St 220.
Kormkag, den 22. September 1929.
Fuldaer Zeitung
3. Bla«.
Druck der Fuldaer Ackiendruckerei, Fulda.
Rund um die Woche.
Das Dasein ohne Sonntag. — Justizia und Menschlichkeit. — Christliche Bomben. — Pazifistisches. — Roch einmal Konnersreuth. — Die
Mussolini in der englischen Karikatur.
Zu Mussolinis Entschluß, sieben von den Ministerien, die er bisher selbst leitete, mit neuernannten Ministern zu besetzen, bringt der „Daily Expreß", London, nachfolgende Karikatur.
>o.
M Wiedersehns
-Sie mich bald wieder
PB ERTREFfEN
L,)'
7
Einhertliches Lebewohl!
Sie haben mir als Wirt-
Mussolini verabschiedet die zurückgetretenen Minister.
Die Villa auf dem Wolkenkratzer
WilSiclm Bc§§
dauernd aus
jSchluß folgt.)
SÄ
JCH Konnte mir nie - MALS EINEN BESSEREN Aussenminister wünschen
So, und nun an die - ARBEIT, QENiTOj*
einen Sinn hineinzulcgen, den der Schäfer selbst nicht kannte.
Mit einem Male durchfuhr es ihn wie ein elektrischer Schlag. Seine Augen blitzten und seine Muskeln strafften sich. Hart faßte er den Arm des Ingenieurs und flüsterte ihm ein paar Worte ins Ohr. Marings Blicke bekamen sofort Leben: „Das ist nicht unmöglich, und wenn es wahr ist, dann behalten Sie recht, dann wird der Warphof neu erblühen, und ich werde noch einmal wieder jung!"
„Zeppelin - Andacht"
Fassadenputz - Innenstuck Rabitzarbeiten Leichte Zwischenwände Baumaterialien Reparaturen
geheuer viel Schaden und auch Herzeleid zugefügt hatte. In Detmar lags von jung auf; nicht allein das Temperament zwang ihn zum Kampfe, sondern auch das Schicksal. Er war unterlegen ...
Was nun? Gero spannte sein Denkvermögen auf das Aeußerste an. Barmittel waren nicht vorhanden; die Ernte wurde schlecht in diesem Jahre; aus ihrem Ertrage ließen sich nicht die Mittel schöpfen, die für eine wirklich neuzeitliche rationelle Bestellung der Felder, Pflege der Wiesen usw. erforderlich waren. Allerdings war inzwischen ein großer Teil des Landbesitzes nach Detmars Methode verpachtet worden, und näher rückte der Zeitpunkt, an dem die Rückzahlungen der entliehenen Gelder beginnen mußten.
Der neue Warphofbauer war sich vollständig klar darüber, daß er auch bei angestrengtester Arbeit und zweckmäßigster Bewirtschaftung nicht in der Lage sein würde, die vereinbarten Termine einzuhalten. Gewiß, der Warphof besaß noch genügend Ländereien, aus denen sich durch Verkauf oder Verpachtung die Betriebsmittel für das kommende Wirtschaftsjahr entnehmen ließen, aber das hieß nur, den Grundbesitz weiter schmälern. Tat Gero das, und zahlte seine Gläubiger ab, so würde er günstigenfalls das altverpachtete Land wiedererhalten, um das neuoerpachtete zu verlieren. So ging die Sache nicht, aber wie?
Gero war nicht mutlos, doch vergeblich zermarterte er fein Gehirn, um ein Mittel zu ersinnen, was den offenbar nicht zu vermeidenden Zusammenbruch des Warphofes verhindern konnte.
Unwillkürlich hatte er nicht auf den Vater gesehen, sondern sinnenden Blickes zum Fenster hinaus. Nun schaute er dem Vater wieder voll in die jetzt so ruhigen, edlen und im Tode noch kraftvollen Züge — lange Zeit.
Und dann war es ihm, als ob es seine Kindes- und Ehrenpflicht fei, noch einen Versuch zu machen, das Werk zu retten, für das der Vater gelebt hatte und gestorben war. Es kam ihm wie Treulosigkeit vor, jetzt alles ohne weiteren Kampf liegen zu lassen, was dem Vater das Leben bedeutete.
Ein Mann erschien in der Tür und näherte sich dem Bette. Cs war ein alter, müder Mann, der Ingenieur Maring. Dem reichte Gero die Hand: „Viel Unglück aus einmal. Aerr Marina: Vater tot, der Warphof
fen wir aus der Haltung gegeneinander unsere bessere Gesinnung erkennen, so wird schon alles recht sein. Ich glaube nicht, daß die Allgemeine Rundschau, obwohl der Herausgeber das Beste will, hier alle Zusammenhänge richtig sieht.
Noch ein Wort über Konnersreuch. Ich sage doch nichts dagegen. Ich freue mich des Guten, das da geschieht. Ich warne nur davor, einer Erscheinung, die wir bis zum Letzten noch nicht beurteilen können, einen Wert für die christliche Glaubensüberzeugung beizumessen, den sie nicht hat und jedenfalls jetzt noch nicht hat. Das bei aller Liebe zu der leidenden Resel, die ich doch selbst besucht habe. Wären alle ihre Verehrer so vernünftig wie sie, so wären wir schon einig. Sie hat oft genug gesagt, daß dieses alles auch von ihr genommen werden könne. Sie hält sich nicht für eine Heilige, und das ist vielleicht das Heiligste an ihr ... . Wieviel hätte ich gerade heute noch zu sagen, aber mache die liebliche Frage eines Kindes den Schluß, das beim Kirchengeläut, das die Ankunft des „Graf Zeppelin" verkündet, treuherzig fragte: „Wann beginnt denn die Zeppelin- Andacht?" .... Dabei hat es so entzückt ausgeschaut. daß man darüber vergessen konnte, wie tiefsinnig im Grunde diese Frage sei ... .
Der Mann im Monde.
spräche, es würde wirken wie eine Bombe. Wenn heute die Parteien jene Leute, die nun einmal wirklich kompromittiert sind, die, wie man so sagt, Dreck am Stecken haben unb so, daß jedermann es weiß, Leute, denen ein noch so glückliches Privatdasein gegönnt sein mag, die aber für Führerstellen nicht mehr geeignet sind, wenn also heute die Parteien alle jene Leute rücksichtslos vor die Türe setzen, es würde wirken wie eine Bombe. Wenn jedes christliche Haus sich morgen eine Zeitung bestellte, wie sie sich für ein solches Haus gehört und wenn es alles andere einfach aufbestellte, wenn die Christen an den Bahnhofsständen und in den Buchläden nur gute und wenigstens anständige Bücher und Illustrierte kauften, es würde wirken wie eine Bombe. Wenn jetzt für die Kommunalwahlen alle jene, die im privaten Leben eine Idee vertreten, sich sagten, daß man das auch im öffentlichen Leben tun müsse, daß man eine Stadt und ein Gemeinwesen überhaupt nicht nach den Forderungen wirtschaftlicher Konkurrenz, sondern nach denen des Gemeinwohl, also nach politischen Forderungen verwalten müsse, und wenn die Christen auf einmal in dieser selbstverständlichen Sache einig wären, es würde wirken wie eine Bombe. Das sind so einige Höllenmaschinen, die man sich bei mir bestellen kann. Sie werden gratis und franko ins Haus geliefert, und ein Gesetz zum Schutze der Republik wird nicht mehr nötig sein. . . .
Da ist übrigens noch eine heikle Suchst, ich meine die belgischen Skandale, die bei uns jedermann kennt, jene Skandale, die von unfern Truppen gleich nach dem Einmarsch in Dinant, in Löwen und in Tamines, gegeben worden sind. Es gibt nun einige, die, wie die Allgemeine Rundschau, diese Skandale heute wieder hervorholen und verlangen, es solle Deutschland vor aller Welt mea culpa sagen. Gut, aber dann soll das geschehen auf einer Bersammlung, wo sich alle am Kriege beteiligten Nationen in dem gleichen Bekenntnis zusammenfinden. Nicht, daß sie Sühne fordern von unserem Volke, nicht, das nehme ich diesen Vertretern übel, wohl aber, daß sie vor aller Welt den Anschein erwecken, als seien wir das einzige Volk, das Sühne zu leisten hätte. Schließlich sind diese Verbrechen, ästch wenn sie einigen Hunderten von Unschuldigen das Leben gekostet haben, doch nur ein Geringes gegenüber jenen, die auf den Vertretern der Rüstungsindustrie lasten, soweit sie einfach des Mammons wegen zum Kriege getrieben hat. Gab es die nur bei uns? Wie es übrigens in den andern europäischen Ländern nur eine ganz lächerlich kleine Zahl von Pazifisten gibt, so habe ich noch keinen Engländer, keinen Franzosen, keinen Polen, keinen Italiener getroffen, — und wer hat sie getroffen? — der an sein eigenes Volk ein Ansinnen stellte, wie es hier an das sowieso schon so gequälte deutsche Volk gestellt wird. Und wo haben die andern Völker jenes beispiellose Kriegsverbrechen der Verleumdung, das die ganze Welt verpestet und unfern deutschen Namen auf das Niederträchtigste geschändet hat, jemals wieder gut gemacht? Wo haben sie die Hungerblockade bedauert, die Millionen von Kindern und Unschuldigen zum Siechtum verurteilt hat? Wo haben sie Sühne dafür geleistet, wo haben sie Abbitte getan? Sagen wir nur alle, daß wir vor Gott schuldig sind, sagen wir es Gott, las-
ruiniert und Sie--? Ihnen ist es auch ans Mark
gegangen."
„Ja, Warphofbauer," war die Antwort, „es ist wohl so. Das einzige, was den Warphof gerettet hätte, war das Gelingen der Entwässerung. Man nennt das Ding ja Sumpfmoor, aber Moor enthälts nicht viel, wie Sie wissen, sondern nur Schlamm, der, trocken, mit wenigen Mitteln zu fruchtbarem Ackerland gemacht werden könnte. Das wußte dieser stille Mann hier so gut wie wir, der sich nach langem Zweifeln zum Glauben an das Werk durchrang. Und so stark er war, der Zusammenbruch mußte ihn vernichten. Es hat keinen Zweck, um die Sache herumzureden. Wir stehen vor dem Anfang vom Ende, und es dürfte niemanden geben hierherum, der etwas anderes glaubt, — niemanden — bis auf einen."
„Lieber, alter Freund," sagte Gero und zog den Ingenieur am Arm zur Tür hinaus, „ich bin jung und kräftig, ich will mich nicht unterkriegen lassen, und i'.} lasse mich nicht unterkriegen. Oft hat der Visserhof seit Hunderten von Jahren schlimme Zeiten erlebt, meineVor- fahren waren stark und tatkräftig genug, dem Schicksal den Endsieg abzuringen. Sie haben es stets geschafft, wenn auch mancher, wie mein unglücklicher Vater, im Unstern dahinging. Mancher Visser unterlag im Kampfe, aber der Warphof besteht heute noch, und ich vertraue, er wirb auch weiter stehen und neu gedeihen. Und wenn nur einer da ist, der an das Wiederhochkommen glaubt, so genügt mir das. Wer ist es Maring?"
Maring wies mit der Hand durch das große Dielentor. Dort lehnte der Schäfer Wiard. Schnellen Schrittes trat Gero auf den Alten zu, packte ihn bei den Schultern und sah ihm voll in die Augen: „Nicht wahr, Wiard, der Warphof wird nichi untergeben?*
Der Schäfer schüttelte den Kopf. „Nein, Bauer, das wirb er nicht. Aber wenn bein Vater zur Ruhe gebracht ist, bann komm heraus zu mir; ich will bir zeigen, wo ber <5umpftobolb wohnt; aufsuchen unb finden mußt du ihn selbst. Und gelingen wirb es bir! Ich weiß bas nicht, aber ich sehe es vor mir: Der Sumpf wird bir untertänig; bein Vater war fein letztes Opfer."
Maring hatte sich kopfschüttelnb abgewanbt.
In diesem Sinnen stand Gero da. Angestrengt dachte er nach über die Worte des Alten, und er bemühte sich.
Die Beerdigung des mächtigen Detmar Visier bot den Teilnehmern eine große Ueberrafdjung, denn der neue Warphofbauer sagte sich von den alten überlieferten Gebräuchen los.
Die Leiche Detmars hatte Gero nicht auf ber Diele aufbahren lassen, fonbern im Schlafzimmer des Vaters. Dorthinein mußte gehen, wer von bent Toten Abschieb nehmen wollte. Gero ftanb neben bem Sarge md brückte bie ihm bargebotenen Hände. Aber die üblichen Redensarten, von denen sich sogar der selbstherrliche Detmar nicht freigemacht hatte, als da sind: Seid bestens bedankt, oder: Ja, traurig ist es wohl und dergleichen Gemeinplätze, sprach Gero nicht, er blieb stumm.
Das fiel auf. Man blickte sich erstaunt an: Was waren denn das für Neuheiten? Und eine Leiche gehörte doch auf die Diele!
Nun kam die größte Ueberraschung! Als die Trauernden sich niedergelassen hatten, erschienen die Mägde des Warphofes mit riesigen Schüsseln belegter Butterbrote unb buftenbem Kaffee. Aber ber Kaffee würbe nicht nur zu ben Frauen. gebracht, fonbern auch zum Tisch der Männer, — die Schnapsslasche blieb aus. Es hätte nicht viel gefehlt, so murrte man laut. Gewiß, es sah böse aus um ben Warphos, aber eine solche Feier, ohne etwas Warmes zu essen, für einen so an- gesehenen Mann wie Detmar, das war eine Schande für den Warphof und eine Beleidigung für die Gäste! (Sine Weile zögerte man, zuzugreifen. Dann aber ent, deckte einer der Kolonisten Büchfenlachs auf einem Butterbrot; er griff zu unb hieb ein. Da war ber Bann gebrochen, die gewaltigen Teller würben leer, wieber gefüllt unb abermals leer. Die „Flasche" aber blieb
Brähler & Nüchter
Inh. H. Nüchter im Friedhofsgässchen — Fernsprecher 284
Am Steinweg.
Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllülilllllllllllllll
|JHRE TÄTIGKEIT ALS WKAWKN BEDAUERE Sie zu VERLIEREN ,/x
Tagungen
-- Tagung des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes in Marburg. Zur Zeit findet in 'Marburg die 16. Generalversammlung des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes statt, mit ber zu gleicher Zeit die Feier des 30- lährigen Bestehens des Bundes verbunden ist. Aus diesem Anlaß sind aus ganz Dmtschland Vertreterinnen eingetroffen. Die Tagung wurde mit einem Begriitzungsabend im Stadtsaal am Donnerstag eröffnet. Die Tagung wird geleitet von ber 1. Vorsitzenden Paula Müller-Otfried, M. d. R.
In einem soeben erschienenen interessanten Werk des französischen Schriftstellers Alfred Poizet „Vom Klassizismus zum Symbolismus" lesen wir das bemerkenswerte Wort: „Nicht die Wissenschaft ist es, die die Menschen irreligiös gemacht hat, sondern die Menschen sind es, die die Wissenschaft irreligiös gemacht haben." Dieses Wort könnte man auch anwenden auf die Wirtschaft und auf die Technik im besonderen und auf unsere ganze neue Zeit: „Nicht die modernen Erfindungen sind es, die die Menschen irreligiös gemacht haben, sondern die Menschen sind es, die diese Erfindungen nicht restlos in den Dienst Gottes gestellt haben." Den Gipfel dieser Art Irreligiosität hat Sowjetrußland erreicht, indem es ab Oktober 1929 offiziell den Sonntag abgeschafft hat. Nicht mehr die alte fromme Tradition soll die Ruhetage bestimmen, sondern einzig der Produktionsprozeß. Noch fünf revolutionäre Feiertage wird es im Jahr geben, und man wird an ihnen statt, der herrlichen Liturgie die Marseillaise singen. So wird das arbeitende Volk um sein Heiligstes betrogen und der Arbeit auch die letzte göttliche Würde genommen. Die sonst so klugen Leute der Sowjetregierung werden schon merken, wie sie sich hier verrechnet haben. Gerade dieses Dekret wird die russische Kirche wie kein zweites stärken, genau so wie jene sozialistischen Umzüge hei uns, die am Sonntag die rote Fahne mit ausgesprochenem Klassenkampfgefängen durch die feiertägliche Landschaft tragen, auch dem einfachsten Bauern und Arbeitsmann zeigen, wohin die Reise gehen soll. —
Ein Wort zum achten deutschen Richtertage in Köln. Es ist ganz kurz und will nicht wetteifern mit den vielen Vorsätzen, die man gefaßt hat. Ich sage nur, rein menschlich und ganz unjuristisch: Habt etwas mehr Mitleid vor Gericht mit dem kleinen Mann. Die Geschichte mit dem Postbeamten und sein Versehen, für das er nun gleich ins Zuchthaus sollte, hat doch weite Kreise erschüttert. Bedenkt, wie die großen Hallunken es machen, wie viele Verteidiger sie sich halten können und welche Wege sie sonst noch haben. Das fehlt doch alles dem kleinen Mann. Ich weiß: Zucht muß fein. Ich weiß auch, wie es fo manche Beamte gibt, die wirklich nicht bloß die Paragraphen des Gesetzes, kennen, sondern auch die Gebote der.Menschlichkeit. Aber wie leicht geschieht es, daß eben doch in: ewigen Widerstreit von Recht und Liebe die Menschlichkeit zu kurz kommt. —
Halt, was ist das mit meiner Schreibmaschine? Muß doch gleich nachsehen, ob da nicht am Ende eine Höllenmaschine darunter liegt. Ich kenne Leute, die heute jeden abend ihren ganzen Bau auf Höllenmaschinen absuchen, meist solche, deren ganze Haltung keinen Schuß Pulver wert ist und die auch die übelste Revolution am Leben lassen wird. Uebrigens bin ich nicht gegen Bomben einer besonderen Art. Nur Angst, was ich meine, das ist Folgendes: Wenn heute alle Christen, die diesen Namen tragen, pünktlich ihre religiösen Pflichten erfüllen wollten und an dieiem Sonntag ohne Ausnahme in der Kirche erschienen, das würde wirken wie eine Bombe .... Wenn alle die Frauen, die es mit der christlichen Sitte ernst meinen, auch so aufträten, daß man es sähe, wie ihre Kleidung dieser ihrer Gewissensüberzeugung ent-
’LeBen Sie Uöi-.,— ------------ - --- —
MEIN MARINE-MINISTER jARBEIT ALS LUFTFAHRT- kann sie niemand (Minister! besuchen -_____ Cie- Miru Rai n u/ifDFD
Seit mehr als 100 Jahren spart man in Stadt und Land bei der
Der Warphof
und das Sumpfmoor.
Roman von Alfred Manns, Bremen.
33] ________
„Gero, mein Junge, wenn bein Vater dieses Haus hier verlassen hat,.gehe ich auch. Euch beiden gegenüber will ich nun kein Verstecken mehr spielen. Ich habe euren Vater liebgehabt, und nun er nicht weiter hier aus- unb eingeht, kann ich es auch nicht mehr. Ich ziehe zu Mette Meinert. Wer hier jetzt ben Kamps um bas Bestehen des Warphofes aufnimmt, muß jung fein und ungebrochen. Beides bin ich nicht--feit dieser Nacht!"
„Oma Timke," fiel Gero ein, „bas ist nur die furchtbare Erschütterung--die--nun ja--du wirst
bald wieder die Ruhige, die Starke sein."
„Mein Junge, die Ruhige wohl, die Starke nicht. Ich bin gar nicht so stark, wie du glaubst, war es nur, weil ich stark sein mußte, dem da drinnen zu liebe!"
Antje hatte kein Wort gesprochen. Sie gab der vollständig gebeugten Frau einen herzhaften Kuß und begab sich in bie Wirtschaft, wo halb Knechte unb Mägde ihr entschlossenes Wirken zu merken bekamen, in Küche, Ställen, Hühnerhof, Gemüsegarten — kurz, überall dort, wo Frauenarbeit vorherrschte und wo bis dahin Oma Timke unumschränkt gebot.
Gero hatte feine Pflegemutter halb mit Gewalt vor bie Türe ihrer Kammer geführt: „Jetzt legst bu dich erst hi", unb nachher bereben wir alles weiter.“ Willenlos gehorchte Timke. ■-
Als Gero allein war, begab er sich zu feinem toten Vater, bem er ins Angesicht schauen wollte, wenn er feine Gehonten ordnete. Denn bie Notwenbigkeit heischte gebieterisch Entschlüsse von ihm, bie nicht frisch genug gefaßt werben konnten.
Gebauten tarnen — Gebauten gingen. f
Dieser stille Mann mit bem wilben Blut unb bem Anruhigen Herzen hatte nicht anbers hanbeln können, als er getan. Er muhte kämpfen gegen ben alten Feinb der Visser, bas Sumpfmoor, bas bem Geschlechte fo un»
Der frühere Gouverneur von New Port, Alfred A. Smith, wollte sich eine Villa im Herzen New Parks bauen lassen. Da es nicht ganz leicht ist, in ber 5. Avenue Platz zu finden, baute er sein Heim kurzerhand auf das Dach eines Wolkenkratzers. — Nun hat er feine Villa in der „Fünften", mit wunderbarer Aussicht und Höhenluft.
giuiimiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiHiiniHiuiiniiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHHiii*
Große Auswahl in guten
| Herren-Loden-
und Gummi-Mänteln, | | Windjacken, Hosen und Joppen ■
Städtischen Sparkasse
gegr. 1825 früher Friedrichsmarkt — jetzt Bahnhofstraße Nr. 5
----------------------- Leben sie wohl.sie ____ .
SinD der beste Koloni.'SchAFtSminister die
LIWE ARBEITEN So Jus? ALMINlSTER GEWESEN, GRÖSSTE ACHTUNG AB GEZEICHNET SEJAN.OASS DEN ICH JE GEHABT HABE & ENOTlGT SAy , ich nur mit stolz davon ”
SPRECHEN WERDE
k
W L
Mi r»..