ft. 39.
Sonntag, den 16. Februar 1930.
Fuldaer Zeitung
2. Blatt
Druck der Fuldaer Actteudruckerei, Fulda.
Rund um die Woche
Vimmewähuchen — Chinesen. — Arbeitslos. — Sterbende Glocken
b!5-
Der „Wunderdoktor" von Gallspach
öcn von Berlin aus dazwischen gelegten Hemmungen nicht selbst finanzieren kann. Wie die Konstruktion der geplanten städtischen Gesellschaft im einzelnen beschaffen sein wird, befindet sich vorläufig noch in der Schwebe.
* Wildwest in Amerika. (®ig. Meld.) Auf das Hauptbüro der Western Union Telegraphengesell- schaft in Detroit (U. S. 21.), das bereits in der letzten Woche einmal überfallen worden mar, wurde abermals ein Raubüberfall ausgeführt. Hierbei kam es zu einem Revolvergefecht, wobei einer der Verbrecher erschossen, ein weiterer verwundet und mehrere Polizisten schwer verletzt wurden. Drei Räuber entkamen in einem Auto, das sie zwei Armee-Offizieren abnahmen. In zwei Verbrechern wurden die nämlichen wiedererkannt, die bei dem Ueberfall in der letzten Woche gegen 2000 Dollar erbeuteten.
Malheur ist vorbei. Die Eeipenster sind weg. Sieh, es frißt schon wieder.... Und das Bimmelbähnchen kreischt aus allen Lungen.
Der rNann im Monde.
gewürzt, schmeckt der
Behandlung mit den Zeileisschen elektrischen Spezialapparaten.
Seit einiger Zeit wird die Welt durch die in Aufregung versetzt, der behauptet, durch feine zu können. Täglich suchen Tausende von Kranken verständigen bezeichnen die Kuren jedoch a l s f ch e n Wert.
Zeitung zu lesen ist. Was sind Ziffern? Man muß nicht in Zahlen denken, sondern in nackten Wirklichkeiten. Da find unter den Millionen vielleicht auch manche Drückeberger, aber im Großen und Ganzen doch Menstben, die ein furchtbares Schicksal betroffen hat. Arbeitet man nicht, so hat man auch keine rechte Lebenslust. Zur Arbeitslosigkeit verurteilt sein, das ist das schwerste Gefängnis. Wie flehen manche Zuchthäusler um Arbeit! Dazu die Familie. Die Aussichtslosigkeit. Aus dem Elend dann die dunkle Frage, die zu einer wahren Angst werden kann. So wie bei dem Pferdchen. Es geht hoch an der Wagendeichsel, an der es sonst so treu dahergetrottet ist. Es war kein Vergnügen. Es war oft regnerisch und kalt. Und was ist überhaupt so ein Pferd in dieser Benzin- 3eit. Aber war es auch ein Trotten, es war Ernst dabei, es war Arbeit, es war ein Beruf, es war eine Lebenserfüllung. Wr können nicht helfen. Niemand wird helfen können. Nur langsam können die Sünden eines Systems abgebaut merben, das durch Jahrzehnte hindurch Fabriken und Maschinen und Motoren errichtet hat, ohne je nach der Gemeinschaft zu fragen, ob das auch notwendig sei, ob das dem Bedarf entspreche, nein, einzig der nüchternen Berechnung wegen. Und da stehen nun die lebenden Opfer der todgelaufenen Maschi- nenftadt, da stehen sie bald wie die Chinesen in ihrer Wüste. Starren traurig zu den Sternen... Man kann das nicht sagen, wie es ist. Das Pferd chen aber weiß darum. In diesem traurigen Auge spiegelt sich das ganze Leid dieser Millionenziffern ....
Und nun ändert es sich noch einmal. Jetzt scheint mir, daß ein armer Russe daraus hervorblickt. Ja, dieses 2tuge hat etwas Russisches. Die können überhaupt so blicken. Eben weil' sie viel gelitten haben. Sie haben Jahrzehnte statt des lieben Gottes doch mir die Knute gesehen. Und nun hat der Teufel, der sie regiert, auch die Knute in der Hand. Was hilft es? Ich habe Prioat- briefe aus Moskau eingesehen, die schauderhaft sind. Man darf es nicht verraten, weil man sonst lieben Menschen dort Verlegenheit bereitet. Man zerstört die Religion. Man bringt die Glocken zum Schweigen. Die herrlichen Stimmen der Isaakkathe- drale hat man noch einmal spielen lassen, sie auf der Platte aufgefangen und nun send sie wohl schon eingeschmolzen. Den Menschen Gott rauben! Der Erde diese Stimme nehmen, die von Geschlecht zu Geschlecht das Heiligste bewahrt hat. Kinder sollen nicht mehr beten. Der verhungernde Bauer soll auch den Trost von oben nicht mehr haben. Herr, wie lange noch? Todesurteil um Todesurteil wird vollstreckt. Die reichen Bauern, die noch etwas hatten und kaufen konnten, werden nun aus» geplündert. Niemand wird bann etwas mehr haben, niemand. Kein Glockenlied wird die Toten begraben. Nur die Krähen und Raben der Steppe werden das Miserere fingen. Armes Pferdchen, siehst du das alles? Werden darum deine Augen so hilflos groß und traurig?
Das Bimmelbähnchen fährt. Ich schaue nod) einmal zurück. Nun ist das Pferdchen ruhig. Das
Line der seltenen Aufnahmen des „Wunderdoktors Zeileis.
„Wunderkuren" des österreichischen Arztes Zeileis Spezialapparate alle Krankheiten heilen das Zeileisinststut von Gallspach auf. Die Sach- Betrug und bestreiten jeden m e d i z i n i-
ganzen Rest seines Vermögens geopfert, das teils die Anzahlung, teils als Bakschisch verwandt werden mußte.
Nicht genug damit, habe er darauf bestanden, nach Moskau zu fahren, und sich von der R. S. F. S. R. die Genehmigung zu dem Abschluß mit der örtlichen Vertretung zu verschaffen. Seine beiden Landsleute hätten ihn dabei zwn Teil mit ihrem Einfluß, zum Teil auch mit ihrem Geld unterstützt, so daß diese in die Gesegschaft mit ausgenommen werden müßten. Weiter habe er an der Gesellschaft den bekannten Pariser Bankier Delafosse und einen feiner Geschäftsfreunde, namens Bloemenstern, den ersterer mitgebracht hätte, für die Gesellschaft interessiert und beide hätten erhebliche Beträge für die Arbeiten der Gesellschaft nicht nur gezeichnet, sondern schon eingezahlt. Rach der Rentabilitätsberechnung könnte man mit einer Verzinsung von 60 bis 80 vom Hundert rechnen ,da der Wett des Holzes in keinem Verhältnis zu den Auswertungen stünde, die die Gesellschaft vertragsmäßig zu machen hätte.
Und er beendigte seinen Vortrag, indem er Leo geradeheraus fragte:
„Und wieviel, Hert Lilloe, gedachten Sie in das Geschäft zu stecken? Uebrigens, ist der Scheck in Ordnung gewesen?" \
„Ich hoffe", erwiderte Leo, „ich habe meinen Sekretär damit beauftragt." Dann lenkte er ab. „Wieviel haben denn die beiden Pariser Herren gezahlt, und mit welchem Betrage gedachten Sie mich zu beteiligen?"
Pomernatzki lächelte schon wieder. Er zog dann aus der Brieftasche ein zusammeirgefaltetes Blatt heraus und legte es auf den Tisch.
„Mit Rücksicht auf die schwankende Valuta haben wir beschlossen, unserer Berechnung den Schweizer Franken zugrunde zu legen, demgemäß hat jeder Gesellschafter zehn Anteile zu übernehmen, für die er eine Million Franken zu zahlen hat. Von dieser Million sind bei Eintritt in die Gesellschaft zehn vom Hundert, also 100 000 Franken, sofort einzuzahlen!"
„Und diesen Betrag haben die Pariser Herren bereits
Tagungen.
— Deutscher Schneiderlag in Frankfurt. Es steht nunmehr fest, daß der Deutsche Schneidertag in diesem Jahre zwischen dem 22. und 26. August in Frankfurt abgehalten wird. Man rechnet mit einem Besuch von rund 800 Gästen.
Wie wird das Wetter?
lieber dem südöstlichen Europa halten sich noch die letzten Reste des Hochdruckgebiets, das in den letzten Wachen unsere Witterung beherrschte. Dagegen gewinnt von Norden her ein großes Tiefdruckgebiet immer mein an Raum und wird auch allmählich auf das Wetter unseres Gebiets mehr Einfluß gewinnen, so daß wir fpäterlnn mit mehr veränderlichem und zeitweise zu Niederschlägen neigendem Wetter zu rechnen haben. Allerdings gebt diese Entwicklung nur sehr langsam vor sich, da Reste des Hochdruckgebiets bet uns immer noch wirksam sind.
Witterungsaussichten für Sonntag: Keine weitere Temperaturänderung, Niederschläge zunächst noch nickst wahrscheinlich.
Frankfurter Oper.
Sonntag, 16. Febr., 15.% Uhr (SchAeroorstellv^g): Der Freischütz.
Abends 19% Uhr: Das Land des Lächelns.
eingezahlt?"
„Nein, noch nicht ganz! Jeder von Ihnen hat her 50 000 Franken bezahlt!"
„Und beide haben die Konzessionen gelesen?"
Pomernatzki sah Leo fräsend an. „Wieso?"
। immer, .
F gleichviel ob aus Bohnenkaffee ederaus Getreide zubereitet.
mernatzki zuerst vorstellte, war ein häßlicher, kleiner Mann, an dem alles herabzuhängen schien. Die Augen, die Nasenflügel, der Schnurrbarr und die Schultern. Er trug einen goldenen Klemmer an einer Schnur die er über das Ohr gelegt hatte und einen schwarzen Schlapphut, dazu einen großen doppelreihigen MarNei, der anscheinend zu groß und zu schwer für ihn war. Kilinski dagegen, der andere, sah eleganter aus. war schlank und groß, hatte ein gerades, gut geschnittenes Gesicht mit einem kleinen, kurz gehaltenen Schnurrbart. Beide mochten über die vierzig sein.
„Delafosse ist in seinem Büro", sagte Pomernatzki nach beendeter Vorstellung, „wir möchten gleich hin» kommen. Er hat versprochen, Bloemsten sofort anzu- rufen."
Die vier Herren zwängten sich in eins der eigentlich nur für zwei Personne bestimmten Taxi, die vor dem Hotel hielten. Die beiden Landsleute, die vor Pomernatzki anscheinend großen Respekt hatten, setzten sich ohne weiteres auf die winzigen Notsitze.
„Wir haben nicht weit zu sahren" sagte Pomernatzki entschuldigend, ,chas Büro ist in der Rue la Boetie Sie fuhren aber doch eine ganz geraume Zeit, bis der Wagen vor einem schönen alten Hause hielt, das mit seinem großen Tor aussah, wie ein altes Palais Im ersten Stock öffnete ein junger Mann. „Sie Herren werden erwartet", sagte er und führte sie in einen Louis- Seize-Salon, in dem anscheinend echte Aubusson-Möbel herumstanden. Die Wände waren mit grauer Seide behangen und aus dieser hingen ein paar ziemlich wertvolle Oelbilder. Leo sah sich bewundernd um, die Büros seiner Großbank hatten herzlich wenig Aehnlichkeit mit diesem Salon.
Nach wenigen Minuten öffnete sich die dem Eingang gegenüberliegende Flügeltür und ein großer martialisch aussehender Mann mit aufgezwirbeltem Schnurrbart trat in das Zimmer und begrüßte Po- mernatzki und die beiden anderen. „Herr Olas Lilloe, Großkaufmann aus Oslo", stellte Pomernatzki vor und Delafosse gab ihm seine riesengroße Hand mit den in Frankreich üblichen Worten: „Entzückt, Ihre Bekanntschaft zu machen."
^Fortsetzung folgt.)
kommunatpolMsches.
Umgrünöung der Frankfurter Städtischen Werke? Wie die Frankfurter Blätter melden, sind Erwägungen im Gange, die Frankfurter Städtischen Werke in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Man hofft dadurch, deren Finanzgebarung durch Anleiheaufnahme im Ausland wesentlich zu erleichtern. Vor allem bedarf das Wasserwerk der Erweiterung, dessen Leistungsfähigkeit den 2(nforberungen nur noch knapp genügen soll. Daneben bestehe noch Kapitalbedarf bei Straßenbahn und Elektrizitätswerk Investitionen, die die Stadt nach
Das Bimmelbähnchen fährt durchs Land. So -in Dina zwischen Omnibus und D-Zug. Vom D-Zua hat es einen gewissen Rassenstolz von wegen der Verwandtschaft, ist doch eine Dampfmaschine davor und ein Geleise darunter. Vom Omnibus aber hat es das trauliche Gerumpel, das gemütliche Dagabundemvefen. Manchmal pfeift es durchs <r<md so stolz und siegesgewiß und doch so babyhaft harmlos, als wäre das so gar nichts, eine Kurve L nehmen oder den Hang hinauf zu klettern. Man sitzt in seinem Eckchen und wird ganz idyllisch. Draußen ist das friedliche Land. Grün von der Wintersaat und heimlich hoffend auf den Lenz. Da schau .... Es ist nichts. Nein, nicht einmal ein neues Warenhaus oder eine neue Krankenkasse. Es ist nur ein Pferdchen, an den Wagen ge- .pannt. Wie der schrille Pfiff ertönt, da springt es zitternd an der Deichsel hoch. Der Fahrer nimmt es beim Zügel. Es ist ein guter Mann, ein Tier- freund. Beruhigend streichelt er den Hals des großen Bruders, der so bange ist trotz seiner langen Mähne. Nun sehe ich das Äuge des Pferdes. Es ist immer noch an den Frieden der Natur gewöhnt und versteht nicht die Bilder von einer Dampfmaschine, diesem Ungeheuer, das einen ge- ipenstisch-fauchenden Atem durch die Nase zieht, der die ganze Lust verpestet. Das arme Tier ist zu Tode erschrocken. Es versteht nichts mehr von der Wett. Groß, traurig und eigentümlich ängstlich, schaut es auf, um Erbarmen flehend und nun schon ganz unglücklich
Du, Städter du, sieh dir einmal eine solches
„Nun", sagte Leo, und jetzt lächelte er ,chie Konzession bat einen Haken", und begütigend setzte er hinzu, „wenigstens nach meiner Ansicht. Ist denn in Suchum- kale schon mit den Arbeiten begonnen worden?"
„In Suchumtale? Mit welchen Arbeiten? Wir sind ja erst bei der Gründung der Gesellschaft!"
„Ich will Ihnen sagen, warum", sagte Leo, der jetzt ganz den sicheren und überlegenen Ton gefunden hatte, „Ihre Konzession trägt das Datum des 31. Juli 1923. Im vorletzten Paragraphen", und hierbei zog Leo aus seiner Mappe das Aktenbündel heraus und schlug es auf, „steht, daß dieser Vertrag seine Gültigkeit verliert, wenn nicht binnen zwei Jahren nach Unterzeichnung des Vertrages mit der Ausbaggerung des Hafens von Such- mnkale und den Vorarbeiten für den Bau der Fabriken begonnen worden ist!"
Pomernatzki sah Leo erstaunt an. Der junge Norweger schien klüger, als er zuerst gedacht hatte.
„Oh", sagte er, „das hat gar nichts zu bedeuten, das ist lediglich eine Formel, die die Russen unter jeden Ver- trag setzen, damit sie sicher gehen, daß das Geschäft verfett wird. Auf Antrag kann der Vertrag jederzeit verlängert werden. Das werden Ihnen meine Freunde bestätigen. Sedlaczek hat die Verhandlungen selbst geführt."
„Gut", erwiderte Leo, „aber da können ja Wochen und Monate vergehen, ehe wir die Verlängerung haben. Ohne diese kann ich mich endgültig nicht verpflichten!"
„Wollen Sie nicht erst lieber mit meinen Freunden sprechen?" versuchte Pomernatzki abzulenken. „Ich will schnell mal bei Delafosse anrufen und mit ihm heute nachmittag eine Konferenz vereinbaren. Es ist nur nötig, daß er Bloemensteen anruft; meine Freunde habe ich um 4 Uhr hierher bestellt."
„Schön", sagte Leo, ich warte."
Lilloe hätte es nicht besser machen können als ich, dachte Leo bei sich, als er auf die Rückkunft Pomernatzki wartete Jedenfalls hatte er Zeit mit der Einzahlung des Geldes, bis die Leute ihm nachgewiesen hatten, daß der Vertrag wirklich noch gültig war. Vorher keinen Pfennig! Und woher auch?!
Nach einiger Zeit kehrte Pomernatzki zurück, diesmal in ©efetlfd'aft von zwei Herren, die anscheinend die erwarteten Landsleute waren, Sedlaczek, den Po-
Auge cm. Das rft etwas Anderes als eine Kinoanzeige. Dieses Auge scheint in feiner großen stillen Traurigkeit ein Ausdruck des Weltgeheimnisses. Es dringt dir in die tiefste Seele. Mich hat es ersihüttert. In einem Augenblick sehe ich in diesem Auge den ganzen ungeheuren Schmerz, der heute in der Menschheit wühlt. Es blickt mich an, wie eine jener Chinssenmütter, die doch auch ihre Kindlein lieben. Bier Millionen Menschen wenigstens müssen da verhungern. Ich schrieb schon da- won. Heute sind sie noch immer dran, immer noch am Derhungern. Darunter sind auch Mütter, das Kmdlein an der Brust. Biele Mütter und viele Kinder. Und alle am Verhungern. Ich habe keine Worte dafür. Ich kann nicht einmal schelten auf dieses Europa, das so viel von Menschenliebe spricht, das so viele schnelle Maschinen hat, die helfen könnten, so viel Weizen und Brot, das aber rein gar nichts tut. Ja, m Holland traf ich einige Geistliche, die im Namen des Christentums Gulden gesammelt haben. Sie hatten m wenigen Tagen über Hunderttausende beisammen, die sie nun einem Missionär geben. Jetzt ist es für diese Mütter schon ftüh genug. Die Chinesenmutter singt auf ihre Weise: Schlaf, Kindlein fchlaf ... Ja Mütterchen, cs wird schlafen, und du wirst auch schlafen, bald nachher, du auch, ihr alle beide ... Du großes, ängstliches Pferd, du iveißt wohl darum ...» du haft gewiß Mitleid, unergründliches Weh . . .
‘ Jetzt scheint es mir, daß dieses Auge einem Ar- bstslosen gehört. Die Ziffer steigt. Es sind schon- weit über zwei Millionen, wie tagtäglich in der
Sonntag, den 16. Februar 1930, mittags 3 Uhr
Alemannia Worms •
EINTRITT: Schüler 30 Pfennig, Mitglieder 50 Pfennig. — Nicht-Mitglieder, Militär und Arbeitslose 80 Pfennig.
Germania l. Jugend—Borussia l. Jugend — EINTRITT: 30 Pfennia-
Ae grüne Saffiamuappe.
Roman von Harold Effberg.
Copyright by Carl Dunker, Berlin.
9J
„Nicht so schnell", erwiderte Leo, „da sind doch noch m paar Punkte in dieser Konzession, über die ich mir Ri * .M°ren bin. War allen Dingen möchte ich , c mir zu entwickeln, wie Sie zu dem Ver- ge^gekommen sind, wer die Personen sind, die für tft 00öezeickmet haben, und was bisher geschehen e Don Ihnen übernommenen Verpflichtungen SU erfüllen."
k°5 ständige Lächeln des Pomernatzki ®r.my6te nicht recht, war das französisch-russische f<.»-^b^^igkeit, oder wollte er damit seine lieber- legenheit beweisen.
fe6tc Leo hinzu, „entschuldigen Sie die 'ttage sind Sie Ruffe oder Pole?"
„Ich bin Russe von Nationalität, aber meine Fa- M'lle stammt aus Polen."
Barrw c Leo bei sich, das Lächeln ist polnisch, fg., 'Inil b>e übrigen Gesellschafter, die er seine Lands- nannte, wahrscheinlich ebenfalls Polen.
y --entwickelte" nun Leos Wunsche gemäß
" ..Schichte der Konzession, mit der er seine eigene I bCr « . ®.r habe bis zum Kriege und auch während
fein Äri~®es *n Riga gelebt, habe es aber nach dem Tode n_,er.. »rau und kurz vor der Revolution m Rußland oerl<i[|en.
$e: bann auf merkwürdigen Umwegen über Odessa
Votum noch Konstantinopel gekommen und von I Paris, wo er jetzt seinen Wohnsitz aufgeschla- ®enr ■ 6‘ ®on ®atum aus sei er in das Innere von unerh‘en preist und sei überrascht gewesen über die Mus- ®ro^en Waldungen am S übabbang des Kou- (S ®’e forstmäßig noch nicht ausgenutzt worden feien. itete*1 X ’ «»rbinbung ge-
’SsaJh Un& h^e ihnen vorgeschlagen, ihm das Reckt, die ken fiuflen. auszunutzen, gegen Errichtung von Fabri- llm ^ttktrizitätswerken und Eisenbahnen zu überlassen.
ötefe Konzessionen au erlangen, habe er fast dcn
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