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Ar. 74.

Komstag, den 29. März 1930.

Fuldaer Zeitung

2. Blatt.

Orukt der Huldaer Ilckiendrurkerei, Fulda.

Die zielklare Politik des Zentrums

Von einem Teilnehmer an der Tagung des Provinzialausschusses der Rheinischen Zentrumo- partei wurde uns vor Eintritt der Kabinettskrise geschrieben:

Als der Vorsitzende der Reichstagsfraktion des Zentrums, Abg. Br. Brüning, am Freitag in Köln auf der Tagung des Provinzialausschusses der Rheinischen Zentrumspartei über die Haltung der Fraktion und die nächsten politischen Aufgaben nach Annahme des Young-Planes sprach, wurde man an das Buch des badischen Zentrumsführers, des Prälaten Dr. Schofer 'Mit der alten Fahne in die neue Zeit" erinnert. Dort finden wir eine Er­örterung u. a. über die Wege des Zentrums nach bem Zusammenbruch, finden eine Illustrierung der Zeitverhältnisse, wie sie sich uns auch jetzt wieder in dem schweren Ringen um den Young-Plan mit seinen innerpolitischen Folgerungen darstellen. Es wird darauf hingewiesen, daß für das Zentrum Pflichtgebot der Stunde war: Rettung der Staats­ordnung, Rettung des Reiches, Rettung des Vol- fe$. Und damit war für die Partei die Bahn vor­gezeichnet, die sie gegangen ist, getragen von star­kem Pflichtbewußtsein und Verantwortungsgefühl. Me damals, so auch heute. Viele Kreise aus ande­ren politischen und konfessionellen Lagern erklärten offen und frei, heute wie damals: unser Vertrauen setzen wir auf das Zentrum und feine politisch-n Truppen. Und sie haben sich nicht getäuscht. Auch in diesen Tagen wie in denen von 1919 hat das Zentrum wieder den Beweis erbracht, daß es in bcr Not des Vaterlandes nicht versagt.

Gewiß, es ist, wie Br. Brüning richtig aus- fuhrte, auch dieses Mal Kritik an dem Verhalten des Zentrums geübt worden, vor allem was seinen Borstoß in der Finanzfrage anlangt. Biese Kritik mar aber unseres Erachtens nach zu mindesten übereilt. Benn es ist nicht immer Aufgabe des Führers, alles sofort seinen Truppen mitzuteilen, vorzeitig seine Gedanken auf den Markt zu wer­fen. Ber Führer muß eben führen und so auch von seinen politischen Truppen verstanden werden. Sie müssen seine Gründe soweit als möglich ken­nen, und dann seelisch dabei fein. Alles kann kech Führer zuvor sagen. Sondern hinterher muß er Sami zeigen, wie der Plan aedacht mar.

Bos geschah in vollster Weise in Köln durch den Fraktionsführer und hat ihm dann auch die grüßte und einhellige Zustimmung der Belegierten ge- brodt. Ber Weg des Zentrums war schwer, war auch draußen im Lande nicht immer in allen fe - I nen Phasen zu verstehen. Aber er mußte gegangen | werden. Wenn manches sich anders gestaltete, als

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wir es erwarteten, dann ist immer darauf hinzuweisen, daß die Politik ihre Rückschläge und Widerwärtigkeiten genau io hat, wie das Leben überhaupt. Aber wie der Führer den Kopf hoch­halten muß, stets überlegen und anfassen muß. io auch die politische Truppe.

Aufs neue ist jetzt klar dargestellt, warum das Zentrum seinen Vorstoß unternahm, in seiner Hal­tung sich nicht beirren ließ, was tatsächlich erreicht wurde, und welches seine Forderungen für die Zu­kunft sind. Abg. Br. Brüning übte berechtigte Kri­tik an dem gesamtpolitischen Gestalten der letzten fünf Jahre. Biese Kritik war auch notwendig. Benn sie soll bessern, sie soll aufbauen. Wir müssen mii dem alten grundsätzlich Aufräumen und eben beson­ders in der Finanzwirtschaft neue Wege gehen, sonst werden wir von einem Extrem ins andere fallen, werden nicht zum Auf- und Ausbau kom­men, sondern nur Rückfälle zu erleiden haben.

Gerade weil das Zentrum die Geschehnisse dz> letzten Jahre sorgsam nachgeprüft hatte, weil es da­von überzeugt mar, daß fr nicht mehr weiter ge­wirtschaftet werden darf, hat es in Verbindung mit den Beratungen über den Young-Plan seinen wie­derholten Vorstoß in der Finanzfrage unternom­men. Es hat auch sein Ziel erreicht. Benn endlich ist das Kabinett aus feinet gefährlichen Letharg e erwacht und hat dann den Etat aufgestellt. Zum ersten Male auch sind klare Linien aufgezeigt f.'ir die Finanzgestaltung in den nächsten Jahren, wi tä­tige Forderungen im Etat nach äußerster Sparsam­keit aufgestellt.

Erst als für das Zentrum feststand, daß diese Zusicherungen in jeder Form gegeben waren, crfr als der Herr Reichspräsident sich hinter dieie Zen­trumsforderungen stellte und erklärte, daß auch er für die sofortige Erledigung der Finanzreform sich einsetze, und zwar mit allen verfassungsmäßigen Mitteln, die ihm zur Verfügung stünden, hat sich die Zentrumsfraktion bann für die Zustimmung zum Young-Plan entschieden. Aber nicht ohne not­einmal Kritik an dem Reuen Plan zu üben und in Resolutionen seinen Standpunkt vor der ganzen Welt zum Ausdruck zu bringen.

Jetzt stehen wir von neuen Aufgaben. Neue Forderungen sind zu stellen. Benn immer noch nicht sind wir über den Berg. Im Laufe dieser Woche müssen die Steuer- und Zollgesetze erledigt werden. Bas Zentrum wird auch hier aus vater­ländischem Pflicht- und Verantwartungrbewußtsein heraus mitarbeiten und mitgestalten Helsen. Benn gleichzeitig fallen gewichtige politische Entscheidun­gen. Es geht jetzt darum, daß das Parlament selbst seine Aufgabe erfüllt und seine Mission nicht selbst verleugnet. Sonst werden außerordentliche Maßnahmen ergriffen, und dann könnte leicht der Kampf um die Bemokratie, der Kampf um das- ganze System entbrennen.

Es ist hier nicht der Raum, noch einmal alle die Ausgaben aufzuzählen, uir deren Erfüllung fi.i, auch das Zentrum einzufetzen bereit erklärt hat, die besonders auf finanz-, wirtschafte- und sozial­politischem Gebiete liegen. Es gilt jetzt vor allem, das Hauptgebot der Siupde immer wieder der deutschen Oeffentlichkeit klarzumachen: Vertrauen in die deutsche Zukunft, Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft, aber such wahre Vaterlandsliebe und Opferbereitschaft. Mit Vertrauen und dem Glauben an untere Zukunft allein können wär an die Zukunftsarbeit gehen und begrüßen alle die­jenigen als Helfer, als Mitkämpfer, welche bereit sind, die volle Verantwortung mitzutragen. In |

erster Linie wird es dann Aufgabe der politischen Zentrumstruppen sein, sich hinter die Führung zu stellen, hinter eine Führung, zu der wir in der Gesamtpartei wie in der Reichstagsfraktion das vollste und uneingeschränkte Vertrauen haben kön­nen, da sie nach dem Wort Windthorst's handelt Hinauf auf die Lokomotive und den Hebel in dst Hand!" Es gilt unsere Zukunft, es gilt unser Volk und unser Vaterland.

Mannheim.

Eindrücke eines Teilnehmers am volksparteilichcn patfeifag.

Mannheim im März 1930.

Alle, die von diesem Parteitag Großes und Entscheidendes gehofft hatten, sahen sich eigentlich schon am ersten Tage nach der Beschlußsafsung der volksparteilichen Zentralvorstandes etwas ent­täuscht. Anstatt klar zu sagen, wie sich die Volks­partei die gegenwärtigen und künftigen Btnge im Reiche dächte, verschanzte man sich im Parteivor- stand in eiivr Entschließung hinter die Beschlüsse des Reichsausschusses und der Reichstagsfraktion vom 2. März. Somit war eigentlich der Parteitag bereits zu Ende, wie eine spitze Feder schon am Samstag mit treffender Ironie bemerkte. Sie Probleme und Entscheidungen, die dem Parteitag seine Bedeutung und seinen Schwung geben sollten, waren damit vertagt; es ist in das Belieben der Reichstagsfraktion gestellt, in Berlin bis zu einem Punkte zu paktieren, an dem die Ziehungletzter Konsequenzen" notwendig wird.

Sie Enttäuschung über diese Ausweich­taktik war ziemlich restzos. Unter ihr litten auch zweifellos die Verhandlungen des Samstags, an

dem die ehrwürdige Gestalt des betagten Geheim­rats Kahl den Parteitag eröffnete, wie dies eben geschehen mußte, mit einem warmen Nachruf ge­genüber dem toten Führer Stresemann, der zwar diesen Parteitag noch mitoorbereitet habe, ihn aber nicht mehr habe erleben können. Sie vielfältige Berufung auf den Geist Stresemanns, deren man in Mannheim Zeuge wurde, mußte stellenweise anmuten wie Furcht, es möchte, wenn der im­merhin noch einigende Geist des Mannes, der seit zehn Jahren diese Partei in der Hand gehabtchatte, sich verflüchitige, die Partei doch auseinanderfallen. Im Unterbewußtsein schwang stets dieses mit: Scholz ist kein Stresemann. Gewiß ist Herr Sr. Scholz sich bewußt, daß er ein schweres, auch ein widerspruchsvolles Erbe antrat, als er an des Toten Statt die Führung übernahm. Aber bei allem Wissen um die Einmaligkeit jener volkspar- tcilichen Führerfigur, hätte er sich doch einige Müde geben müssen, einiges von dem Schwung der Stresemannzeit zu retten. Bas gelang ihm nicht.

Scholz Programmrede auf dem Par­teitag war ausfallender durch das, was sie ver­schwieg, als durch das was sie brachte. Bes neuen Führers tiefes Bedauern um den Verlust Strese­manns konnte wohl bei vielen der Teilnehmer nicht die Erinnerung daran auslöschen, daß es gerade Sr. Scholz und der ihm entsprechende Flügel seiner Partei war, mit denen Stresemann Jahre hindurch immer und immer wieder kämpfen mußte um die Einhaltung der von ihm beobachteten politischen Linie; kämpfen mußte sozusagen bis zur Aufzeh­rung aller seiner Kräfte. StresemannsHeran an ben Staat" will der neue Führer aufneh­men; er bringt es sogar zum allerersten Male in seiner Laufbahn fertig, einen merkbar scharfen Strich zwischen feiner und der Beutschnationalen Partei zu ziehen, von der er fach, daß der Haß qe-

Die schnellen Schwestern,

DieEuropa" und dieBremen" am Kai von Bremerhaven.

In kurzem Abstand haben zwei deutsche Schiffe hintereinander dasBlaue Band des Ozeans an sich gebracht. Voller Stolz blickt ganz Beutschland auf die beiden Schwesterschiffe, die trotz aller Schwierigkeiten der Nachkriegszeit den Beweis deutscher Tatkraft und Technik der ganzen Welt erbrachten.

füralle Schuhe

die elektrischen Lampen, und überall sind Aufschriften angebracht, nach denen man sich leicht zurechtfinden kann.

Als ich meineZelle" betrat, gähnte mir die Dun­kelheit entgegen, aber der elektrische Schalter schasste sofort Licht. Unter den beiden unteren Betten lagen schon Koffer, aber niemand war da. Ich schob mein Gepäck unter das A-Bett, das mir zugewiesen war, hing meinen Ueberzieher in das schmale Schränkchen neben meinem Bett und eilte wieder nach oben, um mir ja nichts von den Vorbereitungen zur Abfahrt entgehen zu lassen. In meinem Eifer fühle ich mich um zehn Jahre jünger. Aber beinahe hätte ich doch gleich auf der Nase gelegen. Vor den Türen, die in die größeren Räume führen, besonders aber in den Eingangstüren nach unten, ist eine ziemlich hohe Schwelle angebracht, über die die meisten anfangs stolpern. Diese Schwellen haben den Zweck, bei Sturm, wenn das Wasser über das Deck schlägt, dieses vom Innern des Schiffes abzuhalten. Wären die Schwellen nicht, so würde das Wasser über die Treppen binuntertaufen. Nur ist hier nicht, wie auf den Treppen der amerikanischen Eisenbahnen der Spruch angebracht: Achte auf deine Füße!

War das ein Leben auf und um das Schiff! Und ein Sprachengewirr! Es wurde schon hier mehr Eng­lisch als Deutsch gesprochen. Außer den Hunderten von Reisenden, die sich hier zusammengefunden hatten, wa­ren auch noch eine Menge Freunde da, die die Reisen­den bis hierher begleiteten. Dazwischen die Mann­schaft des Schisses, die das Handgepäck in die Kabinen brachte. An den Decks und auf den schmalen Seiten­gängen drängte sich diese bunte schwatzende Menge zu­sammen.

Draußen aber rollten unaufhörlich die elektrischen Gepäckwagen, hochbeladen mit zahllosen Koffern und Kisten aus der Halle heraus unter den großen Dampf- trän. Eine Schlinge -ms starkem Schisfstau hielt den Kofferberg zunä c nur oberflächlich zusammen. Dann senkte sich aus der Höhe des Kraus ein starker Haken an kräftigem Drahtseil hernieder, die Schleife wurde von flinken Arbeitern über den Haken gehängt, der Kran zog an, und die Last der Koffer schwebte empor. Lang- i-nn schwenkte der Kran gegen das Schiss, und auf dem Oberdeck türmten sich Berge von Koffern empor, oder

sie senkten sich auch gleich bis in die Tiefen des Schiffs­leibes.

Dann drängten sich plötzlich durch die Menge des schwatzenden Volkes eine Anzahl Stewards mit Plat­ten voll belegter Brötchenib mit Tassen, gefüllt mit Fleischbrühe. Sie fanden dankbare Abnehmer. Das Frühstück in Bremen am Morgen war bei den meisten wohl etwas flüchtig, und der Appetit hatte sich längst wieder eingestellt.

Plötzlich schmettert droben die Musik wieder einen Marsch, und aus der Halle strömen neue Passagiere dem Schiff entgegen. Es sind die Passagiere der Kajütklasse. Sie betreten das Schiff auf der vorderen Laufbrücke. Dort liegen auch die Räume der dritten Klasse. Der Sonderzug der dritten Klasse ging schon früh um 7 Uhr in Bremen ab.

Immer noch kommen die elektrischen Rollwagen mit großen Kofferladungen und immer noch arbeitet der Dampfkran. Ein ganzer Berg von kleineren Gepäck­stücken liegt unten auf dem Kai beisammen. Er wird auf große, starke Stricknetze gehäuft, und der Kran hebt die Bündel spielend leicht zum oberen Deck.

Und da ich traue meinen Augen kaum drängen sich durch unsere Reihen zwei leibhaftige Franziskaner in Habit und Sandalen. Ich gehe auf sie zu und stelle mich ihnen vor. Und entdecke in ihnen zwei biedere Brüder aus Westfalen, die zur irländischen Ordens­provinz gehören. Sie waren daheim aus Urlaub und fahren nach Irland zurück. Leider bin ich nur dieses eine Mal mit ihnen zusammengetrosfen. Unsere schwim­mende Stadt ist groß, und sie wimmelt von Menschen. Dazu ist sie in verschiedene Stadtviertel eingetcilt, in vornehmere und geringere, je nachdem einer Steuer zahlt. Und der Verkehr mit den einzelnen Stadtvierteln be­wegt sich nur in mäßigen Grenzen.

Dann schweben die letzten Kofferbündel zur Höhe, oben spielt die Schiffskapelle lustige Weisen, und unten auf dem Kai rennt der Schifssphotograph hin und her und macht eine Reihe von Ausnahmen. Die Passagiere drängen sich überall an die Reling, um auch aufs Bild zu kommen, das sie später de» Freunden zuschicken wer­den. Nun grunzt die Schiffssirene in denkbar tiefstem Baß einen langgezogenen Um. Gleich darauf schmet- l

tert ein Trompetensignal auf allen Decks, und überall erschallt der Ruf:Besucher von Bord!"

Da ifts mit einem Male mit der Fröhlichkeit vorbei. Ueberall kommen weiße Taschentüchlein zum Vorschein, und die Tränen fliehen. Es regnet Küsse und Um­armungen, gute Wünsche undAuf Wiedersehn!" Wahr­haftig, auch mir wird beim Anblick dieser Szene, bei diesemRegenwetter der Liebe", das Herz weich, ob­wohl es niemand einfällt, meinetwegen ein Tränlein zu vergießen.

Die Besucher trollen schmermütig die Laufbrücke hin­unter, und die Stewards laufen noch einmal durchs Schiff, um in den Innenräumen zurückgebliebene Be­sucher zu mahnen. Die Dampstirene heult jetzt zweimal mit ihrer gewaltigen Stimme. Der Dampskran hat die Hintere Lausbrücke gefaßt und hebt sie aus; sie rollt hinab auf den Kai. Da rast ein Auto um die Ecke und bringt noch ein paar Passagiere, die letzten. Sie steigen die vordere Brücke hinauf, und ihr Gepäck wird ihnen nach­getragen.

Drunten, "den ganzen Kai entlang, stehen Hunderte von Freunden und Verwandten. Die Tränen sind vor­läufig versiegt. Man ruft, man winkt, aber die Worte gehen im allgemeinen Lärm verloren. Eben hebt der Kran die vordere Brücke ab. Und drüben am Kai bei den mächtigen Eisenbolzen, an denen das Schiss ver­täut ist, stehen ein paar Männer und warten auf das Zeichen zum Lösen der Taue. Aus voller Lunge brüllt die Schisssfirene ihr dreimaligesLebewohl!" Die Taue lösen sich und werden von der Dampswinde aufgerollt. Droben spielt die Kapelle:Muß i denn, muß i denn zum Stabilem hinaus!" Hier und drüben Tücherschwen- ken und fallende Tränen. Ein leises Zittern geht durchs Schiff; denn die Schrauben drehen sich langsam und zögernd, um das Schiss vorläufig nur vom Kai abzu­bringen. Es rauscht und ruft. Sie Musik sucht den Abschiedsschmerz zu betäuben. Wir sind nun zehn, zwanzig Meter vom Land entfernt, ganz unmerklich vergrößert sich die Entfernung.

Oie Menschen dort drüben werden kleiner ihre Stimmen verhallen wir sind in Fahrt.

Run leb wohl, du mein lieb Heimatland! Lieb Heimatland ade! (Forts, f.)

Bon Julva nach Chicago.

Reife-Erinnerungen

t von Fr. Donatus Pfannmüller, Fulda.

3) ___________

tab^h,nnc*,en ror die Wasserfläche bläulich schimmern, hin re? Ul,b dort zieht ein kleiner Dampfer ruhig da- E? ^mc langgestreckte Halle taucht auf, der Zug hält, ro,r müssen ausfteigen.

|L^!c große Lloydhalle hat ihre Tore nach der gegen- Jes .^nden «eite. Da liegt dieDresden", ein flöt- & Schiff. Der obere Teil ganz in Weiß, dar- Iwwarz; jo grüßt sie herüber.

die erste Gruppe der Reifenden aus der Halle E nt*- empfängt uns vom Schiffe her ein rauschen- rShiiA r ^i die Musiker verstehen es, uns einen Wn Willkomm zu blasen!

$l0$c Laufbrücken liegen vom Kai bis hinauf Wk eren Deck. Zahlreiche Beamte und Schisfsleute nin^,uns ""ch der hinteren Laufbrücke. Dort steht K 1),camtc.r un& ein Schutzmann und kontrollieren E «R.?;,l6neisfarte, die wir in Bremen erhalten ha- Bli(tc rlrcnö hinüber,djreite, überfliegen meine

bas stolze Schiff. Ja, auf einem solchen man sich dem Ozean schon ganz sorglos an-

Ich kenne nicht die genauen Maße derDres- Wdien öf '!t 3ur Zeit das viertgrößte Schiss des Nord-

Lloyd, und wird erst, wenn die durch Brand "^uropo wieder fertig ist, an die fünfte h#i-Cr\ '®el,n '*h mich recht erinnere ,beträgt die "Dresden" 170, ihre Breite etwa 21 Meter. b*6 Laufbrücke hinan, droben umdrängt von *h foafei'r .£'n '*h mein Gepäck bei mir hatte, suchte HKten m^*ne ^bine auf, um meine Sachen unter« tSreniP '^'Stc sich sogleich die Nützlichkeit des Mey, s n erhaltenen Schiffsplanes. Ich ging nach hurri) einen der beiden Eingänge, die nach

gL, l/11, - Ul& *atle mich bald in den engen Gän- Jwiunbcn. Dort brennen Taa und Nacht