Einzelbild herunterladen
 

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt

7Q im Bild' undBuchenbiälter". Rotationsdruck und Verlag JII-« * der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift-

57. Zahr«

:: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151.

Auch die

we-

N

tarische Mehrheit zur Durchführung des Not- und Rettungsprogramms der neuen Reichs- regierung zu sichern. Wenn hierzu wertvolle politische Kräfte neu gewonnen werden, so begrüßen wir das im Smne einer fortschreitenden Verstärkung der Grund­lagen unseres innenpolitischen und parlamentarischen Le­vens.

Die dann folgende Abstimmung hatte das oben gemeldete Ergebnis.

Zur Haltung der Seutschnakioualen.

Wie schwer den Deutschnationalen ihre Ent­scheidung geworden ist, geht daraus hervor, daß die Fraktion bereits am Mittwoch in neunstündi­ger Sitzung über ihre Haltung bei der Abstimmung beriet, aber zu keiner Entscheidung kommen konnte. Eine Probeabstimmung am Mittwoch soll nach einer Meldung des Börsenkuriers 37 Stirn« nwn für und 17 gegen das Mißtrauensvotum er* geben haben, während 7 oder 8 Abgeordnete sich der Stimme enthielten. Wenn auch die Abstim­mung selbst dementiert wurde, so gab man dock zu, daß dieses Verhältnis ungefähr der Stim- . mung entspricht, die am Mittwochnachmittaq in der Fraktion herrschte.

Inzwischen ist der deutscknationalen Fraktion mitgeteilt worden, daß der Reichskanzler auf dem Standpunkt steht, das Ostprogramm lasse sich nicht mit dem Ermächtigunqsvaragrapben verwirklichen Dazu kommt noch, daß der L a n d b u n d sich am Mittwochabend mit Nachdruck für M i n i st e r Schiele eingesetzt und die Erwartung aus­gesprochen hat. daß alle Vertreter des Landvolkes zur Verwirklichunn des Aqrarproarammes bei­tragen werden. Diese beiden Tatsachen dürften die Stimmung in der deutscknationalen Fraktion in dem gemeldeten Sinne verschoben haben.

r-fwtb Berlin, 3. April. (Eig. Meld.) 3n der l^figen Reichstagssihunq wurden um 1 Uhr die s ^jaldemokralifchen und kommunistischen Aliß- Iiauensanträge gegen das Reichs- fgbineft mit 25 2 gegen 1 87 Stimmen «bgelehn t.

b In der Reichstaqsiitzung am Donnerstag, die | um 11 Uhr vormittags begann, nahm in Fortset- jung der Aussprache über die Regierungserklärung I zunächst der nationalsozialistische Abgeordnete Graf I zu Reoentlov das Wart Seine Ausfiihrun- I gen waren bei der allgemeinen Unruhe, die im I Hause herrschte, kaum verständlich.

Wstg. Rädel (Kommunist): Nach den neuesten I Siachrichten steht nun fest, daß die Firma Hugen- k fctg für di- Brüning-Regierung, also für die ^Wft«g-Plan-Reg!erung, stimmen wird (Hört, hört). | »an hat ja schon früher erlebt, wie schnell die F Hugenberg-Fraktion ihre Haltung der jeweiligen | Konjunktur anpaßt. Das Nationalgefühl dieser I Leute wurzelt im G e l d s ch r a n k. Die angedrohte ; Anwendung des Artikels 48 wäre ein Derfassungs- I hmch, ober das Beispiel dazu ist früher von den I Sozialdemokraten unter Ebert gegeben worden. | Auch jetzt hätten die Sozialdemokraten eine Hunde- | #Sft vor den Kommunisten und vor den Neu- - wählen.

worden ist. *

Der Rücktritt der letzten Reichsregierung hat für das

Die entscheidende Sitzung der deutsch- nationalen Reickstagsfrcktion, die am Donnerstag- "orwift"v vm 10.30 Uhr begann, war nur von fur-r Dauer.

Die Reichskagssitzung am Wttmoch.

Die Reichstagssitzung am Mittwoch. brachte, nie man erwartete noch nicht die Entscheidung nb»r dje Schicklalsstage des neuen Kabinetts and

5lne 2age geschaffen, die ein entschlossenes, das Wohl des Vaterlandes über alle Parteierwägungen stellendes Handeln gebieterisch forderte. Angesichts der drohenden Gefahr hat die Zentrumsfraktion getreu ihrer

Aus dem Preußischen Landtag.

In der fortgesetzten Aussprache über den er­sten Abschnitt des Kuitushaushaltes äu- tzerte sich am Mittwoch im Preußischen Landtag Kultusminister Dr. Grimme zu dem Stande der Vertrag sv erhandlungen mit b e n evangelischen Kirchen. Er wies dar­auf hm, daß nach Avlchluß der informatorischen Besprechungen am 8. Februar unter seinem Vor- ftft erstmalig mit den Vertretern der sämtlichen preußischen Landeskirchen zur Sache verhandelt wurde. Seitdem hätten neun weitere Besprechun­gen stattgefunden. Da beiderseits Vertraulichkeit ziigesagt wurde, könne er sich über den Inhalt des Vertrages noch nicht äußern.

Außer der Fortsetzung Der Debatte über den Kultusetat wurden die Abstimmungen z u m u lt i z h a u s h a l t nachgeholt.

Am Donnerstag soll die Debatte über den Kul­tusetat weitergeführt werden.

,.Die Z»n^umsfrattion des Reichstages billigt die in b»r Erk'örnng her Reich-.--eaieru.ng enthaltenen Gr>mhjäi;e unh begrüßt die beabsicht'aten Maßnahmen, insbesondere den ausgesnrochenen festen Willen, die dringenden vtzgenwartsäusgaben auf dem Gebiete der inneren Politik in kürzester Frist zu lösen. Die Lösung erwarten mir in vollem Einverständnis mit dem Herrn R-ichskanster auf dem Weae der parlamentari­schen .Gesetzgebung^ Die Zentrumsfraktion wird von sich guß alles -tun, um eine solche Lösung zu ermöglichen.

Die Zenckumsfraktion des Reiebstaaes bat die be­schleunigte Sanierung der Reichsfinanzen als unaufschiebbare Voraussetzung zur. Rettung der deut­schen Wirtschaft im Zusammenhang mit der Erledigung der Haager Abkommen gefordert. Wir waren uns'dar­über klar, daß die gleichzeitige Entscheidung über die le­benswichtigen. in engem Zusammenbang stehenden in­nen- und außenpolitischen Fragen die sicherste Bürg- tchaft für den Fortbestand der durch den Ausfall der letz-

oierunoaerklärung wurde rod) nickt zu Ende ge­führt. Die Erklärung der Deutschnatcknalen Volls- vartei. ob sie die neue Regierung tolerieren will oder nickt, steht nock aus.

Die Aussprache wurde eröffnet durck eine Rede des sorialdemokratiscken Abgeordneten Dr. Breit- s ch e i d. Er übte Kritik an der Zusammensetzung des neuen Kabinetts. Die Anwendung des Art. 48 RV. fei eine Verletzung her Verfassung, da die Voraussetzung dafür, die Gefährdung der .Ord­nung und Sicherheit des Staates, nicht gegeben siü. Die Sozialdemokraten wüßten wohl, daß ihr Mrßtraimuavo'um zu einer Reickstagsauflösunq führen könne aber sie fürchteten Neuwahlen nicht.

Nack Breitsckeid sprachen der Kommunistlsche Abg. Pieck unh Abg. Schlange von der ckrist- sick-natianalen Bauernpaitei. Letzterer erklärte, he christlich-nasionalen Bauern würden die neue ^ea'"riwg ii^t»rf<-ühen, um dgs Restungswerk für die Land^'rtsck--'^ >u ernmglicken.

Eine Erklärung des Senfrums.

Für da« Zentrum nab Abg. Esser fol­gend" Erklärung ab:

| Sieg des Kabinetts Brüning

Vie Mtzkranensankräge mit 252 gegen 187 Stimmen abgelehnt. - K Deutschnationalen stimmen dagegen.

[ Schlechte Ausreden.

I Wenn der sozialdemokratische Fraktionsvor- I sitzende Dr. Breitscheid in der Lage ist, über die Grenzpfähle der Vorstellungswelt seiner Partei- I beamten hinauszudenken, dann müssen ihm bei I Anhörung des halben Dutzend Redner, die am I Mittwoch im Reichstage nach ihm fpradjen, einige I Zweifel daran gekommen sein, ob er bei seiner I Oppositionsrede, mit der die Sitzung eröffnet I wurde, eine sehr gute Rolle gespielt hat. Denn die I anderen bezeugten alle, daß die Schuld an dem I Sturz des Kabinetts Müller die Sozialdemokratie selbst trage, während Breitscheid den törichten Vec-

I such unternahm, nachzuwei en, daß die Große Koalition gewissermaßen meuchlings erdrosselt

I worden sei. Im Vorzimmer des kranken Kastr- I nette hätten gewisse Leute darauf gewartet, sich an die Macht drängen zu können, und der Reichs-

I Präsident habe diesen, das u-c.r der Sinn von Breit- I scheide vorsichtigen Formulierungen, etwas nackge- holfen. Wenn die Sozialdemokraten wirklich Hof»

I fen, daß man ihnen im Lande solchen Unfug glaubt, dann müssen sie ihre Wähler für reichlich

I gutmütig halten. Wenn aber wirklich schon länge» I re Zeit im Reichstage und in den Fraktionen über das gesnrock-'n und diskut!"N fein sollte, was nach

I dem evtl. Ende des, wie Breitscheid selbst zugab, kranken Kabinetts kommen werde, so dürfte den | Männern, die sich schon rechtzeitig hierüber Ge­danken gemacht haben sollten, daraus doch wirklich

I kein Strick gedreht werden. Was würde Herr I Breitscheid sagen, wenn einer erklären wollte, hie I Sozialdemokratie stehe schon jetzt, bis an die I Zähne bewaffnet, im Vorhof der eben ernannten I neuen Regierung, um sich bei erster Gelegenheit I mit wildem Kriegsgeschrei auf sie zu stürzen! I Wer das behaupten wollte hätte Recht, aber I trotzdem dürfte man deswegen Herrn Breitscheid I und seine Getreuen noch nicht des beabsichtigten I und finster überlegten Landsturzes zeihen. Auf I bie, weitere Behauptung Breitscheids, der Reichs­präsident ober ber neue Kanzler hätte, eben in Verfolg des Attentats im Vorzimmer, die Verchs- sung fälschlich gehanbhabt ober gar umg-hogen, wollen wir gor nicht erst eingehen. Es aibt Dinge, bie so töricht sinb. baß man sie am besten an sich, selbst zugrunde gehen laßt!

Die Absichten ober der Auftrag Dr. Breitscheids sind ja sehr klar: bie S o zi a l b e m o k r a t i e hat, was sich allmählich ziemlich allgemein herum­gesprochen hat, eine Riesenb u m m he i t be­gangen, als sie in den letzten Verhanblungen den Kompromißnorschlag Dr. Brünings, der bie Flli» gelparieten bes Kabinetts roieber einigermaßen versöhnt haben würbe, oblehnten unb sich von Ws- sell Überreben ließen, bie Brocken hinzuwerfen. Daß bas fasich war, fd'eint allmählich die a^ae» meine Auffassung der Partei zu werden. Hermann Müller selbst hat es alles in allem zugegeben, und auch ein so kluger Mann wie Smering sckeiist ven Anfana an ber gleichen Auffassung gewesen ut fein. Wenn nun heute Dr. Breitsckeid sich fo stel­len muß, als fei die Sozialdemokratie mit wehen­den Fahnen und hochaefckmellter Brust au- ''er Koalition ausgezoaen und freue sich darüber, 'n"- ber einmal gezeigt zu haben, was eine klaff. -- unb grunbfatzbewußte Partei ist, so braucht man ihm ein menschliches Bedauern wegen dieser Ralle nicht zu versagen. Aber die Wahrheit, auch wen 7 es, wovor sick die So.sialdemokratie ja angebt: h nicht fürchtet, zum Wahlkampf kommen sollte, m:ß dock bockaehalfen werden, und die laut"! anders. Die Sozialdemokraten Hatzen fid) von dem zwar qutmeinenhen unh menfcksich sehr nette", aber tzgch wohl hier unb da etwas sturen G"nc,sim W'i- s-ls.- Mr-h ein"** K atzen-

iammer, gegen d"n sie noch fein r^ck^e- M-itel ae- funb"n haben. Kommt es »um Wahlkampf wird es Aufgabe der anderen Parteienein. d'"'!"i

Der Reichskanzler

I .A eine Erklärung ab in ber es heißt:

Aus die Fragen der

M Außenpolitik

| "»de bie Regierung bei bem in Kürze zu beraten« kn 6ta: des Auswärtigen Amtes ausgiebig einge- l.w An die Beratung ber

arpolitifchen Hilfsmaßnahmen ^^WKeichsregierung sofort, aus eigener Jnitia- WWW aus befonberen Auftrag des Reichspräsi- MbtzherMgegangen. Sie habe dabei das Pro- ^^Wbes Ministers Schiele in den Kreis ihrer »er-iunecn hineingezogen. Die Reichsregierung ®aufe der nächsten Woche ihre gesetz- WsMchen Vorschläge dem Reichstag unterbreiten.

bei den Regierungsparteien.)

| Jas Programm der außerordentlichen

W'1 f e für d i e östlichen Gebiete M^e gleichfalls in kürzester Frist dem Reichstag ^Wtitt toerbn. Bezüglich ber Fragen ber

Aus England.

Rußlanddebatte im englischen Oberhaus.

Jücr Erzbischof von Canterbury eröff­nete im englischen Oberhause bie Debatte über bte Sage ber Religion in bet Sowjetunion mit einer Rede, in ber er u. a. ausführte: Zch be­sitze zahlreiche Beweise dafür, daß das Svstevl zur beharrlichen Unterdrückung der Religion In Ruß­land fortgesetzt wird.

_ Vste ick) erfahren habe, sind im vergangenen -fahre 71 Personen zum Tode durch Erschießen und 112 Personen zu Gefängnisstrafen von zwei bis zu zehn Jahren verurteilt worden. Ich glaube nicht, daß eine Kritik an der Sowjetregierung eine Kriegsdrohung in sich schließt, und schlage der britischen Regierung vor, die Aufmerksamkeit der Vertreter der Sowjetunion auf folgende Punkte zu lenken:

1. Gleichheit der bürgerlichen Rechte für die Geistlichkeit unb die anbe' en Bürger.

, 2. Gelegenheit für die Arbeiter, den Sonntag und die anderen Feiertage zu heiligen.

3. Ermächtigung zur Veröffentlichung und Ver­breitung von Büchern für den Religionsunter­richt.

4. Abschaffung der Einschränkungen für den gruppenweisen Unterricht.

ö. Freilassung der .in"den Gefängnissen Sibiriens schmachtenden Geistlichen.

6. Die allgemeine.Schließung der Kirchen muß aufhören.

Im Verlauf der Debatte führte Lord P a r - mo or im Namen der Regierung u. a. aus: Wir verabscheuen die systematische Verweigerung reli­giöser Toleranz in Rußland. Ein Abbruch der diplomatischen Beziehungen würde aber von kei- , nein Nutzen sein. ;

I Sachverhalt nicht verdunkeln zu lassen. Vom I Zentrum hat es schon ber Ahgeordn"te Ester in I feiner Rebe am Mittwoch nefaat, daß e? hi? zu- I letzt, unb gerade unter der Führung des Ahgeorb- I neten Brüning. kein Mittel unversucht gelost"n bat, I um die Koalition ZiisammenzuHalten. Unb bw I Sozialbemokrateu sollten sich, wenn sie ben Kampf I gegen das neue Kabinett fortsetzen wollen, auch bie

Frage Essers an Herrn Breitsckeid überlegen, ob sie glauben, durch Reden wi" bie ihres Fraktions­führers ben bemnächftiqen Wieberzufammensckluß zur Großen Koalition zu erleichtern. Breitscheid unb feine Freunbe nochen vielleicht all zu sehr auf das Mannheimer Wort bes Abgeorbneten Scholz, das zur Zeit unb bis auf weiteres roeber ohne noch I gegen bie Sozialdemokratie regiert werden könne.

Vielleicht, wir roiffmt es nicht, haben sich feit Mann­heim bie Dinge schon gewandelt. Jedenfalls aber gibt es starke Kräfte im Reichstag wie im Reiche, bie eine Wanblung zu Ungunften ber Sozialdemo­kratie, gegen den <B;nn bes Sckolzfchen Wortes, nicht bebouern würden. Auch das sollte Herr Breitsckeid, bevor er sich an die Spitze feiner Trup­pen setzt, um in einen vielleicht doch nicht, auch für ihn nicht, so ganz frisck-fröhlicken Wahlkampf m ziehen, gründlichst bedenken. Wer Wind fät. wird Sturm ernten, hat er dem neuen Kauinett zu geru­fen. Das ist eins von den Sprichwörtern deren Wahrheit man nicht gut bestreiten kann. Aber es hat allgemeine Gültigkeit, es gilt auch für bie Linke. Zwar hat Breitscheib schon verkünbet, seine Partei werbe auch im nächsten Reickstag bie stärkste fein. Aber wer weiß? Wenn ber Schein nicht trügt, ist im Volk ein großes Interesse für bie Dinge wach geworben, bie sich jetzt am Platz her Republik und in ber Wilhelmstraße in Berlin be­geben. Unb mit bem Interesse pflegt bie Denk­fähigkeit zu wachsen. Unb schließlich ist es auch schon vorgekommen, baß das Volk logischer und konsequenter dachte als gewisse Führer, die sich im Alleinbesitz ber politischen Vernunft wähnten.

H a n b e l s p o l i t i k

J« auf bie Erklärung ber Reichsregie- s^lle fest, baß bie notroenbige Kontinui- Politik auch von der neuen burchgeführt werben wirb.

Dr. Breitscheib habe Besorgnisse

des Reicksckges. Die Aussprache über bie R

weitester Kreise des deutschen Volkes zu erhalten, war unser aufrichtiges und zielbewußtes Bestreben bis zum letzten Augenblick. Diesem Zwecke diente auch der von uns vorgeschlagene Kompromiß in ber Arbeits­losenversicherung, der den widerstreitenden An­schauungen der Flügelparteien der letzten Regierungs­mehrheit weitmöglichst und nach beiden Seiten entgegen­kam, ohne soziale Notwendigkeiten zu gefährden. Wir octaern, daß die politische Bedeutung unseres Aus-

M A n w e n b u n g b e s 2t r t. 4 8

. Die Reichsregierung, so erklärte na$ sorgfältiger Prüfung, wenn ^RK/^otmenbig sollte, in jebetn Ein- rnt|cheiben, ob bie wrfc.ssungsmäßigen unb Voraussetzungen des Art. 48 gegeben ^wuach.er bei ben Kommunisten). Ich haste i,u tiefer Frage bereits in unb festgestellt, daß von dem Kllfl der Verfassung, bem Art. 48, nur ®Uiin rnrtnarf,t werben soll, wenn keine ycn9 H ^r hefteht, baß bas Parlament unb bie 'Prc Wtiifion selbst erfüllen. (Erneutes ML. , den Kommunisten).

-u1*3'- ^ie Anwendung bes Art. 48 not- Ktn 'y ruie Entscheibung, die biefes hohe B» r ^ ^lb't zu fällen hat. (Beifall 3tesierunösparteien).

Mdch -bruning ergriff Hugen -

Won. -rr erinnerte baran, daß 6teliUr,>err ^rutichimkwrialen Fraktion über ,1 K,Lr Mißtranensanträgen Zweien lerfd).ie'1cnfeiten »orhan- ;,;'eU Gestern nachmittag habe die Mva beschlossen, im Falle ber

Mnivü- m "tagungsantrages, dessen Zweck ' orlage her Agrargesetze gerichtet

81nrbme-t Mißtrauensvotum' auszu-

mihne fo fahrt ber Redner fort, im

Wren 6em Fraktionsvorfitzenden Dl.

eve-.^nre-un9 hat bie Fraktion M bei* rl K b e Abgabe einer Erklä - Wen fnk.. Diele Erklärung entspricht ber ^Ntzabm° bltandcn ber Partei getragenei' durch die qv s'itz auf bem Kasseler Parrei- °rte 'unT 2'usbrucf gebracht habe, irop. J >Eben Vorstoß unterstützen wird, e-?e wog ickie Befsermkg der Lage erwartet werden kann. D?

Me c;0na l e Volkspartei lehnt lolbewokra tischen unb Mißtrauensantrag te?^eQterunn-m ^'"blick auf bie von der bJWnen Worten angekündigten

^Wttsckv'st' .^utze ber schwer notieibetiben Ikte find DöniA bser ^fährdeten Ostprovinzen unhb°rrUbA t'"'9 wir für ^C^onttrnrt,,1^0. ,r ^wrideln nicht bie min- bem94ra^C!'L ^.en aberkejne I vtoenn er ^je nriimn'11'1 Wahlen gegebenen Arbeitsgemeinschaft der Großen i

- antwortung übernehmen ' Koalition fein würde. Diese positive Zusammenarbeit 1

In» t* i nr 177777 I Monatlich l,80 einschließl. Poitgeoühr (48 Pf.> ohne Zuitellg.

4. IMütil 1930» Anzeigen-Preise Kleinzeile (Col.> lokal 0,15 O auswärts

J J-OOV» 0 20 Xe. Reklamezeile: lokal0,60 «Jl, äuSroättSO 80 O

| Bei Wiederholungen Rabatt Postscheck!, ivronff. a. M. 4051

moaerZertun

Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Aulda. Amtliches kreisblatk.

will. Wir sind ber Meinung, daß Gefahr im Ver­züge ist, und daß bei allseitigem guten Willen bie Rettungsmaßnahmen für bie Lanbwirtschaft unb des Ostens noch vor ber Osterpause burchgesetzt werben können. Wir fürchten, baß bie Zusammen­setzung ber preußischen Regierung und der heutige Aufbau der Preußenkasie ein ernstes Hindernis für bie erforderlichen Maßnahmen bilden wirb. Den . . ___

polnifchen Hanbelsvertrag werben wir entsprechend I gleichsvorschlages nicht allseitig und rechtzeitig erkannt unserer bisherigen Haltung auch jetzt ablehnen. Die K m

Regierungserklärung ist in. feiner Weise geeignet, Relchsregierung hat für das

cer Zusammensetzung der Regierung Brumng he­gen. Wir haben feit Monaten betont, daß wir A einer Zusammenarbeit mit den nicht marxisti- , ..............#6ue u,lcl

Ichen Parteien bereit sind, wenn sie sich auf be Überlieferung sich bereit erklärt, einig und entschlossen Rettung von Staat unb Wirtschaft vor bem Mar- I °em Rufe ihres Führers zu folgen, um eine parlamen- xismus unb auf die Freiheit Deutschlands richtet. 1 "" * ----- -------

unb Reich unb Preußen gleichmäßig umfaßt.

Das finanzielle Programm ber Regierung fin­det, ba es in erster Linie neue Steuerbelastungen mit sich bringt, nicht unsere Zustimmung. Nach bem Gesagten haben mir gegenüber ben Absichten und . _

ber Zusammensetzung bes neuen Kabinetts ein . Sodann wies Abg. Effer bestimmte Angriffe weitgehenbes Mißtrauen. Wir werben zu bem I . 2wg. Breitscheib gegenüber der Zentrumsfrak- uns richtig erscheinenden Zeitpunkt die Folgerun- I h.on zurück. Es mußte der S o z i a l d e m o k r a - gen aus diesem Mißtrauen ziehen. 17" S^agt werden, daß sie gerade in der

Frage der Arbeitslosenversicherung versagt hat, daß das Zentrum bis zur letzten Mi­nute bestrebt gewesen ist, einen Kompromißvor- ichlag zur Annahme zu bringen, ber allen Wün­schen ber Sozialbemokratie gerecht würbe. Die Zentrumsfraktion hat stets ben Stanbpunkt ver­treten, baß in den Leistungen der Arbeitslosenver­sicherung nichts geändert werden dürfe. Das ist auch ihr Standpunkt heute noch. Aber die So­zialdemokratie hat aus anderen Gründen versagt, und will nunmehr die Schuld auf andere Parteien abwälzen.

Auch die Vertreter ber übrigen Parteien be­schränken srch auf Erklärungen. Die Bayerische Volkspartei unb die Wirtichaftspartei machten kleine Einschränkungen hinsichtlich des Finanzpro­gramms. Dik Demokraten äußern wegen der Zu­sammensetzung des Kabinetts Bedenken, wollen f~e aber zurückstellen, um ber Regierung bie Arbeit zu ermöglichen.

Die Weiterführung her Aussprache mürbe auf Donnerstag vormittag 11 Uhr vertagt.