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FuldaerZertung

Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

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Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt

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rtß im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag Jlt?« der Fuldaer Aciiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift-

Sonntag, 25. August 1929

:: leitung 1152, Fuldaer Aciiendruckerei 1150 und 1151. ::

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Ae neue Ratstagung des Völkerbundes

3m Zusammenhang mit der Haager Konferenz und im Namen des sogenannten Reichsausschusses für das deutschnationale Volksbegehren haben, wie wir gestern schon mitteilten, Hugenberg und Seldte Dr. Stre-femann telegraphisch mitgeteilt, daß sie die von chm im Haag befolgte Taktik für falsch halten. Als Antwort auf den Schritt der beiden rechtsra­dikalen Herren ist eine Auslassung in der Natio­nalliberalen Korrespondenz, dem offiziellen Organ der Deutschen Volkspartei zu betrachten, das an eine Aeußerung Strefemanns, in der Kölnischen Volkszeitung anknüpft, die in dem Safi des Frank­furter Parlaments gipfelte: „Die Behaglichkeit, mit der jefit manchmal Buben am Geschick des Vaterlandes verzweifeln, gehört zu den widrig­sten Erscheinungen der Gegenwart." Stresemann werde wohl „solche Elemente im Auge gehabt ha­ben, die mit einer wahren Wonne jede Schwierig­keiten begrüßen, die sich der deutschen Politik in den Weg stellt":

„Man braucht nicht einmal an die 4000 Briefe zu denken, die Herr Hugenberg nach Amerika schickte, um dort die wirtschaftlichen Zustände Deutschlands grau in grau zu schildern und den deutschen Kredit im Aus­lande abzuschneiden. Es genügt, eine gewisse Presse durchzulesen, die auch jetzt wieder Tag für Tag mit Ju­belgeschrei feststellen kann, daß die Entwicklung im Haag nichtso glatt geht, wie es sich kindliche Gemü­ter wohl vorgestellt haben mögen. Mit Behagen und Freude werden die Hindernisse aufgezählt, werden Bri- and und Snowden, Mussolini und andere als Staats­männer größten Formats in den Himmel gehoben, die eigenen deutschen Vertreter aber der „Feigheit und Ur­teilslosigkeit" geziehen.

„Wenn das keine politischen Bubenstücke sind", lo. schließt die „Nationalliberale Korrespondenz",

Ae Volksparlel deckt Vr. Stresemann

Die Haager Konferenz lagt weiter.

Am 30. August soll in Genf die 56. Ratstagung des Völkerbundes beginnen. Die Tagesordnung, die sie zu erledigen hat, ist nicht besonders um- sana^eich, auch finden sich darauf kaum solche Fra- oen die für irgend welche Staaten besonders le­benswichtig wären. Man wird sich darauf beschrän­ken die Berichte der verschiedenen Völkerbunds- ora'anisationen entgegen zunehmen. Auch der Wirt- sckastsausschuß und der Finanzausschuß des Völ­kerbundes werden Rechenschast ablegen wollen. Alles das sind Dinge, die sich bisher immer schnell abgewickelt haben, die allerdings auch zuweilen Ge- leaenhell gegeben haben, sich in allgem. auhenpoli- tistben Exkursionen zu versuchen. Zu solchen Aus­führungen allgemeiner Art kann vielleicht der Be­richt des Mandatsausschusses verleiten, da das Gebiet, das er zu kontrollieren hat, langsam, aber sehr deutlich Probleme allgemeiner Art zu ent­wickeln beginnt. Wir denken hier noch nicht direkt an Fragen, die Deutschland aufzuwerfen hat, und die auf der Pariser Sachverständigenkonferenz be­reits vornehmlich angedeutet worden sind, sondern mehr an gewisse Aspirationen der Italiener, die die früheren deutschen Kolonien als Mandate zu ge­winnen trachten.

Auf der Tagesordnung steht auch noch die Ab- tüstungsfrage. lieber den Stand derselben wird ein Bericht des Vorbereitenden Ausschusses abge­geben werden, doch dürfte dieser kaum zu einer ausgreifenden politischen Erörterung führen, weil außerhalb des Völkerbundsrates zwischen England und Amerika gewisse Verhandlungen im Gange sind, die sehr bedeutsam zu werden versprechen und die öfc\atot(! Abrüstungfrage vielleicht endlich auf einen posiÄoen Boden zu bringen vermögen. Es ist ja bekannt, daß die beiden Mächte England und Amerika, wenn sie sich geeinigt haben sollten, mit ihrer Abrüstungspolitik nicht allein bleiben wol­len, sondern eine allgemeine große Abrüstungs­konferenz einberufen möchten. Der Völkerbund könnte zur Vergrößerung seines Renomees einen Erfolg in der Abrüstungsfrage dringend gebrau­chen.

Auch die ungarisch-rumänische Optantenfrage steht wieder auf der Tagesordnung. Hier wird man vom Völkerbundsrat "wohl jetzt ein entscheideh- des Wort erwarten müssen, nachdem die direkten Verhandlungen zwiscken den beteiligten Regierun­gen wiederum zu keinem Ergebnis geführt "haben. Auf der gleichen politischen Ebene liegen die Fra­gen des Minderheitenschutzes. Der Völkerbunds­rat wird hier insbesondere wieder zu Beschwerden Stellung nehmen müssen, die aus Oberschlesien vorliegen. Vor allem handelt es sich um die Frage der Liquidierung der Güter mehrerer zur deut­schen Minderheit gehörenden Untertanen. Schon auf der letzten Ratstagung ist das Thema in grund­sätzlicher Meise erörtert worden. Man hat sich da­mals auf direkte Verhandlungen zwischen Deutsch­land und Polen geeinigt, die in der Zwischenzeit auch stattgefunden haben, eine volle Klärung aller Einzelfragen aber noch nicht ergaben. Auch aus Litauen liegen Minderheitenbeschwerden vor. 34 in Litauen ansässige Personen russischer Herkunft haben sich über die Einziehung ihrer Güter be­schwert. Sie glauben, daß die litauische Agrar­reform ihre rechtlichen Befugnisse überschritten habe.

An die Ratstagung des Völkerbundes wird sich eine Vollversammlung unmittelbar anschliehen. Auch deren Tagesordnung zeigt keine Punkte, die unmittelbar für irgend einen Staat als lebens­wichtig erscheinen. Doch finden wieder Neuwahlen

für dis Zusammensetzung des Rates statt, die je­desmal starkes Interesse in Anspruch nehmen. Be­kanntlich scheiden alljährlich drei der Ratsmitglie­der aus. In diesem Jahre sind es die Vertreter von Polen, Rumänien und Chile. Polen ist ge­genüber den beiden anderen ausscheidenden Staa­ten aber insofern im Vorteil, als es auf Grund der neuen Vereinbarungen, die beim Eintritt Deutschlands in den Völkerbundsrat getroffen wor­den sind, das Recht auf Wiederwählbarkeit besitzt. Es wird wieder gewählt werden, wenn bereits die Hälfte der Stimmen der Bollversammlung da­mit einverstanden ist. Es liegt im Augenblick kein Grund vor, anzunehmen, daß es diese einfache Mehrheit nicht erreichen wird. Es ist ein Brauch der Völkerbundsversammlung bisher gewesen, daß für einen ausscheidenden südamerikanischen Staat ein anderer Staat Südamerikas in den Rat hin­eingewählt wird. Das wird dieses Mal schwer sein, weil sich Argentinien und Brasilien immer noch nicht an der Dölkerbundsarbeit beteiligen. Was für Südamerika galt, hat auch die Kleine Entente für sich in Anspruch genommen, so daß man damit rechnen kann, daß für das ausschei­dende Rumänien jetzt ein Vertreter Jugoslawiens in den Rat hineingewählt wird, doch erhebt auch Norwegen jetzt Anspruch auf einen Ratssitz.

Der Ratstagung in Genf kann unter Umstän­den dadurch besondere Bedeutung erwachsen, daß die Verhandlungen im Haag, um die es im Augen­blick sehr schlecht bestellt ist, in Genf weitergeführt werden. Schon ist der Besuch des englischen Mini­sterpräsidenten Macdonald in Genf angekündigt, den die Franzosen nicht für so hartnäckig und ver­bissen, auch nicht für so Frankreich abhold halten, wie den englischen Schatzkanzler Snowden, der im Haag sein Land vertritt. Diese Hoffnungen Frank­reichs auf einen anderen englischen. Delegations­führer sind vielleicht mit ein Grund, weshalb im Haag keine Entscheidungen reifen wollen. Im übrigen sind mit der jetzigen Herbsttagung des Völkerbundes wieder andere internationale Ta­gungen in Genf verbunden. So hat sich die Inter­parlamentarische Union dort versammelt, auch wird der 5. Europäische Nationalitätenkongreß wieder in Genf zusammentreten, der dort am 26. Septem­ber seine 5. Tagung beginnt.

Interparlamentarische Woche.

wtb. Genf, 24. Aug. (Gig. Meld.) Gestern wurde hier die Session der interparlamentarischen Woche eröffnet, an der die Mitglieder des Rats und der ständigen Studienkommission der interpar­lamentarischen Union teilnehmen. Neben der gro­ßen ständigen Studienkommission, die sich mit po- littschen, juristtschen, wirtschaftlichen, finanziellen, ethischen, kolonialen, sozialen und Wohlfahrtsfragen befaßt, tagen vier Unterkommissionen. Diese Kommissionen haben rin umfangreiches Programm abzuwickrin. Es sollen auch wichtige Beschlüsse über die Entwicklung des interparlamentarischen Werkes gefaßt werden. Gestern tagte auch die ge­mischte Unterkommission für die Sicherheitsfrage. Andere Kommissionen befaßten sich mit der Ent­wicklung des parlamentarischen Systems, der Ver­antwortlichkeit des Staates, den internationalen Trusts usw. Am 29. August findet eine öffentliche allgemeine Sitzung statt, in dem vor allem das Thema „Die Tragweite und die Folgen des Kel- logg-Poktes" behandelt werden soll. Mehrere be­kannte Parlamentarier Europas werden in dieser Sitzung das Wort ergreifen.

„dann mochte man wissen, wie sie beschaffen sein sollen".

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— Haag, 24. Aug. (Gig. Meld.) Privatmel­dung. Der heutige Vormittag hat mit dem Zu­sammentritt einiger Sachverständiger für die Frage der Kohlenlieferungen an Italien begon­nen, über tne zwischen englischen, italienischen und deutschen Fachreferenten verhandelt wird. Um 10.30 Uhr traten die Hauptdelegierten der an der Rheinlandfrage interessierten Mächte zur Fortset­zung ihrer gestrigen Besprechungen zusammen, in denen u. a. die Kontrollfrage behandelt werden dürfte. Um 11.15 Uhr hat sich die Gruppe der Delegierten, die die finanziellen und wirtschaft­lichen Fragen behandelt, in Fortsetzung der gestri­gen Svätabendkonferenz zu einer Besprechung zu- sammengefunden. Gs herrscht also eine ziemliche Regsamkeit und ein Bemühen, die Woche möglichst mit Teilergebnissen, wenn auch wohl kaum mit ei­ner Gesamtverftändigun^zu beenden.

Der bemerkenswerteste Vorgang des Freitags in Haag war die englische Ablehnung des neuen Angebots, das im Auftrage Frank­reichs, Belgiens, Italiens und Japans Snowden und der englischen Delegation durch Jaspar über­reicht wurde. Dieser Vorgang des neuen Ange- bots muß vorwiegend als taktischer Schritt gewer­tet werden. Gs trägt dem restlichen Anspruch Englands auf 58 Millionen nur bis zu 22 Millio­nen Rechnung. In seiner Ablehnung bezeichnete Snowden diefen Vorschlag als dur chaus unge­nügend. In offiziösen Kreisen der englischen Delegation wurde uns versichert, daß England das „Recht von Spa" wolle. Es könne ine Vor­

schläge seiner ehemaligen Alliierten überhaupt nicht als „Angebote" betrachten, da sie auf finanzielle Werte sich bezogen, die England durch das Gutach­ten der Experten rechtswidrig aberkannt seien. Die englische Delegation handle nicht, sondern be­stehe auf einer vollen Wiederherstellung ihres Rech­tes. Durch die englische Delegation wurde in ei­ner Auslastung erneut betont, daß England we­der von Deutschland noch von den kleineren Gläu­bigermächten Zusatzlristungen oder Verzichte ver­lange, sondern seinen Anspruch auf Wiederherstel­lung des zweiundzwanzigprozentigen Spaschlüfsels an jene Mächte richte, zu deren Gunsten in Paris die Veränderung vorgenommen fei.

Es bestehen für die weitere Entwicklung der Konferenz lediglich die zwei Möglichkeiten, daß Frankreich und Italien diesem Druck nachgeben oder aber England von seiner Forderung auf volle und uneingeschränkte Wiederherstellung des Spa- fchlüssels zurücktritt. Der wirtschaftliche Wert der Differenz zwischen beiden Parteien ist verhältnis­mäßig sehr gering, feine Prestigebedeutung ist durch die Entwicklung der Verhandlungen jedoch ins Un­geheure gesteigert.

Der im Haag weilende Außenpolitiker des Echo de Paris gibt eine Snowden zugeschriebene Aeußerung wieder, wonach sich der englische Schatz­kanzler mit 40 Millionen anstatt der geforderten 48 Millionen Mark zufrieden erklären würde, wenn außerdem seinen Wünschen hinsichtlich der Qualität der Zahlungen, d. h. der Beteiligung Englands an den ungeschützten Annuitäten und hinsichtlich der Sachlieferungen berücksichtigt würden. Wenn dies wirklich der Entschluß des Schatzkanzlers fei, dann fei man allerdings noch weit vom Ziel entfernt. Die Differenz betrage noch 10 Millionen Mark, wenn nicht sogar noch mehr.

Der Haager Korrespondent des Petit Parisien erklärt, der englische Schatzkanzler lehne, wie man behaupte, neue finanzielle Opfer Deutschlands ab, aber er fordere dafür eine so bedeutende Herab­

setzung der Sachlieferungen, daß Deutschland nicht wisse, wie es diese zugestehen soll.

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Der Havasvertreter berichtet aus dem Haagi Wie ich aus Kreisen der Konferenz erfahre, hat der englische Außenminister Henderson an Dr. Stresemann ein Schreiben gerichtet, in dem er die Absicht der britischen Regierung hel­ft ätigt, die britischen Truppen aus dem Rheinland . tn allernächster Zeit und unabhängig von dem endgültigen Schicksal des Poungplanes zurück­zuziehen. Das Schreiben behandelt außerdem ge« wisse Fragen, die sich auf die praktische Durch­führung und die finanzielle Liquidierung der Be­setzung beziehen, und erklärt zum Schluß, daß, wenn diese Fragen gelost wären, die Räumung des Rheinlandes durch die brittschen Truppen Mitte September beginnen und innerhalb dreier Monate durchgeführt sein könne.

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Das im Poung-Plan vorgesehene Organi­sations-Komitee für die Anpassung der nach dem Dawes-Plan erlassenen deutschen Gesetze ist zu seiner ersten konstituierenden Sitzung unter dem Vorsitz des früheren belgischen Ministerpräsidenten Delacroix im Haag zusammengetreten und hat zum neutralen Vorsitzenden Herrn Marcus Wallenberg-Stockholm gewählt.

Das Komitee besteht aus drei Unterausschüssen für die Anpassung der Regelung der verpfän- beten Einnahmen, den Bankgesetzes und des Reichs­bahngesetzes und setzt sich wie folgt zusammen:

Verpfändete Einnahmen: Ministerialrat Dr. Berger, Staatssekretär a. D. Bergmann, Andrew Macsadyean, Eaillet-Billotteau.

Bankgesetz: Sir Charles Addis, Delacroix, Ministerialdirektor Dr. Scheffer, Geheimrat Bocke.

Reichsbahngesetz: Beanchini, Ministerialdirek­tor Professor Dr. Dorn, Leverve, Ministerialdirek­tor Vogel.

Unterwegs nach Los Angeles.

Bereits Verbindung des „Graf Zeppelin- mit der kalifornischen Funkstation Marsh al.

Die zweite Etappe der Weltfahrt, Tokio—Los Angeles, wird aller Voraussicht nach, einigerma­ßen günstige Wetterverhältnisse vorausgesetzt, et­was weniger Zeit in Anspruch nehmen als die erste Etappe. Das Luftschiff hat bald nach Fahrt­beginn die eingefchlagene Nordost-Richtung ver­lassen und ist scharf östlich ab gebogen, wo es sich zunächst auf der Hohe zwischen dem 35. und 36. Breitegrad hielt (genau 35°40’). Seine Reisegeschwindigkeit schwankt zwischen 110 und 150 Stundenkilometern, ist also recht flott, was auf günstige Windverhältnisse schließen läßt. Wenn das Luftschiff seine Fahrt im wesentlichen zwischen 35. und 40. Breitegrad fortsetzen kann, so ist, wie die Franks. Ztg. schreibt, die ganze zurückzulegende Strecke, also von Tokio in einer Kurve auf den 35. Breitegrad und dann östlich weiter bis San Franzisko und über der amerikanischen Westküste bis Los Angeles, etwa 9490 Kilometer lang. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern wäre diese Strecke in etwa 94 Stunden zu durchmessen. Falls aber Dr. Ecke­ner die für den ersten Teil der Fahrt erwarteten leichten Rückenwinde vorfindet — und die bisheri­gen Positionsmeldungen sprechen für das Vorhan­densein von Treibwinden —, dann dürfte sich seine Hoffnung erfüllen, nach 80 Stunden schon in Los Angeles zu sein. Seine Ankunft würde in diesem Fall auf Montag etwa zwischen 15 und 16

Uhr oder im ungünstigeren Falle aus Diens­tag zwischen 5 und 6 Uhr fallen.

Neue Meldungen.

wtb. San Franzisco, 24. Aug. (Gig. Meldz.). Die Kalifornische Funkstation Marshal hat eine ö i» rekte Verbindung mit dem „Graf Zeppelin" hergestellt.

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wtb. San Franzisco, 24. Aug. (Gig. Meldg.). Nach einer Meldung des hiesigen Wetterbüros liegt ein großer Nebelgürtel in der Fahrtrich­tung des „Graf Zeppelin". Auch werde das Luftschiff bei der Fahrt nach Amerika Rückenwin­den begegnen. Wie das Wetterbüro erklärt, ist die Gegend der A l e u t e n stets sehr neblig. Dr. Gckener werde aber gewiß im Stande fein, feinen Kurs den Windrichtungen vorteilhaft anzupassen.

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wtb.Tokio, 24. Aug. (Gig. Meldg.). Nach der Meldung der Funkstation Ochiischi von 2 Uhr früh MEZ. hatte der „Graf Zeppelin feit seiner Ab­fahrt nach Los Angeles rund 2145 Klm. in 17 Stunden 47 Min. zurückgelegt, was einen Durch­schnitt von 117, Klm. in der Stunde ergibt.

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wtb. San Jranjisco, 24. Aug. (Eig. Meldg.). Die Funkstation Mackay erhielt um 9 Uhr vormit-

„Graf Zepp'elin" in der „Asachi Tsim-Bum", einer Zeitung der japanischen Großstadt Osaka vom 2. August 1929.

Schon wochenlang vor der Ankunft des „Gras Zeppelin" in Tokio fußten sich die Spalten der japanischen Zeitungen mit Text- und Bildberichten von dem deutschen Luftschiff. So wurde die Fahrt des „Grat Zeppelin" zu einem unschätzbaren Faktor für das deutsche Ansehen im Fernen Osten.