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DDZ. Berlin. 29. August. (Eig. Meld.) Wie das Nachrichtenbüro des VDZ. erfährt, ist der Zen­trumsabgeordnete Brüning nach dem Haag gefahren zu Besprechungen mit dem dort anwesen­den Zentrumsminister über die Haager Beratun­gen. Der Zweck dieser Reise geht dahin, der Zen­trumsfraktion des Reichstages, die am Samstag in Freiburg im Rahmen des deutschen Katholiken­tages eine Fraktionssihung abhält, Bericht über die Haager Verhandlungen erstatten zu können.

Wie wir erfahren, wird Botschafter a. D. Graf Bernstor ff, der zurzeit als Vorsitzender der WaffenhersteMngskommifsion in Genf weilt, vor­läufig die Führung der deutschen Delegation für die Völkerbundstagung übernehmen. Ob alle deut­schen Delegierten, die an der Haager Konferenz teilnehmen, nach Genf reisen werden, steht noch nicht endgültig fest. Sicher scheint es jedoch zu sein, daß Reichsaußenminister Dr. Stresemann nach Abschluß der Haager Besprechungen nach Genf reisen wird.

* Erkelenz trift zurück. Reichstagsabgeordneter Erkelenz, der längere Zeit durch Krankheit vom politischen Leben ausgescbaltet war, hat sich ent­schlossen, den, Vorsitz im Parteivorstand der De­mokratischen Partei niederzulegen.

Adresse gesandt, in der auf das Leitmotiv der Veranstaltungen bezug genommen wird, nämlich auf die großen Gefahren, die der christlichen Fa­milie der Gegenwart von allen Seiten drohen. Gleichzeitig gedenkt die Adresse des weltgeschicht­lichen Ereignisses der Aussöhnung Italiens mit dem Heiligen Stuhl.

Die Anteilnahme der gesamten Bevölkerung zeigt sich am besten im Straßenbild. Es gibt im Innern der Stadt wohl kaum ein Haus, das nicht festlichen Schmuck trägt. Die päpst­lichen, Freiburger und Badischen Fahnen beherr­schen das Bild, Kirchen und viele Gebäude, vor allem in der Hauptstraße der Stadt, der Kaiser­straße, sind festlich geschmückt.

* Aukomobiltour Lloyd Georges durch Deutsch- land. „Daily Ehronicle" zufolge ist Lloyd George von London nach dem Kontinent abgereist, um eine Automobiltour durch Seligen, Deutschland, Frank­reich und Italien zu unternehmen.

* Begnadigung eines zum Tode Belurleilken. Vor dem Kriegsgericht in K o w n o hatte sich dieser Tage der frühere Leiter der englischen Abteilung in der Litauischen Telegraphenagentur Carosas, zu verantworten, der beschuldigt wurde, Beziehungen zu den Pletschkaitisten unterhalten zu haben. Nach längerer Verhandlungen wurde das Urteil gefällt, das auf Todesstrafe lautete. Auf ein Gnadengesuch des Verurteilten hin hat der Staatspräsident die Todesstrafe in lebenslängliche Zuchthausstrafe um­gewandelt.

• Ein weiteres Todesopfer des Buirer Eifin- bahmmglückes. Wie wir aus Köln erfahren, ist die Gattin des estnischen Generalstabsoffiziers Mager, die bei dem Eisenbahnunglück in Buir schwer verletzt worden war, gestorben. Damit hat sich die Zahl der Toten auf 15 erhöht. Die Leiche der bisher noch unbekannten Ausländerin ist jetzt als die der Dänin Britta Seir Hanse aus Kopenhagen festgestellt worden. Nach Mit­teilung der Reichsbahndirektion hat sich das Be­finden der Verletzten wesentlich gebessert. Wie uns von feiten der Post mitgeteilt wurde, wur­den bei der Buirer Nsenbahnkatastrophe s amt­liche 10 Bahnpostbeamte mehr oder weni­ger verletzt, von denen sich' 8 im Marien- hospital in Köln befinden. Einer liegt wegen Transportunfähigkeit im Krankenhaus Buir und einer ist in seine Wohnung entlassen worden.

In der für die Abhaltung der 68. Generalver­sammlung der deutschen Katholiken besonders er­richteten Schwarzwaldhalle wurde Mittwoch abend vom Präsidenten des Lokalkomitees Geheimrat Herder der Freiburger Katholikentag eröffnet. An- H ibefcnt) waren u. a. der N u n t i u s P a c e l l i, der badische Staatspräsident Dr. Schmitt mit dem badischen Minister Dr. Trunk, der bayerische Ministerpräsident Held, der Bischof von Omaha (U. S. 21.), ein geborener Badenser, Vertreter der Katholiken aus Ungarn, der Tschechoslowakei, B Frankreich, Holland, Japan usw. Zahlreiche nam­hafte politische Führer der deutschen Katholiken waren ebenfalls erschienen, u. a. der frühere Reichs­kanzler Dr. Marx. Geheimrat Herder gab einen Rückblick über die Geschichte der Erzdiözese Frei­burg. Stürmisch begrüßt wurden seine Willkom­mensworte an die Vertreter der katholischen Bevöl­kerung des benachbarten Elsaß. Die Grüße des Erzbischofs Dr. Karl Fritz überbrachte Generalvi­kar D. Sester. Ferner sprachen der badische Staats­präsident Dr. Schmitt, der die Versammlung na­mens der badischen Staatsregierung begrüßte, und Oberbürgermeister Dr. Bender für die Stadt Frei­burg.

Zum Präsidenten des Freiburger Katholikenta­ges wird voraussichtlich Reichskanzler a. D. Dr. Marx vorgeschlagen werden. Der nächste Katho­likentag wird in M ü n st e r i. W. abgehalten wer­den.

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Anläßlich der 68. Generalversammlung der deutschen Katholiken hat das Lokalkomitee, in des­sen Händen die Vorbereitung der umfangreichen Veranstaltungen liegt, an den Papst eine

wtb. Haag, 29. August. (Eig. Meld.) Privat­meldung: Nach der heutigen Vormittagssitzung des politischen Komitees wurde von den Teilneh- I mern an der Sitzung mitgeteilt, daß der Termin für die Räumung der dritten Zone nunmehr a u f den 3 0. Juni 1 930 festgesetzt worden sei.

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wtb. Paris, 29. August. (Eig. Meld.) lieber die Räumungsfrage und die int Zusammenhang damit aufgeworfene Saarfrage glaubt der Sonder­berichterstatter des „Petit Parisien" im Haag fol­gendes mitteilen zu können: In der Frage der Räumung, in der Frankreich fast isoliert war, ist eine Wendung eingetreten. Henderson ist jetzt da­mit einverstanden, daß nach Räumung der zweiten Zone ein englischer Vertreter in der interalliierten Kommission bleibt. Das gleiche gilt für Belgien. Die Solidarität der drei Regierungen bleibt also bestehen bis zum Abschluß der Räu­mung der dritten Zone. Man ist jetzt dar­über einig, daß die Räumung innerhalb von acht Monaten nach der Annahme und der Inkraftsetzung des Poung-Pla- n e s, d. h. nach der Ratifizierung und nach der Annahme der von deutscher Seite zu ergreifenden gesetzgeberigen Maßnahmen beendet werden soll. Außerdem hat Briand verhindert, daß die Saar­frage erörtert wurde und hat zugleich von Hender­son die Llnerkennung der Tatsache verlangt, daß es sich dabei um ein deutsch-französisches Problem handele, das nur durch direkte Ver­handlungen der beiden Regierungen geregelt wer­den kann. Briand hat sich damit einverstanden erklärt, daß die Deutsche Regierung diese Frage aufwirft, und daß der französischen Regierung konkrete Vorschläge unterbreitet werden, jedoch un­ter dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß die Rechte der Saarbevölkerung streng gewahrt werden.

Der Sonderkorrespondent des „Echo de Paris" schreibt zur Frage der Besatzungskosten nach dem 1. September, daß sie in dem für Frankreich gün­stigen Falle au« einen gemeinsamen Fonds, zu dem die Besatzungsmächte und Deutschland ihren Beitrag leisten werden, bestritten werden können. Aber Stresemann wird die Gelegenheit wahrneh­men, um die Mainzer Zone zu einem verhältnis­mäßig nahen Zeitpunkt frei zu bekommen. Briand hatte den 1. September verlangt. Jetzt ist er bis zum 1. Juli zurückgegangen. Stresemann will den 1. April, man wird sich vielleicht auf den 1. Mai oder den 1. Juni einigen. Der französische Generalstab hatte die Ansicht ausgesprochen, daß die Besatzungstruppen vor ihrem Abzug die Zer­störung gewisser mit der Entmilitarisierung des Rheinlandes nicht vereinbarter militärischer An­lagen (Verlade-Rampen usw.) veranlassen müssen. In den hiesigen zuständigen Kreisen scheint man diesen Anlagen feinen großen Wert beizumessen. Man erklärt, daß zwei wichtige militärische Maß­nahmen getroffen würden, und daß eine Art mili­tärischen Katasters der entmilitarisierten Zone an­gelegt würde, der die Anhaltspunkte liefern würde, falls, was zweifelhaft sei, in Zukunft Feststellungen notwendig würden. Außerdem sei durch eine lieber« einkunft mit Deutschland die Stärke der im Rhein­lande unterzubringenden Schutzpolizei festgesetzt worden.

Die deutsche Delegatwn hat bislang zu dem Kompromiß der Entente-Mächte, soweit er deutsche Interessen berührt, ihre Zustimmung noch nicht

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wtb. Freiburg, 29. Slug. (Eig. Meld.) Die 68. Generalversammlung der deutschen Katholiken wurde nach dem gestrigen Begrüßungsabend heute morgen eingeleitet mit einem Pontifikalamt zu Ehren des Hl. Geistes im Freiburger Mün­ster, bet dem Pater von Neippert vom Kloster Neuburg bei Heidelberg die Festrede hielt. Im übrigen ist der heutige Tag ausgefüllt mit den Ar­beiten der Verttetettagung, die in mehreren Grup­pen für die Versammlung die Entschließungen vorbereitet. Der Abend bringt bann eine ganze Reihe von Standesversammlungen. Nuntius Dr. Pacelli benutzte den heutigen Tag dazu, um dem Karitasheim auf dem Feldberg einen Besuch ab­zustatten. Die Reichstagsfiaktion des Zenttums wird am Samstag am Grabe des Altreichskanzlers Fehrenbach eine kleine Feier veranstalten und einen Kranz niederlegen.

Numung der letzten Zone 30, Juni 1930

Die Lage im Haag»

Der Katholikentag in Freiburg

Wilhelm Marx Präsident.

gegeben. Es wird in den verschiedenen Kom­missionen noch hart gerungen. Die französische Re­gierung mußte in den Kinos verbieten, daß das Bild Snowdens gezeigt wird, weil sonst uner­wünschte Kundgebungen gegen den englischen Dele­gierten erwartet würden.

DerZionisien-Kongresi vonZürich

Transjordanland ist normal.

um gen von pen

Beit Alpha, 6 Kilometer westlich von Beisan, einer Abteilung transjordanischer Grenztrup- erfolgreich abgeschlagen. Die Telephonleitun- von Jerusalem nach Nazareth, Haifa und Ti-

Durchführung der Balfour-Deklaration vom Jahre 1917 notwendig hat. Es geht zu weit zu behaup­ten, was hier und da bereits geschieht, daß die jüdische Agency die Bedeutung eines Sonderparla­ments des Weltjudentums bekommen habe. Sollte diese Körperschaft mit ihren Beratungen und Handlungen über das Gebiet hinausgehen wol­len, daß durch das Thema „Palästina" begrenzt ist, so würde es sich damit nur sehr bald seines eigenen Untergang graben.

Die Lage in Palästina.

Das Kolonialamt in London gab folgenden Be­richt aus: Es ist keine besondere Veränderung in der Lage in Palästina zu verzeichnen. Jerusalem, Jaffa und Haifa sind ruhig. Unruhen in der Um­gegend von Haifa wurden von einer Landungs» abteilung des Schlachtschiffes „Barham" unter­drückt. Flugzeuge beobachteten das Unruhegebiet und feuerten auf Trupps von Arabern in der Um­

gebung von Haifa, Ramleh und dem Hügelland Jerusalem. Wiederholt wurden Angriffe ge­

gen, _ , .......

berias sind durchschnitten worden. Die Lage im

Der Zionisten-Kongreß von Zürich, von dem I in der letzten Zeit im Hinblick auf die Unruh en | In Palästina so viel geredet wordey ist, hat Mitte dieses Monats stattgefunden. Es war der 16. Kongreß dieser Art und er ist dadurch bedeu­tungsvoll geworden, daß für die weitere Entwick­lung des Aufbauwerkes in Palästina jetzt die ge­samte Judenschaft der Welt die Verant­wortung übernommen hat. Damit hat der Zionis­mus als eine Sonderbewegung innerhalb der jüdi­schen Welt seine Bedeutung eingebüßt. Er wird natürlich noch der aktive Teil des Aufbauwerkes bleiben, aber das Interesse daran, und zwar ein opferbereites Interesse zeigt künftig das Juden­tum der ganzen Welt. Auf dem 16. Zionistenkon­greß wurde die „Jewish Ageney" auf eine Kör­perschaft von 400 Vertretern der gesamten Juden- schast erweitert. Als Arbeitsprogramm bezeich­nete der neue Rat, zu dem Professor Weizmann als Vorsitzender, der Amerikaner Louis Marshal und Lord Melchett (früher: Sir Alfred Mond, gehören: Schaffung einer Bodenreserve, Errichtung von Arbeitersiedlungen, Verstärkung der Einwan- derung. Man beabsichtigt in den nächsten fünf Jahren 100000 Juden in Palästina an, zusiedeln. Die Teifiiahme auch der übrigen jüdi­schen Gruppen und Bewegungen in der Welt, au­ßer den Zionisten, wird natürlich die großen Geld­summen leichter herbeischaffen lassen, die man zur

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Freitag, 30. August 1929.

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uldaerZertung

Anzeiger für die Stadl Fulda unö den Landkreis Fulda. Amtliches kreisblalk.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt aaa im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag »v" der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

sailler Vertrag in allen wesentlichen europäischen Fragen im Fahrwasser Clernenceaus schwamm und nur die weltpolitischen Interessen des Empires einigermaßen wahrte. Man muß an Curzon denken, der freilich die Sanktionspolitik Poincarät nicht billigte, aber auch keine Anstrengungen machte, sie zu verhindern, sondern hochmütig ab­seits stand und England in jene splendid isalatiane^ in jene glänzende Isolierung hineinmanöverierte, die Englands Prestige so geschadet hat. Und man muß an Chamberlain denken, der nie auf seiner und der britischen Europapolitik bestand und nichts mehr fürchtete, als Frankreichs Minister vor den Kopf zu stoßen. Man kann auch in diesem Zu­sammenhang die Episode Lord Cecils nicht über» gehen,, der gezwungen wurde, sein Amt als bri­tischer Völkerbundsoertreter niederzulegen und dem franzosensreundlichen VölkerbundsvertreteS Lord Cushendon Platz zu machen.

Es hat den Anschein, als ob die Arbeitsparfit» (er, welche jene Politik immer entschieden be­kämpften, nun einen durchaus anderen Weg ein­schlagen wollten. Zum ersten Mal ist Frankreich auf einer internationalen Konferenz auf den uner­bittlichen Widerstand seines früheren Alliierten ge­stoßen. Doch dürfte auch Italien, Ungarn, vielleicht foaar die Schweiz und die -übrigen sog. Neutralen des Weltkrieges erleichtert aufatmen. Desto größer

Ende der Entente.

Von Dr. Alphons Nobel.

War dem englischen Finanzminister Snowden wirklich so viel an den 50 Millionen Mark mehr ober weniger im Jahr gelegen? In dem großen englischen Staatshaushalte, der ungefähr mit 16 Milliarden Mark balanciert, spielt diese Summe vergleichsweise eine geringe Rolle. Ein englischer Kritiker Snowdens frug, was würde man wohl von einem Mann sagen, der ein Jahreseinkommen von 16 000 Mark besitzt und der um 50 Mark droht, die Welt auf den Kopf zu stellenl

Sicherlich ist auch Snowden nicht dieser ver­rückte Mann. Es dürfte der Wahrheit näher kom­men, wenn man in Snowdens Politik den kraft­vollen Versuch sähe, eine selbständige Handlungs­weise Englands einzuleiten, selbständig besonders in Hinsicht auf Frankreich, dessen Wünschen sich die bisherigen konservativen Außenminister Eng­lands immer wieder beugten, was kontinentaleuro- päifche Fragen anbetraf. Ob Snowden und feine Ministerkollegen von der Arbeiterpartei dieser Versuch auch in der Folge glücken wird, steht frei­lich dahin.

Uebersieht man die vergangenen Nachkriegs­jahre, so muß man zunächst an Lloyd George den­ken, der während der Verhandlungen zum Ver-

Am Ziel der Fahrt um die Wett

„GrafZeppelin", bei der letzten Abfahrt nach Fried­richshafen, kreuzt über der Luftfchiffhalle von • Lakehurst.

„Graf Zeppelin- In Lakehurst gelandet.

Im Hafen.

roifb.C akehutst, 29. Aug. (Eig. Meld.) Rach seiner Schleifenfahrt über Lakehurst schritt Dr. Eckener zur Landung. Um 13,10 Uhr 2K. E. Z waren die Haltetaue ergriffen und das Luftschiff wurde von der bereitstehenden Haltemannschaft zur Erde gezogen. Die Landung erfolgte um 13,14 Uhr.

Um 13.50 Uhr war der Graf Zeppelin in der Halle untergebracht. 13.52 Uhr verließ der erste Fahrgast das Luftschifi.

wtb. Lakehurst, 29. Aug. (Eig. Meld.) Das Sirenensignal, das die Landungsmannschaften des Flugplatzes zusammenruft, wurde um 10,45 Uhr M. E. Z. gegeben. Man erwartet, daß das Luft­schiff bereits in einer Stunde eintrifft. Um 10,42 Uhr M. E. Z. wurde aus Lehigh, das etwa 100 Km. südwestlich von Newyork liegt, gemeldet, daß das Luftschiff den Ort passiert habe.

„Graf Zeppeln" in Lakehurst eingekroffen.

wtb. Lakehurst, 29. Aug. (Eig. Meld. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist um 12,58 Uhr über dem Flugplatz eingetroffen und umkreiste mehr­mals das Flugfeld. Die Weltreise hat 21 Tage und 5 Stunden in Anspruch genommen.

Das Luftschiff „Graf Zeppelin" hat seinen Flug über den amerikanischen Kontinent zu Ende geführt. Wo er in den vamerikanischen Städten erblickt wurde, gab es riesige Freude-Kundgebungen. So in Kansas Eity, wo auf dem Flugfeld auch sofort ein Flugzeuggeschwader aufftieg, um das Luftschiff zu begrüßen und über die Stadt zu neleiten.

Der weitere Flug führt über den Mississippi, De­troit, Chicago, über den Michigan-See. Um 5,50 Uhr m. e. Z. erreichte das Luftschiff Cleveland in Ohio. Hier hatten 0* sch-m nm Na-bmiftn-, 1JO 000 Menschen, die größte Menschenmenge, die Cleve- land je gesehen, eingefunden, um den Zeppelin zu erwarten. Das Luftschiff überflog die Stadt mit ziemlicher Geschwindigkeit in ungefähr 300 Meter Höhe, über der Lustfahrtausstellung eine Schleife ziehend. Um 5,57 Uhr m. e. Z. traf das Luftschiff über Akron (Ohio) ein.

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wtb. Eleveland, 29. Aug. (Eig. Meld. Im Ver­laufe von Schauflügen, die auf dem hiesigen Flug­platz gestern nachmittag veranstaltet wurden, stieg Leutnant Bolver von der Marine-Station Lake- hurst von dem Luftschiff Los Angelos, das mit 72 Km. Geschwindigkeit fuhr, in ein angehängtes Flugzeug über. Es ist dies der erste Versuch, vom fahrenden Luftschiff auf ein fliegendes Flugzeug überzusteigen.

„Gras Zeppelin" über Newyork.

wtb. Newyork, 29. Aug. (Eig. Meld.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist kurz nach 12 Uhr M. E. Z. mittags über der Stadt eingetroffen.

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