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kommunistische Ausschreitungen.

«tb. Hamburg. 25. Jan. (Eig. Meld.) Nach Beendigung der gestern von der K.P.D veranstal­teten Versammlung bei Sagebiel rotteten sich zalst- reiche Versammlungsteilnehmer in verschiedenen Straßen der Altstadt, besonders im Gängeviertel zusammen. Polizeibeamte, die gegen di« Demon­stranten einschritten, wurden angegriffen und mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen, auch wurden wiederholt Schüsse auf die Beamten abge­geben. Die Polizei war gezwungen, von Gummi­knüppel und Schußwaffe Gebrauch zu machen. Im Rademacher-Gang, wo besonders auf die Beamten geschossen wurde, wurde ein IKjähriger Bursche durch einen Unterschenkelschuß verwundet. Die An­griffe auf die Beamten erfolgten bis in die frühe« Morgenstunden. Dis Polizei nahm einige Zwangs­gestellungen vor und fahndet nach weiteren Mit­tätern.

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wtb. Berlin, 25. Januar. (Eig. Meld.) Nach Beendigung einer kommunistischen JugcnL- v-rsammlung in den Muskersälen in der Laster Wilhelm-Straße wurd«i gestern abend die Teil­nehmer, die einen Demonstrationszug zu bilden versuchten, nach, ergebnisloser Aufforderung sich zu zerstreuen, von der Polizei mst Gummiknüppeln auseinandergetrieben. Gegen 10 Uhr abends wurden gestern 51 Nationalsozialisten in einem Lokal in der Schillingstraße zwangsge­stellt und der Abteilung I a des Polizeipräsidiums zugeführt. Rach Feststellung ihrer Personalien wurden sie wieder entlassen. In dem Lokal wur­den bei der Durchsuchung 3 Schußwaffen rnü> Munition vorgefunden und beschlagnahmt.

* Kein parlamentarischer Abezd der preutzi- sch-n Staatsregierung. Wie der Amtliche Preu- ßi,che Preffedlenst mitteilt, hat das preußische StaatZminrsterium beschlossen, angesichts der wirt­schaftlichen Schwierigkeiten, mit denen weite Be- völkerungskreife zu kämpfen haben, den alljährlich veranstalteten großen parlamentarischen Empfangs­abend der Staatsregierung in diesem Jahre nicht stattfinden zu lassen. Das StacMministerium wird statt dessen einen Betrag für Speisungen bedürftiger Schulkinder zur Verfügung stellen.

* Urteil im Prozeß Hitler gegenlelegramtn- zeitunq". Im Beleidigungsprozeß Hitler gegen dieMünchener Telegrammzeitung" wurde das Urteil aefällt Beide Streitparteien wurden zu je 400 Mark Geldstrafe verurteilt, Karl Rabe, der verantwortliche Redakteur derMünchener Tele- grammzeitung", wegen eines fortgesetzten Ver­gehens der üblen Nachrede, Hitler wegen eines Ver­gehens der formalen Beleidigung. In der um­fangreichen Begründung spricht das Gericht aus, es unterliege keinem Zweifel, daß dieMünchener Telegrammzeitung" ihren Artikel im guten Glau­ben an die Richtigkeit der vom Bevollmächtigten des ehemaligen Kronprinzen übermittelten Infor­mationen geschrieben habe.

* Vorbereitungen auf Sparmaßnahmen tm hamburgischen Staat. Wie derHamburger An­zeiger" berichtet, bat Reichssparkommissar Minister a. D. Dr. Sämisch dem hamburgischen Staat eine Anzahl Beamte zur Verfügung gestellt, die einzelne große Behörden auf ihre W i r t s ch a f t l ich- keitüperprüfen werden. Der Anfang soll kommenden Montag mit der Baubehörde gemacht werden.

* Die Liquidierung des russisch-chinesischen kon- Nkts. Der sowjetrussische Generalkonsul in Char- »in, Melnikoff, ist auf seinen Posten zurückgekehrt, kille Sowjethandelsorganisationen in der Mand­schurei haben ihre Tätigkeit wieder ausgenommen.

Bilder vom Tage.

Sir Maurice hankay.

der berühmte englische Generalsekretär so zahlrei­cher Konferenzen, wurde einstimmig zum General­sekretär der Londoner Seeabrüstungskonferenz ge- l ählt.

Ein falscher Leonardo da Vinci:heilige Fami- ie", der von der Bank für Deutsche Be­im t e mit einer hohen Summe bestehen wurde, >hne daß die leitenden Direktoren sich über den tat« schlichen Wert des Gemäldes Klarheit verschaff­en. Durch dieses und ähnliche Geschäfte wurde le Bank zum Konkurs gebracht.

Der

Politisch parlamentarisch ist das Riesenprojekt des neuen ost-französischen Festungsgürtels fix und fertig. Die Kammer hat die militärtechnischen Pläne gebilligt, und wenn die nötigen Geldsum­men zu gegebener Zeit flüssig gemacht werden kön­nen und war allerdings noch unwahrscheinlich ist wenn die Festunassehnsucht der Franzosen nicht doch noch in vernünftige Abrüstungswünsche umschlägt, dann wird dieses gigantische Netzwerk von Forts und Katakomben an der deutsch-fran­zösischen Grenze eines Tages so weit vollendet fein, wie es bei einem derartigen zu ständiger Fortschrittsbeachtung genötigtem Werke überhaupt möglich ist.

lieber den militärischen Wert oder Unwert her Festungen im Kriege der Zukunft streiten sich bte großen und die kleinen Fachleute wohl in allenzi­vilisierten" Ländern der Erde. Wir wollen darin nicht Partei nehmen. Die offiziellen Franzosen und demzufolge wohl auch die Mehrheit des fran­zösischen Volles halten Festungswerke und mit ihnen den ganzen zugehörigen Rüstungsapparat für unentbehrliche MUte! der modernen Kriegsfüh­rung. Deshalb bauen sie, natürlich mit allen mo­dernen Schikanen, das engmaschige Gitter von durchweg unterirdischen Anlagen, das sich stützt aus die Eckpfeller Straßburg, Metz und Verdun.' Daß das enorme Werk auch enorme Summen. Milliar­den Summen verschlingen wird, ficht die Franzosen näht an. Sie wollen die Summen zahlen, weil sie glauben, die Sicherheit Frankreichs verlange den Bau. Mr zweifeln nicht daran, daß dieserSchrei noch Sicherheit" bei den meisten Franzosen sub­jektiv Irlich fft, wir bestreiten nur ganz entschieden, daß er durch die realen Berhältniffe seine Begrün­dung findet. Deufichland ist militärisch so ohnmäch­tig und seine Wünsche liegen einem Revanchekrieg fo weltenfern, daß es einer so schweren französi­schen Abwehrrüstunq wirklich nicht bedurft hätte. Jede qenxtttige Armeeorganisation, auch wenn sie zunächst nur zur Verteidigung geschaffen ist, birgt die Gefahr in sich, einem unzeitigen und regelwid­rigen Losgehen nur Vorschub zu leisten, und au­ßerdem weih man nie genau, wo dieSicherhen" auchört. das Postulat einer ängstlichen Seele zu fein imd wo sie anfängt, politisches Instrument verkappter imperialistischer Ambitionen zu werden. Wer das französische Auftreten auf der Londoner Seeabrüstungskonferenz verfolgt, wird diese Zwei­fel teilen.

Ans die Frage, wie wir als Deutsche, gegen de­ren einmal mögliche Angriffe die ftanzösischen Werke ausgesprochenermaßen gerichtet sind, aus diese Dinge reagieren sollen, wäre zunächst zu so-

ein Mdenssaktor?

gen, daß wir nicht den Versuch machen wollen und können, sie durch den Bau ähnlicher Anlagen zu parieren. Wir haben die Gesährlichkeit des Wett­rüstens am eigenen Leibe genugsam erfahren. Wir wollen den Frieden mit unseren Nachbarn und spe­ziell die Verständigung mit dem französischen Volke. Ganz abgesehen davon, daß wir auch aus äußerlichen Gründen an militärischen Machtzu­wachs nicht denken können. Aber wir wollen auch nicht, wie es der bekannte Oberst Klintzinger dieser Tage im Dortmunder Generalanzeiger getan hat, sagen, der geplante französische Festungswall würde vielleicht dazu beitragen, den militärischen Ruhestand zwischen den Erbfeinden Frankreicds und Deutschland herzustellen. Es wirkt immerhin etwas grotesk, wenn das Kätzlein die Krallen des Löwen als einen wichtigen Friedenssaktor betrach­ten. Wir setzen, wie oben schon angedeutet, nun ein mal unsere Zweifel in die absolute und dauernde Friedfertigkeit einer übermächtigen Militärorgani­sation. Unseres Erachtens müßte uns der fran­zösische Festungsbau nur zu dem veranlassen, für den Abrüstungsgedanken aufs neue kräftig zu kämpfen. Wir haben auf Grund des Friedensver­trages und auf Grund unserer eigenen tatsäch­lichen Abrüstung das unveränderliche Recht, eine entsprechende Rüstungsverminderung der Anderen zu verlangen.

Wir muffen das Ohr der Welt solange belagern, bis unser Recht erfüllt und damit ein Zustand ge­schaffen ist, der allen Völkern der Erde zum Segen gereicht.

Uebrigens, wer bei uns die Höhe der deutschen Militärausgaben beklagt, vergleiche einmal damit die gewaltigen fran'ösilchen Militärausgaben. Wie wir erfahren, gibt Frankreich nach dem offiziellen Bericht für 1930

6 391 Millionen Francs

aus. Hinzu kommen noch die Ausgaben für die Streitkräfte in den Kolonien und für das Militär­fliegerwesen, so daß die

Gesamtausgabe 8 450 Millionen Francs beträgt Seit dem Kriegs sind diese Ausgaben um jähr­lich 600 Millionen Francs gestiegen.

Vor dem Kriege gab Frankreich etwa 860 Mil­lionen Goldfrancs für feine Wehrmacht aus. Heute 1 690 Millionen Francs.

Für die Marine betragen die Ausgaben» in Frankreich

etwa 3 500 Millionen Francs.

Somit betragen in Frankreich die gesamten Ausgaben für Heer und Marine rund

2 Milliarden Goldfrancs.

321 Mionen Arbeilslosen-DeM Ernste sozialpolitische Fragen.

Man schreibt uns:

Die wirtschaftlichen Zwangsoerhältnisfe schufen ein Heer von Arbeitslosen, wie man es kaum er­warten konnte. Alle Bemühungen der maßgeben­den Behörden und Organisationen, diese wirtschaft- lühen und sozialen Notzustände zu beseitigen, waren bislang ergebnislos. Die Finanzen der Reichsanstalt für Ärbeitslosen-Dersicherung haben sich denn auch im ungünstigsten Sinne entwickelt. Das Reich muß schon seit.einiger Zeit größere Zu- schüffe leisten, zwar in der Form nur von Dar­lehn, auf deren Rückzahlung es aber kaum hoffen' farm, da die Reichsanstalt aus eigener Kraft in ab­sehbarer Zeit nicht in der Lage sein wird, eine ge­sunde finanzielle Basis zu schaffen.

Im Nachtragshaushalt sind 222,5 Millionen an Zuschüssen eingesetzt, wozu dann noch rund 30 Mil- fionen Mehrausgaben für die Krisenfürsorge, sowie 2 bis 3 Millionen für die Sonderfürsorge für be­rufliche Arbeitslosigkeit kommen, das bedeutet, daß bas Reich etwa 225 Millionen Mehr für die Ar­beitslosenunterstützung auswerfen muß, als man bei sorgfältigster Berechnung vorgesehen hatte. In­folgedessen wird es dahin kommen, daß bis zum 1. April die Reichsanstalt mindestens 550 Millionen Mark an Darlehn vom Reiche erhalten haben wird.

Wo liegen die Fehlerquellen? Die Kasse des Reiches ist so stark belastet, daß sie nur mit den allergrößten Anstrengungen diese Zuschüffe zu lei­sten vermag. Gewiß konnte niemand mit einem solchen riesigen Anschwellen der Arbeitslosenzahl von vornherein rechnen. Aber wir sind überzeugt davon, daß, wenn man bei der Beratung über die Reform der Arbeitslosenversicherung wirtschaftlich und dabei doch ganz sozial die Probleme angefaßt und gelöst hätte, sich noch vieles hätte beffern lasten. Besonders zeigt es sich, daß es nötig ge­wesen wäre, schon damals die Beitragserhöhung durchzuführen.

Denn jetzt ist dir Situation so, daß die Reichs- anftatt auch für das Etatsjahr 1930 trotz der be­fristeten Beitragserhöhung mit einem glatten Defizit in Höhe von 321 Millionen selbst rechnet. Sie glaubt nämlich, sich nicht mehr auf einen Durchschnitt von 1,1 Millionen Arbeitslosen pro Jahr, worauf sie ihre Berechnung ursprünglich gründete, einrichten zu können, sondern mindestens auf 1,2 Millionen. Sieles Mehr von 100 000 Ar­beitslosen bringt eine Belastugn von rund 100 Mil­lionen im Jahr, wobei zu berücksichtigen fft, daß Ende Juni die Beitragserhöhung wieder fortfallen soll. Vielleicht ließe sich die Beitragserhöhung noch verlängern, aber auch dann würde das Defizit sich nur unwesentlich verringern lassen, sobald näm­lich die Durchschnitts-Arbeitslosenziffer nach der De- redmung der Reichscmiialt auf der Höhe von 1,2 Millionen bliebe.

Wir sind einigermaßen verwundert über den jetzt auftretenden Pessimismus der Reichsanstalt, da sie doch bei den Debatten im vergangenen Som­mer mit aller Bestimmtheit erklärte, sie könne für eine glatte Finanzierung sorgen bei einer Bei­tragserhöhung von einem halben Prozent und einer Arbeitslosenzahl von 1.1 Millionen. Aus diesem Grunde wurden ja auch jene Sparmaß­nahmen vom Reichstag beschlossen. Nun ist die

Die bollvienlschen Ozeanflieger.

wtb Köln. 25. Ian. (Eig. Meld.) Die gestern früh in Desiau zu ihrem (Etappenflug über den Ozean gestarteten bolivianischen Flieger Lui- Z o g a und Vazquez, deren Ausbleiben in Le Bourget Besorgnis erregte, sind gestern, um neuen Betriebsstoff aufzunehmen, hier gelandet und haben auch die Nacht in Köln verbracht. Die Wit- tenlngsverhältnisse waren bereits gestern vier

Lage aber nach den Angaben der Reichsanstalt so, daß sie jetzt selbst bei einer Zugrundelegung von 1.1 Million Arbeitslosen im Durchschnitt doch noch mit einem Defizit von etwa 120 Millionen rechnet. Wir dürfen denn doch verlangen, daß die Rcichs- anftalt dem Reichstag und damit der Oeffentlich- telt gegenüber Rechenschaft gibt, wie sie mit einem« male zu einer grundverschiedenen Berechnung ge­genüber ihren Aufstellungen vom Sommer kommt. Dabei vertreten wir immer noch die Auffassung, daß innerhalb des Derwaltuirgskörpers der Reichs­anstalt Reformen durchgeführt werden müssen, die solch schwankende Berechnungen ausschalten und zielklarere Bilanzaufstellungen ermöglichen, selbst unter Berücksichtigung aller möglichen Zwischenfälle und Spannungen.

Es ist eine tiefernste und brennende Aufgabe für Regierung und Reichstag, die Fehlerquellen zu erkennen und sie zu beseitigen. Die Rechte der Versicherten müssen gewahrt werden. Aber da­neben muß unbedingt dafür Sorge getragen wer­den, daß auch die wirtschaftliche Seite dieser so­zialen Probleme in ausreichendem Maße berück­sichtigt wird. Man hat nach verschiedenen Presse­äußerungen scheinbar in bestimmten Kreisen schon den Plan erwogen, ob es nicht möglich wäre, die verschiedenen großen Versicherungszweige zu einem Gesamtkörper zu vereinigen. Man geht dabei von der Erwägung aus, daß die Arbeitslosen-Versiche- rung wohl immer mit einem Defizit arbeitet, wäh­rend es den anderen Versicherungsträgern gelang, ihr Vermögen im lebten Jahr, wie uns eine Sta­tistik des Reichswirtschaftsministeriums zeigte, von 2.6 auf 3.4 Milliarden zu erhöhen. Und diese gro­ßen Ueberschüsse beabsichtigt man bei der Durchfüh­rung des erwähnten Planes zur Finanzierung der Arbeitslosenversicherung zu verwenden.

Eine solche Absicht kann aber von uns niemals gutgeheißen werden. Es geht nicht an, daß da­durch auch die anderen Versicherungsgesellschaften ihre finanzielle Basis verschlechtern, indem sie ihre Dermögensstibstanz verringern und einer Anstalt unter die Arme greifen, die sich selbst ein gesundes finanzielles Rückgrat schaffen müßte. Außerdem darf nicht vergessen werden, daß die genannten Versicherungsoermögen wohl die beste Geldquelle für unseren Wohnungsbau darstellt, daß darüber hinaus diese Vermögen ganz bestimmt auch für eigene Versicherungszwecke notwendig gebraucht werden. Würde man nun nach den Plänen gewis­ser Kreise handeln und vorläufig diese Versiche­rungsträger zwingen, mit ihrem Vermögen auf dem Wege von Darlehnsgewährung der Reichs­anstalt für Arbeitslosenversicherung zu helfen, so bestünde unbedingt die Gefahr, daß diese Vermögen als Darlehen gegeben verloren gingen, da die Reichsanstalt in den nächsten Jahren kaum eine Garantie zur pünktlichen Zurückzahlung überneh­men können wird. Das würde bedeuten, daß letz­ten Endes eine Finanzkrise bei der gesamten deut­schen Sozialversicherung eintreten könnte.

Der Reichstag und mit ihm die sozialen Orga­nisationen haben für die Gesundung der Reichs- anstalt nach anderen Wegen und Mitteln zu suchen. Richt in monatelangen Debatten, sondern durch rasches zweckmäßiges Handeln, in verständnisvoller Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Arbeit­nehmern.

Deutschland infolge Nebels ungünstig. Heute vor­mittag zwischen 10 und 11 Uhr soll der Weit-rflng nach Le. Bourget unternommen werden. Wie er­klärt wird, bedeutet dieser Flug nach Le Bourget nur einen Probeflug, nicht aber die erste Etappe des geplanten Ozeanfluges. Nächste Woche wollen die Flieger von Le Bourget nach Berlin zurückfliegen. Von Berlin aus soll dann der O z e a n f l u g möglichst direkt nach Bolivien angetreten werden.

Letzte Nachrichten.

wie die Radikalen sich benehmen.

* Der preußische Landtag begann die Aus spräche zur zweiten Lesung des Bergetats die auch am Samstag fortgesetzt wurden.

-d. Saffet, 25. Jan. (Eig. Meld.) Zum Schluß & £ Provinziallandtages entstanden bei Peha.ij hing der kommunistischen Anträge ungeheure T, multe, die besonders von der Tribüne käme: Der Vorsitzende Thöne unterbrach die Sitzung und r:ej als auf die Unterbrechung der Sitzung die Tumulte nicht nachließen, gemeinsam nut dem Landeshauptmann onn Gehren, das Ueberfallkommando an, das jL Tribüne räumte und die etwa 40 Störenfriede dem Polizeipräsidium zuführte. Seit $e, stehen des Provinziallandtages hat sich ein solcher Tu­mult, der nur mit polizeilicher Hilfe geschlichtet werden tonnte, nicht ereignet.

* Abberufung der mexikanischen Gesandtschaft aus Moskau. Die mexikanische Regierung ijCt sämtliche Mitglieder der mexikanischen Gesandt­schaft in Moskau den Befehl erteilt, Rußland zu verlassen. Dieser Schritt stellt einen Protest gegen die kürzlichen kommunistischen Kund­gebungen vor den mexikanischen Botschaften in Washington, Buenos Aires und Rio de Janeiro dar. Die mexikanische Regierung hält die Mos- tauet Regierung fürs er antwortlich für diese De­monstrationen. Der mexikanische Gesandte in Moskau selbst war bereits vor einigen Tagen aus­gefordert worden, Moskau zu verlassen. In der Mitteilung der Regierung wird über ihre Haltung gegenüber dem russischen Gesandten in Mexiko nichts gesagt. ________________

Die Kriegsopfer für Friede«.

Aus Le Havre wird gemeldet: Der Verband der ehemaligen Frontkämpfer und Kriegsbeschä­digten von Le Havre, der 13 000 Mitglieder um- faßt, nahm eine Entschließung an, in der es heißt: Der Krieg von 1914 wäre nicht ausgebrochen, wenn damals die obligatorische internationale Schiedsgerichtsbarkeit bestanden hätte, die auch im Jahre 1930 noch nicht verwirklicht ist. Auch im Haag erschien die Liquidierung des Krieges nur möglich durch die Einführung des schiedsgericht­lichen Verfahrens für etwa eintretende Schwierig­keiten. Der Verband fordert daher, daß diese Art der Regelung von Konflikten nicht nur zur Li­quidierung der früheren Kriege zur Anwendung gebracht werde, sondern auch zur Verhütung künftiger Kriege. Möge Frankreich mit gutem Beispiel vorangehen und den im Septem­ber 1928 in der Völkerbundsversammlung vorge­schlagenen allgemeinen Schiedsakt ratifizieren.

Revolte Im Erziehungshaus.

wtb. Rothenburg (Oberlausitz), 25. Jan. (Eig. Meld.) In der in der Nähe von Rothenburg ge­legenen Fürsorgeanstalt Zoar kam es gestern abend zu einer Revolte unter den Zöglingen. In einem Gebäude der Anstalt wurde ein Zögling wegen Widersetzlichkeit gegen den Hausvater in denBe­sinnungsraum" gebracht. Andere Zöglinge aus einem zweiten Gebäude drangen mit Ge­walt mit eisernen Rohren und Stan­gen bewaffnet von außen her in das Gebäude ein und befreiten den einge- schlosse neu Zögling. Den Hausvater hielten sie fest. Der stellverttelende Vorsteher der An­stalt versuchte vergeblich, die Eindringliche, die sich um den befreiten Zögling geschart hatten, zum Verlassen des Gebäudes zu bewegen. Darauf rief er polizeiliche Hilfe herbei. Die bald darauf er­schienenen Landjäger nahmen 3 Rädelsführer fest und stellten die Ruhe wieder her.

Feuer in einer Schokoladenfabrik

wtb. Leipzig, 25. Januar. (Eig. Meld.) In Schkeuditz brach kurz nach Mittqxnacht aus bisher noch unbekannter Ursache in der Zucker- und Scho­koladenfabrik von Josef Junker Feuer aus, das erst gegen 2 Uhr lokalisiert werden konnte. Die Einrichtung der Fabrik, ihre Maschinen, Fertig- toaren und Rohmaterialien sind dem Brande zum Opfer gefallen.

* (Ein Sohn schießt auf seine Mutter. Zu einem wüsten Auftritt kam es am Freitag in einem Friseurgeschäft in Moabit. Während der In­haber noch nicht anwesend war, erschien fein 17' jähriger Sohn, ein verbummelter Bäckerlehrling, in dem Laden und verlangte von seiner Mutter Geld. Als diese ihn abwies, schlug er auf sie ein. Die Frau versuchte, ihren Mann durch das Te­lephon herbeizurufen. Der Sohn entriß ihr jedoch den Hörer. Als sie nunmehr auf die Straße stück' tete, verfolgte sie der Bursche und feuerte aus einem Terzerol fünf Schüsse auf sie ab, von denen zwei die Frau in der Hüfte und im Oberschenkel trafen. Der mißratene Sohn wurde festgenom­men, die Frau mußte ins Krankenhaus gebracht werden.

Steatzenbahnunglück in Stettin.

wtb. Stettin, 25. Jan. (Eig. Meld.) Ein schwe­res Straßenbahnunglück wurde heute dadurch ver­ursacht, daß an einem Straßenbahnzug der Linie 6 in der Kochstraße die Koppelung des Anhän gers sich ans unbekannten Gründen löste. Der Anhänger sprang aus den Schienen und praßte mit solcher Wucht gegen ein Gebäude, daß er siw überschlug. Die Aufräumringsarbeiten sind nock im Gange. Soweit bisher festgestellt werden konnte, wurden 2 Personen getötet utiv etwa 17 verletzt, darunter befinden sich meh­rere schwere Fälle.

Heues in kürze.

Bei Feldarbeiten in der Nähe von Exermont bei Reims wurden die Skelette mehrerer deutscher Soldaten gefunden, die be-w Rückzug 1918 gefallen sind.

Bei Ran derath bei Aachen wurde ein 60- jähriger Landwirt, als er Einbrecher in seine« Stallungen überraschte, von diesen erschossen- Die Täter konnten entfliehen.

Sie Witwe des bekannten französischen Dicht' n <t t o T e Srnnce ist in Paris neftnrhen.