David Gathen, der wie bereits mitgeteilt wurde, am Mittwoch in Neuhof, am Donnerstag in Somborn, am Freitag in Großenlüder (3 Uhr nachmittags und 8 Uhr abends) Versammlungen abhält, wird um Samstag in Fulda über das „Kooperative Wirtschaftssystem" sprechen. Am Nachmittag findet um 3 Uhr in der „Harmonie" ein« Konferenz mit den Lehrern und Junglehrern aus Fulda und Umgebung statt. Abends 8 Uhr spricht er im großen Saale des B i s ch ö f l. Konvikts vor den Jungmännern und den Interessierten aus sämtlichen anderen kath. Vereinen.
angestellt sein. Auch die katholischen Schulamtsbewerber und -bewerberinnen werden jedenfalls früher im Schuldienst untergsbraht fein, als nach den jetzt aufgestellten Berechnungen angenommen werde.
Die Enzyklika des Papst esführt eine entschiedene Sprache gegen die Laien- oder neutralen Schulen wie auch gegen die sogenannten weltlichen Schulen. Eine simultane Gemeinschaftszwangsschule ist für die Katholiken unerträglich. Wir dürfen nie einem Schulgesetz zustimmen, das die simultane Schule für immer in einem Land verankern will. Der Papst sagt freilich in seinen Ausführungen auch, eine Schule sei noch lange keine katholische Schule, wenn darin katholischer Stetigions- unterricht erteilt wird. Sie ist nur dann katholisch, wenn in ihrem Wesen und Wirken katholischer G e i st zu spüren ist.
Im zweiten Teil seines Referats ging der Redner auf die Gedankengänge einer Rede ein, die Prälat Lau- scher, einer der Führer des Zentrums in kulturellen Fragen, kürzlich gehalte nhat. Er habe dabei besonders die Kämpfe um das Reichsschulgesetz berührt Der Kampf habe gezeigt, daß sich gegen die konfessionelle Schule starke Kräfte zusammenballen. In den Verhandlungen hätten sich die Rechtskreis« leider der katholischen Schule ebenso feindlich gesinnt gezeigt wie die Linke. So haben z. B. die Deutschnationalen die Gründung einer katholischen Lehrerinnen-Akademie in Köln unmöglich gemacht. Die Linke arbeite vorsichtig, aber mit aller Kraft auf die Errichtung der weltlichen Schulen hin. Heute gingen bereit« 1OOOOO Schulkinder in diese weltlichen Schulen, in denen der Religionsunterricht vollkommen ausgeschaltet ist. Besonders Berlin ist das Eldorado für die weltliche Schule, wo die Zahl der weltlichen Schulen schon der der kathol. gleichkommt. Diejenigen Kinder, die auf Wunsch ihrer Eltern keinen Religionsunterricht besuchen sollen, hätten höchstens innerhalb der konfesstonellen Schulen in besonderen Sammelklassen gesammelt werden dürfen. Prälat Lauscher habe seine Ausführungen mit der Aufforderung geschlossen, die Katholiken sollten daran denken, in den Parlamenten eine so mächtige Partei zu bilden, daß man ohne sie nicht regieren könne.
In dem dritten Teil seiner Ausführungen gab der Redner sodann noch einen gedrängten Ueberblick über die schulpolitische Lage in Deutschland. Er wies zunächst kurz auf die Arbeit der katholischen Schul- organifation hin, zeigte, wie man versucht habe, durch die Tagespresse und die Kirchenblätter an die katholischen Eltern heranzukommen. Weiterhin habe man die Elternbeiräte an den katholischen Schulen zu sammeln versucht. Schon jetzt seien 5000 geschlossene Elternbeiräte mit 35 000—40 000 Mitgliedern der katholischen Schulorganisation angeschlossen. Dieser Zu
sammenschluß war unbedingt notwendig, weil auch der Liberalismus und der Sozialismus sich um die Eroberung der Elternbeiräte bemüht. Es war ja so weit gekommen, daß sich selbst in den katholischen Elternbeiräten sozialistische und kommunistische Zellen gebildet hatten. Als weitere Aufgabe bicibr noch die Aktivierung der Elternbeiräte. - Wichtig sei cs, aus den Elternbeiräten das zu machen, was sie sein könnten. Von sozialistischer und liberaler Seite versuche man, auch in katholische Gegenden einzudringen und die Eltern für den Gedanken einer interkonfessionellen Schule zu gewinnen. Elternbeiräte und Lehrer müßten zusammen arbeiten, damit ein gutes Verhältnis zwischen Elternhaus und Schule hergestellt werde. Die Schulorganisation wolle kein Verein wie die übrigen Vereine mit zahlenden Mitalledern sein, sondern ihr gehören alle Eltern an, die auf dem Boden der katholischen Grundsätze stehen.
Dr. Nanft erbrachte dann einen schlagenden Beweis dafür, daß die Katholiken sehr schlecht in den entscheidenden Stellen der Schulverwaltung vertreten sind. Rur ganz wenige überzeugte Katholiken könnten in den oberen Stellen die Bestrebungen zur Erhaltung und zum Ausbau der kathol. Schule unterstützen. Die Sozialisten treten heute nicht mehr allein für Oie weltliche Schule, sondern auch für die sogenannte Gemeinschaftsschule ein. Liberalismus und Sozialismus haben sich also auf einer mittleren Linie gefunden und stehen in einer gemeinsamen Kulturfront gegen uns. Heute braucht man noch die Katholiken, bis die außenpolitischen Schwierigkeiten behoben sind.
Im Smidsatsoit!
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Wilh. Hoefling jun., 1
Dann wird der Sozialismus und Liberalismus versuchen, ein Schulgesetz uns aufzuzwingen, das seinen Anschauungen entspricht. Man muß schon bald mit der Vorlage eines neuen Schulgesetzes rechnen, da die Entscheidung des Reichsgerichts über die Ungültigkeit der weltlichen Schule jedenfalls in Kürze erfolgen wird. Wir stehen also auf schulpolitischem Gebiete vor einem gewaltigen Kampf.
In feinen Schlußworten zeichnete der Redner bann in begeisternden Worten ein Idealbild der katholischen Volksschule.
Domdechant Prof. Dr. L e i m b a ch faßte den Beifall der Versammlung in ein kurzes Dankeawort zusammen. Cr teilte noch mit, daß im Juni die Abhaltung eines katechetischen Kurses in Fulda geplant sei. In der Aussprache begründete Studienrat Pfeifer die Notwendigkeit der Errichtung eines Internates für die Schüler der Aufbauschule, die werdenden Lehrer. Am Schluß der Aussprache forderte der Geschäftsführer der Schulorganisation der Diözese Fulda, Lehrer Becker, zur Mitarbeit aus und gab Winke für die Reform und fruchtbare Arbeit der Elternbeiräte. Nach einem kurzen Schlußwort des Referenten Dr. Ranft konnte der Vorsitzende die Versammlung kurz nach 6 Uhr schließen.
= von den ehemaligen Kriegsgefangenen. Man schreibt uns: Am Sonntag, den 12. Januar 1930, vormittags, fand die durch Aufruf bekannt gegebene Zusammenkunft aller ehern. Kriegsgefangenen von Stadt und Land statt. Der Besuch zeigte reges Interesse der Kameraden. Der 1. Vorsitzende. Kamerad Will, eröffnete die Zusammenkunft und hieß alle Erschienenen aufs herzlichste willkommen. Alsdann sprach Kamerad Joseph Herbert über bas Kriegsgefangenen. Entschädigungs-Gesetz. Anschließend eine starke Diskussion. Zum Schluß ergriff der Ehrenvorsitzende, Kamerad Rektor Solle, das Wort. Er betonte die Zusammengehörigkeit der Kameraden und wies auf die noch schwebenden Entschädigungsfratzen. Auch diese Ausführungen hatten eine lebhafte Aussprache im Gefolge. Vom Kameraden Hofmann wurde eine Entschließung verfaßt, die unter stürmischem Beifall von der Versammlung angenommen wurde.
Gewerkschaftliches.
— Kundgebung des Deutschen Gewerkschasksbundes. Der Deutsche Gewerkschaftsbund, Landesverband Hessen und Hessen-Nassau, veranstaltete am Sonntagvormittag in der Aula der Universität in Frankfurt a. M. eine Kundgebung zur Frage der deutschen Sozialpolitik, in deren Mittelpunkt ein Vortrag des Mitgliedes des Reichswirtschaftsrats Georg Bro ft - Berlin über bas Thema: „Stehen wir am Wendepunkt der deutschen Sozialpolitik?" stand. Nach einer Eröffnungsansprache des Gauoorstehers Auerbach-Frankfurt ging Brost zunächst auf die im vergangenen Jahre von j) o rne f f e r und Hartz erschienenen Schriften gegen die Sozialversicherung ein, die er bekämpfte und zu widerlegen suchte. Er führt sodann u. a aus, er gebe ohne weiteres zu, daß an eine gesunde Sozialversicherung nicht gedacht werden könne, bevor nicht die beiden Grundsätze, nämlich Erfüllung der Erfordernisse und Voraussetzungen einer gefunden Wirtschafts- Politik sowie eine verständige Sozialpolitik zu betreiben, erfüllt seien. Die heutige Abneigung gegen die Sozialpolitik sei größtenteils auf Verständnislosigkeit zurückzuführen. Die Sozialversicherung sei trotz aller Anfeindungen zum Träger der Allgemeinverbundenheit der Massen der deutschen Arbeitnehmer als natürlicher Ausgleich gegen die Zusammenstellungen des Kapitals geworden; deshalb müsse die Theorie von Horneffer aus einer Menge von Gründen abgelebnt werden. Man wollte unter keinen Umständen den Gedanken der Verbundenheit aufgeben, auch nicht gegenüber dem oft gepriesenen Gedanken des Individualismus. Man wolle wohl die Einzelperson nicht erdrücken; aber das Lebendighalten des Einzelnen dürfe nicht auf Kosten des Gemeinschaftslebens, der Freiheit der Arbeitnehmerschaft, vor sich gehen. Was den Einwand der wirtschaftlichen Untragbarkeit der Sozialversicherung betreffe, so stelle er fest, daß die Sozialpolitik nicht die Schuld trage an der verminderten Kapitalneubildung, wie dies vielfach behauptet werde; die Schuld liege hier bei den Tributzahlungen, die ein Vielfaches der Kosten der Sozialversicherung ausmachten. Weiter sei festzustellen, baß sich die deutsche Wirtschaft trotz wachsender Schwierigkeiten und trotz der Weiterentwicklung der Sozialpolitik ebenfalls weiter günstig entwickelt habe. — Brost sagte zum Schluß u. a.: Die Behauptungen der Unproduktivität der Sozialversicherung sind falsch. Auch die Gelder der Sozialversicherung fließen immer wieder in erster Linie der Wirtschaft zu. Ms Hauptleistung der deutschen Sozialversicherung ist aber zu berücksichtigen, daß das deutsche Volk durch den Ausbau des Versicherungswesens in den letzten 70 Jahren körperlich und seelisch gesund geworden ist. Das ist ein sehr erhebliches Aktivum, das in erster Linie immer wieder der deutschen Wirtschaft zugute kommt. Wir halten in der Gegenwart und für alle Zukunft in unterem übervölkerten Industrieland Deutschland eine gesunde Sozialpolitik für ganz unentbehrlich, wenn der Staat bestehen und sich weiterentwickeln soll. Wir sind bereit, mitzuarbeiten, um krankhafte Auswüchse und Mißbräuche in dieser Versicherung abzustellen. Aber w'r warnen vor einer Rückgangsbewegung, weil wir darin kein Glück, sondern ein Unglück für die Zukunft unseres Vaterlandes sehen.
Begebenheiten
Lassenbote beraubt.
= Berlin, 14. Januar. (Eig. Meld.) Ein neuer Raubüberfall ist heute vormittag wieder auf einen Kassenboten verübt worden. Der 62- jährige Kassenbote Max Faust mann, der bei der Jnnungskrankenkasse der Tischlerinnung angestellt ist, hatte heute vormittag bei der Stadtbank 5000 Mk. abgehoben. Er trug das Geld in einer Aktentasche. Als er zu den lm ersten Stock des Hauses Michael Kirchstraße gelegenen Räumen der Krankenkasse aufstieg, standen auf der Treppe mehrere junge Leute. Einer von ihnen stellte dem alten Mann ein Bein, so daß er zu Fall kam. Er wurde dann mit einem Gummiknüppel und einem harten Gegenstand auf den Kopf geschlagen. Gleichzeitig versuchte man, ihm die Tasche mit dem Gelbe zu entreißen. Faustmann schrie um Hilfe. Eine Frau kam hinzu, worauf die Räuber von ihrem Opfer abließen und die Treppe hinuntereilten. Sie sind entkommen. Es ist den Räubern nicht gelungen, Kaufmann die Geldtasche zu entreißen.
Eine Staidtsparkafse überfallen.
Am Montagabend gegen 6 Uhr betraten fünf junge Leute den Kassenraum der Stadtsparkasse ni Roßberg sOberschlesien) und zwangen die beiden anwesenden Beamten mit vorgehaltenen Revolvern, sich auf den Boden zu legen. Die Burschen nahmen von einem Kassentisch einen Betrag von etwa 2000 Mark an sich. Einen größeren Geldbetrag, der auf einem Nebentisch lag, übersahen sie in der Eile. Sodann ergriffen die Räuber die Flucht. Stadtinspektor Fuchs nahm jedoch sofort die Verfolgung auf. In kürzester Zeit waren auch Schutzpolizei und Kriminalbeamte zur Stelle. Einer der Räuber konnte von zwei Beamten gestellt werden. Als er erkannte, daß ein Entkommen unmöglich war, tötete er sich durch einen Kopfschuß. Zwei andere Täter wurden in einem Hauseingang gestellt und warfen ihre Waffen weg, als sie sahen, daß die Beamten schußbereit waren. Die zwei Räuber, die wahrscheinlich das geraubte Geld bei sich haben, sind noch flüchtig, doch sind ihre Personalien bekannt. ______
* Der erste weibliche Rechtsanwalt in Hessen. In Mainz wurde vor der 1. Zivilkammer durch Landgerichtspräsident Dr. Jungk Fräulein Dr. jur. Gertrude Meintzinger, eine Tochter des bekannten Rechtsanwalts Phil. Meintzinger in Mainz, vereidigt und dadurch als Rechtsanwalt am Land- und Amtsgericht in Mainz zugelassen. Es ist dies der erste weibliche Rechtsanwalt in Mainz und im Volksstaat Hessen.
* Ein weiblicher Dämon vor Gericht. Vor dem Erweiterten Schöffengericht in Heidelberg hatte sich die 31jährige Bruns, geb. Heffner aus Mailand wegen Hehlerei und Betrugs zu verantworten. Sie ist die Tochter eines Maler-Profef- sors, brannte mit 14 Jahren zu Haufe durch und war später nicht weniger als sechs Mal verheiratet. Vier ihrer Ehemäner haben durch Selbstmord geendet. Die Angeklagte verkehrte sowohl in den besten Hotels, als auch in den schlimmsten Verbrecherkneipen. Sie „versilberte" Schmucksachen, die von dem Berliner Warenhausdieb Lengenfeld herrührten, beging Buchbetrügereien und Zechschwindel in München und Heidelberg. Die hochintelligente Angeklagte, die sehr redegewandt ist, führte aus, daß sie das Opfer einer sehr schlechten Erziehung sei und bestritt die ihr zur Last gelegten Straftaten. Auch behauptete sie, die Urenklin des Königs Maximilian von Bayern zu sein, was nach einem Gutachten auch den Tatsachen entsprechen soll. Das Gericht hielt die Angeklagte für vollkommen überführt und verurteilte sie wegen Hehlerei und Betrugs zu einem Jahr Gefängnis.
* 700 Blindgänger unschädlich gemacht. In der Nähe der Kreisstraße Rübenach—Winningen im Hunsrück befanden sich während der Vesatzungs- zeit die großen Schießplätze der Franzosen. Nach Abzug der Truppen hat man mit den Aufräumungsarbeiten begonnen und festgestellt, daß weite Waldgebiete, Wiesen und Ackergelände übersät sind mit vielen Hundert Blindgängern, die von den Scharfschießübungen der schweren französischen Artillerie stammen. Bisher sind gegen 700 Granaten gesprengt worden.
* Eine Gistmordangelegenheit. Die Untersuchung in der Angelegenheit des unter dem Verdacht des mehrfachen Giftmordes verhafteten Erich Dorn aus Erdmannsdorfi. R. hat, wie aus H i rfch- b e r g gemeldet wird, Zweifel darüber aufkommen lassen, ob tatsächlich Mordversuch vorliegt.
aus aller Welt.
Eine Prüfung des Kachelofens in der Wohnun, des Verhafteten ergab, daß Kohlenoxydgasvergsi, tung nicht völlig ausgeschlossen ist. Dorn steht, wi« bereits berichtet, unter dem Verdacht, seinen vier, jährigen Sohn Siegfried und dessen Kusine Ann« Schwerdtner durch vergiftete Milch getötet unh einen Giftmordversuch an seiner 62jährigen Schw^, germutter unternommen zu haben. Inzwischen ift noch festgestellt morden, daß am Samstag b;e alte Frau Schwerdtner einem anderen Schwieger, sohn, der zu Besuch gekommen war, einen Trvo bereitet hat, nach dessen Genuß der Gast besch. nungslos zu Boden sank. Später erholte er sich allerdings soweit, daß er nach Hause zurück, kehren konnte. Frau Schwerdtner hat selbst von dem Getränk genossen. Die Ermittelungen wer- den fortgeführt.
* Tödlicher Flugzeugabsturz. Ein schweres Flugzeugunglück ereignete sich im Hamburger Flughafen. Bei stark böigem Sudwestwind ftat. tete der Pilot Jonas mit einem neuen, erst kurz vor Weihnachten hrrausgebrachten Sportflugzeug der Däumer-Aero. Der zierliche Doppeldecker mit etwa 350 Kg. Leergewicht wurde in etwa 60—80 Meter Höhe von einer Böe ersaßt. Die Maschch, stürzte ab und wurde vollständig zertrümmert. Der Pilot erlitt so schwere Verletzungen, daß er nach seiner Einlieferung in das Barmbecker Kran, kenhaus verschied.
* Zuchthausstrafe für Autoräuber. Das Straf, gericht München verurteilte vier junge Burschen, die in mehreren Fällen Autos gestohlen und damit Diebstähle und Raubüberfälle in München und Um- gegeni> ausgeführt hatten, zu Zuchthausstrafen von sechs Jahren sechs Monaten bzw. zu sechs Jahren Zuchthaus sowie zu fünf Jahren bzw. einem Jahr drei Monaten Gefängnis. Die Hehler erhielten Geldstrafen von 40 und 61 Mark.
* Papageisneinfuchroerbot für Hamburg. ($ig, Meld.) Der Hamburger Senat hat, veranlaßt durch die in verschiedenen deutschen Städten auf. getretene Papageienkrankheit, eine Verordnung et- lassen, nach der die Einfuhr von Papageien und Sittichen bis auf weiteres verboten ist. Die Der- ordnung bestimmt, daß in besonderen Fällen bet Landestierarzt unter Anordnung der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen Ausnahmen von dem Verbot zulassen kann.
* Drei 'Personen durch eine einstürzende Mauer getötet. (Eig. Meld.) In der Nähe von Neapel stürzte infolge starker Regengüsse eine Waiuer ein, wobei vier Personen verschüttet wurden. Drei Personen waren auf der Stelle tot, die vierte wurde schwer verwundet geborgen.
Musik und Theater.
- Eugen Schürer geht nach Kassel. Eugen Schürer, früher am Stadttheater Kaiserslautern, hat für den kommenden Herbst als erster lyrischer und jugendlicher Tenor einen Vertrag an das Kasseler Staatstheater abgeschlossen. ,,
Frankfurter Radio-Programm.
Donnerstag, den 16. 3an. 1930.
6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschließend: Morgengymnastik. 12.15: Schallplattenkonzert: Ballettmusiken und Tänze. 13.15—13.30: Werbekonzert (Schallvlatten). 15.15—15.45: Stunde der Jugend: Christoph von Schmid und seine Geschichten". 16—17.45: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Stefan Großmann lieft aus eigenen Schriften. 18.35: Nach Stuttgart: Volkstänze und Singspiele auf der Schallplatte. Vortrag mit Erläuterungen von Ludwig Koch. 19.05: Nach Stuttgart: Französischer Unterricht. 19.30: Von Stuttgart: Querschnitt durch die europäische Musi! seit Mozart. 5. Abend (1860—1870). 20.45: Von Stuttgart: Ein Tag der Arbeit. Musikalisch-Literarisch- stunde. Musik von Gustav Görlich mit Beiträgen voll Mar Barthel, Erich Grisar, Heinrich Lersch, Ludwig Lessen, Walter Schenk, Lieprecht, Otta Wahlgemuth. 21.45: Aus Mannheim: Konzert der Bläservereinigung d« Mannheimer Nationalorchesters. 22.45: Nachrichtendienst. _____________ _____________
Wie wird das Wetter? |
Die Wetterlage ist zur Zeit nur langsamer Veränderung unterworfen. Es hat sich über Mitteleuropa eine flache Druckoerteilung herausgebildet, die Frankreich, Deutschland und Skandinavien von einer feuchtwarmen Südwestströmung überfluten laßt, lieber Nordengland hat sich kältere Lust mit Temperaturen von nur wenig Grad über Null angesammelt, deren Vorstößen nach dem Festland späterhin zu erwarten ist. Der dazu nötige Anstoß ist aber noch nicht zu erkennen.
Witterungsaussichten für Donnerstag: Zeitweise noch Niederschläge, leichte Abkühlung.
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