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Heller, Kpl., Batten.

Kräuter, Kpl., Hilders.

Jugend

Mittwoch, 26. Febr.: Dorfführer

Em neues Haus der Jugend

Vagabundus.

weil

Jetzt bin ich auf dem See.

In geflügeltem

geht es über die glatte Fläche. Ich muh schon

draußen sein, denn die Ufer sind nicht mehr zu sehen.

blinkende Eis unter

mir kann ich wahrnehmen. Und ich selbst komme mir

1 NILS

Lauf weit

Was Was Was Was Was Was

paßt, das muß sich ründen, sich versteht, sich finden, gut ist, sich verbinden, liebt, zusammen sein.

krumm ist, muß sich gleichen, fern ist, sich erreichen.

am Eise stößt. Dieses aber surrt vor Behagen, meine Schlittschuhe so sachte darüber eilen.

dächtig dahinschlich. Neben mir erhoch sich plötzlich der junge Stier und an meine ersa)reckten Ohren scholl ein wiederholtes lautes Klatschen, wie wenn man mit hohler Hand zusammenschlägt und veranlaßte mich, für einige Zeit bei der Ziege wieder nähere Gesellschaft zu suchen.

Dann gingen wieder alle Einzelheiten unter im gleich­mäßigen Mahlen der Kühe, im Stampfen der Gäule. — Am frühen Morgen hörte ich im Halbschlaf das Schep­pern der Häckselmaschine. Bald kam der Knecht mit vol­lem Korbe lustig lachend herein und weckte mich vollends. Jetzt bemerkte ich, daß ich dem Gesetz der schiefen Ebene zum Opfer gefallen und fast in die Stallesmitte herab­gerutscht war. Nicht viel hätte gefehlt, und ich würde in der Abflußrinne ein Fußbad genommen haben.

Ich ließ mich nicht abschrecken und schlief noch eine ganze Woche im Stall. Und siehe: schon in der zweiten Nacht bremste ich ohne Zwischenfälle wie in einem Him­melbett.

Ein Ein Ein Ein

Ich hing meinen Rock oben an der Krippe auf, lockerte meine Hosenträger, zog die Strümpfe aus, um dann in den molligen Schlafsack zu steigen. Dann lag ich aus­gestreckt und ließ mir vom Knecht eine Garbe über die Beine legen. — Fast alle kamen von drüben mal her­über, leuchteten mir mit der Laterne ins Gesicht und wollten sich schief lachen. Ich lachte mit.

Dann war ich allein und sah nur noch zu beiden Sei­ten des langen Stalles die kleinen viereckigen Fenster blinken. Die Kiefer der Kühe malten wiederkäuend. Es war wie ein ganz fernes, gedämpftes Brausen, dauernd, unaufhörlich. Dort, wo die Pferde standen, rasselten laut die klirrenden Ketten. Ein Huf stampfte aus die harten Steine.

Ich band mir das rote Taschentuch, das ich mitgebracht hatte, unter die Nase; sonst wäre mir der faule, muffige Geruch zu viel geworden. Manchmal wehte Schnauben und ein unterdrücktes Muh an mein Ohr. Ein Huhn, das sich auf der Krippe einen Platz für die Nacht aus­gesucht hatte, flatterte, wie wenn es den Halt verloren hätte. Dann war es wieder still. Im Atmen der Kühe schlief ich ein.

Für wie lange, weiß ich nicht. Ich erwachte plötzlich. Ich hielt meine Hand um ein Etwas geklammert, das sich bäumte und bewegte. Es schien mir eine Stange. Bis ich vollends erwachte, den Schlaf aus den Augen verlor Da bemerkte ich, daß ich mit der benachbarten Ziege in Grenzstreitigkeiten gekommen war. Ohne weitere Kämpfe räumte ich das Feld; denn ich hatte nicht die Absicht, mit den „Kaffeebohnen" in eine nähere Berüh­rung zu kommen.

Draußen mußte ein scharfer, kalter Ost um Hof und Scheune fegen. Manchmal hörte ich die Aeste der großen, vor dem Hofe stehenden Erle knacken. Durch die engen Fenster fiel das Mondlicht in kaltem Schimmer herein und verebbte im Stroh. — Zwei Augen glühten in der Mitte des Stalles. Es war die Katze, die leise und be-

Verantwortlich für JDas Blatt der Jugend": Dr. oec. publ. Joseph Sauer-Fulda.

fertigen Anerkennung und Achtung ist. und daß wir nur in gegenseitiger Anerkennung und A ch - t u n g endlich auch zu der so rotwendigen örtlichen Zu­sammenarbeit der Bewegungen in Form einer Arbeits­gemeinschaft oder vielleicht in einer noch stärkeren Bin­dung kommen, nachdem die einzelnen Berbandsleitun- gen und Zentralen schon so oft den Willen zur Zusam­menarbeit betont und ausgesprochen haben.

Von hier aus gesehen, ist die Gelegenheit zur Aus­sprache, die Sie geben, nur zu begrüßen und auch viel­fach begrüßt worden.

Es sind allerdings auch gegenteilige Ansichten und Meinungen laut geworden; die Diskussionen haben kei­nen Sinn, man solle sie deshalb adbrechen, und der bisherige Verlauf scheint diesen Stimmen nicht ganz unrecht zu geben. Aber das beweist nichts ge­gen den Plan der Aussprache selbst, höchstens, daß es vielleicht noch etwas zu früh gewesen ist. Verfehlt wäre es jedenfalls, die Diskussion jetzt einfach abzubrechen, schon wegen der Verwirrung, die leicht daraus entstehen könnte, da doch eigentlich noch nichts recht und eindeutig geklärt worden ist.

Der Fehler der bisherigen Aussprache lag vielleicht darin, daß man nur ausging von den einzelnen Bewe­gungen, ihrem Wesen, ihrem Ziel und ihren wirtschaft­lichen Vorteilen, nicht aber von dem einzig und letzt­lich Maßgebenden, von dem Höheren, dem die Vereine doch dienen sollen, der Einheit und Geschlos­senheit der Pfarrei, und dem Versuch zur Lö­sung jener großen Aufgabe, die uns von der Zeit so drin­gend gestellt wird: daß wir t n unseren s o zer­splitterten und zerrissenen Gemeinden wieder wahre, echte Pfarrgemeinde wer­den.

Angesichts dieser Ausgaben stellt sich uns die Frage: können wir in unseren ländlich-dörflichen Gemeinden und Pfarreien den Luxus all der verschiedenen Formen des Vereinslebens leisten? Wir müssen immer bedenken: sämtliche Bewegungen sind in der Stadt, so meist sogar in dem großstädtischen Chaos der Jndu- striemenschheit geworden, mit dem Ziele der Samm­lung und Bewahrung und Ausrüstung für den Kampf im öffentlichen Leben und zur Selbstbehauptung. Sie waren ein notwendiges Mittel der Seelsorge (im weiteren Sinne), gefordert durch die Größe der großstädtischen, kaum übersehbaren Riesenpfarreien; nur so ist die ft a r t e Differenzie­rung im kathol. Vereinsleb en zu erklären. Sollen wir nun all diese städtischen Formen unseres Ver­einslebens einfachhin schablonenhaft auf das Land übertragen? Das wäre wie gesagt ein Luxus und dazu kein segenbringender Luxus. Die Erneuerung des Landlebens und des Landvolkes, auch des ländlichen Kirchenvolkes, verlangt Formen, die die bestehende Tren­nung und Zerrissenheit nicht nur nicht fördern, sondern zur Einheit und Geschlossenheit der Psar- r e i hindrängen und hinsühren.

Deshalb meine ich: einen Hauptverein in je­der Gemeinde oder Pfarrei; das kann nun ein Gesellen­verein fein ober ein Männer- und Arbeiterverein (viel­leicht auch der Volksverein. D. Schrift!), je nach den ört­lichen Verhältnissen und der jeweiligen Entwicklung; also

Und ringsum Nebel! Nur das

Pädagogischer Dorssührerkursur in Hünfeld.

Am 25. und 26. Februar d. Js. findet im Gesellen» Hause zu Hünfeld ein Dorfführerkursus statt.

Leiter des Kursus ist Al o y s Seyok, Düsseldorf, der Führer der kathol Jungbauernbewegung in Deutsch­land, Mitarbeiter werden: Dr. Veen, der Leiter und Förderer der kathol. Jugendfache in Münster i. W., Dr. Oberstaller, der Landessekretär des Volksvereins in Frankfurt a. M.

Aufgaben der Tagung: Dienstag, 25. Fe­bruar: Dorfführer — Neue Zeit — Beruf — Wirt­schaft — Siedlung. (Vorträge und Aussprachen.)

Familie — Heimat — Volkstum — Staat — Volksge­meinschaft. (Vorträge und Aussprachen.)

Arbeitszeiten: Morgens 9—1 Uhr und 2.30bis 6 Uhr abends. Mittagessen: Mittags wird Mög­lichkeit bestehen, im Gesellenhaus kräftige Suppe zu bil­ligem Preise zu erhlaten Weitere Verpflegung ist mitzubringen oder in den Gastwirtschaften zu erhalten. Uebernachten: Wer hier übernachten will, muß sofort Mitteilung machen, damit rechtzeitig Quartier be­sorgt werden kann. Anschrift: Kaplan Grösch, Hünfeld.

Arbeitsgemeinschaft des Dolksver- «ins. Am Mittwoch, 26. Februar, nachmittags 3 Uhr wird für Geistliche, Lehrer und Vertrauensleute des Bolksvereins eine Arbeitsgemeinschaft fein, geleitet von Dr Vberstaller-Frankfurt a M. Thema: Unsere Auf­gaben.

Warum sollen Sie an dem Kursus teil­nehmen? Sie wissen um die Krisis des Landes Um kulturelle und wirtschaftliche Not. Sie suchen Wege für Dorfgemeinschaft und Jugend, die der Zukunft die­nen. Sie wollen Führer fein.

Die jetzigen Dorff üfjrer und die in Zukunft die Verantwortung übernehmen werden, sind eingeladen» soweit wir ihre Namen erfahren konnten.

Wir wollen gemeinsame Aussprache und gemeinsame Aktion, einiges und rechtes Zufammenschasien im gan- zen Kreise. Sie werden nicht enttäuscht sein Die Lei­tung des Kursus liegt in guten Händen. Kommen Sie bitte an beiden Tagen. Laden Sie bitte auch die Ju­gendlichen ein, die den Kursus mit Erfolg besu­chen können.

Schnee in der Fastnacht

lieber nasse Straßen legt sich Schnee.

Dünn und feucht von lauer Nacht verweht. Und bei jedem Schritte glitzert er, Leuchtet hell und jauchzend wie Demanten.

Doch bei jedem, jedem meiner Schritte Sinken hunderte der kleinen Flocken In den Tod, den schwarzen Tod hinab.

Also ist das Leben. In der Blüte Tollstem Freudefunkeln läßt es gleiten Unvermerkt den Menschen in das Grab.

Weißt Du, wann? Wißt Ihrs, Ihr Masken, Die Ihr kichernd an den Wänden schreitet?

War es doch vielleicht

Schon die allerletzte Nacht

Eures Lebens, die Ihr jetzt durchtanztet!

Günther W i l l ms.

Das „Haus der Jugend" in Dresden

steht kurz vor seiner Vollendung. 460 jungen Wanderern wird das neue Heim, das an praktischer Raumverteilung und hygienischer Inneneinrichtung nichts zu wünschen übrig läßt, Unterkunft und Pflege bieten.

Was keimt, das muß gedeihen.

Gib treulich mir die Hände, Sei Bruder mir und wende Den Blick vor deinem Ende Nicht wieder weg von mir.

eine rein lokale Frage. Beide Vereine, Gefellenver- ein und Arbeiterverein, die ja im Fuldaer Lande durch­weg gemischte Vereine sind, sind nach ihrer ganzen Struk- tur und heimatlichen Eigenart geeignet, alle Lebensalter, freilich in verschied en en Gruppen, zu umfassen und zu erfassen. Es gilt nur, wiederum nach den jeweiligen örtlichen Verhältnissen, diesem Hauptver­ein die Jugend in der Form eines Jugendvereins oder einer Kolpingsgruppe. wo ein Gesellenoerein ist, anzugliedern und anzuschließen, selbstverständlich un­ter Berücksichtigung der bestehenden Abkommen und Vor­schriften.

In größeren Gemeinden, wo ein Arbeiterverein als sogen. Hauptverein besteht, könnte man neben dem Ju­gend- u. Jungmännerverein in Verbindung mit dem Ar­beiterverein noch eine sogen. Kolpingsgruppe führen, aber nicht als selbständigen Gesellenverein, sondern als Gruppe im Arbeiterverein, wohl mit eigener Leitung, aber nicht mit dem sonstigen Aufbau des Gesellenoereins nach oben. Die Einheit der Pfarrei muß auf jeden Fall gewahrt bleiben.

In der Aussprache ist das Wort „Verbandegoismus" gefallen und von der „Sucht" gesprochen worden, in je­dem „Heckennest" „Neues" zu gründen. Man hat dieses als Vorwurf entschieden zurückgewiesen. Ein Vorwurf sollte es wohl kaum sein; jedenfalls war es auf dem Schulungskurs der Arbeitervereine nur die allgemeine Feststellung einer Tatsache; denn es ist doch so, daß jeder bald glaubt, seine Form sei die beste, die berechtigtste und die notwendigste. Alles, was wir haben, ist gut, aber nicht alles für alles . Wir verstehen die Begeisterung eines jeden für feine Form, aber muß er unbedingt darauf drängen, daß in den ländlichen Ge­meinden neben den schon bestehenden Formen noch ein Verein seiner Form geführt wird? Würde er sich mit dem bestehenden begnügen, in ihm aber emsig und eifrig mitarbeiten, ich glaube, das wäre eine größere Offenbarung feines kathol., d. h. Gemeinschafts­empfindens nach außen, als wenn er die Zahl der be­stehenden Vereine noch vermehren würde.

Abschließend sage ich: wir müssen alles viel mehr sehen vom Land, seiner Eigenart und seinen Forderun- gen und Notwendigkeiten her. lieber diesen Gedanken und über alles, was sich daraus für die praktische Arbeit ergibt, müßte jetzt, meines Erachtens, die Aussprache ge­führt werden.

vor wie ein winziges Teilchen des Weltalls, das sich in der Unendlichkeit verloren hat. Doch ich spüre Le­ben in mir! Weit dehnt sich meine Brust, ich atme reine Winterluft. Lachen rnöcht ich, daß ich lebe, wei­nen, denn ich habe Sehnsucht nach dem All und bin doch auf die Erde gebunden.

Ich blicke gen Himmel. Da sehe ich, wie der Mond langsam am Horizont auffteigt. Nein, sage ich mir, mich soll niemand in trüber Stimmung sehen, auch der Mond nicht! Singend fliege ich dahin in Vogen und Schleifen mit leichtern Schwung, bann ist es wie ein Wiegen, wie ein Schweden. Eine Weise möchte ich dazu erfinden, zu diesem Eistanz. Ganz leichte Musik müßte es fein, wie zu einem Elfentanz. O, ich höre fiel Fein, ganz fein fängt sie an! Leises Glockenspiel! Engeljauchzenl Wunschlose Weltvergessenheitl Jetzt schwillt es sanft an, jubelnder! Immer schneller, immer voller, Wirbel klingen durcheinander, himrnelhoch- jauchzend!--

Mir ist schwindlig. Ich mache die Augen auf. Ich muß weit vom Ufer abgekommen fein, denn hier ist das Eis dünner. Ich höre Knirschen und Reiben und dumpfes Branden der Wogen in der offenen See. Meine Gedanken sind noch ganz wirr, noch ganz benommen von der Musik der erdfernen Stimmen. Und beinahe hätten mich diese lockenden Töne ins Unglück gestürzt denn nicht weit entfernt von hier lauert der Tod. Ich denke da an Odysseus, den die Sirenen durch ihren Ge­sang locken wollten. Er hat sein Glück noch gefunden, finde ich's auch?

Langsam fahre ich zurück. Glänzenden Reif hat die Nacht über die See ausgestreut. Der Mond wirst fein Licht darauf und läßt den Reif fahl erscheinen. Jetzt bin ich wieder auf dem Fluß. Die Blumen auf den Wiesen hüben und drüben liegen unter der weihen Decke und schlafen. Aber ihre Seelchen umtanzen mich und geleiten mich nach Hause.

Btieffaffen der Schriflleilimg.

An mehrere. Sie fragen nach dem Sinn der Aus­sprache? Wir werden darauf abschließend in der näch­sten Nummer zu sprechen kommen. Auch wir sind für einen vorläufigen Abbruch der Auseinandersetzungen, weil sie durch den gereizten Ton, der zu unserem Be­dauern aufgekommen ist, sinnlos werden und der ge­meinsamen Sache eher schaden als nützen.

bei den Erwachsenen, an einflußreicher und zielbewuß- ter Leitung.

Es gibt einen Verband, der wurzelt im kath. Volks­bewußtsein, es gibt einen Verband, dem technische Füh­rer zu Gebote stehen in den kath. Lehrern und Beamten sowie in den Führern der Jugendvereine und Standes- vereine, es gibt einen Verband, der getragen ist vom Vertrauen der kath. Kirche und des kath. Volkes. Dieser Verband ist die Deutsche Jugend kraft. Diesem Verband wollen wir auch die sporttreibende kath. Jugend des Ulstergrundes anzugliedern suchen.

Wir laden darum die Sportvereine, Gesellenvereine und alle kath. Vereine des Dekanats Hilders, die sich mit Jugendpflege befassen, von W ü st e n s a ch s e n bis Lahrbach, von Kleinsassen bis Simmers­hausen zu einer Besprechung am 23. Februar, nachmittags 4 Uhr, ins „Deutsche Haus" nach H i l d e rs ein. Auch alle Geistlichen, Lehrer, kath. Beamten und sonstige führende Persönlichkeiten werden zu dieser Ver­anstaltung herzlichst eingeladen. Wir brauchen Führer!

Die Deutsche Jugendkraft lebt nicht bloß von der Uebung des Körpers, sie will leben vor allen Dingen von der geistigen Verwurzelung in den kath. Vereinen und in dem kath. Volke.

Am 23. Februar ist in Hilders Gewerbeschau. Viele berufstätige junge Menschen werden deshalb nach Hil­ders kommen. Besucht auch die Veranstaltung der Deut­schen Jugendkraft nachmittags 4 Uhr im Vereinslokal des Gefellenvereins im „Deutschen Haus".

Für die Deutsche Iugendkraft.

Fröhlich, Kuratus, Dietges.

Für die kath. Gesellenoereine.

Tempel, wo wir knien, Ort, wohin wir ziehen. Glück, für das wir glühen, Himmel mir und dir. (Novalis.)

Eislauf.

Wie ihn ein Schlüchterner Junge erlebt.

Von E. M.

Nacht! Dichter Nebel lagert im Tal, durch das sich das Flußbett windet. Sonst warf der Strom seine Wellen so stürmisch der See zu, aber heute muß er schweigen. Eine dicke Eisdecke liegt auf seinem Rücken und nimmt ihm den Atem. Nur ab und zu höre ich ein leises Gur­geln wie unterdrücktes Schelten, wenn sich der Unterstrom

Nachtlager im kuhstall.

Der Winter in der Rhön war naßkalt. Der Schnee war getaut. Aber in den Nächten froren die glatten Reste auf den Straßen zu einer gefährlichen, dicken Schicht. Am schönsten war es da in der Stube zwischen Katzen und Kartoffelschalen die Zeit hinzubringen und mit dem Bauer über Politik zu reden.

Ich schlief und hauste drüben in der Bleibe. Die war blau und mit braungoldenem Sacktuch bespannt und be­saß einen rauchigen Ofen. So schön wie sie im Sommer sein mochte, so mäßig war sie im Winter. Vor lauter Fensteraufreißen und Durchzug wurde es nicht warm.

Das Bett, eine alte Lade mit einem zerrissenen Stroh­lack und dem Stroh, in dem schon Generationen gelagert haben mochten, stand an der dünnen Außenwand. Hier hatte ich gepennt, fünffach in Decken eingedreht und doch le*fe frierend. Als ich am Morgen erwachte, fand ich öwei allerliebste Mäuslein neben mir liegen. Ich mußte sie totgedrückt haben. Eine andere ringeüe noch luftig >hr Schwänzchen auf dem Berg meiner Kniee balancie- ^ead. Jetzt wußte ich, was mir in der Nacht so an den Beinen herumgekrabbelt war. Raus!

Ich überlegte. Sollte ich in der kommenden Nacht wieder ähnliche Späße erleben. Ich verspürte nicht die geringste Lust. Doch wo schlafen? Der Knecht brachte mich auf eine rettende Idee: Im Stall.

Wieder war der Abend gekommen. Schon lagen die Hunde in das Heu der Hütten verkrochen. Niemand kam ^ehr am Hofe vorbei. Der Bauer hatte mit schwerer stimme das Abendgebet gesprochen. Dann ging ich hin- Uder Lachend hielt mir der Knecht die Laterne. Zwischen den Geißen und einem jungen Stier war ein freier Platz. *)ort breitete ich frisches Stroh. Es raschelte laut. Aber Jn der schweren Luft wagte sich kaum ein Stäubchen zu Oeben.

Meine Mitteilungen.

Don der Arbettsgemeinschaft der kath. Jugendverbände des Dekanats Hilders

wird uns folgende Einladung mitgeteilt:

Siebe Sportler, liebe Gesellen, liebe Jugendfreunde!

Viel Arbeit wird heute von verschiedenen Vereinen für die Jugend geleistet. Viel Kraft aber wird mehr oder weniger nutzlos und erfolglos vertan, weil es bei dieser Arbeit irgendwo fehlt. Das gilt vor allem von den Sportvereinen, wie sie gewöhnlich auf unseren Dör­fern existieren. Da fehlt es vielfach an Verstehen und Können im Sport, an Verständnis und Verbundensein

vom Geist der Kameradschaft.

Von Hugo Hofer.

Jedem Menschen wohnt das Bedürfnis nach einem Wesen inne, auf das es sich verlassen kann, das ihn zu stützen imstande ist, das aus seiner Unvollkommenheit ein Ganzes macht. Jeder braucht einen Kameraden, eine Seele, die ihn versteht in seinem Tun und Lassen, die sich hineinfindet in sein Leden und eins wird mit ihm. Ka­merad fein heißt, Treue halten unter allen Umständen, heißt das Steuer hatten helfen durch alles Stürmen und Wogen im Leben des anderen Dies ist gar nicht so leicht und es ist sicher auch nicht jeder imstande, treue Kame­radschaft zu halten, auch bann, wenn er wollte. Kraft und Stärke, Ernst und Heiterkeit, hohes, großes Men­schentum muß der besitzen, der Kamerad sein will.

Merkwürdig sind oft die Wege, auf denen Kameraden sich finden. Unmöglich erscheint auf den ersten Blick jed­wedes innere Verhältnis zweier Menschen von unglei­cher Art und doch bindet sie Kameradschaft bald innig aneinander Es ist dieses das Schönste, was die Kame­radschaft leistet. Sie ergänzt, gleicht aus. Was dem einen Menschen mangelt, besitzt der andere in hohem Maße. Er hilft ihm manchmal ganz unbewußt, und die ersten Fäden seiner Kameradschaft sind da. Dieses un­bewußte Einanderhelsen tritt deutlich auf unseren Fahr­ten hervor. Selbst beim Abkochen kann man es sehen. Dort, wo trotz dieser ungleichmäßigen Verteilung der Arbeit dabei Einigkeit herrscht, kann man sicher sein, gute, treue Kameradschaft zu finden.

Außer dieser, der eigentlichen Kameradschaft, die sich von Einzelwesen zu Einzelwesen spinnt, gibt es wohl auch noch eine Kameradschaft höheren Sinnes gegen das Volk. Volk ohne Hilfsbereitschaft gibt es nicht. Es ist ein Helfen am Volksganzen. Auch da trägt der Kamerad, der Volkskamerad bei, zur Vollendung der Ge­meinschaft mitzuleben. Doch ist dieses Helfen bei den meisten nicht mehr als Hilfe beim Steuern anzusehen, sondern als Tätigkeit zur Fortbewegung des Volksgan- zen der Kultur, der Wissenschaft und all der Dinge, die den Hoch- und Tiefstand eines Volkes kennzeichnen.

Der verein in der Dorsgemeinschnft.

Aus einem Dorf in der Nähe Fuldas wird uns ge­schrieben:

Werte Schriftleitung!

Seit einigen Wochen geben Sie in Ihrem „Blatt der Jugend" Gelegenheit zur Aussprache über das Ver- hältnis der kathol. Standesvereinigun- g e n und Organisationen zueinander. Sie selbst Haden, wie Sie schreiben, die Aussprache angeregt aus der ganz

richtigen Erkenntnis heraus, daß die Mitglieder der einen Bewegung Wesen, Ziel und Eigenart der anderen gar nicht ober kaum, bestimmt aber noch zu wenig kennen, daß biefe Kenntnis aber die Voraussetzung der gegen»

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