Fuldaer Zeituna
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grötzle Straßenbrücke Deutschlands ferllggestellk.
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Gnotoben behütet die Errungenschaften ber englischen Tradition
Jasmaizi Zigarette
Hl 272.
Sonntag, den 24. November 1929.
Am 11. August dieses Jahres vollendete sich das erste Jahrzehnt des auf der Weimarer Verfassung begründeten neuen Deutschland. Aus Sturm und Drang, aus Zusammenbruch und Niederlage, aus Abgründen materieller und geistiger Not ist es über Nacht zum Leben errrvcht.
Je größer die Not der Zeit, je bedrohlicher die Wetterzeichen, die an ihrem Horizont auffteigen. um so größer, um so gebieterischer auch unsere Sendung in dieser Zeit und an diese Zeit.
Wenn wir die Dinge sehen, wie sie in Wirklichkeit sind, dann kommen wir an dem Eingeständnis nicht vorbei.
von der kulkurellenSendung der Katholiken im volksganzen
Don Prälat Prof. Dr. K a a s.
3. »lall.
Druck der Fuldaer Actiendruckerei. Fulda.
Katholiken eins kulturelle Sen- düng an die Welt haben, dann richtet sie sich in er- Linke und vor allem anderen andenStaat leibst und an das, was in ihm beschlossen ist.
r r aat wird entweder das zentrale Objekt unserer sorgenden Liebe, unserer opferbereiten £reue> unserer uneigennützigen, auf das Ganze I schauenden Hingabe sein, oder aber er wird sich m einer Richtung entwickeln, die ihm selbst und da- mit auch uns und den uns heiligen Menschheits- I werten zum Verderben gereicht.
Ein wahres Staats- und Gemeinschaftsgefühl I wird nur aufgebaut werden können, wenn den Ci- Nlgunqsfaktoren natürlicher Art die starken über» natürlichen Moftve helfend zur Seite stehen, die aus der christlichen Staatsauffassung fließen. Dem i° wie er ist, in geduldiger und hingehender Arbest und in geistigem Ringen mit anderen Weltanschauungen in höchstmöglichem und immer wachsenden Maße den Inhalt zu geben, den er nach ! den Vorschriften des christlichen Sittengesetzes ha- ben soll, diesen Staat zu gleicher Zeit groß und stark und mächtig im Dienste der Gerechtigkeit, des wzralen und Völkersriedens zu gestalten, diesen Staat zu einer wahren Heimat aller derer zu machen, die zu unserem Volke gehören, wie auch derer die als versprengte Glieder anderer Völker in- nerhalb unserer Grenzen wohnen, das ist das Ziel dem wir bewußt zustreben. Der Kampf zwischen heidnischer Unkultur und christlicher Lebensgestaltung, der unser Volk durchtobt, ist mit rein seel- sorgerlichen Mittel nicht aüssichtsvoll zu führen, I wenn von staatlicher Seite aus dem öffentlichen I "ven Normen gegeben werden, welche die fegens- I "E Kräfte des Ehristentums binden und hem- I men, dagegen die zerfetzenden Kräfte antichristlicher I Tendenz entfesseln und begünstigen. Darum unser I ar?ener Griff nach dem Steuerrad des Staa- I tes. Wir ringen um die Seele unseres Staats- I wesens, um die Seele unseres Volks zu retten. Wir I wollen einen Staat, der Gott gibt wasGot- I tes ist und dem Volk was des Volkes ist I
Humor des Tages.
englische Schatzkanzler hat im Unterhaus erklärt, Noungplan nur annehmen könne, wenn d-e deutschen Liqmdationsübcrschüsse nicht zurück- gezahlt wurden. 8 ,
Die gestohlene Granate.
Bei der Beratung im Reichstag war seinerzeit e-ne angeblich verbotswidrig hergestellte Granate von einem kommunistischen Abgeordneten vorge- zeigk worden. Diese Granate war auf Veranlassung des kommunistischen Betriebsratsvorsitzenden Schil- Betenigung einer Reihe weiterer ftl$er ^beiter aus den Werkstätten des Lochumer Vereins entwendet worden. Vor dem Lochumer Großen Schöffengericht wurde nunmehr nach einer Meldung der „Vosfischen Zeitung" ge- Sen die Beteiligten verhandelt. Wie sich aus der
<rceno$erf,Qni,Iun9 ergab, handelte es sich um £ne Zentimeter-Haubitzengranate, 'Rnfrh-^ ’ ^es Versailler Vertrages zur
Beschickung ber Deutschland verbliebenen Festungen e r i a u b t und von ber interalliierten Militärköm- - wijston ausbrücklich genehmigt worden ist
r!’5, Gericht erkannte gegen den Änstifter ^ch'.l,ack und die beiden Mittäter Gebrüder Meißner auf eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten.
* Explosion ln einem Fahrstuhlschacht. Im Berliner Stadtteil Moabit erfolgte am fS°£naSl",tta9n im H°use ber Handelsgesell- ( Ditscher Apotheker in einem Fahrstuhl- lchacht eine schwere Explosion, burch die fünf Per- S u?b Wände und Fensterscheiben zer- wummert wurden. Nach den Festellungen der
i Feuerwehr ist die Explosion darauf zurückzuführen daß em Benzingefäß, das in dem Aufzug befördert
I wurde und offenbar undicht geworden war, durch einen elektrischen Funken des Motors ber Schal- wvg zur Entzündung gebracht wurde. Der Schacht stand sofort vom Keller bis zum fünften Stockwerk in Flammen. Vier Personen trugen durch Stichflammen Brandwunden leichteren Grades davon eine weibliche Angestellte wurde durch die Trüm- o^r einer einstürzenden Wand verletzt, drei Mädchen erlitten einen Nervenschock. Der Brand konnte von der Feuerwehr gelöscht werden.
Wötpet-Söfofion in Washington.
$önf Todesopfer.
3n dem Keller eines Ladengeschäftes in Wa- H) t ngton explodierte die Oelheizungsanlage. Ein H^rblockes, der imEeschäftsviertel liegt, wurde zerstört. Eine Frau wurde auf der Stelle getötet, vier Personen wurden tödlich verletzt, wei- tere 25 Personen erlitten teils schwere, teils leich- ere Verletzungen Durch die Crplosion wurden ungefähr 40 Quadratmeter des Bürgersteiges hoch geschleudert. Die meisten Verletzungen
'mb duS Stemtrummer und durch Glassvlitter der zerstörten Schaufensterscheiben verursacht.
SfrtMmt!frr/ranF/m9en eincr rheinischen Stabt. In Walsum (Reg.-Bez. Düsseldorf) sinb
daß der fiampfwille mancher fireife in unseren Reihen eine sinkende Kurve aufroeiff.
Bei vielen, allzuvielen ist die Abkehr ober wenigstens eine kühle Distanzierung von bem Glauben ihrer Jugend ber tiefste Grund ihrer veränderten Haltung nach außen. Aber auch bei des „miles Christi" in einem Zustande der Schwächung und Mchlaferung befangen. Augenscheinlich hält man in solchen Kreisen die rechtliche und faktische Posi- E timt des Katholizismus für so gefestigt und gegen Rückschläge geschützt, daß man glaubt, die G e- schlofsenheit der organisatorischen Kampffront ungestraft lockern zu können. Die naturgemäße Folge solcher Abwanderung ist eine verhängnisvolle Auflockerung der Organisations- emheit des katholischen Deutschlands, die für die Zukunft ernste Aspekte eröffnet.
Eine Ne Entwicklung ist nicht Fortschritt, Rückschritt. Nicht Stärke, sondern Schwache. Wir stehen nicht am Ende der Kämpfe, KMern am Anfang. Das vergangene Jahrzehnt sor die katholische Kirche Deutschlands ein U Jahrzehnt tiefgreifendster Um- und Neugestaltung _ Ww wurde heute bas politische und kulturelle Profil des neuen Deutschland gestaltet sein ohne die hmgebende und unverdrossene Arbeit des deut- ! sch^v Katholizismus in der Nachkriegszeit? Welches wurde das Schicksal ber Schul- und Erziehungs- fragen, welches das der Kirche und ihrer Rechte und Freiheiten geworden sein, wenn wir nidrf__
@ne„fMenrnMr im Kampfe um dos preußische Konkordat als planvoll geleiteter und einheitlich m r $rarlru,kP b?5 katholischen Deutschland In muffeliger Geduldsarbeit die Grundlagen und Voraussetzungen für solche Erfolge geschaffen hät- j
So tröstlich und zukunftweisend die Erfolge fein A"' bie m bem vergangenen Jahrzehnt unseren Muhen und Kämpfen beschieden waren, täuschen wir uns Nicht: sie sind lediglich Teilsiege innerhalb der gigantischen und noch nicht entschiedenen Zu- kunftsauseinandersetzungen, die der deutsche Katholizismus mit den ihm gegnerischen oder wenigstens innerlich fremden Kräften ber Gegenwart zu be- tehen haben wird. Das eine steht für jeden, ber tetjen will, mit beklemmenber Klarheit vor unseren Augen: Niemals stand der.beutsche Katholizismus »or größeren, delikateren, zukunftsbestimmenderen Ausgaben, nie war seine Geschlossenheit, nie ein hei-
Weihe geborener Zusammen- S‘L°ep Kopfe und herzen, nie die harmonische h rh unfercs Denkens und Wollens und Han- oelns bedeutsamer und lebensnotwendiger, wie in ucheren Tagen, wo der Kampf um eine christliche °ber widerchristliche Gestaltung des Staats- und
Bewegung ist die dauernde Klage der Vielbeschäftigten und Ueberlafteten. Wo die Muskeln nickt arbeiten, staut sich das Blut. Blutstauungen lassen vor allem Hämorrhoiden entstehen. Nachdem aber die Ursache der Hamorrhoidalentzündungen mit ihren Schmerzen und Leiden erforscht ist, lassen sich diese Leiden leicht verhüten und
-Wer ein Interesse daran hat, von Hämorrhoiden jeder Art befreit zu werden, macht sich die neuesten Forschunas- ergebnisse zunutze und gebraucht Posterisan. Aufklärende Broschüre über das Posterisan erhält man kostenlos in allen
- Originalpackung Posterisan-Salbe Mk. 1.75: Posterisan-Zapfchen Mk. 2.65. '
schäft Price Waterhouse u. Co. erfolgt. Der Auffichts- rat ist in einigen Punkten von den Empfehlungen von Price Waterhouse u. Co. abgewichen, hat aber seins abweichende Stellungnahme im Geschäftsbereich der Oes» sentlichkeit gegenüber eingehend begründet. Zum kaufmännischen V o r st a n ds mi t al jed der Frankfurter Gasgesellschaft ist Dr. Ludwig Winkler bestellt worden. / r. Winkler ist seit einiger Zeit als Prokurist bei der Frankfurter Gasgesellschaft tätig; er war bisher Leiter der kaufmännischen Revisionsabteilung der Stadt Frank- furt a. M. ___________________
Me wird das Wetter?
Die Witterung hat bei uns noch immer alle Merk- male eines winterlichen Hochdruckgebiets, d. h. in den Niederungen herrschen tiefe Temperaturen mit Nebel, mabrenb es auf den Bergen warm und heiter ist. Das westlich Irland liegende Tiefdruckgebiet läßt aber feine Randstorungen wieder näher nach dem Festland zu vor- dringen, so daß allmählich lebhaftere Veränderungen des
.r5^freten werden. Allerdings wird sich der herr- chende W,t erungscharakter im südlichen Deutschland am längsten halten.
ffiitterungsau5fid)ten für Sonntag: Wechselnd bewölkt, meist trocken, milder.
öffentlichen Lebens sich in atemraubendem Tempo einem Hochstpunkte nähert.
Wir sinb Kinder der Kirche Christi; aber — mögen wir wollen ober nicht — wir sinb auch Kin- ber unserer Zeit, im Guten unb im Schlimmen.
L^en sinb vielfach auch bei uns Auch bei Katholiken zeigt bie Le- bensbaltung oft nur noch ein Minimum ber Pflicht- maßigkeit, bte sich aus den Vorschriften und Mah- -bC5 Guangeliums Christi ergeben sollte, "ns ist vielfach der Faden zwischen Wirtschaft und Religion zerrissen.
Richk Anklage, sondern Heilung ist bas primäre Ziel.
Geiste haben wir uns seinerzeit nach öem Zusammenbruch — wenn auch vielfach mit lLnb unter Zurückstellung mancher Bedenken — in bie vorderste Reihe der Bauleute nhnpnimfn ^utschland gestellt, nachdem das alte E™? -Autun dahmgegangen war. Derselbe K ÄL3n?"rrrat,D gottgewollter unb gottbefoh- kner Pflichterfüllung an Staat unb Volk ist auch heute unb für alle Zukunft bas tiefste schöpferische thnrf5 1Cser stontspolitischen Wirksamkeit bes Ka- n^'-^r m ber Stimme ber Zeit den Rus Got- uernirnmt.
*
.... S,e neue Viesenbrücke über die untere warkhe bei Fichkenwerder
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Amtier an Diphtherie erkrankt. Drei Fälle sind tödlich verlaufen. Eine ärztliche Untersuchung der Schulkinder und Lehrperfonals stellte bei nicht weniger als 70 Kindern und vier Lehrern Dyphtherie- bazillen fest. Die unteren vier Klassen der Schule sind für mehrere Wochen geschlossen worden.
Bäder und Kurorte.
= 12 464 Amerikaner in Wiesbaden. Die Zahl der amerikanischen Gäste aus den United States of Ameri- can hat in der Kurstadt weiter zugenommen Während im Jahre 1928 insgesamt 12 378 gezählt wurden, sind vom 1. Januar bis zum 31. Oktober ds. Js. also in zehn Monaten, bereits 12 462 gemeldet gewesen. Atü b;e einzelnen Monate verteilt sich die Zahl folgendermaßen Januar 112 — aus dem übrigen Amerika nach 53. Ubruar 50 (15) März 82 (16), April 238 (77), Mai 599 GV' Ium 1464 (103), Juli 4893 (371), August 3613 f377,)' ,??£embc‘r 973 (H6), Oktober 338 (121). Jnsge- lamt 1„ 462 und 1340 aus dem übrigen Amerika. <Ä^r»7,.^ra,n^ut*er, „Hünkeaukkion. Bei uneinheitlicher "Prfnrnt9« verhältnismäßig lebhafter Kaufstimmung, erfolgten die Gebote auf der am Donnerstag abgehalte- aut iÄ'« Hftlon ^cht vorsichtig. Der Besuch war ß sstEr Schosselle wurden gegen den Vormonat etwa
?«,SS M"b'n b">""^" unb ----- I- ,4.-77 Der neue Direktor der Frankfurter Gasgesell- atfenirfm3» bet Frankfurter Gas-
ble^Sl(a)y per 31. Dezember 1928 vor-
B e rruftr?Cn’fi'?aS Geschäftsjahr schließt mit einem I Aertuft in Hohe von 1 734211.66 Mk. ab dessen Oedung der Generalversammlung aus dem Reserve- Gesellschaft vorgeschlagen wird. Die Prüfung öer Bilanz ,st durch die Internationale Revisionsgef'ell-
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