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Mederbeglnn der Reichstags-Arbeit

Bischof Sfabau t

russischen Städten

Entziehung ihrer

Abgewöhnung des

Brot- und Wohnkarten zur Glaubens zu zwingen.

Außerdem seien in allen

Der Raps! gegen den Bolschewismus.

Eine Sühnemeffe gegen die gottesliistrrWen Greuel am St. Zssephs-Tag

DDZ. Berlin, 10. Februar. (Eig. Meld.) Jnr Reichstag beschäftigten sich die Fraktionen am Montag mit dem Young-Plan, dessen erste Lesung am Dienstag-Nachmittag im Plenum beginnen soll. Die Fraktionssitzungen des Zentrums, der Demo­kraten und der christlich-nationalen Arbeitsgemein­schaft fanden bereits vormittags statt, während die übrigen Parteien sich erst nachmittags versammeln. Heute vormittag setzte auch der volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstages die Beratung des Scha nkstätten-Gesetzes fort.

Angesichts dieser Maßlosigkeit der Gottesläste^ rung hat die katholische Kirche nie aufgehört, Ge­bete zu veranstalten. Sie hat eine besondere R u s- senKommission eingerichtet, um die Welt von den Scheußlichkeiten, die der Bolschewismus be­geht, zu unterrichten.

Aber das Zunehmen so vieler Gottlosigkeit ver­lange noch weitergehendere und feierlichere Wie­dergutmachung. Wahrend der letzten Weihnachts- woche seien Hunderte von Kirchen in Rußland geschlossen worden, Hunderte von Heiligenbildern verbrannt, die Feiertage abae-

die Sanierung, läßt aber mit der Zeit sogar jede Aussicht auf eine Entlastung d:r Wirtschaft und des Mittelstandes beinahe verschwinden. Es ist uns deshalb unbegreiflich, daß gerade die Deutsche Dvlkspartei sich so widerspenstig zeigt, wo sie sich immer als die Vertreterin der Wirtschaft aufspielt. Sie müßte erst recht für eine beschleunigte Durchführung der Sanierung sich mit allen Kräften einsetzen, weil nur dann für das nächste Jahr die so dringend ersehnte Steuersenkung ermöglicht wer­den kann.

Der Tod trat auf der Stelle ein Dr. Levi, der im 47. Lebensjahre stand, war ein bekannter An­walt und als solcher auch in dem zurzeit verban­delten Iorns-ProM tätig. Mit ihm verlier, der linke Flügel der sozialistischen Reichstag- ak- tion eine Hcyrptkraft. Dr. Levi, der aus Heck ien stammte, war bis 1020 Anwalt in Franksurt a M. und dann in Berlin. Schon im Kriegs hatte er zu den ftihrenden Männern des Spartakusbundes gehört, und bei der Abtrennung dieses Bundes von der alten U. S. P. war er mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg einer der Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands gewesen. 1920 kam er neben Klara Zetkin als einziger kommuni­stischer Abgeordneter in den Reichstag. Er trennte sich aber bald von der Moskauer Richtung und trat zur Kommunistischen Arbeitsgemeinschaft und dann Für U. S. P. über und wurde so bei der Ver­schmelzung im Jahre 1922 Mitglied der verewig­ten sozialdemokratischen Fraktion. 1924 erhielt er von der radikalen sächsischen Wählerschaft -m Wahl­kreis Chemnitz wiederum ein Mandat zum Reichs­tag. Hier stand er immer auf dem äußersten lin­ken Flügel der Partei.

Auch in Frankreich unruhig!

wtb. Paris, 10. Februar. (Eig. Meldung.) Bei großen kvmmuni st ischenStraßenkund- gebungen in Lille kam es zu Zusammen- stößen zwischen Polizei und Demonstranten. Ditz Polizei hat 6 Personen verhaftet.

wtb. Paris, 10. Februar. (Eig. Meld.) Wie der „Petit Parisirn" aus Belfort meldet, hat die Poli­zei bei den gestern veranstalteten Kundgebungen aus Anlaß des Streiks der Textilarbeiter zwan­zig Personen verhaftet/Der kommunistische Abgeordnete Cachin soll im Gesicht leicht ver­letzt worden sein.

VDZ. Berlin, 10. Februar. (Eig. Meld.) Reichs- wirtschastsminister Schmidt hatte am Montag eine Besprechung mit Sachverständigen der Regie­rungsparteien über die Gestaltung des Ge­setzes über den endgültigen Reichs­wirtschaftsrat. Zu Vereinbarungen ist es, wie das Nachrichtenbüro des Vereins Deutscher Deutscher Zeitungsverlegrr hört, noch nicht ge­kommen, die Besprechungen sollen vielmehr in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.

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VDZ. Berlin, 10. Februar. (Eig. Meld.) Der Hauptausschuß des preußischen Landtages begann heute mit der Vorberatung des neuen Kultusetats. Nach dem Berichterstatter nahm der neue Kultusmini st er Grimme das Wort. Er gedachte zunächst seines Amtsvorgängers, dem es auf die Bildung der Persönlichkeit angekom­men sei. Minister Becker habe aber nicht bedacht, daß heute die Persönlichkeit nur wirken könne als Exponent einer Machtgruppe. Tie poli­tische Persönlichkeit könne heute nur so lange wir­ken, wie sie von dem Machtverband getragen werde.

Zentrum und Etat.

Die sofortige Verabschiedung des Etats ist möglich. — Die Regierung muß die Initiativ« ergreifen.

Aus dem Reichstag wird uns geschrieben:

Es ist geradezu unverständlich, daß das Kabi­nett den Etat noch nicht verabschiedet hat. Schm seit langem war das Zenttum bemüht, das Kabi­nett zur endlichen Entscheidung zu bringen. Denn wir befinden uns in einer wahrhafttg unerfreulichen Situation bezüglich der Kassenverhältnisse, nicht nur des Reiches, nein auch der Länder und Ge­meinden.

Diese Sorge um die Zukunft war es ja auch, welche die Reichstagsfrattion des Zenttums ver­anlaßte, seinerzeit die unbedingte Forderung auf­zustellen, daß die Sanierung der Kassenlagr noch vor der dritten Lesung des Young- Plans durchgesührt werden soll. Man hat zuerst darüber die Achseln gezuckt. Das Kabinett selbst schien diesen Schritt des Zenttums nicht für so ernst zu nehmen. Da stellte sich auch die Baye­rische Volkspartei mit denselben Forderun- gen neben das Zenttum. Und nunmehr ist man scheinbar doch etwas anderen Sinnes geworden.

Bei dem ganzen Sanierungskampf kommt es aus drei wesentliche Punkte an. Einmal die Ver­abschiedung des Etats, und zwar sofort. Dann auf die von den Parteien zu übernehmende Ver­pflichtung, über die Globalsumme des Etats, mic 11C festgelegt ist, unter keinen Umständen hinans- zugehen. Schließlich ist es notwendig, die unsichere Kassenlage infolge der Kreditgewährung an die Arbeitslosenversicherung zu brseittgen. Hierzu hat ia der Reichsfinanzminister einige Vorschläge ge macht, welche aber bei den weiteren Besprechungen noch sorgfältig nachgeprüft werden müssen. Die vom Reichsarbeitsministerium vvrgeschlagenr weitere Beitragse rhöhung halten wir für un­tragbar.

Es wird vor allem darauf ankommen, daß die Arbeitslosenversicherungs-Kredtte abgedeckt werden, daß die Reichsversicherungsanstalt für die nächsten beiden Jahre noch eine Unterstützung erhält, weil man damit rechnen darf, daß im Jahre 1932 ohnehin die Arbeitslosenversicherung auf eine ge­sunde Basis gestellt werden kann. Im Jahre 1932 toirfc sich nämlich der Geburtenausfall aus der Knegszcit auswirken, durch den die Arbeitslosen- »rffer mindestens um rund 400 000 vermindert Serben dürfte. Auf alle Fälle ist aber dafür zu sorgen, daß diese Ausgaben für die Arbeitslosen- versicherung im ordentlichen Etat erscheinen und Mcht weiter im außewrdenüichen, wo sie nichts zu I suchen haben. Die Regierungspatteien müssen sich | über alle diese Notwendigkeiten noch klar werden I und zu einer Einigung kommen.

Der Schr.tt des Zenttums gründet sich aber auch I uuf folgende Erwägungen: Wir müssen vom Tage I der Annahme des Young-Planes an unsere Kasse w in Ordnung bringen, die Sanierung so sichern, I daß wir niemals durch eigene Schuld unter Um­stünden in Zahlungsverzug kommen können. Denn dann sind alle Gefahren der Sanktionsformeln v«r° I sineden. Aus diesen Gründen hat das Zentrum I la auch den Young-Plan nur in Verbindung ge- I bracht mit der Kassensicherung. Nun muß man I sagen, daß es eigentlich unverständlich ist, wes- | halb noch bei einzelnen Kabinettsmitgliedern und I ebenso bei gewissen Parteien gegen diese Forde- I ttlngen des Zentrums und der Bayerischen Volks- I bartei Bedenken geltend gemacht werden. Es find I doch Forderungen, die alle vernünftigen Finanz- I Politiker der Parteien unbedingt vertreten müßten, I £eil sie zu einer gesunden Finanzpolitik insgrsamt führen.

Doch werden diese Forderungen ihren Zweck üur dann erfüllen, wenn die in ihnen enthaltenden Maßnahmen mit der größten Beschleunigung zur I Durchführung kommen. Jede Verzögerung und Der- I ichiebung erschwert unsere Kassenlage, verzögert 1

Karneoalsfeiern veranstaltet worden, denen d'e ausländischen Diplomaten hätten beiwohnen müs­sen. So habe man in den Karnevalsumzügen zahl­reiche Wagen gesehen, auf denen halbwüchsige Bu­ben in Priestergewändern das Kreuz verhöhnten und bespuckten. Auf andere Lastwagen habe man Weihnachtsbäume gestellt, an denen katholische und orthodoxe Priester als Puppen aufgehängt waren. An anderen Stellen der Stadt hätten die pingen Burschen unaussprechliche Dinge gegen das Kreuz getan.

Der Brief teilt weiter mit, daß der Papst des­halb beschlossen habe, in eigener Person a m T a g e des Heiligen Joseph, am 19. März, int Petersdom am Grabe der Apostelfürsten -ine Sühnemesse zu lesen, bei der alle Heiligen um Rettung in einer so großen Not angeflehi werden solle».

Cs wird die Erwartung ausgesprochen, daß sich die katholische Kirche in der gen» zen Welt an diesem Tage auch aus der Ent­fernung an diesem Sühnegottesdienst beteiligen werde.

Das Gesetz will eine Ausdehnung des Geltungs- bereichs für die Beschäftigung von Jugendlichen in weitestem Sinne. Allerdings siebt der Gesttzent- wurs noch Ausnahmen und Einschränkungen vor, die wir nicht restlos billigen können. Als

-------- ---- eine gewisse Erweiterung des Ges-tz-wwurfs wird van uns eine Ausdehnung d»r a-s-bsich geregelten Be­rufsausbildung auch auf die Hauswirtschaft und die Landwirtschaft gefordert. Ob dabei, insbeson-

schafft worden, man sei so weit gegangen, die Ar­beiter mit der Drohung der

der« für die Landwirtschaft, ein eigenes Gesetz in Frage kommt, bleibt den Beratungen vorbehalten. Für die Hauswirtschaft sollen auf jeden Fall zum mindesten die allaeme-nen Vorschriften über Be­fähigung zur Beschäftigung und Ausbildung Ju­gendlicher, über Pflichten des Lehrherrn und des Jugendlichen, über Bestimmungen betreffend Be­such von Schulen, Gottesdienst und jugendpfleg-r'- schen Hebungen Anwendung finden. Ferner ist zu wünschen, daß gerade als Ausbildung zu einem volwertigen Frauenberuf die hauswirtschastliche Lehre besser und stärker reichsgesetzlich anerkannt und geregelt wird. Spielen doch die Zesten der Berufsausbildung für das schulentlassene Mädchen von 14 bis 18 Jahren auch eine besondere Rolls für den Bezug von Kindergeld und Waisenrente in der Beamtenbesoldungsordnung und den sozialen Dersicherunqsgesetzen!

Eine weitere Forderung, die wir zum Geltungs­bereich des vorliegenden Entwurfs des Beruksa'is- bildungsgesetzes haben, besteht darin, daß wir den Jugendlichen, die in Anstalten beschäftigt werden, ebenfalls geregelte. BerUfsausbilduna kuerfennen

uldaerZeitrrng

I* Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Julda. Amtliches Kreisblatt.

Für ein GrenzlanÜMinistertam

-WP5KW«» 3um vemss-AusMungs Gesetz

Roch sind die Grenzen int Osten immer noch | 5®on E. Teusch, M. d. R.

nid)t endgültig. Wann eine Korrektur kommen, wie I Sottalvolitii'iien An-ackuk ho,,#««»» Kn^Sine^ D°IQU5a I Reichstags steht zur Zeit der Entwurf des Berufs-

£ ■ Cr£-6t I'ch Ar UNS aus ausbildungsgesetzes zur Beratung. Es stellt den

ustaud daß wir die Korrektur, die die I Versuch einer reichsgesetzlichen einheitlichen Rege- k°n ar-Cr 61 I lung des gesamten Berufsausbildunaswesens für

tnr*UJ,en:fann über I jugendliche Arbeitnehmer dar. Der Kern des Ge- dadurch geschehen, daß wir unsere | setzes entspringt dem aus Tradition und Erfah- /te mit besonderer Aufmerksam- I rung Gewordenen, wie es vor allem im handwerk-

A $te 9Iely,tn I lichen Lehrbetrieb in Deutschland seit Jahrhunder-

9 Cld^ I lcn ällm Ausdruck kam. Sind doch die deutschen , >hrer Lösung aus I Qua'itätsarbeiter dis weit hinein in die industriel- staatspollttschem Interesse fordern aber naturge- I len Berufe zumeist aus den Lehr- und Erziehungs- ussid auch die gleiche fürsorgliche Behandlung im I Verhältnissen des handwerklichen Betriebes herv'or- gleichen Mlnisterium, das heitzt aus dem „Mini- I gegangen steriumfürdiebesetztenGebiete" müßte ' ein Ministerium der „Grenz land für sorge" oder ein „Grenzlandministerium" werden. Das Grenzland hat die Aufgabe, Bollwerk des Staates zu sein. Damm duldet die Grenzzone, ob im Westen oder Osten, ob im Norden oder Süden, keine Lauheit ohne Gefährdung des Staatswohls. Darum ist Grenzland ein Begriff gesamtdeutscher Verantwortung«

Der Bischof von Ermland Dr. Augustinus B l u- dau, ist am Sonntag Abend in Frauenburg in Ostpreußen, seiner Residenz, einem Herzschlag er­legen. Mit ihm ist ein hochangesehenes Mitglied des deutschen Episkopats, das als preußischer Bi­schof auch ein regelmäßiger Besucher der Fuldaer Bischofskonferenz war, in die Ewigkeit gegangen. Augustinus Bludau war in der Diözese gebürtig, deren Leitung er seit dem Jahre 1909 inne hatte Er war am 6. März 1862 zu Guttstadt tn der Diözese Ermland geboren. Seine philosophischen und theologischen Studien machte er zunächst am n . . ., ., .. m „ ,r,_ । Lyzeum Hosianum in Braunsberg. Dort gehörte

_ Zentrum und mit ihm die Bayens^e I er dem katholischen Sttidentenverein Warmia (KD.) Brllkspartei werden unbedingt festblelben. sie kon- I an Zur Vollendung seiner Studien ging er nach nen nicht die Verantwortung auf (ich nehmen, daß I Münster in Westfalen. 1887 wurde er zum Prte- AIÄöw- „ata I geweiht tHÖ war dann in Ermlcmd in der

außen- wie mnenpotttffchen Gründen. Die ersteren I Seelsorge tätig. 1895 kam er als Professor der haben wir schon aufgezeigt. Jnnenpo^ffch wurden I neutestamentlichen Exegese nach Münster zurück.

Deshalb erwarten wir von der Regierung stäMe Rstttrordens'Ä?ü"ndtt

Jnuiattve. Sie wird es sich selbjt zuzuschrelben gerufen wurde. Bischof Bludau, der sich bei seinen ^ubon, wenn Jie diese -^uttiatwe nichts entwickelt, I Diözesanen und im ganzen katholischen Deutsch- syuaJrr» • • a!1”9 5adl me r' I Ianö großer Sympathien erfreute, war päpstlicher

s Ä 1ie Erledigt wer- I Thronassistent. Auf einem kirchenpolitisch sehr roich-

h1 Zentrum hat gerade das größte I tigen und schwierigen Platz, in der deutschen Ost-

diese Re- I mark, hat er sich um Kirche und Vaterland große

^1+6 a 1’1 e Regierung zu er- I Derdienste erworben und hinterläßt ein gesegnetes

halten und nicht neue Regierungskrisen zuzulasfen. I Andenken. M a

Nun wird eingewandt, es wäre aus technischen I .....

Gründen nicht möglich, bis zur dritten Lesung des I * Der sozialdemokratische Reichstagsabqeord Young-Plans die erforderliche Klarheit zu schaffen, nete Dr. Paul Levi, der seit einer Reihe von Ta- Das sind wirllich keine stichhaltigen Gründe. Diese I gen cm einer bösartigen Grippe erkrankt war Dinge sind nach früher schon gemachten Erfahrun- hat sich im Fieberwahn aus einem Fenster gen, ohne dap die sorgfältige Durchbearbeitung I seiner Berliner Wohnung am Lützowufer gestürzt darunter gelitten hätte, in wenigen Tagen zu ge- I a 9 a 3

ftalten, wenn nur der gute Wille vorhanden ist. l Das gibt ja selbst die demokratische „Bvssische I Zeitung" zu. Die entsprechenden Gesetzesvorlagen [ sind soweit fertiggestellt unb könnten als Jnitia- I tivanttäge der Regierungsparteien zur rechten Zeit i noch verabschiedet werden. Gerade um zukünftige i Schwierigkeiten zu vermeiden, müssen diese Gesetze |

'wch vor dem Young-Plan verabschiedet werden, [ Der Papst hat an den Kardinal Pompili, den weil das spater vielleicht gar nicht mehr mocsstch I Generalvikar von Rom, ein Schreiben gerichtet ge- I 'cnt fonntc- I gen den heidnischen Bolschewismus und gegen das

| Die weiteren Parteiführerbesprechungen werden I bolschewistische Rußland.

zeigen müssen, ob das erforderliche Pflicht und I Der Brief beginnt folgendermaßeii- .,Dtt Verantwvrtungsbewußtsein dem ganzen I schrecklichen und gotteslästerlichen Verbreche-,, die Volke gegenüber bei den Parteien so weit vor- I sich jeden Tag gegen Gott und gegen die' Seelen Händen ist, daß die Schwierigkeiten überwunden I der russischen Bevölkerung wiederholeii und ver- werden können, daß die Einigung über die finan- I schärfen, erregen unser Gemüt auf das allertiente." Steifen dtottoenbigfciten zu erzielen ist. Wir warnen I Der Papst fährt fort, indem er daran e-innert, Regierung und Reichstag vor Experimenten. Sie daß er schon zu Beginn seines Pontifikats alle«

bringen innen- wie außenpolitische Gefahren. Sie versucht habe, um das russische Volk vor dem

bringen Krisen, welche unter Umständen einen schwersten Schaden zu schützen. Dabei ermähnt er

raschen Zerfall unserer Wirtschaft, aus dem sie die bisher unbekannt gebliebene Tatsache, daß der

Ilch kaum wieder erholen wird, befürchten lassen Papst während der Konferenz von Genua an die

muffen. * I dort vertretenen Regierungen herangetreten fei und

I ihnen den Vorschlag gemacht habe, die Anerken- Der B o r st a n d der Z e u t r u m s p a r t e t l rung der Sotrsetregierung von einer Erklärung gibt folgende Erklärung heraus: Ein Kölnickes j derselben, daß sie die Kulturfr eiheit und die Blatt berichtet in einem Artikel „Der Kampf um! Achtung des Kirchenvermögens an- die Steilererhöhimgen" über den Verlauf der am I erkenne, abhängig zu machen.

7. Febr. stattgefundenen Parteiführerbesprechung, I „Leider wurden diele Punkte, die sogar haupt- daß in den Ausführungen der drei Redner des Zen- I sächlich jenen Kirchen nützlich geweisen waren, die trums keine einheitliche Stellungnahme zum Aus- I nicht zur katholischen Cinheitskirche gehören, zugun- diuck gekommen sei. Diese Darlegung, deren Zweck I sten weltlicher Interessen geopfert, die freilich auch sehr durchsichtig erscheint, ist absolut falsch ! besser geschützt worden wären, wenn die verschie- Den von dem Fraktionsführer mit aller Deutlich- I denen Regierungen hauptsächlich zunächst die Rechte keit vertretenen Standpunkt der Zentrumsfraktion I Gottes und feiner Gerechtigkeit berücksichtigt hatten, im Sinne des bekannten Vorstoßes, der die Sanie- I Leider wurde unsere Intervention zuriickgewie- rung der Reichskaffe vor der enbgültigen Annahme I len, wShrend es uns immerhin gelungen ist, den des Haager Abkommens forderte, hat der Mini- I Patriarchen Tychvn vor der Todesstrafe zu retten fter Dr. Wirth in der eindeutigen Erklärung un- I und durch Spenden der ganzen Welt 150 000 Kin- terstrichen, daß die drei Zentrumsminister in die- I der vor dem grauenvollen Hundertode zu bewah- ser Frage mit der Fraktion solidarisch seien. Der I ten>, bis unsere Helfer gezwungen wurden, ihr dritte Redner, Abg. Esier, hat sich vom Standpunkt | marmherziges Werk zu unterbrechen, da man es emes Vertreters des besetzten Gebietes aus eben- I norzog, Tausende von Unschuldigen in den Tod zu falls mit unbedingter Klarheit für die Forderung I jagen, als sie von der christlichen Nächstenliebe ge= des Zentrums ausgesprochen. Die Sitzung der I rettet zu sehen." Zentrumsfraktion am Montag wird in ihrem Er- I Der Brief weist weiter darauf hin, daß der gcbnis beweisen, daß alle Spekulationen auf eine I Bolschewismus hauptsächlich dieIugend bedrohe Derschiedenheit der Auffaffungen innerhalb des I und verderbe, zu allen Lastern verführe und selbst Zentrums in dieser Frage verfehlt sind. I gegen die menschliche Natur verstoße.

Irr. 34

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Dienstag, 11. Februar 1930.

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