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Br. 42.

Donnerstag, den 20. Februar 1930.

Fuldaer Zeitung

2. Blatt.

Druck der Juldaer llrticnörutfetei, Julöa.

Erst Angleichung, dann Anschluß!

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Die Mesen-GlSublgerversammlung der Baak für Deutsche Beamte

Die preußischen Anwersikäken

Mangelnde Lulturpropaganda.

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Essen bestellt hatten,

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feststellen, ob er in London

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Krassin übrigens?“ Leo verneinte. „Ich muß morgen früh und zu sprechen ist." „Haben Sie das von

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das als Kompliment auf«

älter?"

ich werde immer für viel Manche wollen mich nicht

fassen?"

„Warum, sind Sie denn

„Leider ja, aber ich weiß, jünger gehalten, als ich bin. einmal für dreißig halten!"

„Für wie alt halten Sie

Er lachte. „Darauf kann

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für alle Schuhe

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dagogik, einen Lehrauftrag für religiöse Volks­kunde in der theologischen Fakultät, die rascheste

Fünftel der vor dem Kriege draußen Studieren- den. Wir sind ein armes Volk geworden. Die Verbreitung des deutschen Buches im Ausland ist erschreckend zurückgegangen und leider auch das Studium der deutschen Sprache. 1915 lernten in Nordamerika 312.000 junge Leute deutsch. Jetzt noch 20 000.

Die Lage der Studierenden ist vielfach traurig. Viele müssen durch Ferienarbeit sich emen manch­mal nur dürftig bezahlten Erwerb suchen. Des­halb ist die Unterstützung der Studentischen Wirt­schaftshilfe dringend notwendig. Trotzdem es schon so viele Studierende gibt, bleibt die Förderung der Begabten aus den unteren Klassen eine soziale Pflicht. Die katholische Kirche geht darin voran.

Ministerialdirektor Dr. Richter hat die Erund- züge der Reform des Universitätsstudiums vorge­tragen. Es scheint mir, daß in diesen Plänen die richtige Mitte innegehalten ist zwischen dem Schutze der wissenschaftlichen Aufgaben der Universität und der Aufgabe, vorzubereiten auf die praktische Be­rufstätigkeit. Dor allem muß aber der wissen­schaftliche Zweck der Universitäten und der wis­senschaftliche Sinn der Studierenden erhalten blei­ben. Es zeigt sich stets, daß wissenschaftlich inte­ressierte Praktiker durchgängig berufstreue Be­amten sind. Es ist erfreulich, daß die Anmaßung des Monistenbundes, der die Aufhebung der theo­logischen Fakultäten beantragt hat, von einzelnen Universitäten eine scharfe Zurückweisung erhalten hat. Zu bedauern ist die Streichung des Beitrags zur Unterstützung der Forschung über die Geschichte der Reformation und Gegenreformation, manche Editionen sind in Vorbereitung, die nun nicht plötz­lich stillgelegt werden können. Für die Universi­tät Münster beantragte er eine Profesiur für Vä-

ja nicht einmal Auskünfte über ihn eingeholt, hätte doch Lilloe sicherlich getan. Er bereute

gentlich vergewissern, ob er und seine Frau die Kusine feiner Mutter fein mußte, noch am Leben reu und wo sie wohnten. —

, Hauptausschuß des Preußischen Landtags sprach Abg. Dompropst Dr. Linnebon, vom Zen­trum über ernste wirtschaftliche Probleme an unse- ren Umoersitäten. Was für Preußen gilt, findet auch Anwendung auf alle Hochschulen Deutsctzands, weshalb die Ausführungen der breitesten Oeffent- lichkett übermittelt werden sollen. Dr. Linneborn wandte sich zuerst dem Kapitel „Studium" zu und sagte:

Das wichtigste Problem, das der Unterrichtsver­waltung praktisch zu lösen gestellt ist, ist Zweifel- los der übergroße Andrang zu den höheren Schu- len und zu den Universitäten. Es ist viel darüber

am besten zu ihrem Ziele gelangen. Gute Berufs­beratung ist notwendig. Einrichtungen bestehen schon genug, wenn man sich ihrer nur mehr be­diente! Im Reiche gibt es 166 hauptsächlich be­setzte Berufsberatungsstellen mit 471 Fachkräften der Berufsberatung: 134 nebenamtliche Ste'len mit 349 nebenamtlich beschäftigten Beratern. Die Einrichtungen werden vom Reiche unterhalten und zwar durch die Hauptstelle der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Die deutsche Zentralstelle der Berufsberatung der Akademiker e. B. Berlin gibt vorzüglich redigierte „Merkblätter für Berufsberatung" für die einzel­nen Berufe heraus. Die Leiter der höheren Schu­len sollen ihre Schüler immer wieder darauf auf­merksam machen.

Außerordentlich lehrreich sind die Ergebnisse der „Deutschen Hochschulstatistik". Die statistischen Ar­beiten werden so beschleunigt, daß fchon bald nach Schluß eines Halbjahres die Zahlen vorliegen. Sie zeigen, welche Fächer überfüllt sind, wo also ein Unterkommen in der nächsten Zeit kaum zu erwar­ten steht. Zu all diesem plant nun noch die Preu­ßische Hochschulverwaltung eine eigene „preußische Zentralstelle für Berufsberatung" in Kiel einzu- richten. Hoffentlich erweist sie sich nicht als lieber- steigerung der Einrichtungen dieser Art. Die Hauptsache bleibt, daß unser Volk sich dieser Hilfen bedient.

Die Riesenmenge der Geschädigten

Ber zusammengebrochenen Dank für Deutsche Beamte, die in derAutohalle am Berliner Kalferdamm zum Bergleichstermin zufammenkamen.

zu richten. Nachdem

„3n Paris war keine Zeit mehr. Aber Ich weiß bestimmt, daß er in England ist! Jedenfalls werde ich morgen früh bei ihm anfragen, wann er uns emp'an- gen kann. Christa wird Ihnen inzwischen London zei­gen, falls Sie cs noch nicht kennen, und wir ■ treffen uns dann zum Lunch im Carlton. Wollen Sie eigen!» lich heute abend noch etwas unternehmen? Christa, wie ist es, möchtest du noch tanzen?"

geben, weil ich nicht weiß, wie man bei so viel Jugend von Alter sprechen soll."

„Oh", sagte sie, „Sie sind galant. Ich bin schon eine ganz alte Frau!"

Leo wußte nicht recht. Er hatte sie immer mit „Fräu­lein" tituliert, ohne daß sie oder ihr Vater widerspro­chen hatten. Sie machte ihm eher den Eindruck einer Frau als eines jungen Mädchens, aber er gab sich selbst ZU, daß er das bei feiner mangelnden gesellschaftlichen Erfahrung und bei der herrschenden Mode schwer fest­stellen konnte Jedenfalls benahm sich der Vater ihr gegenüber mehr wie ein Ehemann gegenüber seiner jungen Frau als wie ein Vater gegenüber seiner Toch­ter, die zugleich feine Sekretärin war. Er war äußerst zuvorkommend zu ihr und, soweit Leo zu bemerken Gelegenheit gehabt hatte, erkundigte er sich bei allem erst nach ihren Wünschen und richtete sich danach, wäh­rend sie sich seine Aufmerksamkeiten als etwas Selbst­verständliches gefallen ließ. Wie die beiden sein moch­ten, wenn sie allein waren, konnte er nach der kurzen Zeit des Zusammenseins mit ihnen natürlich nicht ro'f» fen.

„Haben Sie Bekannte in London?" fragte Porner- natzki.

Leo fand es praktisch, diese Frage zu bejahen, Cs war unwahrscheinlich, daß Lilloe keine Bekannten in London hatte, und bann gab es ihm die Möglichkeit, die angeblichen Bekannten vorzuschützen, falls er den Wunsch haben sollte, einmal allein seiner Wege gehen zu können.

Tatsächlich wohnte in London ein entfernter bel­gischer Verwandter, mit dem feine Eltern und er ein*

mich?" fragte sie neckisch, ich Ihnen keine Antwort

„Ich habe nämlich", fuhr Pomernatzki fort, paar sehr gute Freunde hier, die ich an unserem schäft beteiligen will, wenn es Ihnen recht ist. hoffe. Sie morgen mit ihnen bekanntmachen zu neu. Der eine hat übrigens in der Nähe von Reading eine herrliche Besitzung, und vielleicht können wir chn dort besuchen. Christa und ich sind schon einmal für das Wochenende feine Gäste gewesen. Morgen ist

Donnerstag; wenn wir morgen und übermorgen hier nicht fertig werden sollten, ladet er uns vielleicht über den Sonntag ein."

der liegende Zimmer, wobei Christa das Mittelzimmer für sich aussuchte Leo hatte sich wieder unter dem Namen Olaf Lilloe eingeschrieben.

Da sie beschlosien hatten, im Hotel zu Abend zu essen, trafen sie sich gegen neun Uhr unten in der Halle. Chri» fta gab Leo wieder Gelegenheit, ihre eigenartige Schön­heit zu bewundern. Sie trug ein kurzes, schwarzseide­nes Kleid ohne Aermel, das als einzigen Schmuck eine große, silberne Rose auf der Schulter hatte. Dazu trug sie eine nicht sehr große Perlenreihe um den Hals und zwei größere Perlen in den Ohren, von denen Leo am wenigsten sagen konnte, ob sie echt waren oder nicht. Nach dem ganzen Auftreten der beiden war er geneigt, das erstere anzunehmen.

Leo hatte sich, während er sich in seinem Zimmer

umzog, vorgenommen, aus seiner Reserve herauszutre- ten und Fragen an Pomernatzki sie, diesmal jeder für sich, bas

Leo lächelte und wandte sich an Christa: „Für wie alt halten Sie mich denn, Fräulein Pomernatzki?"

Paris aus nicht gemacht?" fragte Leo entsetzt, „wenn er nun nach Rußland ge­fahren ist?!"

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geht es zu wie in einem Taubenschlag, und jeder wird empfangen, der irgendein

gab er sich einen Ruck, obwohl er wußte, daß er gefähr­liches Gebiet betrat.

mal in einem belgischen Bad den Sommer verbracht hatten. Zur Sicherheit wollte er sich jedenfalls

Für höchstens ein- oder zweiundbreißig Jahre/ Ausgezeichnet! Soll ich

er in dem Brief an feine Schwester, den er n»d) in der vergangenen Nacht geschrieben hatte, nach­dem er sich von Pomernatzki und seiner Tochter getrennt hatte, nicht auch über diesen um Auskunft gebeten hatte. ®r hatte geschrieben, sie solle sich nicht wundern, daß «r plötzlich die Bank verlasien habe. Er sei durch diese an den Großindustriellen und Holzhändler Olas Lilloe aus Drammen in Norwegen als Privatsekretär gekom­men und würde mit ihm nach London fahren. Er hätte Lilloe von Berckenseld gesprochen, ohne aber zu er­wähnen, daß seine Schwester bei ihm angestellt fei, und 15 wäre nicht ausgeschlossen, daß Lilloe auf seine Emp­fehlung Berckenseld ein russisches Geschäft Vorschlägen würde, das diesen Spekulanten reizen müsse. Sie solle Berckenseld doch sofort veranlassen, über Lilloe Auskünfte einzuziehen, damit er im Bilde sei, wenn dieser schreibe ober telegraphiere. Letzteres sei da; Wahrscheinlichere, da Lilloe fast alles telegraphisch er» lebige. Im übrigen ginge es ihm ausgezeichnet, und er batte endlich die Stellung, die er sich so lange ersehnt hätte, wohnte in guten Hotels und käme mit reizenden Menschen zusammen. Sie sollte ihm sofort telegraphie­ren, ob sie in Berlin bleibe, und zwar per Adresse Cre­mt Lyonnais. London.

„Sagen Sie", wandte er sich an Pomernatzki, „wer von meinen Bekannten hat Ihnen meine Abresse gege­ben? In Ihrem Brief erwähnten Sie keinen Namen."

„Das tat ich absichtlich nicht," erwiderte er ganz unbefangen „Der Mann, dem ich Ihre Adresse ver­danke, und der mir sagte, ich sollte mich an Sie wenden, bemerkte gleich, er kenne Sie und Ihr Geschäft nur dem Namen nach, wisse aber, daß Sie sich gerne an in­ternationalen Geschäften beteiligen, viel reiften und ein Mann von schnellen Entschlüssen seien. Ich weiß nicht, ob Sie von ihm gehört haben? Er heißt Sigurd Svendfen und hat ein großes Exportgeschäft, wie er sagte, in Oslo "

Leo wußte nicht, sollte er ihn oder wenigstens sein Geschäft kennen oder nicht.

„Sigurd Svendsen? Ich erinnere mich nicht, den Namen gehört zu haben, aber es kann fein. Svendsen aibt es sehr viele in Norwegen! Vielleicht, baß mein Vater ihn kannte."

„Möglich," sagte Pomernatzki, „ich war übrigens ziemlich erstaunt, als ich Sie zuerst sah, denn ich hatte Sie mir als wesentlich älteren Herrn vo^estelll." >.

(Ecnfte Sorgen um den akademischen Nachwuchs. — Berufs betafnng. — SkudeukeuhUfe

„Das wäre reizend", erwiderte Leo, den es bei je­dem neuen Menschen, den er kennenlernen sollte, etwas überlief. „Aber glauben Sie denn, daß wir morgen Krassin werden sprechen können? Ein Gesandter ist doch immerhin eine Persönlichkeit, die man ohne weite­res nicht besuchen kann."

Pomernatzki lachte. „Ein Gesandter allen Stils vielleicht, den bekommen Sie nicht zu sehen, ohne vor­her mit so und so viel Sekretären über den Besuch verhandelt zu haben Aber bei den Bolschewisten! Da

3*1.2öten ist am 5. Februar der Verband der österreichischen Hochschulen gegründet worden, der sich zur Aufgabe setzt, das Hochschulstudium in Oe­sterreich dem reichsdeutschen vollkommen anzuglei­chen. Im einzelnen verlangt das Programm: An. gleichung der Studieneinrichtungen im Intcr.-sse eines freien Studentenaustausches, gegenseitige An­erkennung der an österreichischen und reichsdeut- schen Hochschulen verbrachten Semester, möglichste Angleichung des Kollegtengeldes, Angleichung der Pensionen von Witwen der Hochschulprofessoren, um die Gewinnung von Lehrkräften aus dem Reiche zu erleichtern. Die Gründung des österrei­chischen Hochschulverbandes ist eine weitere Etappe auf dem Wege der mannigfachen Versuche der An­gleichung des rechtlichen Lebens in Oesterreich an das in Deutschland und umgekehrt, die schon seit verschiedenen Jahren tn Gang sind. Es sei hier 3-, a,J die ausgedehnten Vorarbeiten erim'erl, öte der jetzigen deutschen Strafrechtsreformarbeit vorangegangen sind, um auch auf diesem Gebiete die Rechtsgleichheit mit Oesterreich nach Möolich- kelt herbeizuführen Diese Bemühungen gehen in der Hauptsache von der österreichisch-deutschen Ar- beitsgemeiirschaft aus. Sie kann auf wertvolle Er­folge bereits reckst stolz sein.

In diesem Zusammenhänge entbehrt es nicht des Interesses, auf die neue österreichische Ver­fassung hinzuweisen die im Dezember Gefell geworden ist, und die ebenfalls zahlreiche Annähe- rungen an die deutsche Reichsverfassung gebracht hat. Die Begründung der Regierungsvorlage aus dem Oktober v. I. hat auf diese Angleichungen ge­radezu als zureichenden Grund für manche der vor- gesehenen Verfassungsänderungen plausibel zu ma­chen versucht^.

Wir wollen kurz einige der wichtigsten AnnShe- rungen hervorheben: An erster Stelle steht die Vermehrung der Rechte des österreichischen Run- desprastdenten. Er kann die Regierung ernennen und absetzen, wenn auch nur mit Zustimmung des Nationalrates, er hat die oberste Leitung über das Bundesheer bekommen, das bisher dem National- rat unterstellt war. Mir die Wahl des Bundes- Präsidenten ift nach dem deutschen Dorbilde künftig mcht mehr die Bundesversammlung, also die Ver- emrgung von Bundesrat und Nationalrat zustän- otg, sondern das gesamte Bundervokk. Findet bei

der ersten Wahl keiner der aufgestellten Kandida­ten die absolute Mehrheit, so entscheidet in einem zweiten Wahlgang die relative Mehrheit. Aber bei diesem zweiten Wahlgang können, zum Unter­schiede von der deutschen Reichsverfassung, nur die beiden Wählergruppen einen Kandidaten be­nennen (es können neue Namen sein), die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen auf ihre Kandida­ten vereinigt haben.

Der Nationalrat wird normalerweise zweimal im Jahre einberufen, er hat wie der Reichstag in Deutschland das Recht, eine Absetzungsabstimmung gegen den Bundespräsidenten einzuleiten. Spricht das Resultat einer 'olchen Volksabstimmung gegen den Wunsch des Nationalrats, io gilt er als auf­gelöst, genau so wie im gleichen Falle der deutsche Reichstag. Der durch die Wahl bestätigte Bundes­präsident ist zugleich damit für eine weitere Amts­periode (in Oesterreich 6 Jahre, in Deutschland 7 3af)re) gewählt. Für die Zeit, da der Nationalrat nicht tagt, existiert ein sogenannter ständiger Un­terausschuß, der aus dem Hauptausschuß des Na­tionalrates gebildet wird und dessen Rechte mit dem ständigen Ausschuß des Reichstages, der im Artikel 35 der Reichsverfassung vorgesehen ist, übereinstim­men. Der österreichische Bundesrat ’roirb .zu einem sogenannten Länder- und Ständerat erweitert werden. Die Zusammensetzung und Befugnisse des Ständerates stehen aber noch nicht fest. Cs ;ft ein besonderer Ausschuß im Nationalrat gebildet worden, der unter der Führung Dr. Seipels den Verfassungsentwurf für diesen Ständerak ausarbei« ten soll. Von der Form, die er enthält, wird der innere Geist der neuen österreichischen Bundesoer- fassung natürlich weitgehend bestimmt werden. In Deutschland hat der Reichswirtschaftsrat nur die Befugnisse eines Gutachters. Mit Ausnahme der Wahl des Bundespräsrdenten ist das Volksabstim­mungsrecht über seinen bisherigen Rahmen hin- at» nicht erweitert worden. In diesem Punkte gehen die Rechte des deutschen Reichspräsidenten, der bekanntlich gegen den Reichstag an da- Volk appellieren kann, erheblich weiter.

Mr die Förderung des Anschlußes haben alle diese Ausgleichungen selbstverständlich ihren mo- rolischen Wert, vor ollem deshalb, «eil sie dartun, daß der Anschlußwille nach wie vor vorhanden ist

Sie grüne Saffianmappe

Roman von Harold Effberg.

Copyright by Carl Dunker, Berlin.

Gleichzeitig Halle er den Crebit Lyonnais in Paris beauftragt, ihn bei ber Filiale in ßonbon zu akkrebitie- und dieser seine Ankunft mitzuteilen. Bei dieser Gelegenheit hatte er seine Barschaft nachgerechnet und fkstgestellt, daß er noch so reichlich mit Mitteln vcr- K ' |en war. baß er bie fünftaufenb Schweizer Franken in feiner Brieftasche noch nicht anzugreifen brauchte.

Pomernatzki hatte Leo vorgeschlagen, in ßonbon in ®em ihm bekannten Pieabelly-Hotel abzusteigen unb so Wen sie direkt dorthin unb nahmen drei nebtneinan«

geredet worden, rote dieser Zustrom abzudämmen ist. Schwerlich werden die vorgeschlagenen Mit­tel, z. B. größere Strenge bei der Aufnahme der Schüler, schärfere Sichtung bei den Versetzungen, zum Ziele führen. Nur wen« unser Wirtschaft-- leben einen besseren Aufschwung nimmt fo daß Re jungen Leute in wirtschaftlichen Stellungen un­terkommen und Geld verdienen können, werden die Eltern nicht mehr so zahlreich ihre Kinder dem StuRum zuleiten.

Es kann sich vorläufig nur darum handeln, den Studierenden zu helfen und ihnen die Wege zu weifen, wie sie ihren Veranlagungen entsprechend

mitee»

>. B.

»berg

1 Uhr «trag, ifor.

Das Studium der Ausländer an unseren Uni­versitäten hat noch nicht den Stand vor dem Krieg wieder erreicht. Das ist zurückzusühren zum Teil auf die Greuelpropaganda unserer Feinde wäh- rend des Krieges, auf die Einrichtung von Hoch-, schulen in den Baltischen Ländern, auf die scharfe Kulturpropaganda in Italien, Frankreich, Eng- land, Amerika, auf die Teuerung in Deutschland, ganz schwer zurückgeqangen ist das Studium der mnue in oer lyemognmen trarunar, ote rajmeire ^-eutichen im Ausland, es ist jetzt nur noch ein | Vollendung des Baues der nfnrbmtriW-m vnb N"--