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Auldaer Zeitung

Aus aller Well

Raud^ens

Der Mann von Wett

CIGARETTEN

So sdgaffl Sen. positiven. Genuss

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vom, positiven.

RMARK -RAUCHER 5.

Das ist alles, was ich weiß."

„Und der Brief?" fragte Brand neugierig.

Zweifel, wo ich nach Erzberger zu suchen hatte. Alsbald sah ich ihn auch leblos am Fuße einer Tanne liegen. Äh begab mich, meine schwere Verwundung nicht fühlend, zu ihm über die Stras- senböfchung. Wie friedlich schlummernd lag er da, das Gesicht jedoch stark mit Blut überlaufen. Sicher kam er nicht zum Bewußtsein dessen, was vor sich ging. Ahnungslos erfolgte der Ueberfall durch die beiden Mörder. Kaum standen sie vor uns, waren die ersten beiden tödlichen Schüsse IN Stirne und Brust Erzbergers gefallen. Sem Sprung über die Straßenböfchung kann nur eine reflektive Bewegung gewesen sein, keine bewußte, gewollte. Dieser vorzügliche Mann war als un­schuldiges Opfer im Dienste für sein Vaterland ge­fallen.

Bei dem toten Freunde stehend, sah ich die Mörder in geringer Entfernung zwischen den Bäumen des Waldes. Nunmehr erst packte mich die Angst und strebte aus dem Bereiche der Revolverkugeln der Mörder hinweg und hin zu Menschen. Zuerst glaubte ich dies am schnellsten durch ein wegloses Wald- und Wiesental zu er­reichen, die Erkenntnis meiner schweren Verwun- düng ließ mich jedoch davon absehen. Denn wenn ich unterwegs zusammengebrochen wäre, hatte ich unbemerkt sterben können, wie ein zu Tode ge­troffenes Reh im Dickicht des Waldes. Ich kroch nun wieder die Böschung hinauf auf die Land­straße. Bald traf ich einen Kurgast von Bad Griesbach eine Hamburger Dame namens Lands­berger. Mit wenigen Worten machte ich sie auf das Dorgefallene aufmerksam und bat fre, mich nach Griesbach zu begleiten, da ich von Kugeln ge­troffen sei und nicht wisse, wie weit ich mich schlep­pen könne. Die Antwort dieser Dame war: „Wie konnten Sie nur mit Erzberger zusammen spa- zieren?" Scheu ging sie am äußersten Straßen­rand und unwillig mit mir. Ein Schwächeanfall zwang mich, auf einen Randstein an der Straße mich zu setzen. Kein Ausdruck von Teilnahme oder von Hilfe war zu erkennen. Als ich meine Sorge äu­ßerte, „wie werde ich der armen Witwe Erzberger das Furchtbare mitteilen", war nicht zu erkennen, daß diese Dame Mitleid mit dieser so schwer heim- gesuchten Frau habe.

Die Mörder entkamen. Bon einer schwer ver­ständlichen Passivität waren die Untersuchungs­behörden an diesem Tage. Stundenlang waren

„Ach, ich kann mir nicht denken, daß jener Brief etwas Wichtiges enchalten hat. Frau Bendler würde es mir doch ftüher gesagt haben, wenn sie von einer Verwandtschaft zwischen meinem Paten und mir etwas gewußt hätte. Ich denke, sie verlangt nach mir nur, um mir zu sagen, daß sie es bedauert —"

„Zweimal den Versuch gemacht zu haben, dich um­zubringen", ergänzte Frau Grau mit grimmigem Gruft, der ihrer sonstigen Sanftmut wenig ähnlich sah. „Ich will gegen die Sterbende nicht hart sein, aber der Ge­danke daran, was sie dir angetan, erfüllt mich doch mit Schaudern."

„Ich bin überzeugt, sie bereut es jetzt," entgegnete Malchen, und das dachte sie auch, als sie mehrere Stun­den später von Stella an der Tür begrüßt wurde — einer sehr blassen und erschöpft aussehenden Stella, mit dunklen Ringen unter den Augen und besorgten Mienen.

„Es ist so lieb von dir, daß du gekommen bist, Mal­chen. Mutter hat die ganze Nacht unaufhörlich nach dir verlangt. Vor zwei Tagen ist sie erst so ernstlich er­krankt, aber bei dem körperlichen Leiden hat sich ihr Geist erholt, und gestern abend bat sie mich flehentlich, dir zu depeschieren."

„Ich freue mich, sofort gereist zu sein." Malchen schlang den Arm um die bebende Gestalt der anderen und küßte sie zärtlich. „Ist deine Mutter wirklich ernst­lich krank, wie du mir telegraphiert hast?"

Die beiden Mädchen waren die Treppe hinaufgegan­gen und saßen nun im Salon, der jetzt so öde und ver­nachlässigt aussah.

„Mutter stirbt," antwortete Stella mit seltsamer Ruhe. „Ihre Tobsucht war zeitweise furchtbar, ich mußte alles aufbieten, sie vor der Ueberführung in eine Anstalt zu bewahren. Dann folgten wieder Wochen eines melancholischen, träumerischen Zustandes, der kläg­lich anzusehen war, und vor zwei Tagen trat ein Schlag­anfall ein. Die Aerzte sagten sofort, daß ihr Geist wahrscheinlich wieder bell werden würde, aber sie gaben mir keine Hoffnung, sie retten zu können — gar keine Hoffnung."

„Wie furchtbar!"

„Ist es furchtbar?" Stella fragte das in dem ruhi­gen, gedrückten Ton eines Menschen, in dem Me Ge­

1.288.

ettag, den 13. Dezember 1629

Me Erzberger ermordet wurde, gie Darstellung des Abgeordneten Diez. — Lässige Verfolgung der Mörder.

mütserregung entweder erstorben oder ganz erschöpft ist. ,Zch denke darüber nach, ob es wirklich furchtbar ist, und zuweilen glaube ich doch, daß es das Beste ist. Sie hat in tfjrer Raserei so entsetzliche, ungeheuer- liche Dinge gesagt, so ungeheuerlich —Sie wandte sich schaudernd ab, und Malchen zog ihr hübsches Gesicht dichter zu sich heran und küßte sie wiederum innig.

„Du nmßt das zu vergessen suchen, es war doch nn Fieberwahnsinn gesprochen. Du darfst nicht mehr da­ran denken, liebste Stella."

,Lch weiß aber, daß wenigstens etwas davon wahr gewesen ist," lautete die erregte Antwort, „glaubst du, daß ich nicht wüßte, daß sie — daß du — das Schloß- verließ —"

„O, schweig Liebste, schweig doch — und denke da­ran nicht mehr. Wir müssen uns doch sagen, daß jbr armer Geist schon damals umnachtet war — und —"

Stella stieß ein gepreßtes, unnatürliches Lachen aus.

„Ich glaube wohl, daß das genügte, ihren Geist zu trüben, aber das geschah später, nicht vorher. Ach. Zuweilen kann ich es nicht mehr ertragen. Ich fürchte, selbst wahnsinnig zu werden. Es ist alles so entsetz­lich." Stella sank hilflos auf den Divan nieder und rang die Hände, die Tränen schwammen in ihren gro­ßen Augen und rollten ihr langsam an den Wangen hinab.

Malchen beruhigte und tröstete sie mit all der Zart- lichkeit, die eine starke Natur so gern an eine schwächere verschwendet.

Allmählich wurde Stella gelaßener.

„Willst du jetzt mit mir nach oben zu Mutter kommen? Wir dürfen uns nicht verspäten. Sie sagte, sie habe Wichtiges mit bir zu sprechen, und hat sich die ganze Nacht damit abgequält."

Malchen hatte die seltsamsten Empfindungen, als sie die zweite Treppe bestieg. Seit dem Tage, an dem sie vor mehr als zwei Jahren aus dem Hause zu Frau Grau geflohen war, hatte sie es nicht wieder betreten, und fein bekannter Anblick machte die Er­innerung an die Angst des längst verflossenen Tages wieder wach in ihr. Welch eingeschüchtertes, erschreck­tes, dummes Ding sie damals war, wie fremd und

wen war der Brief adressiert?"

Der Notar besann sich einen Augenblick.

„An eine Frau Bendler, und ich habe ihn pünktlich nach Vorschrift befördert. Ich erinnere mich jetzt auch der Adresse: Frau Marie Bendler, geb. Nobel,

StSäte-vappen a fTle r ’E r öT e i l> e ’.t n

Stadtlerstraße 54."

20. Kapitel.

„Bitte, komme sofort — Mutter stirbt und verlangt nach dir. Stella."

Malchen las die Depesche eine Woche später am Frühstückstisch.

„Wie seltsam. Sie stirbt und will mich sprechen. Ich will mit dem ersten Zuge fahren."

„Ob sie wohl bei klarem Verstand ist!" meinte Frau Grau. „Ob sie uns wohl Aufklärung über den Brief von Herrn Haller geben kann, über den Herr Dorting sprach? Das würde uns manches -mfhellen."

3. Bialt

Druck der Fuldaer Ackiendruckeret. Fulda.

,k» ist leichter, Cipareßen zo rauchen, al« ein Cigaretten- ' .Man imm mit diesem Kleinen Mnbut der .umzuqehen verstehen und man muss in persönlicher-, Eigenart seine Wahl treffen, die immer

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die Polizeihunde am Tatort, ehe sie angefetzt wur­den. Ein leichter Regen hatte inzwischen die Spuren der Mörder verwischt. Mit dem nächsten fahrplanmäßigen Zuge konnten sie fünf Stunden nach der Tat von der zunächst gelegenen Elsen- bahnstation Oppenau unbehelligt abreifen, obgleich die Staatsanwaltschaft schon drei Stunden früher wußte, daß zwei junge Herren von 25—30 Jahren die Täter waren. Die später einsetzende sorgfältige Fahndung führte alsdann zu dem Ergebnis, daß es die beiden Reserveoffiziere Schulz von Saal­feld und Tillessen aus Mannheim waren, die diesen feigen Mord ausführten. Die Spuren führten nach München. Würden nicht besondere Umstande, deren Begründung in dem damals stark getrübten Verhältnis zwischen badischer und bayerischer Re­gierung zu suchen sein dürfte, die Abreise des Of­fenburger Untersuchungsrichters nach München um mehrere Tage verzögert haben, hätten beide dort gefaßt werden können. So aber traf er eine Stunde nach der Flucht des letzten der beiden m dessen Wohnung ein. In Ungarn , wurde spater ihre Spur wieder gesunden und die Mörder tn Budapest festgestellt. Die dortige Polizeibehörde nahm ihnen zunüchft die Revolver ab, gab sie die­sen jedoch wieder zurück. Und nicht nur bas. <2ie stellte den Mördern Pässe auf falsche Namen ans. Seitdem ffind sie, v e r fch mund e n, ist deren Spur verwischt.

Als Repr.äs-entat'ionspaaKung jür Geschenke und» feste, den

Im Verlag der Aktiengesellschaft Oberbadische Derlagsanstalt hat der verdiente Zentrumsabge­ordnete Carl Diez unter dem Titel „Die Le­bensgeschicke eines Menschen" eine Selbstdiogra- phie geschrieben, die ein ansprechendes Bild von der Entwicklung eines Menschen gibt, der aus dem Volke kommend zum Vertreter des Volkes ge­worden ist. Bekanntlich war Adg. Diez der Be­gleiter Erzbergers auf dem Spaziergang, bei dem ihm die Mörder auflauerten. Auch Carl Diez ist damals schwer verwundet worden. Wir entneh­men seinem Buche im folgenden die Darstellung der Bluttat.

, Noch während wir über diese Dinge sprachen . . hörte ich Schritte von Menschen hinter mir, und ohne diese zu sehen, war ich sicher, daß es die gleichen waren, die uns vor einiger Zeit Überholt hatten. Ohne im geringsten darauf vorbereitet zu ifein — auch Erzberger äußerte keinerlei Verdacht — standen tatsächlich ine beiden Männer plötzlich vor uns, beide gleichzeitig die Revolver auf Erz- bergers Stirn und Brust gerichtet, und ehe ich mir des Vorgangs bewußt wurde, waren zwei Schüsse gefallen, von denen nach meinem Dafürhalten beide tödlich sein mußten. Es war nun weder lieber- legung meinerseits, noch etwa Tollkühnheit, als ich versuchte, mit meinem Regenschirm — den ich von dem in Peterstal sich aufhaltenden Geistlichen Rat Ruf von Singen geliehen hatte — zuzuschlagen. Es kam nicht dazu, denn im selbigen Augenblick erhielt ich von einem der beiden eine Kugel seitlich in den linken Oberarm, die auch noch, die Brust und die Lunge durchschlug, eine Rippe verletzte und unmittelbar vor der Wirbelsäule zum Still­stand kam. Augenblicklich wurde ich zu Boden ge­streckt. Es fiel noch ein Schuß, von dem ich be­stimmt annahm, daß er vom Rücken her ebenfalls durch meine Brust gegangen fei. „Nun wirft du noch eine weitere Kugel erhalten und dann bist du tot", das war alles, was ich denken konnte. Ein Augenblick Ruhe folgte, nach welchem ich noch mehrere Schüsse seitlich der Straße hörte, teilweise dumpf, wie wenn diese mit der Waffenmündung auf Kleiderstoffe abgegeben worden wäre. Dann Stille. Die ganze Tragödie hatte sich ohne einen mensthlichen Laut abgewickelt in wenigen Sekun­den. Ich lag auf dem Gesicht am Boden. Es mögen wenige Minuten gewesen sein, als ich ver­suchte, aufzustehen. Dies gelang mir. Mein linker Arm baumelte, da seine Knochen zerschossen waren. Eine breite Blutspur ließ mich nicht im

eigenartig^ar ihr alles in diesem Hause vorgekommen, ungewohnt, der allereinfachsten Lebensbedingungen der Behaglichkeit, unbekannt mit dem Luxus eines gut ge­führten Haushaltes! Und wie dachte sie jetzt! Wie hatte sich die Stellung zwischen Frau Bendler und chr verschoben!

Dieser letzte Gedanke formte sich gerade in ihrem Sinn, als Stella st» in das Schlafzimmer ihrer Mutter eintreten ließ und Malchen nun den Anblick eines ab­gezehrten, todmüden Gesichtes hatte. All ihre Schön- heit, die Frau Bendler einst besessen, war völlig ver- schwunden, und an ihren abgemagerten Wangen, den eingesunkenen Augen, den zitternden Lippen erinnerte nichts mehr an die hübsche, elegante Dame, deren Re-ie dem flehten Dienstmädchen vor zwei Jahren so unend- llch und wunderbar erschienen waren.

Ms sie Malchen ins Zimmer kommen. , ..-.sank re Kranke in ihre Kissen zurück und streckte die Hand mit einer Gebärde unbeschreiblicher Furcht aus. Aus Makchens braunen Augen sprach großes Mitleid, sie ergriff eine bebende Hand der Frau und sagte sanft:

„Fürchten Sie sich nicht vor mir. Ich kam, um Ih- nen zu sagen, wie sehr , ich Ihre Krankheit und Ihre Leiden bedauere und —"

„Sagen Sie, daß Sie mir verzeihen," ächzte die Kranke mit heiserer Stimme, „sagen Sie daß Sie m.r verzechen. Ich kann nicht in Ruhe sterben, bis ich we,ß, daß Sie mir verziehen baben unb alles °^sien neraeffen" Ihre Stimme versagte im Ringen nach Atem aber ihre von qualvollem Flehen erfüllten Augen blieben starr auf Malchen geruhtet.

Ich verzeihe Ihnen alles", sagte sie schlicht und streichelte die welke H-nd, die zitternd in ihrer Rech­ten lag. „Ich begreife nur nicht, weshalb Sie so er- bittert gegen mich waren — aber ich verzeihe Ihnen alles."

Weshalb ich so erbittert war?" Ihr Geist schien nur" diele Worte ersaht und verstanden zu haben. „Es ist eine lange — alte Geschichte — aber ich will sie Ihnen erzählen —"

Fortsetzung folgt.

die Aufmerksamkeit der deutschen Zollbeamten ver­hindert wurde. Wie erinnerlich, hatten diese, als ie im Kieler Freihafen die Verladung von16 Effenbahmvaggons Kisten, deren Inhalt als ,,Mes fingroaren" deklariert war, auf den norw-egifcyen Dampfer „Aka" überwachten, bei einer Stichprobe estaestellt, daß die Kisten Gewehrmunitwn, etwa 5 Millionen Schuß, enthielten. Die Sendung, die ÄLÄUL Ni°",ÄAL°L" L/ ® ff

Seutnant P,°». °°» d.r

taubter Ausfuhr von Munition führte. Nach Wie

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Rustand, für sich verwendet zu haben.

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Ld Dei Staatsanwalt hatte gegen die Frau ÄÄS «s.

frnntähfthe Radiumforscherm Frau Kurte, ine Ä S Sei" °»ch Am-rii- MN,»,-, kehrt ist demnächst zum Kommandeur der Ehre eaion ernannt werden wird. Frau Curie werde damit die erste Frau sein, die diese Auszeichnung

* Ein Fall Sklarek in Mülheim. Dienstag abend wurden bei einer Bau- und Bedachungs­firma in Mülheim (Ruhr) die Geschäftsbücher von der Kriminalpolizei beschlagnahmt, weil angeblich bereits feit dem Jahre 1924 bis heute Betrage, die für Reparaturen städtischer Gebäude im Etat vorgesehen waren, von städtischen Beamten der Firma bekanntgegeben worden waren. Die tytrma soll dann in Höhe dieser Beträge Rechnungün ausgestellt haben, ohne daß Arbeiten dafürgeleistetwordensind Durch Aus­sagen eines Angestellten der Firma kam diese An- aelegenheit auch der Stadtverwaltung von Mül­heim zu Ohren; sie benachrichtigte die Kriminal­polizei, die bei der Firma umfangreiche Beschlag­nahmungen vornahm. Nach den bisherigen Aus­sagen wird der Geschäftsinhaber der Firma schwer belastet, ebenso einige höhere Beamte, Bauinspek- koren usw. Die Vernehmungen durch die Krimi­nalpolizei nehmen ihren Fortgang.

* Die Liefer Munilionsaffaire vor Gericht. Dor dem Erweiterten Schöffengericht in Kiel begann Dienstag vormittag der Prozeß gegen die deutschen Beteiligten an einer im Januar 1928 geplanten

Munitionsschiebimg, die im letzten Augenblick durch erhalte.

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Roman von M. W. S o p h a r.

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„Stella," flüsterte Malchen.

„Und," fuhr Dorting fort, „er sagte mir, eine Erbin gefunden zu haben, die den Kern zu einem großen Cha­rakter in sich trage. Ich kann mich dieser Warte genau erinnern, denn sie machten damals Eindruck aus mich. Den Kern zu einem großen Charakter sagte er/

„Haben Sie nach der Testamentsangelegenheit noch weiter mit Haller zu tun gehabt?"

,Lch habe ihn noch einmal gesprochen, das war wenige Tage vor seinem Tode. Sein Ende rückte ziem­lich plötzlich heran, und ehe es eintrat, ließ er mich ru­fen. Er gab mir einen Brief mit der Weisung, ihn erst in sechs Monaten nach seinem Tode an die Adresse zu befördern, und dann fing er an, abgerissen und verwor­ren von gewissen Papieren zu sprechen, ich glaube, er wollte versuchen, mir den Aufbewahrungsort der Schrift­stücke zu bezeichnen, aber was er sagte, war ganz unver­ständlich, und er erholte sich auch nicht mehr wieder, um mir oder anderen klarere Weisungen geben zu können.

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