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Mittwoch, den 4. Dezember 1929

Fuldaer Zeitung (Amtliches kreisblatt)

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Trage rechtzeitig ein Augenglas.

des den zum

Zu diesen Hilfsmitteln tritt dann noch d»e pfy- chologifche Eignungsprüfung, um ein möglichf klares Bild des jugendlichen Berufsamvärters zu erhalten. In erster Linie erstreckt sich die Eig­nungsprüfung für kaufmänniscke Berufe auf die Feststellung des Grades der allgemeinen Intelli genz. Gerade die allgemeinen, intellektuellen Fä- higkeiten, die 3. B. für die Tätigkeit im Büro' Buchungen, 9ter6nuna«fonf roffen, Statistiken, für

schieben in dem Glauben, daß es schon gehen werde, müssen dann erfahren, daß es doch nicht geht. —

In keinem anderen Beruf ist deshalb größte Vorsicht so sehr am Platze wie bei der Entlcbridung für den kaufmännischen Beruf. Niemals darf oie schwächliche Konstitution eines Kindes für die Dahl eines kaufmännischen Berufes ausschlaggebend sein. Am wenigsten aber kann die Tatsache, daß die kaufmännischen Berufe es gestatten „Schlips und Kragen" zu tragen, die Berufswahl maßgebend beeinflussen. Entscheidend ist und muß vielmehr das geistige Rüstzeug bleiben. Nur dem bietet sich die Möglichkeit und Aussicht vorwärts 311 kom­men, welcher über scharfen Verstand, geschäftlichen Sinn, gute Anpassungsfähigkeit, schnelle Auffas­sung, Entschlußkraft und rasches Arbeitstempo ver­fügt, dabei gute Schulkenntnisse in Deutsch, Rech­nen und Schreiben auszuweisen hat. Für Jungen und Mädchen, welche diese Voraussetzungen erfül­len, d. h. geistig regsam und wendig sind, ist auch in den kaufmännischen Berufen noch Raum vor-

Unter dem Sammelnamen „Kaufmann" verbirgt ich eine Fülle schwer überschaubvrer Arbeitshand­lungen und Berufstätigkeiten, von denen die El­tern der Jugendlichen und die sonstigen Erzie­hungsberechtigten vielfach keine ausreichende Kenntnis haben; denn immer und immer wieder kann man beobachten, daß Eltern allen Ernstes -ihre Kinder gern dem kaufmännischen Beruf zu- führen wollen, ohne aber zu bedenken, daß gerade in den kaufmännischen Berufen an die geistige Be­weglichkeit hohe und höchste Anforderungen gestellt werden.. Von vornherein fei betont, daß Jugend- nche, die nur bis zur Quinta oder Quarta der höheren Schule gekommen sind oder es nur bis zur 2. Klasse der Volksschule gebracht haben, kei­nerlei Aussichten in einer kaufmännischen Berufs­laufbahn haben.

In der Hauptsache sind es zwei Motive, welche die Eltern veranlassen, ihre Kinder „Kaufleute" werden zu lassen: Der Junge soll es einmal besser haben, als es der Vater hat. Darum scheiden von vornherein alle jene Berufe aus, welche ,mi schmutzig" sind, auch deshalb, weil das Waschen der Berufskleidung zu große Mühe macht. Nun ist aber die Auswahl in den Berufen, welche es erlauben, „gut gekleidet" zu gehen, nicht groß; aber immerhin gibt es solche Berufe: Feinmechani- ker, Kaufmann usw. verfehlen nicht ihre Anzie- hungskraft. Da überdies auch noch der Sohn der Nachbarin Kaufmann wird, steht es bei der Mut­ter fest, daß ihr Hans nur diesen Beruf ergrei«

kes der Glaubensverbreitung einmal in seinem seel- sorglichen Wirkungskreis, dann aber auch darüber hinaus in der Sorge für die Heidenmisston. Prof. Dr. Heller dankte für diese guten Wunsche. Den katholischen Missionsgedanken mit hingebender Liebe und Elfer zu pflegen sei auch in der Zukunft sein Ziel. Mit Verlesung des Protokolls begann die Erledigung der Tagesordnung. Einem frühe­ren Beschlüsse folgend, wurde für den Monat März 1930 eine Vertrauensmänner-Versammlung in Aussicht genommen, zu der auch der neue General­sekretär des Taveriusvereins gebeten werden soll. Die übliche Veröffentlichung der Jahresberichte für 1928 und 1929 soll im Kirchl. Amtsblatt und Boni- fatiusboten möglichst noch vor dieser Vertrauens- männer-Zusammenkunft erfolgen. Es wird deshalb gebeten, die für 1929 noch einzusendenden Beiträge spätestens Ende Januar 1930 an die Kasse des Diö- zesan-Ausschusses des Taverius-Mifsionsvereins, Postscheckkonto 18538 Frankfurt a. M. abzuführen. Der nun folgende Bericht über die General­versammlung des F. I. V. in Mainz, erstattet vom Diözesan-Direktor, zeigte, daß das Werk der Glaubensverbreitung auch in Deutschland voran schreitet. Aber noch sei längst nicht alles erreicht. Und deshalb wird unser Heiliger Vater, getrieben von seiner Hirtensorge, nicht müde, die Katholiken der ganzen Welt zu einem großen be­geisterten Missionskreuzug aufzurufen. Eine ver­gleichende Tabelle besagt, daß die Diözese Fulda im Kreise von 15 Diözesen mit 2,43 Prozent bei 221 247 Seelen an dritter Stelle steht. An erster Stelle steht die Diözese Rottenburg mit 4 Prozent bei 806 500 Seelen. Was in der Diözese Rotten­burg möglich ist, soll auch zielweisend für die Diö­zese Fulda sein. Die erste Gelegenheit bietet sich am kommenden W e l tm i ssi 0 n s s 0 n n t a g: Es soll dieser Tag sein ein Tag des Gebetes für die Missionare und die Heidenwelt, aber auch ein allge-

jtilba, den 3 Dezember 1929

Schulnok der Städte.

| & Pressestelle des Reichsstädtebundes wird

aefchneben:

I ' „f anderen Gebieten, so ist gegenüber der t- ^.--eit auch auf dem Gebiete des höheren

I fl~fen5 die Belastung besonders der kleinen I Städte derart gewachsen, daß die

ElKj*terbaItung der höheren Schulen vielfach in *u'r nrfteHt ist. Der Reichsstädtebund weist die ^^tfidiifeit auf diese drohende Gefahr hin unter

I Öesieni -- fiinroet5 darauf, daß die Ä n f 0 r d e - | an das höhere Schulwesen der Städte

k rlL!L9ht>ffert Reform besonders hoch gestellt sind. I ,u beachten, daß eine gesetzliche Pflicht

®rtumeinben höhere Schulen zu gründen und zu i der en, „jcht besteht. Das ist vielmehr grund- «ache des Staates. Die Gemeinden > abe'' seit der Jahrhundertwende in zunehmen- fino a gezwungen gewesen, zur Befriedigung ; "^natürlichen Bildungsbedürfnisses höhere Schu- Leben zu rufen, weil die staatlichen höhe- Kckulen keinesfalls ausrerchten. Die Zuschüsse - "N spates sind durchaus unzureichend. Auf des Einwohners gerechnet sind in den K und kleinen Städten die Kosten für die Schulen von 6.30 Rm. im Jahre 1913 auf X Ass». im Jahre 1928 gestiegen. Von diesen Rm. gehen 7.40 Rm. allein zu Lasten der I jEEJe. Dazu kommt, daß auch die Schulgeldhöchst- vom Unterrichtsminister auf 200 Rm. jähr- x fxstgelegt ist und für auswärtige Schüler le« Mich ein Zuschlag von 25 Prozent erhoben teer« ben darf. Die Unk0ften für einen Schüler fragen aber jährlich etwa 569 Rm., sodaß g«* hierdurch ein Ausgleich nicht geschaffen wird. Der Reichsstädtebund fordert daher ein „G a st"- schulbeitragsgesetz, d. h. ein Gesetz, das diejenigen Landkreise, aus deren Gemeinden Schü­ler die höhere Lehranstalt einer anderen Stadt be­uchen, verpflichtet, für diese einen angemessenen Kopfbeitrag als Zuschuß an die die Schule unter­haltende Stadt bezahlen. Ein solcher Ausgleich amrde nur dem Grundsatz der Gerechtigkeit ent­sprechen, da die Stadt zwar die Unkosten für die zahlreichen auswärtigen Schüler zu tragen hat, da­für jedoch eine ausreichende Gegenleistung nicht «hält. ___

Das Weihnachtsfest steht wiederum vor der Tür. Es ist das Fest der Liebe und des Friedens. All­jährlich hat der christliche Sinn unserer Bevölkerung auch die nicht vergessen, die in Not waren. Von Privaten, Vereinigungen und der Stadtverwaltung wurden Mittel dazu zur Verfügung gestellt. Auch in diesem Jahre wollen wir unserer hilfsbedürftigen Mitbürger nicht vergessen. Die Not, wie sie in manchen Kreisen herrscht, brauchen wir nicht zu schildern. Die Arbeitslosigkeit konnte noch nicht überwunden werden. Es gibt unter den Arbeitslosen solche, die jetzt schon jahrelang, teilweise nur mit kurzer Unterbrechung, auch beim besten Willen zu dauernder Arbeit nicht kommen können. Das führt zu Familienzuständen, die erbarmungswürdig sind» und zu einer Seelenstimmung, die viel schlimmer als die äußere Not auf das ganze Familienleben auflösend wirkt. Daneben haben wir verschämte Arme, Opfer der unglücklichen Zeitverhältnisse, edle Seelen, die ihre Not still verbergen, in ihrer Zurück­haltung um so eindringlicher aber zu unserem Her­zen sprechen.

Die städtische Wohlfahrtspflege vermag über die gesetzlich vorgeschriebenen Unterstützungsleistungen hinaus keine besonderen Mittel für das von uns ge­plante Liebeswerck bereit zu stellen. Zudem ist der Etat int allgemeinen, der Wohlfahrtsetat int beson­deren, mit so hohen Summen üebrschritten, daß ihre Ausgleichung der neuen Stadtverordnetenver­sammlung große Schwierigkeiten machen wird. Um so wohltuender wird es auf unsere armen Mitbür­ger wirken, wenn wir persönlich ihnen den Beweis erbringen, daß wir die Liebesgemeinschaft, zu der uns der menschgewordene Gottessohn verbunden hat, in werktätiger Weise zu betäigen uns bemü-

kreiskag Mida.

Die neugewählten Kreistags-Abgeordneten Landkreises Fulda sind auf Donnerstag, 19. Dezember d. Js., vormittags 10 Uhr lreistage eingeladen worden.

Die Tagesordnung lautet:

DenkanDtineAuaen!

Dipl.-OpHker Sauerbom I

FULDA, Steinweg Nr 12.

meiner Opfertag für dos Werk der Glaubensoer­breitung. — Aus einem Vorbericht des Schatz­meisters ging hervor, daß bis jetzt etwa 9000 Mark für den Franziskus-Ta» erius-Derein eingegangen sind. Diese Einnahme steht hinter der Schluß-

oft bewährten Wohltätigkeitssinn. Die schwierigen ßerdem noch die Möglichkeit, später als Schaufen- wirtschaftlichen Verhältnisse sind uns allen bekannt, sterdekorateur tätig zu sein.

Wenn bi. M f. .„t ft rt» i.b., -uch-in *£“5 WSÄS «ein» Opfer ,u 6rinnen »ereil fern. Jetzt, daß rechnen. Perfekte Slennchpil,innen, d. t>. «olle

der Glaube des Weihnachtsfestes Euch wirklich be- Stenographen mit 200 Silben und einwandfreier

seelt. Der Gottessohn, der Mensch wurde, um uns I Rechtschreibung werden gerade in der jüngsten Zeit zu Kindern Gottes zu machen und dafür sich ganz überall gesucht. Wenn heute so viele Stenotypi-

zum Opfer brachte, ruft uns zu: „W a s i h r d e m ftinnenstellenlossind, dann, liegt es hauptsächlich

m.r I n „ ft „ „ (R.ji,,,. not n» daran, daß sie nicht dte Fähigkeiten haben, die iur

G e r l n g st e n m e» n e r Bruder getan jüchftge Ausübung ihres Berufes unerläßliche

habt,habtlhrrnir getan! I Voraussetzung sind. Es würde zu weit führen,

Die Gaben werden von legitimierten Sammlern wollte ich hier eine psychologische Analyse dieser

abgeholt Berufstätigkeit geben. —

. .TjEr.rSS!?' K-ritz-^e.

tanat (Postscheckkonto Nr. 17 603 Frankfurt a. M.) I neu- und Wasserwege und darüber hinaus mit den überwiesen werden. Für sachgemäße Verteilung I Fragen, die mit dem Auslandsversand zusammen-

1. Beschlußfassung über die Gültigkeit der Kreistags- vah! gemäß Paragraph 20 Abs. 3 und 41 des Wahl- lefetzes für die Provinziallandtage und Kreistage vom f. Oktober 1925 (Ges. Slg. S. 123) in der Fassung des Gesetzes vom 29. Oktober 1928 (Ges. Slg. 6. 197) sowie Seschlußfassung über etwa eingegangene Einsprüche ge- ien die Wahl. 2. Einführung der neuen Kreistags- ilbgcordneten. 3. Wahl der 2 Kreisdeputier­en (Paragraph 25 der Kreisordnung). 4. Wahlder kreisausfchuß-Mitglieder. 5. Wahl der

Amskommiffionen: a) Kreisfinanzkommission; b)

Kreissparkassen-Vorstand; e) Kommission zur Prüfung »er Jahresrechnung der Kreiskommunalkasse; d) Kom- mssim zur Vorprüfung des Landwegebauetats und Begutachtung der an den Landwegen auszuführenden untechaltungsarbeiten (Landwegebaukommission); e) rommifiion zur Prüfung des Geschäftsbetriebes der kierkorperverwertungsanstalt in Pilgerzell; f) Kommis- sun für die Abschätzung von Flurschäden pp.; g) Kom- msswn zur Beurteilung der Belegungsfähigkeit des «reises mit Einquartierung. 6. Wahl von Äbgeordtte- len m den Ausschuß des Zweckverbandes U e b e r l a n d- ""k Fulda - Hünfeld- Schlüchtern. 7. Wahl von Mitgliedern und Ersatzmännern in das Jugend- am t. 8. Wahl eines Mitgliedes des Kreistages und der zwei Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in »en K r e l s s ch u l v o r st a n d für die ländlichen Be- Ms-(Fortbildungs-)schulen. 9. Wahl der Vertrauens­männer für den Ausschuß zurAuswahlderSchös- len un d Geschworenen für das Jahr 1930 10

eines Schiedsmannes und eines Schiedsmanns- dtellvertreters für den Bezirk 2 Dipperz-Rex sowie eines vchiedsmanns-Stellvertreter für den Bezirk 3 Eichen- !eu-Welkers. ferner eines Schiedsmannes für den Be- >>rr 6 Großenlüder. 11. Bericht über di« Fi- £®njja9e des Kreises. 12. Feststellung und oer Rechnung der Kreiskommunalkasse für

13 Landwegebauetat für 1930. 14. Erlaß einer teilen Sparkassen-Satzung 15. Aenderunq der Satzung --- Jugendamtes. 16. Verkauf des Hauses Leipziger- J"1 4- 17 Verkauf der kreiseigenen Ländereien in ».Renzell. 18. Erwerbung der Siedlung plieüen durch den Kreis aus dem Konkursver- L.2rln ?er Siedlungsvereinigung. 19. Genehmigung »er Darlehnsverträge zwischen dem Deutschen Reich dem preußischen Staat und dem Landkreis Fulda betresf-nd Notstandsmaßnahmen und Wasserleitungsbau in den Gemeinden Kerzell und Tiefengruben.

summe des Vorjahres noch weit zurück und es be­darf besonderer Anstrengung, um den alten Stand zu sichern. Das goldene Priesterjubiläum des Hl. Vaters möge allen Katholiken Veranlassung sein, mit einer besonderen Missionsgabe am Weltmif- sionssonntag (8. Dez. 1929) die Herzenssache des Heiligen Vaters, die Weltmission, zu fördern. Höret seine Stimme: „Sagt es allen an jedem Ort, daß die hl. Sache der Weltmission es ist, die am meisten Unseren Geist beschäftigt, die aufs tiefste Unser Herz bewegt, die an der Spitze Unserer Gedanken steht, die allen Unseren Wünschen und Gedanken zu Grunde liegt". P.

Aufwertung der Hessen-Rente.

Der 6. Zivilsenat des Reichsgerichtes hat, wie die „Voss. Ztg." berichtet, durch Schiedsspruch vom 30. Nov. die Jahresrente von 708 000 Friedens- I Händen; denn die „Ueberftillunq" in den kaufmän- mark, die Preußen im Anschluß an die Ereignisse Nischen Berufen liegt zum großen Teil auch darin von 1866 dem früheren hessischen Für- begründet, daß eine erhebliche Zahl der aumebil- ste nh a u s( das sind die Landgrafen von Hessen) beten Kräfte ihrer Eignung, d. h. geistigen Ver- für den Verzicht auf Thron und Thron- I anlagung nach einfach nicht ausreichend brauchbar g u t zugefagt hatte, auf 85 v. H. ihres Nominal- sind. Wer also Gelegenheit hat, bei einer guten betrages, d. h. auf rund 602000 Reichs- I Firma gründlich und vielseitig zu lernen und die mark jährlich aufgewertet. Zu diesem geistigen Fähigkeiten mitbring't, die für die tüchtge Betrag tritt noch ein Tilgungszuschlag von Ausübung des Berufes notwendig sind, dem kann rund 253 000 RM. jährlich. Der Schiedsspruch tritt auch heute noch, trotz Ueberfüllung, geraten wer- mit Rückwirkung ab 1. San. 1924 in Kraft. — den, den kaufmännischen Beruf zu ergreifen, zumal Vielleicht stellen die Hessen-Fürsten einen Teil der dann, wenn er die praktische Ausbildung mit schu- gewaltigen Summe, die ihnen damit zufällt. für lischer Weiterbildung verbindet. — bie notwendig ft e Straß e n a usbesse - I Das gilt zunächst für den Verkauf. Bei dem r u n g in Kurhessen zur Verfügung, wenn I Verkauf kommt es nicht in erster Linie auf schul- auef) nur als zinsloses Darlehen. I mäßiges Wissen an, wenn auch zugegeben werden

I muß, daß es Branchen gibt, die neben den be« - sonderen Verkäuferfähigkeiten von vornherein einen

WeikmaMs-Aebeswerk 1929. dem. Auch der tüchtige Volkss^üler kann Verkäu- *** ™ I fer werden, sofern er nur beweglich und flink ist,

t I offene Augen hat, sauber ist, über gute Umgangs.

I formen und völlige Gesundheit verfügt. Wer in hen. Die Wohlfahrseinrichtungen werden auch seinem Aeußeren den Eindruck eines körperlich ge« «*- und ,u

helfen suchen. flotter Rechner ist, wird in Verkaufsgeschäften fei»

Bürger Fuldas! Wir wenden uns an Euren so nen Mann stellen. Guten Zeichnern bietet sich au«

Feste des hl. Franziskus Laoerius. -Der Weltmissionssonntag, der vom großen Mis- stonspapst Pius XI. für die ganze kathol. Christen­heit angeordnet ist und am kommenden Sonntag «eyalten wird, wirft feine Strahlen voraus. Bereits vergangenen Sonntag sahen wir die ergrei« rat&e Abschiedsfeier am Frauenberg. Drei Min- »erbruder aus dem Orden des hl. Franziskus z-e- »en m die Heidenmission nach Japan: Gehet hin in

West! — Am Vorabend des hl. Franziskus trat ।J Dlozefan-Ausschuß des Franzis- , ^°Taveriusvereins zu einer Beratung Wammen, um dem großen päpstlichen Werke der ft-,, ensverbreitung auch in der Diözese Fulda -eue Nahrung zu geben. Bor Eintritt in die Ta­gesordnung übermittelte der stellv. Vorsitzende, ludienrat Pfeifer, dem Direktor des Taverius-

der Diözese Fulda, Professor Dr. Heller, »u oesten silbernem Priesterjubiläum im Namen des ozewn-Ausschusses herzliche Glückwünsche. Er ntte ihm besonders für die Befruchtung Des Wer-

wird ein verantwortlicher Ausschuß gebildet wer- I hängen genau vertraut isnd. Ebenso waren bi« den. I lanzsichere Buchhalter zu allen Zeiten gesuchte

t Joseph Damian, Bischof von Fulda. Prälat Dr. I Keifte. , , . , , , o

Leimbach, Domdechant. Dr. Antoni, Oberbürgermeister. I h^etet sich also, trotz der katastrophalen Lage, Freiherr von Sagem, Landrat. Dr. Danzebrink, Ma- in den Angestelltenberufen noch manche Moglich- gistratsrat, Leiter des Wohlfahrtsamtes. W. Weber, I feit, vorwärts zu kommen. Es darf jedoch nicht Kreispfarrer. W. Schüler, Dompfarrer. O. Gramm, I verschwiegen werden, daß unbedingt darauf zu Stadtpfarrer. A. Rübsam, Pfarrer z. Hl. Geist. F. achten ist, was für Anforderungen die einzelnen Neitzert Kommerzienrat. L Bellinger Vorützender des kaufmännischen Ärbeitszweige stellen, und ob der Arbeitgeberverbandes. B. B'enhuls, Bostdirektor. Dr. I e, ' nh'/ h wäbrfwn bi« neiftiaen Anionen I. Kramer, Schriftleiter. F. Enders, Bankvorsteher. Dr. or

W. Ensgraber, Syndikus des Handwerks- und Gewerbe- I oufzmr eifert hat, die gefordert werden muffen. Dte amtes Fulda. Earl Schmitt, Gewerkfchaftsfekretär. Frau I meisten Eltern sind wohl nicht rn der Lage, dtess Dr. Antoni für den Kath. Deutschen Frauenbund. Frau Dinge richtig zu beurteilen. Es ist etwas Anderes. Amtsgerichtsrat Rhiel, Frmi Direktor Wohlgemuth, ob der Junge in den Einzelhandel oder in den Frau Kaufmann Köhler für den Clifabethenverein. O. I Großhandel geht, ob in das Bank- ober Bersiche- Goebel für den St. Vinzenzverein. A. Zirkenbach für rungsgeroerbe, in bie Spebition, ben Export ob-r branZ Kramer Metzger- in eine ber anderen Hauptbranchen. Jedesmal sind meister und Karl Mucke, Bäckermeister ur die Innungen. fc}e Voraussetzunaen andere und iede Gruvve er- 20mtapitUlar' 580rfi6e"her b- äÄÄXSK

I fähigkeit der Eltern über bie im Jungen vorhan- I denen geistigen Anlagen betrifft, so muß gesagt Zur Irage der Auslese für kaufmünnlsche Berufe. Ä »Ä» , 1 ' J ’ I Darum kann den Eltern nickt genug nahe ge«

vann mutz er eben Kaufmann werben''. — Eignung uvb berufliche AvMeWögllchkeikev. legt werden, den sachkundigen Rat ber öffentlichen Sie bm>«,ch°W,ch- NW.W--Merft.ch««». ÄÄ «Ä

Don Dr. phil. Karl Busold, Praktischer Psychologe beim Arbeitsamt Frankfurt a.M. I Berufsberater unb bie Berufsberaterin kennen

| nicht nur die Anforderungen ber einzelnen Zweige, fen darf. — Ebensowenig tragfähig ist das andere sondern sind auch unterrichtet über die arbeits» Motiv: Man hat zwar sorgenvoll die Frage aus- marktpolitische Lage der kaufmännischen Berufe, geworfen, was aus dem Jungen, der Ostern die I Eine Reihe von Hilfsmitteln erleichtert es ihnen, Schule verlaßt, werden soll. Aber da ftellte sich I ein Urteil über die voraussichtliche Eignung ab« heraus, daß er für ausgesprochene handwerkliche I zugeben.

Berufe zu schwach ist, also bleibt nichts anderes | Da ist zunächst bas schulärztliche Untersuchungs- ubrtg: bann muß er eben Kaufmann werben. ergebnis, bas Auffchluß gibt über bie Entwicklung eiL.m?n n . n.. l-tzlen Jahren vielfach ber« I ber inneren Organe, ber Extremitäten unb Wir- artige Motive rein äußerlicher Art ber Berufs- I belsöule, ber Sinnesorgane unb barüber hinaus, mbt ju Grunde legte, wurde mancher in einen | was bet ber Konstitution bes betreffenben Jungen kaufmännischen Beruf gebrängt, ohne dazu bie er- I ein Berufshindernis werden kann (Tuberkulose, forderliche Neigung und vor allem bie so notwen- I langes Stehen, mangelhafte Sehschärfe u. a. m.). — btge Eignung mitzubringen. Zwar lernte ber Zur Feststellung ber geistigen unb sittlichen Eig- 3unge bei ber ffingrosflrma sortierte anfänglich I nung genügt ein Blick in bie sogen. Schülerkarte, o « t schrieb bann halb auch Rechnungen unb im I auf ber bie Schule ihre Beobachtungen eingetragen eurefcl er toon fo wett, daß er sogar ein hat hinsichtlich der Ausbildung des Verstandes, bes Hilfsbuch führte. Die Eltern freuten f-ch sehr über Gemüts unb bes Willens u. a. m. Unb zwar liegt tbren Jungen — war er doch auf dem besten I dieser Feststellung durch die Schule eine Beobach- •üsege zum ^ckbalter! Da er überdies noch in I tung von nahezu 8 Jahren zugrunde. Man un« s^«;?^/bfchule Stenographie und Maschinen- terschätze das nicht. Selbstverständlich obliegt dem schreiben lernte, hoffte man zuverfrchtllch, daß der Berufsberater über diese Mitteilungen der Schule Junge seinen Weg sande. — Aber da kam das Un« Amtsverschwiegenheit.

heil. Schneller als der „junge Kaufmann" ahnen 1 " ■ —

konnte, fühlte er, daß es mit feiner umfassenden Ausbildung nicht weit her war. Keine Bewer­bung um einen Posten als Angestellter wolfte ihm glücken, überall mußte er Absagen entgegenneh­men, wohin er sich auch immer wandte. — Es ist leider im kaufmännischen Beruf nun einmal so: Eltern, welche der Berufswahl ihrer Kinder bis oben erwähnten Motive rein äußerlicher Art unter-