Einzelbild herunterladen
 

NILS

Sonntag Reminiscere.

Wagangslied: Pf. 24, 6, 3 und 22.

jrtrr*r deiner Erbarmungen, Herr, deiner die von Ewigkeit sind, und laß unsre Bcht über uns herrschen. Erlöse uns, Gott aus allen unfern Nöten. (Ps. ebb. 1—2.) dir, o Herr, erheb' ich meine Seele, mein Gott, M4 vertraue ich; des werd' ich nicht erröten.

Evangelium: Matth. 17, 1—9.

3h jener Zeit nahm Jesus den Petrus, Jako- jut und dessen Bruder Johannes mit sich und Dhrte fh abseits auf einen hohen Berg. Dort ward er vor ihnen verklärt. Sein Angesicht leuchtete gie die Sonne, und feine Kleider wurden weiß Vie Schnee. Und siehe, es erschienen ihnen Moses und Elias und redeten mit ihm. Da nahm Petrus das ®ort und sprach zu Jesus: ,^>err, hier ist gut fein; willst du, so wollen wir hier drei Hütten bauen, dir eine, Moses eine und Elias eine“. Wäh­rend er noch redete, hüllte eine lichte Wolke sie ein. Und eine Stimme erscholl aus der Wolle: ,4>iefer ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe; ihn sollt ihr hören." Da die Jünger dies vernahmen, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Jesus aber trat hinzu, rührte sie an und sprach: „Steht auf, fürchtet euch nicht- Sie erhoben ihre Augen, sahen aber nie­mand als Jesus allein. Während sie vom Berge herabstiegen, gebot ihnen Jesus: „Saget niemand etwas von dieser Erscheinung, bis der Menschen- john von den Toten auferstanden ist."

Der Ruf nach Gott.

Zum volksirouectag am 16. Marz.

Ein Raunen geht am heutigen Tage durch das deutsche Volk. Mit stiller Wehmut, aber auch mit berechtigtem Stolze gedenken wir jener Millionen, die ihr junges, hoffnungsvolles Leben auf dem Al­täre des Baterlandes opferten. Mehr als fonü weilen wir am heutigen Tage bei ihnen, und mehr als sonst weilt auch ihr Geist in unserer Mitte.

Heute sehen wir uns gegenseitig in die Augen, aus denen so manche Frage schmerzvoll leuchtet und so manche Klage.

Manche Partei wird die Helden des Weltkrie­ges für sich in Anspruch nehmen wollen, wird ihnen erzählen von den vielen Arbeitslosen, wird ihnen sprechen von Krieg oder Frieden, wird viel­leicht mit großer Geste auf den Völkerbund Hin­weisen: Ein jeder wird sie zu gewinnen suchen, für das, was er für die Rettung des Vaterlandes ober seiner Partei am notwenbig'sten hält.

Aber bte Augen unserer Helden schauen aus den Tiefen der Ewigkeit an all dem vorüber, als feien es Nebensächlichkeiten, die ihnen nicht sonderlich wichtig scheinen. Sie spähen ins deutsche Land und suchen, und ihre Stimmen erheben sich zu einem mächtigen Rufe: Christus?

Laut hallt es durch die deutschen Gaue, und unsere Toten lauschen auf bas Echo. Denn sie wis­sen, Christus ist bas Geheimnis eines starken Vol- kes, er ist bie Quelle ber Kraft, er allein ist es, der fähig macht zum freudigen Opfer, und er ist es, ber bie Ichsucht emporzuheben vermag zur reinen Liebe, bte alle sozialen Gegensätze zu überbrücken vermag.

Gebückt liegt bas beutiche Laub unter ber Wucht biefer aufwählenben Frage. Der Hunger nach Brot wirb verbrängt burch den Hunger nach Gott. „Ge­fesselte Wahrheiten" schreien ihre ganze Not hin­aus. Alles Göttliche in den Tiefen bes deutschen Herzens entfesselt einen Aufstand gegen die Teufel ber Materie unb ber Ichsucht.

Unb roieberum erschallt ber Mllionenruf un­serer Helden: Christus!

Sie österreichische Zischöfe

Von Professor Dr. Oswald

Im Advent 1925 veröffentlichten die österreichi­schen Bischöfe ihre „Lehren unb W eisun- gen zu sozialen Fragen ber Gegen­war t", bie alsbalb weit über bie Grenzen Oester­reichs hinaus stärkste Beachtung fanben. Jeder­mann war sich bewußt, daß hier ein mutiges Wort gesprochen worden war, bas von vielen geradezu als Erlösung empfunden wurde. Hier hatte der Gesamteprsköpat eines schwer leidenden Landes sei­nen flammenden Protest ausgesprochen gegen bie mammonistische Verwilderung ber heutigen Wirt­schaft, hatte ben Mommonsgeist in ber schärfsten Weise gebranbmarft unb bamit bewiesen, daß bie Kirche keineswegs, wie ihr oft nachgesagt mürbe, ihre Mahnungen nur an bie Kleinen unb Schwa­chen richtet, die nicht bagegen aufzubegehren wagen, bagegen verstummt vor ben Großen unb Mäch­tigen, bie sich Zurechtweisungen eben nicht gefallen lassen. Wie eine Missionsprebigt aufrüttelnd mir bie Sprache biefer „Lehren unb Weisungen"; nichtsdestoweniger fehlte an keiner Stelle bie be­griffsscharfe Umgrenzung besten, was als sittlich verwerflich bezeichnet würbe, unb ber aufmerksame Leser, ber nickst bloß bas gewaltige Pathos ber An­klage gegen himmelschreienbe Rückstänbe, Miß- brüche und Verirrungen wie Musik auf sich wir-

Aber dieses Mal ist es keine Frage mehr. Wie ein gewaltiger Donner rollt es von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt. Eine Klage ist es, so schauer­lich, daß die Herzen erbeben, ein drohendes Mene­tekel, bas ben Untergang verheißt jebem Volk, bas Christus aus seiner Mitte verbannte.

Unb unten im beulschen Schifflein, das auf dem wilden Meere ber Weltgeschichte ben Wellen preis- gegeben ist, liegt jener, nach bem ber Ruf erging, liegt er unb schläft . . .

Wirb ber Ruf unserer toten Helben ihn wecken? Denn bas beutfche Schiff lein wirb in ben stürmi­schen Wellen ber Weltgeschichte versinken, wenn er nicht aufsteht unb bem Sturme unb bem Meere gebietet, ganz gleich ob Republik oder Monarchie, ob Krieg ober fyrieben, ob Houng- ober Dawes- plan . . .

Sehen wir unseren toten Helden in bie Augen, aber tief . . . bis borthin, wo bie Ewigkeit aus ihnen leuchtet, unb wo wir jenen erblicken, ber die gäben ber Weltgeschichte in seiner Hanb hält.

Josef Hachmann.

Md die »Kölner Richtlinien".

. Nell-Breuning S. J.

ken ließ, sondern auch die exakten und präzisen moraltheologischen Abgrenzungen beachtete, konnte eigentlich keinen Augenblick zweifelhaft sein über Sinn unb Tragweite bes bedeutsamen Aktenstücks.

Nichtsdestoweniger haben bte „Lehren unb Wei­sungen" es erleben müssen, baß sie in einer von ihren Urhebern gewiß nicht geahnten Werse miß­braucht unb mißbeutet würben, so baß diese vier Jahre später sich genötigt sahen, gegen diesen Mißbrauch unb diese Mißdeutungen sich feierlich zu verwahren unb allzu selbstherrliche unb willkürliche Ausleger abzuschütteln. Was war ge­schehen?

So ziemlich sämtliche der in Wien bestehmben unb einanber bekämpfenden „Richtungen" im sog. sozialen Katholizismus nahmen bie »Lehren unb f jungen" für sich in Anspruch. Zuerst tat es bie i ;tung Lugmayer (Organ: „Neue Orb- nung"), inbem biefer selbst eine in feinem Sinne er­läuterte Ausgabe ber „Lehren unb Weisungen" veranstaltete, ber er eine offiziöse, ja selbst offiziell erscheinen könnende Ausmachung zu geben verstand Wenn bie österreichischen Bischöfe heute erklären, daß sie nur für ben Wortlaut ihrer „Lehren unb Weisungen" einstehen unb niemanb eine Autori­sation zu beren Kommentierung erteilt haben, so ist

bie Abschüttelung deutlich genug. — Ebenso hatte bie Richtung Drei (Organ: „Das neue Volk", gleich­namig, aber nicht zu verwechseln mit bem V. Hel- ler'schen Organ!) sich ber „Lehren unb Weisungen" bemächtigt, um mit Berufung auf sie bie heutige Wirtschaftsordnung als heidnisch, teuflisch, höllisch usw. zu verfluchen. Dem trat bereits auf bem ta-- tholisch-sozialen Kongreß in Wien Juni 1929 Bi­schof Waitz in seinem Schlußwort scharf entgegen: es sei festzuhalten, daß der mammonistische Ka­pitalismus verurteilt fei, nicht dagegen bte kapita­listische Wirtschaftsweise schlechthin, in ber sehr wohl auch bie christliche Gerechtigkeit herrschen könne. — Enblich Jos. Eberle (Organ: „Schönere Zukunft") hatte bie Taktik eingeschlagen, einen Ge­gensatz zu konstruieren zwischen ben „Lehren und Weisungen" bes österreichischen Episopats unb ben ein Jahr später ergangenen sog. „Kölner Richtlinie n", in benen Karbinal Schulte die Beratungsergebnisse ber unter seinem Vorsatz tätig gewesenen Sozialen Verständigungskommission von Männern ber Wissenschaft unb der Praxis (Unter­nehmern unb Arbeiterführern) veröffentlichte unb seinem Klerus als Richtschnur für bessert soziale Wirksamkeit gab. Die neue Kundgebung ber öster­reichischen Bischöfe macht biefen Versuchen ein Enbe, inbem sich ber ganzeösterreichische Episkopat geschlossen hinter bie „K öln e r R ichtlin ien" stellt unb fi ch uneingeschränkt mit ihnen soliba- barisch erklärt.

Wie mar es überhaupt möglich, Jahre hinburch „Lehren unb Weisungen" unb „Kölner Richtlinien“ gegeneinanber auszuspislen? — Die Handhabe dazu mußte bie verschiebene Sprache betber Ak­tenstücke bieten. Die „Lehren unb Weisungen" fini ein Mahn- unb Weckruf, eine Art Missionspredigt, bie vor allem bie Gewissen aufrütteln will; so hat man gerabezu von einer „birmanischen Rhetorik“ biefer bischöflichen Kundgebung gesprochen. Die „Kölner Richtlinien" dagegen sind das Ergebnis von Beratungen einer Derständigungskommisston und zielen in erster Linie ab auf Klärung ber Be. griffe unb Vereinheitlichung ber Ausdrucksmeise. Daraus ergibt sich natürlich ein ganz anderer Klang der Worte. Dieser Zustand mußte bie Hanb- habe bieten; bie eigentliche tiefere Erklärung ist anderswoher zu entnehmen.

Wie es in Deutschland Kreise gibt, die die va­terländische Gesinnug in Erbpacht genommen ha­ben und ein Monopol darauf zu besitzen vermeinen, so gibt es in Oesterreich Kreise, bie für sich al­lein im Besitze ber katholischen So- zialtrabition zu fein glauben unb auf ben beutfchen Katholizismus, namentlich auf bie Katho-

b<

Xv<3'?x),\.xttex

w/les stralilt, blitzt und funkelt!

© ist im Haus!

Darum herrscht strahlendes Glänzen und leuchtendes Blinken in Küche und Heim. Der herrliche Helfer © erleichtert und ver­einfacht alle häuslichen Reinigungsarbeiten. Zum Geschirrauf» waschen und Spülen können Sie sich keine bessere Hilfe wün­schen. Schnell sind Schüsseln, Teller, Tassen, Saucieren usw. von allem Fett und Schmutz befreit, ihr prächtiger Hochglanz wetteifert mit dem Licht der Sonne. Selbst die stärksten Ver­schmutzungen oder Verkrustungen bei Töpfen, Pfannen, Bestek» ken und Holzgeräten entfernt © mühelos rasch und vollkommen — einfach wunderbar sind seine fett- und schmutzlösenden Kräfte. Nichts kann © widerstehen! Auch Sie wird © durch fabelhafte Reinigungskraft und schier unbegrenzte Verwendungsmöglichkeiten im Haushalt begeistern und entzücken. Warten Sie nicht vT

länger 1 © will, daß auch Sie sich's leichter \\ (rt

1 Eßlöffel © auf 10 Liter — 1 Eimer heißes Wasser, das genügt.

machen und Ihr Heim blinkt und blitzt.

i

Aufwasch • Spül • und Reinigungsmittel für Haus-und Küchengerät aller Art