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Fuldaer Zeitung

averstag. den 14. 3loo. 1929.

M Fnhrrtid-Faiil» iMstraßo 26

London jubelt seinem neuen Oberbürgermeister zu.

Aestzug in den Straßen von London; im kreis der neue Lord-Major Sir William Waterloo.

Der

Trikolaaen

Haus 33 bis Ende, Am Jagdstein

1 Donnerskag, den 14. November, abends S Ahr |

! im großen Saal des kachol. Gesellenhauses

Zamilien-Mend. !

1.80

2.40

2.70

5. Mandolinenabteilung des kath. Gesellenvereins.

Hemdhosen, Unterziehschlüpfer, Unterjacken etc.

FULDA

Inserieren bringt Gewinn!

Beinkleid, für Herren, wollgemischt .... 3.00,

fatzung sind an Bord geblieben. Man befürchtet, daß der Schner nicht mehr zu retten ist.

Schwere Sturmschäden in Norwegen.

Der Sturm, der seit Montag abend im süd­lichen und einem Teil des nördlichen Norwegens wütete, war der schwerste seit vielen Jahren und hat beträchtlichen Schaden angerichtet. Die Ber- kehrsverbindungen sind zum großen Teil unterbro­chen worden. Am Ausgang des Trontheim-Fjords wurde eine Flottille von Fischerbooten vom Sturm überrascht. Die Fischer machten verzweifelte An­strengungen, die Küste zu erreichen. Drei Boote sanken. Bon ihrer Besatzung sind zwei Mann er­trunken. Die übrigen Insassen konnten gerettet werden. Mehrere Boote werden noch vermißt. Das Wetter hat sich inzwischen etwas aufgeklärt.

Beinkleid, für Herren, mit gerauhter Innenseite4.50,3.25

Hemd, für Herren, .........3.60,

------ Programm: -------

Eröffnungsmarsch.

Begrüßungsansprache.

Lieder-Vorträge der Gesangsabtellung des kath. Gesellenvereins.

Rede des Herrn Stadtrat Dr. Kramer.

Rede Dienstag morgen beim Einlaufen einen Ru­derbruch und wurde von der starken Strömung gegen die nördliche Hafenmole getrieben. Das Schiff verlor beide Anker und erlitt starke Beschä­digungen • unter der Wasserlinie. Drei Schlepp­dampfer brachten die „Menes" in den Außenhafen, wo sie sofort auf Grund gesetzt werden mußte. Da die vorderen Räume voll Wasser gelaufen sind, ist der Bug fast völlig weggetaucht. An Bord des Schiffes befinden sich auch der Kapitän und Mit­glieder der Bemannung des kürzlich im Indischen Ozeans gestrandeten Hapagdampsers „Höchst".

*

Der deutsche Motorschoner „Kethel I ö r g e n s e n" aus Hamburg ist bei einem schwe­ren Südsturm an der schwedischen Ostküste gestran­det. Das Schiff, das von Plymouth in England nach Raums in Finnland unterwegs mar, wurde schwer leck uqd hat eine Schlagseite. Kapitän Jür­gensen und die aus 8 bis 9 Mann bestehende De-

3. Blatt

Druck der Fuldaer Ackiendruckerei, Fulda.

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4.

Der kaihol. Gesellenverein und die Wahlen

B Vork an die allen vnd jungen kolpingssöhne in Sladl und Land.

Bon Landessekretär Joseph Bagus-Mainz.

* Spionageprozeß vor dem Reichsgericht Bor dem Strafsenat des Reichsgerichtes in Leipzig be­gann Montag ein umfangreicher Spionageprozeß gegen den 28 Jahre alten Regierungsbaumeister Eduard Ludwig, zuletzt bei der Deutschen Ver­suchsanstalt für Luftfahrt in Adlershof, den 45 Jahre alten Techniker Eduard Scheibe und den 39 Jahre alten Photographen Ernst H u t t i n g e r. Ludwig und Scheibe stehen unter der Anklage, seit Mai 1928 in Berlin Urkunden, Aktenstücke und Nachrichten, von denen sie wußten, daß deren Ge­heimhaltung für das Wohl des Deutschen Reiches erforderlich war, einer anderen Regierung mitge­teilt zu haben, sowie Schriften und Zeichnungen, deren Geheimhaltung im Interesse der Landesver­teidigung erforderlich mar, in den Besitz einer an­deren Macht haben gelangen zu lassen und damit die Sicherheit des Reiches gestihrdet zu haben.

Der folgende Aufsatz wendet sich in erster Linie an die Mitglieder und Freunde der ka- tholischen Gesellenvereine. Er gilt aber sinn­gemäß für alle katholischen Vereinsmitglie­der.

Es gab eine Zeit, von der viele Menschen sagen, sie sei schön und begehrenswert gewesen, in der der Bürger sich über das öffentliche Leben nicht viel Sorge machte. Es wurde zwar gewählt und viel Aufregung dabei ge­macht, und manche ließen sich von dieser Aufregung an- stecken, aber im großen und ganzen war doch im Volk tne Stimmung: „Politik verdirbt den Charakter, halte -ich draus, an den meisten Dingen wird man doch nicht viel ändern können." Wenn es in jenen Zeiten schon nicht richtig war, auf jeden Einfluß in der Entwicklung des öffentlichen Lebens durch Beiseitestehen zu verzichten, so sind doch heute die Dinge von Grund aus anders ge­worden. Die Völker sind ihres Glückes Schmied, nicht minder auch die Städte und Gemeinden.

Dir dürfen nicht klagen über schlechte Regierungen, über drückende Lasten, wenn wir nicht alles einge­setzt haben, um für eine Besserung der Verhältnisse durch eigenes, tätiges Mitwirken zu sorgen.

Die Zusammensetzung der einzelnen Stadt- und Gemein­deparlamente hat die einschneidendsten Auswirkungen, nicht nur auf unser öffentliches, sondern auch auf unser Familienleben. Es ist doch sicherlich allen klar, welch vielfältige Verwaltungszweige insbesondere eine Stadt­verwaltung in sich schließt und auch, daß es für uns vom Kath. Gesellenverein nicht einerlei sein kann, welche Män­ner und Frauen über die Finanzen, die Krankenanstal- en, Schulen, Wohnungs-, Wohlfahrtsämter zu bestim­men haben, und wie sich das alles bis in jedes Haus und n jede Familie hinein auswirkt. All dies hängt von Der Zusammensetzung Stadt- und Gemeindeparlamente und die Zusammensetzung derselben hängt eben davon ab, ob und wie die einzelnen Wähler ihre Stimme ab» '4en.

Line ungeheure schwere Schuld und Verantwortung fragen besonders diejenigen, die aus Nachlässigkeit -der Gleichgültigkeit ihre Stimme nicht abgeben.

eie tragen vor ihrem Gewissen die Verantwortung §r^die^ Schäden, die sie durch dieses Versäumnis ver-

Sdilüpfer, Kunstseide, ma

mit gerauhter Innenseite 3.90,3.50 ^-2)W

Schlüpfer -

mit gerauhter Innenseite, 2.25,1.80 B ■ J w

Richard Schmit

Ludwig, der aus Stuttgart stammt, wird außer­dem beschuldigt, in Berlin, in Dessau und in Frie­drichshafen Betriebsgeheimnisse unbefugt an andere zum Zwecke des Wettbewerbes mitgeteilt zu haben. Huttinger ist der Beihilfe beschuldigt. Scheibe ist gebürtiger Lettländer und lettischer Staatsange­höriger. Huttinger ist in Basel geboren, jedoch deutscher Staatsangehöriger. Auf Antrag des Oberreichsstaatsanwaltes wurde die Oeffentlichkeit im Interesse der Staatssicherheit für die ganze Dauer der Verhandlungen ausgeschlossen. Der Verhandlung wohnten ein Vertreter des Reichs- rnehrministeriums und ein Vertreter des Auswär­tigen Amtes bei.

* Eisenbahnanschlag bei Braunschweig. Die Pressestelle der Reichsbahndirektion Hannover teilt mit: Am Sonntag, den 10. November, gegen 20 Uhr, ist bei Kilometer 53,2 der Strecke Celle— Braunschweig zwischen den Bahnhöfen Glies­marode und Watenbüttel eine mit einem Beton­klotz versehene Schiene von etwa 3,50 Meter Länge

In jedem Jahr ist der Amtsantritt des neu gewählten Oberbürgermeisters von London ein Festtag, der mit großen Umzügen gefeiert wird. Im Festzuge werden Darstellungen der wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres, historische Szenen und technische Neuheiten mitgeführt. In der Stadthalle wird dem Oberbürgermeister sodann das Amtsschwert feierlich überreicht, womit seine Amtszeit beginnt.

I« schwerer Seenot

„ i dem Sturm, der am Montag an der eng- „ Stifte und im Kanal herrschte, ist der ita- lipen Kampfe „Nimbo" in der Nähe «riathon gestrandet. Die Rettung der ^nlckast gestattete sich sehr schwierig. Infolge " kcknveren See konnten Rettungsboote nicht an S ©otnpfer herankommen. Nach einem mißglück- Äcn «»rfueb gelang es schließlich, durch eine Rakete tfn Tau auf den Dampfer hinüberzuschießen und | t® Ä:rfe von Hosenbojen nacheinander 20 Mann nut " an Land zu bringen. Der Kapitän 15* neun Mann blieben an Bord, um die Pum- « Ju bedienen. Da Dienstag nachmittag wieder ^..Verschlechterung der Wetterlage eintrat, wur- Wt aud) sie mit Hilfe von Raketengerät an Land gebracht. *

ewr auf der Reise von Java nach Amsterdam ländliche Frachtdampfer „Menes" der Hapag erlitt nach einer stürmischen Nacht auf der

HMMn!

Vom 25. November bis 7. Dezember ds. Js. findet in meinem Hause ein Stick- und Stopf-Kursus auf Pfaff-Nähmaschinen statt und bitte alle Damen, die Interesse dafür haben, um kostenlose, unverbindl. Be­teiligung. Anmeldungen werden schon jetzt erbeten 1

quer über das Gleis gelegt worden. Bei der Durchfahrt des Personenzuges 868 hat die Loko­motive das Hindernis zur Seite geschoben. Per­sonen sind nicht verletzt worden. Für die Ermitt­lung der Täter hat die Reichsbahndirektion Han­nover eine Belohnung von 500 Mark aus­gesetzt. — Es ist dies der dritte Anschlag innerhalb weniger Wochen in der Nähe von Braunschweig.

Ursachen. Die dem christlichen Volksteil ent» gegen st ehende Front schläft nicht, das kön­nen wir doch heute allüberall zur Genüge feststellen. Wir Leute vom Gesellenverein haben ein großes soziales Pro­gramm, das ein jeder, wenn er sich politisch betätigen will, auch gründlich studiert haben sollte. In diesem Programm steht geschrieben, daß wir anknüpfend an die neuzeitliche Entwicklung der gesellschaftlichen Zustände eine durchgreifende Reform derselben erstreben wol­len. Wir wollen dem Volke helfen dadurch, daß wir den

Aufbau existenzfähiger, glücklicher Famillen

ermöglichen helfen. Das ist unsere Gesellenvereinspolitik, das wollen wir Kolpingssöhne, wenn wir sagen: wir wollen politisch tätig sein.

Wie aber wollen wir diese Programmpunkte im ge­sellschaftlichen Leben zur Durchführung bringen, wenn uns jeder Einfluß in demselben sehlt? Wie aber wollen wir Einfluß erhalten, wenn wir nicht in einer auf un- gem Boden stehenden Partei uns denselben erkämpfen? enn auch nicht überall auf den einzelnen Kandidaten­listen der Zentrumspartei Gesellenvereinsmitglie- der zu finden sind,

so sehen wir aber doch In den überall aufgestelllen Zentrumsleuten gerade die Leute, welche uns am allerchesten die Garantie geben, daß sie sich auch für die Durchführung unseres politischen willens in den einzelnen Parlamenten nach Kräften einsehen.

Wir Kolpingssöhne dürfen heute nicht mit verfchränkten Armen zusehen, wie uns heute allmählich ein Weg nach dem andern verbaut und die Möglichkeit zur Durchfüh­rung unserer eigenen Programmpunkte unmöglich ge­macht wird. Wir wollen uns regen und Mitarbeiten und sorgen, daß die Wege Kolpings Wege werden, auf denen auch das öffentliche Leben und das ganze Volk den Zu­gang zu einer besseren Zukunft findet. Es darf des­wegen niemand geben, der sich zur Kolpingsfamilie zähll, der am 17. November seine Stimme nicht für die Partei abgibt, welche uns seither immer geholfen und uns auch für die Zukunft die beste Gewähr einer erfolgreichen Durchführung unserer Gesellenvereinsforderungen bietet, und das ist

die Zenkrumsparkei.

Zentrumspariei Fulda.

Freilag, den 15. November 1929

Unterkleid, Kunstseide, m mit gerauhter Innenseite . . . 4avv

Große Wählerversammluns

abends 8 U&r im Sladlsaal

Zentrums - Partei 4. Vezirk

umfassend die Straßen

Vaugulfstratze, An der Dretterhalle, Georgskratze, Am Sleegarken, Lullusskraße yetersbergerstraße, pefersgaffe, peterstor, Ratgar- stratze. Am Rinnweg, Am SchrSdershäuschen, Am Seeseberg, Am Zickegarkea, Zieherserweg. rechte Seite Haus 12 bis Ende, Unke Seite

3.00 2-40

WA