Einzelbild herunterladen
 

Fuldaer Zeitung

Mittwoch, den S. Januar 1930.

Die Sicherung der französisch-belgischen Ostgrenze

als 120 Werken entstehen.

Reichsvereimgung ehem. Kriegsgefangener Ortsgruppe Fulda e. V

Die erhöhten französischen Etatsforderungen für das Heereswesen haben erneut den Blick auf den gewaltigen Festungsgürtel gelenkt, den Frankreich in aller Stille an seiner Ostgrenze errichtet. Den Mittelpunkt bildet das nordlothringische Stellungs- und Festungssystem um Metz. Der neiizeitlühe Ausbau der Festungskette Straßburg-Belfort und der rückwärtigen Linie Derdun-Toul-Epmal soll folgen. Gleichzeitig wird auf Grund des französisch-belgischen Mlitärbündnisses zum Schutz der französischen Nordostflanke die belgische Festungskette Antwerpen-Lüttich ausgebaut. Hier soll an der holländischen und deutschen Grenze ein säst ununterbrochener Festungsgürtel von nicht weniger

den in der Oeffentlichkeit u. a. Persönlichkeiten wie Koch-Weser und Dr. Külz sowie der Messeamts­direktor Dr. Köhler und der zweite Bürgermeister von Leipzig, Hofmann, genannt.

* Generalarzt a. D. Dr. Laufs tödlich vermv- glückt. (Eig. Meld.) Der 67jährige Generalarzt a. D. Dr. Ferdinand Laufs ist am Samstag in seiner Berliner Wohnung in der Sybelstraße töd­lich verunglückt. Generalarzt Laufs litt schon seit längerer Zeit an Ohnmachtsanfällen. Er trat Samstagvormittag, um Luft zu schöpfen, an ein Fenster seiner im zweiten Stock gelegenen Woh­nung. Dabei wurde er von einem Ohnmachtsanfall überrascht und stürzte in den Hof hinab, wo er tot ausgefunden wurde.

Alle sahen sich an — Sekunden atemlosen Wartens — das feine Singen — dann das Brausen, als ob cm Berg auf sie niederstürzte — etwas weiter schlug die

zweite Granate ein.

Die Gesichter waren bleich geworden. Jetzt war kein Zweifel mehr, das galt ihnen! „Wir machen uns unter die Baumstämme, da schlägt uns wenigstens kein Holz­stück tot," sagte Barth. „Nehmt die Gewehre mit!"

Der dritte Abschuß, die dritte Granate, wieder etwas weiter.

Dann sahen sie unter den Baumstämmen, den Rücken an die Grabenwand gelehnt, die Beine angezogen. Ge­nau im gleichen Abstand kam die vierte Granate.

Die Schüsse kamen wieder näher, jetzt lag ein Ein- schlag dicht bei ihnen, der nächste im Bereich der Nach­barkompanie, der Franzose beschoß planmäßig den Gra­ben und würde heute sicher bei ihnen angreifen!

Aber wann! Jetzt war es erst fünf Uhr morgens, und wie lange ist so ein Tag!

Neben Barth saß einer vom Ersatz. Er spürte, wie der Junge zitterte. Sein blasses Gesicht starrte mit ent­setzten Augen hinaus, wo schwarze Qualmwolken träge vorübertrieben. „Das ist gefährlicher wie es aussieht, Huck. Die machen bloß so viel Radau, aber wenn nicht gerade eine hier mitten unter uns schlägt, tun sie uns nichts."

„Wenn wir wenigstens einen Unterstand hätten!" ... Huck schwieg, eben hatte es wieder näher eingeschlagen, ein schweres Holzstück krachte auf die schwache Decke ihres Unterschlupfes.

„Ein Unterstand würde uns auch nichts nützen, Huck. Den Granaten hält keiner stand. Da sind wir im Freien bester dran, hier werden wir wenigstens nicht verschüt­tet."

Dadurch haben wir in der Champagneschlacht die meisten Leute verloren," kam es von veränderen Seite. „Der Franzose schoß mit schweren Granaten die Unter­stände zusammen, da sind viele darin begraben worden."

Langsam tropfte das Gespräch weiter. Keiner war so recht dabei. Der furchtbare Rythmus. Abschuß, Stille, ein Singen hoch in der Luft, anschwellend bis zum Don­nergrollen, der nervenerschütternde Krach — zwang sie alle in seinen Bann.

Erfatzreservist Barth

■ "»on I. Lewald.

Kaffee heiß machen," schlug Barth vor, da brauchen wir schließlich das Zeug gar nicht alle und haben für mor­gen noch was." „Da hab ich vorhin im Graben ein verrostetes Kochgeschirr liegen sehen, das wäre recht dafür," sagte einer, stand auf und kam gleich darauf mit dem Kochgeschirr wieder. Jetze gebe mal jeder einen Trinkbecher voll Kaffee her." Barth schüttete den Kaffee in die Geschirre und zündete an. Dann hockten alle um ihn herum und sahen den Flammen zu, die kaum sicht- bar emporzüngelten. „Wie ein Spirituskocher," meinte einer. „Spiritus ist das aber nicht, der riecht anders," widersprach ein anderer. „Auf jeden Fall ist das Zeug gut für uns, es gibt keinen Rauch, das ist die Haupt­sache."

Dann bekam jeder seinen Trinkbecher voll heißen Kaffee, dazu aßen sie Zwieback. ES war voller Tag geworden inzwischen.

Barth holte sein Gewehr, um es nachzusehen. Da sah er, daß der Schaft zerschmettert war. Das muhte gestern abend der Schlag gewesen sein, den er gespürt hatte, als die Schrapnells über ihnen geplatzt waren.

„Eigentlich könnte ich nun wieder heimgehen, was tue ich hier ohne Gewehr!" meinte er zu den anderen.

„Da hinten stehen noch ein paar, die sind noch gut," sagte einer.

Barth holte sich eins. Es war kaum verrostet, auch der Lauf war innen noch blank. Er wischte das Schloß blank und lehnte das Gewehr an die Grabenwand. „So, jetzt wird noch geschlafen." Er sah nach der Uhr: „Schon vier!"

„Wie es so still ist, heute morgen, man hört kaum einen Schuß," sagte einer.

Da klang deutlich ein dumpfer Abschuß in der Ferne. „Das war beim Franzmann!" Ein leises, feines Singen wie von einer Schnake am Sommerabend, es wuchs zum Orkan, zu höllischem Geheul — ein wahnsinniger Krach, dicht bei ihnen stand haushoch eine schwarze Wolke, Erd­schollen und Holzstülle polterten dumpf nieder. Unwill- kürlich hatten sich alle unter die Baumstämme geduckt.

„Verflucht noch mal, das muß ein Kaliber gewesen sein! Mindestens achtunddreißig," sagte einer und kroch wieder hervor. „Wenn die in den Graben gegangen ist!" Domm! Derselbe Abschuß'

Ins Meer gestürzt.

Schweres Flugzeugunglück bei einer Filmaufnahme. Vermutlich 10 Tote.

Wie aus Santa Monica (Kalifornien) ge­meldet wird, stießen zwei Flugzeuge, die je fünf Passagiere an Bord hatten, drei Meilen von der Küste entfernt in einer Höhe von 1000 Meter zu­sammen und stürzten ins Meer. Man fürchtet, daß alle Insasfen ums Leben gekommen sind.

Die beiden Flugzeuge waren mit Kinoopera­teuren besetzt, die Ausnahmen für einen Film mochten, der das Ende des bekanntlich im Jahre 1928 über dem Kanal aus dem Flugzeug gestürz­ten belgischen Finanzmannes Löwen st ein dar­stellen sollte. Der Zusammenstoß ereignete sich in

141 ---------

Der Junge schwieg und wandte sich wieder nach vorn. Barth ging zur nächsten Gruppe. Er stolperte über einige Schlafende im Graben. Das glimmende Fünkchen einer Zigarette leuchtete auf, in seinem Schein erkannte Barth Schneider. Er hockte sich zu ihm nieder: „Da sind wir ja Nachbarn, Schneider," flüsterte er ihm zu.

„Ach, du bists, Barth. In eine schöne Gegend sind wir hier nicht geraten, ich habe mir eine Zigarette ange­steckt, damit man mal etwas anderes in die Nase be-

L kommt als diesen ekligen Leichengeruch. Die vor uns tnüffen doch schwere Verluste gehabt haben."

„Wart ihr das vorigemal auch in dieser Stellung?" „Ich kanns wirklich nicht sagen, hier sieht eine Ecke aus wie die andere. Aber ich glaube, es gibt hier morgen was, es ist mir so verdächtig ruhig."

„Das ist mir auch schon ausgefallen, ein gutes Zei­chen ist das nicht, da hast du recht." Er schaute aus die Leuchtuhr. „Schon halb zwei. Ich will mich auch "och ein bischen verkriechen und sehen, daß ich schlafen kann. Machs gut, Schneider."

„Du auch, Barth. Und auch noch Danke schön für das Essen damals!"

„Das ist gern geschehen, also bis morgen!"

Barth tastete vorsichtig zurück. Wie der Schneider nur heute abend auf das Essen kam! Er kroch unter die Baumstämme und tastete nach seinem Gepäck, das er vorhin hier abgelegt hatte. Es war doch kühl, er wollte seinen Mantel anziehen.

i Zum Liegen war kein Platz mehr unter den Baum- stammen; er setzte sich in den Graben, mit dem Rücken an die Wand gelehnt und versank in einen unruhigen Schlaf. Es dämmerte, als er erwachte. Fröstelnd stand auf und ging zu den Posten, die mit hochgeschlagenem Mantelkragen und blassen, übernächtigen Gesichtern ne­beneinander standen. „Hats was gegeben?" „Nein."

1 Er richtete sich auf und schaute über die Brüstung. Noch lag alles in verschwommenem Dämmerlicht. Zer­

wühlte Erde, bedeckt mit dem, was die Granaten von einem Wald übrig gelassen hatten: Zersplitterte Reste von Baumstämmen, hier und da ein grauer, regungs­loser Klumpen, kein grünes Blatt und kein grüner Halm mehr in der Wüste von zerschmettertem Holz und hun» dertmal umgewühlter Erde. Je weiter die zunehmende Helligkeit den Blick freigab, desto mehr entschleierte sich das Bild einer Verwüstung, wie sie Barth bis dahin noch nie gesehen hatte. Eine entsetzliche Trostlosigkeit lagerte über dem gemarterten Land, aus dem atem­raubend der Geruch der unzähligen Leichen stieg.

Barth duckte sich, als eine Gewehrkugel pfiff. Die drüben mußten ihn bemerkt haben. Er ging nach der Nachbarkompanie zu. Dort stand ein schweres Ma­schinengewehr, im Falle eines Angriffes war das eine erfreuliche Sache. Dicht besetzt schien der Graben auch hier zu sein. Ein Unteroffizier stand neben dem Posten und wandte sich nach ihm um: „Bist du der Gruppen­führer von drüben, der Gruppe neben uns". Barth be­jahte.

„Wenns etwas gibt, dann haltet euch beim Maschi­nengewehr, daß da keiner rantommt. Wenn du mal gucken willst, von hier kannst du Fort Souville liegen sehen."

Barth schaute hin. Da lag der mächtige Betonklotz, scheinbar ausgestorben, zernarbt von Granateinschlägen, höchstens dreihundert Meter mußten es sein bis dort­hin. Er trat zurück. „Wie der Wald hier zusammen- gehauen ist, man sollte es nicht für möglich halten. Da­heim glaubt einem das kein Mensch, wenn mans er- Zählt."

„Ich Habs auch schon gedacht, das muß ja schlimm gehaust haben hier."

Barth ging zu seiner Gruppe zurück. Er wollte etwas essen.

Die von seiner Gruppe waren schon alle munter. Einer hatte eine Flasche gefunden. Der Inhalt roch wie Schnaps. Vielleicht brennt das Zeug, dann könnten wir uns den Kaffee darauf wärmen," meinte er.

Sie suchten eine leere Blechbüchse, schütteten etwas aus der Flasche hinein und zündeten an. Es brannte mit einer bläulichenFlamme. Auf eine größere Blech­büchse können wir zwei Kochaelckirre stellen und für

2. Blatt.

Druck der Fuldaer AcNendruckerei. Fulda.

Aus aller Welk.

Tragödie am Hochofen.

Jn flüssiges Eisen gestürzt und lebendig verbrannt.

Hochofenbetrieb der Niederrheinischen -mitte in Duisburg-Hochfeld ereignete sich nach einer Blättermeldung aus Bochum ein schwe­res Unglück. Ein Kranführer war damit beschäftigt, einem elektrischen Laufkran eine Pfanne mit -lüssjaem Eisen zu einem Ofen zu fahren. Die Pfanne eckte aber an einem T-Eisen und ge- riCt ins Schleudern, so daß das glühende Eisen auslief und zum Teil in den Führerkorb drang. Der Kranführer versuchte sich durch Abspringen zu retten. Hierbei stürzte er in die den Erdboden bedeckende ftäüige tzisenmasse, die ihn in eine lebende Fackel verwandelte. Er ver­brannte bis zur Unkenntlichkeit. Ein Maschinist, der ebenfalls von den glühenden Eisen- inassen getroffen wurde, ist mit schweren Brand- rgunden an beiden Unterschenkeln dem Hospital zu­geführt worden. __

* Oberbürgermeisterwahl in Leipzig. Oberbür- meister Dr. Karl Rothe, der gegenwärtig im 85. Lebensjahre steht und, obwohl aufLebenszeit ge­wählt, unbedingt bereits im Jahre 1930 zuriick- mtreten beabsichtigte, hat nunmehr den 15. April zuin Termin seiner Amtsniederlegung bestimmt. Als Anwärter auf den zunächst für sechs Jahre neu zu besetzenden Oberbürgermeisterposten wer-

ExerzMen

= Exerzilienhaus St. 3ofef, Hofheim, Ts. Januar 1930. Im Exerzitienhaus St. Josef finden wahrend der nächsten Wochen folgende geschlossene Exerziücn statt. 19. Januar: Einkehrsonntag für Jungfrauen; Ankunft ge­gen 9 Uhr in Hofheim; 9.30 ist Frühstück, 10 Uhr hl. Messe; Schluß gegen 5 Uhr (Vergütung 3 Mk.). 20. b s 24. für Terziarinnen; 25. bis 29. für ^unglmge, o. bis» 7. Februar: Pfarrhausangestellte; 9.—lu.: Jungfrauen, 16. Einkehrsonntag für Mütter; 19.—-23.:

Jünglinge. Die Kurse beginnen am Abend des erftge­nannten9 Tages (6 Uhr Ankunft, 7 Uhr gEnsa-ncs Abendessen, 8. Uhr erster Vortrag) und schließen am Morgen des letztgenannten Tages! Anmeldungen früh­zeitig an P. Rektor in Hofheim, St. Josef. Rückporto beifügen! ____________________________

aiorirfit über die Tätigkeit des Reichstages während des letzten Tagungsabschnittes Besonders ging er dabei auf das neue Zollgesetz em. ®

habe der Reichstag Außerordentliches für d-e Landwn Taft geschaffen. Aber nicht nur eine nnrtschasil'che, mstr rn auch eine große politische Bedeutung habe das neue ZollgZetz insofern als dabei zum erstenmal die Sozialdemokratie für Erhöhung der Lebensrmt z - einaetreten sei. Zum Schluß gmg dann Redner auf die Entwicklung ein, wie sie sich >m Zusammenhang Vorstößen Schachts und den Kämpfen um die 'V mma des katastrophalen Reichskassendefizits ergeben ha- bin Mangelnde Geschlossenheit der Reg^rungspart^n bei der Abstimmung über das von JReg’ening^ - langte Vertrauensvotum gebe zu ernsten Befürchtungen für bie innerpolitische Entwicklung in der nächsten Zu, funft allen Anlaß. Mit der Möglichkeit einer ^=9

ftS’SÄÄ&J fame Hilfsmaßnahmen für den ÜBcmba .

Erklärung.

"»» »• '‘«ÄÄifc.Ä

(ipat weder für die Gläubiger noch für das katholische Verlags- und Druckereigeschäft Deutschlands ^ ®r“"ob zur Beunruhigung vor M.Gladbach, den 4,Jan. 1930. Volksvereins-Berlag GmbH. Hans Reichel, Verlags

direktor. „

In vielen Zeitungen erschien jetzt die Notiz über die Sahfunaseinfteöung des Dolksvereinsverlags. In Er ghrt s?

lichtesten gesprochen wird, so ist es natürlich völlig u n- r?chtig. DÜ betreffenden Personen sind nm Treu- Händler gewesen und ohne persönlichen Antei beim Ver- Ina Jbre Tätigtest war ehrenamtlich. Diesen Person lichtesten war die Verwaltung der Sestifteten Gesellschaft - anteile treuhänderisch überantwortet. Beim Tode des Einzelnen wurde eine andere prominente katholische Pe sönlichkeit zur treuhänderischen Verwaltung des Amtes bestimmt. Betanntlich hatte Franz Brand den Volks vereinsverlag als Stiftung ms ßeben {"’ü § Bestimmung, daß das gesamte Gesellschaftchapital s I tungsweise zur Verfügung gestellt wurde.

dem Augenblick, als ein Fallschirmabsprung aus einem dritten Flugzeug photographiert werden ollte. Von den Insassen wurden bisher drei als Leichen geborgen.

Zehn Opfer des Eises.

Aus Malmö wird berichtet, daß in dem Flüß­chen Flion in Südschweden am Donnerstag zehn Knaben im Alter von 6—8 Jahren ertranken. Sie hatten sich, um Schlittschuh zu laufen, auf die dünne Eisdecke gewagt, wobei sie durchbrachen und ertranken.

* Unterschlagungen eines Essener Rechtsan­waltes. (Eig. Meld.) Der Essener Rechtsanwalt Darnieder ist mit seinem Bruder, der bm ihm als Bürovorsteher tätig war, nach Unterschia- qung von mehreren 1000 Mk. Klienten» aeldern sowie unter Hinterlassung von etlichen 1000 Mk. Schulden flüchtig. Gegen Rechtsanwalt Darnieder wurde bereits vor vier Wachen em Haftbefehl zur Erzwingung des Offenbarungs­eides erlassen. —

Aulobus unlerm Zuge.

Reun Kinder ums Leben gekommen.

rrtb. Rew $orf, 4. Jan. (Eig. Meldg.). Bei Wooster im Staate Ohio überrannte der Penn- sylvaniaervreß bei einem Eisenbahnübergang einen Schnellautobus. Der Zusammenstoß war so heftig, daß der Autobus 100 Meter weit fortgeschleudert wurde. Bei dem Unglück kamen neun Kinder u m s L e b e n. Eine größere Anzahl wurde schwer verletzt. , ..

Neues in kürze.

Auf dem bei L o n g B e a ch (Kalifornien) lie­genden Flugzeugmutterschiff „Saratoga wurden bei einer Explosion zwer Matrosen getötet und 4 schwer verletzt. «

Der Verfasser zahlreicher Lustspiele, Librettist und Direktor des Trianon-Theaters, Leo Walter S t e i n, hat sich in seiner Berliner Wohnung we- gen finanzieller Schwierigkeiten erschossen.

Aus der Zenlrumsparkei.

= Landesausschußfihung der Nassauischen Zenkrums- parfei. In mehrstündiger Sitzung tagte in Limburg der Landesausschuß der Nassauischen Zentrumspartei. Der Landesvorsitzende, Bürgermeister R o t H-Dontabaur, konnte zahlreiche Dertrter aus allen Kreisen sowie die Abgeordneten Schwarz, Stemmler, Dr. Graß und Fink begrüßen. Vor Beginn der Tagesordnung überbrachte die Konferenz beem langiährign Reichs- und Landtags- abgeordneten und ehemaligen Landesvorsitzenden, Justiz- rat Dahl em-Niederlahnstein die herzlichsten Glück­wünsche zu seinem 70. Geburtstag und aus diesem An­laß ein tiefgefühlte Anerkennung für seine großen Ber- dienste um die Partei. Die Tagesordnung selbst begann mit einem Rückblick auf die K orn rn un a lw ah l e n, deren Ergebnis als ein erfreuliches bezeichnet wurde. Statistische Unterlagen bewiesen, daß in fast allen Krei­sen des Bezirks ein erheblicher Stimmenzuwachs zu oer- zeichnen ist. Man führte diesen Erfolg nicht zruetzt darauf zurück, daß es während den Wahlvorbereitungen gelungen war, den Bauern draußen auf dem Lande zu beweisen, daß die Bauernpartei den von vielen an sie geknüpften Erwartungen keinesfalls ent- sprachen habe und daß es gerade im Laufe der letzten Zeit der Zentrumspartei gelungen sei, für die Landwirt­schaft merkliche Erfolge zu erzielen, was viele wieder der Zentrumspartei zurückgewonnen habe. Anderer- feits stellte man besonders in den Städten einen Erfolg zu ungunften der Sozialdemokratie fest. Einen großen Raum nahmen dann die Besprechungen über den A u s • bau der Organisation ein. Besonderen Aus­druck fand das F ü h r e r p r o b l e m und die I u g e n d- frage. Rach weitgehenden Erörterungen wurde, ein Arbeitspro gr amm herausgestellt. Anschließend wurde die Kassenfrage besprochen. Nach einer kurzen Mittagspause erstattete Reichstagsabgeordneter Schwarz

___________________ Am 14., 15. und IS. Ium 1930 veranstaltet unsere Ortsgruppe auf dem Festplah zu Neuenberg (E. Schultheis) eine große «hmbwb--- m

Meherfehensfeier aller ehem. Kriegs-Gefangenen

-er Gaue HesseN^ItassaU und Thüringen. A^ltt und Umgebung, diese Tage von Veranstaltungen frei zu halterst

'oblenz

•Mainz

alben

Straß:.

Kehl

Ntubnn

Köln., achen

Mann 'heim.

Oiedenhfi." Metzl

ftf&Saarbriickesr

| Frankfurt '///X.Ascnaffen-

Oc.

Siegen

QGießeri