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Sonntag, Ben 6. vnover 1929

Fuldaer Zeitung (Amtliches Kreisblatt.)

Ilr. 232

Oktober stattfindenden Mission m der Stadt Fulda

einer roerussicyiue mcyr geoaajt roown jem. «u

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in dem männliche und weibliche berufstätige Ju

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Wilhelm Hess

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Herz-Jesu-Helm.

Der Herr Oberpräsident und das Bischöfliche Generalvikariat haben dem Herz-Jesu-Heim eine

Fassadenputz - Innenstuck Rabitzarbeiten Leichte Zwischenwände Baumaterialien Reparaturen

Bächlein im Walde.

Ein Bächlein rinnt im Walde, Rinnt zwischen Gras und Moos. Rinnt so sacht, und balde Versickert'- im Waldesschoß.

Ich wünscht', es wäre mein Leben Dem rinnenden Bächlein gleich, Ich wünscht', ich könnt' mich verbergen Dor all dem Kampf und Streit.

Doch sieh, nun ringt es sich wieder

Empor zum Sonnenlicht:

Rein, Freund, im Erdreich versinken Geziemt sich für unsereins nicht!

I. Endringer.

Brähler & Nüchter

Inh. H. Nüchter im Friedhofsgässchen — Fernsprecher 284

dient bekanntlich der Kruppelfursorge (Heilung, Pflege und Berufsausbildung von Krüppelkindern) und hat durch feine karitative Arbeit sich die An­erkennung aller Behörden und Privaten erworben. Die Entkrüppelung und beruflich« Ausbildung lun­ger Menschen bedeutet einen derart wichtigen Faktor im volkswirtschaftlichen und gesellschaft- lichen Leben, daß der Krüppelfürsorge der reichste Erfolg zu wünschen ist. Das Herz-Jesu-Heim hat im vorigen Jahre durch Erweiterungsbauten wei­tere Plätze für Pfleglinge geschaffen, um den vie­len Bitten um Aufnahme entsprechen zu können. Bekanntlich sind die Brüder auch in der ambulan- ten Krankenpflege tätig und suchen nach Möglich­keit alle Wünsche bezügl. Hilfeleistung zu erfüllen. Die Kollekte zugunsten der Krüppelfürsorge des Herz-Jesu-Heims wird daher der Mildtätigkeit der Einwohner bestens empfohlen.

Ehrung eines toten Volksfreundes.

Aus Dormagen in Rheinland wird uns ge­schrieben: Am Mittwoch, den 2. Oktober, fand im St. Raphaelshause zu Dormagen b. Köln ein feier­liches Requiem für den am 24. Juni 1929 tn Fulda verschiedenen Prälaten, Monsignore Wil­helm Rhiel, statt, der als Mitbegründer des kathol. Erziehungsvereins für die Rheinprovmz und als dessen erster Borsitzender dem Erzie- I hungs- und Rettungswerk an der gefährdeten ->u= | gend unschätzbare Dienste geleistet hat. Die Ge­schäftsstelle für kathol. Familienerziehung sowie das Hermann Josef-Haus in Urft sind seine Schöp­fungen, und an den Vorarbeiten für die yrroer» bung des Hilfsschulheims in Mayen hat er sich "och beteiligt. Der Hochwürdigste Herr W e i h b r- schof Dr. Hammels aus Köln widmete wo)- ren der hl. Messe, die von Direktor Becker, Fich­tenhain, zelebriert wurde, dankbare Worte der Verehrung dem Toten. An dem feierlichen Re­quiem nahmen teil der Hochwürdigste Herr Weih­bischof Dr. Mönch, Trier: Landesrat Dr. Vossen, Düsseldorf, als Vertreter des Landeshauptmanns, Domkapitular Dr. Lenne, Köln, Frau Landtagsao- geordnete Stoffels, Neuß, sowie die Ausschuy- mitglieder des kathol. Erziehungsvereins für die Rheinprovmz. Die gottesdienstliche Feier wurde in besonderer Weise verschönert durch die Mitimr- kung des Theologenchores der Väter vom Hl. Geist zu Knechtsteden, dessen Choralgesang sich durch vornehme Einfachheit und Würde auszeich- nete. Nach dem feierlichen Requiem traten die Ausschußmitglieder des kathol. Erziehungsvereins zu der Herbstsitzung zusammen.

Erleichlerung des Reiseverkehrs im besetzten Gebiet.

Havas meldet aus Koblenz, daß die interalli­ierte Rheinlandkommission eine Verordnung zur Erleichterung des Reifeverkehrs im besetzten Ge­biet veröffentlicht hat. Danach wird em amtlicher I Perionalausweis von den Kontrollstellen nicht mehr gefordert. Jeder schriftlich« Ausweis, der die Identität feines Inhabers festzustellen ge­eignet ist, hat Gültigkeit. Eine besondere Geneh- miqung der Rheinlandkommission für Reisen von Gesellschaften ist von nun ab nicht mehr erforderlich.

Die Gesellenprüfung

im Schreinerhandwerk der Stadt Fulda findet am 4. November dieses Jahres statt. Die Anmeldung hierzu hat bis zum 10. Oktober bet dem Vorsitzenden Schreinermeister Jos. Krisch, Pe- tersgasse Nr. 9 zu erfolgen.

Gute Bett-Inletts, gute Bett-Federn und Daunen sowie sämtliche Bett- und Wäsche-Stoffe

Alte Zeitungsanzeigen.

König Karl I. von England war ein Tyrann. Er kümmerte sich wenig um die Stimmung seines Volkes und um die Rechte seines Parlaments und hat schließ­lich dafür schwer büßen müssen. Eines schönen Tages — es war mi Jahre 1627 — war ihm sein Schoßhünd­chen entlaufen. Alle polizeilichen Maßnahmen, den kleinen Ausreißer zu ergreifen, halfen nichts. Da schlug ein Lakai vor, eine Nachricht über dieses Ereignis in die Zeitung zu setzen. So kam es zu einer der ersten Zeitungsanzeigen. In Deutschland wehrte man sich zu­nächst gegen das neue Benachrichtigungs- und Reklame- mittel. Als der Professor für ftemde Sprachen Angelus von Sumaran den Vorschlag machte, nach dem Vorbild der anderen Länder das Anzeigenwesen zu organisieren, lehnte die Universität es ab, ein seminarum peccatorum, eine Pflanzstätte der Sünden, zu errichten.

Nichtsdestoweniger erschienen bald darauf die ersten Anzeigen in den Zeitungen. Vor allem war es die Urz- achtsamkeü und Vergeßlichkeit der Menschen, die sie zu dieser „sündhaften" Institution führten. Verloren wur­den im 17. und 18. Jahrhundert vor allem Felleisen. Geldbeutel, Schnupftabaksdosen, Degen und Leuchter, die den scheinbar allzu eifrigen Wirtshausbesuchern den Heimweg erhellen sollten. Unter der Rubrik „Ent­laufen" findet man neben den noch heute üblichen Tiergattungen auch viele Menschen, vor allem Bediente und Militärpersonen, die von ihren Regimentern ge­sucht wurden, einmal auch in einer alten Breslauer Zeitung einen Ehemann. Eine große Rolle spielten schon früh die Theater- und Vergnügungsanzeigen. Dor allem war der königlich privilegierte Schauspieldirektor Franz Schuch eifrig im Annoncieren. Ausführlich gab er Ti­tel und Art seiner Stücke an, so z. B. hieß ein Stück: „Der durch Zauberei beglückte, in oierzehnerlei Gestalt verwandelte, sich selbst ermordende und wieder aus dem Grab hervorkommende Harlequin", ein anderes „Die wunderbaren Begebenheiten eines spanischen Edelman- nes unter dem Namen Don Äratras mit Hanns-Wurst, einem lächerlichen Erfinder seltsamer Lustbarkeiten". Ein anderes Vergnügen der Zeit war das Glücksspiel. Lot­terie-Anzeigen aus aller Herren Länder finden sich: denn damals war das Auflegen einer Lotterie das be«

Beginn neuer Unierrichtskurse an den städtischen Berufsschulen.

Einem Wunsch- des Handelsministers entspre­chend, sollen auch in dem beginnenden Winterhalb­jahr wieder Unterrichtskurse in Maschinen-schrei- ben, Stenographie und Buchführung stattfinden. ner6ire nnm , ..... ......, Wir verweisen auf die Anzeige in der heutigen

Brüder abgehalten wird. Das Herz-Jesu-Heim I Nummer dieser Zeitung^

tzerbstspazlergang in Bad Orb.

Auch im lieblichen Orbtal zieht der Herbst in diesen Tagen ein, langsam braun werdende Wälder, gelbblätte­rige, fruchtbeladene Obstbäume an der Straße kündigen ihn an. Ist schon Bad Orb im Sommer ein Platz, von dem man sich nur ungern trennen mag, so hat es zur schönen Herbstzeit fast noch größere Reize. Da erwischt man am stillen Nachmittag, wenn man den stattlichen Bahnhof verläßt, bereits ein Zipfelchen Musik und wun­dert sich, wo es herkommt. Der Mittagswind hat es von dem Kurhause hierhergetragen bis an den munteren Springbrunnen, der vor dem Bahnhof plätschert. Mit lautem Hott und Hüh fahren ein paar Order Bauern ihre Kartoffeln nach Hause, am Berghang droben brennen Feuerchen, die alte Turmglocke läßt ihre Stimme erschal­len. Man badet sich in einer wunderbaren Vorherbst- fonne, die einem gar nicht glauben läßt, daß Winter und Frost, Ruhe und Entsagen so nahe vor der Türe stehen . .

. . . Goldgelb stehen die Bäume, die hinaufweisen Nach den, Kurhause, düster und drohend nimmt sich die nlle Stadtbefestigung aus, die unseren Weg begleitet — ber muntere Gesell, der Orbbach aber, schaut viel freund- llcher drein und kann sich das auch leisten, denn die Sonne scheint in ihn . . . Viele Menschen sind unterwegs ln diesem Mittag. Menschen, die man ohne Schwierig­

em Steinweg.

KinillliilllilllllliilllllllllillliilllinillliiiiiiiiiiiHnnniiliiiiliiill|n!!iiniI!!!ü!!!!!!3!!Hünn!Q!!B!!ünEfl lichteste Mittel, um den Staatssincmzen aufzuhelfen Unter den zahllosen deutschen Staaten gab es nur einige, die ihre Ziehungen wohl ansagten, aber sie int letzten Augenblick immer wieder verschoben. Dann falb beten sich meist Vereine, die mit rechtlichen Mitteln du Abhaltung der Ziehung ober bte Zurückzahlung der Ein- sätze forderten.

Eine große Rolle spielten auch die Aerzteanzeigen. So bot ein wandernder Wiener Arzt folgendermaßen seine Hilfe an: „Es wird hier zur freundlichen Nach­richt bekannt gemacht, daß allhier der weitberühmte Kayser und Königlich privilegierte Zahnarzt, namens Johann Daniel Karin angekommen ist, welcher die schmertzhaften Zähne ausf eine absonderliche Manie, ausnehmen kann und auch andere einsetzen. Jngleichen hat er ein köstlich wohlrüchend Kunstwasser, welches dienet für Leber-Flecken, Sommersprossen, Finnen und hitzige Flecken im Angesicht, es machet eine schöne zart« Haut und ist nicht etwa eine Schmincke oder Schmie- rerey von Bleyweiß, wie es manche zu machen pfle­gen." Mit diesen Arztanzeigen ist die medizinische Seit, des Inserats nicht erschöpft. Einen großen Raum be- anspruchten die Anpreisungen aller möglichen Heilmittel. So z. B. die Fressessens, Freßtropsen zur Stärkuno eines schwachen Magens und Wiederbelebung eines ver­derbten Appetits, das Loth zu sechs Groschen, Geblüts- tropfen, Mund-Conserv für wackelnde Zähne, Gesund- heitstee, Lebensbalsam, englischer Schnupftabak gegen Kopfweh und die unvermeidliche Universal-Tinkruc. Don dem ernsthaften Kausmannsstand ist es zuerst der Buchhandel gewesen, der sich der Zeitungsanzeige be­diente. Bald folgten die Lebensmittelhändler nach. Dis anderen Handelszweige gewöhnten sich nur allmählich an die Zeitungsanzeige, um 1800 aber hatte sie sich als Hauptreklamemittel durchgesetzt.

— Weiße Nashörner leben im Zululande noch in einer Anzahl von etwa zwanzig Exemplaren in einem besonderen Schutzgebiet von etwa 150 Quadratkilometer Fläche. Es wird jetzt erwogen, die Tiere einzufangen und sie in dem 700 Meilen' entfernten Krüger-Natio­nalpark wieder auszusetzen, doch sind ernste Bedenken laut geworden, ob die Tiere diese Umpflanzung schad­los vertragen werden.

keit als Gäste Orbs erkennt an dem leichten Zug des Leidens, der ihr Gesicht zeichnet, und die hier, in freier Lust aufatmend, ihrer Gesundung entgegengehen. Order Lust der Order Heilguell und die Stille des alten Städt­chens werden schon bas Ihre tun! . . . Vorherbstlich still liegt ber schöne, weite Kurpark. Das frohe, hochsom­merliche Leben ist geschwunben, aber immer noch sind die Bänke besetzt. Die Blumen stehen im letzten Blühen, die Kapelle spielt noch, man sonnt sich, so gut es geht und lebt in den Tag hinein.

Droben, wo dicht am Kurhaus der Musikpavillon steht und das Orchester Strauß'sche Walzer in graziösem Schwung barbietet, bort unter dem Blätterdach der Die­len herbstlichen Platanenbäume läßt es sich gut sein. Diele Zuhörer haben sich eingefunden. Die Kellner huschen geschäftig, wie zur Sommerszeit, hin und her, über dem Blätterdach schimmert ein reiner, blauer Himmel, und wenn nicht ab und zu ein gelbes Blatt langsam von den Bäumen herniederfiele, wähnten wir im schönsten Som­mer noch zu sein. Aber bald wird drüben im Spessart- wald, dessen blaue Kuppen an diesem Nachmittag so licht und vettraulich zu uns herübergrüßen, das Hifthorn er- schallen, bald geht die Blumenpracht dieses heißen Som­mers zu Ende, bas letzte Herbstfeuer verlischt unb bas Sterben ber Natur beginnt. An diesem stillen Mittag aber leben wir nochmals auf: Wir sehen, wie der Kranke hier hoffnungsvoll den kranken Bruder stützt, wir erle­ben, wie sich der Quellenreichtum der Erde dem Leiden­den barbietet. Wir erfahren auch von ber Fürsorge, bi« sich bie Kurverwaltung im Dienste ber leibenden Mit­menschen angelegen sein läßt: Auch im Herbst und Win­ter will sie ihre Einrichtungen, ob Bad, ob Inhalation, ob Trinkkur, in den Dienst ber Kranken stellen und vollzieht damit ein Werk, würdig der Worte des großen Menschen­freundes und Arztes: Christian W. Hufelands: „Ehre und Preis dem, ber die Brunnen der Tiefe und des un­terirdischen Lebens eröffnet hat, um daraus unversiegbare Quellen des Lebens und ber Gesundheit aus der Erbe kommen zu lassen!" . . .

Langsam kommt bann ber Abend über das alte Bad Orb. Im Rauschen ber Bäume hören wir auf ber fernen Straße bas Poltern vieler Wagen. Das sind die ®e- führte der Order Salzhändler, bie feit Jahrhunderten das Order Salz in bas Land bmausbrinaen. u.

Wer Euch sagt, daß Ihr anders reich werden könnt, als durch Arbeit und Sparsamkeit, der betrügt Euch, der ist ein Schurke.

Benj. Franklin.

Städtische Sparkasse

gegr. 1825 Mundeieicher

früher Frledriohsmarkt — Jetzt Bahnhofstraße Nr. 5

Zum 17. November.

Die Vorbereitungsarbeiten für die kommuna­len Wahlen Mitte nächsten Monats schreiten fort Die Fuldaer Sozialdemokratische Parts hat bereits, wie die „Frankfurter Dolksfttmme meldet, ihre Kandidaten aufgestellt.

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Für die Kommunalland tagswa den sich, wie schon bei der letzten Wahl, im Beztti Kassel, die Deutschnationale Dolks^artei,. die Deutsche Volkspartei und die evangelischen Bauern­gruppen zu einer Einheitsliste Zusammengeschlossen. Sie trägt das Kennwort: »H« s fl Ich e A rb ei ts- gemein schäft" Bei Aufstellen der Wahl­vorschläge soll aus die Kreise dahin emgewirkt wer- den. solche Personen zu berücksichtigen, deren Wie dererscheinen im Kommunallandtag rm Allgemein- interesse erwünscht ist.

Dieser Zusammenschluß entspringt der wohl­begründeten Einsicht, daß kleine Gruppen bei der Kommunallandtagswahl nichts erreichen kön­nen. Durch die Einheitsliste wird die Verwer- tunq aller Reststimmen erreicht. Auch das Zen­trum, der Vertreter des katholischen Volksteils in Kurhessen, der hier eine schwache, Jahrzehnte lang rücksichtslos niedergehaltene Minderheit ist, muß dafür sorgen, daß alle erreichbaren Stimmen am 17. November in den einzelnen Kreisen für die Zentrumsliste abgegeben werden. Den Krels- vorsitzenden der Partei ist es von der Bezirkslei­tung zur heiligen Pflickt gemacht worden, überall rechtzeitig zugkräftige Zentrumslisten. für die Kommunallandtagswahl einzureichen. Wir Zweifeln nicht daran, daß zur Erreichung eines hohen Gesamtergebnisses für die Zentrumspartei und für ihre künftige Stellung in der Bezirksver- waltuna der Weifstng der Partei Folge gegeben wird. 'Dann muffen aber auch in allen Kreisen die Zentrumswähler bis zum letzten Mann, zur letzten Frau zur Urne gehen. Es darf ferne Wahl- flauheit, wie wir sie gestern für die letzten Ful- daer Kreistagswahl im Jahre 1927 nachwiesen, geben. Wer auf dem Gebiet der Kommunalland- taqswahl aus Sonderinteressen die ein­heitliche Aktion für die Zentrumsliste stören wurde und die Disziplin bräche, müßte vom Zentrum als Schädling betrachtet werden, dem mit aller Schnelligkeit der Stuhl vor die Tür zu set­zen wäre. Was auch um desfentwillen sich empfeh­len würde, weil Quertreibereien bei dieser besonders wichtigen und für das Zentrum schwieri­gen Wahl zum Kommunallandtag einen Man­gel an volitischer Einsicht beweisen, die Abbruch der politischen Beziehungen zur Ehrensache machen.

Man schreibt uns: Als Obmann und Mitein- berufer der Zentrums-Handwerkeroersammlung am 17. September in der Harmonie habe ich noch fol­gendes zu erwähnen: Die Beteiligung an der Ver­sammlung war verhältnismäßig zufriedenstellend, trotzdem mancher unserer Berufskollegen nicht den Weg zu uns fand. Das Fernbleiben ist nach An­sicht vieler von uns darauf zurüzuführen, daß andere Parteien mehr versprechen als die Zentrumspartei, diese weitgehenden Versprechen später aber nicht erfüllen können. Wenn wir an frühere Wahlen denken, so mußten wir im­mer feftftetten, daß keine Partei ihre Wahlverfpve- chungen halten und erfüllen konnte. Man muß des­halb auf dem Standpunkt stehen: je stärker die Partei, desto eher können unsere Wünsche erfüllt werden, wie es bislang in unserem Stadtparla­ment war. Liebe Handwerkerfreunde! Nun ist es unsere Pflicht, daß wir Leute in Vorschlag brin­gen, die es ernst mit uns meinen und auch un­tere Handwerkerintereffen vertreten wenn es gilt. Nicht solche Leute, die sich nur wählen lassen, und

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gend sich nicht nur geistig, sondern auch körper­lich wohl befinden werden und Gelegenheit ha- den, für ihren Beruf und für das Leben Tüchti­ges zu lernen. Gleichzeitig sind unsere Volks- schulgebäude durch die neue Schule unb ihre DoriifcCrfitifo I Spezialeinrichtungen wesentlich entlastet, was den Die neue Verufs^cyure. Kindern unserer Stadt sicherlich zu Gute Am gestrigen Tage begann der Umzug der Be- | kommt. Die Durchführung des Schulumbaues am •ufsfÄuIe, die bisher in der Stadtschule unterge- I Zieherserweg wird von allen objektiv Urteilenden iradit war, in die neuen Räume am Zieher- I unter den Aktiven der jetzigen Gemeindevertretung >. r w e g. Die städtischen Körperschaften haben I verbucht werden. Es hat sich gelohnt, die ent« 1 bekanntlich im November vergangenen Jahres die I gegenstehenden Widerstände zu brechen und den frühere Ziegler'sche Fabrik am Zieherserweg er- I Plan zu verwirklichen.

worben, um dort die Berufsschule unterzubringen. I ,

Das Gebäude, das früher lediglich fünf große Fa- @ e Sod)Äeti brikrä-ume und einige Bürozimmer entladt mußte | Eheleute I Schleicher! und Frau

durchaus umgebaut werden Die früher in dem Die t lüfjseHerftraffe Nr 32,

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Schulkuchen untergebracht nut den erforder- I -W“ oeicgteoen jem.

Men Nebenräumen für die Aufbewahrung der I Der Winterfahrplan, Speisen. Daneben ist ein großer Raum, wo die I ber morgen in Kraft tritt, liegt als Plakat- Schülerinnen ihre Fahrräder unterbringen können I sahrplan der heutigen Nummer der Fuldaer und außerdem die Speisen vorbereiten, wie Kar- I Zeitung bei. Den Taschenfahrplan derFul- toffelschälen, Gemüseputzen und dergl. Neben der I baer Zeitung haben unsere Leser in der Stadt Küche ist die Zentralheizungsanlage eingebaut. I bereits gestern erhalten. Unsere auswärtig en Im Zwischenstock zwischen Küche und Erdgeschoß I Bezieher erhalten ihn anfangs nächster befinden sich weiter mit gesonderten Zugängen die I Woche.

verschiedenen Aborte, ferner ein Fahrradunterstell- I «hmftnaften

M ias erÄf? e^äft S^ber ® nffnung für fahrpläne in Kraft.. ™

den Hausmeister einen etwa 70 Quadratmeter gro- I Kr^postsah^lan wird besonders sm kf g ffen Saal, zwei Klaffenräume von etwa 35 Qua- mackft a) Krafipost S chlitz-F ul da • bratmeter Größe, ein Nähmaschinenzimmer, ein I ten Postamt Schlitz Wochen ag • ^Mährten Sonf^imm« für di- -chr-r. ,°mi° di- M°. 2«.«®

tenalienausgabe. I -LN yl 07 bi Kraftvost Schlitz-

Jn den zwei Obergeschossen find neun Klassen- Nr ab aOun ^Mährten Schlitz Postamt 12.40 zimmer ausgebaut worden. Das Amtszimmer des I u.r 9in Numbaun Bahnhof Direktors ist im 1. Stock untergebracht, ebenso er- fotote Montags 510 Uhr DuMaun B^nyos h-lt-n die 'üehrer und Lehrerinnen getrennte Aus- ™3 unb 19 45. bS Ä-

enthaltsräume. Für Bibliothek, Stenographie- \ ^°!.. 39;45sirtol^ntt«T.r.-npn »nbiat bre Fahrt unb Schreibmaschinenur^erricht, Unterbringung der geführt. An de» übrigen Tagen endigt Lehrmittel ufm. sind jeweils besondere Räume I in Langenschwarz.

vorgesehen. Die Garderoben sind in Nischen ein- I Die Deutsche Reichspost.

gebaut und gegen den Flur durch Schiebetüren I Die Deutsche Reichspost veröffentlicht soeben verschließbar. I if)ren Geschäftsbericht über das Rechnungsjahr 1928

Das gesamte Grundstück ist etwa 8 000 Qua- I J 192g bis 31. März 1929). In dem Bericht bratmeter groß. Die Kosten betragen einschließlich I to-rb bas Fortschreiten der Rationalisierung im des Gebäudes etwa 81500 -K. Der Wert des Ge- I (gereifte der Deutschen Reichspost behandelt und bäudes allein beträgt hierbei 32 600 J*.. — Für I Aufschluß über die Entwicklung des Befchaffungs- ben Umbau einschl. der Ergänzung der Jnnenein- I äffens und des Gesamtverkehrs gegeben. Beson- richtung haben die städtischen Körperschaften den bers behcmbelt"erben das Krastfahrwesen, zumal Betrag von 100 000 <M zur Verfügung gestellt, so I bie Landkreisposten, das Luftpostnetz und der daß also Fulda eine Berufsschule für die Gesamt- I siuftvostverkehr, der Postscheck- und der Fernsprech­kosten von rd. 135 000 J*. erstellt hat. I öcrfebr sowie das Funkwesen. Wie schließlich aus

Der Dezernent bet Regierung erkannte bie ge- betn Geschäftsbericht hervorgeht, sind in dem Be­schickte unb gute Lösung an unb auch der Prenff. I rickstsjahre bei der Deutschen Reichspost etwa über Minister für Handel unb Gewerbe, dem bie Pläne I 2 2 Milliarden Mark eingenommen worden. Der mit ber Bitte um Zuschuß Vorgelegen hatten, hat meroinn beträgt 235/86 Mill. Mark, wo- ausbrücklich hervorgehoben, baff zu dem eingereich- n 120 Mill Mark an das Reich abgefuhrt, ten Projekte, — das vom hiesigen Stadtbauamte I 115 86 Mk. in Neuanlagen investiert worden aufgestesit wurde, das auch den gesamten Umbau I «/ durchführte, — in technischer Beziehung Nichtsein- I 1 ' .. .

zürnenden sei. Freilich muff zugegeben werden, I Kurhessischer Landgemeinde tag. .

baff einem Umbau immer einige Unvollkommen- I Am 12. Oktober dieses Jahres findet m Der . heften anhaften, bie bei einem Neubau vermieden I Festhalle des Stadtparks in Efchwege . Der werden. Allein, wie bte wirtschaftlichen Verhält- I vierte kurhessische Landgemeindetag statt. Bei Der niste z. Zt. liegen, wäre es für die Stadt Fulda I Tagung werden der Präsident des LandgemelnDe- durchaus unmöglich gewesen, jetzt einen Neu- I Verbundes, Dr. Gehrke, und der Prastderft des bau aufzuführen, zumal, wenn man bedenkt, daff I Landesarbeitsamtes in Frankfurt a. M., Dr. E n g- beispielsweife die neue Berufsschule in Berge- I [ c r t, sprechen.

darf, einer Stadt von etwa 20 000 Einwohnern, ohne Inneneinrichtung rund 781000,00 Mk. kostete. Wenn die Gelegenheit des Ausbaues der Ziegler- schen Fabrik nicht wahrgenommen worden wäre, würde auf ein «*-**.«*

einer Berufsschule nicht gedacht worden sein. So