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Donnerstag, den 15. August 1929

Fuldaer Zeitung (Amtliches kreisblatt)

ISS

Woher kommt der Tau?

Der -erzog hat offenbar nicht viel von Bücherweisheit

und besitzen.

*

Man muß alles, ja sogar sein nen, um seine Pflicht zu tun!

Herz ausopfern kön- La Fontaine.

linqswesens in den Baunebengewerben ausge- fochten werden, sind hierfür ein erneuter, ernster Beweis. Mit steigender Besorgnis verfolgen da­her die Vorstände des Reichsverbandes des deut- scheu Handwerks und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages die Bestrebungen, die berufsständische Regelung des Lehrlingswesens durch eine tarifvertragliche zu ersetzen. Diese Be- strebungen erscheinen gerade im gegenwärtigen Augenblick umso weniger berechtigt, att sie der Absicht des Entwurfes eines Berufsausbildungs- aesetzes, das die berufsständische Regelung zur An­erkennung bringen will, bewußt entgegen laufen. Die Vorstände des Reichsverbandes des deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages erwarten, daß Reichstag und Reichsregierung dieser Entwicklung besondere Auf­merksamkeit widmen und für eine alsbaldige ge- setzliche Klärung der Rechtslage sorgen, mit der die berufsständische Regelung einwandfrei fest- gelegt wird.

Was der Mann zu Recht versprochen, Bleibt zu halten heilge Pflicht. Wer sein Manneswort gebrochen:

Glaub' ihm nimmer, was er spricht.

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Das Leben ist schwer nicht zu begreifen, du mußt es nur durchleben, nicht durchschweifen. Heusenstamm.

Pfeife und antwortet: „3d) habe doch immer gesagt, daß sie zu spät geht."

Für das, was uns am nächsten geht, ward uns kein Wort zu eigen, da hat man nur ein fromm' Gebet unk — Schweigen. Rosegger.

fortzuschaffen und solche mit frischer Atemluft herbei- zuholen. Dies geschieht durch die Bewegung der Flos- sen, besonders der Brustflossen.

_ Die Birkenrinde als Schreibpapier. Ehe man es verstand, aus Lumpen Papier zu machen, wurde vielfach die Birkenrinde zum Schreiben benutzt. Hieronymus Bock berichtet in feinem „Kräuterbuch" (1551), er habe selbst zu Chur in der Schweiz etliche Gedichte Vergils aus weiße Birkenrinden geschrieben gesehen und gelesen. Auch Grimmelshausen erzählt in feinem „Simplicius Simplicissimus", der zur Zeit des dreißigjährigen Krie- ges spielt, daß das Alphabet auf Birkenrinde geschrieben wurde. In Norwegen erhielt sich die Verwendung der Birkenrinde als Schreibmaterial bis weit ins 19. Jahr­hundert hinein.

Interpunktion eine wichtige Sache. Neulich hat ein Setzer (es war Montags, und da kommt so was am häufigsten vor) auch mal nicht richtig auf die Kommas aufgepaßt, und abends konnte man dann in der Zeitung folgende merkwürdige Geschichte lesen: „Der Graf trat ein auf seinem Kopf, einen schwarzen Filzhut an den Füßen, gelbe, aber gutgeputzte Schuhe in den Augen, einen düstern Glanz in den Händen, seinen Spazier- stock im Mund, einen Fluch der Laura erbeben ließ . ."

Angeschmiert. Ein deutscher Reisender kommt in ein einsam gelegenes englisches Gasthaus und findet zu seinem Erstaunen an der Wand den schön verzierten Spruch: „Der Wirt ist ein richtiger Gauner!" — „Wer spricht denn hier im Ort deutsch?" fragt der Gast den Wirt. — „Deutsch? Niemand!" ist die Antwort des Wirtes und auf den Wandspruch deutend, meint er: „Den lateinischen Haussegen hat mir ein Maler aus Deutschland gewidmet, der einmal bei mir gewohnt hat. Er bedeutet: „Der Himmel segne deinen Eingang!"

Der arme König. Als Bittorio Emmanuele nach einem Empfang sein Taschentuch fallen ließ, hob Musso­lini es auf und fragte, ob er es als Andenken behalten dürfe. Nachdenklich antwortete der König: „Eigentlich möchte ich es selbst behalten. Es ist die einzige Sache im Königreich, in die ich meine Nase noch stecken kann."

Gedankensprung. Bei Krachstahls saust die Wanduhr mit Gepolter zu Boden. Nach dem ersten Schreck meint

SfiUe Gedanken.

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch an­wenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.

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Das Rechte erkennen und nicht tun, Ist Mangel an Mut. Sprüche des Konfuzius.

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Man wünscht viel, was einem nicht recht wär, wenns nachher in Ersüllung ginge.

Berthold Auerbach.

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Fordere kein lautes Anerkennen, Könne was und man wird dich kennen!

Paul Heyse.

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Um glücklich zu sein, muß man das Gute wollen

In der Pflicht geheiligten Bezirken ohne Ausiehn still das Gute wirken, große Opfer bringen und ver­schweigen; Heldentum, wie wen'gen bist du eigen!

Frida Schanz.

die wohl dazu berufen ist, eine grundlegende Der. änderunq in dieser Sparte der kaufmamnschen Büroarbeit cherbeizuführen, mehr noch als dies bis iestt der Fall war. Was sie bezweckt lst kurz gi» L: Eine bis auf den Tag aufgearbeitete bilanz- bereite Buchführung. Die Schwerfälligkeit der bisherigen Methoden mit ihren Fel^erquellen m den mannigfachen Uebertragungsarbeiten lassen

Was^ist'das^Wesen der Durchschreibebuchfüh­rung? Zunächst sei feftgestellt, daß sie mcht etwa ein neues System der Buchführung ist, sondern nur eine neuartige Anwendung der doppelten Buchführung. Ihr hervorstechendes Merkmal ist, daß sie jede Uebertragungsarbett aus Grundbü­chern in Nebenbücher und in das Hauptbuch über­flüssig macht und dadurch nicht allein häufige Fey- lerguetlen ausschließt, sondern auch neben einer ganz beträchtlichen Zeitersparnis vor allem dem Kaufmann die tägliche Bilanz liefert. Sie erreicht dies dadurch, daß sie Hauptbuch und Konto-Kor- rentbuch in ihre einzelnen Konten und zwar m Form von Kartenblättern auflost und mit Hilfe eines besonders hergestellten Kohlepapiers mit nur einer Beschriftung die Buchung auf dem Perso­nen- bezw. Sachkonto, dem dazu gehörigen Grup« penkonto, sowie im Journal (Grundbuchblatt) vor­nimmt. Die Originalschrift erscheint auf dem oben­auf liegenden Kontoblatt (z. B. Kassekonto) und wird durchgeschrieben auf das Grundbuchblatt, ba*"- alle Buchungen chronologisch aufnimmt, forme ai; das Gruppen- oder Sammelkonto (z. B. zum Ein­zelkonto Kaste gehörig das Gruppenkontoblatt:

berücksichtigt. I

Denkmal und Heimatschuh.

Immer neue Wege sucht die findige Reklame, I um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erregen. I Von jeher schon geriet sie deswegen in vielen tfal« len mit den zuständigen Behörden wegen Verun­staltung landschaftlich hervorragender Gegenden durch unangebrachte Reklameausnützung m Ge- I aensatz. Neuerdings hat man versucht, auf Stra­ßen und Plätzen, die besonderen Naturschonheiten oder hervorragenden Bauten gegenüber liegen, Schilder mit dem Hinweis auf die beachtenswerten Stellen aufzustellen. Dies war jedoch nicht der wahre Zweck der Maßnahmen, sondern man be­absichtigte, diese Schilder für eine geschrckteReklame auszunutzen. In seinem Runderlaß vom 31.«Jan. 1929 (ITC Nr. 1246) weist der preußische Wohl- fahrtsminister in Verbindung mit dem Minister des Innern und dem Kultusminister auf das Un­schickliche und auch rechtlich Unzulässige einer sol­chen Maßnahme hin. Er verlangt von den zu­ständigen Behörden rechtzeitig entschiedene Maß- i nahmen,, um diese neue Form einer unangebrach­ten Straßenreklame zu verhindern. Die geeignete Handhabe hierzu biete die Gesetzgebung gegen die Verunstaltung in Stadt und Land. — Man -arm ein derartiges Vorgehen des Ministers nur bil­ligen.

Berufsständische Regelung des Lchrlingswesens.

Zur Regelung des Lehrlingswesens haben die Vorstände des Reichsverbandes des deutschen I Handwerks und des Deutschen Handwerks- und | Gewerbekammertages kürzlich auf einer gemein- ‘ sch östlichen Konferenz in Breslau folgend e Ent­schließung gefaßt: Bei der großen Bedeutung der Ausbildung des gewerblichen Nachwuchses für die gesamte deutsche Wirtschaft ist die Einbeziehung des Lehrlingswesens in die tarifvertragliche Rege­lung und die damit verbundenen Wirtschafts­kämpfe unerträglich. Die wirtschaftlichen Folgen der Arbeitskämpfe, die zurzeit wegen des Lehr-

— Die elektrische Glühlampe auf der Briefmarke. In den Vereinigten Staaten ist kürzlich eine Zwei-Een - Marke ausgegeben worden, auf der eine genaue Abbu- duna der ersten, von Edison vor sünfzig Jahren erfun­denen und hergestellten elektrischen Glühlampe dargestellt ist. In dieser Art sind bisher nur wenige und auch nur solche Erfindungen geehrt worden, die sich auf Trans- portmittel, wie zum Beispiel Flugzeuge, Dampfschiffe, Fahrräder oder auch berühmte Lokomotiven, beziehen. Nun hat man zum ersten Male auch eine andere Er- findung als Markenbild verwendet, allerdings eine Er- findung, die jene Ehrung auch vollauf verdient.

__ Die radioähnlichen Wellen der Motten. Daß die Motten nach dem Lichte taumeln, liegt durchaus nicht an einer Sinnesfreude ihres Gesichts. Der englische Na­turforscher John Ward hat festgestellt, daß em auf einer Wiese in einer Schachtel ausgesetztes Mottenwew- chen die Männchen von allen Seiten, oft von weither, an sich lockt. Der Gesichtssinn konnte die Männchen nicht führen, ebensowenig der Geruchssinn, denn sie flogen auch mit dem Winde heran. Als Ursache gibt Ward radioähnliche Wellensendungen an. Die Männchen vie­ler Mottenarten besitzen seltsame, aus feinen Härchen gebaute Fühler, die sogenannten „Antennen . Be­stimmte, vom Weibchen ausgestrahlte Schwingungen neh­men die Antennen der Männchen auf, und führen sie zu dem Wellensender. Starke Lichtquellen, die auch in­frarote Strahlen aussenden, sollen nun ebenso wirken wie die vom Weibchen ausgehenden Strahlen, und die Tierchen von allen Seiten heranlocken.

_Darum gackern die Hennen? Unser Huhn stammt vom Dschungel-Huhn ab, das in Familien von sechs oder acht Hennen unter der Botmäßigkeit eines Hahnes lebt. Zum Legen entfernt sich die Henne von der Herde. Ist das Ei gelegt, fo gackert die Henne, um die Aufmerk­samkeit der Herde auf sich zu lenken, die inzwischen sich weit aus ihrem Gesichtsfeld entfernt hat.

— warum bewegen die Fische auch im Ruhezustände ihre Flossen? Die Fische entnehmen mit Hilfe ihrer Kiemen aus dem Wasser die nötige Atemluft. Herum- । schwimmenden Tieren steht diese auch in genügender I Menge zur Verfügung; anders ist es aber bei den „ste- \ henden" Hechten, Forellen ulw. Um diese Fische wurde

„Bischof und Domkapitel, Fulda. I

Der hl. Sturmi, der Gründer Fuldas, hat einst I hi treuer Apostelarbeit dem Paderborner Lande d-n Segen des Christentums gebracht und die Er- I ricktung der Diözese Vaderborn gesichert. Daran erinnern wir uns dankbar in dem Augenblicke, wo durch die Ratifizieruna be' K^karda-les «m? neue Verbindung zwischen ben Diözesen Fulda und Paderborn zu einer Kirchenprovinz gegeben ist. Mit herzlicher Freude und in brüderlicher Liebe begrüßen wir den Bischof und das Domkam- tel zu Fulda zu einträchtiger Zusammenarbeit im Geiste eines hl. Bonifatius und hl. Sturmius.

Der Bischof u. das Domkapitel von Paderborn."

Darauf ist nach Paderborn folgendes Antwort­telegramm gesandt worden:

„Erzbischof und Metropolitankapitel, Paderborn.

'Die liebevolle Begrüßung erwidern Bischof und Domkapitel mit gleicher Gesinnung, eingedenk uralter Beziehungen aus St. Sturmis Tagen. In dankbarer Anerkennung des gebrachten Opfers be« aliickwünschen wir herzlich den nunmehrigen Metrevoliten und das Metropolstankapitel, treue Zusammenarbeit versprechend.

Bischof und Domkapitek von Fulda."

Auch an den A p o st o l i s ch e n N u u t i u s in Berlin haben Bischof und Domkapitel von Fulda ein Begrüßungstelegramm gerichtet mit folgendem Wortlaut:

„Nach glücklicher Ratifizierung des von Eurer Exzellenz geschaffenen, für uns besonders bedeu­tungsvollen Werkes sprechen Bischof und Dom­kapitel mit ehrfurchtsvoller Begrüßung für alle

Das Auftreten von Tau ist eine rein physikalische Er­scheinung, vergleichbar dem „Anlaufen" der Fenster­scheiben eines geheizten Raumes im Winter und dem „Beschlagen" der Brillengläser, wenn man in der kalten Jahreszeit etwa von draußen in ein warmes Zimmer tritt. Wir können uns den Vorgang folgendermaßen erklären: Selbst in der trockensten Zeit enthält der Erd- hoben in unserem Klima soviel Wasser, daß es dauernd an der Oberfläche des Bodens in die Luft verdampft. Am Tage pflegt nun die Temperatur so hoch zu sein, daß die Luft immer noch Wasserdampf aufnehmcn kann. Auch der Boden ist bann so warm, baß das Wasser ihn in dampfförmigem Zustand verlassen kann. Der in der Luft enthaltene Wasserdampf entspricht je nach der Sätti­gung einem bestimmten Druck, dem sogenannten Dunst- druck, und jedem Dunstdruck eine bestimmte Temperatur, die man ben Taupunkt nennt. Fällt bie Temperatur unter ben Taupunkt, so scheidet sich ein Teil des Wassers in Form von Tropfen aus. Für einen Dunstdruck von 9 Millimeter ist der Taupunkt 10 Grad Cels. Kühlen sich in diesem Falle bie Pflanzen, z. B. bie Gräser, an klaren Abenden auf 10 Grad ab, so schlägt sich das in der Lust enthaltene Wasser an den Blattspitzen nieder; sie bedecken sich mit Tau. Ist der Dunstdruck geringer, enthält also die Luft weniger Wasserdampf, so liegt der Taupunkt —5 Grad, hierbei gefriert der auf den Gräsern niedergeschlagene Tau, d. h. die Gräser bedecken sich mit Reif. Dadurch erklärt sich auch, daß Frostschäden bann eintreten, wenn der Himmel klar unb bie Lust trocken ist. Besonders stark tritt der Tau an Flächen auf, bie mit kurzwüchsigen Pflanzen bestauben sind, so auf Heide- unb Rasenflächen, weil bie vielen einzelnen Pflanzenkörper bie Oberfläche unb bamit bie Verbun- ftung sehr vergrößern.

— Die Bibliolhe eines Fürsten des 16. Jahrhun­derts. Der Herzog Ulrich von Württemberg, ber von 1503 bis 1550 regierte, scheint nicht sonderlich viel Wert auf Bücher gelegt zu haben, denn nach dem bei seinem Ableben aufgenommenen Inventar seines Nachlasses be­stand seine Privatbibliothek nur aus folgenden Büchern: Fuchsen, Kräuterbuch; ein großes Destillierbuch; ein Plutarchos; ein Fecht-, Krieg- und Rennbuch; em Be- richt aus ber Hl. Schrift, burch bie Mediaer des hl.

Ein Schlagwort an der Spitze wirkt immer als Blickfang. Meistens in dem Sinne: „Hierher, lie­ber Leser, deine Aufmerksamkeit! Hier wieder etwas Besonderes!" Bei einer Abhandlung wie der folgenden mag diese Art etwas verfänglich sein Immerhin führt sie den Interessierten, leichter in den Stoff der Zeilen und gibt in ihrer impera­tiven Form einen Hinweis auf den Zweck vor­liegender Darstellung: dem Kaufmann eine An- regung zu geben. . „ , .,

Die Forderung einer rationellen Arbeitsweise hat bei uns zuerst und am stärksten Anklang in Werkastatt und Fabrik gefunden. Taylors Grund­satz- „Höchstleistung bei Mindestaufwand von Zeit, Kraft und Mitteln" wurde bisher am er- folgreichsten von den Stätten der Fabrikation auf­gegriffen und fand erst viel später seinen Weg auch in den Bürobetrieb. Abgesehen von den — in sozialer Hinsicht betrachtet - weniger erfreu­lichen Nebenerscheinungen, die ine Verbesserung der Arbeitsmehoden für die Angestellten bringen kann (Abbau!), ist diese mit dazu berufen, unsere stark mitgenommene Wirtschaft durch äußerste Sparsamkeit aufrichten zu helfen. Zu diesen ver­besserten Arbeitsmethoden im Büro gehört an erster Stelle die planmäßige Ausgestaltung des kaufmännischen Rechnungswesens und Hier beson­ders die Buchführung, die in ihrer veralteten, heute allerdings meist noch gehandhabten Aus- führung, dem Kaufmann einen Großteil semer Ar- i bestraft, seiner Zeit und seines Geldes nutzlos wegnimmt. Die wichtigste Berbesserungsform m [ der Buchhaltung ist die Durchschreibebuchführung,

Rationalisierung — auch im kaufmännischen Mo

Von Dr. R. Frei.

Fulda, den 14 August 1929 |

Der 15. August.

s^öne Fest der Himmelfahrt der Gottes- S in ber katholischen Kirche seit alten ® 1 = August feierlich begangen. In Fulda «Tbiefem Feiertag nach ehrwürdigem Her- anh? Feier der Maricmischen Burger- und '^spllensodalität statt. In feierlicher Prozes- E» die Sodalen von der Hospitalskirche, & ser Sodalität, nach der Stadtpiarrkirche. windet Hochamt und Predigt statt worauf Unatinge uni) Männer wieder zur Hofpita^- die ^ung g Nachmittags ist die feierliche neuer Sodalen in der Hospitalskirche. «U h$em Jahre können 30 neue Mitglieder auf- 3n?m£ werden. Die Fuldaer Manner- und genomme alität (Qnn jn ^efem Jahre auf | S.unSq 2 0 i ä ? r i g e s. Bestehen zurückblicken, ein 1609 ift sie gegründet worden. In bie« ?m Jahre blicken auf eine 60jährige Mitgliedschaft

Schreinermeister Franz Golbach, Weber- Heinrich Latsch, Fabrikant Richard c*mitt fen.; auf eine 50jährige Mitgliedschaft: U«r-r Friedrich in Al-ftld.

Fulda tmö das Konkordat, --legrammauslausch aus Anlaß der Ratifizierung « Vertrags zwischen Preußen und dem heiligen

Stuhle.

Nachdem gestern der Austausch der Ratifika­tionsurkunden im Preußischen Staatsmmisterlum ftottaefunben hat, ist das Konkordat zwischen dem beiliaen Stuhl und Preußen endgültig in Kraft „,treten. Aus diesem Anlässe hat der Obechirte der »um Erzbistum erhobenen Diözese Paderborn mit Un Domkapitel an unseren Hochw. Herrn Bischof und das hiesige Domkapitel ein sehr freundliches Pegrüßungstelearamm gerichtet. Es hat folgenden Wortlaut:

triebe in ber Zell von 10 Uhr früh bis 8 Uhr cckends von drei zu drei Stunden wahlweise und koste n - von drei zu $te, kalt ober warm, mit

hr Ans Milch und Zucker ober Limonade erhalten ober ohne Milch uns d befinbliche Zugpersonal S'T. Jr?4?s*s Norm abgewichen »«’*«*;■ Fleischbrühe ober

ÄtSSsi1’.“

non^Sp'euVn- Bei Ueiderfchreitung der plan-

MWWM Stunden einer ununterbrochenen Tätigkeit.

Zum Schluß wird gesagt- man vertraue dar- auf daß diese Maßnahmen „überall mit dem no tÄn sozialen Verständnis und Entgegenkommen gegenüber dem Personal" durchgeführt werden.

Do« einem Auto angefahren ,

wurde heute vormittag gegen 11 meifter B. von hier an der Unterführung bei Bwnnzell. Die Reichsbahn läßt dort augenblick- lick die Straßendecke erneuern. Das Postauto Brückenau-Fulda erfaßte dabei den Straßenmeister schleuderte ihn gegen' ben eisernen Staketen- »aun Ein gerade vorüberfahrendes Personenauto aus Fulda brachte den Verletzten - er hatte an­scheinend erhebliche R ippenguetschungen davon- getragen — in seine Wohnung.

Die heutige Rümmer

der Fuldaer Zeitung umfaßt 12 Seiten. Außer­dem ist ihr die illustrierte Unterhaltungsbeilage

D i e W e l t i m B i l d" beigelegt. Am Feiertag I 'Mariae Himmelfahrt" erscheint keine 3«tung.

Die Buchenblätter, unsere .Heimatbeilage. mussen in dieser Woche ausfallen. Die nächste Nummer der Fuldaer Zeitung kommt am Freitag nach­mittag zur Ausgabe mit der F r a u e n d e i l a g e.

Die Reichsbahn sorgt für ihre Debiensteten.

Das amtliche Nachrichtenblatt der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft „Die Reichsbahn verch- fentlicht soeben eine Bekanntmachung über die „Gewährung von Getränken und Spefien bet au­ßergewöhnlicher, die Ausübung des Dienstes er- schwerender Hitze und Kälte . lieber bie Not­wendigkeit der Bereitstellung von Erfrischungen bei großer Hitze oder Kälte ist schon viel geschrieben worden unter dem Gesichtspunkte der Menschlich­keit, aber nicht minder, und vielleicht iogar in erster Linie, unter dem der Sicherheit des Eisenbahnver­kehrs. Denn wenn das Dienst« und vor allem das Fahrpersonal geeignete durststillende Getränke nicht bekommt, greift es, wenn der Durst gar zu sehr quält, zu ungeeigneten Getränken: das sind die Nach°Bmchmen mit bem Hauptbeamten, unb dem Hauptbetriebsrat ist angeordnet, daß im Sommer, so- fern morgens 10 Uhr 23 Grab Celsius im Schatten sind, bas Dienstpersonal im Lokomotiv- unb ZugbegletÜnenst, int Rangierbetrieb, int Labe- unb Bahmmterhaltungs- dienst sowie Bebienstete in einer Reihe sonstiger Be-

opferfreudigen Pemühungen herzlichsten Dank aus* —

3m Dischöfl. Amte _ ,

am Feste Mariä Himmelfahrt singt der Domchor die Missa in honorem S. Iosefi von Dietrich mit Orgel- und Orchesterbegleitung, sowie das Of­fertorium Assurnpta est für a capella Chor von Descherrneier.

Wichtig für Sozialrentner!

Am Montag, den 19. August, von 9—12 Uhr wird die Unterstützung für August 1929 an bie hilfsbedürftigen Sozialrentner der Stadt Fulda ausgezahlt. Rote Ausweise sind vorzulegen. Die Renten, welche an diesem Tage von den Empfangs­berechtigten nicht abgeholt sind, werden denselben auf ihre Kosten durch die Post übersandt.

Iusahrentenenipfänger!

Die Auszahlung der Zusatzrenie an sieche er­werbsunfähige Kriegsbeschädigte und Kriegshinter, bliebene findet am Freitag, den 16. August 1929, vormittags 9-12 Uhr statt. Beim Abholen der Rente ist die gelbe Ausweisnummerkarte vorzu- legen. Die Renten, welche von den Empfangs­berechtigten an diesem Tage nicht abgeholt sind, werden denselben auf ihre Kosten durch dre Post

I übersandt.

I Iu ben Fuldaer GeschichlsblAlern

ist in dem Doppelheft 8/9 des Jahrgangs 1928, das I bie er Tage die Druckpresse verlassen hat, ein

Generalregister zu Jahrgang 1 bis 21 er- I schienen Es ist von Eugen Mehler bearbeitet.

Mle Freunde der Fuldaer Geschichte werden dieses Verzeichnis, Autorenregister und Sachregister, sehr I begrüßen. Auch die „Veröffentlichungen und I sonstige Vereinsgaben des Fuldaer Geschichtsver- I eins sind nach Autor und Sache in einem Anhang

je6ee 100. vesucker erhält 1 Solbpfth!

Befmlit Me zeder 500. Defudier erhält 1 Aquarium mit fifftett tmö Pflanze«!

Aquarien- u. Xenatien-Husftdhing tm Hanetl—L auf Wtmlck bis Sonntag, Wtflnft einlrhtteplirh

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Woher kommt der Ta«? »j-«Ä±»*** "Ä I Mfe SÄÄ