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NILS

Wel-

Die Katholiken haben eine wunderbare Einrichtung:

Freier und Neuer hinein in den

früheren

Frohsinn

ist Ausflutz

Wer aus der Fülle dieses in­

neren Lebens lebt, dessen Weg ist licht und leicht.

m

denken, die auch nur einmal auf den Gedanken korn-

Kindes am Herzen

chenen Gemütskraft, der Leben kein Problem ist.

Wirf alles, was dich bedrückt und unfroh die schmalen Gitterstäbe des Beichtstuhles

denn sein.

Mütter unrecht, die ihr Nesthäkchen enr-

Die Hohen sind die Frohen, auch im Himmel, ter Sinn der ©eligfeit kann wieder nur Frohsinn

der unverdorbenen, die Welt kein Rätsel

ungebro- und das

men. das Kind auf den sei denn, daß sie es in dem Kinde schon vorher damit ihr Musterkindlein

die Beichte: macht, durch und geh als Frohmut!

Schulbeginn vorzubereiten, es der falschen Weise tun, mit das Einmaleins zu studieren, in der Schule recht bald d>e

Im Frohsinn offenbart sich der Mensch als Gottes Tbenbild. Gott hat keine traurige Welt geschaffen. Das Traurige tragen immer nur die Unfrohen in das Welt­bild hinein.

reißt und dessen Vertrauen raubt. Im Gegenteil, sie sollen noch mehr das Vertrauen ihrer Kinder behal- ten und sich zu erhalten suchen, was freilich nicht da­durch geschicht, daß sie die Kinder strafen, wenn sie von dem Lehrer einen Verweis oder eine schlechte Note erhielten, sondern eher dadurch, daß sie liebevoll mit chren Kindern sind, noch einmal die Leiden und Freu­den der Schulzeit durchleben, ihre kleinen Schulnöte mit ihnen Mitempfinden und alles mit den Kindern liebevoll durchsprechen, was das Herz ihrer Kleinen bewegt.

Haben wir aber nun gesehen, was die Mütter al­les, mi Hinblick auf den Schulbeginn, denken, was verkehrt, unnötig oder gar von Hebel ist, so findet man leider mir höchst selten Mütter, die das Rechte

Mutter, der die Erziehung ihres liegt, zu achten.

Und es haben daher auch jene da klagen, daß ihnen die Schule

Nivea-Creme dringt ein und hinterläßt keinen Glanz!

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Frohsinn ist der eigentliche Sinn des Lebens, chen Sinn soll es sonst haben?

Froh aber kommt von freuen und frei sein. Frei von Sünden und Sorgen, unbeschwert von Beschwerden.

Die Frohen sind die Freien, die Herrlichen. Unsere Altvorderen haben es noch gewußt und sich darum auch lo benannt. Jeder mannbare Germane war ein fro, jedes germanische Weib eine frouwe. Der fro ist ganz oerschwunden, aus der frouwe ist die Frau geworden Frau Müller, Frau Maier, Frau Schulze. Jedes Jün- zelchen ist schon ein „Herr". Wo sind die fro? Froh, frei, und herrlich von der Schwertleite bis hinein ins Hünengrab?

der; ein drittes Mal baut man aus chnen mit Hilfe von Ansichtskarten Türme. Wenn die Kircher zunächst rich­tig angeleitet werden, pflegen sie gern und lange sich mit diesen einfachen Bauten zu beschäftigen. Aufgabe der Mutter ist es, neue Spiele mit demselben Material zu ersinnen.

Vorübergehend macht einem einzelnen Kinde auch das „Glockenspiel" Freude. Durch einen Ofenfeuerhaken zieht man ein Stück Bindfichen von Armlänge, an jedes Ohr eines der Enden hallend. In dieser Haltung bau­melt man nun den Haken gegen zwei Küchenschemel. Durch die Schläge gegen das Holz der Stühle entstehen Töne, di«, wenn sie der Bindfaden dem Ohr vermittelt, selbst Erwachsenen wohlgefällig sind.

ken werden geradlinig und im Herrenschnitt gehalten. Englische Kostümkleider fertigt man aus Shetland in grau, blau oder graumeliert, während die Frühjahrs­mäntel mehr in Pastelltönen und Wollstoffen gearbei­tet werden, mit seitlichen Glocken und Schienen-Nähten. oder mit Blenden, Stepperei und Schnittverzierung.

Das leichte Nachmittagskleid wird in Kunstseide, Jersey, Wollgeorgette, Tweed oder Wollstoff zu sehen sein. Besonders beliebt sind Kreppstoffe sowie Com- poseestoffe mit brochierten Motiven. Für den Abend bevorzugt man bunte Jmprimes mit Gold- und Sil­bereffekten, Spitzen oder Bienenwabentüll, häufig glyzeriniert. Als Besatz. gelten Lingerie, Knöpfe unb Schleifen, Rüschen und Volants. Selbst die Aermel wei­sen wieder Volants auf — wie vor zwanzig Jahren!

Ium Georgettekleid wird das Figarojäckchen prote­giert, 3um weißen Kleid aus Krepp, Weißstickerei oder Wollstoff ein rotes, violettes oder kornblumenblau?s Jäckchen. Die neuesten Modelle zeigen durchweg weiche Linien, ungezwungene Formen und schr vielseitige Machart.

Als Modefarbe ist braun in allen Tönungen immer noch sehr beliebt, oft mit Kittfarbe, Mais, Sand oder Rohseide zusammengestellt Daneben ist Wiesengrün eine beliebte, neue Nuance; rosolila und rosagelb, la- vendel und porzellanblau. Als Abenfarben nennt man indogi, türkis und himmelblau, goldgelb und silber- grau. Doch werden weder schwarz noch weiß aus der Moderichtung verschwinden. Und zwar bleibt schwarz vielfach an Mänteln, Jackenkleidern und Nachmittags- cnsembles, wird aber mit weiß, rosa oder mattgrün aus­geputzt. Ferner bleiben die leichten, weihseidenen Waschkleidchen, mit rot garniert oder ganz in weih ge­halten.

Blumen, die in letzter Zeit durch frische ersetzt wur­den, kehren wieder in Gestalt von Rosen aus Gaze ober Tüll mit silberigen Blättern, Dahlien in Naturfarbe oder schwarz-weißen Lederblumen.

Die Apachentücher werden abgelöst durch längliche Schals und Krawatten, den Eachenez der Herren ver­gleichbar. Sie sind am Hals schmäler, haben breite En­den und bestehen aus dem gleichen Stoff wie der Hut oder das Kleid, teilweise noch mit Stickereien bedeckt. Sie werden am Hals geschlungen und müssen bis über die Taille reichen. Die Schals sind 180 cm. lang, aus buntem Krepp oder karriertem Taft mit Tweed gepaspelt, also zum Kleid abgestimmt. Sie werden in Schmetter­lingsschleifen mit langen Enden geknüpft.

anderen Kinder iüberflügele. Das ist, wie schon ge­sagt, vollkommen unnötig, ja, oft geradezu schädlich. Denn ein Kind, das an häusliches Vorarbeiten ge­wöhnt ist, wird in dem Augenblick nicht mehr oor- wärtskommen, wo dieses Vorarbeiten versagt; und ein­mal wird es ja und muß es ja aufhören.

Biel wichtiger erscheint mir im Gegenteil, das Kind daran beizeiten zu gewöhnen, daß es für sich allein steht, daß es in der Schule ganz allein fortzukommen hat, daß es sich nicht mehr auf die Hilfe anderer ver­lassen kann und daher aufpassen und die Ohren spitzen muh.

Wie viele Kinder gibt es, die sich in der Schule nah nicht einmal ihr Mäntelchen allein aus- und anziehen können! Wie viele, die nicht den Weg von und zur Schule allein gehen können! Wie vielen Kindern muß noch jeden Morgen die Mutter die Schulmappe packen, damit sie nichts vergessen! find dies letztere ist sogar noch bei sehr vielen Kindern der Fall, die über die unteren Klassen weit hinaus sind!

Bei allen solchen Dingen haben die Vorbereitun­gen für die Schulzeit vor allen Dingen einzusetzen. Aber auch das soll mit Vernunft geschehen.

Man soll zum Beispiel beizeiten die Kinder an ein vünkttiches und frühes Aufstehen gewöhnen und nicht

Diejenigen Mütter, die da glauben, daß die Leh­rer ihnen vom Beginn der Schule ab die Pflicht der Erziehung abnehmen, fehlen sehr. Im Gwenteil, die Pflichten der Eltern für die Erziehung der Kinder sind, meiner Ansicht nach, zu verdoppeln, denn bisher hatte die Mutter nur auf die Einflüsse zu achten, die auf das Kind im engen Rahmen des Hanfes eindrangen setzt hat sie das Kind vor zahllosen fremden Einwir­kungen zu schützen; sie hat die schlechten Zuflüsterun- gen von Mitschülern wieder wettzumachen. Auf alles dies und noch tausende Dinge mehr, hat eine gute

Sehnsucht

Von Castagnola

Und weißt du nicht, was Sehnsucht heißt Und willst sie dennoch nicht verstehn, So mußt in sternenklarer Nacht

Du auf des Berges Gipfel gehn:

Dann breitest du die Arme aus

Und fühlst ein Sehnen, tief genug, Als fehle dir ein Flügelpaar Empor zum sel'gen Sternenflug!

Es hebt der Sehnft'.cht Sturmgewalt Dich hoch empor ob Molk und Wind, Hinauf ins Himmelsparadies, Wo Licht und Schönheit heimisch sind!

Wind und Wetter, Kalte und Feuchtigkeit entziehen Ihrer Haut ständig lebenswichtige Stoffe und begünstigen da­durch vorzeitige Faltenbildung. Ihre Haut braucht aber frische Luft, und Nivea-Creme schützt sie vor ungünstigen Einflüssen der Witterung. Nur Nivea-Creme enthält Eucerit; sie bewahrt die zarten Hautgewebe vor dem Aus­trocknen und beugt der Bildung von Falten und Runzeln vor.

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volkshochschulkursus für Landmädchen.

21 Landmädchen aus Rheinland, Westfalen, Hanno­ver und dem Saargebiet nahmen zu Beginn des Jahres an einem sechswöchigen Volkshochschulkursus im Hedwig- Dransfeld- Haus des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Bendorf am Rhein teil. Praktische und theoretische Arbeit vertiefte die vorhandenen Kennt­nisse in ländlicher Haushaltführung. Ob da die Zimmer gepflegt und geschmückt wurden, ob Frühbeete angelegt, Hichner und Schweine gefüttert und geschlachtet oder d:e täglichen Mahlzeiten zubereitet wurden, immer wurde das berücksichtigt, was besonders im kleinen ländlichen Betrieb wichtig" und nachahmenswert ist. Der theoreki- sche Unterricht vertiefte und erweiterte die in der Praxis erworbenen Erkenntnisse, besonders in Geflügel- und Schweinezucht, Milchwirffchaft, Obstbau und Gartenwirt­schaft. Bei der Ernährungslchre wurden di« ländlichen Erzeugnisse auf ihren Nährwert und die Verwendungs­möglichkeiten nach den modernen ErnShrungscheorisn geprüft. Wirffchaftsfragen, j. B. Genossenschaftswesen. Zölle, Weltwirtschaft, wurden besprochen. Der Unter« Weisung in Krankenpflege, Hilfe bei Unglücksfällen. Körperpflege diente ein Wochenkurs. Doch auch für ihr persönliches Leben empfingen die Kursiftinnen mancher- lei. Religionsstunde und Lebenskunde behandelten die Kirche in ihrem Aufbau und innern Leben, Fragen der persönlichen Lebensführung, der Familie, des Berufes. Für die Pflege des Schönheitssinnes und des Gefchmak- kes sorgten die Handarbeitsstunden. Sport und Spiel kamen jeden Tag zu ihrem Recht. Und gegen Schluß des Kursus weckte eine fröhliche Hochzeit auf dem Lande alle möglichen Bolksbräuche und Heimatsitten.

etwa, wie es viele Mütter tun, den Kindern vor der Schulzeit sagen: „Jetzt dürft ihr noch recht lange schla­fen, später müßt ihr armen Würmer ja ohnedies früh aufstehen!"

Dies so oft beachtete, durchaus falsche Treiben hat zur Folge, daß das Kind die Schule vom ersten Tage an als eine lästige Quälerei empfindet, daß es, unge­wohnt des zeitigen Aufstehens, schläfrig und müde wäh­rend des Unterrichts ist

Aber die unklugen Mütter tun noch mehr, als Vor­bereitung für die Schulzeit, den Kindern die Schulzeit so viel wie möglich zu verekeln. Insbesondere Knaben wird, wenn sie einmal unartig sind, zugerufen: „Na, warte nur! Wenn du erst in der Schule bist, da wirs! du schon stillsitzen lernen! Der Lehrer wird es dich schon lehren! Da mußt du artig fein oder du kriegst Prügel!" So empfängt das Kind von der Schule, bevor es dieselbe aus eigener Anschauung kennenlernt, den Eindruck einer Stätte des Grauens und Schreckens, vor der es mit Recht Furcht und Widerwillen haben muh, und im Lehrer, den es als Freund ansehen, zu dem es mit Liebe und Vertrauen aufblicken soll, sieht es nur den den Rohrstock schwingenden Zuchtmeister, ge­gen dessen strenge Zucht es sich unbewußt auflehnk, be­vor es ihn noch tennengelernt hat.

Diejenige Mutter, die chr Kind recht vorbereiten will für die Schulzeit, wird es nicht unnötig mit Ler­nen plagen, sondern das Beibringen der (Elementar» kenntnisfe getrost dem Lehrer überlassen, der es denn doch noch besser versteht als die Mutter.

fernen und Farben der Frühjahrsmode.

Von Emmy Ficus- Frankfurt a. M.

Die Frühjahrsmode hat sich endgültig dazu enffchlof- >en, so vielseitig als möglich sich vorzustellen. Großer md kleiner Hut; Jackenkleid mit Bluse; Kleid aus Pa- itama oder Tweed mit dreiviertellangem Mantel; zart- -osa für junge Mädchen; schwarz, braun ober blau für di« Mama: Alles, alles ist erlaubt und willkommen! Reben einfarbigen und melierten Stoffen meldet sich der - Konfettitupfen für gemusterte Kleider. Neben kleinen Kappen in völlig neuer Linienführung siegen große Schutenglocken mit tief herabfallenden Rändern, Direk- bireformen und legere Capelines. Es dürfte also der Frauenwelt nicht schwer fallen, bei einiger Selbst­erkenntnis und Selbstkritik das Geeignete für jede Ei­genart herauszufinden.

Neuartig für den Frühling 1930 ist das Cape-Kostüm, kombiniert aus halblangem Rock mit Chinakreppbluse and Cape-Jacke oder Capemantel. Die sportlichen Män­tel zeigen gelockerte Formen mit weitem Rümpftest, hochgesetztem Gürtel und Raglanschnitt oder mit Keller­naht im Rücken. Schalartige Kragen mit herabfallenden Tnden sind ebenso beliebt wie Cape-Teile. .Kurze Jak-

Die Blutarmut der Kinder.

Von Dr. meb. F. Moser-Berlin.

Es kommt beinahe täglich vor, daß der Arzt in der Sprechstunde von einer besorgten Mutter zu hören be­kommt: „Mein Kind ist blutarm, was soll ich dagegen tun? „Mit der Blutarmut der Schulkinder ist es nun eine eigene Sache, denn in sehr vielen Fällen muh der Arzt feffftellen, daß das, was unter der landläufigen Bezeichnung „Blutarmut" läuft, der Beginn einer ganz anderen Krankheit ist. Die Schulanämie, wie man die Blutarmut der Schulkinder unter den Aerzten genannt hat, kann die verschiedensten Ursachen haben, wobei es sich jedoch meist um eine Erkrankung des Schulkindes handelt, die durchaus heilbar ist und keinerlei nachteilige Folgen für das spätere Leben mit sich bringt, wenn rechtzeitig etwas dafür getan wird. Blutarmut äußert sich vor allem durch starke Mässe im Gesicht, Appetit­losigkeit tritt ein, die Kinder werden leicht müde Manchmal treten auch ausgesprochene nervöse Erschei­nungen auf, das Kind zuckt mit den Armen, schüttelt mit dem Kopf, es fängt an zu schielen ober wird auch zu jeder Arbeit und besonders zum Lernen unlustig. Der Schulbesuch als solcher hat auf die Entstehung der Blut­armut wohl kaum einen Einfluß, sie ist vielleicht in den meisten Fällen in der körperlichen Konstitution des Kin­des begrünbet und muß auch von dieser aus bekämpft werden. Erstes Erfordernis für ein blutarmes Kind ist kräftige, vitaminreiche Ernährung, wobei von ausge­sprochenen Stärkungsmitteln in leichteren Fällen durch­aus abgesehen werden kann. Gute Hausmannskost mit viel Hülsenfrüchten, reichlichem Obst und (Semüfe, da­gegen wenig Fleisch, ist das beste Heilmittel. Ferner muß das Kind zu einem streng geregelten Lebenswan­del angehalten werden. Ein blutarmes Kind gehört abends frfjr früh ins Bett, möglichst schon um 6 ober 7 Uhr, es braucht 12—13ftünbige Bettruhe und Schlaf, der durch äußere Einflüsse nicht gestört werden darf. Mor­gens vor dem Schulbesuch gibt man ein kräftiges Früh­stück, Kakao oder Milch mit Brötchen, Tee und Kaffee sind unbedingt zu vermeiden. Ein zweites Frühstück, zu dem möglichst wieder Milch getrunken werden sollte, muß dem Kind in die Schule mitgegeben werden. Nach dem Mittagessen wird abermals eine Stunde Bettruhe eingeschaltet; dann erst sollen die Schularbeiten gemacht werden. Der Rest des Tages gehört dann dem kind- lichen Spiel oder Spaziergängen in frischer Luft. Zu diesen diätetischen und erzieherischen Maßnahmen kommt eine vernünftige Abhärtung, die in der Haupt­sache in kalten Waschungen, Schwimmen, Sport usw. be- fteben sollte. Allerdings muß hier vor jeglicher Ueber- anstrengung dringend gewarnt werden. Wenn blutarme Kinder nicht essen wollen, so barf man sie in ber ersten Zeit nicht dazu zwingen, kommt es dann doch oft vor, daß der Magen die mit Widerwillen genossene Speise wieder von sich gibt. Mit einigen Ueberrebungstünften wird es eine geschickte Mutter schon fertig bringen, das Kind allmählich an eine verstärkte Nahrungsaufnahme zu gewöhnen. Gelingt ihr dies nicht, muß ber Arzt eben mit einem unschädlichen appetitanregenden Mittel nach­helfen, das dann meist auch feine Wirkung tut. Eine Abart der Blutarmut, die meist im Pubertätsalter aus­tritt, ist die Bleichsucht der Mädchen. Sie muh in der Regel als ausgesprochene Krankheit gelten und bedarf immer der sorgsamen Behandlung des Arztes.

BotbeteHungen für die Schulzeit.

Von E. N 0 s c a.

Mit recht verschieden gearteten Anschauungen, Ge- Wen und Wünschen blicken die Ellern, ober richtiger w?hl gesagt: die Mütter — denn die Väter geben sich so „nichtigen" Dingen nicht ab —, auf den Beginn o«r Schulzeit.

Die einen betrachten die Schule als eine Entlastung 'prer eigenen Mühen, Sorgen und Tätigkeit; sie sagen i'ch: nun mag der Lehrer sich mit meinem Kinde plagen ~~ nun mag der es erziehen, ich bin es für den größ- ten Teil des Tages los. Dem Himmel fei Dank!

Andere Mütter wieder denken: jetzt geht mein süßes ^ffchäkchen in die Schule- nun wird es mir entfrem« yri. Bisher war ich seine einzige und beste Freundin; !cht aber lernt es andere Kinder kennen, und der I '-e9rer und die Lehrerin, alle nehmen sie nun insgesamt 8611 Platz im Herzen des Kindes ein, den ich bisher ®an3 allein aus füllte. Jetzt bin ich wieder kinderlos.

Und bann wieder gibt es Mütter, die sagen sich: "an muß ich ober tüchtig aufpaffen auf meinen Jun- 9en, daß er stets fleißig und bald Erster ip ber Klasse lt, und muß mit ihm arbeiten und büffeln, damit er vorwärts kommt.

es gibt auch viele andere Mütter, die noch ®~ers denken, aber nur wenige, die das Richtige ja- j ®*n und denken und wünschen. 1

Beschäftigt eure Kinder.

Von Rudolf Leppin-Berlin.

Mit [eifern Grauen denkt die Mutter an Regentage. Da hat sie die Kinder den langen, lieben Tag „auf dem Halse". Großmutter, die liebe Helferin, ist nicht da, sie, die Mutter hat ihre Arbeit, die Altersunterschiede ber Kinder lassen ein gemeinsames Spiel oft nicht auf« kommen.

„Erna macht immer alles kaputt'. „Franz ist auch zu dumm! Nein, ber kann nicht mitspielen". Sie kennt biefe Klagen und weiß, daß sie nur zu berechtigt sind. Die kleinen Dummchen wissen es eben nicht besser und wer möchte von den größeren Geschwistern Einsicht und Geduld verlangen, wie sie selbst Erwachsene längst nicht alle haben! Da heißt es Spiele ersinnen, an denen alle teilnehmen können; da heißt es ein Spielzeug fin­den, das dauerhaft ist.

Wer unoerwöhnte Kinder hat — verwöhnte sind fast ausschließlich nur durch Erwachsene verwöhnt worden — kann ihnen ganz billige, dauerhafte Spielzeuge schaf­fen. Ich hab« es mehr als einmal probiert. Man gibt den Kindern kleine Brennholzscheite unb lehrt sie Brun­nen bauen Zwei Stückchen werden parallel zueinander- gelegt. Darauf zwei andere im rechten Winkel und fo fort. Will man ein übriges tun, gibt man alte Ansichts­karten hinzu, die als Wände dienen. So können die Kinder neben Brunnen auch Häuser und Ställe erstehen lassen.

Auch gebrauchte Korken geben ein gutes Spielzeug ab. Sie sind einmal Soldaten, ein andermal Schulkin-

Bei Regen, Wind und Schnee

W. NIVEA'CREME

Frohsinn.

Don F. Schrönghamer-Heimdal, Passau- Haidenhof.

Die Frau in der Politik.

Frauenstimmrecht in Griechenland. Durch einen Er­laß des Ministers des Innern ist den Griechinnen, die 30 Jahre alt und des Lesens und Schreibens kundig sind, das städtische und das Gemeindewahlrecht verliehen worden.

Die Frau in der Küche.

Eierkuchen mit Heringsfilets. 6 Personen, 40 Minu­ten. Nachdem man die Filets von 2 geräucherten, nicht zu salzigen Heringen ausgelöst hat, legt man sie zum Ausziehen 25 Minuten in kalte Milch. Dann trocknet man sie gut ab, betropft sie mit Butter und röstet sie im heißen Ofen ober in der Bratpfanne leicht an. Dann schneidet man sie in Würfel, gibt zu diesen 2 Löffel ge­bundene Kalbsjus bezw. restliche Soße und 6 Tropfen Maggis Würze und hält sie warm, ohne kochen zu lassen. 8 Eier zerklopft man mit Salz und Pfeffer, gibt einen Löffel gehackten Schnittlauch und Vetersilie hinzu unb bäckt davon recht schnell einen Eierkuchen, in den man vor dem Zusammenrollen den Hering einfüllt. Dann läßt man ihn auf eine lange Schüssel gleiten, bestreicht ihn schnell mit einem Stückchen Butter und streut etwas gehackten Schnittlauch und Petersilie darüber.

Harle Eier mit kalter Schntttlauchsoße. 6 Personen. 3 hartgekochte Eigelb werden fein gerieben, mit 3 Eßlöf­feln Mostrich, etwas Sardellenbutter, einer Messerspitze weißem Pfeffer, dem nötigen Salz, einem Eßlöffel Oel und etwas Essig zu einer dickfließenden Soße verrührt, zu der man feingeschnittenen Schnittlauch und einige Tropfen Maggis Würze mischt. 8—10 Eier werden hart­gekocht, geschält und auf frische Brunnenkresse gelegt, b'c man leicht gesalzen und mit Oel und Essig angemacht hat. Die Soße reicht man nebenher; sie paßt auch zu gebackenen Fischen.

Praktische Winke.

Fettflecke in wollenen Kleiderstoffen werden mit Benzin oder Benzinoform beseitigt. Auch Kuillayarinde oder Panama- und Seisenspähne sind ein vorzügliches Mittel 3ur Reinigung wollener Stoffe.

f. Zigarrenasche und auch die Asche von Rauchtabak ist vorteilhaft als Blumendünger für Zimmerpflanzen, da sie viel Kali enthält. Auch als Putzpulver ist solche Asche sehr gut zu verwenden.

In den ersten 10 Jahren

sollte jede Mutter ihr Kind aus­schließlich mit der reinen, milden

NIVEA

KINDERSEIFE

waschen und baden. Dem Kind wird dadurch später manche Sorge um die Er- haltungseines guten T eints erspart bleiben. Nivea- Kinderseife ist überfettet und nach ärztlicher Vor­schrift besonders für die empfindliche Haut der

Kinder hergestellt.^2^

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