Einzelbild herunterladen
 

Anzeiger für die Stadt Julda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt

Donnerstag, 12. Dez. 1929

56. Zahrg

Der Abschied des Päpstlichen Vunlius

Glauben die Herren im Emst

I Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag Ser Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- " leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

Das von der Reichsregierung den Führern der Regierungskoalition überreichte „Finanzprogramm

zugleich hinzugefügt: „Wie gut ist es doch, daß die Entente trotzdem nicht akkordierte!"

Wie schon angedeutet, sind die neuen Verein­barungen über die staatsrechtliche Stellung der Reichsbahn noch nicht im Einzelnen bekannt, die bisherigen Veröffentlichungen darüber sollen nur teilweise richtig sein. Von fachkundiger Seite wird aber versichert, daß die in Paris erreichten Zuge­ständnisse bezüglich der Verstärkung des Reichs­einflusses auf der Reichsbahngesellschaft gänzlich unzulänglich seien. Die Reichsbahn befindet sich noch immer im Besitz des Reiches, das Reich ist der größte Aktieninhaber der Reichsbahn, aber trotzdem scheint noch nicht durchgesetzt worden zu sein, daß dem Reichsverkehrsminister Sitz und Stimme im Derwaltungsrat eingeräumt wird, trotzdem scheint noch nicht durchgesetzt worden zu sein, daß die Reichsbahn verpflichtet wird, ihrs Abschlüsse wie auch die Belege ihrer Bilanz, ihrer Gewinn- und Verlustrechnug der Reichsregierung vorzulegen. Der Reichsverkehrsminister soll wohl das Recht erhalten, einen ständigen, also nicht aus­wechselbaren Vertreter zu den Sitzungen des Der- waltungsrates zu entsenden. Aber dieser Vertreter ist um eine weitgehende Schweigepflicht gebeten. Auch in der Frage der Tarifhoheit des Reiches und des Rechtes des Reichsverkehrsministers der Kontrolle der Verkehrsanlagen der Reichsbahn sind bisher nur unzulängliche Konzessionen erreicht wor­den.

Es ist sind der letzten Zeit mannigfache Klagen gegen die Besoldungspolitik, aber auch gegen die Methoden der Auftragsverteilung bei der Reichs­bahn erhoben worden. Soweit Mißstände vor­liegen, werden sie selbstverständlich erst dann gründ­lich behoben werden können, wenn nicht nur die öffentliche Kontrolle garantiert ist, sondern auch die

Unter den Regierungsparteien, namentlich b»n der Sozialdemokraten und der Deutschen Volks­partei, bestehen noch erhebliche Meinungsverschie­denheiten. Wie das „B. T." zu wissen glaubt, beabsichtigt der Reichsfinanzminister den sehr star­ken Widerstand der Bayerischen Volks-

Befugnisse des Reiches wieder hergestellt werden, in den Verwaltungsbetrieb der Reichsbahn mit autoritativer Hand einzugreifen.

Das Reichsbahnpersonal hatte seinerzeit auch einige Wünsche vorgebrocht. Sie bezogen sick ein­mal auf die staatsrechtliche Stellung der Reichs­bahn und die Zusammensetzung und Befugnisse des Direktoriums — die 18 Mitglieder des Verwal­tungsrates sollen angeblich künftig insgesamt von der Reichsregierung ernannt werden können, wo­bei die Bestimmung, daß diese Mitglieder nicht dem Reichs- oder Landtag oder einer Regierung angehören dürfen, gestrichen worden ist —, weiter betrafen sie die besonderen Berufsverhältnisse des Eisenbahnpersonals selbst. Es scheint, daß in letz­terem Punkte die vorgetragenen Beschwerden zum Teil anerkannt worden sind, und künftig ausgs- räumt werden wollen. Insbesondere sollen, was eigentlich selbstverständlich wäre, die sozialen Reichsgesetze für alle im Bahndienst befindlichen Arbeitnehmer Geltung bekommen.

Die „Berliner Börsenzeitung" schließt ihre Ver­teidigung der „Entente-Sachverständigen" mit dem Bemerken, daß diejenigen, die mit der Regelung des Reichsbahn-Statuts in Paris nicht zufrieden wären, ja am 22. Dezember für den Hugenberg- schen Volksentscheid eintreten könnten. Der Hieb sitzt nicht. Denn die Kreise um Hugenberg wol­len (trotz ollem Rationalismus) dem Privatpro- frt jeden Dienst leisten, den ihre Finanziers von ihnen erwarten. Wir erwarten aber, daß auf der zweiten Haager Konferenz das Reichsbahn-Statut noch einmal energisch durchleuchtet und dafür ge­sorgt wird, daß die Hoheitsrechte des Reiches nach Fug und Billigkeit besser gesichert werden als es bisher der Fall zu sein scheint.

Der Ruf des Heiligen Vaters ist so unerwartet und kurzfristig an mich ergangen, daß ich meine Zelte in Berlin schneller abbrechen muß, als es , sonst üblich sein mag. Die dadurch vermehrte Ar- ■ beitslast dieser letzten Tage hat mich den dringen­den Wunsch aussprechen lassen, auf die geplanten und mir von der katholischen Bevölkerung der Reichshauptstadt in ihrer Anhänglichkeit fast aufge­zwungenen Abschiedsfeiern zu verzichten. Den Ge­danken, am heutigen Abend wenigstens die Spitzen des katholischen Berlin und die Vertreter und Ver­treterinnen der zahlreichen katholischen Organisa­tionen und Vereine zum letzten Mal um mich zu sehen und ihnen Abschied nehmend die Hand zu reichen, habe ich jedoch nicht abweisen können, ohne ihrem Herzen und den berechtigten Gefühlen der von ihnen Vertretenen wehe zu tun.

Und so sehen Sie mich denn hier zum letzten Mal als Nuntius in Ihrer Mitte, um Ihnen und allen Katholiken der Reichshauptstadt wie auch Ihres gesamten deutschen Vaterlandes meine Ab­schiedsgrüße und Abschiedswünsche zu bringen. Die Zeit drängt und gestattet mir nicht viele Worte, aber die wenigen, die ich Ihnen sagen kann, sollen Worte der Liebe und inniger Seelengemeinschast sein.

Hinter Ihnen und mir liegen lange Jahre ge­meinsamer Arbeit. Jahre gemeinsamen Bangens, gemeinsamer Sorgen, gemeinsamen Ringens, und — ich hoffe, die Kirchengeschichte einer späteren Zeit wird von diesen gemeinsamen Kämpfen einmal sa­gen können, daß sie nicht ganz erfolglos geblieben sind. In Leid und Tränen haben wir gesät. Möge der Herr uns dereinst die Gnade geben, in Freu­den unsere Garben zu binden.

Säen ist immer schwer und groß. Zwi­schen Ruinen säen, ist doppelt schwer. Bauen ist immer ein Werk auf Hoffnung. Auf dem vulkanischen Boden der fturmgerüttelten Ge- » genwart bauen, verlangt doppelten Mut und heldenhaften Starksinn. Das, was Deutschlands Katholiken in dem vergangenen Jahr- zehnt vollbracht, war wirklich Sämannsarbeit auf Ruinenfeldern, war einBauenaufoulkani- fcher, immer wieder von neuen Er­schütterungen umdrohter Erde. Un- n e n n b a r e s L e i d ist in der Kriegs- und Nach­kriegszeit über das Volk dahingegangen. Ein Leid, das seinen Trauerschleier über alles breitete, ein Höchstmaß von Leid und Seelendruck, das nur zu sehr geeignet war ,die Willenskraft derer zu lähmen, die diesem Volke als Führer vor­standen. Der Kampf um des Lebens Notdurft, die bangende Sorge um das tägliche Brot, dre Hunderttausende drückte, die in früherer Seit keine Not gekannt, die Geißel der Arbeits- lofigkeit, die die Lebensfreude aus Millionen von Familien scheuchte, der Zusammenbruch des Gewesenen und das Unfertige des Gegenwärtigen — alles das hat den Massen des Volkes eine innere , Unsicherheit eingeflößt, hat an den

seelischen Widerstandskräften der besten und füh­rendsten Geister g e z e h r t und wäre imstande ge- wesen, die Spannkraft von Führern und Geführ- ten zu lähmen, die die innerste Voraussetzung für schöpferische Arbeit und weitschauendes Gestalten ist.

Aber nichts von dem ist wahr geworden. Starkmüti g und unbeirrt sind Deutsch­lands Katholiken ihren Weg gegangen. Im Vertrauen auf ihre Kraft und auf die Treue ihrer Gefolgschaft, in gläubigem Aufbau zu dem Allmächtigen Gott, der die Hoffenden und Wa­genden nicht verläßt. Und wenn f?e heute nach den Wettern des Umsturzes und des Zusammenbruchs, in den sich verschärfenden Geisteskämpfen mit einer sich immer offener gegen Christi Königtum auf­lehnenden Umwelt in neuer Kraft und gestärktem Selbstgefühl sich erheben, wenn sie auf dem Bo-

den der neu durch Vereinbarungen geschaffenen Rechtslagen in unerschütterter innerer Geschlossenheit ihr Auge der dunklen und kampkgeladenen Zukunft zuwenden, dann ist diese kampf- und opferbereite Geistesverfassung e i n ruhmvolles Zeugnis dafür, daß in der Führerschaft und in der Gefolgschaft des katholischen Gedankens in Deutschland immer noch der heldische Wirkungs- und Gestaltungswille lebendig ist, dem eine noch unverges­sene Vergangenheit ihre Erfolge und Siege verdankte.

Ich beende meine Mission in Deutschland, die eine Mission des Friedens und des geistigen Wie­deraufbaus war, in demütigem Dank gegen Gott den Herrn, der die Arbeit feines schwachen Dieners in Gnaden behütet und gesegnet hat, in kindlicher Ergebenheit gegenüber dem Heiligen Vater, dessen sorgendes und liebendes Auge vertrauensvoll und wohlwollend auf dieser Arbeit ruhte, in aufrich­tiger Erkenntlichkeit für die nie versagende brüder­liche Unterstützung, die mein Wirken bei dem Hoch­würdigsten Episkopat und dem hochwürdigen Welt- und Ordensklerus gefunden hat, mit unauslösch­lichem Dank an die Berliner Katholiken und an die großen Scharen der Katholiken im ganzen Deutschen Reich, deren herzliche Treue mir hier fern von meiner Vaterstadt Rom das Gefühl einer Heimat gab. Ich scheide von Ihnen mit den Ge­fühlen, die das Herz Pauli in Milet bewegten, als die Aelteften der Kirchen weinend und trau­ernd um ihn standen. Nicht Trauer soll die Sig­natur dieses Abschiedstages sein, sondern Dank und Freude im Herrn. Es gibt keinen Ab­schied für die, die in Gott geeint sind. Christus ist hier wie dort. In seinem Herzen, in seiner alles verbindenden Liebe sind wir uns nah, mag auch der Felsenriegel der Alpen sich zwischen uns legen. Was sind Grenzpfähle, was ist räum­liche Trennung, was ist Unterschied der Sprache und Nation und Rasse für die übernatür­liche Wesensschau derjenigen, in deren Her­zen das Feuer des Pauluswortes brennt: Chari­tas Christi urget nos!

Das Nnanzprogamm der Reichsregierung

Fach keine Einigung unter den Regierungsparteien. — Sofort und Später Programm.

„Glauben die Herren .... im Ernst, daß unsere Reparationsgläubiger in ihrer klar festgelegten Linie auch nur einen Fingerbreit abweichen wür­den?" — Wo steht dieser Satz? Sicher in einer „ententefreundlichen Linkszeitung", deren Politik ja angeblich immer darin bestehen soll, die Wünsche der Siegerstaaten in Deutschland durchzuletzen. Nein, er findet sich in der sehr rechtsstehenden, betont patriotischen „Berliner Börsenzeitung" (Nr. 570), allerdings in einem Artikel, der im Kampf um die Reichsbahn geschrieben worden ist. Der Wunsch der Gläubigerstaaten, den jetzigen mehr privatwirtschaftlichen Charakter der Reichsbahn zu erhalten, trifft sich sehr harmonisch mit den Wün­schen gewisser großindustrielller Kreise in Deutsch­land, Wünsche natürlich, die durch das private Pro­fitinteresse zugunsten des Staates und der Eisen­bahnfahrgäste bestimmt sind. In Paris ist jetzt durch eine Unterkommission des Young-Komitees über den zukünftigen Charakter der Reichsbahn ver­handelt worden. Die Beauftragten der Reichsre­gierung haben dabei Sorge daftir tragen sollen, daß die Aufsichts- und Mitwirkungsrechte des Reichs in der Verwaltung der Reichsbahn möglichst

10. Neuregelung des Finanzaus­gleichs:

a) Einbeziehung der Biersteuer und der Einnah­men aus dem Spiritusmonopol in die Ueberwei- sungssteuer unter entsprechender Senkung der Län­deranteile an der Einkommensteuer und der Um­satzsteuer unter Beseitigung des § 35 F. A. G. mit dem Ziel einer Besserstellung Bayerns als des Lan­des mit der größten Biererzeugung und unter Si­cherstellung des Gesamtbetrages der Ueberweisung für jedes Land etwa auf der Höhe der bisherigen Ueber Weisungen;

d) Uebernahme der Ausfälle aus der Senkung der Einkommensteuer auf das Reich durch Garantie des Länderanteils aus der Einkommensteuer aus dem im Rechnungsjahr 1929 ausgeschütteten Be­teiligungsanteil radiziert auf den künftigen Betei­ligungssatz der Länder (60 Prozent);

c) Uebernahme des Ausfalles aus der Real­steuersenkung auf das Reich, indem das Reich den Ausfall im Rechnungsjahr 1930 voll und in den Rechnungsjahren 1931 bis 1934 unter Verminde­rung von je einem Fünftel den Ländern und Ge­meinden erstattet. Bei der Weitergabe der vom Reich für die Realsteuersenkung zur Verfügung ge- ’ stellten Beträge von den Ländern an die Gemein­den soll auf die Ermöglichung eines Lastenaus­gleichs Rücksicht genommen werden;

6) alsbaldige Verabschiedung des Steuerverein­heitlichungsgesetzes;

e) Einbau eines beweglichen Faktors, durch den unter Berücksichtigung sozialer Notwendigke len alle Gemeindebüraerzu den Lasten der Gemeinden herangezogen werden, in das Gemeindesteuersystem und Festlegung einer Relation zu der Höhe der Realsteuern.

11. Verstärkung der Aufsicht über die Finanzgebarung der Gemeinden und Gemeindeoerbände durch Vorschriften über die Genehmigung von Anleihen und Krediten und durch Einführung obligatorischer Rechnungsprü­fung durch eine von den Gemeinden unabhängige Stelle.

12. Vorlegung eines Gesetzes über die Abrech- nung zwischen Reich und Ländern über die schwe­benden Enffchädigungs- und Aufwertungsan­sprüche (Eisenbahn, Wasserstraßen, Post usw.).

13. Heraufsetzung der Beiträge für die Arbeits­losenversicherung um ein halbes Prozent mit Wir­kung vom 1. Januar 1930.

14. Vorlegung eines Gesetzes zur Regelung der Tilgung der Reichsschulden.

*

Die Finanzvorschläge der Regierung enthalten, so berichtet die „Voss. Ztg.", ein Sofort- und ein Spätprogramm. Das Sofortprogramm umfaßt die Erhöhung der Tabak st euer und die Erhöhung des Beitrages u m la Prozent. Diese beiden Gesetzentwürfe sollen, wenn das Gesamtprogramm von der Regierung gutgeheißen und durch ein Vertrauensvotum sank­tioniert worden sind, noch im Dezember dem Reichstag zur Verabschiedung vorgelegt werden. Alle anderen Gesetzentwürfe sollen erst nach der Haager Konferenz eingebracht werden.

Meine deutsche Mission ist zu Ende. Eine grö- | der Reichsregierung vom 9. Dezember 1929" hat ßere, umfassender am geistigen und übernatürlichen I folgenden Wortlaut:

Brennpunkt der universalen Kirche hebt an. Ich « 1. Senkung der Einkommensteuer

kehre zurück, wovon ich ausgegangen bin. Zu dem I sowohl durch Heraufsetzung des steuerfreien Ein- Grab des Felsenmannes unter der Kuppel Michel- I kommenteils und Verbesserung der Kinderermäßi- angelos, zu dem lebendigen Petrus im Vatikan. I gung als auch durch Herabsetzung und Ausein- Nahe bei Petrus stehen heißt nahe bei Christus I anderziehung des Tarifs. Die Senkung soll in drei sein. Nahe bei Christus sein, nicht um Ehren zu I Etappen erfolgen, beginnend mit dem 1. Juli empfangen, sondern um inniger teilzuhaben an sei- I 1930, dem 1. Januar 1932 und dem 1. Juli 1933. nem Kreuz und an feinem Leid, um der Seelen I Der steuerfreie Lohnbetrag für den ledigen Ar- willen! Sie denken in diesem Augenblick vielleicht I beiter wird von 1200 auf 1440 Reicksmark, 1560 mehr an den Purpur, der meine Schultern unver- I und 1800 Reichsmark erhöht; die Senkung des dient schmücken soll. Vor meinem geistigen Auge I Tarifs wird durchschnittlich 12 Prozent, 20 Prozent steht mahnend und weckend der Gedanke, daß der I und 25 Prozent mit einem Höchstsatz von einem Kreuzesdruck sich nicht mindern, sondern I Drittel des Einkommens betragen.

mehren wird. Der tieffte und wesenhafte Sinn I Der Steuerabzug vom Kapitalertrag wird auf- des Kardinalats ist nicht äußere Ehre und Glanz, I gehoben für die Zinsen der festverrinslicken An­sondern innerlichste und engste Teilnahme an den I leihen, die nach dem 31. Dezember 1929 aus- Sorgen und Mühen, an den Verantwortungen und I gegeben sind.

Lasten, an den Mühsalen und Bitternissen des Hl. I Der Abzug der Versicherungsprämien wird er- Vaters. Ich gehe den Weg, den Gottes Wille I höht.

durch den Mund des Pontifer mich zu geben heißt. I 2 Senkung der Vermögenssteuer Ich gehe ihn im Bewußtsein meiner Schwäche. I durch Aufhebung für die Stufen bis zu 20 000 Mk. “bj-r w gläubigem Aufblick zu dem, der das 3. Senkung der Realsteuern, und Schwache. benutzt, um das Starke zu beschämen. I -trnr der Gewerbesteuer um 20 Prozent und der Ihr Gebet begleitet mich Ihre Liebe stärkt mich, I Grundsteuer um 10 Prozent, sowie weitere Sen- ^.hre Hingabe an Christi Werk, Ihr Glaubens- I kung nach Inkrafttreten des Steuervereinheit- eifer in schwieriger und gefahrvoller Umwelt ist I lichungsgesetzes bei einem Umlagesatz von mehr als.

QnÖ baf-lAr' wA 9an,z um- I 159 Prozent um 10 Prozent, Beschränkuna der Be- ^,chifn yeweitt und gewirkt habe. Möge I fugniffe der Länder und Gemeinden zur Erhöhung b-sche.denen Samenkorn, dos der Realsteuersätze für fünf Jahre.

die Gnade des Allmächtigen Gottes herab auf Sie, I ^ichsmark auf 250 Millionen Reichsmark im auf die Katholiken der deutschen Reichshaupfftadt, I

auf alle Glaubensbrüder und -Schwestern in den I ' 051,150 Millionen Reichsmark 1932, 100 Millw- deutschen Gauen, auf das Gedeihen und den fried- «en Reichsmark 1933 und 50 Millionen Reichs- vollen Fortschritt Ihres gesamten deutschen Vater- I marf 1934- völligem Wegfall 'M Jahre 1935, landes. “ I wobei tn den Jabren 1930, 1931 und 1932 von den

tu erhebenden Gesamtbeträgen 1930 weitere 50 Millionen Reichsmark und 1931 und 1932 se 25 Millionen Reichsmark als getilgt gelten durch die Abführung von 100 Millionen Reichsmark aus dem Vermögen der Industrieobligationenbank an das Reich.

I wiederhergestellt mürben. Aber die Gläubiger- I 5. Aufhebung der Rentenbankzin-

I Vertreter haben nicht recht gewollt und haben I f e n durch Verrechnung mit den Gewinnanteilen I ihre ablehnende Haltung auch auf einen Brief Dr. I des Reiches aus der Reichsbank.

Schachts stützen können, der vor einigen Tagen I 6. Senkung der Gesellschaftssteuer veröffentlicht worden ist. „Man darf annehmen", I and der Wert Papier st euer auf je die so schreibt die Berliner Bor,enzeitung, „daß un- I Hälfte des geltenden Satzes, der Börsenumsatz- erl ble Reichsregierung I steuer um ein Drittel des geltenden Satzes,

nach Verstärkung des Reichsemflusses auf die I 7. Aufhebung der Zucker st euer Reichsbahn an Hand der vorgeschriebenen Marsch- I 8. Erhöhung derBiersteuermit Wir- route so weitgehend vertreten haben, als es nach I kung vom 1. Avril 1930 um 50 Prozent entspre- ber grundsätzlichen Anweisung der Sachverstän- I ckend den mit dem Etat für 1929 vorgelegten dlgen und gegenüber den beiden ausländischen Aus- I Summen sckußmitgliedern überhaupt erreichbar war. Tat- | 9. Heraufsetzung der Tabak st euer

sächlich muß man, soweit bisher bekannt geworden I auf Zigaretten und Raucktobak, und zwar bei der fft, sogar im Zweifel sein, ob mzmche der in I Zigarettensteuer durch Erhöhung der Banderolen- Paris festgelegten Bestimmungen noch mit ber An- I steuer von 30 auf 33 Prozent und der Material- weisung des Youngplanes, die Unabhängigkeit der I steuer von 400 auf 500 Reicksmark für den Dop- Reichsbahn beizubehalten, vereinbar sind." Nicht I velzentner, beim Raucktabak durch Erböhung der wahr, eine solche Liebe für ben Young-Plan, wie ^anderolensteuer llir Feinscknitt von 45 auf 60 sie in biesem Punkte bie sonst so oppositionelle I imbfur ^tel.enttckak von 20 auf 35 Pro- Berliner Börfenreitiina hmhrrihf mnrh i» I 3ent. Einführung ber Kontmaentlerung für Zi- £ad" S ^retten. Einstellung eines Betrages von 5 Mil-

mto « Oefunben! Und selbst I (tonen Reichsmark jährlich in den Haushaltsplan

ine !Rei(f)sregterung bekommt ein, wenn auch zwie- I für Zwecke des Tabakbaues. Diese Erhöhung soll spaülges Lob. Ihr Eifer wird anerkannt, aber 1 bereits am 1. Januar 1930 in Kraft treten.U

Monatlich 1,80 einfchlietzl. Pmtgevüyr (48 Pf., ohne yuftellg. Anzeigen-Preije Kleinzeile Col.» lokal 0,15 ftJt, auswärts 0,20 ffJt. Reklamezeile: total 0,60 . auswärts 0,80 ff.it.

Bei Wiederholunaen Rabatt. Poftscheckk. Franks, a. M. 4051

Die Katholische Aktion in Berlin bereitete dem aus Deutschland scheidenden Päpstlichen Nuntius Pacelli aus Anlaß seiner bevorstehenden Erhe­bung als Kardinal und seiner Berufung in die Ewige Stadt eine imposante Abschiedsfeier in den -Festsälen der Krolloper, bei welcher seine Excellenz ^^Hochwürdigste Herr Nuntius folgende bedeut- luine Abschicdsworte an die Katholiken richtete: