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Fuldaer Zettung (Amtliches Kreisblatt)

Mittwoch, den IS. Dezember 1929

Die 5L Sturmius-Kirche in Fulda

Sie Feier des Skurmius-Zubiläums vor 50 Fahren.*)

Das Auto in Mannheim aufgefunden.

möge für bi» ^eüoffoo einen on«fominenen Al'laß gewähren. Durch irrere nnm 18. November 1879 wurde dieser Wunsch erfüllt. Sur Alttbrinaung der kosten durfte für das 5Mt aus dem Vermögen der Domkirche nichts verwandt werden, wie „über- baupt damals alle Ausgaben für den Kathedral- Gottesdienft suspendiert" waren. Deshalb wurde eine Kollekte in der Dicnese ausgeschrieben. Deren etwaiger Ueberschuß sollte zur Vollendung des

Wegen der traurigen .?eitoerh»^nisse hatte man von Beflaggung und sonstiger Schmückung der Häuser Abstand genommen. Nur auf den beiden Türmen des Domes wehten die päpstliche und die städtische Fahne. Im Innern der Kathedrale wa­ren die Altäre festlich hergerichtet, besonders der des hl. Sturmius, auf dem der Schrein mit dem Haupte des Heiligen unter einem seidenen Balda­chin, während des Gottesdienstes im Lichtglanze zahlreicher Kerzen, die ganze Festoktav hindurch prangte. Dom 13. bis zum 21. Dezember wurde

■ Wie bekannt ist, wurde vor dem Cafe Hesse her I Personenwagen der Fa. Wehner in Poppenhausen k gestohlen. Die hiesige Polizei hatte den Diebstahl sofort durch Funkspruch bekannt gegeben.

[ Schon heute mittag traf ebenfalls durch Funkspruch die Nachricht ein, daß der Wagen in Mannheim

*)Nach Akten des Bischöfl. Generalvikariats, darun­ter Aufzeichnungen des Domkapitulars, nachmaligen Domdechanten Karl Kalb.

Viele haben schon so getan. In wenigen kurzen Strl chen wurden bann noch praktische Ratschläge für den Krippcnbau dargeboten.

Es folgte der zweite Teil: Eine große Reihe von Krippendarstellungen — im Lichtbilde — gab einen Ueberblick über einen Teil der heutigen Krippenkunst unk zugleich. Anregung für bas Rachschasfen. Gezeigt wur ben Krippen nerfdjiebener namhafter Künstler aus ben Narben und Süden unserer Heimat (Rheinlanb-West- falen, Bayern, Tirol) und eine Reihe von Haus- und Sfeimntfrippen mit ben mannigfaltigsten Motiven (Bur­gen, Tore, Häuser, Ställe uffro.)

uaß oie staatlichen Boller am Anfang und am ’ Schluffe her Festoktav während des Geläutes der Glocken lowie während des feierlichen Hochamtes , . - n------------------- ....... ltl™n

am 17. Dezember abgeseuert werden sollten. ,„Su .durch schenken einer selbstgebastelten Krippe, besonderer Freude gereicht es mir," heißt es in ®*eIe baben frf,on ,n a" Ä1 dem Schreiben weiter, „hiermit auch die Mitlei- lt'va ergebenst verbinden zu können, daß der Stadtrat einhellig »um eroiaen Andenken an die Feier des 1160'ährigeri Jubiläums des hl. Stur- milts, des Gründers unserer Stadt, die Aufstellung einer Statue d»s Heil'aen an dem Brunnen vor dem neuen Rathause beschlossen hat."

I diese gefeiert. Troß der anhaltenden Kälte von I 12—19 Grad war die Domkirche täglich von zahl- I reichen Besuchern gefüllt. Festpredigten wurden I am Vormittag während des Hochamtes und am I Abend gehalten. Do ran waren beteiligt Domkapi- I tular Kalb, die schon genannten Dompräbendaten I Komp, Braun, Schick (den gefeierten Kanzelredner I Engel vermissen mir m der Aufzählung); ferner I Domkaplan Joseph Lammeyer, der Religions- I lehrer an der städtischen Bürgerschule Nikolaus I F ü l l e r, die ehemaligen Lehrer am Klerttal- I feminar Joseph Pauly und Dr. Wilhelm A r e n« I hold, Gmnnasial-Oberlehrer Hermann B r ei­lt u n g, die Stadtkaplcine Heinrich Hillen- I brand, Adalbert Endert und Franz Rhiel, | Garnisonpfarrer P. Augustin Möller, Männer, I die wir Aelteren alle gekannt haben, denen Na- I men bei dieser Gelegenheit wieder einmal genannt I werden mögen.

Am Sonntag, den 21. Dezember, um 3 Uhr I nachmittags wurde die Festfeier geschlossen. Die | Domkirche war, wie Kalb berichtet, „von Gläu- I bigen vollkommen angefüllt". Subregens Schick I hielt die Predigt. Er sprach von der Liebe zum 1 Heiland, die den hl. Sturmius drängte, die Welt I großmütig zu verlassen, sich ganz Gott hinzugeben I und selbst fein Leben durch apostolisches Wirken I zu opfern. Nach der Predigt wurde durch Dom« I kapitular Kalb eine feierliche Andacht gehalten. I Die gesamte Geistlichkeit der Stadt Fulda zog. bren« I nende Kerzen in den Händen tragend, von der I Sakristei in das Presbyterium. Das Te Deum wurde gesungen. Die Glocken der Stadt läuteten bani und die am Michaelsberg aufgestellten Böller ließen ihre Stimme erschallen. Mit dem sakra­mentalen Segen endete die elfhundertjährige Jubel­feier des hl. Sturmius. Dr. K. 21. L.

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Während ' in diesem Jahr der Fuldaer Ge­schichtsverein eine weltliche Feier zu Ehren des Gründers des Klosters Fulda veranstaltet, war es vor 50 Jahren der erst 3 Jahre lang bestehende Rhönklub, der im damaligen Pult'schen Saals einen Festabend größeren Stils durchgeführt hat. Der Begründer und langjährige Vorsitzende, Dr. Justus Schneider (t 1904) hielt damals einen in­teressanten Vortrag über „die Gründung Fuldas und die ersten Kulturanlagen im buchonischon Walde durch den hl. Sturmius". Der Vortrag war von gediegenen musikalischen Darbietungen um­rahmt und hat, wie wir aus der Presse ersehen, großen Anklang gefunden. Herr Gymnasialdirek­tor Dr. Goebel (t 1904) hat Namens der Teil­nehmer dem Redner für seinen von gründlichstem Studium unserer heimatlichen Geschichte zeugenden Vortrag den Dank der Zuhörerschaft ausgespro­chen.

AdvenksfeierWdKchpeKlichWlderyorfrag

Auf ben Abenb bes vergangenen Sonntags hatte die hiesige Arbeitsgemeinschaft ber Krippen» freunde zu einem Lichtbilbervortrag über bie Weih­nachtskrippe in bie Harmonie eingeladen. Die Veran­staltung würbe verbunden mit einer Aboentsfeier des Arbeitervereins der Stnbtpfarrei. Der hochw. Herr Kaplan Kreuzer, ber als Präses bes Arbeitervereins einige einleitenbe Worte sprach, konnte eine bichtge- drängte Schar von Gästen, bie ben Saal bis aus den letzten Platz füllte, begrüßen. Ein gemeinsam gesunge­nes Adventslied bildete nach einem kurzen Musikstück den Auftakt, der Feierstunde. Entsprechende Dichtungen reihten sich daran, deren Eindruck auf die still lauschen- den Zuhörer verstärkt wurde durch die Weihe, die von dem Adventskranz ausging, dessen Kerzen allein in den sonst dunklen Saal hineinleuchteten. Besonders packten die Adventstexte aus der hl. Schrift, bie Herr Kavlan Kreuzer barbot unb bie er bann weiterführte in einigen Gebauten, bie ben rechten Abventsgeist wecken iol"en. In einem weiteren Abventslieb klang biefer erste Teil der Feier aus.

Fulda, den 17. Dezember 1929

Au Ehre« des hl. Sturmius.

Anläßlich des 1150jährigen Jubiläums des hl. Sturmius, des Gründers des Klosters Fulda und damit auch der Stadt Fulda, läuteten am Montag abend feierlich die Glocken aller Kirchen. Heute vormittag um 9.30 Uhr fand im hohen Dome ein feierliches Pontifikalamt statt, an dem die Kapitels- und die Stadtgeistlichkeit tellnahm. Auch der Herr Oberbürgermeister und eine größere Anzahl von Mitgliedern der städtischen Körperschaf­ten waren erschienen. Das Gotteshaus war von Gläubigen dicht gestillt. Dom- und Alumnenchor sowie das Domorchestcr verherrlichten den Gottes­dienst durch den Vortrag der St. Joseph-Messe von Dietrich. Nach dem Evangelium bestieg Herr Dom­kapitular Prof. Dr. Thielemann die Kan­zel zur Festpredigt. Er legte seinen packenden Ausführungen Worte aus dem Römerbrief des hl. Paulus zu Grunde, die von der Verehrung der Vorsteher handeln und zu ihrer Nachahmung mah­nen. Die Predigt hatte ihren Höhepunkt in der Darlegung, wie sehr das Beispiel die Quelle des Guten ist und wie das Beispiel des Guten sich durchsetzt, allen Anschlägen des Bösen zum Trotz. Der Prediger zog daraus packende Nutzanwendun­gen für das Leben der Gegenwart, besonders für die Familie und die Gemeinde. Er feierte die Ge­meinschaft der Heiligen und ihre Bedeutung für l die Menschen und rief Kinder, Jünglinge, Jung­frauen und Eltern auf, den hl. Sturmius recht herz- i lich um Beistand zu bitten, damit der Gründer un­serer Stadt am Throne Gottes auch weiterhin so für Fulda bete und es beschirme, wie er es in den vergangenen Jahrhunderten getan hat.

Steuerkarte 1930.

t Wir werden gebeten, darauf hinzuweisen, daß die jetzt ausgehändigten Steuerkarten unverzüglich den die Bezüge (Gehalt, Pension, Vergütung) zahlenden Kassen zuzustellen sind.

Wohlfahrtsbriefmarken nn Weihwachtsmonat.

Wie in außerdeutschen Ländern, muß es auch m Deutschland mehr und mehr Sitte werden, im Weihnachtsmonat Wohlfahrtsbriefmarken zu ver­wenden. Die diesjährige Wohlfahrtsbriefmarke mit ihrem geringen Aufschlag — die 5 Pfennig-Marke kostet 7 Pfennig, die 8 Pfennig-Marke kostet 12 Pfennig, die 15 Pfennig-Marke kostet 20 Pfennig, bie 25 Pfennig-Marke kostet 35 Pfennig, die 50 Pfennig-Marke kostet 90 Pfennig — läßt es für alle Kreise möglich erscheinen, ohne finanzielle Belastung Wohlfahrtsbriefmarken in größerem Um- fange zu verwenden. — Die Bildpostkarte mit eingedruckter 8 Pfennig -Wohlfahrtsmarke zum Preise von nur 12 Pfennig erscheint für Weih­nachtsgrüße besonders geeignet. Weihnachtsgrüße, ine zugleich her Schaffung fröhlicher, kräftiger Ju­gend dienen, weiden sicher von jedem besonders gern in Empfang genommen. Die Marken, ebenso die Bildpostkarte der Deutschen Nothilfe (Preis 12 Pfennig) sind bei den bekannten Wohlfahrts­stellen sowie bei den Postanstalten zu haben.

An bie Bilbreihe, bie ber Lichtbilbstelle bes Rheinisch, westfälischen Lanbesverbanbes ber Krippenfreunde ent- stammte, schloß sich noch bie Darbietung mehrerer Pho. tographien zumeist Tiroler Krippen. Einen frohen Ab- schluß bilbeten die Wiedergaben einer Reihe Weihnachts- bHber bes innig-frommen, gottbegnadeten Tiroler Künft- lers Bachlechner.

Es war ein froher unb genußreicher Abenb. ben die Teilnehmer an dieser Veranstaltung verbracht hatten

Bevor die Feier beschlossen wurde, erging noch eine Einladung an alle anwesenden Krippenfreunde, die an

Anschließend begann nun Pater Dr. Ewald Mül- I l-r vom Frauenberg seinen Vortrag: Die Weih, nachtskrippe, ihr Bau und ihre seelisch, religiöse Bedeutung für das christliche Glaubens- und Familienleben. Rach einer I Begründung der Veranstaltung gegenüber denen, bte der Einladung gefolgt waren, gab der Vortragende Zunächst einen ganz kurzen geschichtlichen Ueberblick über die Entwicklung ber Krippendorstellung im katholischen I ungefangen insbefonbere von ber Krippenweihnacht I des hl. Franziskus bis zum letzten Aufschwung der Krip- I penberoegung in unseren deutschen Landen, vor allem I im Rheinland und Westfalen.

3n warmen und zu Herzen gehenden Worten gab P. I Ewald dann die Antwort auf die Frage nach dem eigent« I lichen und tieferen Sinn bes Krippenbauens. Warum baue ich mir eine Weihnachtskrippe? Es war ber eigent- lidje Gegenstand bes Vortrags. Die Antwort klang an in dem, was Thomas von Celaus in seinem Bericht über S. ,rranziszi Krippenfeier sagte: „Der Iesusknabe war m vielen Herzen ber Vergessenheit anheimgefallen ® i^ien Ingen unb ist burch Gottes Gnade und seinen Knecht Franziskus in ben Herzen ber Menschen roieber zu neuem Leben erweckt und unauslöschlich eingegraben roorben. Im Religiösen liegt ber Sinn ber Krippen« öarfteUung, alles andere muß ihm dienen. Der Glaube der heute in weiten Kreisen erkaltet, ber soll geweckt mrd gehegt werben burch diesen bildhaften Ausdruck des Weihnachtsgeheimnisses, der soll hier hineingesenkt wer­den schon in die Seele des Kindes, das für solche Dinge l? '^^Pfanglich ist. Hierin liegt auch heute wieder die Mission der Krippenbewegung. Und zu einem an- Deren ist sie noch berufen: zum Wiederaufbau der Fa- '""ienaemelnschaft. Krippe und Krippenbau, die halten und schließen die Fam,lienglieder zusammen.

Einige falsche Deutungen, die der Krippenbauer sich zuweilen gefallen lassen muß, wie Liebhaberei, Schwöb mele’cUa^ ®efuMsbu(eIei wies der Redner zurück, aber °u-h falsche Auffassungen, die vielleicht manche Krip- penbauer selber in ihrer Arbeit haben. Sie darf nicht bloß als Zeitvertreib, als ein Sport für die langen Jömterabenöe betrachtet werden, sie muß eine ernste An­gelegenheit bleiben. Religiös muß die Grundlage des bleiben, die Krippe soll gleichsam eine Srurfe bilden von der Kirche hinein in bie Herzen ber gläubigen Menschen, in jebes Haus.

®me schöne Form der Karitas, die hier sich bietet Erde zum Schluß noch angebeutet: wie man in man- pes arme Haus, an manches Krankenbett Freube traaen

Em Denkmal des heiligen Sturmius ist trotz wiederholter Ansätze in der Stadt, die auf ihn ihre Gründung zurückführt, nicht zu Stande gekommen. Im Jahre 1914 belief sich der Betraa, der von der Stadtverwaltung für die Erbauung des auf dem Domplatz geplanten Denkmals angesammelt war, auf rund 28 000 RM. Er wurde leider ein Opfer des Krieges und der Geldentwertung. Als nach dem Kriege die Notkirche im Kohlhäuser Feld errichtet wurde, deren Bild unser Zeichner oben bietet erhielt sie zum Schutzpatron den heiligen Sturmius. So ist in dieser Notzeit der Nachkriegsjahre dem Apostelgeist des Heiligen an der Grenze der Stadt in den wachsenden Siedlungen ein Ehrenmal entstanden, das zwar des äußeren Glanzes entbehren muß, aber im Sinne des Patrons segensreiche apostolische Arbeit im Dienste des Allerhöchsten ermöglicht.

Für die Förderung der Schafzucht.

Die Lebensfragen ber deutschen Schafzucht wurden | Unlängst ausführlich im Preußischen Lanbwirtschastsmini- fterium erörtert. Im einzelnen wurden besprochen: die weitere Durchführung von Leistungsprüfungen, Fütte- L rungsfragen und Mütterberatung, die Ausbreitung und Förderung der bäuerlichen Schafzucht, die Ausgestaltung des Magerschafmarktes, die Ausbildung für Prüfung des Echäferpersonals. Die sehr eingehenden Verhandlungen, die u. a. auch ein Bild von den starken Erschwernissen > der Schafzucht zeigten, wurden von dem Wunsche ge­tragen, der Schafzucht ihre Bedeutung zu erhalten und sie besonders in bäuerlichen Betrieben wieder auf (eben zu r Wen.

Eine besondere Einladung wurde an den Stadtrat und den Dürgerausfchuß gerichtet. Unter dem 12. Dezember erging an das Kapitu« larvikariat ein Antwortschreiben, das in Vertre- tunq des Oberbürgermeisters Rang der Beige- Trotzdem entschloß man sich, das 1100jährige I ordnete M. Schmitt unterzeichnet hat. Darin

Jubiläum des hl. Sturmius festlich zu begehen. I wird mitgeteilt, daß der Stadtrat dem Hochamt im Wie 1779 der Benediktiner P. Sturmius Bruns Dom am Todestage des hl. Sturmius mit fämt- -ur Feier des 1000jährigen Jubiläums eine Le- I lichen städtischen Behänden beiwobnen werde, und bensgeschichte des hl. Sturmius verfaßt hatte, so I daß die städtischen Böller am Anfang und am wurde jetzt von Dr. Komp ein „Sturmiusbüch- ” - - - -

lein" in der Fuldaer Actiendruckerei herausgege­ben. Diesen war, wie Kalb sich ausdrückt, „ein Unternehmen eifriger Katholiken, die, durch das Varteigetriebe genötigt, eine eiaene Druckerei zum Schutze und zur Förderung katholischer Interessen durch 2lktien aegnindet haben." In einer von D r.

Vraun Derfa^n Ewaabe hatte man sich an den Hl. Vater Leo XIII. nut der Ritte aewanbt. er

Am 17. Dezember 1879 waren 1100 Jahre seit r Schreines für das Haupt der hl. Lioba Derwen- dem Tode des hl. Sturmius verflossen. Man I düng finden

Lnd-r°Äf-^l?es«Jubiläum inAnlich glän- Unter dem 24. November erging die Ein» blBoniwtm *** Iabun9 des Kapitularvikariates an den Klerus

hl. Bonlfatiu^ 1855 begangen worden war. und die Laien der Diözese. Der Aufruf erinnert

Aber die kirchlichen Zeitverhältnisss waren über« I an die Worte, die Papst Jnnocenz II. am 19. April aus traurig. Noch immer verheerte der unselige 1139 auf der zweiten allgemeinen Kirchenversamm-

,,Kulturkampf" die katholisckie Kirche in Deutsch- hing im Lateran zu Rom nach der feierlichen Hei­land. Der Bischof von Fulda Christoph Floren- I ligsprechung des hl. Sturmius an die Abgesandten

tlus Sott war am 14. Oktober 1873 gestorben. I und Vertreter der Fuldaischen Kirche gerichtet

Ein Nachfolger konnte ihm nicht gegeben werden, I hat. Sie verdienen auch heute noch einmal ver-

da jeder der von dem Domkapitel vorgeschlagenen | nommen zu werden und mögen deshalb hier eine

Kandidaten sich weigerte, den von dem neuen I Stelle finden. „Höchst billig ist es unb alles Lo-

Staatsgesetze geforderten Eid zu leisten. Der erste I bes würdig, daß jenen, die der König der Könige

Kapstularvikar, Domdechant Dr. Laberenz, l und der Herr der Herren zu ehren sich würdigt,

, , „ ..... , war 1875 dem Bischof in die Ewigkeit gefolgt. An I auch die Menschen Verehrung erweisen. Wir ha-

herrenlos aufgefunden worden ist. Es ist also I seine Stelle trat als Bistumsverweser Kon- ben eben den Bericht über das lobenswerte Leben

f das eingetroffen, was wir schon vorher vermuteten, rab Hahne. Aber dieser war gerade im Herbst I des seligen Bekenners Sturmius vernommem auch

Der hiesigen Polizei darf man für die schnelle Auf- 1879 schwer erkrankt und konnte zur Zeit des Fe- I von mehreren Wundern, die der Herr um feiner

klärung danken. I stes das Zimmer nicht verlassen. Auch Domkapi- I Verdienste willen gewirkt hat, durch das Zeugnis

I tular Dr. Franz Heinrich Reinerding war I unserer hier anwesenden deutschen Brüder Kennt-

Aus bet ÖlCfftOtüitffdiafL durch Krankheit verhindert, an ber Feier teilzu- nis erhalten. Deshalb vervrbnen wir auf ber durch

D-r Elektro wihoTKoLat JL "chm.en. Der einzige Kapitular, ber bei bem Feste Gottes ©nabe im Lateran versammelten allgemei-

oo€^i)Cr^W:ttelbeustchlanb, ber I Mitwirken konnte, war Karl Kalb. Ihm stauben I neu Synode nach Beratung mit ben Patriarchen QilrmS+T n»9«»8»2! sTan-H16 dAllwnen zur Seite bie Dompräbendaten Dr. Georg Ignatius Erzbischöfen, Bischöfen unb* lebten, daß eben die-

' 138a?l,'1.StlfoeSt. S J0,0,11”?11. K»mp. d-r nachmalig, Bilch»! und -rrWi-Er,. OTttMIgl Mam unter ton Slam unbVu«

■ Ä)orSb .??n toS,,®H, b to ?!“ *f$* W «•»«<"» Dr. Start «Braun. IrwShNm Gatte- »retten und dätz °e"n

' f chaff Luecks SdÜTffHnrt nrntn9 ' beide nachmals Domdechanten, endlich Subregens mit aller Freude feierlich begangen werde. Eure

S. in «ffiWS Äm U in at"b"°5®*' V ,,*‘rblrate DEat. Sache ,s, es nun, geliebte Whne, ,a Mr Beeherr. Kassel nunmehr abgeschlossen und beruft auf Das Pnestersemmar war am 18. Januar 1875 “%un9 allmächtigen Gottes die Verehrung den 17. Dezember nach Kassel eine e r st e H a u p t- I «Folge ber „Maigesetze" geschlossen worden. Die dieses Bekenners zu pflegen, so bie Verehrungs­versammlung ein mit dem Anträge, bas Ka- Alumnen waren mit Professor Dr. Konstantin 2?.! WJuffe unserer Mutter, der. heiligen

pital ber Gesellschaft von 100000 RM. auf 24 I Gutberlet zur Fortsetzung ihrer Stubien nach I römischen Kirche, zu beobachten, baß ber Ort, ben

Millionen RM. zu erhöhen. An diesen 24 Mill. Würzburg übergefiebeit. Sie mußten von bort nach I !«r bewohnt, sowohl bei Gott wie bei ben Men-

RM. Aktienkapital ist der preußische Staat durch -?ulba herüberkommen, um bei bem Feste den hei- lchen Lob und Ehre verdient und eure Frömmig-

die Preußische Elektrizitäts-A. G. (Preag) in Ber- ligen Dienst zu versehen. j keit den Lohn des ewigen Lebens erlangt."

lln mit 26 Prozent beteiligt. Die mitteldeutschen Die Franziskaner vom Kloster Frauenberg •• Sas "Circular" bringt sodann Anordnungen Elektw-Liefer-Organisationen der verschiedenen deren Mitwirkung bei der Feier, insbesondere bei ubF bic ^eicr be3 Jubiläums in den Pfarreien

Kreise sollen auf diese Weise fest miteinander zu- der Verwaltung des hl. Buhsakramentes sehr er- außerhalb ber Stabt Fulda und in ber Domkirche,

fammengeschlossen werden. Nachdem dieser Zu- wünscht gewesen wäre, waren vertrieben In bie , Gläubigen werden zum eifrigen Empfange der

fammenschluß herbeigefühtt worden ist, soll das Verbannung gestoßen waren auch die Benediktine- Sakramente und zum Besuche des Gotkesdien- ^ktienkapikal der Elektrizitäts-A G. in Mit- rinnen und die Englischen Fräulein, die sonst gem [tes '^er Kathedrale eingeladen. Es schließt mit

24 I ihre Schülerinnen ber Dorn- bzw. Stadtschule zu I Wunsche: „Möge diese Festfeier jenen durch I ®llIL 91 auf 34 Milll RM. erhöht wer- dem Gottesdienfte geführt hätten 3 die Liebe werktätigen Glauben erneuern unb be­ben, um dann bie Städtischen Elektrizitätswerke I . s ro I festigen, ben ber hl. Sturmius vor elfhunbert Job- I

'« Kassel, in Göttingen, in Marburg a. £., in ,ur ®0 •855 mare” ren unfern Voreltern geprebigt unb in seinemLe-

F.ulda und Hanau aufzunehmen. Dann werden I ?er kirchlichen Feier auswärtige I ben bewährt hat, damit wir so seiner Fürbitte

mit der Elektrizitäts-A. Mitteldeutschland mit I etngelaben roorben. Setit mußte man ba» roürbig befunben werben, bie er sterbend uns Der­

bem Sitz in Kassel als Kraftwerke die großen D0« absehen, weil manche Diözesen verwaist wa- heißen hat." Ueberland-Werke der Edertalsperre, der Diemel- I ren, mehrere Bischöfe in ber Verbannung weilten, ’

i talsperre unb das große Wasserkraftwerk in Bor- den Oberhirten überhaupt bie Verrichtung Bischöf-

ken (Bezirk Kassel) als preußische bezw. staatliche kicher Amtshanblungen erschwert ober unmögftch

■ Erzeugungsstätte, die sämtlich der Preußischen Elek- gemacht war. So traurig war es 1879 um bie trizitäts-A. K. in Berlin gehören, und mit einem | kirchlichen Verhältnisse in Fulda bestellt, verzahnten kommunalen Elektro-Kraftwerk, das sich

I' aus den bisher in kommunalem Besitz befindlichen Elektrizitätswerken in Kassel, in Göttingen, in Marburg a. d. L., in Fulda und in Hanau am ; Main zusammensetzt, so verbunden, daß eine auf : mindestens 250 Millionen Kilowattleistung zu stei- 1 gerade Elektrizitätswirtschaft reibungslos durchae- t fuhrt werden kann. Das Versorgungsgebiet dieser - großen Elekttizitäts-A. G. M tteldeutschland unter s Mitwirkung der Preußischen Elektrizitäts-A. G. in Berlin wird ganz Mitteldeutschland mit Teilen von Südhannover, Ost-Westfalen und Thüringen ver- forgen.