Ilr. 260
Suwaer Zeitung (Amtliches Kreisblatt)
Samstag, den 9. November 1929
über die Beschaffenheit des Wassers haben.
Ausgang -es Ska-kparlamenks 1924—1929
günstigen
riesig vorteilhaft
:vn-
Es Der Dr. Ein Tat
Die Stadtverordneten - Versammlung war ge- stern zum letzten Male versammelt. Es lag deshalb auch so etwas wie eine Abschiedsstimmung über der Versammlung. Das Gefühl einer kameradschaftlichen Verbundenheit und die persön- liche Achtung vor einander äußerte sich nochmals in den kurzen Dankesworten, die Abg Dr T h i e l e m a n n für das Kollegium an den Vorsteher richtete, den kurzen Schlußbetrachtunqen des Stadtverordneten-Vorstehers und in den 'mannhaften Abschiedsworten des Oberbürgermeisters
Wenn die Fraktionen jetzt in den Wahlkampf ziehen, so wird trotz aller Kampfesstimmung doch etwas von dem versöhnlichen Geiste der letzten Sitzung und der Sachlichkeit der Beratungen in den Jahren 1924—29 zu spüren sein. In Fulda ist man der in England gewohnten parlamentarischen Disziplin und Vornehmheit schon etwas näher als in anderen Gegenden Deutschlands Es
Konzert Brühler-Schröter.
Der Auftakt zum diesjährigen Konzertwinter wurde gegeben in einer Form, die auf einen Augenblick vergessen ließ, daß wir ein Musikleben im hohren künstlerischen Sinne in Fulda nicht mehr haben. Das Hauptinteresse des sehr zahlreich erschienenen Publikums galt naturgemäß dem jungen Geiger Adam Brühler, einem Sohne berStab; Fulda. Seit er sich vor Jahren gänzlich dem Studium der Musik zuwandte, hat er bei dem ausgezeichneten Frankfurter Violinpädagogen Walter Fringgs ganz bedeutende Fortschritte gemacht in der Ausbildung zu einer künstlerischen Persönlichkeit. Wer ein so kapitales Stück wie die „Folia" von Corelli und das Violinkonzert von Mendelssohn so klar und fest zu gestalten versteht, der darf Anspruch erheben, sehr ernst bewertet zu werden. Das Gleiche gilt für den jungen Pianisten Heinz Schröter, einen Paur-Schüler. Die a-moll-Fuge von Bach in der Liszt'schen Bearbeitung wurde mit bemerkenswerter künstlerischer Besonnenheit angepackt und aufgebaut. Es muß überhaupt gesagt werden, daß die Leistungen der beiden jungen Künstler, nach der technischen wie nach der rein musikalischen Seite hin, über das hinausgingen, was eine philiströs-schulmeisterliche Kritik sonst gern als „hochwertige Konservatoristenleistung" abzustempeln pflegt. Was bei Schröter persönlich als Pianisten noch auffällt, ist eine kul- livierte Art. Chopin zu spielen: nicht nach der Seite des Klaviristisch-Vituosenhaften hin, sondern starke Einfühlung in das Poetische. Mit unbekümmerter Frische geht Brühler das Violinkonzert von Mendelssohn an. So gewinnt der erste Satz jugendliche Kraft; die Schönheit des Mittelsatzes blühte auf, vor allem beim zweiten Eintritt des Haupt- themas. Und den mit allen geigerischen Finessen ausgestatteten Schlußsatz nimmt Brühler mit voranstürmendem Temperament. Technische Schwierigkeiten in Doppelgriffen und Flageolett werden spielend überwunden; Größe des Tons und klarer fester Strich rundeten diese ganz prächtige Leistung ab. — Es muß nochmals nachdrücklich gesagt werden: In den beiden jungen Künstlern sind zwei Persönlichkeiten im Werden. Wir wollen ihre Entwicklung mit Interesse verfolgen!
Oberregisseur Eugen Mehler.
zweifelbare Neutralität von wirtschaftlichen Organisationen und ihren Organen gelegt wird.
Größtes und ältestes Geschäft am Flau) für Damen-u Mädchen- Bekleidung!
geht das Gerücht, daß es sehr hart sei. Berichterstatter teilt dazu mit, daß Chemiker Wilke 18 Härtegrade festgestellt habe. Gutachten aus Berlin stehe noch aus. In der sei das Wasser im Vergleich zu dem Leitungswasser, das nur 2,6 Grad Härte besitze, unverhältnismäßig hart.
wäre ein Rückschritt, wem es im kommendenStadt- parlament wieder anders werden sollte.
Sitzungsbericht.
Zu der gestrigen Stadtverordnetensitzung, die wieder von dem Stadtverordnetenvorsteher Rechtsanwalt Schultheiß geleitet wurde, waren vom Magistrat Oberbürgermeister Dr. Antoni, Stadtrat Fleck, Stadtrat Dr. Kramer, Stadtrat S u n k e l, Bau- und Stadtrat Eber» lein und Magistratsrat Dr. D a n z e b r i n k erschienen. Zur Schlußsitzung hatte sich das Kollegium fast vollzählig eingefunden. Vor Eintritt in die Tagesordnung verlas der Vorsitzende zunächst eine Einladung des kurhessischen Bauernvereins zu der Generalversammlung, die am Samstag mittag 1 Uhr im Gesellenhaus stattfindet.
Die Jahresrechnung der Stadtkasse für 1927 wurde sodann nach dem Bericht des Stadtverordneten Heidt festgestellt und dem Rechnungsführer Entlastung erteilt.
Punkt 2 der Tagesordnung: Bewilligung von Mitteln für die Jnstandsetzungsarbeiten im Kaisersaal ist vom Magistrat zurückgezogen worden, worden. .
Sie Isiustersatzung für die Städtische Sparkasse lag der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlußfassung vor. Der Berichterstatter, Stadtverordnete Enders, meint daß die Satzung einer eingehenden Beratung in der Finanzkommission bedürfe. Zu diesen Sitzungen soll der demnächst neu zu wählende Vorstand der Sparkasse hinzugezogen werden, damit er über die ihm obliegenden Pflichten und die ihm zu- stehenden Rechte unterrichtet wird. Stadtrat Fleck teilt zu diesem Punkte noch mit, daß eine Änderung der von der Regierung und dem Sparkassen- verband mitgeteilten Satzung nicht oorgeuom- men werden darf, da sie sonst nicht die Genehmi- gung der Aufsichtsbehörde findet. Der Antrag des Berichterstatters, daß man die Satzung zu-
Heute
8.15 Ahr
enkrumsBezirk S
veretnshaus, Kronhofftraße.
werden dürfe. Um Mißverständniffe zu vermeiden, erklärt Baurat E b e r l e i n, daß diese Summe nur zu den eigentlichen Bohrversuchen gebraucht werde, daß also nicht auch Pumpen damit'angeschafft werden könnten. Stadtv. S t e i n ist der Ansicht, daß man Vertrauen zu dem Magistrat und der Gas- und Wasserwerkskommission haben und die angeforderte Summe von 25 000 Mark ruhig bewilli- gen könne. Frau H u n o l d sagt, man solle nicht zu kleinlich sein. Es sei doch notwendig, vielleicht noch an vielen Stellen Bohrversuche zu unternehmen, um besseres Wasser zu finden und schließt mit der witzigen Bemerkung, daß bei dem harten Wasser, das man jetzt gefunden habe, die Wafsertrinker
Kalkstein in den Magen" bekämen. Schließlich erklärt Oberbürgermeister Dr. A n« t o n i, der Magistrat sei mit 20 000 Mark zufrieden. P61" Antrag, daß diese Summe unter Mitwirkung des Magistrats und der Gas- und Wasserwerkskommission zu den Bohrversuchen verwendet werden könne, wurde dann einstimmig angenommen.
Der Stadtverwaltung fft ein mit schlagbarem Wald bestandenes Grundstück, das in die der Stadt gehörenden Grundstücke im Fuldaer Ouell- gebiet zu Gichenbach hineinragt, zum Ankauf angeboten worden. Da der Preis erträglich ist und es zweckmäßig ist, das Eigentum in Gichen- bach durch die angebotenen ZHektarWaldab-
. Es ist nicht immer so, daß sich die Mitglieder ^^.Körperschaft, deren Zusammensetzung der I einer Volksabstimmung überlassen ist, schnell und dauernd zur praktischen Arbeit zusammen finden und eine wirkliche Arbeitsqe-
e < n sch a f t werden. Das jetzige Stadtverörd- netenkollegien unserer Stadt, das durch die be- vor,tehenden Wahlen erneuert werden soll, kann aber von sich behaupten, und alle verantwortungsbewußten Burger werden ihm zustimmen, daß sem oberster Grundsatz war: sachliche Zusammenarbeit zum Wohle der All- gemelnheit. Zwar saßen auch im Fuldaer Stadtparlament die Vertreter der verschiedensten politischen Richtungen, von den Nationalsozialisten bis zu den Kommunisten, aber bei den Beratungen traten diese Parteigegensätze fast vollkommen zuruck. Es fehlten die üblichen „Fensterreden", die nur den Zweck haben, das Ohr des Wählers zu kitzeln. Die meisten Beschlüsse kamen einstimmig zustande, weil niemand nur aus Oppositionslust gegen eine notwendige Maßnahme stimmen wollte, und weil die Vorlagen zuvor von den Kommissionen gründlichst durchgesprochen waren. Ein Beweis für die Richtigkeit der Zentrumspolitik im Rathaus ist die Tatsache, daß sogar die Haushaltspläne die Zustimmung aller Abgeordneten von der Rechten bis zur Linken fanden. Es ist dies eine Erscheinung, die kaum in einer anderen Stadt von der Größe Fuldas beobachtet worden sein dürfte. Wie richtig der vom Zentrum vertretene Gedanken eines gerechten Ausgleichs der Interessen ist, geht weiter daraus hervor, daß keine Stadt, die sich in ähnlichen Verhältnissen befindet, so niedrige Steuersätze hat wie unsere Heimatstadt.
Sie Handwerkskammer ift neutral.
ßlnc erfreuliche Feststellung zur Kommunalwahl.
Auf die hier am 5. Novemebr veröffentlichte Zu- fchrift aus Kreisen des bodenständigen Fuldaer Handwerks erhalten wir eine Mitteilung, in der es wie folgt heißt:
Die Auffassung des Artikelschrelbers, die Handwerks- oberJjel-en Organ, die Handwerkszeitung siir Kurhessen und Waldeck, setze sich eindeutig für ? 'e o r t l * af tspartei ein, ist vollkommen aus Ser Luft gegriffen und kann durch nichts bewiesen wer- oen. öm Gegenteil hat die Handwerkskammer stets strengste Neutralität bewahrt. Daß sie dies auch im bevorstehenden Wahlkampf tut, geht aus der folgenden Tatsache hervor:
1. Auf Seite 5 des redaktionellen Teiles der Hand- .ffr9 Kummer 21 vom 1. November 1929 veröffentlicht sie einen Aufruf des Inhaltes:
„Handwerker! Wenn Ihr an dem Geschick Eurer Gemeinde, Eures Kreises und Eurer Provinz für die nächsten Jahre Mitarbeiten wollt, so übt am 17. November Eure Wahlpflicht aus! Wer nicht wählt, hat fpä-
ie Zentrums- Wählerschaft H H
(Nordend) im Bezirk «SlJL trifft sich heute abend 8.15 im „wald-SchlStzchen".
nächst in der Finanzkommission durchsprechen lasse, wird schließlich einstimmig angenommen.
Dis Genehmigung der städtischen Schankerlaubnissteuer läuft am 31. Mürz 1930 ab. Die Steuer ist natüllich zum Ausgleich des Etats unbedingt notwendig. Der vom Abg.Brockmeier vorgetragene Magistratsantrag, eine Verlängerung der Genehmigung einzuholen, wird ohne Debatte einstimmig genehmigt.
Nach dem Vorschlag des Sto. Wohlgemuth werden, sodann 5 Nachstandserklärungen, bzw. Löschungsbewilligungen erteilt.
Seit langem bemüht sich die Stadtverwaltung, einen
Spihenausgleich in der Wasserversorgung der Stadt Fulda herbeizuführen. Zu diesem Zweck sind in letzter Zeit im Süden der Stadt in der Nähe der aus der Rhön kommenden Rohrstränge der Wasserleitung
Bohrungen vorgenommen worden, bei denen man auch in einer Tiefe von ungefähr 20 Meter auf eine reichhaltige Wasserader stieß. Nach dem vom Stadtverordneten R u p p e l vorgetragenen Mitteilungen der Direktion des Gas- und Wasserwerks gl'not man, daß ungefähr 6—7 Bohrungen notwendig sein werden. Die Kosten für diese Bohrarbeiten werden voraussichtlich, da nach den jetzigen Elfahrungen jede Bohrung 3000 Mark kostet, höchstens 25 000 Mark betragen. Der Magistrat und die Finanzkommission hat dem Vorschlag des Gas- und Wasserwerkes zugestimmt. Stadtv. Ruppel meinte, man solle zunächst 10 000 Mark bewilligen. Wenn dann noch weitere Gelder notwendig seien, könne die nächste Stadtverordnetenversammlung um die Bewilligung angegangen werden.
lieber diesen Punkt entspinnt sich eine längere Aussprache, in die Frau Hunold mit ihrem gesunden Mutterwitz die humorvolle Note hineinträgt. Stadtv. Keil möchte zunächst Auskunft
ter kein Recht zur Kritik! Wahlrecht bedeutet Wahlpflicht!!"
2. Am Schlüsse des redaktionellen Teiles wird folgende Notiz veröffentlicht:
„Für von politischen Parteien aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Verantwortung. Sie gelten lediglich als Werbung der Auftraggeber. Schrifüeitunq und Verlag."
3. Erft im Anzeigenteil erscheint auf Seite 8 eine Anzeige der Wirtschaftspartei:
Am 17. November
wählt jeder Handwerker die Partei, die bisher restlos für seine Interessen eingetreten ist und auch in Zukunft eintreten wird
Die Reichsparkei des deutschen Mikkelskandes (Wirtschaftspartei).
Es ist für die Handwerkskammer bezw. deren Organ, die Handwerkszeitung, eine Selbstverständlichkeit, °ap. m dem Anzeigenteil der Handwerkszeitung jede politische Partei jeglicher Richtung Anzeigen auf» Ärr ,arf- ,r3er Artikelschreiber hat sich somit einer gntfteHunfl klarer Tatsachen schuldig gemacht, die aus Auch in Wahlzeiten dE d -^^^l'cht, der Wahrheit unter allen Umstän- V geben. Ebenso unrichtig wie die Be- Yauptung, die Handwerkskammer sei parteipolitisch ein- e,t.g eingestellt, ist die Behauptung, baßütndk Per- sonlichke'ten in der Handwerkskammer speziell gkgen auck> sterndl'ch eingestellt seien. Wir weisen
Handwerkskammer Kassel.
Handwerks- u. Gewerbeamk Fulda.
ffej. Zimmermann, Präsident; gez. Dr. Hartmann Syndikus; gez. W. Quast, Vorsitzender; gez. Dr. Ens- graber Syndikus.
, ®!r freuenuns, daß die Kasseler Handwerks- kammer imd ihre Organe so unzweideutig ihre sch e N e u t r a l i t ä t feststellen. Durch hSL?n bte ?ummer der Handwerkszeitung boson überzeugt, daß durch Wort-
" Satzanordnung der in Frage kommenden -Anzeige, die oben wiederqegeben ist __ nnrh hör
stck»llck"un"b SS™”® ber Handwerkskammer, l ^/l'ch unbeabsichtigt — der Eindruck sehr nahe liegt, daß «ne Stellungnahme des Organs selbst n -S Fa£e kommt. Der Einsender der Zu-
Nr. 256 wird aber die heftige Kritik, die rhm die Kammer zu Teil werden läßt, sicherlich mifbffnf?rhiULne?n?en' feine Zeilen einmal hll betr £Um Ausdruck gebracht haben,
honh^A b£n bem Boden des Zentrums stehenden Handwerkern der größte Wert auf unan»
Fulda, öen 8 November 1929.
Seid vernünftig!
Aus Kassel wird uns über eine Versammlung der Nationalsozialisten berichtet, zu der in großer Zahl das Reichsbanner erschienen war. Dr. Roland Freißler, der Kasseler Hakenkreuzler-Führer, und Lehrer Quer von den Sozialdemokraten standen als Redner im Mittelpunkt der Vorgänge. Während des ganzen Abends ging es heiß her. Minutenlanger Riesen- lärm durchtobte das Versammlungslokal. Schließlich konnte man nicht mehr weiter, da die eine Hälfte der Versammlung das Deutschlandlied und die andere das Lied: Brüder, zur Sonne, zur Freiheit! „sangen". Schluß unter Toben! —Solche Vorkommnisse enthalten eine Lehre. Leute, die im öffentlichen Leben von abweichender Meinung find, sollten für sich bleiben. Kein vernünftiger Mensch kann glauben, daß das Eesamtwohl gefordert wird, wenn die feindlichen Gruppen ® J-£irm« Svenen aufeinanderplatzen. Gemeindewohl ist wahrhaftig eine zu ernste Sache, um es ?um Ausgangspunkt von Klamauck werden zu
lassen. Gehe jeder in die Versammlung seiner M Partei, aber bleibe er gegnerifchen Veran- y staltungen fern. Dann spart er sich Aufregung
. der West ein unwürdiges Schauspiel. Radau-Versammlungen sollten zu den unerfreulichen Erscheinungen einer wilden Nachkriegszeit gehören und heute nicht mehr Mode sem. Wir müssen in unserer demokratischen Ent- wicklung doch weiterkommen und können als Staatsbürger und Gemeindebürger nicht immer dre Kinderschuhe tragen.
Bleibt gegnerischen Versammlungen fern! Beteiligt Euch an den Veranstaltungen Eurer Par- tei! Die Zentrumspartei veranstaltet im Laufe dieser Tage eine Reihe von Bezirksv ersa mm- lun gen und am Freitag vor der Wahl im großen Stadtfaal eine allgemeine Versammlung, in der Domprobst Linneborn-Paderborn, das bekannte Mitglied des Preußischen Landtags, der Führer des Zentrums bei den Konkordats-Verhandlungen, sprechen wird. . ,
Don der Reichswehr. ,
Wie das Kasseler Tageblatt von gutuntrrrich- teter Sette erfährt, hat General der Artillerie Kreß von Kressen st ein, Kommandeur des Gruppenkommandos II (Kassel) aus gesundheitlichen Gründen sein Abschiedsgesuch eingereicht. Schulpersonen-Rachrichten.
Ernannt wurde zum Konrektor: Hauptlehrer Zeller aus Oberzell, Kr. Schlüchtern; zum Haupt- lehrer: Lehrer Flohr in Mansbach, Kr. Hünfeld; zum Mittelschullehrer: Lehrer Boley in Fritzlar; zum Turnlehrer an der Mittelschule in Kirchhain: Lehrer Romer in Kirchhain. Endgültig angestellt: die Schulamtsbewerber: Lotz in Kerzell, Kr. Fulda- Land. Versetzt: die Lehrer Schäfer von Fisckborn, Kr. Gelnhausen, nach Fulda, Weiß von Michels- rombach, Kr. Hünfeld, nach Hanau. In den Ruhe- stand versetzt: Lehrer Schönherr in Dipperz, Kr. Fulda-Land.
Am den Weihnachlsabend.
Zu der Frage: Weihnachtsabend und Geschäft, die auch hier ist Fulda seit langem erörtert wird, | Ichrelbt man uns aus F r a n k f u r t a. M.: „Auf eine Eingabe des Evangelischen Landes- k,rchenrates zu Frankfurt an den Polizeiprä- fldenten, der sich damit auch zum Sprachrohr der I Angeftelltenverbcinde machte, am Heiligen Abend einen früheren Ladenschluß herbeizuführen, gingen I »otn Polizeipräsidium und auch von der Wiesbadener Regierung ablehnende Bescheide ein. Auch I oer_ Berliner Polizeipräsident beantwortete eine I ^"irage des Oberkirchenrates unter der Begründung, daß ihm eine gesetzliche Handhabe fehle, ab- lehnend. Der Oberkirchenrat hat sich nunmehr in der Angelegenheit an den Ministersür Han- o e I und Gewerbe gewandt. Da dem Ver- I nehmen nach die Veröffentlichung des erneuten I Entwurfes zum A rb ei ts fch st tz q e fetz erfolgensolle, so machte er den Minister darauf auf« tnerffam, ob die Frage des Fünfuhrladen - I f ff) l u sse s in diesem Gesetz ihre Regelung finden | könne. Der Minister hat dem Oberkirchenrat barauf erwidert, daß nach § 40 des Gesetzentwurfes o o r- | gesehen sei, daß offene Verkaufsstellen am 24. Wmber nur bis 17 Uhr nachmittags für geschäftlichen Verkehr geöffnet sein dürfen . Ob das Gesetz, I bas den Fünfuhrladenschluß am Heiligen Abend bringen soll, bereits in diesem Jahre in Kraft tritt, ist noch ungewiß." I
Oberbürgermeister Dr. Antoni führt erläuternd aus, daß man bei dem guten Fuldaer Waifer bisher in Fulda den lästigen Kesselstein nicht gekannt habe. Das jetzt erbohrte Wasser ist bei weitem nicht so gut. Neue Quellen anzuschließen, sei aber unrentabel, da das Quellwasser bei normalen Verhältnissen ausreicht. Deshalb fei es zweckmäßig, in der Zeit der Wassernot durch Pumpen das fek lende Wasser herbeizuschaffen. Ob dieses Waffel mit dem guten Quellwasser gemischt wird, darüber könne jetzt noch keine Auskunft gegeben werden. Er empfiehlt, den ganzen Betrag zu bewilligen, damit nicht mitten in den Arbeiten aufgehört werden müsse, weil die bewilligten Geldmittel aufgebraucht seien. Bei den weiteren Bohrversuchen hoffe man auch auf besseres Wasser zu stoßen. Dr. W e y m a r hält die Abstriche für eine Sparsamkeit am falschen Platz. Es müsse heute schon ein großzügiges Projekt der Wasserversorgung geplant werden. Der Ausgleich des Spitzenverbrauchcs könne nur der Anfang zur Durchführung dieses Projektes fein. Deshalb habe auch die Gas- und Wasserwerks'on- mission dem Vorschlag des Magistrats zugestimmt. Es kann notwendig fein, daß wir, obwohl mir fetzt in einer Tiefe von 20 Meter schon auf Wasser re- stoßen sind, trotzdem an den vom Geologischen Institut angegebenen Gebiet im (Balgengraben, bei ©erlös und an der Höhe von Johannesberg Bohroersuche machen müssen. Da fetzt schon 4500 Mark für die Arbeiten ausgegeben worden seien, sei es unzweckmäßig, nur 10 000 Mark zu bewilligen. Abg. Keil macht den Vorschlag, einstweilen 20 000 Mark zu bewilligen. Stadlv. Enders stinnnt diesem Anttag zu und erweitert ihn dahin, daß die Summe nur mit Zustimmung der Gas- und Wasserwerkskommission ausgegeben
mM&W.wu'A VH»
JL A.^Eadlverordnelen - Versammlung vor den Dahlen. — Es herrscht eine versöhnliche, Humor, läusk m a 5 Wx4>’ roie bas Kollegium seine Arbeit im Jahre 1924 begonnen hakte, ver-
ES? 5?U,6fSn$L - 3n d" gewohnten Weife werden alle Beschlüsse einstimmig gefaßt.- feif ^er 9i6f °inen knappen Ueberblick über die Tätigkeit der Körperschaft
2. ersten Zusammentritt am 5. Juni 1924. - Das Kollegium dankt ihm für die gerechte Art. Ausdru^nn^^-^^E.Hnl. — Der Oberbürgermeister bringt den Dank des Magistrats zum fofae? e\n ’n Stadkparlamenk der gleiche Geist herrsche, habe sein Rach.
Wasser bJriffinf5 20000 "erden zur Vornahme der notwendigen Bohrungen nach back, — w a‘9t "7 .Ankauf eines Waldes im Quellengebiet der Fuldaer Wasserleitung in Gichen- ch- Dre neue Satzung der Städtischen Sparkasse. — Um die Genehmigung der Verlängerung der Schankerlaubnissteuer muß nachgesucht werden.