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Freitag, 3. Januar 1930.
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57. Zahrg.
Nr. 2
Der Auftakt des Jahres 1930»
Aus Anlaß des Neujahrstages fanden auch, in diesem Jahre bei dem Herrn Reichspräsidenten die üblichen Empfänge statt. Um 12 Uhr mittags empfing der Herr Reichspräsident die Chefs der fremden diplomatischen Vertretungen, denen eine im Ehrenhof des Reichspräsidentenhauses aufgestellte Abteilung Reichswehr militärische Ehrenbezeugungen erwies. Der französische Botschafter de Margerie brachte als rangältester Botschafter dem Reichspräsidenten die Glückwünsche des diplomatischen Korps zum Ausdruck.
Als Zeuge des geradezu heroischen Eifers, mit dem Dr. Stresemann, der hervorragende Vertreter Deutschlands im Nate der Völker, sich trotz drückender Krankheit so lebhaft dauerndem Suchen nach friedlichen Vereinbarungen und Lösungen gewidmet habe, wünsche das diplomatische Korps die Gefühle der Trauer erneut zum Ausdruck zu bringen. Heute, wo an der Schwelle des neuen Jahres die Lösung so vieler Fragen gesucht werde, die für den Wiederaufbau der Welt und ihre glückliche Weiter«itwicklung auf den Bahnen der Eintracht, Gerechtigkeit und allgemeinen Wohlfahrt von hoher Bedeutung seien, verneige das diplomatische Korps sich vor der ehrwürdigen Person des Reichspräsidenten in berechtigten, durch keine Schwierigkeiten zu erschütternden Hoffnungen.
Der Reichspräsident dankte dem Botschafter für die Glückwünsche und für das Gedenken an Dr. Stresemann.
Das deutsche Volk hege die Zuversicht, daß die Arbeit des letzten Jahres mit Erfolg im neuen fortgesetzt werde. Deutschland kann, so führte der Reichspräsident aus, seine Aufgaben im Kreise der Nationen nur dann erfüllen, wenn es politische Freiheit und wirtschaftliche Entfaltungsmöglichkeit hat. Die Ruhe und Sicherheit der Welt, die wir alle wünschen, haben politische Gleichberechtigung und wirtschaftliche Gesundheit aller Staaten zur Voraussetzung. In der Hoffnung, daß dieses Ziel erreicht wird, spreche ich Ihnen, im Namen des Deutschen Reiches und im eigenen Namen, meine aufrichtigsten und herzlichsten Neujahrswünsche aus. aus.
Im Anschluß daran empfing der Reichspräsident den Reichskanzler, dtS.-Reichsmimster und die Staatssekretäre der Reichsregierung. Der Reichskanzler entbot dem Reichspräsidenten die Glückwünsche der Reichsregierung. Mit dem deutschen Volke, so führte er aus, hofft die Reichsregierung, daß auch im neuen Jahre Ihnen Gesundheit und Wohlergehen beschieden sein mögen. Im Mittelpunkt unserer politischen Arbeit stand im vergangenen Jahre das Ringen um die endgültige Gestaltung der für Deutschland durch den verlorenen Krieg zu tragenden Lasten. In diesen Erörterungen ist die Räumung der zweiten Zone vor dem vertragsmäßig festgesetzten Termin er-
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Der französische Botschafter de Marguerie, der diesmal die ©Tü*> wünsche des diplomatischen Korps aussprach.
reicht worden. Die dritte Zone soll spätestens am " 30. Juni dieses Jahres von den Besatzungstruppen geräumt und damit Deutschland wieder frei werden! Im Zusammenhang mit der vorgesehenen Erleichterung unserer Lasten hat die Reichsregierung eine Reichsfinanzreform in Angriff genommen und dazu die Grundzüge eines umfassenden Programms vorgelegt. Die Erledigung dieser Aufgaben wird nach Abschluß der Haager Verhandlungen die vordringlichste Sorge der Reichsregierung sein.
Der Reichspräsident dankte dem Reichskanzler für die Glückwünsche und erwiderte sie mit den besten Wünschen für den Erfolg der Arbeit.
Wenn alle die schweren Fragen so gelöst werden sollen, so führte der Reichspräsident aus, wie es das Wohl unseres Vaterlandes und die Verantwortung für dessen Zukunft forde'm, dann müssen P a r i e i g e i st und Interessen- politik hinter die großen vaterländischen Gesichtspunkte zurückgestellt werden und die Lebensfragen unseres Volkes alle Deutschen zu einer breiten einheitlichen Front zn- sammenschließen. Ich spreche daher in dieser Stunde erneut die Mahnung aus, daß hoch über den P a r t e i en d a 2 V a t e r l a n d stehen muß! Wer entschlossen Hand mit anlegt und mitarbeit e t an den Aufgaben der Gegenwart und am Aufbau der Zukunft, der handelt wahrhaft national. Daß das neue Jahr solche Erkenntnis festigen möge, ist heute mein treuer Wunsch!
Um 1 Uhr brachte das Reichstagspräsidium dem Reichspräsidenten die Glückwünsche des Reichstages dar. Anschließend erschien eine Abordnung des Reichsrates, die die Glückwünsche der Reichsrates aussprach.
Die Glückwünsche der Wehrmacht überbrachte Reichswehrminister Dr. h. c.. Gröner. Generaldirektor Dr. h. c. Dorpmüller überbrachte die Glückwünsche der Deutschen Reichsbahn. Anschließend erschien Reichsbankpräsident Dr. Schacht, um dem Reichspräsidenten die Glückwünsche des Reichs- bankdirektortums auszusprechen.
An die Wehrmacht!
Wie alljährlich Hot auch diesmal Reichspräsident von Hindenburg an Reichswehr und Reichsmarine Glückwünsche zum Jahreswechsel gesandt. Auch Reichswehrminister Dr. Goener, der Chef der Heeresleitung, General Heye, und der Chef der Marineleitung, Admiral R a e d e r, haben Neujahrsgrüße an Heer und Flotte erlassen.
In dem Erlaß des Reichsministers heißt es: „Schwere Entscheidungen im Innern und nach außen stehen dem deutschen Volk bevor. lieber dem Streit des Tages, über Klaffen und Ständen, über politische Parteien und Bünden dienen wir allein dem Staat, der deutschen Republik. Das Reich zu schützen und zu erhalten, war und bleibt erste Aufgabe der Reichswehr."
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wtb. Berlin, 2. Jan. (Gig. Meld.) Anläßlich des Jahreswechsels hat zwischen dem Herrn Reichspräsidenten und einer Anzahl Staatsoberhäupter ein Glückwunschaustausch stattgefunden, so mit den österreichischen Bundespräsidenten, mit den Königen von Bulgarien, Dänemark, Norwegen und von Schweden, mit dem Verweser des Königreiks Ungarn, dem Schah von Persien und dem Präsidenten der chinesischen Republik.
In Men.
Wie alljährlich, empfing auch diesmal der deutsche Gesandte 'n Wien die Vertreter der reichs- deutfchen Vereine in Wien, deren Neujahrswünsche der erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Vereine und Verbände in Oesterreich Hofrat Muß in längerer Ansprache zum Ausdruck brachte. In seiner Antwort knüpfte Graf Lerchenfeld an den letzten vom Vorredner ausgesprochenen Gedanken an und unterstrich besonders dessen Drähnung zur Einigung. Mit Genugtuung stellte der Gesandte sodann fest, daß die reichs- deutsche Kolonie durch ihren Sprecher bei der ersten Zusammenkunft im' neuen Jahre des früheren Reichsministers Dr. Stresemann, des großen deutschen Staatsmannes mit Anerkennung und Dankbarkeit für feine Verdienste um das deutsche Volk so warm gedacht hätte. Der Gesandte wies an»
WM
Auffahrt dec Diplomaten.
schließend auf die bevorstehenden Verhandlungen im Haag hin, die nicht nur für die weitere Entwicklung Deutschlands im Sinne der von Dr. Stresemann verfolgten Bestrebungen um den Wiederaufbau des Reiches sondern auch für Ö st erreich vong roßer Bedeutung sein würden. Mit einem Ausblick auf die Zukunft schloß Graf Lerchenfeld, wobei er als besonderen Wunsch des deutschen Gesandten in Oesterreich die Hoffnung aussprach, daß das komende Jahr in den deutsch-öfter- reichischen Wirtschaftsbeziehungen das erwünschte Ziel einer engeren Verbindung beider deutschen Brüderstaaten bringen werde.
Paris.
Bei dem Neujahrsempfang des diplomatischen Korps durch "Präsident Doumergue im Elysee in Paris brachte als Doyen der Apostolische Nuntius Monsignore Maglione die Glückwünsche des diplomatischen Korps zum Ausdruck. Der Nuntius erklärte in seiner Ansprache, Frankreich sei eine der stärksten Stützen des Weltftiedens. Es wolle — und das sei sein Recht und seine Pflicht — in würdevoller Unabhängigkeit und Sicherheit leben. Aber es wisse auch, daß heute weniger denn je ein Volk isoliert bleiben könne, und da begünstige Frankreich die wirtschaftliche Verständigung und die guten politischen Beziehungen Zwischen den verschiedenen Staaten. Zur Lösung mehrerer sehr wichtiger Fragen seien gegenwärtig Verhandlungen im Gange. Mögen diese zur Befriedigung Frankreichs und anderer Interessierten so enden, daß die Nationen zu einer immer engeren Annäherung und zu einem immer größeren Wohlstand gelangen.
Präsident Doumergue dankte für die Glück- wünsche und betonte, der Leitgedanke der französischen Regierung fei, den durch den langen 7iampf verarmten und erschöpften Völkern eine moraRsche Enffpannung zu verschaffen, die volle Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Talente zu sichern und das Gefühl der Sicherheit und des Wohlstandes zu begünstigen. Die französischen Staatsmänner widmeten sich dieser Aufgabe mit Eifer.
Sitzung des Reichskabinetts.
wtb. Berlin, 2. Jan. (Gig. Meld.) Der Reichsfinanzminister berichtete in der heutigen Sitzung im Reichskabinett über den augenblicklichen Stand des Nachtragshaushaltes 1929 und gab einen Vorbericht über die Gestaltung des Haushalts 1930.
* Die Zuständigkeit der Polizei auf llniversikäts- boden. Auf eine Anfrage der deutschnationalen Fraktion des Preußischen Landtags, die auf das Vorgehen der Polizei bei den Studentenunruhen Bezug nahm, die Mitte November in der Berliner Universität stattfanden, hat der preußische Minister des Jnern nunmehr erwidert, es bestünden nach geltendem Recht für die Ausübung polizeilicher Befugnisse innerhalb der Universität keine Ausnahmen von der allgemeinen Zuständigkeit der Polizei. Daher fei ein polizeiliches Ginschreiten auf Univer- sitätsboden von einer vorgängigen Genehmigung oder von einem ausdrücklichen Ersuchen der Universitätsbehörden nicht abhängig. Im vorliegenden Falle fei das Eingreifen der Polizei durch die drohende Gefahr des Hausfriedensbruches sowie von Sachbeschädigungen und Körperverletzungen veranlaßt und gerechtfertigt. Die der Universität vorbehaltenen Selbstverwaltungsrechte würden dadurch nicht berührt.
* 75 000 Hektar neues Forstland in vier Jahren. Der preußische Landwirtschaftsminister hat dem Landtag einen Nachweis über die Veränderungen des Grundbesitzes der Staatsforstverwaltung zugehen lassen. Danach hat der staatliche Forstbesitz seit 1. März 1925 bis 11. März 1929 um 75 257 Hektar zugenommen. Der Gesamtflächeninhalt in der Staatsforsten stellt sich Ende März 1929 auf 2 469 931 Hektar. Für die neu- an gerauften Forstgrundstücke in einem Ausmaß von 9 771 Hektar sind mehr als fünf Millionen Mark, durchschnittlich für einen Hektar 537 Mark, ausgegeben worden. Weiterer staatlicher Forstbesitz wurde durch Tausch bzw. Zusammenlegung oder Ablösung gewonnen.
tzugenbergs Verlust-Lifte.
Aus Duisburg wird gemeldet: Der Vorsitzende des Deutschnationalen Arbeiterbundes am Niederrhein, Gewerkschaftssekretär D u d e y, hat wegen der letzten Vorkommnisse in der Deutschnationalen Volkspartei seinen Austritt aus dieser Partei erklärt, nachdem er 11 Jahre lang aktiv in der Partei tätig gewesen ist. Der Deutsch- nationale Arbeiterbund hat seine satzungsgemäße Bindung an die Deutschnationale Volkspartei g e- l ö st. Infolgedessen behält Dudey den Vorsitz im Deutschnationalen Arbeiterbund am Niederrhein.
* Hindenburg klagt gegen einen nationalsozialistischen Führer. Der Reichspräsident hat gegen den nationalsozialisten Abgeordnetn Goebbels Strafantrag wegen Beleidigung gestellt auf Grund des Artikels „Lebt Hindenburg noch?" und der Karikatur „Der Retter sieht zu", die in Goebbels Zeitschrift „Der Angriff" erschienen find. Es handelt sich seit dem 80. Geburtstage des Reichspräsidenten um den ersten Strafantrag. Vorher hatte der Reichspräsident in einigen Fällen Strafanträge gestellt, die er aber aus Anlaß feines 80. Geburtstages zurückzog.
* Herriot verzichtet auf sein Lyoner Bürgermeister-Amt. Herriot hat angesichts der systematischen Opposition im Lyoner Gemeinderat den Sitzungssaal verlaffen und erklärt, daß er fein Amt als Bürgermeister niederlegen werde.
China und die Mächte.
Der Wortlaut eines Memorandums, das der britische Außenminister Henderson in der Frage der Abschaffung der Exterritorialität m China am 20. Dezember dem chinesischen Gesandten in London überreicht hat, ist nunmehr veröffentlicht worden. In dem Memorandum wird ausgeführt: Zur allmählichen Lösung der verwickelten Exterritoriali- tätsfragen seien Verhandlungen erforderlich, die im Geiste des Entgegenkommens geführt werden müßten. Die chinesische Regierung müsse sich ver- gegentoärtigen, daß die britische Regierung jedem Angriff auf Rechte britischer Staatsangehöriger oder auf britische Interessen, die in nahezu hundertjähriger Tätigkeit aufgrund feierlicher Vev- tragsäbmachungen aufgebaut worden seien, entgegentreten würde. Derartige Angriffe würden die Aussichten auf eine friedliche Lösung des Problems schwer gefährden. Die britische Regierung sei bereit, den 1. Januar 1930 als den Tag zu betrachten, an dem die allmähliche Abschaffung der Exterritorialität ihren Anfang nehmen soll, und in Verhand>- lungen über die Methode und das Programm der Abschaffung der Exterritorialität einzutreten.
Der chinesische Gesandte erklärte in seiner Erwiderung, angesichts der dringenden Forderung des chinesischen Volkes nach sofortiger Beseitigung der Exterritorialität sei die chinesische Regierung der Ansicht, daß die Mitteilung der britischen Regierung, sie sehe als Anfangsdatum der Beseitigung der Exterritorialität den 1. Januar an, zur rechten Zeit erfolge und die freundschaftl'ichen Gefühle zwischen England und China zu fördern geeignet sei.
Die sowjetrussischan Direktoren der Ostchinabahn nehmen ihre Amtstätigkeit ans.
Der sowjetrussische Direktor der Ostchinabahn Rudy und sein Stellvertreter Denissofs haben ihre Amtstätigkeit in Chardin aufgenommen. In der ersten Verwaltungssitzung wurden die sowjetrussischen Leiter und stellvertretenden Leiter der verschiedenen Eisendahndienste wieder in ihre ät erntet eingesetzt.
♦ Pacellis Reden. Laut „Germania" hat bet' ' Zentrumsführer Prälat Kcms eine Sammlung bet bebeutenbften Reben, bic der soeben von Berlin' geschiedene Apostolische Nuntius Eugenio Pacelli wahrend seiner Wirksamkeit auf deutschem Boden gehalten hat, jetzt der Oeffentlichkeit unterbreitet.
* Rücktritt des Landesführers der Wiener Heimwehr. Aus Wien wird gemeldet: Dis „Neue Freie Presse" meldet: Der Landesführer der Wiener Heimwehr Hofrat Ingenieur Pichl ist x von seiner Stellung zurückgetreten. Die Gründe für den Rücktritt Pichls, der die entschieden völkisch-antisemitische Richtung vertritt, ist auf politische Meinungsverschiedenheiten zurückzu- führen.
Indien.
Entschließung des allindischen Kongresses.
Der allindische Kongreß hat mit übermältigeti- • der Mehrheit eine Entschließung Gandhis angenommen, die die Bemühungen des Vizekönigs um, eine friedliche Regelung der nationalen Bewegung, anerkennt und erklärt, baß der Leitgedanke des i Kongresses die völlige Unabhängigkeil Indiens ist. Die Entschließung tritt weiter für I Nichtbeteiligung der Engländer an den zentralen und den provinzialen gesetzgebenden Versammlun-. gen ein und ermächtigt den Ausschuß des Kongresses, wenn er es für nötig hält, ein Programm [ des Widerstandes gegen die Gesetze aufzustellen,. sowie die Nichtzahlung der Steuern zu empfehlen, s
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Nach einer Aussprache von anderthalbstündigr Dauer hat der indische Nationalkongreß mit 942 gegen 792 Stimmen die von Gandhi befürwortete Entschließung angenommen, die den Bombenanschlag auf den Sonderzug des Vizekönigs verurteilt und den Vizekönig und feine Begleiter zu ihrer glücklichen Errettung beglückwünscht.
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18 Mitglieder der Arbeiterfraktion des engü- fchen Unterhauses haben an die Führer des allin- difchen Kongresses in Lahore eine Erklärung gerichtet, in der sie den Kongreß dringend bitten, das Angebot der Arbeiterregierung zu einer Konferenz in London anzunehmen, in der de indischen Probleme besprochen werden sollen.
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Der nächste allindische Kongreß wird in K a- ratschi int Frühjahr 1931 zusammentfeten.
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Reuter meldet aus Lahore: Zu einer entfielt * Spaltung kam es unmittelbar nach Schluß des all- indischen Kongresses. Es traten nämlich 30 Mit- ; glieder aus dem Kongreßausschuß aus wegen des Vorschlages Gandhis, daß dem Kongreß-„Kabinett" nur solche Männer angehören sollten, die mit dem Kongreßprogramm voll und ganz einverstanden seien. Als der Präsident des Kongresses die Austritte bedauerte, bemerkte ein Mitglied unter allgemeinem Gelächter, der Kongreß habe ja Austritte aus den gesetzgebenden Versammlungen sanktioniert. Sodann wählte der Ausschuß die von Gandhi vorgeschlagenen. Die Gruppe der 30 Ausgetretenen hielt inzwischen eine Beratung ab und beschloß, eine demokratische Partei innerhalb des Kongresses zu bilden.
* Vorläufig keine Vereinigung der elsciß- I okhringischen Gemeinden. Wie Havas aus Straßburg berichtet, meldet die Schlettstädter Zeitung, daß der Vorsitzende des vorläyfiaen Ausicbuffes