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\ Jlf S d M Ginaeinammet 10 vsg. (mH JBnltt. Beilage 15111)

iuldaer Zeitung

Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

57. Zahrg

Freitag, 10. Januar 1930

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Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild' undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

überhaupt keine Parteimitglieder in dem oben angegebenen Sinne, sondern sie erhalten ihre Mitglieder in den Wahlzeiten von den einzelnen wirtschaftlichen Organisationen, hier insbesondere vom Reichslandbund. Für alle Feststellungen über die Höhe der tatsächlichen Anhängerschaft der Deutschnationalen Dolkspartei sind also einzig und allein die Wahlen maßgebend. Nun hat aber die Entwicklung der Aera Hugenberg gezeigt, daß von Wahl zu Wahl gleichgültig, ob es tiani)- tags- und Kommunalwahlen waren oder auch das Volksbegehren ist die Zahl der Anhänger ganz rapide abgenommen hat.

* Das Wahlprüfungsgericht beim preußischen Landtag unter dem Vorsitz des Senatspräsiden­ten Dr. L i n d e n a u auf die Anträge der Deutsch- nationalen Dolkspartei und der Deutschen Haus­und Grundbesitzerpartei auf Nichtigkeitserklärung oder eine andere Berechnung der Reststimmen bei den preußischen Landtagswahlen von 1928 ent­schieden, daß diese preußischen Landtagswahlen so­wie die Wahlen in dem ehemaligen Freistaat Wald­eck für gültig erklärt werden. Das Gericht hat sich der Auffassung des Staatsgerichtshofes für das Deutsche Reich in dem Urteil über die Gültigkeit verschiedener Landeswahlgesetze nicht anzuschließen vermocht.

Die Haager Konferenz hat die Beratung der Vorschläge der Organisationskomitees und insbe­sondere der offenen Streitpunkte in erster Lesung je man sich in Anklang an parlamentarische Ver- tnisse ausdrückte, beendet; und an diesem Don- rstag beginnt nunmehr die zweite Lesung. Dre aazosen haben dafür gesorgt, daß die Atmosphäre t kommenden Tage eine andere sein wird als an sie bisher verzeichnen konnte. Sie haben ihre beliebte alte Methode auch diesmal angewendet, Gier neue Zusatzleistungen und Zusatzgarantien über den Rahmen des Voungplanes hinaus von Deutschland zu verlangen und haben das begründet mit der Feststellung, daß ja offenbar Deutschland selbst in die Erfüllbarkeit der Noungverpflichtun- gen nicht jene Zuversicht setze, die den Gläubigern oiz Garantie für die tatsächliche Erfüllung genügen könne. Herr Tardieu, Frankreichs energischer Ministerpräsident, neben dessen Stern der des Au­ßenministers Briand auffällig zu erblassen beginnt, h,t bei einem Vorstoß gegen die deutsche Delegation am Dienstag Nachmittag das innerlich Unlogische übersehen, das in seiner Haltung liegt. Glaubt er etwa, daß für den Fall, daß die Erfüllung des Doungplanes sich als undurchführbar erweisen sollte, irgendeine der vor ihm geforderten Garan­tien das Unmögliche möglich machen könnten? Herr Tardieu hat geglaubt, auch Anspielungen machen zu sollen auf die verhältnismäßig schwache Mehr­heit, die hinter der deutschen Reichsregierung im Parlament steht. Er hat übersehen, daß er selbst kaum über bessere Mehrheitsverhältnisse verfügt, ja, Be6 jenes französische Kabinett, das Frankreich im ersten Teil der Haager Konferenz vertrat, in der Zwischenzeit seine "palamentarische Mehrheit so- gar schon einmal verloren hat, während das deut­sche Kabinett Müller das gleiche ist, das die Pari­ser Sachverständigen-Konferenz beschickt und den I ersten Teil der Haager Verhandlungen ebenso wie diesen zweiten geführt hat. Herr Tardieu hat es siir richtig'gehalten, Dinge in die internationale De­batte zu werfen, die niemanden anders etwas an- fqchsn als das deutsche Volk selbst. Es hat gar keinen Zweck zu leugnen, daß seine Beobachtung non der Schwachen Resonanz des gegenwärtigen üteichskabinetts im deutschen Volke viel Richtiges mthält. Aber jene Abstimmungen, deren knappe Mehrheit Frankreichs Ministerpräsident jetzt zu fei­nem Argument zu machen sucht, bezogen sich, wie euch er weiß, nicht auf Fragen der Reparations- »riitik, also nicht auf die Dinge, um die es zurzeit im Haag geht. Gewiß ist die Frage noch voll- tommen offen, welche parlamentarische Mehrheit sick in Deutschland für oder gegen den Poungplan Asammenfinden wird. Aber es liegt nicht in er- iter Linie in der Hand der deutschen Reichsregie- mng, vielmehr in der Hand der Reparationsgläu- öiqer Deutschlands, insbesondere des Herrn Tar­dieu, ob solche Mehrheit überhaupt zustande kommt. Trotz der unerhört hohen Lasten, die er Deutschland zumutet, wird der Aoungplan die Zu­stimmung einer als Garantie für den Erfüllungs- Villen ausreichenden Mehrheit des deutschen Vol­les finden, aber wohl verstanden; nur oer ; Aoungplan, also der unter dem Vorsitz des Ame­rikaners Owen Young zustandegekommene Plan. Ein Tardieuplan, der um das Ge- rivpe des Younggutachtens allerlei _ neue Fetzen not, die aus Denttchtands könnt aefchnitten wer-

kein Panzerkreuzer B.

Die der Demokratische Zeitungsdienst mitteilt, die Wärmeleitung für das Jahr 1930 als ersten Teilbetrag für den Bau eines Panzerkreuzers B, «r mitErsatz Lothringen" bezeichnet wird, einen betrag von 8 Millionen Mark angefordert. Dieser .-Betrag ist aber bereits bei den ersten Beratungen '"nerhalb des Reichsressorts gestrichen worden, und E? kann kaum angenommen werden, daß die Ma- ^neleitung nunmehr, nachdem das Schuldentil- sungzgesetz weitere Einsparungen am Reichshaus- Mt nötig gemacht hat, die Forderung erneut vor- ringen wird.

L Für das Panzerschiff AErsatz Preußen" wa- sen von der Marineleitung für das Jahr 1930 11 "«ttionen Mark angefordert, davon sind aber auch stur 9 Millionen Mark bewilligt worden. Das ist °'e gleiche Summe, die im Vorjahr für die Bau- Triode des Jahres 1929 zur Verfügung stand.

i Die Anforderungen für den Bau des Kreuzers Leipzig" belaufen sich für 1930 auf 7 Millionen

Die innerhalb des Reichsressorts beim ÜJlarine- ?tQt vorgenommenen Streichungen haben bisher '^gesamt einen Betrag von 39 Millionen Mark er­steben.

Die D. A. Z. bezeichnet die Darstellung der De- st^vkratischen Korrespondenz als unzutreffend. Da (?r ganze Etat noch nicht fertig aufgestellt sei, lstlwebten auch über die Anforderungen der Ma- stueleifung noch Verhandlungen, die in keiner ^fe abgeschlossen seien.

Die zwelle Lesung im Haag beginnt.

Die übliche Krisis. Stimmungsmache. Ruhig Blut! Die abwartende Haltung des Zentrums gegenüber dem Poung-Plan trägt ihre Früchte.

Karle der dem Völkerbund beigekretenen Staaten.

(Kleinstaaten wie Haiti, Monaco usto. sind nicht berücksichtigt.)

Keine Ruhrprovinz.

Der Regierungspräsident von Köln dementiert im Auftrage der Berliner Zentralstellen die von rheinischen Zeitungen in den letzten Tagen ge­brachte Mitteilung, Köln und einige Rühr­st ä d t e würden staatsunmittelbar und dem Oberpräsident en unmittelbar unterstellt, der Regierungsbezirk Köln solle

Die Saarverhandlungen.

Die deutsch-französischen Saarverhandlungen werden, wie Havas mitteilt, am 15. Januar in Pa­ris wieder aufgenommen werden.

Zur Sanktionsfrage.

wib. Paris, 8. Jan. (Eig. Meld.) Wie der im Haag weilende Außenpolitiker des Matin über den Inhalt des französischen Memoran- d u m s in der Sanktionsfrage mitteilen zu können glaubt, geht die französische These dahin, daß zwar der Youngplan die So.A-ftionen beseitige, daß sich aber die Lage ändere, *oenn sich eine deutsche Re­gierung absichtlich gegen die Haager Abkommen auflehne. Dann würde nämlich der Youngplan gar nicht mehr bestehen, sondern man würde automa­tisch auf den vorangegangenen Zustand zurückkom­men ,nämlich auf den Versailler Vertrag.

Der Sonderberichterstatter desPetit Parisien" schreibt zur Sanktionsfraae selbst, man müsse eine Zweideutigkeit aus der Welt schaffen. Man stelle es im allgemeinen so dar, als ob Frankreich in der Sanktionsfrage die Hauptansprüche geltend mache. In Wirklichkeit sei aber eine grundsätzliche Eini­gung in Paris bereits zwischen der französischen Regierung und dem deutschen Botschafter v. Hoesch über eine für beide Teile annehmbare Formel er­zielt worden. Diese Formel sei aber von Snowden für unannehmbar erklärt worden. Man habe also eine neue Abmachung mit ihm ausarbeiten müssen, und das sei der Gegenstand der privaten Unterre­dungen der letzten Tage gewesen.

das Generalsekretariat des Völkerbundes feil feinem Bestehen leitet und somit gleichfalls ein zehnjähriges Jubiläum feiern kann

China.

Bei einem offiziösen Festessen überfallen.

5n Futschau drangen Räuber in ein Ge- I böude, in dem ein offizielles Festessen stattfand. Sie bedrohten die Gäste mit Pistolen, fesselten sie mit Stricken nut) schleppten sie mit sich fort. Unter den Opfern dieses II eberf alles befinden sich der Oberbefehlshaber der chinesischen Marine, Jangschutschuang, der Zwil- qouüerneur der Provinz Fukien und fünf andere Mitglieder der Provinzialregierung. Jangschut- fchuang wird in einem unbekannten Versteck tn Futsck.au selbst gefangen gehalten, während diean- deren nach einem Ort am oberen Lauf des Flust ses Minkiang gebracht w-urden.

den, wird keine Mehrheit finden. Wenn stanzösische Ministerpräsident also schon Erörte­rungen über die parlamentarischen Verhältnisse in Deutschland anzustellen für nötig hält, dann muß er sich der Tatsache bewußt sein, daß er die Mittel dazu in der Hand hat, sie weitgehend in seinem Sinne zu beeinflussen. Mit erfreulicher Deutlichkett haben der deutsche Reichsfinanzminister Proiessor Mo l d e n h a u e r und der Reichsaußenminister Dr. C u r t i u s darauf hingewiesen, daß es Gren­zen deutschen Entgegenkommens gibt; Grenzen nicht nur zur Abwehr eines politischen Ansturms der Gegenseite, sondern auch solche, die durch sehr nüchterne Erwägungen bestimmt werden. Durch die nämlich, die den Zustand eines wieder in Kraft gesetzten Dawesplan vergleichen mit dem Zustand eines an zahlreichen Stellen verschlechterten Young- planes und möglicherweise zu der Erkenntnis kom­men, daß die Differenzen zu gering sind, um eine deutsche Zustimmung zum Wechsel des Systems ausreichend zu rechtfertigen. Es ist besonders der Reichsfinanzminister gewesen, der gegenüber 'ei­nem französischen Kollegen Cheron ganz kühl auf solche Möglichkeiten hingewiesen hat. Es ist gut, daß die beiderseitigen Standpunkte jetzt einmal kla­rer gegeneinander abgesteckt worden sind, als das manchmal auf internationalen Konferenzen ge­schieht. Wenn die Folge einer solchen deutlichen Aussprache im Augenblick so etwas wie eine gewit­terschwüle Atmosphäre über dem Haag hat auf« ziehen lassen, so schadet das gar nichts, denn schließ­lich ist es das Wesen eines Gewitters, zu klären und zu reinigen. Man darf sich nur nicht vor jedem einschlagenden Blitz von vornherein fürchten!

aufgehoben werden, die Städte des

würden aus den Regierungsbezirken Düsseldorf, Arnsberg und Münster herausgenommen und e- nem besonderen Ru h r p r ä s e k t en tRuhrpro- vin.r) pnterfHft. Dw N-""--na-n-asid--' erk.a diese Nachricht komme offenbar aus gewißen pri­vaten Kreisen in Essen, die dann und wann e>ne Initiative für die Ruhrprovinz und Westfalen en.« faltet batten. Bon der Staatsregierung sei weder in der Vergangenheit ein solcher Plan erwogen worden, noch werde er jetzt erwogen.

* Eine Gedächtnishalle für Friedrich Ebert. In Haarburg-Wilhelmsburg erfolgte zu- gleich mit der Einweihung der neuen höheren Schulen die Weihe der Friedrich Eberl-Halle, m der die vom Reichsinnenminister Severmg gestif­tete Büste des ersten Reichspräsidenten aufgestel.t ist. Der Feier wohnten u. a. Kultusminister Dr. Becker, Oberpräsident Noske und der Pädagoge Geh. Rat Dr. Kerschenfteiner bei.

L Reichstagsabgeordneter Mlh. Schlüter ge-

en- 3 der Nacht zum Mittwoch ist im Hed- LitJ^Srar.tenfyaus in Berlin der sozialdemokra- 'Iche Reichstagsabgeordnete Wilhelm Schlüter s b» Folgen eines schweren Schlaganfalls gestor- iJI- Der Abgeordnete Schlüter wurde im Wahl- ets 17 (Westfalen-Nord) gewählt. Seine Nach-

Monatlich 1,80 einfchlletzl. PoNgebühr (48 Pf.) ohne Suiteilg. Aineigen-Preise Kleinzeile >Cot.) lokal 0,15 LF, auswärts 0,20 O Reklamezeile: lokal 0,60 ausvärts 0,8!) s.K Bei Miederlwlunaen Rabatt Poüscheckk vninfi a. M 40 >1

Arn 31. Januar tritt der Völkerbundrat zu sei­ner 68. Tagung zusammen. Den Vorsitz wird dieses Mal der polnische Außenminister Z a l es- ki führen. In der Hauptsache stehen ökono- m.'sche Probleme, Wirtschafts-, Finanz- und Landwirtschaftsfragen zur Erörterung. Bis jetzt hat eine Regelung nicht gefunden werden können, weil sie unüberbrückbaren Schwierigkeiten begeg­nete. Es handelt sich einmal um Maßnahmen zur Behebung der Landwirtschaftskrise im altze- nteinen und der Getreidekrise im besonderen. Ein Sachverständigenausschuß hat darüber beraten und auch die Wünsche des internationalen Landwirt­schaftsinstituts nach Möglichkeit berücksichtigt.

Weiter ist man mit der Ausarbeitung eines einheitlichen Muster-Derzollungs-Derzeichnisses be­schäftigt. Es geht um die Aufhebung der Ein- und Ausfuhrverbote, sowie um die Behandlung des Niederlassungsrechtes. Aber die wichtigste Frage, die zur Entscheidung steht, gilt der Vor­bereitung zur Einberufung der sogenannten Z o II« abrüstungskonferenz. Dieses Problem ist sehr bedeutungsvoll, aber wir haben keine allzu- großen Hoffnungen, daß es dieser Konferenz ^schon trtt ersten Anlauf gelingt, alle beteiligten Staa­ten zu einer völligen Jlbrüstung zu bringen.

Für Deutschland von ganz besonderer Bedeu­tung aber wird die auf der Dölkerbundratstagung diesmal wieder zur Erörterung stehende Min­derheitenfrage. Tenn da wird der Kampf mit Polen noch einmal in aller Schärfe entbren!- nen. Zaleski hat es vor kurzem erst wieder so hingestellt, als wurde es sich bei den 'Klagen der deutschen Minderheiten in Polen umkleine An­gelegenheiten" handeln. Mit solchen Ablenkungs­manövern wird sich der Völkerbundsrat nicht ab- speisen lassen dürfen. Deshalb ist es auch notwen- dig, daß Reichsaußenminister Dr. Curtius an seiner Absicht festhält, trotz der Haager Verhand­lungen einige Tage nach Genf zu gehen, um nicht nur sich persönlich vorzustellen, sondern gerade den deutschen Standpunkt gegenüber Polen mit aller Deutlichkeit herauszustellen. Wenn Zaleski nicht den ernsten Willen aufbringt, die Lösung zu ermög­

lichen, welche den Rechten und Interessen der deutschen Minderheiten in seinem Lande gerecht wird, dann darf er sich nicht wundern, daß wir auch bet den Handelsvertragsverhandlungen mit Polen eine andere Sprache zu sprechen gezwungen |etn werden. Wir haben schon genug Entgegenkommen berate^n beim Liguidationsabkommen. Jetzt han­delt es sich barum, deutsches Leben und deutsch« Kulturgüter in Polen zu erhalten und zu festigen. Um diesen Preis kämpfen wir in Genf und wen­den nicht ruhen und rasten, bis der Völkerbunds­rat sich endlich einmal zu einer schon längst er- warteten Tat auftrat. Das ewige Verhandeln und Htnausschieben von Entscheidungen muß ein Ende nehmen. Auch Polen hat den Friedenswillen zn oüoelsen. Voraussetzung für jede Sicherung, eines dauernden Friedens kst und bleibt aber die ge- Lösung des Minderheitenproblems.

folgerin ist, demAbend" zufolge, Frau Caroline D e 11 m e r in Minden in Westfalen.

Als Ernst Werner Techow. der bei dem Meu­chelmord an Walter Rathenau den Kraftwagen der Mörder gefahren hatte, in Halle aus dem Ge­fängnis entlassen werden sollte, der Rest seiner auf" 15 Jahre lautenden Strafe ist ihm geschenkt worden wollten ihm Stahlhelm und N a - tionalsozialisten, die beide mit Musikkapel­len am Gefängnis erschienen waren, eine Ova­tion bringen. Techow war aber schon zwei Stun­den früher von seiner Mutter in aller Stille aus dem Gefängnis abgeholt worden, um nach Weimar abzufahren.

Hugenbergs Verlustliste.

Nach einer Meldung desB. T. hat der erste Vorsitzende der Deutschnationalen Volkspartei in Leipzig, Reichsgerichtsrat Deltmann, an den Parteivorstand ein Schreiben gerichtet, in dem er seinen Rücktritt vom Amte des Vorsitzenden erklärt, das er sechs Jahre lang innehatte. Er begründet seinen Schritt damit, daßernichtmehrinder Lage sei, die Politik Dr. Hugenbergs zu vertreten.

In der Pgz. lesen wir:

Die Deutschnationale Pressestelle nimmt zu den DJlelbungen einzelner Zei'.mgen Stellung, in denen behauptet worden war, daß in der letzten Zeit rund 45 000 Mitglieder aus der DeutschnationalenVolks« pr.rtei ausgeschieden feien. Ebenso, wie die Deutsch- nationale Pressestelle, glauben auch wir nicht, daß soviel Mitglieder aus der Partei aus- geschieden sind. Dies aber um deswillen, weil uns bekannt ist, daß kaum eine der be­stehenden Parteien über so wenig eingeschriebene Mitglieder, die einen regelmäßigen Beitrag ent­richten, verfügt, wie die Deutschnationale Votts- . partei. Ganze Landesverbände haben

Zehn Jahre Völkerbund.

Am 10. Januar sind 10 Jahre seit der Gründung des Völkerbundes vergangen, der in der Nach­kriegszeit zu einem so wichtigen Instrument der Wettpolitik wurde.

3 Australien

Vereinigte Staaten

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Schweiz

Kolumbien Hube Lettland Liberien

Suds Io Wien Tschechoslowakei

Griechenland 27

Großbntanitn 28

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Brasilien

'Ekuador Hedschas Jemen Js land

1 Kostarika

Mexiko

RussJandfU.S.S.fiJ Türkei

Haiti Jndien Jr/and Jfaliea

35 Peru

36 Polen

37 Portugal

38 Rumänien

39\Sch weden

Litauen \ Neuseeland Niederlande Nikaragua Norwegen Österreich Panama \

Belgien Bolivien

Bulgarien Chile China

Dänemark , Deutschland Finnland Frankreich

Ungarn

*7 Uruguay

46 Venezuela

Erkürung: _

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