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Fuldaer Zeitung (Amtliches kreisblatt)

sonnlag- den i. vezemver isrs

278.

Line neuartige Lokomotive der Deutschen Reichsbahn.

Die Arbeikslosen-Dsrsicherung.

Wie der Demokratische Zeitungsdienst erfährt, ist im Reichsarbeitsministerrum eine Vorlage aus- Hearbeitet worden, die vorsieht, den gesetzgebenden Körperschaften in nächster Zeit eine Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um % Prz- vorWschlagen. Dieser Vorschlag ist entstanden, weil man im Reichsarbeitsministerium zurzeit keinen anderen Weg sicht, um das entstandene und das noch entstehende Defizit bei der Arbeitslosenver­sicherung auszugleichen. Dieses Defizit wird bei dem jetzt in Geltung befindlichen Beitrag von 3 v. H. auf rund 200 Millionen Mark geschätzt.

Der Reichsfinanzminister hat sich bei den bis­herigen Verhandlungen außerstande gesehen, diese Beträge aus der R e i ch s k a s s e zur Ver­fügung zu stellen. Auch eine darlehensweise Hin­gabe erscheint für die Reichskasse nicht tragbar.

Die Diesel-Drucklufk-Lokomolioe der Deutschen Reichsbahn.

In diesen Tagen wurde die erste Lokomotive mit Dieselmotor und Druckluftantrieb von der Deutschen Reichsbahn in Betrieb genommen, nachdem Probefahrten auf der Strecke Eßlingen-Augs­burg die großartige Leistungsfähigkeit der neuen Maschine erwiesen hatten. Die neue 1200 ?8-Die- scllokomotive, die anstatt mit Dampf durch Druckluft betrieben wird, soll in ihrer ArbeitÄleistung die modernsten Dampflokomotiven um mehr als 100 Prozent übertreffen.

Winter der Schnee auf den Wiesen liegt, so hoch soll im Heuet das Gras stehen. — Donner im Winterguartal, bringt uns Kälte ohne Zahl. — Donnert's ins blattlose Holz, dann schneit's ins Laub. — Winternebel bringt bei Ostwind Tau, der Westwind treibt ihn aus der Au. — Wenn die Tage langen, kommt der Winter erst gegangen. — Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee. — Wenn die Christnacht hell und klar, folgt ein höchst ge­segnet Jahr. — Mehr Kälte als der Fichtenbaum, erträgt der Rebstock lobesam, wenn er im Christ­mond eingefriert. — Hängt zu Weihnachten Eis an den Weiden, kannst zu Ostern Palmen schnei­den. — Weihnachten feucht und naß, gibt leeren Speicher und Faß.

Bestimmungen über das Rauchen in Eisenbahn- Zügen.

Die immer noch vorkommenden Belästigungen der Reisenden durch Nichtbeachtung des Rauchver­bots in den Eisenbahnzügen lassen es gngezeigt erscheinen, die hierüber erlassenen Bestimmungen nochmals in Erinnerung zu bringen. In jeder Wa­genklasse wird eine angemessene Zahl von Abtei­len für Nichtraucher vorbehalten. Wenn nur ein Abteil der betreffenden Wagenklasse vorhanden ist, darf in diesen nur mit Zustimmung aller Mit­reisenden geraucht werden. Nicht geraucht werden darf — auch nicht mit Zustimmung der Mitreisen­den — in den Nichtraucher- und Frauenabteilun­gen und in den Triebwagen ohne Raucherabteil sowie in den Gängen, in denen durch Anschlag das Rauchen verboten ist. Ferner nicht in den Aborten und auf Plattformen der mit „Nicht­raucher" beschilderten Wagen. Bei Uebertretung des Rauchverbots im Zuge wird ohne vorherige Verwarnung eine Rauchbuße von zwei Mark er­hoben, worüber dem Reisenden eine Zahlungsbe­stätigung ausgehändigt wird. Raucht der Reisende nach Erhebung der Buße weiter, so wird er wegen Uebertretung bahnpolizerlicher Vorschriften belangt.

120 Kilometer Stundengefchwindigkeitt

Ein Versuchszug mit 120 Klm. Stunden­geschwindigkeit verkehrte in der Zeit vom 27. bis 29. November auf der Strecke Frankfurt- Bebra und zurück. Die Versuche galten indes weniger der zu erreichenden Höchstgeschwin­digkeit von 120 Studenkilometern, als der Ausprobierung der Geschwindigkeit, mit der Kurven befahren werden können. Auf der Maschine des mit unheimlicher Geschwindigkeit daherkommenden, aus nur vier Sonderwagen bestehenden Zuges befand sich eine technische Kom­mission, für die ein besonderer technischer Hilfs- und Unfalldienst auf der ganzen Strecke eingerichtet war.

Aus dem Gerichkssaal.

Der vorbestrafte E. H. in B. hatte in diesem Frühjahr von einem Einwohner 300 M zum Hei- delbeerankauf erhalten. Statt den Auftrag aus­zuführen, verjubelte H. das Geld teils hier, teils in Berlin in leichtsinniger Gesellschaft. Wegen Un­terschlagung erhielt H. drei Monate Gefängnis. — Am 4. August ereigneten sich nachmittags am Franzosenwäldchen ein Zusammenstoß zwischen einem Fuldaer Lastauto und einem von der Was­serkuppe nach Eisenach fahrenden Motorradfahrer. Die Schuld an diesem Zusammenstoß traf den Handelsvertreter Fr. Kr. von hier. Sowohl der Motorradfahrer als auch feine Begleiterin hatten bei dem Unfall Verletzungen erlitten. Das Kleine Schöffengericht verurteilte Kr. wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung der Kraftfahr­zeugordnung zu insgesamt 50 M Geldstrafe. — Im Juni dieses Jahres erzählte die Frau M. S. von hier, auf einer Baustelle über angebliche M i ß- stände beim hiesigen Wohnungs-

25jähriges Dienstjubiläum.

Am 1. Dezember steht der Polizeikommissar Tröche 25 Jahre im Dienst der Polizei. Schon vor dem Krieg war er bei der Staatlichen Polizei in Fulda tätig, wurde 1916 nach Kassel berufen und im Jahre 1920 zur Kriminalpolizei nach Fulda versetzt. 1927 avancierte er zum Polizei­meister und wurde schließlich im Juli dieses Jah­res zum Polizeikommissar der Stadt Fulda er­nannt.

Schulzwang zur Derfasfungsfeier.

Der der Kommunistischen Partei ange­hörende Elektrotechniker Lehmann in Grunau in Schlesien hatte seine schulpflichtigen Kinder nicht Mr Äerfassungsfeier in die Schule geschickt, weil er den Standpunkt vertrat, daß die Eltern, die mit der jetzigen Staatsform nicht einverstanden sind, auch ihre Kinder nicht zu der Schulverfassungs­feier zu schicken brauchten.. Das Hirschberger Amtsgericht verurteilte nach einer Meldung der D. A. Z. aus Hirschberg Lehmann mit der Be­gründung, daß die Schulfeiern einen Teil des Unterrichts darstellten und daher von allen Kindern besucht werden müßten. Dieser An­sicht ist jetzt auch das Kammergericht beigetreten, indem es die Revision Lehmanns gegen dasamts­gerichtliche Urteil verworfen hat. Rach Auffas­sung des Kammergerichts hat zwar jeder Deutsche das Recht, seine Meinung frei zu äußern, aber nur innerhalb der allgemeinen Gesetze. Zu diesen Schranken der Betätigung der freien Meinungs­äußerung gehöre auch das Schulpflichtgesetz, wel­ches jeder Familienvater beachten müsse.

Die bronzenen FLnfzig-Pfennig-Stücke gelten vom 1. Dezember ab nicht mehr als ge­setzliches Zahlungsmittel. Es empfiehlt sich da­her, die Sparbüchsen und Heimsparbüchsen nach­zusehen und die Einlösung etwa noch vorgefun­dener Fünfziger zu bewirken.

Bauernrsgeln im Dezember.

Der Name dieses Monats kommt aus dem La­teinischen: Vor Julius Caesar war unser heutiger letzter Monat des Jahres der zehnte (becem). Karl der Große nannte ihn den heiligen Monat und später gab man ihm den Namen C h r i st - mond. In der Tat wird der ganze Monat charakterisiert durch das herannahende Christfest, durch die Adventszeit. Geheimnisvolle Vorbe­reitungen werden getroffen, das große Warten auf das Weihnachtsfest beginnt. Das Ende des Monats ist auch das Ende des Jahres. Die Na­tur beginnt, sich auf das Weihnachtsfest vorzu­bereiten: die nebligen Tage des November weichen einer klaren Kälte, die den ersten Schnee im Gei­folge hat. Kalendermäßig tritt der Winter am 22. des Monats ein. Die Sonne tritt im Dezem­ber in das Zeichen des Steinbocks. Auch überden Dezember haben sich viele Bauernregeln gebildet. Wir bringen nur einige: Kalter Winter, fruchtbares Jahr, sind Genossen immerdar. — Dezember kalt im Schnee, gibt Korn auf jeder Höh'! — Je trüber das Wetter bei Dezember­schnee, je besseres Jahr in Aussicht steht. — Je dunkler es über Dezemberschnee war, je mehr leuchtet Segen im künftigen Jahr. — So hoch im

grüßt werden, wenn von der Verlegung Abstand genommen werden könnte.

Der neue Direktor der Fuldaer Reichsbahnwerk- stäkke.

Der Leiter der Fuldaer Reichsbahnwerkstätte Reichsbahnrat Warnecke wurde, wie wir hören, an das Reichsbahnausbesserungswerk Frankfurt a. M.-Nied versetzt. Dessen Direkor Reichsbahn­rat Lehmann kommt an die Stelle Warneckes nach Fulda. Reichsbahnrat Lehmann ist ein ganz vorzüglicher Eisenbahntechniker, der das Nieder Werk, das er von der französischen Regie sozusagen in Schutt und Asche als ein besseres Trümmerfeld übernehmen mutzte, in wenigen Jahren zu einem der besteingerichtesten der Deutschen Reichsbahn ge­macht hat. Wie intensiv unter seiner Leitung in Nied gearbeitet wurde, geht schon aus der Tatsache hervor, daß sich dort die Arbeitsleistung um über 100 Prozent gehoben hat. Reichsbahnrat Leh­mann hat auch verschiedene Spezialmaschinen für die Lokomotiven - Reparatur konstruiert, die sich außerordentlich bewährt haben. Der neue Fuldaer Werkstättendirsktor ist von Geburt Berliner.

Fulda, den 30. November 1929.

-rstee Adverttsormkag.

„Die Sterne werden vom Himmel fallen." (Ev.)

Sterne werden der Menschheit vom aefallen sein, Sterne, denen ihre größte unb ihr bestes Vertrauen gehörte, bis mächtig rüttelnde Gottesgewalt auch h;„ den Himmel zierten und die allerfestesten 1 -dienen, von der nachtblauen Kuppel her- ' Wieviele? Man braucht dabei nicht die Theater- und Filmsterne („Stars" nen- """»!> fidi selber gern und denken, das laute vor- jm Auge zu haben, von denen ohnehin . ieder weiß, daß sie weit entfernt sind, der 2?JfÄheit dienen zu wollen, als sich vielmehr von ? h»bienen und verhätscheln zu lassen. Nein, W ° ine jene, die einmal einem Volke in großer b hränqnis aufgingen und in deren Reihen etwa -Wilson einer der letzten war; die im Glanze Verheißungen steil und prangend aufgin- 5r0° ,jne Weile verwirrend leuchteten und dann, E von unbekannter geheimnisvoller Hand für ausgelöscht wurden, falls sie es nicht schon sorgten. Die Geschichte der Menschheit ist der Erinnerung an Jrrsterne dieser Art. Ist | ^Inzwischen klüger geworden? Wie mir scheinen ill nicht. Sie wird bis zum Ende der Zeiten viele als trügerisch erkennen müssen, bis ihr Sw, daß nur einer wahr und unvergänglich ist, be/'Stern von Bethlehem. Wer chn fand, den trügt kein anderer. Jodokus.

xersonennachrichien.

Der Privatdozent in der Fakultät für das Bau­wesen an der Technischen Hochschule Hannover Dr. °ing. Leo Fritz, Sohn des Zimmermeisters Jos. 7ritz dahier, hat einen ehrenvollen Ruf als ordentlicher Professor an die Technische Hochschule Stuttgart erhalten.

Lestandcur Prüfung.

Herr Dipl. Jng. Fritz Rabeneick, Sohn des Herrn Vermessungsrats Rabeneick dahier, der bis­her dem Gewerbeaussichtsamt in Frankfurt a. M. zugeteilt war, hat vor der Prüfungskommission am Preußischen Ministerium für Handel und Ge­werbe das Assessorexamen bestanden und dabei das Prädikat „Mit Auszeichnung" erhalten. Daraufhin 'st er als Gewerbeassessor an die Regierung in öicgnitz versetzt worden.

Iugendwohlfahrtstagung in Fulda.

Wie die Justizpressestelle mitteilt, wird vom 5. bis 7. Dezember in Fulda eine Jugendwohl­fahrtstagung von dem Oberlandesgerichts- präsidenten und dem Landeshaupt­mann veranstaltet werden. Eine Reihe von Vor­mundschaftsrichtern sowie zahlreiche Beamte und Angestellte der Jugendämter aus dem südlichen Teile des Bezirks sind dazu abgeordnet, lieber den Verlauf, der ähnlich wie bei den in Kassel und vor kurzem in Marburg veranstalteten Tagun­gen geplant ist, wird berichtet werden.

Asm Postamt Fulda.

wird uns geschrieben: Für die im Einvernehmen mit der Reichs- und der Preußischen Staatsregie- rung vom Deutschen Roten Kreuz, Berlin W10, Corneliusstr. 4b, zusammen mit den Spitzenver­bänden der freien Wohlfahrtspflege veranstaltete Sammlung zugunsten der in Not befindlichen Deut­schen Bauern aus Sowjet-Rußland werden bei allen Postanstalten Beiträge entgegengenommen. Bei dem Postamt Fulda ist der Schalter 7, Wert­zeichenverkauf, woselbst auch der Verkauf der neu herausgegebenen Wohlfahrtsmarken statt­findet, hierzu bestimmt.

Das Gerücht, bereits zum 1. Januar kommenden Jahres würde der Regiments st ab und das M u s i k k o r ps des 5. Artillerie-Regiments die in Fulda liegende Abteilung des Regiments verlassen und einen an­dern Unterkunftsort beziehen, trifft, wie wir aus guter Quelle feststellen können, nicht zu. Aller­dings scheinen aus diensüichen Erwägungen in ab­sehbarer Zeit Stab und Musikkorps von Fulda ver­legt werden zu sollen. Man wird die von den Be­fehlsstellen der Reichswehr ergehenden Anordnun­gen in Fulda mit Interesse verfolgen und sicherlich von den zuständigen Stellen aus alles versuchen, um einer etwaigen für Fulda unerwünschten Aus­wirkung dieser Verlegung des Regimentsstabes ent­gegenzuwirken. Die Verlegung des Musikkorps wird das musikalische Leben Fuldas stark berühren, wenn auch viele Zivilmusiker darin vielleicht einen Vorteil für ihren eigene Tätigkeit sehen wer­den. Ganz ohne Musik wird wohl auf die Dauer die hiesige Abteilung nicht bleiben können. Für den Wohnungsmarkt, der ja leider in Fulda immer noch sehr eingeengt ist, wird der Wegzug der Offi­ziere, die zum Stab gehören, möglicherweise eine Erleichterung bringen, die sich freilich auf ein paar Wohnungen beschränken wird. Im ganzen gese­hen wird die Verlegung des Stabes des Regiments in Fulda sehr bedauert werden und es würde in allen Bevölkerungskreisen sicherlich sehr freudig be­

ll m t e. U. a. erzählte sie, daß ihr Schwager in kürzester Zeit eine Wohnung erhalten hätte, weil er 50 Jt bezahlt habe. Nach Aussagen eines Zeu­gen waren die Arbeiter und deren Frauen, die Essen an die Baustelle gebracht hatten, allgemein der Ansicht, daß die 50 <M. an das Wohnungsamt gezahlt worden seien. Der Arbeiter Ehr. Br., der von dieser Sache hörte, wandte sich in einem Briefe an das Wohlfahrtsministerium in Berlin. Dieser Brief enthielt objektiv unrichtige Tatsachen. In der gestrigen Hauptverhandlung vor dem Klei- nert Schöffengericht wurde festgestellt, daß der Schwager der Frau L. sich schon lange beim Woh­nungsamte um die Erlangung einer anderen Woh­nung bemüht hatte und sogar auf der Dringlich­keitsliste stand. Nun hörte der Schwager von ei­ner freiwerdenden Wohnung Am Wallweg und wandte sich um Berücksichtigung an das Woh­nungsamt. Doch ohne Erfolg. Wie das so geht, hatte der Schwager der Frau L. dann einmal ir­gendwo geäußert, er zöge „schwarz" in eine Woh­nung; er könne ja doch nur höchstens mit 50 M bestraft werden. Diese Aeußerung war die Ursache des falschen von Frau L. verbreiteten beleidigen­den Gerüchtes. Das Kleine Schöffengericht sprach den mitangeklagten Er. B. frei, da aus seinem nach Berlin gesandten Briefe nicht zu ersehen war, daß er den Leiter des Wohnungsamtes beleidigen wollte. Wegen öffentlicher Beleidigung wurde dagegen die Ehefrau M. L. zu 50 M Geldstrafe ob er 5 Tagen Gefängnis verurteilt. Dem Beleidigten wurde die Be­fugnis erteilt, den Urteilstenor nach Rechtskraft am schwarzen Brett des Rathauses auszuhängen. — Der jetzt arbeitslose 22jährige Kraftdroschken­führer I. W. von hier hatte am 23. August in der Mittagsstunde in ziemlich raschem Tempo eine Fahrt vom Bahnhof nach 'der Stadt gemacht. An der Kreuzung Bahnhofstraße—Heinrichstraße ließ er einem Radler nicht das Vorfahrtsrecht. Die Folge war, daß er den Radler anfuhr, der sogar zwischen dem Kotflügel und einem Baum eingequetscht wurde und erhebliche Verletzungen erlitt. Noch heute befindet sich der Radfahrer in ärztlicher Be­handlung. Wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung der Kraftfahrzeugordnung erhielt W. zusammen 30 M Geldstrafe oder 5 Tage Ge­fängnis.

Die Christbäume kommen.

Auch der Wald draußen, wo die Tannen ste­hen, weiß, daß Weihnachten naht. Er weiß es erst feit ein paar Tagen. Da sind Männer gekom­men mit blanken Beilen zu dem Fichten- unb Tan­nennachwuchs, haben sie zuerst gemustert und dann haben sie sich die schönsten und schlanksten heraus- gesucht, die Axt an den zitternden jungen Stamm gelegt und das Bäumchen gefällt. Das war ein Ge­klirr und ein Hauen! Ein Bäumchen nack- dem anderen sank um, wie gemäht und wurde hinaus auf den Weg geschleift unb hier haben bann kun­dige Hände im Astwerk gelichtet, als fei es ein krauser Bart. — Unb so ziehen auf vielen Wegen diese Tannen, ein ganzes nach Wald unb Freiheit buftenbes Heer, in die ©tobte unb Dörfer. Aus ben Bäumchen bes Walbes werden Christbäume, Sie werden in tausend und abertausend Stuben als festlich geschmückte Weihnachtsbäume einzishen, um das Weihnachtsfest in der Familie verschönern zu helfen.

Die heutige Nummer

der „Fuldaer Zeitung" umfaßt 20 Seiten. Wir machen auf den reichhaltigen Anzeigen­teil aufmerksam.

— Rentenempfänger der Eisenbahn Fulda. Die Be­sprechung findet Montag, den 2. Dezember im Gasthaus Zum goldenen Anker statt. Um rege Teilnahme wird er­sucht. i

Die Personen- und Lastwagengruppe kommt!;

Sie sind eingeladen zur Besichtigung der hochinteressanten Chevrolet Personen- und Lastwagen-Karawane

Chevrolet Personen-, Last- und Lieferwagen sind weltberühmt wegen ihrer hohen Zuver­lässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer, daher die allseitige Beliebtheit und der große Verkaufserfolg der Chevrolet.

Am 30. November sind die Wagen von 9.30 bis 11 Uhr in HÜNFELD am Rathaus zu besichtigen; von 12—14 Uhr nimmt die Gruppe in SCHLITZ in der Nähe des Bahn­

hofs Aufstellung; im Laufe des Nachmittags ist die Gruppe in BAD SALZSCHLIRF; am 1. Dezember parken die Wagen um 11.30 Uhr auf dem Marktplatz in TANN.

Die Gruppe trifft am 2. Dezember in FULDA ein und unternimmt um 8 30 Uhr eine Rund­fahrt durch die Stadt, anschließend Besuch des Schweinemarktes und Aufstellung am Viehmarktplatz.

Am 3 Dezember Aufstellung der Wagen von 10 bis 12 Uhr in LAUTERBACH am Marktplatz;

von 12,30 bis 13,30 Uhr in HERBSTEIN am Marktplatz;

von 14,30 bis 15 Uhr in NEUHOF in der Hauptstraße.

Versäumen Sie nicht diese seltene Gelegen­heit — Sie sind herzlich eingeladen.

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