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Sind es Illusionen?

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zu den Vor

geben werden.

rung, Aufgaben auch erst der Gedankenarbeit und dann der praktischen Politik in Genf selbst. Mit diesem Artikel 19 kann und muh Deutschland die

In Ausführung obenstehenden Erlasses haben 1 zu. die Polizeipräsidenten in Köln, Düsieldorf, Essen, Elberfeld ,Bielefeld, Dortmund, Bochum und Reck­linghausen am 9. Oktober d. I. die Auflösung der betreffenden Organisationen durchgeführt.

wtb. Washington, 10. Okt. (Eig. Meld.) Die K 0 m m e n t a r e zu der gemeinsamen Erklärung von Macdonald und Hoover konzentrieren sich aus einen Sah, in dem von „alten historischen Pro­blemen" d-e Rede ist. In amerikanischen Kresten alaubt man, dieser Ausdruck beziehe sich auf die Frage der F r e i h e i t d e r M e e r e. die seht von neuen Gesichtspunkten aus in Angriff genommen werden soll, sobald sie in llen ihren Zusam­menhängen von den britischen und Dominiendchör- den geprüft worden ist. Die fragliche Stelle heißt' Wir treten an die alten historischen Probleme non einem neuen Gesichtspunkt und in einer neuen Atmosphäre heran. Unter der Voraussetzung, datz Krieg zwischen uns unmöglich ist und daß es nicht zu Konflikten zwischen unseren militärischen und Seestreitkräften kommen kann, was diese Probleme in ihrer Bedeutung und ihrem Charakter verändert, ist eine Lösung in einer beide Länder befriedigen­den Weise möglich gemacht. Wir haben uns daher geeinigt, daß diese Fragen Gegenstand aktiver Er­wägungen zwischen uns werden sollen, sie schlie­ßen wichtige technische Probleme ein, die n Details studiert werden müssen. Eines der verheißungs­vollen Ergebnisse des Besuches, der jetzt offiziell zu Ende geht, ist gewesen, daß beide Regierungen Be­sprechungen darüber nach der gleichen Methode be­ginnen werden, wie sie während des Sommers in London gepflogen worden sind."

________________ in Fulda. Fernrufe Schrift- 1152. Fuldaer Äctiendruckerei 1150 und 1151. ::

Der Fall Goslar.

Die Stellungnahme des Philologen-Derbandes.

In dem „Deutschen Philologenblatt" nimmt

tonatl. 1 80 einschl. PoNgeo. <30 oezw 48 Pf., oyne 3uitellg_ I „ , meinen,'Breite Klein reite (Sol.) lokal 0,15 O., auswärts I Eß 2o S Se«nme5eil/ lokal 0,60 auswärts0,80 «. > iej Wiederdolunaen Rabatt Voitscheckk. -rankf. a. M. 4l

Vas Hoover und Macdonald vereinbarten

(Ein weltpolitischer Vorgang ersten Ranges.

Für die eandwirtschast.

In einer Kleinen Anfrage eines Landtags- abgcordneten der Zentrumsfraktion wur­den verschiedene im Zusammenhang :mt der Not­lage der preußischen Landwirtschall stehende Aus­künfte verlangt. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, erteilt der preußische Land­wirtschaftsminister die folgende Antwort von grundsätzlich wichtiger Bedeutung:

Das Staatsministerium ist bestrebt, die in der letzten Zeit durch die Witterungsverhältnisss für die Landwirtschaft entstandenen Schäden nach Möglichkeit zu mildern und auf die Reichsregie­rung in gleicher Richtung einzuwirken. So hat sich die Staatsregierung dafür -'ngesetzt, daß die erste Hälfte des Etatsiahres 1929/30 im Reichs- Haushalt vorgesehenen 3 750 000 Mark beschleunigt ihren Verwe'ndungsiwecken zugeführt werden.

Durch weitgehende Förderung dec Markenkar- toffelbestrebungen hofft sie der Schwierigkeiten auf

Wer mit der deutschen Außenpolitik der letz­ten Jahrzehnte vor dem Kriege einigermaßen ver­traut ist, der weih, wie sehr es daß wir uns gegenüber den Haagerschledsgelw^ konferenzen „kühl bis ans Herz verhalten haben. Die deutsche öffentliche Meinung war nicht dazu erogen, Gedanken und Vorarbeiten der Seltfrte- densorganisation ein aufmerksames und williges Gehör zu leihen. Unser volitisches Emplmden war mit Mißtrauen gänzlich durchtränkt. Und wo uns einer mit einer Einladung kam, die Charakter hatte, da vermuteten wir, daß manm.s hinterlistig betrügen wollte. Vertrauen hatten w,r nur zu unseren militärischen Machtmitteln, zu un- serer schimmernden Wehr, zu unseren Bafouetten und Kanonen. Der Versuch Englands, die Stars der englischen und deutschen Seerüstung in e n se stes Verhältnis zu bringen, scheiterte an unsrem Mißtrauen. Kurz und gut, zu allen ^Vorschlag, n, die irgendwie unsere militärische uno polttich« Freizügigkeit zu beengen suchten, wenn auch zu­gunsten eines übergeordneten übernationalen Ideals, fanden bei uns grundsätzliche Ablehnung. Wenn wir uns internationalen ^"serenzen mcht entziehen konnten, io geschah unsere Mitwirkung nur zum Scheine. Die Warnungen gewisser dem- u-a. , , z , ___£ /.Illi

einbringen werde, und daß bis zu dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes die Polizei mit verstärkter Aufmerksamkeit darüber wachen muffe, beim Volksbegehren wie bei den bevorstehenden jlen die Versammlungsfreiheit zu jebem Terror — gleich nach welcher

mehr zu tun. Zu den maßlosen Beschimpfungen kommt hinzu ein von den radikalen uniformierten Verbänden und den extremen politischen Parteien ausgeübter Ver sammlungsterr or, der eine starke Beeinträchtigung der verfassungsmäßi­gen Versammlungsfreiheit darstellt. Die Durchfüh­rung von Versammlungen ober politischen Demon­strationen ist heute vielfach nur durch Dereitstellen starker polizeilicher Kräfte möglich. Dieser Zistlanb ist auf die Dauer nicht zu ertragen. @3 ist deshalb Pflicht sämtlicher Behörden des Staates, der staatlichen wie der kommunalen Po­lizei mit allen Mitteln diesem wüsten Terror entgegenzutreten. Der friedliche Staatsbürger muh unter allen Umständen die Gewißheit haben, daß der republikanische Staat ihn in seinen Rechten un­bedingt schützt und dafür auch die ganze Macht des Staates einsetzt.

Weite führte der Minister aus, daß in abseh­barer Zeit die Reichsregierung

ein neues Repnblikschuhgeseh

dem Kartoffelmarkt Herr zu werden. Durch Un­terstützung des genossenschaftlichen Diehabiatzes und Angleichung der Zölle für Lebensrnittel soll eine bessere Verwendungsmöglichkeit für landwirtschaft­liche Produkte geschaffen werden. Zur Linderung der Futternot wird in den staatlichen Forsten weitgehende Weidegelegenheit und Grasnutzung gegeben.

Um eine Lastensenkung für die Landwirtschaft herbeizuführen, tritt bas Staarsministerium dafür ein, daß die auf der Landwirrschast lastende Ren­tenbankgrundschuld anläßlich der durch den Young-Plan zu erwartenden Zahlungserleich- terung ^beseitigt wird. Die über Stundung nach Niederschlag der staatlichen Grundoermögenssteuer gegebenen allgemeinen Anordnungen durften ge­eignet sein, der Notlage der durch die Witterungs­schäden betroffenen Landwirte gerecht zu werden. Das gleich« gilt für die Reichssteuern.

Auf der Konferenz der Innenmini­ster der Länder wurde laut „Vorwärts" ein­mütig die Auffassung vertreten, daß es nicht nur das Recht, sondern die dringende Pflicht der Reichs-

_..o _i das Volksbegehren mit

______ zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr zu fetzen. In diesem Sinne sagten die Innenmini­ster der Reichsregierung weitgehende Unterstützung

festgestellt sind, rücke er von diesen aus das Ent» schiedenste ab. ~ . . , , .

Dann aber erhebt er die Forderung, baff bei der scharfen Bestrafung der „Gesamtheu der Leh­rer und Schüler" die Unterlagen für bas Urteil des Ministeriums bekannt gegeben werden. Er erklärt, baff, da dieses noch nicht geschehen sei, er „von einer Stellungnahme zu dem gesamten Fragenkomplex Abstand nehmen müsse.

Die Waffenfunde bei Lüneburg.

Das Polizeipräsidium Harburg - WichelmShöhe gibt jetzt eine genaue Liste der neueroings aufgev funbenen Waffenlager in der Lüneburger Heide heraus.

Daraus ergibt sich, baff ein bei Soltau be­schlagnahmtes geheimes Wasfenlager u. a. Kara­biner, eine komplette Ausrüstung für vier Fe d- haubitzen und erhebliche Mengen Munition, mies gut erhalten und gebrauchsfertig, enthielt.

Deschtagnahmte Mafien.

Entschlossene Abwehr.

Der preußische Minister des Innern hat auf Grund des Geietzes, das im Jahre 1921 zur Aus­führung der militärischen Bestimmungen des Fr e- densvertrages erlassen wurde, den S t a h l h e <. m und die ihm angeschlossenen Organisationen tm Rheinland und in Westfa 1 en aufgelöst. Die Auflösung wurde in folgendem Erlaß an die be­teiligten Polizeipräsidien durchgeführt:

Auf Grund des §1 des Gesetzes vom 22. März 1921 in Verbindung mit der Verordnung dieses Gesetzes vom 12. Februar 1926 wird mit Zustimmung der Reichsre­gierung der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten e. V. nut allen seinen Einrichtungen und einschließlich seiner sämt­lichen Unter- und Hilfsorganisationen, namentlich des Jung-Stahlhelms und des Bundes Scharnhorst, jur den Bereich der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen

Beispiel die des verstorbenen Bonner Völkerrechts- prof-ffors Dr. Zorn, sanden in Verlin nicht das geringste Gehör. Und doch hätte sich hochstwahr- peinlich der Weltkrieg vermeiden lassen, waren höchstwahrscheinlich auch noch die Dynastien im Le sitze ihrer alten Machtbefugnisse, wenn man gegen­über den modernen Weltsriedensbestrebungen in­nerlich aufgeschlossener gewesen wäre, wenn man ein feineres Fingerspitzengefühl für die neuen west- politischen Notwendigkeiten gehabt hatte.

Rach dem Erlebnis des Krieges hat sich in der deutschen Aufassung sehr vieles geändert Es gibt eine Mehrheit im deutschen Volke, die die inter­nationalen Weltfriebensbestrebungen rote sie n so mancherlei Verträgen unb Vereinbarungen, auch im Völkerbunb, Ausdruck gefunden haben, grund­sätzlich positiv werten möchte, die auch die Geduld hat, abzuwarten, bis sich diese Vertrage mrt ihrem moralischen und politischen Schwergewicht wirksam zeigen können. Eine große Minderheit aber bat trotz der Ersahrungen des Krieges und trotz des Scheiterns unserer Selbstisolierungspolllik in der Vorkriegszeit diesen guten Willen zu einer pomi- ven Bewertung der Friedensbestrebungen n o ch nicht gesunden, er verhält sich weiterhin in fpot- tischer Skepsis, wenn nicht gar tn mißtrauischer und feindlicher Ablehnung. Welche boshafte Kn- tik findet nicht von dieser Seite immer noch der Völkerbund, hat nicht von dieser Seite neuerdings auch der Setloggpatt gesunden.

Im Hinblick auf diese unsere psychologische Si­tuation ist es von großem Interesse, die Meinin g des deutschnationalen Professors Dr. Hoetzfch zu le­sen, die er über die weltpolitische Gesamtlage m Nr. 468 der Deutschen Allgemeinen Zeitung vom 9. Okt. niedergelegt hat. Dieser deutschnalwnwe Reichstagsabgeordnete, diese unzweifelhaste Auto­rität auf dem Gebiete der Außenpolitik, schreibt dort über die Bedeutung der letzten Völkerbunds- taqung. Es ist nicht feine ausgesprochene Absicht, eine Bewertung des Kelloggpaktes für bie inter­nationale Politik vorzunehmen, aber fernes ®ecan« fengänge lassen klar erkennen, was der Kelloggpakt durch das Vorgehen Macdonalds für bie Jteroi- mierunq bes Völkerbundes bereits an Sebeutur.g bekommen hat. Er gibt auch deutliche Hmwe. e für bie Möglichkeiten der Fruchtbarmachung c.s Kelloggpaktes auf dem Genfer Boden für t.e deutschen Interessen. Er schreibt da u. a.: „Sie Fakultativklausel (des Haager Schiedsgerichts) ist jetzt von 30 Staaten unterschrieben, mehr als uer Hälfte der Mitglieder. Die sogenannte General- akte aber ist erst von wenigen Staaten ratifizierr. Der vielfach auf deutsche Gedanken begründete Jo- genannte Mobellvertrag zur Kriegsverhmung soll auf englische Anregung neu entroorren werben. Deutschlands Zutritt zur Generalakte ist ihm nur möglich im Zusammenhang mit der Abrüstung unb der Fortentwicklung des Artikels 19 s^eviiion ver­alteter Verträge), der schon hier aullaucht. Aber das Wesentlichste zu diesen Punkten war, daß Mac- bonalb nicht, wie man nach dem ganzen Gedanken- gang der Labour-Politik erwarten konnte, auf das Genfer Protokoll zurückgrifs, sondern ocrwaris wies, mit der Forderung, das Dolkerbunds'ialut dem Kelloggpakt, der den Krieg schlechthin ausswlie- ßen will, anzupassen. Die staatsmännische Beben- hing dieser Verbindung liegt ebenso ohne viel Worte zutage, wie die gedankliche, für die die Vor­schläge von Cecil Hurst zu Artikel 12, sowie 15 6 und 7 bestimmt nicht das letzte Wort sein können und dürfen. Sowie auch nur rein gedanklich an das Problem gegangen wird, hier die Völkerbunds- satzung zu ändern, müssen sowohl Artikel 10 mie 6 (absolutes Kriegsverbot des Kelloggpaktes ioll m diese Artikel hineingearbeitet werden) davon ergrir- fen werden, was fotort dann zu Art'kr> 19 weiter- führt. Daß diese Verbindung genau im deutichen Interesse geht, ist klar. Artikel 19 ferner rourhe von China angeregt unb von England aufgegrlf- fen zum ersten Male Gegenstand eines Diskussion. Die Entschließung dazu führt noch keineswegs 'N der uns notwendigen Richtung weiter Aber sie enthält wenigstens keine einschränkende Interpre- tation. Die Erörterung über diesen, gerade für Deutschland fundamentalen Artikel ist eröffnet. Run stellen sich die Fragen nach Methode und Technik unb Garantie der Anwendbarkeit unb Durchsuh-

Die Durchführung des Stahlhelmv-rbotes.

wtb. Düsseldorf, 10. Okt. (Eig. Meld.) Nach Mitteilungen des Polizeipräsidiums ist gestern im Laufe des Nachmittags in Durchführung des Er­lasses der preußischen Regierung das Düssel­dorfer Heim des Stahlhelms geschlossen worden. Bei dem Führer des Stahlhelms, Frei- Herrn von Burgdorf-Garath, wurde das gesamte auf den Bund bezügliche Material be­schlagnahmt. Weitere Beschlagnahmungen wurden vorgenommen in Krefeld, Kleve, Geldern, Glad­bach, Viersen und in anderen Orten des Bezirks. Die Maßnahmen der Polizei sind in allen Fallen ohne Störung verlausen. Gegen die Schließung des Düsseldorfer Heims, das Eigentum des stahl- Helm-Heim-Dereins e. V. ist, ist Einspruch erhoben worden. Die bei der Polizeiaktion mit Beschlag belegten, jedoch nicht dem Stahlhelm gehörigen Gegenstände, so die Akten des Volksbegehrens, die im Stahlhelm-Heim uniergebracht waren, wer­den nach Sichtung des Materials wieder freige-

wtb. Berlin, 10. Okt. (Eig. Meld.) Die Na­tionalsozialisten hielten gestern in einem ^ausr Frankfurter Allee 239 eine Versammlung ab, bie von 8.50 Uhr bis 10.30 Uhr dauerte. Nach Schluß der S'TaTs^ VersE- | nur zum Scheine. Die Warnungen 9^1«

lungLauni, in Am ffi ^ 250 Personen sche?De^gierten auf ^en ^n^en^ um Berauben, unb nahmen eme Durchsuchung nach Waffen vor. Dabei wurden beschlagnahmt:

3 Pistolen, 4 Knicker, 4 Gummiknüppel, o Tot­schläger, 3 Stahlruten, 2 Schlagringe ein Sdjrau- benschlüssel und eine Schreckschußpistole. Ferner wurden 32 Personen wegen Nichtbesoigung po- lizeilicher Anordnungen und unerlaubten Waffen- besitzes fest genommen und dem Polizeiprä­sidium zugeführt.

Der Besuch des englischen Premier-Ministers in Washington ist abgeschlossen. Die gemeinsame Er­klärung Hoovers und Macdonalds über die Be­sprechung besagt, daß sich die Aussprache hauptsäch­lich auf die englisch-amerikanischen Beziehungen, Krote sie sich nach dem Kelloggpakt gestaltet haben, bezogen. Beide Regierungen erklären, daß nicht nur ein englisch-amerikanischer Krieg undenk­bar sei, sondern sie sind auch der Meinung, daß Mißtrauen und Argwohn nicht weiter ihre nationale Politik beeinflussen dürfen. Der Meinungsaustausch über die Abrüstung zur See hat beide Nasionen so nahe an ein Abkommen ge­führt, daß alle Widerstände, die bei der früheren Konferenz hervorgetreten sind, jetzt tatsächlich be­seitigt sind. Die Unterzeichner des Washingtoner Vertrages von 1922 sind über den Verlauf der eng­lisch-amerikanischen Besprechungen unterrichtet wor­den. In der Zwischenzeit werden die britische und die amerikanische Regierung ihre Besprechungen mit den anderen interessierten Mächten fortsetzen, um alle etwaigen Schwierigkeiten vor der Eröff­nung der Konferenz zu beteiitgen. Angesichts der durch den Kelloggpakt gewährten Sicherheit hoffen beide Regierungen, daß auf Grund der durch das Abkommen festgelegten und auf alle Schissi-rnttun. gen bezogenen Parität in Zukunft der Schiffsbau- Wettbewerb, der die Gefahr eines Krieges «mb der übermäßigen Inanspruchnahme öffentliche/ Gelder in sich schließt, niemals wieder in Erscheinung tre- I fen wird.

Die Reichsregierung wird in Zukunft in lieber» einftimmung mit den Länderregierungen täglich je nach Bedarf, auf die Meldungen der Volksbegch- ren-Preffe durch sämtliche deutschen Rundfunksender erwidern lassen.

Diesmal kann dem Stahlhelm offenbar der Verstoß gegen das Gesetz wider militari« scheAusbildungin Deutschland nachge­wiesen werden, und die Regierung hat daraus ihre

aufgelöst.

Form, Anlage und Durchführung der am 21. und 22. September 1929 im Raume von Werden-Kupserdreh- Langenberg und Kettwig-Velbert-Newiges von den Lan­desverbänden „Rheinland" nud „Industriegebiet" in Ge­genwart des 1. Bundesführers Seldte veranstalteten Hebung bestätigen den nach Organisation und Betäti­gung des Stahlhelms bestehenden Verdacht, daß jeden- . falls in den genannten beiden Provinzen der Stahlhelm I beim Volksbegi eine Vereinigung darstellt, deren Zweck in Widerspruch I Kommunalwah! zu den eingangs genannten gesetzlichen Bestimmungen I schützen und sei steht. Die Beobachtungen lassen keinen Zweisel, daß I Seite hin — wirksam entgegenzutreten, die Mitglieder dazu ausgebildet werden, eine Truppe zu schaffen, die in der Sage sein soll, als solche nach mllitärischen Gesichtspunkten kämpfend aufzutreten.

Die Einbeziehung der anderen Organisationen recht­fertigt sich durch ihre engen Beziehungen zum Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten e. V. Gemäß § 3 a. a. O. wer- den alle Gegenstände der Vereinigung, welche den ver- ^as -n'-u/i, jun««« u« *.

botenen Zwecken unmittelbar gedient haben zugunsten Regierung sei, sich gegen

des Reiches beschlagnahmt und eingezogen. Die Durch- | allen zur Verfügung steh führung der Beschlagnahme und Einziehung obliegt den örtlichen Polizeiverwaltungen."

Reichstagspräsident L ö b e, der an seinen Kur­aufenthalt in Bad Mergentheim noch eine Nachkur in Freudenstadt angeschlossen hatte, kehrt Ende die­ser Woche nach Berlin zurück. Der Zeitpunkt für den Wieberzusammentritt des Reichstages steht noch nicht fest; in parlamentarischen Kreisen wirb laut „Verl. Tagebl." .frühestens mit Anfang, unter Umständen erst Mitte November gerechnet.

*

Im preußischen Ministerium des Innern fand anter dem Vorsitz des Ministers Grzesinski eine lkonferenz der O b e r- unb Regierungspräsi- benten Preußens statt. Der Minister führte in feiner einleitenden Ansprache aus, baff bie poli­tische Lage zwar ernst sei, aber burchaus nicht be­drohlich. Der Staat, bie Republik, fei heute so konsolidiert, baff bie vorhanbenen sich stärker be­merkbar machenden Umsturztenbenzen keine Aussicht auf Erfolg hätten. Die Macht bes Staates, erklärte ber Minister, ist gefestigt unb durchaus in ber Lage, aller Schwierigkeiten Herr zu werben. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, eine Folge des verlorenen Krieges, bilden den Nährboden, auf dem bie radikalen Ver­bände gedeihen. Die extremen politischen Parteien machen demagogisch den heutigen Staab verantwort­lich für bie Notlage weiter Volkssichten, die ledig­lich der ungeheuren Belastung ber Allgemeinheit infolge bes verlorenen Krieges zuzuschreiben ist. In dieser Situation bedeutet das Volksbegehren gegen den Young-Plan weniger eine außenpoli­tische Gefahr als eine innere politische Be­lastung, denn es ist bas Mittel, um alles, was dem heutigen Staat ablehnend ober feinblich ge­genüber steht, zu sammeln, um so in ber Zusam­menfassung bie ftaatsfeinblichen Kräfte bedrohlicher zu gestalten. Es ist deshalb Pflicht, sowohl ber Reichs- wie auch ber Staatsregierung, gegen bie» ses Beginnen Stellung zu nehmen, da die Kreise, die sich zu dem Volksbegehren zusammengellinben haben, im letzten Ziel an bem politischen Funda­mente bes heutigen Staates zu rütteln beabsichti­gen. Reichs- unb Staatsregierung dürfen sich da­her nicht nur mit ber Abwehr begnügen, fonbern müssen aktiv alles tun, um Aufklärung über bte Ziele bes Volksbegehrens zu verbreiten. Zu die­sem Zweck müssen alle Lanbesbchörben, oum bie preußischen Behörben, sich in ben Dienst der AM- flörung stellen Es ist eine Frage ber velostach- tung des Staates, baff er sich nicht wehrlos in seinen Institutionen unb feinen leitenden Man' nern beschimpfen unb verleumden laßt. Nur das Fallen bes Republikschutzgeietzes hat eine Situation wie bie heutige geschaffen, die allerdings le länger je mehr auch für weiteste Kreise ber republikanischen Bevölkerung unertragllch wird, ^as heute an Beschimpfungen und Frechheiten ge- ?eniiber bem Staat unb ben verantwortlichen po­etischen Staatsmännern geleistet wirb, hat mi. politischer Meinungsfreiheit nicht das Genngste

Folgerungen gezogen. t der "Preußische Philologen-Verband zu den Vor-

- „ . , . ... q._ I gängen in Goslar offiziell Stellung. Er v er u r •

Das Bundesamt des Stahlhelm nimmt zu der t e 111 ba§ Verhalten der Schüler und Schüle- «uflofung bes Stahlhelm im Rheinland und West- binnen auf das schärfste unb halt bie Anwendung falenm emerErklarung Stelunglnderu.a. rn.l- strenger Schulstrafen für gerechtfertigt unb geteilt wird, daß b:e Bundesleitung durch die dem ^twendig. Auch beruft er sich darauf, baß er stets Reichstag angeborenen Stahlhelm-Mitglieder bl£ Auffassung vertreten habe, daß die Lehrer die Forderung erheben werde, daß die Bestim- bet 6ßf)eten Schulen die selbstverständliche mutig, bie ben Rechtsweg gegen bie Anwenbung des bie positive staatsbürger -

Gesetzes vom 22. 3. 1921 ausschlreffe, aufgehoben e Erziehung in den Vorbergrund ruerde. # I zu stellen. So weit Verfehlungen von Kollegen