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FuldaerZertung
Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
Nr. 240
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck unb Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift. :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::
Mittwoch, 16. Oktober 1929.
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58. Zahrg.
An das deutsche Bolt!
Wer nicht finanzielle und wirtschaftliche Katastrophe will, hüte sich vor hugenberg und seinem „Volksbegehren".
Seit mehr als zehn Jahren kämpft das deutsche Volk gegen die ungeheuren Lasten, die ihm der Vertrag von Versailles als Folge eines heldenhaft geführten, aber verlorenen Krieges auferlegt hat. Nach einer Epoche, in der die Siegerstaaten durch Anwendung einer ungehemmten Machlpoliiik Deutschland ihren Willen aufzuzwingen suchten, einer Epoche, die Deutschland nahe an den Raub des Abgrundes brachte, gelang es endlich den deutschen Bemühungen, einen Umschwung herbeizuführen. Andere Methoden der Politik kamen zur Geltung und schützten unser Vaterland vor den drohenden Gefahren. Auf die Zeit der Gewalt und der einseitigen Diktatur folgte die Zeit der Verhandlungen und der Verständigung. Die Vernunft setzte sich durch. Deutsche Männer traten hervor festen Herzens und klaren Kopfes, unbekümmert um den Fanatismus, der ihnen aus dem eigenen Volk entgegenschlug. Diese Männer wiesen den Weg in die bessere Zukunft. Es zeigte sich immer mehr, daß nur auf diesem Dege das Ziel der Befreiung Deutschlands erreicht werden konnte. Das Ergebnis dieser mühsamen, aber allein möglichen Politik ist, daß sich die Stellung Deutschlands unter den Völkern wieder gefestigt hat. Jetzt steht in kurzer Frist die Befreiung des Rheinlandes von fremder Besatzung bevor. Die Reparationen fallen um erhebliche Jahresbeiträge herabgesetzt werden, die dem Wiederaufstieg der Wirtschaft zugute kommen werden. Die Souveränität der deutschen Finanzen und der deutschen Wirtschaft soll wieder hergestellk werden. Ls wurden Verhandlungen eingeleitet, um auch das Saargebiet alsbald wieder restlos mit dem übrigen Deutschland zu vereinigen. Gewiß sind damit noch nicht alle Ausf- aoben der deutschen Politik erfüllt, aber es ist der Weg eröffnet, um den Wiederaufbau Deutschlands zu Ende zu führen und unserem Lande die Zukunft zu sichern, auf die es ein Recht hak.
Diese Entwicklung soll jetzt mit einem Male abgeschnikten werden. Ein Volksbegehren soll zustande gebracht werden, das die grundsätzliche Abkehr von der Politik der Verhandlungen und dec Verständigung verlangt und das den Anschein zu erwecken sucht, als ob Deutschland jetzt seine wünsche und Forderungen den Siegern des Weltkrieges aufzwingen könnte. Deutschland soll sich lossagen von den Haager Vereinbarungen über die Befreiung des Rheinlandes. Man glaubt durch einseitige deutsche Beschlüsse die fremden Truppen aus dem besetzten Gebiet herausbringen zu können. Deutschland soll die schwebenden Verhandlungen über die Erleichterungen der Reparakionslaslen abbrechen und an den unerfüllbaren Bedingungen des Dawesplanes festhalten, um so eine finanzielle und wirtschaftliche Katastrophe herbeizuführen, deren unabsehbare Folgen jeder einzelne Deutsche zu kragen haben würde. Ein solcher Plan ist keine ernsthafte, verantwortungsvolle Politik. Kein vernünftig denkender Deutscher, dem der Wiederaufstieg seines Vaterlandes am Herzen liegt, kann ejin solches Vorhaben fördern. Trotzdem wagen die Urheber dieses Planes, ein Gesetz vopzuschlagen, 5as diejenigen Deutschen, die sich in verantwortlicher Stellung zn der bisher erfolgreich betriebenen Verständigungspolitik bekennen, als gemeine Landesverräter behandelt und mit Zuchthaus 6c- »rohk, ein Vorschlag, so ungeheuerlich, daß ec als versuch schlimmster volksverhehung gebrandmarkk werden muß. Das ganze Volksbegehren fft auf einer offenkundigen Unehrlichkeit aufgebaut. Es stützt sich auf die unfinnige Behauptung, daß die bisherige deutsche Außenpolitik aus der Anerkennung der Kriegsschuld Deutschlands beruhe, und daß die Deutsche Regierung den Kriegsschuld-Ar- llkel des Versailler Vertrages nur schriftlich zu wi-
Die Lage in China.
wtb. Paris, 15. Okt. (Eig. Meld.) Der Pekinger Korrespondent des Petit Parisien schildert die gegenwärtige Lage in China wie folgt: Die Zen- [ur der chinesischen Regierung wird besonders charf über die Telegramme ausgeübt, so daß genaue Angaben über die Feindseligkeiten zwischen den rebellierenden Generälen und den Regierungstruppen fehlen. Man weiß tmr, daß ein Teil der Armee Fenghyjusiangs von Westen nach Osten längs der Zentraleisenbahn marschiert, die die Provinz Honan durchquert und daß der andere Teil der gleichen Armee von Norden nach Süden längs der Eifenbahnstrecke Peking- Hankau vorschiebt. Tschangkaischek versendet eilig Verstärkungen nach Norden, um den Truppen Fenghfusiang den Weg nach Hankau zu verlegen. Er habe Dekrete gegen die Generäle Fenghju- siangs und gegen diejenigen erlassen, die ein Manifest veröffentlichten, worin er, Tschangkaischek, beschuldigt wird, ein Tyrannen-Regime errichtet zu haben, sich mit Gewalt und Bestechung an der Macht zu erhalten, den letzten Kongreß der Kuomintang mit seinen Kreaturen beschickt und über die Erträgnisse der Anleihe verfügt zu haben, ohne darüber Rechnung zu legen. Gewisse Mitglieder des rechten Flügels der Kuomintang gehen mit dem nach Hongkong geflüchteten linken Flügel zusammen. Sie bilden so eine Art Syndikat der unzufriedenen Politiker, das bereits die Liste des siebenköpflgen Direktoriums veröffentlicht hat, das die Leitung der Geschäfte im Falle des Sturzes der aeaenwärtiaen Reaierun^ übernehmen toll.
dercufen brauche, um Deutschland von allen Lasten und Fesseln des Vertrages zu befreien.
Niemals hat Deutschland den einseitigen Schuld- fftruch des Versailler Vertrages anerkannt. Die Deutsche Reichsregieruug hat dieses Anrecht in feierlichen Erklärungen zurückgewiesen. Dies ist zuletzt noch geschehen in dem Aufruf, der zum 10. Jahrestag der Unterzeichnung des Versailler Vertrages von Reichspräsident Hindenburg und der Reichsregierung an das deutsche Volk gerichtet worden ist. Unermüdlich haben daneben die berufenen deutschen Stellen die Welt über die wahren Ursachen des Krieges aufgeklärt. Der Erfolg dieser Arbeit tritt immer deutlicher zu Tage. Der Glaube an das Märchen von der Alleinschuld Deutschlands am Weltkriege schwindet immer mehr. Das Volksbegehren würde diese hoffnungsvolle Entwicklung um Jahre zurückwerfen. Das deutsche Volk hat jetzt zwischen Vernunft und Unvernunft zu wählen. Wer nicht in törichter Verblendung den Bemühungen um den Wiederaufstieg des Vaterlandes in den Arm fallen will, muh
diesem Volksbegehren fern bleiben. Wer es unterschreibt, fördert die Zersetzung und Versklavung des deutschen Volkes.
Der Aufruf ist von einer großen Anzahl prominenter Persönlichkeiten unterschrieben worden. Abgesehen von den Reichs- und Staalsministern finden wir u. a. folgende Namen unter dem Aufruf: Adenauer, Oberbürgermeister von Köln, Dr. Ereboe, Profeffor und Geheimrat, Direktor des Instituts der landwirlfchaftlichen Betriebslehreu, Dr. Blüh er, Oberbürgermeister von Dresden, Bracht, Oberbürgermeister von Essen, Dr. Bücher, Geheimrat, Dr. Kahl» Professor, Frau Katharina v. Kar dorff, Geheimrat v. har- nach, Gerhard Hauptmann, Profeffor Oncken, Reichsbankpräsident Dr. Schacht, Professor Einstein, Falckenberg, Vorsitzender des Allg. deutschen De- amkenbundes, Flügel, Vorsitzender des Deutschen Beamteubundes, Dr. Fuchs, Oberpräsident der Rheinprovinz, Gronowski, Oberpräsident von Westfalen, Dr. Schwander, Oberpräsident in Kassel, D r. h. c. Bosch, Stuttgart.
Katholiken und Bolksbegehren.
Eine Mahnung des Kardinals von Breslau.
Die „Schlesische Volkszeitung" veröffentlicht folgende aus Neu-Oderberg datierte Kundmachung der Fürstbischofs Kardinal Bertram:
Wiederholt haben deutsche Bischöfe eine ernste Warnung vor Teilnahme an solchen Vereinigungen und Bestrebungen veröffentlicht, die eine ruhige und gesunde, langsame Festigung des inneren und äußeren Friedens des deutschen Volkes bedrohen. Nicht parteipolitische Stellungnahme oder Voreingenommenheit ist Beweggrund solcher Kundgebungen »sondern die Sorge um den Wiederaufbau dessen, was durch Weltkrieg und Umsturz niedergerissen ist. Eine Sorge mit schwerer Verantwortlichkeit lastet auf allen, die führende Stellungen im öffentlichen Leben haben. Dies läßt ernste Bedenken gegen das zur Abstimmung gestellte Volksbegehren auflommen, dessen Annahme die Bemühungen der Reichs- und Staatsregierung um Verständigung mit den Siegerstaaten des Weltkrieges in verhängnisvoller Weise durchkreuzen und die jahrelangen Bemühungen um den Wiederauf st ieg des Vaterlandes schwer gefährden würde. Da diese Angelegenheit nicht eigentlich eine parteipolitische, sondern eine allgemein vaterländische ist, so sei es dem hochwürdigen Klerus anheimgegeben, in außerkirchlicher Weise dahin zu wirken, daß die Diözesanen diesem Volksbegehren fern bleiben.
Auf dieser Liste stehen auch Nensichen und Sunfo, Sohn Dr. Sunjatsens. Nanking richtet dringende Hilferufe an Penfichen, mit dem Ersuchen, die Armee Fenzhjufiangs cmzugreifen, aber Pensichen antwortet ausweichend.
♦ Ein Zenlcumsjubilar. Am 15. Oktober 1929 kann der frühere Oberpräsident von Westfalen, Dr. jur. Bernhard Wuermeling seinen 75. Geburtstag feiern. Er wurde geboren am 15. Oktober 1854. Nach dem Besuch der Gymnasien in Culm, Posen und Münster, studierte er die Rechtswissenschaften. In Tübingen gehörte er zusammen mit Präsident Dr. Dr. Porsch der katholischen deutschen Stu- dentenverbindung im C. D. Guestfalia an. Von 1884 bis 1889 war er Rechtsanwalt am Landgericht Münster; von 1889 bis 1897 zweiter Bürgermeister der Stadt Münster, von 1897 bis 1898 Rechtsanwalt in Wiesbaden. 1898 wurde er Regierungsrat und ständiges Mitglied des Reichsversicherungsamtes: 1901 Geh. Reg. Rat und Vortragender Rat im Reichsamt des Innern. 1917 wurde er bei Teilung des Reichsamts des Innern dem Reichswirtschaftsamt überwiesen und hier Abtei- lungsdiriqent. Im Juli 1918 erhielt er als Direktor die Leitung der Abteilung Sozialversicherung und führte diese nach Errichtung des Reichsarbeitsministeriums bis zu seiner Ernennung zum Oberpräsidenten der Provinz Westfalen am 1. Juli 1919. In diesem Amt blieb er unter wiederholter Verlängerung der Altersgrenze bis zum 1. April 1922. Dr. Wuermeling hat an der Schaffung der Reicksvsrlicberunasordnuna, des arößten lozialvoli-
tifchen Gesetzgebungswerkes der Gegenwart, hervorragendsten Anteil. Er ist auch parlamentarisch hervorgetreten. Zum ersten Mal gehörte er als von der Zentrumspartei des Wahlkreises Warburg-Höxter gewählter Abgeordneter von 1885 dis 1895 dem Preußisches Abgeordnetenhause an. Denselben Wahlkreis vertrat er von 1910 bis zur Revolution ebenfalls wieder im Abgeordnetenhause. Nach dem Ausscheiden aus seinem Amt ist Dr. Wuermeling politisch nur mehr wenig hervorgetreten. Seine große Arbeitskrafr und seine ausgezeichneten Kenntnisse hat er dagegen dem Deutschen Karitasverband, dessen zwetter Präsident er ist, sowie dem Bonifatiusverein zur Verfügung gestellt. Wir wünschen dem geistig und körperlich noch außerordentlich rüstigen, um den Katholizismus und die Zentrumspartei hochoer- dtenten Jubilar noch einen langen und schönen Lebensabend.
* Ein Deutscher Bürgermeister von Windhuk. Wie die „Deutsche Kolonialgesellschaft" mitteilt, wurde der Deutsche I. Meinert, Herausgeber der „Allgemeinen Zeitung" in Windhuk zum Bürgermeister von Windhuk gewählt.
geringen Anzahl von ihnen wurde bisher die Erlaubnis zum Auswandern erteilt, obgleich Kanada ihre Aufnahme und Zuteilung von Land zusicherte. Zur Auswanderung sind diese Bauern durch die Mißernte namentlich in Slawgorod und durch die irrationelle technische Handhabung der Getreidebereitstellung durch nickt genügend geschulte Pro- vinzialfunktionäre veranlaßt worden. Unter den Abgewanderten, deren Zahl beständig zunimmt, dürften in der nächsten Zeit Nahrungsschrvierigkei- ten auftreten, wenn nicht die Brat- und Milchversorgung für die Bauern durch die Behörden geregelt werden, da die Normierung der Bersorgung theoretisch am Heimatsort der Abwanderer vollzogen werden muß. Meldungen von Demonstro- tionen vor den Moskauer Regierungsbehörden find unzutreffend. Richtig ist nur, daß die Bauern in größerer Zahl an die Regierunasbehörden Petitionen überreichten, deren Berücksichtigung freilich bisher nicht zugesagt ist. Bei den Auswanderern handelt es sich fast durchweg um Mennoiten, ferner um 40 lutherische und 60 katholische Familien.
Silber vom Tage.
* Frankreich unb die Beibehaltung der 11- Boote. Nach dem New Pork-Herald soll in offi- ziellen französischen Kreilen die Erklärung abgegeben worden sein, daß Frankreich Italien eine Flottenparität, falls sie gewünscht werden sollte, nicht verweigern würde. Jedoch müsse Frankreich betonen, daß eine Abschaffung der U - Boote unmöglich sei. Sollten die Vereinigten Staaten und England auf der Londoner Konferenz darauf bestehen, dann würden die französischen Delegierten möglicherweise die Konferenz verlassen.
* Ein bewaffneter Handstreich in Nordirland. In der Nähe von Loughgall in Nordirland wurde der Neubau einer Dersammlungshalle, die anstelle einer anderen vor acht Monaten infolge von Brandstiftung zerstörten Halle errichtet worden war, in die Luft gesprengt. Die Täter waren in Stärke von 200—300 Mann mit Gewehren bewaffnet in milstärischer Ordnung anmarschiert. Nachdem sie die Bewohner eines benachbarten Hauses in Sicherheit gebracht hatten, legten sie in 20 Ladungen Gelignit und sprengten das nahezu fertige Gebäude in die Luft.
* Abreise MacDonalds nach Kanada. Der britische Premierminister MacDonald ist, wie aus Newyork gemeldet wird, nach Kanada abgereist.
* habiS Allah gefangen genommen? Wie „Daily Telegraph" aus Allahabad berichtet, soll einem unbestätigten Gerücht zufolge Emir Habib Ullah mit feinem Vater und seinem Bruder in der Zitadelle von Kabul gefangen genommen worden sei. Die drahtlose Station von Kabul schweigt weiterhin. ________
Zur Affäre Sklarek.
Durchstecheretjen festgrstellt. — Dis Brüder Sklarek werden umquartiert. — Die Bombenleger als
Zellengenossen.
wtb. Berlßn, 15. Oktober. (Eig. Meld.) Wie eine hiesige Korrespondenz im Zusammenhang mit der Verlegung der Gebrüder Sklarek in besonders sichere Zellen mitteilt, haben die Sklareks sich durch reichliche Zigarrenspenden bei den Gefängnisbeamten beliebt zu machen gesucht, um eine gegenseitige Verständigung über ihre Aussage bei dem Vernehmungsrichter herbeizUführen. Ferner haben sie durch Gefangene, die innerhalb des Gebäudes Dienst verrichteten und eine gewisse Bewegungsfreiheit besitzen, durch Kassiber, die in Zigarren und Zigaretten eingefügt waren, einen Verständigungsverkehr hergestellt. Darüber hinaus haben die Sklarek versucht, sich mit Lehmann in Verbindung zu setzen. In Briefen, die an Lehmann gelangten, haben sie ihn davor gewarnt, allzuviel „auszupacken" und ihm damit gedroht, daß auch in ihrer jetzigen Lage ihre Machtmittel durchaus nicht erschöpft seien. Lehmann hat darauf von dem Briefverkehr Mitteilung gemacht. Die Untersuchung wegen dieser Angelegenheit erstreckt sich auf mehrere Beamte und Strafgefangene, die in den Zellen der Sklareks zu tun gehabt haben.
Wie hierzu die Berliner Justizpressestelle mit- teilt, sind die Brüder Sklarek in den fo genormten Dombenlegerflüel überführt worden. Man hat fie dort derart untergebracht, daß in den nebeneinanderliegenden Zellen jedesmal einBomben- leger und einer der Gebrüder Sklarek untergebracht sind. Auf diese Weise hofft man, am besten Durchstechereien und dergleichen vorzubeugen.
Drei neue Beschuldigte.
In der Sklarek-Affäre find am Mpntag laut „Voss. Ztg." drei weitere Personen als Beschuldigte vernommen worden. Es handelt sich um nahe Geschäftsfreunde der Sklareks, von denen die Untersuchungsbehörden annehmen, daß sie bei der Hergabe von Gefälligkeitswechseln oder bei ihrem Verhältnis zu den Brüdern Sklarek um den Betrug gewußt haben müssen. Die Zahl der Angeschuldigten beträgt nunmehr sieben. Wie das Blatt weiter meldet, werden vermutlich schon im Laufe des Dienstag zwei städtische Beamte als Beschuldigte vernommen.
* Die Abwanderung deukscher Bauern aus Sibirien. Aus Moskau wird gemeldet: Die bisher zahlenmäßig schwache Abwanderung sibirischer Bauern deutscher Abstammung und deutscher Sprache, die in der Umgegend von Moskau unter Hergabe der letzten Geldmittel Wohnung gesunden haben, bat sich auf über 5000 erhöht. Nur einer
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Malermeister Havemcmn-Hildesyeim
rückt anstelle des verstorbenen Reichsaußenminister- Dr. Stresemann in den Reichstag ein.
Ivar Kreuzer (vorn), i
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der schwedische Zündholzindustrielle, dessen Name bis vor kurzer Zeit in Deutschland so gut wie unbekannt war und der nun durch seine Verhandlun- gen über eine Anleihe an das deutsche Reich gegen die Ueberlassung des Zündholzmonopols in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückte. Unser Bild zeigt Kreuger bei seinem Berliner Aus- enthalt in Begleitung Generaldirektors Hallström (links) von der Unionbank, die an den Transaktionen Kreuzers wesentlich beteiligt ist.
Konstantin Sarazeauu (links),
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Mitglied des rumänischen Apellationsgerichts, wurde zum Nachfolger des verstorbenen Regentschaftsrats Buzdugan gewählt. Rechts neben ihm Minister- vräsident Waniu