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Fuldaer Zeitung

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wtb. Tokio, 29. Nov. (Eig. Meld.) Der j a p a - ursche Gesandte in China Sadao Saburi, der zurzeit hier weilte, um die kommenden Ver­handlungen mit China zu erörtern, hat sich gestern in später Abendstunde durch einen Schuh getötet. Gestern war der 3. Jahrestag des Todes seiner Gattin. Es ist anzunehmen, daß der

weil sie, bis sie ganz, ganz sicher war, daß die Auf­merksamkeiten des Hauptmannes Bendler in einem Heiratsantrag gipfeln würden, es eben so gut fand. Gottfried Haller zu gestatten, weiter ihr anerkannter Verehrer zu Meißen.

Daß sein Vertrauen auf einen Grund von der Be­ständigkeit des Flugsandes aufgebaut war, erwog sie nicht weiter, das kümmerte sie auch nicht. Sie hatte die Absicht, sich das Leben auf das beste einzurichten, und es bedeutete für sie nicht das mindeste, über wie

211.

rstag, den 30. November 1929.

Fuldatr Acflcndi'iickeret

Fulda«

Verschmelzung gestatten, sodann ordnet er die pri­vatschriftliche Form für den Verschmelzungsvertrag von Genossenschaften an und schließt die Geltend­machung der Nichtigkeit solcher Verschmelzungsver­träge aus, die vor Inkrafttreten des Gesetzes in privatschriftliche Form errichtet worden sind.

Die Durchführung der Verschmelzung von Revi- lionsverbänden erfolgt im wesentlichen ganz nach den Vorschriften über die Verschsmelzung von Ge­nossenschaften. Das gilt besonders von den Er­fordernissen der Beschlußfassung über die Versam.r-- lung, von der Anmeldung der Verschmelzung zur Eintragung in das Vereinsregister und von den rechtlichen Wirkungen der Eintragung. Für den Verschmelzungsvertrag ist die privatschriftliche Form oorgeschrieben.

Wie bei der Fusion von Genossenschaften soll beim Zusammenschluß von der Revisionsverbänden

Vom Genofsenschastsgesetz.

Eine Ergänzung des Genossenschaftsgesetzes be­zweckt ein Gesetzentwurf, den der Reichsjustizmini­ster v. Euerard dem Reichstag in Vorlage gebracht hat. Das Geschäft will 'dis Rationalisierung des Genossenschaftswesens fördern und angesichts der Dringlichkeit dieser Fragen wünscht die Regierung eine alsbaldige Beratung dieses Gesetzentwurfes durch den Reichstag.

Ein wichtiges Mittel zur Rationalisierung des Genossenschaftswesens ist der Zusammenschluß von Genossenschaften und Revisionsverbänden. Nach der gegenwärtigen Rechtslage stehen der Durch­führung solcher Verschmelzung starke Hindernisse im Weg. Es fehlt zum Beispiel an Vorschriften, die eine Verschmelzung von Reoisionsverbänden zu- lassen. Deshalb will der Entwurf einmal diese

viele Herzen sie rücksichtslos einherschritt auf dem Wege zu ihrem Erfolg.

Eino andere Vision aus vergangener Zeit trat plötz­lich vor ihr Auge, und selbst im Schutz ihres Zimmers auf Schloß Mainard schauderte sie bei der deutlichen Erinnerung angstvoll zusammen. Das Gesicht des Mannes, der sie an jenem Aprilmorgen in dem Hasel­nußbusch geküßt, hatte sich nun in Bitterkeit und Haß verwandelt, als er, nicht zufrieden mit einem liebens­würdig abgefaßten Absagebrief, auf eine Zusammen­kunft mit ihr bestanden und im Lause dieser stürmischen Unterredung ihr Wahrheiten ins Gegast geschleudert hatte, die sie vor ihm bangen und zittern ließen. Alle Versuche, sich zu rechtfertigen und ihr Handeln zu er­klären, waren von seinen unerbittlichen Worten voll Hohn und Spott, mit .enen er sie unbarmherzig -ver­schüttete, zunichte gemacht worden. Sie hatten in ihrem Herzen kein Schamgefühl erweckt, als Gottfried Haller sie vor so langen Jahren gesprochen, und auch heute taten sse das nicht, sondern sie erneuerten in ihr nur bas Gefühl des stärksten Unwillens gegen den Mann, der es gewagt hatte, ihre unsagbare Falschheit und ihre Untreue so offen darzulegen.

„Einen Trotz gegen Gottfried Haller?"

„Ja wahrlich, wahrlich, sie empfand Trotz und Haß gegen ihn. Frau Bendlers Gefühle gegen Gottfried Haller waren im Laufe der Jahre immer noch gehässi- ger geworden. Die Veranlassung zu seinem zweiten Testament war kein Geheimnis für die Frau, die er ebenso zu hassen gelernt, wie er sie früher unendlich liebte, und wenn sie ihn gelegentlich in der Gesellschaft traf, lange Zeit nach der herzlosen Behandlung, die sie ihm hatte widerfahren lassen: so konnte sie sich immer aufs neue überzeugen, daß Gottfried Haller ihr weder verziehen noch ihr Unrecht vergessen hatte.

Als er die reiche Erbschaft seines Onkels angetreten, empfand sie das als ein sie persönlich hart betreffendes Unglück, zumal ihre eigene Ehe, vom materiellen Stand­punkt aus betrachtet, sich als ein völliger Fehlschlag er­wies. Und obgleich sie alle ihre Kräfte spielen ließ, so wollte es chr doch nie gelingen, nach dem Tode ihres Mannes Gottfried Haller wieder an ihre Seite zurück­zubringen. Bei den wenigen Gelegenheiten ihres Zu-

Chma: „Hilfe!

Die Kellogg-Mächte: «Beruhigen Sie sich! Die

neu Berge, für unsere herrlichen Alpen, in der aus­gedehnten Pracht ihrer Krone vorn Massiv des Monte Rosa, des Matterhorns, des Gran Para- diso bis zu den farbenreichen Dolomiten, in aller Welt zuhause ist.

Wir sind überzeugt, daß Ihr immer so fort­fahren werdet, damit die Ausländer euch schätzen ob eurer Ehrlichkeit, Ehrenhaftigkeit und eures Pflichtberrußtseins. Wir sind davon überzeugt, und es bestärkt Uns in dieser Ueberzeugung eure heutige Haltung, davon sprechen uns diese Seile, diese Eispickel und diese Ausrüstungsgegenstände, mit deren Wiedersehn ihr Uns noch einmal habt beglücken wollen .... Wahrhaftig, es ist eine der Schönheiten und einer der Werte eures Be­rufes, daß ihr an Orten weiter könnt, wo die Größe und Macht Gottes leichter gefühlt werden kann."

Der Papst erzählte dann von einem jungen Bergführer, der nach beschwerlichem Aufstieg am Punkte eines besonders schönen Panaromas in frü­her Morgenstunde ausrief: „Hier muß man beten!" Und ein anderer hatte oft gemahnt: „Hier müssen wir uns dem Schutzengel empfehlen!" Es war ergreifend zu sehen und zu hören, wie der Papst immer wieder aus der Fülle seiner reichen Er­innerung schöpfte und sich hernach besonders dem Sohne des von ihm mehrfach erwähnten Führers Godin widmete, mit dem er einst den noch heute „Via Ratti" bezeichneten Uebergang vom Ma- cugnaga zum Zumstein in der Monte Rosa-Grupps gemacht hatte. —

Gleichzeitig wurde bekannt, daß der Oberprä­fekt der Provinz Bozen in einem Schreiben an dis Gemeinde seiner Provinz endlich drei Erleichte­rungen in der Sprachenverordnung in Südtirol angeordnet habe.

1. In den öffentlichen Betrieben darf die Speisekarte auch in der deutschen Sprache, wenn auch nicht nach der italienischen, gehalten sein.

2. In den Gasthäusern darf bis zur Erneuerung Geschirr und Wäsche >n deutscher Sprache gezeich­net fein.

3. In kaufmännischen Briefen und Rundschrei­ben darf dem italienischen Text die deutsche Ueber- setzung folgen.

Damit sind einstweilen die unmöglichsten For­derungen, die das alte deutsche Hotelgewerbe und viele Kaufleute glatt ruiniert hätten, beseitigt. Hof­fen wir, daß in dieser Richtung fortgefahren wird; denn viel, unendlich viel ist noch zu tun, um dem Deutschtum den notwendigsten Lebensraum zu sichern.

An allen Ecken und Enden der ewigen Stadt kann man in diesen Tagen die Vorbereitungen für hen Besuch des italienischen Königspaares im Va­tikan spüren. Die Restaurierungsarbeiten am Glockenbogen von Sankt Peter, durch den der Hof- ,uq in die Vatikanstadt fahren wird, sind so gut Le beendet. Die neuen Eisengitter der Grenze Morden angebracht, und das Wachtlokal hinter den hicfen Mauern des Säulengangs (Portikus Karls pes Großen), dessen vergitterte Fenster der Durch­fahrt zugekehrt sind, kann bezogen werden. Auch im San Damasushofe und an anderen Orten, dis der Hofzug passiert, wurden die notwendigsten Re­staurierungen vorgenommen. In der Sakraments­kapelle und in der Konfessionskapelle von Sankt Peter wurden große Teppiche ausgebreitet und mit rotem Samt ausgeschlagene Betschemel auf- oeitM die mit goldbefransten roten Samtkissen ßeheift wurden. Schon heute kann gesagt roerben, zyß der Festzug überaus malerisch gestaltet wer­den wird. Man erfährt jetzt auch, daß Ende De- -einber oder Anfang Januar auch die beiden an­deren Linien des italienischen Herrscherhauses, Sa- ooyen-Aosta und Savoyen-Genua, dem Papst den Besuch machen werden. —

Inzwischen waren nur 350 Bergfahrer aus Südtirol und den angrenzenden Gebieten in Rom. Sie sahen Mussolini und vor allem waren sie auch in Audienz beim Papst, der eine ganz besonders ergreifende Ansprache an sie hielt. Pius XI., dem allen Alpinisten, konnte im Jubeljahre kaum ein Besuch mehr Freude bereiten als gerade dieser. Er ließ in seiner großen Ansprache denn auch seine ganze Freude an der Schönheit und Majestät der Alpenwelt mitschwingen, auch seine Dankbar­keit diesen kühnen und treuen Bezwingern der Berge und Gletscher gegenüber. Als er aber eini­ger nahmhafter Führer besonders gedachte, war die Bewunderung und das kindliche Erstaunen die­ser schlichten Kinder der Bergwelt außerordentlich groß.

„Wir können wohl behaupten, euch alle zu ken­nen, von jenen des Monviso bis zu denen der Marmolata. Wir haben euch kennen gelernt vor allem auf der Krone der Alpen, und wir haben eure starken Seelen, die in starken Körpern woh­nen, erprobt . . . Ihr habt eine sehr hohe Mis­sion, die noch höher ist als die Spitzen, auf die ihr eure Alpinisten führen könnt: eine Mission, die Würde und Adel verleiht, wenn sie so betätigt wird, wie ihr es macht, dies nicht nur mit euren Landsleuten, sondern auch mit den Fremden aus aller Welt, da die Bewunderung für unsere schö-

«chnftletter: Dr. phil. Johannes Kramer, für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Actiendruckerel I. P a r z s l l e r.

„Ein Trotz — gegen — Gottfried Haller?"

In jenen fernen Tagen war Gotffried Haller .... Mann von keiner Bedeutung und ohne Mittel gewesen, auch lag nicht die kleinste Wahrscheinlichkeit vor, daß seines Onkels großes Vermögen jemals ihm zufallen würde. Drei Leben standen zwischen ihm und dielem Reichtum, und obgleich Liebeständeleien Marie Nobel sehr angenehm waren, so schreckte sie die Aussicht auf Armut, und sie gestattete ihrem jungen Verehrer nur deshalb, ihr den Hof zu machdn, weil sie es für klug und sicher hielt zwei Pfeile für ihren Bogen zu haben. Und

zu schließen und Küsse auf ihr Gesicht, ihre Augen, chr Haar niederfluten zu lassen — ihr Worte leiden­schaftlicher Liebe zuzuflüstern — —ihr zu versprechen, sich einen Namen zu erobern und ein Vermögen um ih­res Besitzes willen. Und während der ganzen Zeit, da er ihr heiße Liebesworte sagte, während der ganzen Zeit, da sie seine Lippen die ihrigen berühren ließ sich an ihn mit dem Versprechen ewiger Liebe schmiegte, befand sich in ihrer Tasche der Brief, ihre Treue einem anderen Manne verpfändete.

keine Liquidation stattfinden. Eine Satzungsbe­stimmung, nach der das Vermögen des aufgelösten Verbandes an bestimmte Personen, z. B. an die Mitglieder des aufgelösten Verbandes fallen soll, soll für den Fall der Verschmelzung außer Kraft treten.

Eine weitere wichtige Bestimmung des Ent­wurfs, die dem Schutze der Gläubiger des aufge­lösten wie des übernehmenden Verbandes dienen soll, besagt, daß die Vorstandsmitglieder als Ge­samtschuldner den Gläubigern zum Ersatz des Schadens verpflichtet sein sollen, den die durch die Verschmelzung erleiden. Die Vorstandsmitglieder können sich von dieser Ersatzpflickt durch den Nach­weis befreien, daß sie bei der Prüfung der Ver­mögenslage der Verbände und beim Abschluß des Verschmelzungsvertrages die Sorgfalt eines ordent­lichen Geschäftsmannes angewandt haben. Die fo getroffene Regelung wird genügen, um die Gläu­biger gegen unvorsichtiges Geschäftsgebaren bei der Verschmelzung in genügendem Maße sicherzustellen.

Eine weitere Bestimmung sieht vor, daß Ver- schmelzungsvertväge, die vor Inkrafttreten des Ge­setzes in privatwirtschaftlicher Form errichtet wor­den find, aufrechtzuerhalten sind. Die Anfechtung solcher auf bloß schriftlichem Vertrage beruhender Verschmelzungen, deren Nichtigkeit möglicherweise erst nach vielen Jähren geltend gemacht wird, würde eine Gefahr für die Verkehrssicherheit be­deuten und geeignet fein, den etwa schon erzielten Rationalisierungserfolg der Verschmelzung in Frage zu stellen.

fammentreffens war sie sich voll bewußt, daß er mit seinen scharfen Augen all ihre Pläne durchschaute und jedes noch so fein ersonnene Manöverchen erkannte. Sie hatte sich dann eingebildet, daß sie durch Förderung der Verlobung Stellas mit seinem Erben, Archur Darberg, es nun doch zuwege gebracht, den alten Herrn zu über­listen. Aber als sie dann in der Folgezeit zu ihrem Verdruß entdeckte, daß Gottfried Haller doch nicht zu überlisten war, als sie den Inhalt seines Testaments erfuhr und die sonderbare Art, wie er über sein Geld verfügte, da wurde es ihr so klar, als ob er es ihr mit seinen eigenen Worten gesagt hätte, daß Gottfried Haller dennoch als Sieger über sie ins Grab gesunken sei.

Lange, lange Zeit, • nachdem Stella sie verlassen hatte, saß sie noch im Zimmer und grübelte über Vergangenheit und Zukunft nach. Ueber die Ursachen, die sie nach Rache gegen Gottfried Haller sich sehnen ließen, und über di- ihr zu Gebote stellenden Mittel, diese Rache zu kühlen. Molchen Mühe als gefeierten Gast auf Schloß Mainard zu begegnen, war ein har­ter Schlag für sie, und nur eine lange und sorgfältig dressierte Gewohnheit, sich selbst zu beherrschen, be­fähigte sie, dem Mädchen in schicklicher Weise entgegen­zutreten. Schon die einfache Aussicht, daß Malchen in ihrer jetzigen Entwicklung imstande sein könnte, auf Archur Darberg anziehend zu wirken, erweckte ihre schlimmsten Leidenschaften, fo daß sie sich fast vor sich selbst fürchtete. Sie konnte — nein — sie wollte Mat­chen nicht gestatten, schließlich über sie zu triumphieren: sie konnte unter keinen Umständen müßig Metzen, wie sich Gottfried Hallers Wünsche einer Erfüllung näher­ten.

„Wenn Malchen nur aus dem Wege geräumt wäre,"' — das war der stetig wiederkehrende Refrain ihres Denkens — „wenn Malchen aus dem Wege geräumt wäre — dann bekäme Archur das Gew — dann — könnten er und Stella wieder zusammenkommen — und Gottfried Haller und ich wären quitt."

15. Kapitel.

Während der drei Tage, in denen Malchen und Frau Bendler bisher gemeinsame Gäste auf Schloß Mainard

3. Blatt.

Druck der Fuldaer Actiendruckerel, Fulda.

Sitzung wird gleich geöffnet/'

t (Originalzeichnung von M Kellerer.)

Gesandte die Tat in einem Anfall von Schwer­mut begangen hat. Allgemein ist man der An. sicht, daß Japan durch Saburis Tod des Diplo mcten beraubt worden ist, der am ehesten berufer war, die Versöhnungspolitik Shideharas gegenübei China durchzuführen.

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Ein Großflugzeug ab gestürzt.

Das größte jemals in Amerika ge­baute Flugzeug, der für 32 Passagiere be­rechnete Fokker-Eindecker „F. 32", ist am Mittwoch in der Nähe des Flugplatzes Rooseveltfield verunglückt und durch Brand vernichtet worden. Das Flugzeug rammte infolge nicht genügender Flughöhe ein Haus der in der Nähe des Flug­platzes liegenden Ortschaft Carleplace, stürzte zu Boden und ging in Flammen auf. wobei noch zwei Gebäude an der Unglücks- stelle Feuer fingen und nieberbränn« ten. Die Fluggäste konnten sich retten. Nur zwei erlitten Verletzungen, und zwar ein Mecha­niker, der vor dem Absturz über Bord sprang, aber mit einem Beinbruch davonkam. Ein anderer kroch: nach dem Unglück aus der brennenden Ka- bine; seine Verletzungen sind unbedenklich. Das Flugzeug hatte den Flughafen Teterboro mittags zu Probeflügsn verlassen; über Rooseveltfield tra­ten Motorstörungen ein, die das Unglück herbei- führten. „F 32" war für den transkon­tinentalen Passagierdienst gebaut.

*

In Westbury, Longisland. stürzte ein mm einem Flugschüler geführter Eindecker auf die Straße, nachdem er zuvor auf ein Hausdach gestürzt und abgeprallt war. Der Pilot wurde getötet.

waren, hatte Marie Bendler sie geschickt zu meiden gewußt, während Malchen, ohne die Formen der Höf­lichkeit gegen die ältere Dame außer acht zu lassen, offen­bar auch nicht den Wunsch hegte, sich mit ihr auf einen herzlichen Fuß zu stellen. Gegen Stella war sie ganz wie früher, und die Freundschaft, die damals, als Mal­chen mit ihr zusammen wohnte, bestand, hatte eine beide Teile befriedigende Erneuerung erlebt. Sie sah jetzt, daß die junge. Baronin Bangler genau ein solches Werkzeug in den Händen ihrer Mutter war, wie es Stella immer gewesen.

„Es ist vielleicht recht schlecht von mir, aber ich möchte doch auf Stella einwirken, daß sie nicht immer tut, was ihre Mutter wünscht, sondern sich ihr auch, wenn es nötig ist, widersetzt", sagte Malchen zu Frau Grau, als sie sich einige Minuten nach dem zweiten Frühstück am vierten Tage mit ihrer alten Freundin allein in deren Zimmer befand. „Stella ist wie Wachs in Frau Bendlers Händen, und man muß sich unwill­kürlich die Frage vorlegen, was diese Hände mit dem Wachs noch beginnen werden."

„Stella ist stets sehr bildsam, leicht zu bestimmen gewesen," meinte Frau Grau und lächelte aus ihrem niedrigen Lehnsessel zu ihrer großen Pflegetochter hin­auf, „mib wenn ihre Mutter sich nicht der Aufgab« unterzogen hätte, sie zu formen, so würde das ein am derer getan haben müssen. Sie ist ein Mädchen, da- geführt und geleitet werden muß, weil sie eben nichi versteht, allein zu gehen."

„Sie tut mir herzlich leid. Sie ist unglücklich ver­heiratet gewesen, sie sieht unzufrieden und unglücklich aus und fühlt sich sehr vereinsamt."

„Sie wird sich wieder verheiraten. Sie hat ein Gesicht, in das sich mancher Mann unbedingt verlie­ben wird. Stella wird nicht immer allein bleiben."

„Ich möchte wohl wissen," sagte Malchen langsam und wandte den Blick von Frau Grau ab, um aus dem Fenster zu sehen, wie der Wind die Baumzweige hin und her jagte, „ich möchte wohl wissen, wenn Herr Darberg Stella wiedersieht. ob er dann —"

(Fortsetzung folgt.)

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Nachdem Rußland an der mandschurischen Front die Osfenflve eröffnete, hat sich China mit der Bitte um Hilfe an die Mächte gewandt, die den Kelloggpakt unter­zeichneten. Aber die Mächte find noch gänzlich uneinig, welche Schritte unternommen werden 'sollen.

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Roman von M. W. S o p h a r.

36] ---------

»Dich enttäuschen?" — Es war ihre eigene Stimme, bte geantwortet, und sie hatte die Augen zu ihm mit bem Lächeln erhoben, das, wie sie wußte nie versagte, ihn zu ihrem Sklaven zu machen. „Wie sollte ich dich enttäuschen, Geliebter?"

Und dann hatte sie chm gestattet, sie in seine Anne

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