Fuldaer Zeitung
Druck der Fuldaer Ackiendruckerei, Fulda.
im Reichsgebiet (721386 Stück in Preußen) ge-
Entwicklung und Stand des Mlchkontrollwesens in Vreutzen. । «
■
Ab nach Brüssel
Holstein nichts ausrichten können.
von den Er selber er gegen
eine Ahnung, als ger geht als um
ob es um nicht mehr und nicht weni- den Versuch, den Warphof zu retten
dem blieb
Nr. 219.
Samstag, den 21. September 1929.
aus!"
Der junge Mann war mit einem Sprunge aus Bette und warf sich in die Kleider. Unbekümmert
für euch und eure Nachkommen ,das neue Viffergefchlecht Der Gero ist kein Weicher mehr; von seiner Mutter Hai er nur das Besinnliche, dazu die stolze Kraft des Vaters. Gero paßt besser in die Welt als der rasche Detmar; ei wird nicht an sich selbst zugrunde gehen."
In diesem Augenblick trat Zero zu den Frauen uni nahm Oma Timte in die Arme, zum ersten Male, feit« dem er erwachsen. Die ließ es sich gefallen, und es war ihr einerlei, wer zusah.
Nun beachte man die Tatsache, daß die einer sachgemäßen Milchleistungsprüfung unterworfenen Kühe in Preußen 1180 Liter Milch mehr.se Kopf und im Jahresmittel geben, was gleichzeitig die Tatsache, daß Milchleistungsprüsung sich als Milch- leistungssteigerung auswirkt, belegt und zu dem Rückschluß nötigt, diese Prüfungen für sämtliche Kühe nutzbar zu machen.
Die Statistik lehrt uns, daß von der Milchkontrolle nur 5,34 Prozent der in den Betrieben bis zu 20 Hektar Größe stehenden Kühe erfaßt wurden, obwobl diese Größenklassen rund 65 Prozent oder zwei' Drittel des Gesamtmilchoiehbestandes umfassen. Die 23 Prozent des Gesamtmilchkuhbestandes in den Betrieben von 20 bis 100 Hektar sind zu 35 Prozent, die 11,5 Prozent in den über 100 Hektar großen Betrieben zu 60 Prozent der
Milchkontrolle angeschlossen.
Wenn zwischen kontrollierten und nickt kontrollierten Kühen im Mittel Unterschiede im Iahres- ertrag von rd. 1200 Litern bestehen, so kann nur dann die zum Ausgleich der 500 Millioneneinsuhr von Milch und Molkereiwaren erforderliche heimische Mehrproduktion erwartet werden, wenn es gelingt, die Viehzahl der Kleinbetriebe für die Leistungsprüfung zu gewinnen. Da nun die Kosten der Milchkontrolle mit sinkender Kuhzahl steigen, vielfach aber gerade das Verständnis im landwirtschaftlichen Kleinbesitz dafür fehlt, diese Mehrauf- wendung zu tragen, so sind zum weiteren Ausbau des Milchkontrollwesens aus dem Notprogramm des Reiches und aus besonderen Mitteln Preußens 1 Million Mark bereitgestellt, die in 4 gleichen Jahresraten durch die Landwirtschaftskammern Verwendung finden, um insbesondere dem landwirtschaftlichen Klein- und Mittelbesitz entweder die sogenannte Einfachkontrolle oder die normale Milchkontrolle durch den Kontrollverein zugänglich zu machen.
Dieser Zweck wird, soweit es die Entwicklung bisher erkennen läßt, in erfreulichem Ausmaße er
reicht und damit ein besonders für den Kleinbetrieb nützlicher Schritt vorwärts getan werden. Gelingt es z. B. durch diese besonderen Maßnahmen, 200 000 Stück Milchkühe mehr unter Kontrolle zu nehmen, und bei ihnen den Jahresmehrertrag von 1200 Litern zu erreichen, so würde das eine Mehrerzeugung von 240 Millionen Litern im Jahre bedeuten, 'ein volkswirtschaftlich wie auch landwirtschaftlich wichtiger Fortschritt.
Während der Kontrollverein die unter gewissen wirtschaftlichen Verhältnisse erzielten tatsächlichen Leistungen feststellt, sind die Sonderprüfun- gen des „Deutschen Rinderleistungsbuches" dazu bestimmt, die wirklicke Leistungsfähigkeit besonders leistungsfähiger Milchkühe zu ermitteln, indem mit reichlichen Gaben besten und leichtverdaulichen Futters die den besonders leistungsfähigen Kühen innewohnenden Leistungsanlagen zur Geltung gebracht werden. Diese am 1. Oktober 1926 begonnenen Sonderprüfungcn haben bewiesen, daß das Leistungsvermögen der deutschen planmäßig gezüchteten Kuh bei entsprechender Fütterung in überraschend zahlreichen Fällen das Doppelte und Dreifache des bei wirtschaftsüblichem Futter Gezeigten beträgt. Gerade diese Hochleistungstiere sind es, die auch für den Landwirt die wirtschaftlichsten sind.
Von den bis 1. August 1929 in das Deutsche Rinderleistungsbuch eingetragenen 522 Kühen entfallen 447 Stück auf Preußen. Die größte Iah- resmilchmenge (in 365 Tagen) brachte die schwarzbunte ostfriesische Herdbuchkuh Ameise mit 13 665 Kilogramm Milch, während die Höchstleistung an Milchfettkilogramm die schwarzbunte ostpreußische Herdbuchkuh Dahlie Herdb. Nr. 169 086 mit 510 Kiloaramm = 1183 Pfund Butter in einem Jahre erreichte. Dahlie wurde ganz kürzlich von der im gleichen Zuchtstalle stehenden Halbschwester Else um 8 Kilogramm Milchfettertrag übertroffen, so daß Elle in 365 Tagen rund 1200 Pfund Butter lieferte. Dieser Rekord wurde in allerneuester Zeit von Erle Herdb. Nr. O. L. V. 5116 mit 11049 Kilogramm Milch, 5,04 Prozent Fett, 557 Kilo
gar Rindvieh auf den Wiesen ober in der Heide wurden in die Gräben und das stets aufnahmebereite Sumpf« moor geblasen. Dächer wurden abgedeckt, und was nicht fest gefügt war, wie Katenkamps Kolonistenkate, riß der Sturm einfach vom Erdboden fort und streute es in die Umgegend.
Und derweil lag Gero friedlich in seinem Bett und setzte mit glücklichem Lächeln den wachen Traum int Schlafe fort. __
Mit einem Male fuhr er auf. Es stand jemand in feiner Kammer und grub die Fingernägel in feinen Arm. Beim Scheine der Blitze sah er Oma limtes geifterblei« ches Gesicht, das er nicht wiedererkannte. Nie im Leben hätte Gero geglaubt, daß sich Timkes Züge in Angst und Schrecken so verzerren könnten, wie jetzt. Selbst damals, als sie ihre Frauenehre in den Schmutz gezogen wähnte, hatte sie äußere Würde und Ruhe bewahrt; jetzt war sie fassungslos, beinahe wie rasend.
~®ero," schrie sie. ,Du mußt hinaus in den Sturm und muht deinen Vater retten! Sofort knußt du hin-
wie Krallen gebogen, als ob er etwas greifen wolle. So eilte er hinaus in das Unwetter, dem Kanal zu. "
Gero war fertig; er rannte davon. Der wackere Tjark und noch ein anderer Knecht, die nicht hatten jchlafen können, folgten dem Warphoffohne.
Der Sturm hatte nachgelasfen, und der Regen hatte aufgehört. Der Vollmond schob hier und da sein weißes Licht durch die zerfetzten Wolken. Als der junge Mann im Dauerlauf die Tortumschleuse erreicht hatte, sah er sich nach seinem Vater um und gewahrte ihn nicht. Er stellte sofort fest, daß der Schleusenwärter in seinem Schrecken die unmittelbare Gefahr für den Kanal weit überschätzt hatte. Allerdings, an einigen Stellen neigten sich die Pfähle leicht der Mitte zu, und bei einer sah es fogar bedrohlich aus; dort stand der Pfahl erheblich schräg, und es erweckte den Anschein, als ob das ungebändigte Sumpfmoor hier den Durchbruch versuchen wolle.
Dort auf der Laufplanke, die noch intakt war, hätte Gero eigentlich seinen Vater zu sehen erwartet. Ohne zu zögern, betrat er den Bohlenweg und näherte sich jener gefährlichen Stelle.
In diesem Augenblick trat wiederum der Mond durch die Wolken. Da bückte sich Gero, und nun sah er seinen Vater; er lag im Wasser des Kanals. Er war tot! Ein Pfosten hinderte den Körper am Unterfinten.
Gero bewahrte äußerlich Ruhe und besorgte umsichtig mit den beiden Knechten die Bergung der Leiche, die eine Stunde später in der Herrenkammer des Warphofes lag.
An der einen Seite des Lagers saß Oma Timte, und ihre Hand lag auf der takten des Verstorbenen, des Mannes, der all ihr Denten von jeher erfüllte, und dem anzugehören sie aus bäuerlichem Stolze sich geweigert hatte.
Gero stand an der anderen Seite mit zusammengebissenen Lippen, und es schien so, als wenn in diesem Augenblick der Geist Detmars über ihn getommen sei. Schließlich reckte er sich und sagte mit tlarer Stimme, jedes einzelne Wort betont: „Das warst du wieder, Sumpftobold. Jetzt wehr' dich, jetzt tommt der Gero Visier!" Damit ging er hinaus.
Oma Timte aber blieb den Rest der Nacht bei der Leiche, und als sie am anderen Morgen heraustrat aus Detmars Kammer, waren ihre Haare so weiß wie die des Toten . . »
Mehr denn je steht die deutsche landwirtschast- liche Nutztierzucht in den Nachkriegzjahren in dem Zeichen des Leistungsgedankens, der über die Lei- stungsPrüfung zur Leiftungssteigerung seinen Weg nimmt. Gerade der für Volks- und Landwirtschaft bedeutungsvollste Nutzungszweig, die Rinderzucht und -Haltung, hat in der Anwen- dur.g dieses Gedankens große Fortschritte im letzten Jahrzehnt gemacht. Richt nur eine wesentliche, früher in dem erreichten Ausmaße auch in Fachkreisen kaum für möglich gehaltene Leistungssteigerung, die in den wachsenden Milcherträgen nach Fettgehalt und Menge zum Ausdruck kommt, wurde erreicht, sondern mit dem Erkenneit der leistungsschwachen und futterundankboren Milchi- kühe und deren Ausmerzcn wird auch die Wir t- schaftlichkeit der Milchviehhaltung, also die entscheidende Seite dieses Betriebszweiges, gehoben. So bedeutet die Milchleistungsprüsung bei sachgemäßer Durchführung und der richtigen Auswertung ihrer Ergebnisse Hebung des Milchertrages und der daraus fließenden Einnahmen.
Gerade diese Seite der Bestrebungen ist deshalb so überaus wichtig, weil der Erlös aus den Dkilcherträgen des Kuhstalles für die überwiegende Mehrzahl der landwirtschaftlichen Betriebe die Geldquelle für die Bestreitung der Wirtschaftsausgaben, insbesondere der Löhne usw. darstellt, zumal die in der Milchviehfütterung richtig und sachgemäß aufgewendeten Betriebsmittel und Kapitalien schneller als in jedem anderen landwirt- fchastlichen Betriebszweige sich umsetzen und aus« . wirken.. Daß aber natürlich der wirtschrftliche Erfolg des gesteigerten Milchertrages im besonderen Maße von der Preishöhe der dabei hergestellten Produkte, also der Milch und ihren Erzeugnisse abhängt, fei hier besonders betont. Die riesenhafte Bedeutung der deutschen Milchoiehhal- tung für Land- und Volkswirtschaft wird gar zu oft übersehen und ist breitesten Volkskreisen lei-
Hamkens, der Führer des Landvolks,
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Der vierzehnjährige Sohn des Schleusenwärters war, als die Wut des Sturmes sich gelegt, vor die Türe des Wärterhäuschens getreten. Er hatte gesehen, wie Detmars riesige Gestalt sich laufend der Schleuse näherte und dort einen Augenblick, wie nach Luft ringend oder wie suchend, stehen blieb. Dann schien es so, als ob der Warphofbauer den umgebogenen Pfahl und die eingedrückte Bohlenwand bemerkte. Da hatte der Riese wie von Sinnen gerufen: „Du oder ich!" und war auf dem Bohlenweg entlang geeilt, hatte den schrägen Pfahl ergriffen und versucht, ihn zurückzudrängen. Mit einem Male schien Detmar,so sagte der Bursche, auszugleiten; er warf die Hände in die Luft und stürzte rückwärts in den Kanal. Nicht viel mehr als fünf Minuten später fand Gero den Vater. Doktor Röben, nun ebenfalls ein Greis, kam sofort, untersuchte den Toten genau und stellte einwandfrei Herzschlag fest.
Am nächsten Morgen lag das Moor im hellen Sonnenschein so gleißnerisch friedlich da wie immer; es schien zufrieden, denn ein neues Opfer war ihm geworden und --es hatte wiederum gesiegt.--Für immer?
Ganz früh war Antje gekommen. Sie schmiegte sich in Geros Arme, und er schlang die seinen um das Mädchen. Sie sprachen nichts, die Umarmung besagte alles und mehr als Worte. Darauf suchte Antje Oma Timke auf, die sie bei der Leiche fand; zum ersten Male in ihrem Leben bekümmerte sich Timke nicht um die Wirtschaft.
„Mein Deem," sagte sie müde, „ich mußt, daß du kommen würdest. Du mußt mir jetzt die Arbeit abneh. men und überhaupt--" hier trat sie mit dem Mäd
chen vor die Tür, — „ihr müßt nun bald heiraten, sobald sich das schickt, denn für das, was nun kommt, braucht der Junge einen Kameraden zur Seite! Ich habe so
Der Warphos
und das Sumpsmoor.
Roman von Alfred Manns, Bremen.
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Gero setzte sich. Sein jungfrisches Blut lehnte sich baggen auf, die vielen düsteren Merkzeichen als das Herannahen eines Unheils zu deuten. Er fühlte in sich einen unbändigen Drang zur Betätigung, aber auch zum Glück an der Seite feiner kleinen Antje. Die trüben Bilder verblaßten, desgleichen die trüben Gedanken, und während draußen Blitz auf Blitz folgte, während Donner auf Donner die Mauern erbeben ließ, saß Gero allein in der Stube, träumte von seiner Braut und einer neuen Blütezeit des Warphofes. Erft nach geraumer Zeit ging er hinaus, um nachzusehen, ob in der Wirtschaft alles richtig versorgt und verwahrt sei. Dafür aber hatte bereits Tjark gesorgt.
Bei einem Blick ins Freie sah Gero erstaunt, daß trog des heftigen Gewitters noch kein Tropfen Regen fiel. Nun, dergleichen kam vor; der Umstand beschäftigte ihn nicht sehr lange, und er begab sich ebenfalls in seine Kammer.
Es war auf dem Visserhofe nicht üblich, daß man in zitternder Scheu zusammenlief, um, erschreckend vor jedem Donner, mas Vorüberziehen des Gewitters gemeinsam zu erwarten. Ein Visser hatte vor Generationen schon einmal gesagt: „Der Herrgott will nicht, daß ihr bei seiner Stimme bebt, er will euch nur prüfen und jeljen, ob ihr Männer seid und nicht zittert." Danach handelten die Visser.
Tatsächlich schlief Gero ein. Er merkte es nicht, wie sich ein wütender Sturm zu dem Gewitter gesellte, nicht, wie dieser die ungeheuren Regenmassen eines Wolkenbruchs gegen die Scheiben warf. Ein Unwetter, wie man es in der Gegend seit vielen Jahren nicht erlebt hatte, war hereingebrochen, und ein großes Zerstörungswerk hatte begonnen. Die Pappeln des gepflasterten Dünenweges zum Warphofe hinauf lagen geknickt hintereinander wie umgefallene Zinnsoldaten. Schafe und lo
bet nicht genügend bekannt. Weiß man wohl, daß die rund 10 Millionen deutschen Milchkühe etwa 21—25 Milliarden Liter Milch im Werte, von 3,6 Milliarden Rm. im Jahre liefern? Und weiß man, daß die Riesenwerte dieser sogenannten „weißen Industrie" den Jahresmarkt der gesamten treffen?
Kann denn eine Maßnahme, wie sie die auf Steigerung des Milchertrages nach Menge und Fett gerichtete Milchleistungsprüfung barftefilt auch als volks- und nationalwirtschaftlich zweckmäßig angesehen werden? Aber sehr, denn in letzten Jahren betrug der Einfuhrüberschuß Deutschlands an Milch und Molkereiwaren jährlich rd. 500 Millionen Rm ! Also gilt es zum Ausgleich dieser Mengen noch gewaltige Mehr leistungen im Durchschnitt aus den deutschen Milchkühen her- auszuholen. Ist das landwirtschaftlichi-technistch möglich? Ja, ohne Schwierigkeiten und umso leichter und sicherer erreichbar, je wirtschaftlicher durch einen lohnenden Preis für heimische Milch und ihre Erzeugnisse die Steigerung des Milchertrages für den deutschen Milchkuhbesitzer ist und bleibt. Diese vielseitigen Fragen behandelt in knapper und höchst anschaulicher Weise u. a. auch die Denkschrift: „10 Jahre Preußisches Landwirtschaftsministerium 1919—1928".
Auf Grund der vom Preußischen Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten veranlaßten, durch die Landwirtschaftskammern mit Hilfe der Molkereiverbände angestellten Erhebungen ist errechnet worden,daß der Durchschnit ts- milchertrag der Milchkuh in Preußen — überwiegend handelt es sich um Niederungsvieh — in den Jahren 1925 und 1926 sich auf 2350 Liter stellt. Schlußfolgernd kommt man zu dem Ergebnis, daß die Durchschnittsleistung des Höhenviehs — etwa kaum 16 Prozent des Rinderbestandes in Preußen — sich auf rd. 1800 Liter stellt. Da vom deutschen Rinderbestande 43 Prozent auf Höhenvieh und 57 Prozent auf Niederungsvieh entfallen, kann der Durchschnittsmilchertag der deutschen Kuh mit 2100 Litern angenommen werden. Dagegen besagen die Feststellungen bei den in Preußen unter 'Milchleistungskontrolle stehenden Kühe, daß sie im Durchschnitt gaben:
1927 3530 kg. Milch mit 3,27% Fett • 115,3 kg. Milchfett 1926 3293 kg. Milch mit 3,35% Fett - 110,3 kg. Milchfett
Demnach
1927 237 kg. Milch mit 0,08% Fett - 5,0 kg. Milchfett
Diese Feststellungen gewinnen noch ein anderes Gesicht, wenn man bedenkt, daß die Zahl der kn Preußen unter Milchkontrolle stehenden Kühe 1928 mit 721386 Stück angegeben ist, was 13,7 Prozent des Gesamtbestandes oder jede siebente Milch- kuh als in Milchleistungsprüfung stehend bedeutet. 3u dieser großen Arbeit und Kosten verursachenden Milchleistungskontrolle haben sich die Milchkuhbesitzer zu 2026 (192 — 467) Milchkontrollvereinen zusammengeschlossen, die provinzionell wieder zu Kontrollverbänden zusammengefaßt sind, welche letzteren durch ihr Aufsichts- und Revisions- recht die öffentliche Glaubwürdigkeit der Ergebnisse sichern.
Wenn im Deutschen Reiche 1928 die Zahl der Kontrollvereine sich auf 2612 (1912 — 545) bezifferte, tritt deutlich hervor, daß der Schwerpunkt des deutschen Milchleistungsprüfungswesens in Preußen liegt» zumal im Reiche 9,8 Prozent, in Preußen 13,7 Prozent des Milchkuhbestandes oder jede zehnte Kuh (in Preußen jede siebente) unter Kontrolle steht, wenn 929 484 kontorollierte Kühe
hat bei einer Vernehmung zugegeben, Bombenattentaten gewußt zu haben, habe zurückzuhalten versucht, doch habe die Empörung in der ganzen Provinz Schleswig
Oma Timke, die sonst so Prüde, im Zimmer. Die wem- gen Minuten, die Gero brauchte, sich fertig zu machen, waren ihr viel zu lang.
„2lber~roas ist denn?"
Timke begriff, daß sie berichten müsse. „Ich war noch nicht zu Bett, da sah ich, wie der Schleusenwärter von der Tortum triefend und keuchend in das Haus gestürzt kam und, ehe ich ihn halten konnte, im Zimmer deines Vaters verschwand. Dort hörte ich ihn rufen: „Warp- hofbauer, wir haben die Schleusen geschlossen, der Kanal bricht zusammen!" Dann vernahm ich den Fall eines Körpers: Dein Vater hatte den Schleusenwärter zu Boden geworfen. Einen Augenblick war Totenstille, und hierauf geschah etwas Gräßliches, daß es mir war, als würde mir das Mark aus den Knochen gerissen. Dein Vater, der große Detmar Visser, stieß einen Schrei aus, der klang, wie das Gebrüll eines wilden Tieres. O, Gero, danke deinem Schöpfer, daß du das nicht zu hören brauchtest! — Nur in Hemd und Beinkleidern erschien er dann in der Tür, die Augen stier, die Finger
Auch die Belgier räumen nun die Aachener Vesatzungszone, die sie bisher noch innehatten. Bis zur Grenze haben sie ja nicht weit, und so wird ihr Räumungswerk sehr bald beendet sein.______
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