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FuldaerZertung

D Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Erfchemt lechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Well I

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JlV* der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift-! öl« JUttUflt ISöU«

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impulsiv,

Die neugeschaffene Lage in Spanien

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wtb. Paris, 30. Januar. (Eig. Meld.) Nack einer Meldung desJournal" beabsichtigt ©ene ral Vereng u er, die Mitglieder der beiden Kam­mern sobald wie möglich durch das allge­meine Wahlrecht zu bestimmen. Den Termi« für die Neuwahlen könne er noch nicht angebrn.

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wtb. Paris, 30. Januar. (Eig. Meld.) Havas berichtet aus Madrid: Der Finanzminister im Ka­binett Primo de Riveras, Calvo Rotovo, erklärte den Journalisten, er bedauere, daß die Diktatur ihre Aufgabe nicht habe bis zum Ende durchführen können, das heißt bis zur Wiederherstellung eines normalen verfassungsmäßigen Regimes. Er habe hinzugefügt, der Tiefstand der Peseta habe nichts mit der pvlittschen Lage zu tun, sondern sei auf wirtschaftliche Vorgänge zurückzusühren. Der Mar­quis von AlhucemaS, der im Augenblick des Mili­tärputsches Ministerpräsident war, habe seiner Ge­nugtuung über die gegenwättigen Ereignisse Aus­druck gegeben. Seiner Ansicht nach bildeten sie den ersten Schritt zur Rückkehr eines normalen verfassungsmäßigen Regimes. Er sei der Ansicht, daß es notwendig und wesentlich sei, auftichtige

horchen. Er glaube, daß diese Wahlen für du Monarchie günstig ausfallen würden.

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General Damafo Perenguer, der,bis zu den Neuwahlen die Regierung Spaniens führen wird.

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Primo de Rivera, der sich als Diktator 7 Jahre lang gehalten hatte und nun der all­gemeinen Unzufriedenheit weichen mußte.

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Das Zentrum zum Zoung-Plan

Volle MarheU vor der Entscheidung vertaugt.

aus der Zentrumssrattion, also jetzt Abgeordneter Dr. Baumhoff, und der Geschäftsführer der Frak­tion Abg. Dr. Graß.

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Die Dritte Vofffltzuug der Zlotteukouserenz,

Sehr befriedigende Ergebnisse" sagt Macdonald.

Nach Macdonald ergriff der italienische Dele­gierte G r a n d i das Wott zu einer Rede, in dv er u. a. ausführte: Die in der vorliegenden Agenda enthaltenen 6 Punkte können nicht alb aus dieselbe Stufe gestellt werden. Die 3 franzö sischen Punkte und der britisch: Punkt behandeli etwa die gleiche Frage, nämlich die der Bestim mung, auf welches der vorgeschlagenen System sich die Beschränkung der Flottenrüstungen grün den soll. All dies sind Frageü der Methode. Ande rerseits werfen die von der italienischen Delega tion unterbreiteten 2 Punkte zunächst eine gründ sätzliche Frage auf, nämlich die der Bestimmung des Ttärkeverhältnisses zwischen den Flotten uni dann eine tatsächliche Frage, nämlich die der Be stimmung des Höchst-Standes der Gesamtwnnagei für die 5 Mächte. Die italienische Delegation Der Be, als sie diese beiden Puntte auf die Agende

e, die Absicht, darauf zu dringen, daß die Kon ferenz die allgemeinen und die 'politischen Richt linien der Abrüstung bestimm:. Unser Problem is im wesentlichen ein politisches. Der freitoilligi Verzicht auf die Handlungsfreiheit in der Frage bei Rüstungen ist im wesentlichen ein politischer Akt Wir sollten nicht davor zurückschrecken, zu erklären daß wir nicht hier sind, um eine technische Frag, zu lösen, sondern zu allernächst eine politischo

machen, müssen sich auf schärfste Abrechnung bei den nächsten Wahlen gefaßt machen.

Wehe den Besiegten! Kein Land verliert unge­straft einen Krieg, der bis zur völligen Erschöpfung aller nationalen Kräfte angedauert hat. Staats­krisen und Umwälzungen, Wirtschaftsnot und Hungerelend, Lebensangft und Verhetzung sind seine unerbittlichen Begleiterscheinungen. Auch in Deutschland ist die Revolution nicht ausgeblieben, merkwürdigerweise richtet sich aber der Ingrimm der Zlolleidenden und auch der radikal-idealistischen Jugend gegen das Produkt dieser Umwälzung, obwohl es als historische Notwendigkeit gar nicht angezweifelt werden kann. Das mag allerdings darin seinen psychologischen Grund haben, daß der neue deutsche Staat, die demokratische Republik, in der Tat weniger im Sturm einer großen politt- schen Dolksleidenschaft geschaffen worden ist, son­dern, wenigstens in seiner ideellen Form, wie eine reife Frucht vom Baume unserer staatsgeschicht- lichen Entwicklung herabgefallen ist, nachdem sich eben das alte System ausgelebt hatte und innerlich saft- und kraftlos geworden war. Man liebt nichts, wofür man nicht in unmittelbarer Weise Opfer gebracht hat.

Es hat in den mehr als 10 Jahren, die die deutsche Republik nun besteht, an hefttgen inneren Kämpfen nicht gefehlt. Die wirtschaftlichen und politischen Folgen des Krieges haben viel Not und Erbitterung bewirkt, gewaltsame Störun­gen der öffentlichen Ordnung, Landfriedensbrüche und Aufruhr sind nicht ausgeblieben. Steilhoch gingen oft die Wogen der politischen Unzuftieden- heit und des Radikalismus. Und doch wird man den Eindruck nicht los, als ob die gegenwättigen Wintermonate ttotz starker politischer Konsolidie­rungen innerhalb des Bürgertums und der Arbeiter­schaft, die übrigens mit einer deutlichen Resig­nation hinsichtlich der Ersprießlichkeit der beider­seitigen Klassenkampfftellung verbunden erscheinen, voller Bedrohungen der Staatsord­

nung sind und die das politische Leben in einen bisher kaum erlebten Spannungszustand versetzt haben. Der Radikalismus ist nicht mehr wie im Revolutionsjahr 1923 organisiert sanguinisch und impulsiv, er scheint mehr verhaltenen Jngrimm- charakter angenommen zu haben, mehr cholerischer Natur geworden zu sein. Es ist ein zäher, dick- flüssiger Haß fühlbar, der zwar ganz syste­matisch, aber fast unsichtbar und ganz unheimlich um sich greift, der mehr brodelt wie kochender

preußischer Landtag.

Der Preußische Landtag begann am Mittwoch die Aussprache zur zweiten Lesung des Haus­halts des Wohlfahrtsmini ft eriums beim Abschnitt Ministerium und Volksgesundheit. Wohlfahrtsminister H i r t s t e f e r stellte in einem eingehenden Ueberblick "est, daß der allgemeine Ge­sundheitszustand in Preußen für 1929 eine Per. schlechterung erfahren habe. .Bor allem we­gen der Zunahme der tödlichen Erkältungskrank­heit infolge der großen Kältewelle im Wintei 1928/29 seien im ersten Vierteljahr 1929 rd. 44 70t Personen mehr als im ersten Vierteljahr 1928 ge­storben. Die Sterbeziffer stieg um 33 Prozent Da auch der Geburtenüberschuß weiter zurückging dürfte nach Ansicht des Ministers der Zeitpunk! nicht mehr fern liegen, in dem, bei fortschreitende! Entwicklung dieser Verhältnisse, die Vevölks rung sich nicht mehr vermehre, i'onderi st i l l st e h e oder sich gar v e r m i n d e r e. Manchl Statistiker meinten, daß nach 10 bis 20 Jahren bii Beoölkerungsziffer Deutschlands unter 60 Millio­nen gesunken sein werde. Der Minister gab zahl reiche Üebersichten über den Stand der einzelner Krankheiten. An Tuberkulose starben 1928 34 92'

mus eine unerträgliche Partei- und Vettemwitt- schäft großgezogen hatte, herrschte bald nach dem Regierpngsanttitt Primo de Riveras Ordnung uni soziale Disziplin.

wtb. London, 30. Jan. (Eig. Meldg.). Die dritte Vollsitzung der Seemächte-Konferenz begann heute vormittag imQueen Anne-Salon" des St. James-Palastes. Der Konferenz liegen die fol­gende Vorschläge zur Behandlung der allgemeinen Fragen vor:

Der französische Vorschlag: 1. System der Paufchal-Tonnage, der Vermittlungs-Vorschlag der französischen Delegation. 2. Welche Klassifizie­rung soll angenommen werden? 3. Der Transfer-, sein Umfang und seine Bedingungen.

Der englische Vorschlag: System der Be­schränkung durch Kategorien.

Der italienische Vorschlag 1. Die Bestim­mung des Stärkeverhältnisses. 2. Die Festsetzung der Pauschaltonnage der verschiedenen Länder.

Vor der Eröffnung der Sitzung fanden Be­sprechungen zwischen den fünf Delegationsführern statt. Macdonald eröffnete die Sitzung mit einer Ansprache, in der er darauf hinwies, daß ec. zunächst unmöglich gewesen sei, die hauptsächlichsten Fragen in öffentlicher Sitzung zu behandeln. Man habe sich damit begnügt, Ansichten untereinander auszutauschen und den Weg für ein Uebereinkom- men zu ebnen. Die Ergebnisse dieser Besprechun­gen feien sehr befriedigend.

König Alfons XIII., zuerst der Unterstützer Primas, trat in den letzten Monaten in immer schärferen Gegensatz zu dem Diktator.

des 3"»* t. Die liW zweifelst pfernbt, 81* er bi« 5® »erbötet« 6 MederltO

Im Auftrage des Vorstandes der Zentrums- ftaktion haben am Mittwoch mittag die Abg. Brü- n i n g und Esser dem Herrn Reichskanzler die nach zweitägigen Beratungen beschlossene Stellung­nahme des Zentrums zur politischen Behandlung des Haager Abkommens zur Kenntnis gebracht.

Das Zentrum verlangt, daß vor der endgülti­gen Entscheidung über den Youngplan e'ne Klärung der Finanzlage erfolgen mässe: diese Klärung hat zur Voraussetzung die Verab­schiedung der zur dauernden Gesundung der Kas- senlage notwendigen Gesetze und stärkere Bindung der Regierungsparteien in Bezug auf die Durch­führung der Finanz- und Steuerreform.

Ferner wünscht die Zentrumspattei vor ihrer entscheidenden Fraktionsfftzung eine ausreichende Darlegung der Reichsregierung über Stand und Fortgang der Saaroerhandlungen und die Behand­lung des polnischen Liquidationsab­kommens.

Sitzung des Reichstabmetts.

wtb. Berlin, 30. Jan. (Eig. Meldg.). Das Reichskabinett ist heute vormittag 11 Uhr zu einer Sitzung zusammengetreten, in der die Young- gesetze endgültig verabschiedet werden sollen. In politischen Kreisen nimmt man an, daß in diesem Zusammenhänge auch der Besuch der Zentrumsführer beim Reichskanzler zur Sprache kommen wird.

I Ein trübes Bild.

Seine Steuersenkungen mehr. wahrscheinlich Skeuererhöhungeu in Sicht; Run muß aber mit den Spar-Maßnahmen ernst gemacht werben!

Aus dem Reichstag wird uns geschrieben:

Welch ein Unterschied zwischen dem Molden- hauerschen und dem nur wenige Wochen zurück­liegenden Hilserdingschen Kassenbericht! Dazwischen yv liegen freilich Ereignisse von sehr überzeugender Wirkung. Unmittelbar nachdem die Reichsregie­rung damals ihr Entlastungs- und Steuersenkungs- Programm verkündet hatte, mit welchem man 800 k bis 1000 Millionen Mark der Wirtschaft an Lasten abzunehmen gedachte, kam der erste Schlag in Ge­stalt der Schachtschen Forderungen be­züglich der Schaffung eines Tilgungsfonds. Damit waren ohne weiteres schon etwa 500 Millionen Mark in Abstrich gekommen, der Betrag nämlich, um welchen die Reichsschuld bis Ende 1930 getilgt sein muß. Darüber hinaus haben sich zwischenzeit­lich neue Forderungen an den Reichsetat ergeben in mehreren hundert Millionen Höhe, so daß von dem Steuersenknngsprogramm heute nichts mehr übrig bleibt.

| Cs mag dem neuen Reichsfinanzminifter nicht leicht gewesen sein, diese Wahrheit, auf die wir im : Rahmen dieser Darstellungen übrigens schon un- : Mittelbar im Anschluß an die Erörterungen der vezembervorgänge hingewiesen haben, auszuspre- t hen.

Moldenhauer mußte feststellen, daß sich die kurz- I fttstige Verschuldung, die noch mit in das neue [ Rechnungsjahr hineingeschleppt werden muh, auf nicht weniger als rund 1000 Millio­nen Mark beläuft Und man weiß im Augen­blick nicht einmal, wie diese Summe denn eigent- | lich abgedeckt werden soll. Die etwa 600 Mill. Mk. F ousmachenden Ersparnisse aus dem Youngplan reichen gerade hin, um das Defizit für 1928 in etwa i zu tilgen. Aber für 1929 ist bis jetzt nichts zum i Tilgen da. Man sieht es jetzt schon kommen, daß I «in sehr erheblicher Teil der Kruegerschen Zünd- : Holzanleihe für diese Zwecke verwandt werden muß. Und men weih heute noch nicht einmal, ob der [ Gesamt betrag dieser Anleihe überhaupt hin- ! reicht, um die vordringlichsten kurzfristigen Ver- I schuldungen des Reiches abzutragen.

Die Hoffnungen auf Steuersenkungen können I also für das Rechnungsjahr 1930-31 nun endgültig begraben werden. Es steht im Gegenteil im Augen­blick noch nicht einmal fest, ob wir mit den bestehen­den Steuern, einschließlich der im Dezember neu- geschaffenen, zuwege kommen und, wenn es auch J recht unpopulär im gegenwärtigen Zeitpunkt klin- [ gen mag, so gebietet einfach Verantwortungs- | bewuhtsein, es auszusprechen, daß eher mit der E Erschließung neuer Steuerquellen I oder mit der Erhöhung bestehender Steuern zu I rechnen ist.

1 Das ist ein trübes Bild. Aber es wäre einfach i Pflichtvergessenheit, der Oeffentlichkeit nicht wirk- | lich reinen Wein über diese Dinge einzuschenken.

Dem Reichsfinanzminister ist es sicher schwer ge- l worden, zu sagen, daß bei aller Anerkennung der Notwendigkeit einer Erleichterung der Wirtschaft i doch die Schuldentilgung allen anderen voransteht. I Und so ist es in der Tat: an der Sanierung der U Reichsfinanzen bat die Wirtschaft in allererster ! Linie ein Interesse. Erst auf der Basis geordneter W Reichsfinanzen kann auch die Wirtschaft sich ordnen und festigen. Es ist allerdings nicht verwunderlich, wenn nun der R u f nach Sparsamkeit, der Ruf nach energischem Abbau aller irgendwie als | Luxus anzusprechenden Ausgaben mit größtem Nachdruck erhoben wird. Parlamentarische . Gruppen, die jetzt mit der Sparsamkeit ernst ma- | Gen, nicht etwa von Sparsamkeit reden, sondern I zu Taten schreiten, werden sich im Volke behaupten, I die andern, die die bisherige Ausgaben Wirtschaft, | die Hauptquelle des Uebels, einfach weiter mit»

Dreck und vorerst nur selten hochspritzt.

Auch in seiner Stoßrichtung hat dieser Radi­kalismus, wenigstens soweit er nicht kommunistisch ist, eine Aenderung erfahren. Es ist eigentlich nicht mehr die republikanische Staatsform selbst, gegen die er sich wendet, sondern das heute in der Re­publik geltende Regierunassystem und vor allem sind es dieNutznießer" desselben. Das im Kriege und im Zusammenbruch geweckte revo­lutionäre Volkselement hat sich nicht selber einen neuen Staat schaffen können, er war fast schon da, als es aufwachte. Nun aber wendet es sich gegen dieNutznießer" dieses neuen Staates, in denen es geflissentlich die überlebten Kulturträger einer vergangenen Epoche erblicken möchte. Es fühlt sich um seine'Mission betrogen und beginnt mit einem ganz infernalischen Haß zu hassen.

Die Desorganisierung Europas durch den Ver­sailler Vertrag, seine offenbaren Ungerechtigkeiten und Kurzsichtigkeiten in politischer und wirtschafts­politischer Hinsicht, vor allem aber die über Deutschland verhängte Schuldknechtschaft machen das Regieren und Verantwottungsübernehmen nicht gerade zu einem Vergnügen, und auch die Politisch-Unzufriedenen im Lande, die Radikalisten und Umstürzler, sind klug genug, insgesamt irgend­wie die Diktatur zu verlangen, die natürlich das Regime von vornherein leichter macht, weil sie den Widerspruch verbietet. Aber die, welche regie­ren und angeblich um des neuen Systems willen regieren, wollen auch noch viel zu wenig die Fehler erkennen und anerkennen, die dem neuen System anhaften, und vermehren damit, zwar un­gewollt, aber doch in schuldhafter Form, den Ra­dikalismus, den sie verabscheuen. Der schlimmste Fehler ist die Scheu vor Verantwortung, die Scheu,

Die Mehrzahl der Berliner Blätter beschäftig! sich in ihren heutigen Lettartikeln mit dem Rück- tritt des spanischen Diktators Primo de Rivera DieGermania" wirst einen Rückblick auf bii Diktaturperiode Primo de Riveras und sagt: In Lande, das durch innere Wirren und Streiks zerttssen wurde, und in dem der Parlamentaris-

den Massen die W a h r h e i t zu sagen, ihnen immer wieder Beruhigungspillen zu verabreichen. Ein großer Fehler ist auch das mangelhafte Ver­ständnis der Regierenden für die Stimmungen und Bedürfnisse des Volkes. Sobald einer im Parla­ment sitzt, verlangt er, daß er als eineGröße" verehrt und anerkannt wird, nimmt er für sich in Anspruch, daß man seinen persönlichen Wünschen und Anschauungen mehr Rechnung trage als den sich aus der rauhen Wirklichkeit ergebenden Be­dürfnissen des Volkes. Augen auf!

Die ZenlrumMhmug in Drechen.

Der neu e Dorsi and der preußischen Bentrmns- fraktion.

wtb. Berlin, 30. Januar. (Eig. Meld.) Die Zen- trumsftaktion des preußischen Landtages vollzog heute die neue Dorstandswahl. Es wurde gewählt zum 1. Vorsitzenden Abg. Dr. Heß, zum 2. Vor­sitzenden Abg. Dr. St ege r, zum 3. Vorsitzenden der oberschlesische Abgeordnete Zawadzki. Zu Beisitzern wurden gewählt die Abgeordneten Kloft, Stieler, ©rvnowski, Linnebom, Frau Stoffels, Hen­sen, Altegoer, Schilling, Mallach, Lauscher und Sorban. Dann würben noch die früheren lang­jährigen Frattivnsvorsitzenden Dr. Porsch und Dr. Herold zu Ehrenvorsitzenden einstim­mig gewählt. Dem Vorstand gehören ferner noch an die aktiven Zentrumsminister, das jeweilige Mitglied des Präsidiums des preußischen Landtags

polittsche Wahlen vorzunehmen, um die Wünsche Vie lernen und ihnen zu ge- I fozi