Lundes erfolgt bei stark zehrenden Gemüsen mit Stalldung, bei den an­deren Gemüsen und Blumen mit Torfmull bezw. Komposterde unter gleichzeitigem Einbringen von Kali. Das Einbringen dieser beiden Düngemittel fft unbedingt erforderlich. Durch Thomasmehl, welches auch zugleich 25 Prozent wirksamen Kalkes erhält, erreichen wir eine Früh- und Vollernte sowie Gemüse und Früchte von bester Schmackhaf­tigkeit. Die schnelle Wirkung der Thomasmehl­phosphorsäure erklärt sich aus ihrer leichten Lös­lichkeit. Die Tiefe, in welche Thomasmehl unter­gebracht werden soll, richtet sich nach der Bodenart. Es soll in diejenige Bodenschicht kommen, in der sich hauptsächlich die Pflanzenwurzeln ausbreiten, also einerseits noch genügend Lust eindringt und anderseits auch von unten die Bodenfeuchtigkeit, auffteigt. In leichteren, sandigen Böden liegt diese Schicht tiefer als auf torrigen oder lehmigen Böden. Daher muß auf Sandböden das Thomasmehl ganz allgemein tiefer eingebracht werden als auf tonigen oder lehmigen Böden.

Da von Natur aus die meisten Böden phosphor- säurearm smd, ist es dringend nötig, daß die Pflanzen im Boden genügende Mengen Thomas­mehl vorfinden.

Wir verwenden im Gemüsebau, alljährlich einmal gegeben, je Quadratmeter 60—80 Gramm, in Blumenkulturen die gleiche Menge; für schwere tonige oder lehmige Böden erhöhen "wir die Gaben auf 90—100 Gramm.

Oer Reinigungsflug der Bienen.

Sind im Frühling draußen die ersten Blüten zu naschen, so beginnt im Bienenstock neues Leben. Die Zeit der Winterruhe hört auf, und die Bie­nen halten nun ihren Reinigungsflug ab. Da dis Bienen den ganzen Winter nicht hinaus ins Freie konnten, hat sich in ihren sehr dehnbaren Kotblasen im Verhältnis zur Bienengröße eine große Menge Kot angesammelt, dessen sch die Bienen beim Rei. nigungsflug entledigen. Zum Reinigungsflug su­chen sich die Bienen einen schönen, milden Tag aus. Während dieser Zeit sorgt auch der Imker für eine Reinigung des Stockes; vor allem muffen die to­ten Bienen und das Stockmüll entfernt werden. Auch ist es gut, wenn der Imker jetzt seine Stöcke und Bienenvölker genauer untersucht. Das alles soll jedoch mit möglichst wenig Geräusch getan werden, damit sich die Bienen nicht beunruhigen. Um die Zeit des Reinigungsfluges brauchen die Bienen viel Wasser; sie müssen daher Gelegenheiten haben, Wasser aufzunehmen. Am besten sind solch» Gelegenheiten an sonnigen Stellen zu schaffen. Auch menn die Sonne schon ziemlich warm scheint, darf jedoch auch nach dem Reinigungsflug der Winterschutz noch nicht entfernt werden; besonders gegen kalte Winde sind die Bienen noch zu schüt­zen. ____________

Das Auspflanzen der Setzlinge im Gemüsegarten.

Wie beim Aussäen, so auch beim Auspflanzen der Setzlinge macht sich zweierlei Meinung geltend: nach der einen Meinung sollen diese Arbeiten mög­lichst frühzeitig vorgenommen werden, nach der anderen soll man sich dabei nicht übereilen. Richtig ist jedoch, daß sich darüber keine allgemein gültige Regel aufstellen läßt. Die passende Zeit hierfür ist nicht nur nach den klimatischen Verhältnissen und nach der Lage verschieden, man wird auch je nach den Witterungsverhältnissen in den einzelnen Jahren Unterschied machen müssen. Außerdem ist die richtige Pflanzzeit auch für die einzelnen Ge- müfearten verschieden. Bei der Frage, ob früher oder später angepflanzt werden kann, wird viel von der Erfahrung abhängen, die der einzelne Garten­besitzer im Laufe der Zeit auf seinem Grundstück gemacht hat. Dauernde Beobcchtungen, auch solche in benachbarten Gärten, können von großem Nutzen werden. Wer ein paarmal mit feinen frühen Aus­saaten Mißgeschick hatte, wird in der Folge leicht geneigt fein, die spätere Aussaat und das spätere Äuspflanzen der Setzlinge für richtig zu halten. Da­bei ist zu bedenken, daß gerade die Gemüsepflanzen, bevor höhere Temperaturen einsetzen, eine gewisse Zeit der langsamen Entwicklung brauchen; ist d>e Jahreszeit schon zu weit vorgeschritten, so wachsen zwar die Pflanzen sogleich rascher, fv werden aber meist weniger kräftig und kernig als andere Pflanzen, die früher hinauskamen. Beim Aus­pflanzen ist vor allem darauf zu sehen, daß die Pflanzlöcher tief und breit genug sind. Gerade in dieser Beziehung wird oft gesündigt. Wie sämt­liche Wurzelspitzen nach unten stehen müssen, ohne daß sic sich verbiegen, so sollen auch die Wurzeln an den Seiten nicht eingezwängt werden; auch sind die Stellen, wo gepflanzt roerben soll, vorher ge­nügend anzufeuchten. Das Beet, auf da.s gepflanzt wird, muß gut umgegraben fein. Setzpflanzen dürfen auf keinen Fall ausgewogen, sondern müssen ausgehoben werden. Auch wenn das Auspflanzen

üohlsirunke find nicht auf den Kompofthaufen «e aufräherifche Tendenz an diesen Stücken ist so M werfen, sondern wegen der in und an ihnen öe- tierischen und pflanzlichen Schädlinge am "sten im Ofen zu verbrennen oder an Kaninchen | 8* verfüttern.

3«r Bekämpfung der Kohlseuche (Kohlhernie) : sst folgendes notwendig: 1. Bon kleinen Anschiwel- | Men freies und kräftiges Setzmaterial, 2. Weck- «wirtschast, 3. Vermeidung von Stallmist, Jauche I -W Latrine, dafür Kalkung (möglichst im Herbste.

•t 100 Quadratmeter etwa 50 Kilogr. kohlensau- A Kalk), ferner Düngung mit Thomasmehl (8—10 2®°8r- auf ein Ar), ebensoviel Kainit und 5—6 Kalkammon, alle- in guter Vermischung, ”yge Wochen vor der Pflanzung gegeben und nur

nur in den kühlen Morgen- oder Abendstunden oorgenommen wird, ist es gut, stets nur so viel Setzlinge zum Ausvftanzen bereitzuhalten, wie man in 15 bis 20 Minuten anpflanzen kann. Die Setz­linge müssen - --"--drückt werden, sodaß um die Wurzeln keine Hohlräume entstehen. Solche Hohl­räume oder zu lockeres Erdreich um die Wurzeln kann leicht zum Eingehen führen, zumindest wird dadurch das Festwurzeln erschwert und verlang­samt. Frühe Gemüsearten können etwas enger ge­pflanzt werden als späte. Etwa 7 bis 10 Tage nach dem Anpflanzen sind die Setzlinge daraufhin zu untersuchen, ob bei ihnen schwächliche Pflanzen her­vortreten. Diese müssen herausgenommen und

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