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(Oberitaa)

Aufgabe

I. Sport'Verein Borussia 04 e.V.

Spiel- Verein

Sonntag, den 8. Sept. 1919, nidtf 5, sondern 4 IHlT

über Kirche und Klafter

NB. Unsere Mitglieder werden höflichst ersucht, zum Zwecke einer reibungslosen Durchführung, für die Folge die letzten Beltragsquittungen unaufgefordert an der Mitgliedskasse vorzuzeigen, da nur dann die Preisver­günstigung für unsere Mitglieder ein treten kann.

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Sonntag, den s. Septemder 1929.

Fuldaer Zeitung (Amtliches Lreisblatt)

ändert. — Die Schneiders-Ehefrau Bl., die früher hier wohnte, jetzt aber nach Dortmund verzogen ist, ' CX* I._____• .(.1 iUninirtc tü 1

war vom Amtsgericht Fulda wegen Betrugs in

Der „Zeppelin"

er

Arbsitsmarktlage im Bom Arbeitsamt Fulda

634

746

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41

48

193

in der Lohnklasse in der Lohnklasse in der Lohnklasse in der Lohnklasse

II III IV V Artikel II.

Bestand am 31. Juli 1929

Bestand am 31. Aug. 1929

Bestand am 31. Aug. 1928

Wegen gefährlicher Körperverletzung war vom Amtsgericht Hilders der 27jährige A. K. aus Tomn zu einer Woche Gefängnis verurteilt worden. Ge- aen dieses Urteil hatte K. Berufung eingelegt. Die gestrige Verhandlung vor der Kleinen Strafkam­mer ergab, daß K. am 14. Februar dieses Jahres den 30jährigen G. von Tann mit einnn Stocke mehrere gefährliche Schläge über den Kopf ver­setzt hatte. Das Urteil gegen K. wurde, da K. nicht vorbestraft ist, in eine Geldstrafe von 80 31 abge-

Der Himmel hat es gut gemeint in diesem Jahre mit der 68. Generalversammlung der deutschen Katholiken in Freiburg. Bei solcher Hitze hat wohl noch selten ein Katholikentag stattgesunden. Aber man darf darüber nicht klagen. Zu dieser Tagung aehörte blauer Himmel und Sonnenschein. Aller­dings wurde, wie einer der Redner treffend und scherzhaft bemerkte, „der Schweiß der Edelsten in Strömen vergossen". Die Stadt Freiburg bereitete ihren Gästen aus allen Gauen Deutschlands einen berzlichen begeisterten Empfang. Einen großarti­geren Rahmen als die alte Dreisamstadt mit ihrem unvergleichlichen Münster, die bis in die letzten Winkel mit Fahnen und Girlanden geschmückt war, konnte man sich für eine derartige Tagung kaum denken. Erfreulicherweise beteiligten sich an der Ausschmückung der Feststadt alle Bürger ohne Unterschied der Konfession und der Partei. Der Verlauf der Versammlung hat gezeigt, daß die Katholikentage — wie früher so auch jetzt — es verdienen, von allen Bewohnern bewillkommt zu werden. Konfessionell und parteipolitische Po­lemik liegt diesen Tagungen fern. Sie dienen der Vertiefung der religiösen Gedanken, der sozialen Versöhnung, und damit leisten sie eine wahrhaft vaterländische Tat- *

In mustergültiger Weise hatte das Freiburger Lokalkomitee unter dem Vorsitz des bekannten Ver­legers Geh. Kommerzienrat Dr. Herder feit Mo­naten die Tagung vorbereitet. Ganz Freiburg

alles Wissenswerte. Sogar eine kleine, köstliche Anek­dote weiß er zu erzählen:

Don der gräflichen Bannmühle bei Grenderich trabte täglich ein Esel nach Beilstein, wurde vom Fährmann über die Mosel gesetzt und trug so Getreide von und Mehl nach Ellenz und Poltersdorf. Als eines Tages der Kurfürst Clemens Wenzeslaus auf der Mosel vorbeige- fahren kam und der Amtmann an der Spitze der gräf­lichen Beamten, von vielem Volk umlagert, den hohen Besuch in wohlgesetzter Rede begrüßte, wobei es ihm vor lauter Devotion alle Nasen lang den Atem verschlug, kam der Esel gerade schwerbeladen den Berg herunter, drängte sich durch das Volk und zottelte mit wippenden Ohren den Weg zur Fähre weiter. Der Amtmann sprach noch immer, wollte gar nicht aufhören. Die schweren Mehlsäcke drückten ... und der Fährmann traf noch immer keine Anstalten . . . kurz, dem Esel wurde die Sache zu bunt und er schmetterte ein lautes und unge­haltenes 9—21 mitten in die verschnörkelte und kunstvolle Rede hinein. Und während der Amtmann zu Tode er- schrak, gräflichen Beamten ob dieses despektierlichen Betragens nach Fassung rangen und ein paar Mädels und Burschen krampfhaft ein Kichern unterdrückten, nef der Kurfürst lachend: „Langsam, meine Herren. Immer schön einer nach dem anderen, sonst verstehe ich keinen."

Und noch etwas Lustiges erfahre ich. Nämlich: Daß Deilstein auch kurze Zeit Stadt gewesen ist Kaiser Hein­rich der VII. hatte es 1319 zur Stadt gemacht. Da es aber solle das Stadtrecht nicht wieder verloren geben, alljährlich mindestens ein Hochgericht abhalten mußte, die Spitzbuben In Beckstein aber anscheinend sehr selten waren, nahm die Herrlichkeit ein frühes Ende An der Ehrlichkeit und dem Lebenswandel feiner Bewohner lag es also, daß Beilstein keine Stadt blieb, keine weitere Entwicklung nahm daß es vergessen und unbekann' m seinem Bergwinkel liegt, das verzauberte Dornröschen der Mosel-

werde.

Er beginnt zu erzählen. In einem Ton, in dem Km- der in der Schule Gedichte aufzusagen pflegen, mit ei­ner Ausdrucksweise, in der sie ihre Schulaufsätze abzu­fassen gewohnt sind. Ueberbies ist er krampfhaft be­müht, ein fehlerloses Hochdeutsch zu sprechen. Diesen Ehrgeiz teilt er mit den meisten Fremdenführern, der Erfolg ist aber ein wesentlich anderer. Bald lasse ich das mit einiger Ironie untermischte Bewußtsein onkel­hafter Ueberlegenheit. höre sehr interessiert und etwas beschämt zu. So sehr nehmen mich Begeisterung und Stolz gefanaen. die ihn ob seines Wissens erfüllen, das er den Fremden voraus hat Er nennt alle Orte, die zwischen den Moselbogen sichtbar werden, alte Bergtup- pen, die Namen aller Weinbergslagen der Qualität ihrer Gewächse nach. Und je mehr er spricht, desto klarer wirb mir, daß er auf seinem Gebiet unb auf seine Art em tüchtiger Bursche ist und im Verhältnis em sehr beacht­liches Wissen besitzt. Man muß freilich bedenken, bah er weiter wie nach Cochem nicht gekommen ist. baß er noch nie in Koblenz war, noch nie ben Rhein gesehen hat. Zu ben Dingen, bie ihm eine Ahnung von ber großen Welt hinter ben Moselbergen vermitteln, gehören bie zahl- losen blanken Autos bie drüben auf ber Straße vorbei- * huschen, ber große gelbe Postomnibus, der den Cochemer Krampen mit ber Außenwelt verbinbet unb der kleine Moseldampser, ber im Sommer hin unb wieder den glat­ten, blanken Spiegel ber Mosel auswühlt.

.Wenn Dein Lehrer Dich zum Burgführer bestimmt hat, bist Du gewiß ein Musterschüler", frage ich, um etwas Persönliches zu erfahren.

„Wir sinb arme Leute", weicht er aus und fährt in einem Ton fort,, ber jede weitere Frage abschneidet.

Ich erfahre, daß Spanier und Schweden die Burg erobert, daß die Franzosen sie im Jahre 1689 zerstört . haben. Der kleine Führer zeigt mir Rittersaal, Verließ,

Monat August wird uns geschrie-

sich im Laufe des Die hiesige Jndu-

zeigt.

Der umgesiürzie Lindenbaum.

Ueber die Beschaffenheit des von dem Sturm­wind umgeworfenen Baumes hat sich auf Ver­anlassung des Oberbürgermeisters außer Gärt­nereibesitzer Angeli auch Gärtnereibesitzer Ries gutachtlich geäußert. Herr Ludwig Ries kommt zu folgender Feststellung: „Der Baum hat unten in ein Meter Höhe einen Durchmesser von 55 Zen­timeter. Er war innen vollständig verfault. Rur die Rinde in einer Stärke von 3—4 Zentimeter hat der Baum noch den nötigen Saft zugeführt. Der Kern des Baumes war bis zu einer Höhe von 7 Meter auch bereits zerfetzt. Unterm Wurzelhals waren die Hauptwurzeln verfault. Rur noch einige junge Wurzeln, die dem Baum keinen Halt mehr geben konnten, waren gesund. Eine große Oeff- nung an dem Baum, die in dem Zuge der Bahn­hofstraße zu sich befand, zeigte deutlich die starke Zersetzung des Baumes. Ich halte es für zweck­mäßig, die noch im Boden befindlichen Wurzeln

sorgfältig auszugraben, um weiter feststellen zu können, ob es nötig gewesen wäre, den Baum rechtzeitig zu entfernen." - Die Kontrolle der Wurzeln in einer gepflasterten Straße durfte nach unserem Laienurteil schwer sein. Im übrigen oer- zeichnen wir eine Anregung, die an uns gerichtet wurde, sämtliche ältere Bäume in der Lindenstraße und in den anderen Anlagen und Straßen entfernen. Ob sich für diese radi­kale Sicherheitsmaßnahme auch die Freunde des schönen Stadtbildes gewinnen lassen werden, möch­ten wir bezweifeln.

Von derInvaliden-Versichernng

Am 1. Oktober d. Js. tritt das Gesetz über Leistungen in der Invalidenversicherung vom 12. Juli d. Js. in Kraft.

Die wichtigsten Bestimmungen sind folgende: Artikel I.

Eine ganze Menge habe ich erfahren. Die Fahrt hat sich wahrhaftig gelohnt. Ich versuchte zum Schluß noch einmal etwas zu fragen, bas außerhalb ber Antworten lag, bie ich zu bezahlen hatte.

„Was willst Du werden, wenn Du aus ber Schule

„Taglöhner", fiel er mir ins Wort. „Wie mein Vater. Ich werde in ben Weinbergen arbeiten"

Andere Buben wollen Schoffeure werben. Schlosser, Schreiner, Lokomotivführer. Flieger ober sonst etwas Sie haben Pläne, die sie mindestens um eine Stuf- über ben Beruf ihres Vaters emporheben. Mein Führer aber will Taglöhner werben Ich wage nicht zu fragen warum ....

Vielleicht würde er sagen: „Damit ich hier bleiben kann." Vielleicht aber wieder: ..Weil wir arme Leute sind." Und da ich diese trostlose Auskunft fürchte und nicht helfen kann, will ich wenigstens schweigen.

. Als ich mich des abends über bie Mosel, setzen ließ türmte sich über bem Krampen ein schweres Weiter Drüben in Beilstein gingen bie ersten Lichter an on streuten glänzende, dünne Lichtnabeln in bie schwor- gleitende Wasser des Mütterchens Mosel.

Bei den vor dom 1. Oktober 1929 festgei- I stellten und an diesem Tage noch laufenden Rem- I ten der Invalidenversicherung, die einen Steige- I rungsbetrag für Beitragszeiten vor dem 1. Oft. I 1921 enthalten, wird der Gesamtsteigerungsbetrag I für dies« Beitragszeiten mit Wirkung vom 1. Oft. 1929 ab um 15 vom Hundert erhöht, jedoch um mindestens 12 Reichsmark, bei Waisenrenten um mindestens 6 RM. das Jahr.

Die Höhe der neuen Rente ist dem Berechtig­ten mitzuteilen. Ein Rechtsmittel findet nicht statt.

Artikel III.

Anspruch auf Fürsorge nach dem vierten Buche der Reichsversicherungsordnung haben vom l.ön. 1929 an auch die Hinterbliebenen sol­cher Versicherten, die am 1. Januar 1912 ver­storben ober die an diesem Tage dauernd erwerbs­unfähig waren und dann verstorben sind, ohne inzwischen die Erwerbsfähigkeit wieder erlangt zu haben.

Diesbezügliche Anträge dieser Hinterbliebenen sind unter Vorlage etwa noch vorhandener Paprere für die in der Stadt Fulda wohnenden Hm- terbliebenen bei dem Versicherungsamt der Stadt Fulda (zweiter Schloßhof links), für die auf dem Lande wohnenden Hinterbliebenen bei den zu­ständigen Bürgermeistern ab 15. September d. Js. zu stellen.

Ein Segelflieger im Gewttlersturm abgestürzl.

Bei dem heftigen Gewittersturm, der am Don­nerstag nachmittag plötzlich über das Fuldaer Land und die Rhön hinbrauste, ereignete sich auch auf der Wasserkuppe ein schwerer Unfall. Ein Iungslieger, der bereits schöne und längere Fluge ausgeführt hatte, wurde vom Sturmwind über­rascht und stürzte ab. Das Flugzeug wurde zer­trümmert. Der Flieger selbst brachbeideF u ß- gelenke. Rach Anlegung von Notoerbanden wurde er von dem Krankenauto der Fuldaer Sa- nitätsfolonne in das Herz-Jesu-Heim ge­bracht.

Die vielen Verkehrsunfälle,

die in unseren Tagen sich ereignen, sollten eigent­lich für alle e i n e L e h r e sein, jede unnötige Ge­fährdung des Verkehrs zu verhindern. Leider fehlt es'noch sehr an dieser Disziplin. Gestern nachmittag stand einige Zeit ein ausgepianntes Fuhrwerk quer auf dem nördlichen Straßenarm am Peterstor. Beinahe wäre ein aus der Rha- banusstraße kommender Kraftwagen in das Ver- kehrshindernis, das die Straße vollständig ver­sperrte, hineingefahren. Kurz darauf wurde der Wagen wieder bespannt und weggefahren. Jm-

ben:

Die Arbeitsmarktlage hat

Monats August verschlechtert. , . _ ftrie sowohl wie die Außenberufe gaben Kräfte ab. Auch aus Rheinland und Westfalen sind Bauhandwerker zurückgekehrt.

Die Landwirtschaft konnte eine Anzahl Kräfte in Erntearbeiten aufnehmen. Mangel an Mäd­chen für die Landwirtschaft besteht nach wie vor.

Im Beschäftigungsgrad der Metallindustrie sind Schwankungen nicht zu verzeichnen. Die Textil­industrie hat die Höchstbeschäftigung überschritten und schreitet zu Entlassungen. Auch die chemische Industrie liegt schwach. Ungelernte und Erdarbei­ter wurden wegen Fertigstellung von Kabelarbei­ten in größerer Zahl entlassen.

männl, weibl.

Aus einem Besuch an der Mosel.

Von Robert Huber.

Hinter Ellenz, ein paar Kilometer moselaufwärts von Cochem, öffnet sich ein Bogen, in dessen Tiefe sich das alte Beilstein schmiegt. Nur ein paar Häuser bft- den die Moselsront, ein paar andere drängen sich >n den Bergwinkel um die alte Psarrkiche bergan. Auf jedem Stückchen verfügbaren Raumes steht eines ber verrunzelten, alten Fachwerkhäuschen; im ganzen wer­ben es nicht viel über dreißig fein.

Vom Marktplatz steigt eine schmale Gasse bergan. in der kleine Fenster verschlafen aus grauen, schiefen Mauern blinzeln. Gleich hinter der Küche führt ein enger und steiler Pfad zu den verwitterten, schwarzen Mauerresten der Metternischen Burg hinauf Buschwerk und Trümmer füllen Burghof und Rittersaal Tore und Pforten sind zerfallen, um den Borgst'ed "reifen schwarze Krähen. lieber das von der Sonne ver­brannte Gestein surren bunte Fliegen, huschen behende Eidechsen. Die Luft zittert in der Hitze des frühen Nachmittags Totenftille herrscht hier oben die feier­liche Stille, mit der die Natur zum Abschied des Som­mers rüstet.

Ich habe mich auf einem grauen Felsblock niederge­lassen. sehe über bas Land das sich zu meinen Füßen breitet und träume von dem bunten Leben, dessen 'etzte Spur die.Jahrhunderte forlaewischt. Unb plötzlich kommt es trapp trapp vom Burgfried her, mitten in meine Träume hinein. Aber kein Ritter ober Kriegs- knecht ist es, der auf mich zutritt, sondern ein kleiner, sonnverbrannter Bursche, der mich den Fremden, neu­gierig mustert.

„Ich bin nämlich der Burgführer", ertlärt er und bietet mit einem fragenden Blick feine Dienste an.

Sofort bin ich bereit, mich feiner Führung anzuver- trauen, vorab aus Neugierde, wie sich der kleine, Höch-

Wegen Nichtanfertigung des Aufsatzes: ..Der Fr-ede 1648" schreibt die Mutter: „Meine Tochter konnte den Frieden nicht machen, da sie damals krank war."

hat auch wieder Post für Fulda von ferner Fahrt um die Welt aus Amerika mitgebracht. Eine Karte, die aus Chicago „Via air to Exchange Office par Arion (By air mail) nach Fulda ge­langt ist, wurde uns aus unserem Leserkreis ge-

Leb ensw ersh eilen.

„Darauf verfertigte der Töpfer einen Krug, der im vorigen Jahrhundert ausgegraben worden 'st".

4 Reichspfg.

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Für jede ordnungsmäßig verwendete Beitrags­marke der bis zum'30. Sept. 21 gültigen Lohn­klassen wird ein Steigerungsbetrag gewährt. Er beträgt für jede Beitragsmarke in der Lohnklasse I

stand in diesen Tagen im Dienste der Versamm­lung. Eisenbahn- unb Straßenverkehr, Verkehrs­polizei und Sanitätsdienst, Autobuslinien, alles dies war ganz auf die Tagung eingestellt, und zwar mit bestem Erfolge. Es klappte alles von A bis Z. Bei dem Riesenandrang, besonders am letzten Sonntag, war dies eine bedeutende Lei­stung, die von den Besuchern dankbar und freudlg anerkannt wurde.

Die Organisation dieser 68. Generalversamm­lung unterschied sich in wesentlichen Punkten von der ihrer Vorgängerinnen. Die diesjährige Tagung war eine Verbindung von großen Katholikentagen, wie sie in früheren Jahren regelmäßig statstcmden, und Vertreterversammlungen. Den großen ossent- lichen Kundgebungen und Versammlungen gingen die Beratungen der Vertreter der katholischen Or­ganisationen voraus. Wie der ganze Katholiken- taq, so standen all diese Beratungen im Zeichen des einen Themas: „Ehe und Familie. So be- kamen bie Beratungen einen einheitlichen Charak­ter Daran, daß dieses Thema für die deutschen Katholiken und unser gesamtes Vaterland von größter Bedeutung ist, wird wohl kaum em Mensch zweifeln. *

Es ist nicht möglich, im Rahmen eines kurzen Artikels die Fülle des Gebotenen zu beschreiben. In den öffentlichen Versammlungen begeisterten glänzende Redner und Rednerinnen die Tausende von Zuhörern. Ausführungen, wie die von Pros.

3 Fällen zu 55 31 Geldstrafe verurteilt worden. Da sie Berufung eingelegt hatte, verhandelte bie Kleine Strafkammer in ihrer Abwesenheit noch­mals gegen die Bl. Es wurde festgestellt, daß sie im Jahre 1928 sich in 3 Fällen in hiesigen Ge­schäften unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Waren verschaffte, bas Bezahlen aber vergaß. Als die Geschäftsleute an ihre damalige hiesige Adresse Rechnungen schickten, kamen diese zurück mit dem Vermerk, daß die Eheleute Bl. aus der Wohnung herausgesetzt und verzogen seien. Die Bergung der Angeklagten wurde auf ihre Kosten verworfen. — Der 30jährige I. H. G., gebürtig von Tann, war vom Amtsgericht Hilders wegen gefährlicher Körperverletzung zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt worden. G. hatte am 14. Febr. dieses Jahres abends in betrunkenem Zustande auf der Straße Leute belästigt und eine Frau verletzt. Die Kleine Strafkammer Fulda als Berufungsinstanz hob das erstinstanzliche Urteil auf und erkannte, ba auch G. noch nicht vorbestraft ift, auf 30 31 Gew- strafe. — Verworfen mürbe bie Berufung ber 44jährigen Ehefrau K. Pf. von Müs, bie °om Amtsgericht Großenlüber wegen Unterschlagung zweier jungen Gänschen zu 9 31 Gelbstrafe ver­urteilt worben war. — Der 19jährige Schneider-

1 geselle A. M. von Findlos war vom Amtsgericht Hilbers wegen einfachen Diebstahls unb Einbruch- biebstahls zu insgesamt 3 Monaten unb 2 Tagen Gefängnis verurteilt worben. Er hatte feinem Lehrherrn in zwei Fällen zusammen 45 31 gestoh­len. Die Kleine Strafkammer Fulba hob das erste Urteil auf und erkannte wegen Diebstahls in 2 Fällen auf zusammen 2 Wochen und 3 Tage Gefängnis bei (Strafaufffhub.

— Die Brieftauben-Reifeoereinigung „Auldalal schickt heute ihre diesjährigen Iungtauben nach Neu­stadt an der Aisch. mo diese Sonntag morgen zu einem Wettslug ausgelassen werden. Hoffentlich haben die jungen Flieger, die 150 Kirn. Luftlinie zu bewaftigen haben, gutes klares Wetter. Bei dem jetzigen SBitte- rungscharakter wird mit einem Start vor 10 Uhr nicht zu rechnen fein.

= Die Sängervereinigung 1927 begeht am morgigen Sonntag ihr 2. Stiftungsfest. Morgens halb 10 Uhr ist Festgottesdienst in der St. Sturmiuskirche. Der Chor singt die Messe zu Ehren des hl. Petrus von S,n- genberger. Nachm. ab 6 Uhr ist die weltliche Feier im Jägerhaus Bronnzell. (Näheres stehe Anzeige.!

Gudcklke vom gteibtttget Katholikentag.

Von Eduard Schmitt, Fulda.

jujöa, den 7. September 1929

Sladkverordnelen-Sitzung.

in ber kommenben Woche unb zwar am den 12. September, 5 Uhr nachmit- !^°nn!rftt bas Stadtparlament zu einer Sitzung zu- WSS' Die Tagesordnung lautet:

i^^itere Nachbewilligung von Mitteln für die Be- Fl- ®/r']e für 1929. (Berichterstattert Stv. Zirken- irfsiteuern ber Zustimmung zur Durchführung

doch) -r^^llungsklage. (Dr. Büttner.) 3. Bewilligung ,inefliHtteMür den Ausbau des Zieherferweges dis zum rflSgebäube. (Ferd. Schmitt.) 4. Anfrage Rhode ®et‘r.

mricsicr-Kangregatio».

für Dienstag, den 10. d. Mts., angesetzte «.rtrmmlung im Herz-Jesu-Heim muß ausfal- Tafüt ist am gleichen Tage in der Harmonie Borstandssitzung des Priester-Unterstützungs- eteinS und hierauf bie übliche Zusammenkunft. »iieabahn-Personennachrichten.

v Reichsbahn-Sekretär Oscar Malkmus ~ber Fahrkarten-Ausgabe Fulda ist an die Mchsbahn-Verkehrskontrolle 1 in Darmstadt ber» sttzt worden. _____

Wieder mehr Erwerbslose.

mer wieder kann man beobachten, daß ohne Rück­sicht auf die Verkehrslage Wagen auf gestellt wer­den. Besonders gefährlich ist es, wenn Wagen mit Langholz, wie das schon häufig beobachtet wurde, an verkehrsreichsten und dabei abschüssi­gen Straßen längere Zeit Halt machen. Leider genügt das Fuldaer Polizeipersonal nicht, um in solchen Fällen gleich zur Stelle zu sein. Die Or­ganisationen der Fuhrwerksbesitzer usw. sollten aber auf ihre Mitglieder und ihre Bediensteten einwirken, daß sie bie derzeitigen Derkehrsdedürf- nisse in Betracht ziehen. Schwere Ersatzansprüche könnten einmal bie Folge des unachtsamen Ver­haltens sein.

Auf Ueberraschungen gefaßt fein!

Dor ein paar Tagen wurde aus Amerika eine Hitzewelle gemeldet. Auch wir im lieben deutschen Vaterland seufzten über eine Hitze, die dem Hoch­sommer Ehre gemacht hätte. Die letzten 8 Tage sind viele Schweißtropfen geflossen. Leicht schmelz­bare Männer liefen bereits ohne Rock auf der Straße herum unb bie Damemnobe gestaltete sich immer mehr » la Hafti (große Antillen). Ader vorgesehen! Amerikas Spuren schrecken. Dort ist auf bie unerträgliche Hitze ber letzten Tage r un­mehr eine von Sübwesten nach bem mittleren Westen fortschreitende Kältewelle gefolgt, bie ! innerhalb von 2 Tagen Tempe r a t u r d er a n- berungen von etwa 30 Grab Celsius gebracht hat. Aus bem Staate Wyoming werben zahlreiche S ch n e e ft ü r m e gemeldet. In einigen Gegenden ist 14 Zoll Schnee gefallen. Auch in Ne­braska herrschen Frosttemperaturen.

Aus dem Gerichtsfaal.

Entschuldigungsschreiben:

.Hans konnte fein Rechenheft nicht abgeben, denn hatte es im Hals." *

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