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Die deutsche Golddiskontbank hat ihren Zin» fuß gleichfalls von 5% Proz. auf 5 Prozent herabge­setzt- _____

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— Die deutsche Rohstahlgewinnung im Februar. Tie dmtsche Rghstahlgewimmng (ohne Saargebiet) belief sich im Februar 1930 .auf 1 176 435 Tonnen, d. h. 98 702 Tonnen weniger als im Vormonat. Die durchschnitt­liche arbeitstägliche Gewinnung (24 Arbeitstage) ent­sprach mit 49 018 Tonnen etwa der Höhe im Januar (49 044 .Tonnen 26 Arbeitstage). Diese durchschnittliche arbeitstätzl. Februargewinnung entspricht 85,23 Prz. der Gewinnung des Jahres 1913 ipr Deutschen Reich dama­ligen Umfanges.

Frankfurter Viehmarkt.

N. D. Frankfurt, 24. März. (Eig. Drahtber.) Es wurden bezahlt für >e einen Zentner Lebend­gewicht:

l. Rinder: A. Ochsen: vollst, ausgem. höchst. Schlachtw., jüngere 55—58, ältere 50—54, sonstige fleischige, jüngere 46—49.

B. Bullen: jüngere vollsl. höchst. Schlacht. 53' —56, sonstige vollsl. ober ausgem. 48—52.

C. Kühe: jüngere vollsl. höchst. Schlachtw. 4; bis 48, sonst, vollsl. oder ausgem. 41—44, fleischige 34—40, gering genährte 28—33.

D. Färsen: vollsl. ausgem höchst. Schlachtw. 56 bis 59, vollfleischige 52—55, fleischige 48—51.

H. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76—80f mittl. Mast- und Saugkälber 69—75, geringe Käl­ber 62—69.

III. Fettschw. über 300 Pfd. Lebendgewicht 63 bis 68, vollst. Schweine von 240—300 Pfd. Le- bendgew. 65—69, vollfl. Schweine von 200—240 Pfd. Lebendgew. 66—69, vollfl. Schweine von 160 bis 200 Pfd. Lebendgew. 69, vollst. Schweine v 120—160 Pfd. Lebendgew. 63—65.

Auftrieb: Rinder 1288, Ochsen 327, Bullen 76, Kühe 513, Färsen 360, Kälber 411, Schafe 103, Schweine 4871.

Marktverkauf: Rinder ruhig und geringer lle- berstand. Schweine langsam und geräumt. Kälber und Schafe ruhig und 'ausverkauft.

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Mikkelfkratze 36 I.

Die Ligareserve der Borussen, stark ge­schwächt und nur mit zehn Mann, schlug die 1. Mann­schaft der Kickers Fulda nach überlegenem Spiel 6:1. Die 1. Jugend der Borussen erledigte ihr letztes Punktespiel in Bachrain, gewann dort 2:0 und ist damit ungeschlagen Erster in den'Punktspielen. A. St.

zeigen wir eben in unserem Schaufenster. In der gebotenen Preislage stellen diese Violinen Höchstleistungen deutscher Geigenbaukunst dar.

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In Seubtendorf bei Hirschberg brannte nachts ein.großes landwirtschaftliches Anwesen nie­der. Das Vieh konnte gerettet werden. Man ver­mutet Brandstiftung.

Tifel und der linke Verteidiger Schminke, der allerdings in der zweiten.Hälfte ausscheiden mußte und durch einen Ersatzmann vertreten wurde. Die Frankfurter Mann­schaft hat natürlich der augenblicklich sehr jungen Ful­daer Elf die weit größere Routine und auch Raffinesse voraus. Das merkte man deutlich bei der Deckungs­arbeit und'vor allen Dingen beim Köpfen. Die Gäste paßten immer den Moment besser ab als die Einheimi­schen und kamen so im Sprung immer höher an den Ball als die Fuldaer.

Was mir im Spiel^der Riederrader zu tadeln haben, waren die fehlenden Steilvorlagsn im Sturm. Da wa­ren die Wormser Alemannen weit gefährlicher. Union spielte zu sehr in die Breite und auf diese Art und Weise konnten namentlich die schnellen Außenläufer der Fuldaer immer noch eingreifen. Sonst aber spielt Nie­derrad einen ganz ausgezeichneten Fußball. In punkto Fairneß und sportsmännischem Auftreten gibt es kaum etwas an diesen Spielern zu tadeln.

Daß die junge Borussenelf, so muß man sie wohl taufen, gegen diese glänzend eingespielten Gegner sich so trefflich behauptete, war wohl für die meisten Zuschauer die große Ueberraschung. Wir erwarteten von dieser neuformierten Mannschaft eine gute Partie. Die Routiniers Enders und Maintz ragen ja noch aus dem Rahmen heraus, aber alle anderen sind noch sehr entwicklungsfähig und werden sich die mangelnden Eigen­schaften in gewissenhaftem Training bis zum Herbst noch aneignen, Die Eigenschaften der 'neueingestellten Leute Leute, die uns besonders erfreuen, sind Ausdauer und Schnelligkeit, nur Pachten und Klug müssen sich noch einem geregelten Lauftraining unterziehend Allen an­deren fehlt es noch sehr an der Ballbehandlung. Nun, das ist eine Sache von einigen Monaten Platztraining, wenn sich die betreffenden Leute anstrengen. Für den Anfang sind wir mit den Leistungen dieser Elf voll­kommen zufrieden. Daß vorläufig natürlich noch die Beständigkeit fehlen wird, wissen wir. Infolgedessen werden auch Rückschläge nicht ausbleiben. Die Kurve geht aber nach aufwärts. Schiedsrichter Blümmel gut. Das Publikum freute sich sehr des unerwarteten Erfolges der Einheimischen.

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Diskonlermäßigimg der Äeichsbank.

wtb. Berlin, 24. März. (Eig. Meld.) Die Reichs­bank hat mit Wirkung vom 25. März d. Is. den Wech­seldiskontsatz von 5% auf 5 Prozent und den Lombard- Zinsfuß von 6)4 auf 6 Prozent herabgesetzt.

*

In der Sitzung des Zentralausschusses der Reichs­bank am Montag begründete der Vorsitzende, Reichsbankpräsident Dr. Schacht die Herabsetzung des Diskantes der Reichsbank.

Der Status der R e i ch s b a n k hat sich seit der letzten am 8. Mörz d. Is. in Kraft getretenen Diskont­ermäßigung von 6 auf 514 Prozent weiter entlastet. Die Entspannung hat sich auch nach dem 15. März fort- ggsetzt. Sie steht mit dem Rückgang der heimischen Kon­junktur und mit den geldlichen Erleichterungen an den wichtigen Auslandsmärkten im Zusammenhang, die in

* Die Kinobrandkalastrophe in der Mandschurei. Wie Haoas aus Schanhcn berichtet, hat man bis­her aus den Trümmern des eingeäscherten Kinos in Kirin (Mandschurei) 67 Leichen gebor­gen: zwölf davon konnten noch nicht identifiziert werden. Weitere Leichen sollen noch unter den Trümmern liegen. Der Besitzer des Kinos ist ge­flüchtet.

Annahme des Aavag-Vergleichs

Der Vergleichsvorschlag der Frankfurter Allgemeinen Versicheruns A.-G. wurde in der G. V. am Freitag mit 14 498 800 RM. gegen 614 800 RM. Aktienkapital ange­nommen. Acht Aktionäre mit zusammemn 280 000 RM. Aktienkapital gaben Protest zu Protokoll. Die Bestä­tigung bezw. Wiederwahl der Revisionskommission er­folgte gegen 2400 RM. Kapital eines Aktionärs, der Pro­test einlegte. Die durch die Annahme des Vergleiches not­wendige Liquidation wurde hierauf gegen die Stim­men dreier Aktionäre b e s ch l o f f e n, die Widerspruch zu Protokoll gaben.

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den letzten Wochen zu neuen Diskont-Ermäßigungen an den ausländischen Märkten geführt haben. Unter die­sen Umständen glaubte das Reichsbankdirektorium trotz gewisser sich aus der Lage der deutschen Gelbverhält­nisse ergebender Bedenken gegen eine zu schnelle und zu starke Geldverbilligung es verantworten zu können, 'der letzten Diskontsenkung schon jetzt eine weitere Herabsetzung um K Prozent folgen zu lassen. Daß der bevorstehende Quartalsultimo und die zu erhoffende Saisonbelebung zu einer über das vorauszusehende Maß hinausgeheNden Anspannung der Reichsbank führt, dürfte mit Rücksicht auf die wirffchaftliche Lage vorerst nicht zu erwarten fein.

Die deutsche Oesfentlichkeit wird sich darüber klar sein müssen daß ein Satz von 5 Proz. den in­neren Geld- uni) Kapitalverihälkniffen Deutschlands nicht entspricht und daß es nicht zum wenigsten der von den niedrigen Auslands­raten ausgehende Zwang (Goldzufuhr etc.) ist, der uns nötigt, uns nach den ausländischen Geldmärkten zu richten.

Berliner Montags-Börse.

wtb. Berlin, 24. März. (Eig. Meld.) Im Vormittagsverkehr nannte man auf Erwartung der inzwischen eingetretenen ^-prozentigen Dis­kontsenkung der Reichsbank freundliche Kurse. Vorbörslich zeigte sich dann eine gewisse Zurückhaltung, die in erster Linie auf die Tarifer- höhungspläne der Reichsbahn zurückzuführen war. Die offiziellen ersten Kurse lagen dann aber wie- det — 1—2 Prozent fester als der Sams- ta g s s ch l u ß, da sich für einige Spezialwerte Auslandsinteresse zeigte, welches die Spekulation zu weiteren Deckungen veranlaßte. Verschiedentlich aufgetauchte Befürchtungen wegen des bevorstehen > den Quartalsultimos wurden heute durch die ame­rikanische Bevorschussung der Kreuger-Anleihe zer­streut, da das Reich sicherlich diesen Termin ohne Schwierigkeiten überwinden kann. Die allgemeine Lage wurde überhaupt recht zuversichtlich beurteilt, da die Einigungsaussichten in der Finanzfrage sich verstärkt haben und auch aus der Wirtschaft un­günstige Momente kaum vorlagen. Jedenfalls glaubt man nicht, daß es zu einer Koalitionskrise kommen werde. Die Depositenkassenkundschaft scheint sich nnch nicht in stärkerem Maße engagieren zu wollen und so kam, daß hauptsächlich die großen Werte von internationalem Interesse lebhafter und stärker gebessert waren. Neben Schiffahrts­werten,waren es Bahnen, Banken und Elektro­werte, auf die sich das Interesse konzentrierte. Bei letzteren fanden Interessenverschiebungen bei Licht und Kraft stärkere Beachtung. Schan- tung Bahn, Siegen, Solingen erschienen heute mit + + Zeichen an den Maklertafeln. Nennens­wert schwächer lagen anfangs nur Berger mit — 2% Prozent, die sich im Verlaufe jedoch voll erho­len konnten. Die übrigen Werte tendierten spä­ter nicht ganz einheitlich; mährend Norddeutsche Lloyd auf Angaben der Hamburger Arbitrage et­was unter Druck standen und li/l Prozent ver­loren, kam es für Werte wie Reichsbank, Danat- bank, De-Di-Bank, Salzdetfurth, Deutsch Linoleum. Goldschmidt usw. zu weiteren zirka 2prozentiger Besserungen. Später wurde es, ausgehend von Kunstseidewerten, die bis zu 2'A Prozent einbüßten, allgemein schwächer. Die ersten Kurse konnten sich aber bei der Mehrzahl der Werte nicht behaupten. Anleihe sest, Ausländer freundlich aber wenig ver­ändert. Reichsschuldbuchforderungen fester. Pfand­briefe fest. Devisen kaum verändert. Pfunde und Spanien fester. Geld sehr leicht. Tagesgeld 3—5 Prozent, Monatsgeld 6% bis 8 Prozent nominell.

Borussia schlägt süddeutsche Oberliga!

Borussia Fulda—Anion wederrad 2:1.

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Heute Abend fällt der 23fr- einsabenb aus. Die nächste Versammlung Montag, den 31. März.

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Hin LsodwirMsAli! WU Sexta bis Untersekunda, also Abschluß nach 6 Jahren, Ostern 1933 wird voraussichtlich aufgebaut, sodaß die Schüler nach Wunsch in weiteren 3 Jahren zur Reifeprüfung für Landwirtschaft. Forstfach und ver­wandte Berufe gelangen können. Ostern 1930 bereits Aufnahme nach neuem Plan in VI, V, IV und UIII. Schulbeginn am 23. April, Aufnahme 9 Uhr vor­mittags. Anmeldungen baldigst erbeten. Nähere Auskunft erteilt: Der Direktor.

•ää"9«»'" ä" ® ‘ii: E* Winkstein, Tifel, Allermann: Stork, Esch, ” 'Rosenberger, Kolter I. Die Frankfurter also TL ihren Eintsmäßigen zur Stelle. Borussia Zehn; Enders, Klug; Niedenthal, Maintz, fießberger, Erb, Pachten, Bonard, Watermann. Maer also in vollständiger Neuaufstellung. Für isaebliebenen auswärtigen Schiedsrichter sprang Zahlreich erschienenen Zuschauer kamen diesmal •f mre Kosten. Sie sahen bei beiden Mannschaf­tweise ein sehr gutes Spiel. Namentlich die Gäste . in den ersten 20 Minuten einen bestechenden -,ß das Produkt intensivster Tourleyscher Trai- ibeit. Dieser beste und erfolgreichste aller aus­sen Fußballehrer hat ohne Zweifel auch diesen ^Schulern sehr viel beigebracht. Das war Fuh- t in Reinkultur, was die Gäste während dieser «riode zeigten. Die Fuldaer wurden herumgehetzt, fast nicht an den Ball kamen. Doch das Spiel sts erstarb in Schönheit. Immer und immer wurden auch die bestgemeintesten Aktionen an afraumgrenze von den sich klug staffelnden Bo- rteidigern vereitelt und was aufs Tor kam, das ganz ausgezeichneter 'Manier der Fuldaer Tor- Langsam machte sich Borussia von der Um- rung frei und der Generalsturm der Gäste schien ilbgewehrt, da gelang es ihnen doch noch, in Fiih- gehen. Einen Strafstoß an der Strafraum- schießt der Frankfurter Halblinke mit unheimlicher ein. Fuldas Torwart war wohl etwas zu spät jjem Ball gestartet. Das war auch sein einziger im Spiel. 1:0 für Niederrad. Die Borussenelf L-'aber gar nicht deprimiert. Sie taute, besonders **«e noch Sonne und Wind gegen sich hatte, immer "auf und erzwingt ein ganz ausgeglichenes Spiel, glückliche Umstellung des Borusiensturms, die vor Spiel schon vorgesehen war, bringt eine merkliche nfl im Angriffsspiel. Der Sturm hält jetzt die besser, dadurch wird auch die einheimische Vertei- immer mehr entlastet, so daß eine angenehme imd Sicherheit in die Abwehrarbeit kommt. Mit m Eifer und Ehrgeiz gelingt es den Borussen, das at bis zur Pause zu halten.

jtad)ber erwarteten viele der Zuschauer ein Abbauen jtr Einheimischen. Gerade das Gegenteil trat ein. Die -Maer wurden immer mobiler und das System der UMie ging ob des unverhofft schweren Widerstands immer mehr in die Brüche. Da erreicht der Fuldaer Rechtsaußen eine Vorlage, flankt beherzt zur Mitte. Der @äftetormnrt kann den Ball nur abschlagen. Der Ful­daer Mittelstürmer ist zur Stelle und schießt wuchtig

Mit großer Aufopferung kämpfen jetzt beide Mann­schaften um den Sieg. Es ging ums Prestige. Und wie so oft siegten wieder einmal Ehrgeiz und Kampses- WWe über die ausgefeilteste Technik und spielerische Reife. Die Angriffe der schnellen Borussenstürmer, denen na­türlich noch die Genauigkeit im Abspiel der Bälle fehlt, wurden immer gefährlicher. Wieder kommt eine Flanke »an Rechts herein. Fuldas Mittelstürmer erreicht den Boll mit dem Kopf. Richtung Tor u. der schnell herbei- Bgjpibc Linksaußen besorgt den Rest. Niederrad rekla- l&rt. Diesmal vollkommen unangebracht. Der Begleit- menn der Gäste gab selbst zu, daß dies Tor vollkommen MDwandftei erzielt war. Das wurde den Frankfurtern ■SM. Eine Niederlage in Fulda! Sie geben wirklich 6 dos letzte aus sich h'eraus, aber immer wieder wurden ihre Angriffe ab gestoppt. Eine letzte Chance! Der Ful- ; ker linke Verteidiger trat innerhalb des Strafraumes | noch und der Schiedsrichter gab Strafstoß an der Straf­raumgrenze. Doch auch diesen scharf geschossenen Ball höli der Fuldaer Torhüter ausgezeichnet. Die letzten Samten gingen vorüber und mit dem Schlußpfiff Hat- Im die Borussen wieder einmal einen Vertreter der süd- : deuischen Oberliga überwunden.

Zur Mannsch af t skri ti k sei gesagt, daß Uni on eine tadellos ausbalanzierte Mannschaft stellte. Das Zu- ; somMnspiel dieser Leute war stellenweise bestechend MMK Aus dem Mannschaftsgerippe ragen noch beson­ders hervor der Mittelstürmer Leichter, der Mittelläufer

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