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Anzeiger für die Stabt Julda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

56. Z-hr«.

Sonnlag, IS. August 1929

Monatl. 1,80 einschl. Postgeb. (M bezw. 48 Pf.) ohne ZusteNg. An^eigen-Preise: Klemzeile <CoI.) lokal 0,15 ^.auswärts 0,20 Mt. Reklamezeile: lokal 0,60 M. auswärts 0M 'M. Bei Wiederholungen Rabatt. Postscheck!. >vrankf. a. M. 4051

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tert aber grundsätzlich als äußersten Termin Juli 1930 angenommen.

Erfolg oder Mißerfolg 50:50

Die Entscheidungen im Haag auf nächste Woche vertagt.

wtb. London, 17. Aug. (Eig. Meldg.) Reuter berichtet aus Shanghai: Hier vorliegenden Mel­dungen aus Mandschuli zufolge hat eine aus Kavallerie und Artillerie bestehende Truppenabtei­lung in Stärke von etwa 700 Mann einen An­griff auf die 35 Kilometer südwestlich von Mand­schuli an der ostchinesischen Bahn gelegene Eisen­bahnstation Jarainor unternommen. Die Chine­sen erwiderten das Feuer der Angreifer.

gab Verwundete, darunter 10 Zivilisten.

wtb. Friedrichshafen, 17. August. (Eig. Meld.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" meldet der Werst Friedrichshafen folgenden Standort: 7 Uhr früh 64 Grad Nord, 95 Grad Ost.

Anmerkung der Redaktion: Diese Standort­angabe ist mit der Moskauer Meldung nicht in Einklang zu bringen. Ihre Richtigkeit vorausge-

In flotter, sicherer Fahrt mit einer durchschnitt­lichen Reisegeschwindigkeit von etwa 110 Kilome­ter) in der Stunde setzt „Graf Zeppelin" seine große Weltreise fort. Nachdem er um die Mittags­zeit Perm passiert hatte, und zwar in beträchtlicher Höhe, da er offenbar den Fallböen entgehen wollte, die sich über der hohen Gebirgsschwelle des Ural häufig bilden, strebte er Jekaterinburg zu. Einige 40 Kilometer nördlich dieser Stadt hat er kurz nach 13 Uhr den mittleren Ural überquert und sich dann in nordöstlicher Richtung auf den Fluß Ob zu gehalten. Um 16 Uhr befand er sich auf dem 60. Breitegrad und auf 64 Grad östlicher Länge, etwa 200 Kilometer nördlich Tobolsk.

,^Graf Zeppelin" überflog um 5.30 Uhr nach­mittags russischer Landeszeit Kiselowsky und warf ein Paket mit Postkarten an führende Per­sönlichkeiten des Sowsetwesen und an Verwandte des Sowjetpiloten Karlin ab. Jede Postkarte trägt folgende Aufschrift: Die „Windrichtung nötigte Dr. Eckener, von der Ueberfliegung Moskaus abzu­sehen, da dies eine Fahrtverzögerung von acht bis zehn Stunden nach sich ziehen würde."

*

wtb. Moskau, 17. August. (Eig. Meld.) Te- legraphen-Agentur der Sowjet-Union: Das Luft­schiff „Gras Zeppelin" befand sich um 9 Uhr früh Moskauer Zeit (8Uhr m.e.Z.) auf 85 Grad östlicher Länge und 60 Grad nördlicher Breite in etwa 1000 Meter Höhe. Sowjet-Flieger, die dem Luftschiff aus Tobolsk entgegengeflogen waren, berichten, daß das Luftschiff mit ver­minderter Kraft zu fahren scheine.

wtb. Paris, 17. August. (Lig. Meld.) im Haag weilende diplomatische Redakteur „Aqence Havas" will erfahren haben, daß heute vormittag überreichte en gliche Ant­wort auf die interaliierte Denkschrift vom 16. August eine in verbindlicher Form gehaltene A b - lehnung darstelle. Die englische Antwort gehe, wie der Korrespondent berichtet, aus die Vorschläge der vier Gläubigerstaaten, die das Inkrafttreten des unveränderten Poungplanes ermöglichen sol­len, ein und sehe auseinander, daß sie den briti- scheu Forderungen nur in ungenügender Weise enlgegenkomme. Snowden halte demnach diese Forderungen in vollem Umfange auf-

Die am Samstagnachmittag abgehattene sprechung Strese mann-Henderson insbesondere einer Klärung der kompttzierten Fra­gen, die mit der englischen Anregung auf einen deutschen Verzicht in der Frage der Besatzungs­schäden zusammenhängen. Es ergab sich, daß Gegenstand und Umfang dieses Wunsches der be­reits bekannten Auslegung entsprechen. Hender­son legte bei dieser Gelegenheit int Hinblick aus die in Umlauf gesetzten Pressemeldungen Wert aus die Feststellung, daß es keineswegs den Tatsachen entspreche, daß er die Anregung gemacht habe, Deutschland solle sich zur Zahlung der Besatzungs- kosten Frankreich, England und Belgien gegen­über bereit erklären. Die Aussprache betras natur­gemäß zugleich die sämtlichen zur Zeit schweben­den Fragen insbesondere auch die durch das sran- zösische, belgische, italienische und japanische An­gebot an England geschaffene neue Lage. Im Anschluß an die obige Unterredung fand eine Zu­sammenkunft der vier deutschen Minister statt, bei'der ebenfalls alle zur Erörterung stehen- den Probleme der Konferenz durchgesprochen wur­den. Die Minister sind einmütig.

Nach einer Meldung soll sich Snowden Sams- tagvormittag versöhnlicher gezeigt haben. Wahr­scheinlich ist dies auf den Umstand zurückzuführen, daß die 4 Mächte, die das Memorandum aufge­stellt haben, die Absicht geäußert haben sollen, ihre Vorschläge in vollem Umfange zu veröffent­lichen, falls die Engländer an ihrer bisherigen „100 prozentigen Forderung" festhatten sollten. Vorläufig allerdings dürfte eine Verstän­digung unterbleiben, da man erst alle Möglich­keiten der einaeleiteten weiteren Verhandlungen ausschöpfen will.

England lehnt ab.

Konflikt einzugreifen wünschten. Staatssekretär Stimson soll am 25. Juli in einer Rundnote Eng­land, Japan, Frankreich, Italien und Deutschland zur Zusammenarbeit auf der Grundlage aufge­fordert haben, daß zunächst einmal der Grund zum Streit endgültig festgestellt und die Frage der Ver­antwortlichkeit geklärt wende. Dann müsse man ein Aufsichtsorgan Vorschlägen, das die Wisde-^o- luna der Wirren unmöglich machte, ffHio&ftd) müsse die Leitung der --^-binesischen Bahn einem unparteiischen neutralen Leiter anvertraut werden, der über sämtlich" Interessen ?u roa^ert hätte. Diese russischen Gerüchte haben eine formelle Be­stätigung nicht gesunden. In russischen Regie­rungskreisen ist man aber überzeugt, daß solche Pläne, wie die geschilderten, wirklich Vorgelegen haben. Sie werden dort mit großer Entrüstung abgelehnt. In Rußland ist man ja seit Jahren in Sorge, daß die sechs Großmächte den dunklen Plan hegen, den Bolschewismus einzukreisen, um ihm mit Tücke oder Gewalt die Weiterexistenz un­möglich zu machen. Diese große Sorge, die übri­gens in einer sehr unklugen Weise aus Agitations­gründen methodisch gepflegt wird, hat nicht zuletzt ihren Grund darin, daß bei den sehr wichtigen Staaten England und Amerika beglaubigte Ver­treter fehlen, sodaß man über deren letzte politi­sche Absichten in Ostasien mehr oder weniger auf Kombinationen angewiesen ist. Für die Russen kommt überdies grundsätzlich jeder diplomatisch? Vermittlungsversuch außer Betracht, der nicht non der Doraussekung ausgeht, daß die früheren Zustände in der Mandschurei erst wieder herge- stellt werden müssen. Die Russen verlangen also die Wiedereinsetzung ihrer Beamten auf der ostchi­nesischen Bahn und die Befreiung der weit über 3 000 Räteangestellten der Bahn, die nicht ausge­wiesen, sondern in Sammellagern festqehalten werden. Diese Forderung der Russen ist durch­aus berechtigt, denn die Maßnahmen der Chinesen sind Willkürakte gewesen, die auch nicht damit be­gründet werden konnten, daß die Russen ihre Stellung in der ostchinesischen Bahn dazu miß­braucht haben, bolschewistische Propaganda zu ent­falten. Man muß überhauot etwas stutzig werden hinsichtlich der in dieser Hinsicht erhobenen An­klage, weil die chinesische Regierung in Nanking, die bei den Haussuchungen im Charbiner russi­schen Konsulat zahlreiche belastende Dokumente ge- funden Haben will, diese dis Heute noch nicht be­kannt gegeben Hat. Jedenfalls scheint die russische Propaganda in der Mandschurei noch nicht die

..Gras Zeppelins- Fahrt über Asien.

Samstag vormittag 85 Grad östlicher Länge und 60 Grad nördlicher Breite.

iederZusammeustötzein berMandschurei

Die Lage im Fernen Osten.

Die letzten Meldungen aus der Mandschurei besagen, daß Rußland die in Ostsibirien stehenden Truppenteile der Roten Armee zu einer besonde­ren Armee für den Fernen Osten zusammensasse und dem bisherigen stellvertretenden Komman­deur des ukrainischen Militärbezirks, dem General Blücher, unterstellt habe. Dieser General gilt als ein Kenner der chinesischen Verhältnisse, denn er hat vor zwei Jahren, als noch der russische Agent und Organisator Borodin die revolutionären Südchinesen beraten durfte, in den Diensten dieses Borodin geftanhen. Er war schon in der Zaren­zeit russischer Offizier, ist aber dann bei Ausbruch der kommunistischen Revolufion in die Rote Armee eingetreten. Er gilt als ein sehr befähigter Mann, der schon manchen abenteuerlichen Auftrag der Moskauer Regierung erfolgreich ausgeführt ha­ben soll. Die Moskauer Regierung hat noch an­dere Mobilisierungsmaßnahmen angeordnet, u. a. ist eine Freiwilligendivision eingerichtet worden, zu der angeblich ein starker Zustrom kampfbe- gieriger Russen stattfindet.

Auch die Chinesen sollen ihren Bahnschutz in der Mandschurei verstärkt haben, neue Bataillone und Panzerzüge sind unterwegs, auch sind Flug­zeuge an die Grenze beordert worden. Die mili­tärischen Zurüstungen intensivieren sich also auf beiden Seiten, doch weiß von bereits erfolgten Zu­sammenstößen eigentlich nur die deutsche Rechts­presse zu berichten, der anscheinend nicht früh ge­nug Blut fließen kann.

Welchen Stand die Bemühungen um die Si­cherung des Friedens haben, ist nicht ganz klar. Es heißt, daß die Vereinigten Staaten mit der Un­terstützung anderer Mächte fortfahren, auf die Re­gierungen in Moskau und Nanking einzuwirken, keine kriegerischen Aktionen vorzunehmen. Vm etwa einer Woche wurde in Sowjetkreisen die Nachricht verbreitet, daß die sechs Großmächte un­ter Amerikas Leitung in den russisch-chinesischen

Formen angenommen zu haben, die ihr die Nan­kinger Regierung unterstellt hat. Die Angst der Sowjetregierung, von den sechs Großmächten ein- gekreist zu werden, hat sich als gerechtfertigt bis­her noch nicht herausgestellt. Deutschland würde solchem Beginnen bestimmt jede Mitwirkung ver­sagen. Dann aber sollte es für die Russen nicht unbedeutsam sein, daß die Antwort der an den chinesischen Dingen vor allem interessierten Staa­ten auf das Begehren Chinas nach Beseitigung der Exterritorialität, es handelt sich um England, Amerika, Frankreich und Holland, einstimmig a b- lehnend gelautet hat. Das war sicher kein Freundlichkeitsakt gegenüber der Nankinger Re­gierung, die überdies auch unter finanziellen Druck gefetzt wird. An diesen sind nicht zuletzt auch die Japaner beteiligt, die, wie es heißt, ihre Guthaben in China in großem Umfange kündigen.

In China selbst sind die Meinungen über die Zweckmäßigkeit des Vorgehens der Nanking-Re­gierung sehr geteilt. In Mukden, also in der Nähe des Kampfplatzes, denkt man viel gemäßig­ter als in Nanking. Das mag auch der Grund dafür sein, daß die direkten Verhandlungen zwi­schen Rußland und China so unübersichtlich verlau­fen. In der Mandschurei scheint es zwei Verhand­lungszentralen zu geben, die des ©enerals Tschang Sue-liang und die des ehemaligen Mos- | kauer chinesischen Gesandten Tschu Schao-jan. Beide Delegationen scheinen voneinander nicht rich­tig zu wissen, was die andere will. Die russi­schen Mobilmachungsmaßnahmen verfolgen offen­bar den Zweck, die Chinesen zu einer Klärung der eigenen Meinung zwingen zu wollen.

psychologische Situation versteht. Dieses Selbst­bekenntnis ist nicht uninteressant und gibt den Schlüssel zu der Einstimmigkeit mit der die Dchlußresolution gefaßt wurde, an deren Spitze der vielsagende Satz steht: „Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands stimmt allen Beschlüssen des 10. Plenums des Exekutiv­komitees der Komintern voll inhaltlich zu. In jener Selbstcharakteristik heißt es:

„Der Verlauf dieser ersten Tagung des Plenar- zentralkomitees nach dem Weddinger Parteitag zeigte gegenüber den früheren Tagen, bei denen sich noch die Versöhnler im Zentralkomitee befan­den, eine vollständig andere Einstellung und kenn­zeichnete den Grad der revolutionären Vorwärts- entwicklung der Partei. Das Zentralkomitee be- fchästigt sich keineswegs mehr mit faktisch nutzlosen philosophischen Auseinandersetzungen über die Richtigkeit der Linie der Komintern. Sämtliche Diskussionsreden zu den Referaten standen stark im Zeichen einer Selbstkritik und der ernsthaftesten Beschäftigung mit den Problemen, wie die Linie der Partei praktisch in den einzelnen Bezirken zur Anwendung gebracht werden kann. Charakteristisch für die Sitzung des Zentralkomitees war die starke Beteiligung der Parteimitglieder aus den Betrieben an der Diskussion. Sämtliche Diskus­sionsredner beschäftigten sich ernst und eingehend mit den Aufgaben, wie die noch bestehenden Hem­mungen und Hindernisse überwunden und die noch auftretenden Schwächen, Mängel und Fehler ausgemerzt werden können."

Es war also ein vollständig gesäubertes Ple- narzentralkomitee zusammengetreten, in dem von vornherein die Einmütigkeit aller Anwesenden fest- stand und das nur noch die Aufgabe vor sich sah, ohne weiteres theoretisches Spintisieren die prak­tische Agitationsarbeit zu organisieren, d. h. die Masse der deutschen Arbeiter zu vermehren, die der russischen Politik blindlings zu folgen bereit sind. Es kann natürlich den Mut zur Ar­beit nicht beseelen, wenn man das Gefühl hat, daß sich der deutsche Kommunismus auf einer abstei­genden Linie bewege oder von der Sorge belastet

wtb New Bort, 17. August. (Eig. Meld.) Hier am Samstag vormittag vorliegenden Meldungen zufolge befindet sich „Graf Zeppelin" etwa 450 Kilometer nordwestlich von Tomsk und hat somit die Hälfte der Strecke Friedrichsha­fen-Tokio zurückgelegt. Man nimmt an, daß das Luftschiff das nördliche Ende des Baikal- fees überfliegen wird.

wtb. Washington, 17. August. (Eig. Meld.) Der Chef der amerikanischen Flotte, Admiral Charles F. Hughes, gibt bekannt, daß die Marine alle Vorbereitungen getroffen habe, die Verbin­dung mit dem „Graf Zeppelin" während feines Fern-Ostfluges und während der Ueberquerung des Stillen Ozeans aufrecht zu erhalten. Die amerikanische Funkstation in Peiping ist angewie­sen worden, baldmöglichst eine Funkverbindung mit dem Luftschiff herzustellen und Dr. Eckener jede Hilfe zu leisten. 50 Schiffe der amerikanischen Flotte, die sich in asiatischen Gewässern, zum größten Teil in Tsthifu befinden, sind gleichfalls angewiesen, dem Luftschiff alle gewünschten In­formationen zu übermitteln. Das Observatorium in Manila wird durch Funkspruch regelmäßig Wetterberichte an den „Graf Zeppelin" geben.

Der Haager Korrespondent des Daily Expreß meldet über die Lage am Freitag abend: Die Aussichten auf Erfolg oder Mißerfolg der Kon- lerenz im Haag dürften 50 : 50 stehen.

Dio Delegationen Frankreichs, Belgiens, Italiens unt) Japans haben die Besprechungen über die Konzessionen, die sie anzubieten Äreit sind, abge­schlossen. Die betreffenden Vorschläge sind i n einer Note zusammengefaßt worden, die der englischen Delegation übermittelt worden ist. Die Denkschrift umsaßt vier bis fünf Seiten. Sie ent­hält keine Ziffern. Die französische, belgische, ita­lienische und japanische Regierung geben dann ausführliche Erklärungen über alle diejenigen Punkte des Boungplanes, über die die Regierun­gen ein Verfügungsrecht besitzen.

lieber die Aussichten der Konferenz berichtet Havas: Aufgrund der Verhandlungen, die der Ausarbeitung und der Ueberreidjung der interalli­ierten Denkschrift vorangegangen sind, herrscht in Konferenzkreisen die Auffassung, daß Snowden das ihm von seinen alliierten Kollegen angebotene Entgegenkommen nicht für ausreichend halten wird. Wenn dem so märe, würde die Konferenz gezwungen fein, von neuem die Vertagung ihrer Arbeiten ins Auge zu fassen.

Die für Samstag in Aussicht genommene in­formelle Besprechung der Hauptdelegierten Deutschlands und der drei Besatzungsmächte, also Frankreichs, Enalands und Belgiens, ist im Zu­sammenhang mit den in den finanziellen Fragen aufgetretenen neuen Schwierigkeiten auf Montag vertagt worden. Samstag werden also keiner­lei offizielle Sitzungen stattfinden mit Ausnahme derjenigen des Jur'^mkomitees.

Pertinax meldet dem „Dolly Expreß" aus dem Haag: Die Note der vier Mächte an Snowden endet mit dem Vorschlag, einen britischen Sachverständigen zu ernennen, der die Lage gemeinsam mit ihren eigenen Sachverständi­ges prüfen solle. Ob Snowden sich dazu bereit findet, ist noch nicht bekannt.

Zu den politischen Verhandlungen meldet der Haager Korrespondent des „Daily Tele­graph": Die finanziellen Opfer, die Deutschland dabei vorgeschlagen würden, beziehen sich nur auf die allgemeinen Unterhaltungskosten der Rhein­landarmee. Der Korrespondent glaubt, daß die Franzosen nur noch wenig Nachdruck aus den Feststellungs ausschuß legen.

Der Sonderberichterstatter der „Information" Im Haag will in der Lage sein, folgendes zu be­richten:

Es fei offiziös eine Einigung zwischen Frankreich und Deutschland über die Räumung der 3. Zone erzielt worden. Die Deut­schen wünschten zwar, daß sie rascher erfolge, hät-

Die Plenarzenkrale der K.P.D.

In Berlin hat am 13. und 14. August die Ple­narzentrale der Kommunistischen Partei getagt, um zu dem Ergebnis des 10. Plenums des Exe­kutivkomitees der Kommunistischen Internationale und zu den bevorstehenden Ausgaben Stellung zu nehmen. Man kann in der „Roten Fahne" nach­lesen, wie diese Zentrale ihre eigene politisch­

setzt, ist festzustellen, daß das Luftschiff seinen Kur- ziemlich weit nördlich genommen hat.

Aus New Pork wird gemeldet:

Die Stadt Lakewood (New Mrsey) hat der Hamburg-Amerika-Linie ein 1000 Hektar großes Gelände für ein Landungsfeld des „Graf Zeppe­lin" angeboten. Lakewood wäre dann der östlichste Endpunkt der geplanten Transatlantik-Passagier- Linie. Das Angebot erfolgte in Telegrammen an die Hamburg—Amerika-Linie, den Zeppelinluft- schiffbau, an Dr. Eckener und Commander Rosen­dahl. Die Drahtung an den Luftschiffbau lautet:

Wir erfahren, Ihre Gesellschaft erwägt die Er­richtung einer Luftschiffstation in Amerika. Sie werden ernstlich eingeladen, die geplante Station in Lakewood zu errichten. Ein angemessenes Ge­lände steht zur Verfügung.

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