K. 62.
Kamstag, den 15. März 1930.
Fuldaer Zeitung
2. Blatt
Druck der Fuldaer Actiendruckerei, Fulda
Zum 16 jährigen SedenIIag der Abstimmung in Bordschleswig
dich um
auf dem
mit dir
habe gar nicht einschlafen
mit all dreier
ihm ihr Hin-
er der Shrenaaft und mußt
ersten Reihe neben
fragend an was dachtest
den Fuß ver-
können
Er sah sie „Natürlich
• „Mir ging
allein sein. Du bist mir gestern abend viel zu schnell daoangelaufen."
„Ich mußte doch gehen," sagte sic, und sah ihn dabei so schelmisch an. daß er das selige Gefühl hatte, es hätte auch ihr leid getan.
Dann wurde sie plötzlich ernst. „Hast du etwas vom Vater gehört?"
Er verneinte.
„Ich verstehe das alles nicht," sagte sie. „Ich hab« mir gestern abend immer und immer wieder überlegt, was das Telegramm bedeuten soll, und warum mich Vater nach Tours haben will, ohne dir irgendwelche
„Ja. warum?"
„Weil ich das dringende Bedürfnis habe, halb vier dort zu treffen!"
„Kannst du mir nicht jetzt sagen, was du Herzen hast?"
„Aber Christa", sagte er, „ich will doch
fallen auf dem Golfplatz und das Taschentuch ein Sollte er davon reden? Lieber nicht! Erst den verfluchten Bericht abwarten, der jetzt doch bestimmt da sein mußte, wenn sie zurückgekehrt sein würden.
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* 44 Vereine auf 250 Einwohner! Eine Vereinmeierei, wie sie wohl selten vorkommt .besteht in der/, Dorf R ü b e n a ch bei Koblenz, wo auf je sechs Einwohner, Säuglinge usw. eingerechnet .ein Verein kommt. In der Gemeinde, die knapp 250 Einwohner zählt, hat sich neuerdings noch ein Reiterverein und ein Motorradklub gebildet, sodaß in dem kleinen Gemeinwesen nunmehr 44 Vereine bestehen.
„Warum warst du gleich nach dem Frühstück verschwunden?"
„Du bist gut, du bist doch im Part spazieren gegangen!"
„Warst du mal im Park?", fragte er.
„Ja, warum?"
„Kennst du das Teehguschcn am anderen Ende?"
dem Ehepaar Vurnhill Platz nehmen. Da Sir Edwin der Patron der Kirche mar, sie war auf feiner Besitzung gelegen, saßen sie vorn am Altar und für die übrigen Kirchengänger sehr sichtbar. Was Leo allem tröstete, war, wenn er die schöne Stimme Christas hinter sich, die Lieder und Responsorien sang, hörte. Einmal wahrend der kurzen Predigt, versuchte er sich umzusehen, aber es gelang ihm nicht, ihren Blick aufzufangen. Immerhin, er hoffte auf den Rückweg, der zu Fuß angetreten werden sollte, denn die Automobile waren nach Hause geschickt worden.
Bor der Kirchentür stießen sie auf Bekannte, die an der Gesellschaft am Abend vorher teilgenommcn hatten. Die Damen waren mit größter Eleganz angezogcn und auch die Herren waren städtisch gekleidet. Die Dorfbewohner zogen achtungsvoll an ihnen vorbei und Leo hatte wieder einmal das ihm so angenehme Gefühl, als Gleichberechtigter zu dieser vornehmen Gesellschaft zu gehören, zumal die Damen sich um ihn drängten und ihm nochmals versicherten, wie entzückt sie von seinem K!a- oierspiel gewesen wären.
Endlich machte man sich auf den Heimweg, und mm war es Christa, die es so cmrichtete, daß er neben chr gehen konnte, während der Maior sich Llly und einer ihrer Freundinnen anschloß, die sie mit zum Essen noch Hause nahm. An einer schmalen Stelle der Straße gelang cs Leo, die anderen drei vorangehen zu lassen und mit Christa allein etwas zurückgubleiben.
„Wo sind meine versprochenen fünf Minuten?" fragte er, Christa zärtlich ansehend.
„Mein Lieber", sagte sic, „die Entfernung von der Kirche nach Hause beträgt zwei und eine halbe englische Meile, ich weiß nicht, wie lange du für die Me le brauchst, aber es liegt nur an dir, sie mit mir allein zu-
GasthoMumKorpfen“
der Regierungserklärung vom 11 Juni 1929 auch heute noch stehe, dach sei zur Zeit die Einbringung eines solchen Gesetzes wegen der finanziellen Lage des Reiches nicht möglich Der Antrag Mumm fand nur noch die Unterstützung der Deutichnatio- nalen und wurde somit abgelehnt. — Der Ausschuß beschloß zunächst den Entwurf der Novelle zum Reichslichtspielgesetz in Beratung zu nehmen und von nun ab wöchentlich eine Sitzung abzuhalten.
..Nur deswegen?" du?"
ter Teint und die schlanken Glieder vorteilhaft ab. Beide hatten sie für ihn nur ein freundliches Kopfnicken, als sie sich an den Tisch setzten, aber in Christas Augen sah er einen marinen Strahl der Freude, der ihm allein galt, und er sah sie beseligt an.
Nach dem Frühstück ging er mit seiner Pfeife auf die fannenbeschienene Terrasse in der stillen Hoffnung, sie könnte zu ihm heraus kommen. Statt dessen kam der Major und forderte ihn auf, ein Stück durch den Park zu gehen, bis es Zeit für die Kirche wäre. Wohl oder übel mußte er einwilligen.
Der Major erzählte ihm unterwegs von.feinen Erfahrungen im Gefangenenlager in Mitteldeutschland, wo er es zuerst ganz gut und später, nachdem Ausbnichs- versuche stattgefunden hatten, sehr schlecht gehabt hätte, bis man ihn nach der Schweiz entließ, als Austausch gegen einen höheren deutschen Offizier. Er erzählte dann ferner von feinen Erlebnissen in Bern, wo er während des Krieges hatte bleiben müssen, da seine Rückreise zur englischen Armee verboten war, und wo er in der Gegenspionage tätig wurde. Leo fand das alles sehr interessant und hatte bei allem, was der Major erzählte, die Gewißheit, daß dieser ihn für einen Norweger und nicht für einen Deutschen hielt. Aber eigentlich hörte er nur mit halbem Ohr hin, denn viel mehr, als die Erfahrungen dieses englischen Offizierin seinem Heimatlande, ging ihm der Bericht durch den vollen Kopf, den ihm Leroi heute hatte schicken wollen
Als sie von ihrem Spaziergang zurückkehrten, war der Bericht noch immer nicht da.
Um dreiviertel elf wurde zur Kirche gefahren. Ein geschlossenes und ein offenes Automobil hielten vor dem Portal. Saby Burnhill nötigte ihn als Ehrengast m das geschloffene und Sir Edwin ftiea zu ihnen ein, mäh- ' renb er mit Neib sah, wie Major Kirby mit den beiden jungen Mädchen rechts und links von sich in dem offenen Wagen fortfuhr.
Unterwegs gab ihm Sir Edwin, nachdem er feine Frage, ob er schon einmal eine englische Kirche besucht hätte, verneint hatte, die nötigen Winke. Das war auch unbedingt erforderlich, das merkte Leo sehr bald, nachdem der Gottesdienst begonnen hatte. Trotz seines schwachen Versuches, sich neben Christa zu setzen, blieb
Fwltei Acfimcirackerttt
Fiilcta«
Reichhaltige Speisekarte. — Bekannte gute Küche.
Aussdiank der beliebten hiesigen Unionbiere, Löwenbräu und Dortmunder
es genau so." sagte er, „der Gedanke an deinen Vater ließ mich auch nicht einschlafen!"
Ein historisches Bild aus dem Jahr 1920:
Die ersten deutschen Truppen ziehen wieder in Flensburg ein.
Am 14. März sind es 10 Jahre, daß bei der Abstimmung in Nordf.'hleswig die Flensburger Zone sich mit überwältigender Mehrheit für die Zugehörigkeit zum Deutschen Reich entschied.
Nachricht zu geben! Ich
Kulturelle Fragen im Reichstag
Der Vildungsausschutz des Reichstags nach langer Pause wieder in Tätigkeit.
Gtsdtafis*
Drucksachen
Gefängnis und 1500 Mark Geldstrafe. Durch die Untersuchungshaft gelten als verbüßt bet Eiahn zwei Monate, bei Jacobsen drei Monate, sowie die Geldstrafen.
* Leichter Unfall des D-Zuges Berlin-München. Mittwoch früh 5.40 Uhr streifte die Lokomotive des D 28 Berlin-München auf der Fahrt im Bahnhof W indisch-Eschenbach die Lo- komotive eines im Bahnhof rangierenden Guter- zuges. Beide Lokomotiven wurden erheblich beschädigt. Wagen sind nicht entgleist und Menschen nicht zu Schaden gekommen. Der D-Zug konnte nach Maschinenwechsel seine Fahrt mit 120 Minuten Verspätung fortsetzen. Die Ursache des Unfalles ist darin zu suchen, daß die Fahrtstratze für den D-Zug vorzeitig freigegeben worden war.
* Der Mörder Stanislaus Szmaj legt ein Geständnis ab. Der vierfache Mörder Stanislaus Szmaj, der am vergangenen Samstag nach dreitägiger Verhandlung wegen Mordes, begangen an vier polnischen Staatsangehörigen im Jahre 1921, viermal zum Tode verurteilt worden war, bat im Gefängnis ein Geständnis abgelegt. Damit hat die Mordtat, die der Verurteilte während der Verhandlung hartnäckig bestritt, ihre endgültige Klärung gefunden. Der geständige Mörder hat auf jedes Rechtsmittel verzichtet, sodaß da- vierfache Todesurteil rechtskräftig geworden ist.
rückzulegen."
Leo lachte. „Nennst bu bas allein. Vebeckuna?"
. Wünschest bu vielleicht, baß ich mir stauche?"
„Um Gotteswillen!" Unb babei fiel
Von Reichstagsabgeordneten
Kulturelle Fragen sind seit dem Scheitern des Reichsschulgesetzes im Reichstag zur Aschenbrödelrotte verurteilt. Der jetzige Reichstag hat sich kaum noch mit bedeutsamen kulturellen Fragen befaßt. Außenpolitische, sozialpolitische und wirtschaftliche Fragen verlangten zwangsläufig ihre Vorherrschaft.
mitten in die Verhandlungen über Poung- plan und Finanz-Kassensanierung hinein — tagte am 7. März endlich einmal der Ausschuß für Bildungswesen.
Zur Tagesordnung stand u. a. die Beratung von Petitionen. Unter diesen warfen zwei die grundsätzlichen Fragen der Lehrerbildung und eines Reichsschitlgesetzes auf. Vom Deutschen Lehrerverein wurde unterm 13. November 1928 dem Reichstag eine Entschließung unterbreitet mit der Forderung, daß dem klaren Sinn und Wortlaut der Verfassung gemäß nach den Grundsätzen, die für die höhere Bildung allgemein gelten, die Lehrer ihre allgemeinwissenschaftiiche Vorbildung durch das volle Durchlaufen einer zur Hochschulreife führenden höheren Schule und ihre berufswissenschaftliche Ausbildung durch ein mindestens dreijähriges Studium auf einer vollwertigen Hochschule erhalten, und daß in diesem Sinne die Lehrerbildung der Verfajiung entsprechend durch ein Reichsgesetz für das Reich einheitlich zu regeln sei.
Die Referentin, Frau Aug. Dr. Bäumer (Dem?, befürwortete diese Petition nach ihrer Tendenz. 'Der Regierungsvevtreter, Ministerialrat Löffler gab einen hochinteressanten Ueberblick über die derzeitige unerquickliche Verschiedenheit der Lehre-- bitbung in den einzelnen deutschen Ländern. Er unterschied dabei drei Gruppen; die erste Gruppe mit Allgemeinbildung aus höheren Schulen mit Abitur und berufswisse-ischaftlicher Bildung durch Hochschulen, dazu gehören Sachsen, Thüringen, Hamburg und Braunschweig mit dreijührigein Hochschulstudium und der Freistaat Hessen mit zweijährigem Hochschulstudium. Teilweise sind dabei diese berufswissenschaftlichen Bildungsinftitute einer Hochschule eingegliedert, teilweise befinden sie sich nur in einem losen Zusammenhang mit einer solchen.
Die zweite Gruppe umfaßt jene Länder, die für ihre Lehrerbildung in der AllgemeinvorlMdung eine höhere Schule mit Abitur und für die berufs- missenschaftliche Ausbildung eine Akademie gesetzlich . festgelegt haben. Dazu gehören Preußen, Baden. Mecklenburg-Schwerin und Oldenburg. In Preußen sind acht Akademien eingerichtet und in vollem Betriebe, sieben weitere '"ollen bis Ostern dieses Jahres gegründet werden und der Gesamtausbuu auf 30 Akademien gebracht werden. Die Lehrer- atädemien sind in Preußen bekenntnismäßig einge- rich'et, nur Frankfurt a. M. ist simultan. Di'e^ akademische Ausbildungszeit beträgt zwei Jahce. Auck in Baden bat man zweijährige bekenntn's- mäßig und simultane Akademien. Aufnahmebedingung ist dabei gute Befähigung mit Primareise, doch kommen praktisch nur Abiturienten in Frage, denn der Zudrang der Abiturienten ist derart stark, daß ein großer Teil abgewiesen werden muß,. Die mecklenburgische Akademie in Rostock ist ähnlich mte jene in Preußen emgerichtet, doch smd dorr Z'rischensemester eingeschoben, in denen sich Lehrerstudenten praktisch in den Volksschulen der Uni-
. Unb an mich haft bu gar nicht gebacht?"
Unb so neckten sich die beiden die vor lauter Liebe nicht wußten, wovon sic antv? reben sollten, als von ’brer Liebe Unb bas junge Mäbchen. bas Leo zuerst als ko große unb unnahbare Dame vorgekommen war war auf einmal bas liebe, fröhliche Menlchenk'nb bas ebenso natürlich fein konnte wie er unb vielleicht noch um Mmmener well sie keine Furcht vor ber Zukunst brückte.
Ws sie in bas Haus traten war sein erster Bl'ck auf ben Tisch in ber Hatte, ba tag nichts. Zu bumm, diese Ungewißheit!
(Fortsetzung folgt,
Hofmann- Ludwigshafen.
versikätsstadt betätigen müssen. Die oldenburger Lehrerbildung gleicht der badischen.
Die dritte Gruppe umfaßt jene Länder, die sich von ihrer alten seminaristischen Lehrerbildung noch nicht entwickelt haben; dazu gehören Bayern und Württemberg. Bauern hat zwar anfangs 1929 dem Landtag eine Denkschrift vorgelegt, mit einer ähnlichen Regelung der Lehrerbildung wie in Preußen, bis setzt ist aber darüber eine gesetzliche Regelung nicht erfolgt. In Württemberg hat die Regierung ebenfalls dem Landtag eine Denkschrift darüber vorgelegt, ohne daß es dabei zu einer gesetzlichen Tat gekommen wäre
Interessant war die Mitteilung des Regierungskommissars, daß nur Sachsen, Thüringen und Hamburg mit dieser Neuregelung auch die gehaltlichen Folgerungen gezogen hätten. Die Lehrpläne bei der Lehrerbildung wichen in den einzelnen Ländern erheblich voneinander ab. In Preußen und Württemberg drohe in zwei Jahren ein großer Lehrermangel. Die letzte Besprechung des Reichsmim- sters des Innern mit den Ländervertretern über die Lehrerbildungsfrage 'ei im Februar 1928 gewesen und verschiedener Schwierigkeiten wegen atu unbestimmte Zeit vertagt worden.
In der Aussprache verirat Abg. Hosmamr-Lud- wigshasen (Ztr.) den Standpunkt des katholischen Lehrerverbandes, indem er für die allgemeine Vorbildung der Lehrer das Absolutorium einer höheren Schule und für die berusswissenschaftliche Ausbildung Akademie oder Hochschule verlangte, selllsr- , verständlich auf bekenmnismäßiger Grundlage. Di-, attgemeine Tendenz der vorliegenden Entschließung will auch er von der Reil-sregierung berücksicht.g: wissen, während er den zweiten Teil der Entschließung über die berufswissenschastttche Ausbildung (Akademie oder Hochschule) und Dauer (zwei ober drei Jahre) angesichts der finanztelleu Notlage des deutschen Volkes und des drohenden Lehrermangels m Preußen und Württemberg ber Reichsregierung zur Erwägung beantragt.
Abg. Hofmann beklagt die Buntscheckigkeit der deutschen Lehrerbildung, die ein anschauliches Bild von der inneren Zerrissenheit des deutschen Volkes gübe und Lehrer erster und zweiter Qualität nach ber Höhe ihrer Vorbildung schasse, was nicht ohne Rückwirkung auf bie allgemeine Volksbildung tu den verschiedenen deutschen Ländern bleiben könne Der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Löwenstein beantragte Berücksichtigung der gesamten Entschließung. In der baravffolgenden Abstimmung sand ber weitestgehende Antrag auf lleberroeifung der Entschließung an die Reichsregierung zur Berücksichtigung mit den Stimmen der Sonaldemokra- ten und der Kommunisten, also mit 9 Stimmen, ..gegen,8 Stimmen der übrigen Parteien Annahme. Von den 28 Mitgliedern des Bildungsausschüsses waren nur 17 vertreten, darunter allerdings das Zentrum mit feinen 3 Stimmen vollzählig.
Auch die Frage der Einbringung eines Reichsschulgesetzes wurde von dem Abg. Dr. Mumm (Chr.-Nat. Arbeitsgemeinschaft) wieder ausgewol- fen. Er beantragt, ben deutjchnationalen Initiativantrag zum Entwurf eines Reichsschulgesetzes vom 12. Juli 1928 zur Beratung zu stellen. Reichsinnenminister Severinq ließ hierzu eine schriftliche Erklärung abgeben, wonach die Reichsregierung bezüglich des Reichsschulgesetzes auf dem Standpunkt
Die grüne Saffianmappc.
Roman von Harold Effberg.
Copyright by Carl Bunter, Berlin.
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~ ^co faI) keinen Ausweg aus dieser Zwickmühle.
Vchllchllch war er soweit, daß er hoffen mußte, Pomer- f‘ 106u wäre ein Betrüger! Es war seine einzige Hofs- iiung, Christa für immer zu gewinnen! War das der owcck feiner Reife gewesen? Hätte er doch noch vor , wenigen Minuten den Mut gehabt, Christa die Wahr- )c,t 3U sagen! Dann wußte er, woran er war, so aber . Dar die Ungewißheit noch schlimmer. Es hals nichts. & ‘r sich bis morgen früh gedulden. Wenn nur rechtzeitig käme, sonst wußte er nicht, wie er
'^ ^'Ita gegenüber benehmen sollte.
B. Mit diesen Gedanken ging er zu Bett, doch noch ange blieb ihm der Schlaf fern. Am nächsten Morgen , Ichien die Sonne warm und hell in fein Zimmer, so | " er ">it einem Ruck aus dem Bett sprang. Der Die-
r “et ihm den Tee an das Bett brachte, hatte keinen - iirh‘7 .. '^n- bas machte ihn wieder unruhig. Er zog I , sorgfältig an, cs war Sonntag, und um 9 Uhr war s 1 memschaftiiches Frühstück vor dem Kirchgang, auf den ni°n ’!>n schon vorbereitet hatte. Wären seine Sorgen «A gewesen er hätte sich gefreut, mit Christa zur
<• zu gehen, schon allein um des Gefühls wegen 'an° 'n Hand mit ihr dort zu sitzen.
Im/!*5 cr >n den Speisesaal trat, fand er dort nur Sir ■ ben1”-c. Burnl>il[ nnd den Major, die ihn freundschaftlich ih„, atmete erleichert auf, denn so blieb es
£ leb» gespart, mit Christa allein zu sein. Das W'eder- würde in Gegenwart der beiden anderen e'chter sein.
)r &l,rl ""ch ihm tarn Lady Burnhill und bald darauf and r'n ™rm Christa und Lily. Als die Tür aufging sie bebe heremlleß. vergaß er alle seine Bedenken
‘ bnrh '5Utfenb faf,en beide aus. Aber Christa gefiel ihm "nch bei weitem besser als Llly. Sie war schlan- ^iißer als ihre Freundin, und gegen die roten | en and die kräftige Figur Silos hoben sich ihr ,3a r»
* Verfahren gegen Hauptmann a. D. Pabst eingestellt. Die Staatsanwaltschaft ll in Berlin hat laut „Voss. Ztg." bas Verfahren wegen Mordes gegen den Major a. D. Waldemar Pabst eingestellt, das feit einiger Zeit gegen Pabst wegen seiner angeblichen Beteiligung an der Ermordung von Rosa Luxemburg und Liebknecht schwebt. Die Verurteilung von Pabst setzte voraus, daß ein Mord an Liebknecht und Rosa Luxemburg, zu dem Pabst angeftiftet haben könnte, tatsächlich auch begangen worden sei. Eine Mordfeststellung sei aber bisher von den Gerichtsstellen sowie der Staatsanwaltschaft nicht getroffen worden. Die Staatsanwaltschaft führt weiter aus, daß auch die Verhandlungen in dem Jornsprozeß nicht ergeben hätten, daß der Hauptmann Pabst andere zur Ermordung Liebknechts angestiftet habe.
* Das Urteil im Kieler Bankprozeß. Das Schöffengericht in Kiel verurteilte Mittwochabend nach dreitägiger Verhandlung in dem Strafprozeß wegen ~ fortgesetzten Betruges und Untreue, Bilanzverschleierung und unordentlicher Geschäftsführung gegen die früheren Direktoren der Kieler Bank, die im Oktober vorigen Jahres zusammengebrochen war, Gl ahn zu zwei Jahren sechs Monaten Gefängnis und 3000 Mark Geldstrafe und Jacobsen zu einem Jahr neun Monaten
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