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Die grüne Saffianmappe.

Roman von Harold Effberg.

Copyright by Carl Dunker, Berlin.

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Der Gang durch die frische Luft tat Leo nach den Aufregungen der letzten Woche ungemein wohl. Das Gelände war hügelig, über das sie gingen, und mit schö­nen, alten Bäumen und Hecken bewachsen, die noch im­mer ihr Laub in herbstlicher Färbung hatten. Leo ließ sich von Christa belehren, daß das SeeHima und der warme Golfstrom die Ursache waren, daß alles noch so lange grün blieb.Sie müßten mal nach der Insel Wigt fahren, da gleicht die Südküste der Riviera, und da stehen Palmen den ganzen Winter im Freien". Sie kannte England ziemlich gut, besonders den südlichen Teil und erzählte ihm davon. Leo hatte den Eindruck, als wolle sie kein intimeres Gespräch aufkommen las­sen. War das nun auch mit Lily verabredet, das mochte er nicht glauben.

Wir wollen den Spielern einen Vorsprung lassen", sagte sie, sie haben es nicht gern, daß man spricht, wäh­rend sie spielen, es ist sogar direkt verboten."

Sie holten sie dennoch auf einem flachen, ausgeleg­ten Rasenplatz ein, in dessen Mitte eine Stange mit ei­ner weißen Kugel im Erdboden stak. Lilys Träger nahm die Stange aus dem Loch, in dem sie sich befand, und mit einem geschickten Schlage trieb Lily den wei­ßen Ball bis vor das Loch. Bald darauf rollte der Pall des Majors an Lilys Ball vorbei und gerade in das Loch hinein.

..Ihr Loch", sagte LUy,eins auf!"

Kirby sah sie und die beiden anderen lächelnd an, tmb dann gingen die beiden Spieler weiter zum näch­sten Abschlagplatz, während Leo und Christa langsam folgten.

J>aben Sie eigentlich Nachricht von Ihrem Baier?" fragte Leo.

Nein", antwortete sie.Ich bin etwas beunruhigt, er wollte mir schon gestern telephonieren, ich nehme aber mit Bestimmtheit an, daß er am Montagmorgen oder spätestens abends zurück fein wird. Wenn Papa

Fuldaer Zeitung

Gottesdienst-Ordnung

Ein gefährlicher Probealarm.

Eine eftländifche Patrouille feuerk auf das Auto des Generalstabchefs.

Kaserne Jäger-Allee der 27 Jahre alte Unterfeld­webel der Reichswehr Paul Falck, der fett acht Jahren der 8. Kompagnie des 9. Regiments ange­hört. Er war für die Nacht Diensthabender und hielt sich als solcher in der Schreibstube der Kaserne auf. In das Dienstbuch hatte er folgende Eintra­gung gemacht: Um 0.10 Uhr erschoß sich der Un­terfeldwebel Kaul Falck. Das Kommando über­nimmt der Gefreite Junkers."

* Unfall eines französischen Hlilifärautos im Diebelgebiet. Nach einer Meldung des Echo de Paris aus Beirut ist ein Militärauto im Djebel- gebiet umgeschlagen. Ein Artilleriegeneral und zwei Hauptleute wurden schwer verwundet.

* Ein deutscher Dampfer aestrandek. Der deut­sche DampferErik Larsen" ist in der Nähe von Hastings im Nebel aufgrund geraten. Für die Be­satzung besteht keine Gefahr. Man hofft das Schiff bald wieder flott zu bekommen.

* Eisenbahnunglück in England. In der Nähe von C a r l i s e, der Hauptstadt der Grafschaft Cumberland, stieß ein Personenzug mit einem Leerzug zusammen. Ein Lokomotivführer wurde

Personenzug gegen Omnibus.

Zwei Dole, neun Schwerverletzte.

In der Nähe der krongreßpolnifchen Stadl P l o n s k ist ein Autobus bei einem ungeschütz­ten Eisenbahnübergang von einem Per­sonenzug ersaßt und zertrümmert worden. Zwei Personen wurden getötet, neun erlitten schwere Verletzungen.

getötet, fünf Personen erlitten Perlet- zungen.

* Der Erreger der Papageienkrankheit entdeckt. Die Aerzte des London Hospital haben den Er­reger der Papageienkrankheit isolieren und feststel­len können. Es handelt sich um einen Bazillus ähnlicher Art, wie er bei Pocken, Masern und Maul- und Klauenseuche festgestellt werden kann. Der Bazillus ist sowohl bei menschlichen wie bet tierischen Erkrankungen einwandfrei nachgewiesen worden. ______

«tag. den S. MSrz 1930.

2. Blafl.

Druck der Fuldaer Actiendruckerei, Fulda.

Frühmesse und 9V, Uhr. Werktags 7 Schulgottesdienst.- Sk. Sturmius-Pfarrkirche. 7l . Komm. - Austlg. 7/, Frühmesse mit Predigt. 9» Uhr Hochamt mit Predigt. Darauf Christenlehre. Um v,2 Uhr Segensandacht. AbteiNrche der Benediktinerinnen. Sonntag .6 Uhr Konventamt. Nachmittags um 3 Uhr ist Bester. Werktags 8 <6 hl. Messe, '^9 Konventamt, 3 Uhr Vesper. Herz-Zesu-heim Sonntags 61/« Uhr Frustnesse. 8 Uhr Predigt und Amt. 2 Uhr Segens-Andacht Werktags 6 /, Uhr hl. Messe. Donnerstag abends 8' lU)r Andacht.

Friedhofskapelle am Frauzofenwaldchen. Sonntag 6-/4 bt Messe mit Ansprache und Kommumon-Austeilung. An den Werktagen 79, hl. Messe mit Komm.-Austlg. Frauenberg. Wegen des Festes der hl. Katharina von Bologna, Jungfrau vom 2. Orden, Ablaßtag. Hl- Messen von 57 Uhr, 8 Uhr Singmesse mst Predigt, liturgischen Gebeten und Iosephsandacht, 9 Uhr Hochamt mtt Predigt. Nachm. V,3 Uhr Andacht mit Ansprache für tue Mitglieder des Franziskaner-Missionsvereins.

Aeueuberg.-'=9 Uhr Amt mit Predigt.

«ischenKairo und London nsdeutuaa der englisch-ägyptischen Verhand­lungen.

Bon H. L a s k e - London.

,. wichtigsten Aufgaben des neugewähl- ®tne Scherl Parlaments bestand in der Eror-

C Zwischen England und dem Nilstaate nden Vertrages. Die Grundlagen die- ^ndlungen bildeten die Vorschläge, die der Diktator Mohammed Mahmud Pascha °lWnmmer von seinem Besuche in London und die außerordentlich weitgehende rfinbniffe der englischen Regierung darstellen. L. jety in Kairo am Ruder befindliche Wafd- bat'sich überzeugen müssen, daß mehr, als ieiit bietet, in absehbarer Zeit schwerlich ***J£irften sein wird. Sie erteilte daher dem » fTntit Pascha Vollmacht für den

Switkten Vertragsabschluß: der ägyptische Mi- '^-rvräsident wird sich daraufhin sobald di« »L Gedanken der englischen Staatsmänner '^ffatif in Anspruch nehmende Flottenkonferenz sein wird nach London begeben, um m einer endgültigen Regelung der ägyptisch- malischen Beziehungen zu gelangen.

Von Seiten Aegyptens dürften dem Vertrags- -trfAluft daher keine Schwierigkeiten mehr >m »ehen. Anders verhält es sich dagegen mit l-lnem Vertragsqegner. Im Unterhause werden Mac Donald und Henderson mit der entschiedenen Nvvolition der Konservativen rechnen müssen, die iss den Vertragsbestimmungen eine Aufgabe für FL Bestand des Reiches unentbehrlicher Rechte laben Schon Churchill, an sich zu weitgehenden Zugeständnissen bereit, hatte den Widerstand sei- ' er Parteignossen gegen seinen Vertragsentwurf nur dadurch überwinden können, daß er sich ver- I Mchtete, die Sicherheit der großen Verbindungs­linie innerhalb des Empire aufrecht zu erhalten (Suezkanal!), keine Einmischung fremder Mächte -u dulden, den Schutz der englischen Minderheit zu verbürgen und ein Kondominium mit dem Sudan durchzusetzen.

Der Macdonaldsche Entwurf geht viel weiter. Er verzichtet auf den Minderheitenschutz, läßt statt britischer Offiziere in der ägyptischen Armee ein­heimische zu, ersetzt den bisherigen Oberkommissar durch einen Botschafter, hebt die Konsulargerichts­barkeit auf und erhöht die Zuständigkeit der ge­mischten Gerichtshöfe, An die Stelle der engli­schen Truppen im Nillande treten ein gegenseitiges Defensivbündnis und die Aufnahme Aegytens in den Völkerbund. Die englische Polizei verschwindet »afür bekommt das Land eine eingeborene Poli­zeitruppe mit zunächst für fünf Jahre noch englischen Offizieren. Das ist in der Tat ein sehr weitgehendes Entgegenkommen, und der Wider­stand der Konservativen und auch eines Teils der Liberalen wird dadurch verständlich. Zum mindesten müssen die Bedenken der letzteren über­wunden werden, denn bei den derzeitigen Partei- verhältnissen im Unterhause kann die Labourregie- runa den Vertrag ohne Unterstützung dieser Par­tei nicht durchbrinqen.

Zu berücksichtigen bleibt awh die Haltung der britischen Dominien. Diese haben den Charakter von Trabanten des Mutterlandes immer mehr verloren und sind heute echte Planeten mit eigenen Bahnen geworden, wenn sie auch ansGründen der Raffengememschaft und gleicher wirtschaftlicher Interessen sich aus dem um die Zentralsonne Lon­don gelagerten System noch nicht losgelöst haben. Die von der Labourregierunq den Aegyptern ein« geräumten Zugeständwsse beunruhigen beispiels-

Lvangelische Gottesdienste.

Sonntag, 9. März.

Fftllda. 9.30 Uhr Predigtgottesdienst Pfarrer von der Nahrner (Beichte u. heil. Abendmahl), 11 Uhr Km- dergottesdienst. - 6 Uhr abends Predigtgottesstenst, Pfarrer Hattendorfs. 8 Uhr abends Jungmadchen- verein im Schwesternhaus. 8 Uhr abends Jungman- männeroerein im Bibliothekzimmer.

Amtswoche: Pfarrer Hattendorfs.

Bad Salzschlirf. 10 Uhr Prcdigtdottesdienst Kreispfarrer Weber.

Fulda. Dienstag 8 Uhr abends Bibelkreis der Schüler höherer Lehranstalten im Pfarrhaus. Biens« tag 8 Uhr abends Kirchenchorprobe im Gemeindehaus. Mittwoch 8 Uhr Paffionsgo11esdrenst in der Kirche. Donnerstag 8 Uhr abends Mütterver­ein im Schwesternhaus. Freitag 8 Uhr abends -Bor* führung eines Mifsionsfilms im Gemeindehaus.

Bad Salzschlirf. 10 Uhr Predigtgottesdienst mittags Bibelstunde in Villa Margarete.

Evangelische landeskirchliche Gemeinschaft. Fulda, Vuttlarstraße IT.

Don Sonntag, bei 9. bis einschließlich Montag, den 17. März (mit Ausnahme Samstag, den 15. März) abends 8 4 Uhr Evangelisationsvorträge durch Herrn Pfarrer von der Nahrner (Laasphe, Lahn).

Don Montag 10. März ab, nachm. 4 Uhr Bibelstunde.

weise Australien und Neuseeland nicht wenig. Durch den Entschluß, die britischen Truppen aus Aegypten zurückzuziehen und nur noch die schmale Koualzone besetzt zu halten, sehen sie die Sicherheit ihrer Verbindungen mit dem Mutterlande gefähr­det. Derartige Besorgnisse scheinen dem unbefan­genen Beobachter allerdings stark übertrieben. Im Notfälle wird England bei einer unfreundlichen Haltung Aegyptens stets in kürzester Frist die no­tigen Kräfte an den Nil werfen können, um jede Gefahr, wenigstens soweit sie von Aegypten aus­geht, im Keime zu ersticken.

Die ägyptischen Nationalisten sind, wie ein- gangs angedeutet, im innersten Herzen mit den englischen Konzessionen noch nicht zufrieden: sie besitzen jedoch Wirklichkeitssinn genug, um sich zu ägen, daß Großbritannien wenigstens so lange Indien und die pazifischen Dominien noch zum Empire gehören auf eine Kontrolle des Suez- Kanals einfach nicht verzichten kann. In dieser leberlegung haben sie sich dann als gute Politiker mit der darin begründeten Beschränkung der Sou­veränität ihres Landes abgefunden.

Außer den beiden Dertragsgegnern sind auch noch andere Mächte, die Interessen in Aegypten besitzen, an dem kommenden Vertage wenigstens mittelbar beteiligt. Und zwar gilt dies, soweit eine Neuregelung des Zoll-, Steuer- und Justiz- wefens in Frage kommt. Eine Aenderung der Steuergesetzgebung gegenüber Ausländern kann

nur mit Zustimmung aller zwölf Kapitularmächte I katholischer Gottesdienst,

erfolgen, die sich aber schwerlich so ohne weiteres I Sonntag, den 9. März 1930. Kollekte für den Karitas- ;

erreichen lassen dürfte. Aehnliche Schwierigkeiten I Verband. Fulda. Dom. Beichtgelegenheit: Samstag morg. : bietet die unumgängliche Neuordnung der Rechts- | oon >g Uhr, nachm. von 23 Uhr für die Kinder, '-'-57 stellung der Ausländer. Immerhin wird die Siel- I und von *-?8 an für die Erwachsenen, Sonntag morgens lung Kairos durch die Erklärung der englischen Re- I von'/-6 Uhr ab. Gottesdienste: ^-6, 6, '-'-7 und 7 Uhr aieruna daß sie das ganze Kapitulationen-System I Ist Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Komm.

imh ür firtfiirXn Pnno Aeanv- I a/'7 hl. Messe und Komm, des Jugend-und Iungmanner- als un^gemaB, uni) fcer tultureUen Lage AegYP I Dere(^5 in ber Marienkapelle. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt tens nicht langer entsprechend betrachte, bet den un& Äommunion be5 6. unb 7. Schuljahres. VdO Amt Verhandlungen mit den Kaptfularmachten erheblich I mit P^digt.Ml Christenl. für die Jünglinge./«12 gestärkt. . | letzte hl. Messe mit Pred. ' -2 Andacht zu Ehren der Mutter

Das englisch-ägyptische Abkommen berührt I @0tte5 mit Segen. 2 Christenl. der Jungfrauen. Um 4 demnach außer denen der Vertragsgegner auch I yhr nachmittags ist die Fasten - Predigt mit Segen, noch vielfache andere Interessen. Deutschland hat I Um 6 Uhr abends ist die Andacht in der Manenkapelle, schon im Versailler Vertrag in eine Aufhebung I Werktagsgottesdienste: Jeden Morgen von -6-7 Uhr ©rtHihtlrttinnen milliaon müssen und wird da- I halbstündlich hl. Messen mit Kommunion. Austeilung, der Kapitulationen wUIwen mutzen und wiro oa ^farrgottesbienft mit Somm. 9 letzte Messe mit Komm, her letzt nicht unmittelbar betroffen. Man hat I 3£m raontaagachmittag um 5 Uhr ist Segens-Andacht, übrigens nie gehört, daß unsere Landsleute am I 2(m Donnerstag abend um 8 Uhr ist Fasten - Predigt. Nil unter den ge-mberten Verhältnissen zu lernen 1 ^twoch, Freitag und Samstag sind Quatemberfasttage. gehabt hätten. Wir haben daher auch keinen I skadtpfarrkirche. Beichtgelegenheit: Samstag nachm. von Grund, den Aegyptern die aus der Neuordnung I 37,71/,SV8, Sonntag früh 67. Sonntagsgottesdienste: ber Beziehungen zu Großbritannien sich ergeben- I 6 hl. Messe. 6'/« hl. Messe und Kommunion der Jünglinge den Vorteile zu mißgönnen. I und Iungmänner des stadtpfarrlichen Iugendveretns sowie

öe 1 " _________ I der Jugend- und Iungmännerabteilung des K.K.V. 8 Uhr

1 erfter Schulgottesdienst, Predigt und Komm, des 7. Schul­jahres. 9l 1 Pfarramt und Predigt. 11 zweiter Schul­gottesdienst und Predigt. Um 9 Uhr ist Andacht für die Jugendsodalität in der Severikirche. I1/. Christenlehre der Jungst. 2*/i Bruderschaft von der Todesangst des Herrn. Die hl. Komm, wird von 67Vi jede halbe Stunde ge­spendet, außerdem um 8A und um 9/« Uhr vormittags.

Während eines Probealarms am Mittwoch I Wervagsgottesdienste: 6, 6/8, 7'/« und 8 Uhr hl. Messen, morgen für die Garnison von Reval und für Mittwoch, Freitag, Samstag früh 6 Uhr Beichtgelegenhett. w;rr rrmehr feuerte eine Patrouille in der | Mittwoch, Freitag und Samstag sind Quatemberfasttage, die Burgerwehr feuerte eme pairmu e m uri Mittwoch nachmittag um 5 Uhr Kreuzweg-Andacht. Dunkelheit auf em Automobil, in dem sich oe. I grcitag (1gent)g um s Uhr ist Fasten-Predigt. neralsstabschef General Toervand imd zwei an- I Pfarrkirche zum hl. Geist. 7 Frühmesse mit Ansprache, dere Offiziere befanden. Durch die Schüsse wurde I Um 8 Ui)r c)0(f)amt mit Predigt, Komm, der Jünglinge ein Offizier getötet und der G e n e r a l l e 1 ch t I be5 7. Schuljahres. 'All Kindergottesdienst und Ansprache, verletzt. Das Unglück ist darauf zurückzusüh- I >/,12 Uhr Christenl. für die Jungst. 5 Uhr ist Andacht, ren, daß der Chauffeur nicht sofort auf den Anruf Beichtgelegenheiten sind: In der Woche täglich eine bin das Auto tum Stehen bringen konnte, da die I halbe Stunde vor der Schulmesse. An den Dorabenden £,n3®5 sehr abtoüllia ber Sonn- und Feiertagen nachmittags von 4-6 Uhr,

Wraße an der betreffenden Stelle sehr avichuing Qn biefen Iagen |ctbft Don 6-7 Uhr vormittags. '.st. General Toervand konnte das Hospital, in | Atzellikäk. Vormittags um MO Uhr Gottesdienst. dem seine Wunde verbunden wurde, bereits wieder I 5f Iosephskirche. '/8 Uhr Frühmesse mit Ansprache, verlassen. j MO Hochamt, danach Christenl. */»2 Andacht mit Segen.

I Deichtgelegenheit: Samstag von 23 Uhr für die Kinder

* Selbstmord eines Feldwebels. In ber Nacht und '--57 Uhr abends für Erwachsene, Sonntag morgens zum Dienstag erschoß sich in Potsdam in der ' von V-7 Uhr ab. Kommunion-Ausllg. vor und nach der

:eo sah sie

verlas-

perrounbert an.Wenn es doch

Sie. Ich war im Begriff,

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7 nS

etwas zu sagen, was ich nicht verantworten kann."

Warum wollen Sie es mir nicht sagen?" Ihre Stimme klang ganz weich.

Er schwieg und schüttelte den Kops.

Sie legte die Hand auf seinen Arm.Herr Lilloe, können Sie Vertrauen zu mir haben?"

Als er immer noch schwieg, sagte sie, plötzlich in ihren unnahbaren Ton fallend:

Verzeihen Sie, ich wollte mich nicht in Ihr Ver­trauen drängest. Kommen Sie, wir wollen zum Klub­haus zurückkehren, ich bin müde."

Sie drehten beide um und gingen den Weg zuruck, den sie gekommen waren. Lily und ihren Vetter hat­ten sie ohnedies aus den Augen verloren.

Leo wagte nicht, feine Begleiterin anzusehen. Of­fenbar hatte er es mit ihr verdorben, aber er konnte ihr doch unmöglich eine Liebeserklärung machen, und eine solche wäre es doch gewesen, wenn er weiter ge­sprochen hätte. Er war fest entschlossen, es nicht zu tun, solange er die Rolle der Lilloe spielen mußte und so­bald er sich ihr als denjenigen zu erkennen gab. der er wirklich war, würde sie ihn wohl kaum mehr anhören wollen. Immerhin war er so weit, daß er diese Mög­lichkeit doch ine Auge faßte. Trotz Lilys Liebenswür­digkeit verfiel er immer mehr ihrem Banne.

' Plötzlich glitt sie aus und fiel hin.Ich bin aus­gerutscht", sagte sie verlegen, als er sie mit allen Zei­chen des Schreckens aufheben wollle.

Sie bluten ja an der Hand", sagte er.Gehen Sie her, ich habe ein sauberes Taschentuch".

Er nahm das Tuch aus der Tasche und band es vorsichtig um die zarte, kleine Hand, die er am lieb­sten geküßt hätte.

Nachdem sie sich von ihrem Schrecken erholt hatte setzten sie ihren Weg nach dem Klubhaus fort. Rol unb verlegen hatte sie ihn angelacht, nachdem sie mit feiner Hilfe aufgestanden war, und der Friede zwsschen beiden schien bergeftellt zu sein. Kurz vor dem Hause stießen sie auf Sir Edwin Burnhill, der früher nach dem Golfplatz gefahren war und eben seine Runde be­endet hatte. Nach der Begrüßung schlug er vor, zum Lunch im Klubhaus zu bleiben.

(Fortsetzung folgt.)

wir

doch

Erst

wahr wäre! Aber da wir gerade bei Geständnissen sind, was wollten Sie mir eigentlich gestern abend ge- stehen, bevor wir zu Tisch gingen, können Sie mir das

nicht."

Aus dem Mädchen war nicht klug zu werden! machte er ihr den Hof und nachdem er Feuer gefan­gen hatte, und das mußte sie gemerkt haben, versuchte sie ihn auf Lily abzuschieben. Was bezweckte sie ei­gentlich bamit? So groß war doch ihre Freundschaft zu Lily nicht, daß sie' zu ihren Gunsten auf den reichen Lilloe verzichtet hätte, wenn sie sich wirklich etwas aus ihm machte. Andererseits hatte er das Gefühl, daß er ihr nicht ganz gleichgültig war. Aber dann fiel Htm wieder ein, daß weder Christa noch Lily für Leo Or­trand in Frage kam, weder das arme Mädchen, das er begehrte, noch die reiche Erbin, die ihm nicht abge­neigt war. Cs war doch sinnlos, sich darüber Gedan­ken zu machen. Aber warum sollte er das Spiel nicht fortsetzen, solange es ein Spiel blieb?

Er blieb plötzlich stehen.Sagen Sie, Christa, ich meine Fräulein Christa, warum sagen Sie, ich soll zu Miß Burnhill lieb sein, bin tch Ihnen so unsympa-

nicht jetzt sagen?"

Nein", sagte sie,noch nicht. Vielleicht, wenn wieder in London sind."

Warum denn bann erst?"

Vorher kann ich nicht. Quälen Sie mich

thisch?"

Christa bohrte mit ihrem Stock in den Sand, dann sah sie ihn offen ins Gesicht unb erwiderte:Weil ich glaube, daß Sie gut zueinander passen wurden! Ich plcrubcre aus ber Schule, wenn ich Ahnen fage; ba§ viftj nut einem Jugenbfreunb eine Enttäuschung erlebt hat unb sich nicht mehr viel aus englischen Männern macht. Zudem würde eine Verbindung zwischen Ihnen und Burrchill doch auch geschäftlich . . ."

Um Gotteswillen", sagte Leo.Soweit haben Sie bereits gedacht! Bitte schlagen Sie sich den Gedanken aus dem Kopf, das ist ganz unmöglich, das ist gänzlich ausgeschlossen, selbst wenn ich nicht ..." Er biß sich auf die Lippen. e

Wenn Sie nicht?"

etwas verspricht, kann ich mich immer darauf sen."

Leo fal) sie lächelnd an.

Sie wundern sich, daß ichPapa" sage, er ist ja schließlich mein Stiefvater und ich habe mich so daran gewöhnt, ihn so zu nennen. Ich werde ja auch mei­stens Pomernatzki genannt!"

Ja, aber Burnhills ..."

Burnhills wissen genau Bescheid. Sir Edwin hat mit meinem Vater ein größeres Geschäft in Finnland gemacht. Auf der Reise dorthin waren wir auch einen Tag in Riga, wo ich das Grab meiner Mutter besuchte. Bei dieser Gelegenheit erfuhr er die genaueren Fami­lienverhältnisse."

Ihre Mutter ist jung gestorben?" fragte Lev.

5a", sagte Christa,sie war noch sehr jung. Sie war eine wunderschöne Frau und meine beste Freun­din. Wir hatten eine schreckliche Influenza in Riga und daran ist sie gestorben."

Stimmt! dachte Leo. Dann fuhr er taut fort:Unb jetzt haben Sie keine Freundin außer Lily?"

Wie finden Sie Lily? Freundschaft kann man es kaum nennen, denn wir sehen uns doch ziemlich selten. Und die paar Briefe, die wir gewechselt haben, sind nur ein loses Band. Ist sie nicht reizend? So natürlich und so ungezwungen, trotzdem sie maßlos verwöhnt u«*b umworben wird."

Leo sah auf die vor chm spielende kräftige Figur des jungen Mädchens unb freute sich über ihre Frische. Er gedachte auch nicht ungern ber kleinen, warmen Hand, die sich vorhin im Wagen in die seine gefunden hatte. Sie war sicherlich eine große Partie, wie man früher zu sagen pflegte. Aber neben Christa konnte sie ihm nicht mehr bedeuten, als ein harmloser Flirt. Er wußte nicht recht, was er antworten sollte und sah Christa lächelnd in die Augen. Sie schien seinen Blick zu er- roibern. Schließlich sagte er etwas unbeholfen: .Lie­bes Fräulein Christa, einen Vergleich mit Ihnen hält sie nicht aus!"

Wemi das ein Geständnis fein soll, tun «ie mir einen Gefallen und seien Sie recht lieb zu ihr. Ich glaube, sie findet Sie sehr nett und . . . halten Sie m-ch bitte nicht für eingebildet, ich fürchte, sie hat das Ee- ' fühl, als wollte ich Sie ihr streitig machen."