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Fuldaer Zeitung

so

Die Reparationsbank hat ihre Arbeit ausgenommen.

D.L Totenmaske Dr. Stresemanns, abgenommen von Prof. Lederer.

5,nnt«g. den 6. 0tt°d°c 1929.

S)inft sie auch, es kommt die Rache, Schleicht sie auch, es kommt die Sühne, Menschentrutz, der Turm von Babel, Ward zur warnenden Ruine. (So ähnlich.)

Etwas Aehnliches erleben wir jetzt in unseren Stadtstaaten. Der Städtetag gleicht schon einem Reichstag. Es scheint, daß wir bei dem Bemühen, I die alten Fürstenstaaten von der deutschen Land­karte weazustreichen, von dem Schalk der Geschichte I irgendwie betrogen werden. Statt der 26 Länder I und Ländchen haben wir nun schon eine viel gro- I ßere Zahl von Stadtstaaten, deren Eh ess zum I Monarchen nur der Titel fehlt und die Erbfolge I Aber das kommt so mit der Zeit schon von selber. I Ich sage das gar nicht aus Groll oder Verstim- I mung heraus. Es ist hier das gleiche Gesetz, wie I in der Wirtschaft. Auch die einfachsten Leute lie­ben geradezu einen tüchtigen Bürgermeister. Sie wissen, was von ihm abhängt. Er soll nur ern gutes Gehalt haben. Er soll nur wohnen wie tn einem Schloß. Er ist eben „unser" Bürgermei- ster. So fühlt das Volk. In Spanien sah einmal ein Reisender eine großartige Prozession, und es wurden die kostbarsten Fahnen und Religuien- schreine darin getragen. Der Reisende dachte, es müßten die armen Hirten und Bettler jener Ge­gend gegen solche Pracht protestieren, aber was hörte er? Einer dieser Aermsten stieß ihn an, rotes auf die Fahnen, auf die Ornate, auf all das fun­kelnde Gold, Brokat und Silber und sagte trium­phierend: Das ist alles ist unser, unser ist es, das alles! ....

Der Tendenz unserer Städtetagung darf man sich freuen. Es geht auf Selbstverwaltung, auf De­zentralisation. Man erinnert sich daran, wie jede Stadt ein lebendiges Ganze ist. Die Straßen sind darin wie die Adern, und die Drähte rote die Ner­ven. Mächtige Bücher von Ingenieuren sind er­schienen, die uns darauf aufmerkfam machen, rote viel Sinnlosigkeit es noch gibt im ganzen Aufbau der Städte, in der Ordnung, im Verkehr. Was sollen die Bahnhöfe mit dem Lärm und dem Oalm auch mitten zwischen den Häusern? Warum darf jeder Motorradbesitzer an jeder Ecke einen zu Tode fahren, wie man das Tag für Tag tn der Zeitung liest? Man betrachte die Stadt, dte sich die Ameise anlegt oder die Biene, wie viel voll­kommener ist sie, als unser Werk! Bor allem ha­ben die Städte, die jetzt ihren neuen Aufschwung nehmen, es weitgehend in der Hand, recht viel Na­tur mit in die Stadt einzubauen. Eine jede Groß­stadt sollte ihre Gruga haben! Es geht voran.

bei uns und im Ausland. Weichen Treu und Mau- ben in den Betrieben und betrügt man den nun« den, so wird man bald auch den Compagnon hw- tergehen, und da hilft dann keinerlei Kontrolle mehr. Ich will hier nur sagen, daß alle diese Dinge nicht so einfach liegen, wie die gewis­senlose Demagogie sie darstellt. Wie sagte doch der Dichter, der liebe und wackere Friedrich Wil­helm Weber, der den Uhu, den gelben Neidhard, genau gekannt hat:

3. Stolt

Druck der Fuldaer Acttendruckeret, Fulda.

Erösfnungssitzung des Organisationskomitees in Baden-Baden.

Bild in der Mitte). _____________________________________________—

gezeichnet werden!

Hab ich nicht wieder zu viel Stoff? Muß ich nicht noch erzählen, wie sich meine Mondgondel auf den Rhein herabgesenkt hat, wo sich auf fest­licher Terrasse die Vertreter der Jungfrauenver- einiqungen zusammengefunden hatten? Einst hat die Frau sich aufgerafft, um dem Mann zu glei­chen Heute hat sie bereits die Mannwelberet überwunden und denkt an ihr eigenes Ideal. Dort faßen die angesehensten Vertreter aus allen Lan­den der Oberbürgermeister von Düsseldorf mitten unter ihnen, und 'der Landeshauptmann ließ gra­tulieren. Nur nicht verzweifeln, es wird schon gearbeitet, und kaum sind die Frauen nach Hause, da ruft schon, ein anderer Marschall Vorwärts seine Iungmannen zusammen, und habe ich auch nur das Programm gesehen, auch da wehen Fay- nen, die sich wieder stolzer heben, und Begeisterung | flammt auf und starker Lebensmut. Dazu der neue Bischof in Berlin, man denke nur, tn Berlin! Kommen wir weiter oder nicht? Natürlich kom­men wir weiter! Unb wenn irgendwo eine reli­giöse Feier ist, eine Papstfeier, scheint doch die goldene Herbstsonne auch zur Zeit der Kommu- I nalwahlen. Und schnattern wild gegeneinander I die Parteien, so lachen sich die Stare einen Ast I und schwätzen von tausend Dingen und halten end- I los lustige Wahlversammlung ... Es geht halt

Rund um die Woche.

«Vt Mann von früher. - DireklorengehSller. - Stadtstaat und ttäbtelacu — Tagungen von Iungmannen nnd Jungfrauen am «hem. 5100 Am die fettesten Würmer.

«ommt da von Zeit zu Zeit ein Mann zu nur. l "rett gebaut, ein wenig dienert^, aber 5 l lnmvathisch. Er hat auf kleinen Büros in ^Vorkriegszeit gearbeitet und erzählte wir rote 6er ;Ln einst geschätzt hat. Immer wenn Adrei- !^n"on Kaiser' Wilhelm oder an den Papst zu Reiben waren, dann hat man ihn gebeten, und

nat mit seiner Künstlerhand geschrieben uno gezeichnet, und darauf ist er heute noch stolz und reiat mir so ein Schreiben an den Kaiser! Ehrbar, «eißia und beschränkt ist er, ein kleiner Mann, aber mit er so kommt, da erinnert er mich an eme sru-

Zeit. Diele Menschen sterben aus. Die Mark, jch ihm jedesmal gebe, wird ihn etwas langer „m Leben erhalten. Er wird davon einmal eine °ute Suppe essen. Aber sie wird nicht hindern, dieses Geschlecht ausstirbt. Ein und für alle Mal sind wir in den großen Wirbel der Dinge fi'lieingerissen. Du läufst mit oder du liegst dane­ben So innig ist die Schicksalsgemeinschaft der Menschen. Rast bte Menschheit, du mußt auch ra­sen, bis sie müde wird, dann kannst auch du wie­her' ausruhen. Wann wird das sein?

Zwei aroße Banken haben sick. vereinigt. Es w»rden wohl noch mehr hinzukommen. Man er­schrickt vor der Macht, die da nun steht und die nicht nur das Los der Angestellten in der Hand hat, die nun für ihren Posten zittern, sondern zum auten Teil den Lauf der Wirtschaft und des Staatsschiffes selber. Man braucht nicht an eigent­liches Machtstreben dabei zu denken, geht doch der­gleichen zwangsläufig vor sich, und zroangsläuäg wird Arm unb Reich lich immer weiter von ein­ander entfernen. Das Problem des Reichtums unb feiner Verteilung wird nicht dadurch gelöst, daß man etwas über die hohen Gehälter der Direkto­ren spricht. Ich glaube, daß diese Gehälter in vie­len Fällen zu hoch sind. Ich zweifle aber, daß alle jene, die sich darüber beklagen, auf dieses Ge­halt verzichten wiirden, wenn sie es bekämen. Verzichten sie aber nicht selbst, wer will sie dazu zwingen? Sind gewiß bei solchen Gehaltsempfän­gern einige geistige Nullen und spielt gewiß auch üble Vetternwirtschaft eine Rolle, die eigentlich füh­renden Köpfe sind unentbehrlich. Sie können im Grunde fordern, was sie wollen. Zahlen wir sie in Deutschland nicht gut, sie finden solche Gehälter auch anderswo. Es hilft auch nicht, die Steuer­schraube onmsetzen. Es ist doch ein Leichtes heute, fein Kapital ins Ausland zu flüchten, und das ist das schlimmere stehel. Auch bei den höheren Beamten liegen die Dinge ähnlich. Sind die Ge­hälter nicht irgendwie entsprechend, so gehen die fähigen Köpfe weg vom Staat in die Industrie. Dennoch werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen, und das, auch wenn man nicht gleich an die Revolution denkt, die das ganze Snstern über­rennt. Nein, von innen her wird es sich rächen trenn man mit dem zunehmenden Besitz nicht auch den Menschen bildet und ihn lehrt, mit feinem Reichtum richtig umzugehen. Was haben wir für Millionen-Skandale erlebt in den letzten Tagerr

um die fettesten Würmer . . - und bas rvejß Amsel, Drossel, Fink und Star. Wozu sich dar- £ aufregen? Der Mann im Monde.

5um Tode Stresemanns.

Es gibt auch außerhalb Berlins schon allerlei. was 1 sich durchaus sehen lassen kann, und die Reichs- | Hauptstadt wird schier netbifct), und es ist schon populär für einen Minister, wenn er einen Obe^ bürgermeifter am Rhein zur Ordnung ruft, ich meine, das ist populär in Berlin 7~ ™r aber mer­ken uns die Leute vor, bte auf solche Weise aus»

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-Das sind ja schöne Aussichten," sagte unser junger deutscher still vor sich hin; „unter diesen Umständen

genug zum Bewußtsein kommen.

Nach einer halbjährigen Ausbildung wurde Hälfte des Regiments nach Dover verlegt, von wo aus die meisten Militärtransporte nach den Kolonien ver­laden wurden. Gewöhnlich ließ man die neuen Trup­pen, ehe sie ein volles Jahr ausgebildet waren, nicht nach dem Auslande abgehen; aber der Bedarf an Nach­schub schien gerade damals besonders dringend zu sein. Schon einige Wochen später, als die Verlegung nach Dover erfolgt war, verbreitete sich das Gerücht, daß die Ausreise schon in aller Kürze erfolgen werde. Die Eng­länder führten damals Krieg gegen die Zulukaffern und andere kriegerische Völker in Westafrika, wo die Kolo­nialheere ungewöhnlich große Verluste hatten. Freilich niurden diese dem englischen Volke und insbesondere den Soldaten in der Heimat verschwiegen; aber unser Freund hatte Gelegenheit, ein Gespräch zwischen zwei englischen Offizieren anzuhören, von denen der eine eben vom Kriegsschauplätze in Afrika zurückgekehrt war.

schilderte die furchtbaren Strapazen in den wasser­losen Wüsten und die erbitterten Kämpfe, die die Ko- lvnialtruppen mit den Eingeborenen zu bestehen hat- £n- Bon dem Ersatz des vorigen Jahres sei schon über 6te Hälfte nicht mehr am Leben, und Kranke und Ver­wundete, die dem Feind in die Hände fielen, würden chonungslos und manchmal auf qualvolle Weise mas- lakriert. Selbstverständlich würde auch von ihrer Seite k«n Pardon gegeben; die Kriegführung dort sei entsetz-

An sksrmdewegles Leben.

Rach dem Tagebuche eines Jugendfreundes erzählt von Peter Selig.

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Der militärische Dienst war nicht besonders streng and wurde viel lässiger betrieben, als man es damals in Deutschland gewohnt war. Es schien, als wollte man die Soldaten, die für die Kolonien bestimmt waren, bei guter Laune erhalten. Die großen Strapazen, die ihrer dort warteten, würden ihnen später noch früh

werde ich mir es aber noch einmal überlegen, ob ich da noch weiter mitmache. Das Offizierwerdcn, was mir bisher immer vorgeschwebt hat, ist im englischen Heere nach allem, was ich bis jetzt erfahren habe, für einen Ausländer fast ausgeschlossen. Viel wahrschein­licher ist, daß man für die reichen englischen Plantagen- besitzer recht bald den Heldentod sterben darf, denn in ihrem Interesse wird doch nur der Krieg geführt. Aber wie aus der Klemme herauskommen?"

Während er, darüber nachsinnend, am Nachmittag desselben Tages in der freien Ausgangszeit dem Hafen zuschlenderte, kam ihm von dort sein deutscher Stuben- genösse entgegen, mit dem er jetzt fast auf dem Freund­schaftsfuße stand.

„Denk dir, Landsmann", rief der ihm zu, „ich habe da eben an dem Hafen einen Bekannten getroffen, mit dem ich im vorigen Jahre zwei Fahrten auf demselben Schiss gemacht habe. Sein Kahn, die „Lola, liegt gar nid)t weit von hier und geht in den nächsten Tagen zurück nach Stettin; ich hätte beinahe Lust, den Soldat an den Nagel zu hängen und wieder Seemann zu werden. D>e Geschichte in Afrika, wohin wir bald abfahren sollen, scheint mir, rote, ich gehört habe, etwas brenzlig zu sein. Um mir für die lumpigen Engländer die Knochen kaput schießen oder mir von den Schwarzen den Hals abschnei­den zu lassen, scheine ich mir doch noch zu gut zu sein, da ist es auf dem Wasser doch noch besser."

„Ja, meinst du denn, das Weglaufen vom Militär sei so einfach und ohne Gefahr", hielt ihm der andere ent- gegen. „Wenn sie dich erwischen, kommst du bis zur Ab­fahrt in strengen Arrest und mußt dann erst recht mit nach Afrika, wo du dann als „Unsicherer" nichts zu lachen ha­ben wirst. Und wenn du dann drüben fortläufst, so fällst du den Schwarzen in die Hände und dann ist es endgültig Schluß mit dir."

„Kannst' recht haben," antwortete der ehemalige Ma­trose, „aber ich habe mir die Sache schon überlegt und werde sie so einfäbeln, daß mir nichts passieren kann. Ich habe mit meinem Bekannten davon gesprochen und er sagte, daß er mir einen Platz auf ihrem Schiffe sichern könne Er wolle mit dem Kapitän sprechen, der freilich eben sehr schlechter Laune sei, da zwei Matrosen, die er für die Rückfahrt nach Deutschland geheuert und ihnen einen Vorschuß gegeben hatte, feit zwei Tagen sich nicht

mehr auf dem Schiffe haben sehen lassen. Es sei sicher, daß die Kerls Überhaupt nicht mehr tarnen und sich ver­borgen hielten, bis die „Lola" die Anker gelichtet habe. Da die Abfahrt unbedingt in den nächsten Tagen erfol- gen müsse, wäre der Mann schließlich froh, wenn er mit ihm schnell wieder Ersatz wenigstens für einen der Aus­reißer habe; ein anderer ließe sich wohl auch noch fin­den."

Da blitzte in dem Kopf unseres Freundes em Ge­danke auf: „Könntest du nicht auch die Gelegenheit be- nutzen, um aus dem jetzigen zweifelhaften Verhältnis herauszukommen?" Aber würde ihn der Kapitän mit- nehmen, da er doch von dem Dienst auf dem Schiff noch keine Ahnung hatte; auch nicht soviel Geld besah, um die Reise als Passagier machen zu können. Er sagte dem Matrosen, daß er ebenfalls keine Lust habe, nach Afrika zu gehen, jedoch nicht wisse, wie er sich frei machen könne.

„0," rief da der andere, „das ist sehr einfach; du gehst ebenfalls mit aufs Schiff: der Kapitän wird dich schon nehmen, wenn du bei den Arbeiten unter Deck helfen willst. Dafür kann ein anderer, der auch den äußeren Dienst kennt, die Stelle oben ausfüllen Da spart der Führer noch die Heuer für den zweiten Matrosen, denn eine besondere Bezahlung außer freier Station wirst du wohl nicht bekommen."

„Das will ich auch nicht", war die Antwort, „wenn ich dadurch nur aus England wegkomme, dann ist es mir schon genug".

„Abgemacht", sagte der Matrose, „ich werde meinen Freund davon verständigen und er wird die Sache bei dem Kapitän in Ordnung bringen. Wir selbst dürfen uns freilich nicht in Uniform bei dem Schiff sehen lassen, weil es Verdacht erregen würde, zumal bekannt ist, daß unser Regiment demnächst nach Afrika geht. Wenn die „Lola" zur Abfahrt bereit ist, werden wir uns am Abend vorher in Matrosenanzüge werfen, die uns mein Freund in eine Schenke am Hafen hin besorgen wird. Dann gehen wir aufs Schiff und wenn mir erst auf hoher See sind, kräht kein Hahn mehr nach uns".

Der Plan gelang: am selben Tage, als die „Lola und mit ihr die beiden Ausreißer nach Deutschland abfuhren, traf der Befehl bei ihrem Regiment ein, daß am nächsten Abend die für Afrika bestimmten Truppen sich zum Verladen auf dem Schiff bereit au halten hätten. In­

folgedessen durfte niemand mehr die Kaserne verlassen. Die beiden Deutschen aber waren in Sicherheit; sie schwammen längst auf der Nordsee.

Soweit war nun alles gut gegangen: aber das dicke Ende kam nach. Während in den ersten Tagen der Fahrt gutes Wetter und günstiger Wind für den schon ziemlich alten Segler herrschte, setzte plötzlich im Skagerrak ein furchtbarer Sturm ein, so daß die Mannschaft kaum noch Zeit hatte, die Segel zu reffen. Haushohe Wellen schlugen über das Schiff, das in allen Fugen krachte, der Besan­mast brach und ging über Bord. Er mußte schnell ge­toppt werden, wobei ein Matrose von der See roegge» spült wurde. An eine Rettung war bei dem fürchterli­chen Wetter nicht zu denken; er wurde von den Wogen verschlungen. Nur einmal noch tauchte der Kopf des Un­glücklichen in einiger Entfernung vom Schiffe auf; meine ihm zugeworfene Rettungsleine erreichte ihn nicht, das nasse Grab schloß sich über ihm für immer.

Unser neuer Schiffsjunge war während des Sturmes unter Deck gewesen, wo er bei dem furchtbaren Stampfen und Schlingern des Schiffes von einer Ecke in die andere geworfen wurde. Es war ihm zum Sterben elend zu Mute, denn durch das Schwanken und Stürzen des Fahr­zeuges war bei ihm die Seekrankheit zum vollen Ausbruch gekommen. Er klammerte sich an Tische unb feststehende Gegenstände; sein Kopf brannte und alle Glieder waren ihm wie zerschlagen. Zudem drang Wasser durch b;e Decklucke herunter und auch im unteren Schiff giaudte er ein verdächtiges Gurgeln zu hören, als ob das «chM ein Leck habe. Da ertönte auf einmal von oben em brül­lender Ruf: „Brown, an Deck kommen". So schnell er konnte raffte er sich auf und kletterte die Treppe hinauf. Noch war er nicht oben, da machte das Schiff eine Be­wegung als ob es kentern wolle, und er wurde wieder hinuntergeschleudert. Alle Knochen waren ihm wie zer- schmetteri; aber trotzdem versuchte er sofort wieder den Aufstieg. Endlich gelangte er an Deck unb sah hier die greuliche Verwüstung, die der Sturm in der kurzen Zeit eingerichtet hatte. Die Reeling war auf der einen Seite weggeschwemmt, von dem einen Mast stand nur noch ein Stumpf und von dem andern hingen zerbrochene Raaer und zerrissene Taue herab. Einige Matrosen mühter sich, die losen Sachen wieder festzumachen, die ander» aber arbeiteten wie rasend an den Pumpen.