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Mittwoch, 7. August 1929
Bei Wiederholungen R-batt. Postschecks.Tranks.M.4051.
Nr. 181
rückziehung der Truppen setzt deshalb erMe Ga- rantien sowohl hinsichtlich der Ausrechterhaltung des europäischen Statutes, tote auch h'usuWich der Ausführung des Young-Planes voraus. Wenn die Deutschen wirklich die Räumung ihres Gebietes wünschen, hängt es nur von ihnen ab, die Stunde zu beschleunigen. Sie werden im Grunde genommen über den Erfolg der Haager Konferenz ent-
Zu Beginn der Eröffnungssitzung der Haager Konferenz begrüßte der holländische Außenminister Beelaerts van Blokland di; ausländischen Staatsmänner und sprach ihnen im Namen der holländischen Regierung die besten Wünsche für das Gelingen ihrer Beratungen aus. „Ich hoffe", so führte er aus, „daß das Ergebnis nicht weit hinter Ihren berechtigten Erwartungen zurückbleibt. An der Regelung der internationalen Fragen hätten die Niederlande nicht mitzuwirken. Aber wenn ihnen auch der bescheidenere Teil der Aufgabe zufalle, so hoffen sie, durch den Geist der Unparteilichkeit und der Versöhnung, durch die
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uen Mann finden.
Die Eröffnungssitzung.
wtb. Haag, 6. Aug. (Eig. Meld.) Im Sitzungssaals der niederländischen ersten Kammer begann heute vormittag um 11.15 Uhr mit einer formellen Eröffnungssitzung die „Haager Konferenz 1929". Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung hatten sich die meisten der beteiligten Staatsmänner in dem nicht allzu geräumigen klassischen Renaissancesaal eingefunden, der in der Regel den Sitzungen des holländischen Senats dient? aber nun für die Konferenz umgestaltet ist. Ein großer ovaler Tisch in der Mitte ist für die Hauptdelegierten von 13 Nationen Vorbehalten, nämlich außer dem zur Begrüßung der Konferenzteilnehmer anwesenden holländischen Außenminister Beelaerts van Blokland, den 6 Mächten, die die Konferenz einberufen haben, sowie ferner Polen, Rumänien, d-r Dichechoslowakei, Griechenland, Jugoslawien und Portugal. Die im Saal getroffenen Anordnungen schließen irgendwelche Ranggliederung der einzelnen Delegierten von vornherein aus. Au beiden Seiten des Tffches sind, in Stufen aufgebaut, Plätze für die übrigen Delegierten. Die deutsche Abordnung nimmt in der Mitte der einen Längsseite -des ovalen Tisches vier Plätze nebeneinander ein, die von Reichsau- ßenMinister Dr. Strefemann, Dr. Hilferding, Dr. Eurtius und Dr. Wirth besetzt sind. Briand und Loucheur nehmen an der einen Schmalseite des Tisches Platz, die Presie auf beiden schmalen Tribünen, von'denen die eine sonst als Diplomatenloge benutzt wird.
' Die technischen Vorbereitungen, die innerhalb weniger Tage für die Konferenz improvisiert werden mußten, sind dank dem großen Interesse der holländischen Behörden, der Presse und Bevölkerung mit einem erstaunlich vollkommenen Maß von Umsicht getroffen worden.
wachsendem Maße die wechselseitige Abhängigkeit und die Solidarität der! Bö Iker empfindet".
Briand spricht!
= Haag, 6. August. (Eig. Meld.) Briand, I der nach der Rede des holländischen Außenmini- I sters das Wort ergriff, antwortete, indem er dar- I auf hinwies, daß ihm das Alter das zweifel- lose Privileg verschaffe, im Namen seiner Kollegen I zu sprechen. In diesem Falle sei es ihm freilich I eine Ehre und ein Vergnügen. Er dankte zunächst I in aller Namen für die Gastfreundschaft in Hol- 1 land und bat, der Königin der Niederlande die I ergebensten Grüße der Konferenz zu übermitteln. I „Wir kommen", so führte er aus, „zur Erfüllung I einer ziemlich schwierigen Aufgabe hier her; aber I alle sind voll guten Willens, überzeugt, daß unsere I Arbeiten, wenn sie von Erfolg gekrönt sind, nicht I nur der Sache der eigenen Länder, sondern der I ganzen Menschheit dienen. Holland ist auf das 1 engste mit dieser Arbeit verbunden, auch wenn es I nicht direkt mit ihr befaßt ist. Aber die Wünsche, I die wir gehört haben, die Sympathien, die uns I entgegengebracht sind, haben die verdienstvolle I Wirkung, daß sich unsere Arbeit in der geeignetsten
! Atmosphäre vollziehen wird. Der Haag stellt ein Friedenssymbol dar. Hier sind die größten Anstrengungen gemacht worden und werden noch gemacht, um der Menschheit die Rückkehr zur Gewalt unmöglich zu machen und die Anwendung der Mittel des Friedens sicher zu stellen." Er fei überzeugt, daß durch die Einberufung der Konferenz ein weiterer Schritt zum Frieden getan wor-
I den sei und er wünsche lebhaft, daß ein Ergebnis | erzielt werden möge, das alle Völker befriedigen sollte. Denn alle Völker seien an diesem Ziel interessiert. Keine Nation könne die wechselseitige Abhängigkeit verkennen, von der der holländische Außenminister gesprochen habe; alle hätten die Erfahrung gemacht, daß der Krieg kein gutes Geschäft sei und auch für den Sieger schreckliche Nachteile im Gefolge habe. Briand sprach dann den holländischen Gastgebern den Dank für die Vorbereitung der Konferenz aus.
$iir die Rückkehr der Saar.
Der Oberbürgermeister von Saarbrücken und die Stadtverordnetenfraktionen der Zentrumspartei, der Sozialdemokratischen Partei, der Deutschsaarländischen Volkspartei, der Deuffchen Demokratischen Partei sowie der Deutschen Wirffchastspar- tei haben einen Aufruf erlassen, in dem es heißt, daß die Bevölkerung des Saargebietes innerlich durch die gleichen Bande und Gefühle verbunden ist, die bei den V e r f asfu n g sf e i e r n im Reiche ihren Ausdruck finden. Die Saarbrücker Verfasiunasfeier soll daher ein einmütiges Bekenntnis zur Verfassung unseres deutschen Volks st aates werden. Gleichwie sich vor zehn Jahren das deutsche Volk durch die Verfasiunq Weg und Ziel gegeben, gleichwie es feit zehn Jahren auf dem gemeinsamen Wege aus tiefster Not der Wiedergenesung entgegen« schritt, so möge es auch gemeinsam an diesem Markstein feiner Geschichte und Geschicke in ernster j Feier sich finden dankbaren Herzens für den bisherigen Aufstieg und zuversichtlichen Mutes für die zukünftige noch zu leistende Arbeit und unsere baldige Rückkehr zur deutschen Re- publik. —
Einigung in Mandschuli.
Dr. Matt t
Tod des früheren bayerischen Kultusministers.
Am Montag abend haben die Hauptdelegierten t>er sechs "ls Einberufer der Haager Konferenz leltenden Mächte, nämlich Deutschland, Frankreich, England, Belgien, Italien und Japan im Haag .ine Besprechung abgehalten und die Erosfnungs- iifauna auf Dienstag vormittag 11 Uhr anberaumt. 6 Äb dem „Petit Parisien" wird Ministerpra- kdent Briand, der seine Unabhängigkeit wahren ''orte, um seine Tätigkeit als Unterhändler ordent- ich führen zu können, höchst wahrscheinlich den V o r- Hfe auf der Haager Konferenz ausschlagen und »arum ersuchen, ihn demjenigen anzuvertrauen, »er durch seinen Titel und seine Funktionen na- türlicherweise hierfür bestimmt sei — d. h. den bel-
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Äctiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- •• leitung 1152, Fuldaer Äctiendruckerei 1150 unbJ115K„
gewerkschaftlicher Selbsthilfe zuer- kennt oder sie um diesen heute unentbehrlichen Schutz bringen will. Die Reichstagung der Christlich-Sozialen Reichsvereinigung soll ein Warnungszeichen für jene politischen Gruppen sein, die diese Frage leichtnehmen oder toffchweigen zu können glauben. . .
In der Aussprache wurde immer wieder der Ruf nach der Schaffung einer selb st- ständigen christlich-sozialen Par ei erhoben. Die Mehrzahl der Teilnehmer stellte sich auf den Standpunkt, daß gegenwärtig der Augen- blick für einen solchen Schritt noch nicht gekommen sei. Das wurde auch in einer ein» strmstiig angenommenen Entschließung festgelegt. i-te Christlich-Soziale Reichsvereinigung bleibt also vorläufig überparteiliche Eesinnungsgemeinschafr. x
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Der bisherige Erste Vorsitzende, Dr. m Vie- bahn (Spandau), dessen Amt auf dieser Reichs- wgung an Pfarrer Veit (Frankfurt) übergegangen ist, gab in seiner Begrüßungsansprache eine Reihe von Sympathieschreiben bekannt. Macholz (Johannistal) hatte u. a. telegraphiert: S ch a s f t ef t n evangelisches Zentrum, v. Vie- i bahn sagte: Wir wollen uns sammeln und aus der babylonischen Sprachverwirrung auch im evangelischen Volk herauszukommen suchen. Mit Bezug auf das Verhältnis der auf dem christlich-sozialen Boden stehenden Abgeordneten zu den Deutscbna- tionalen erklärte er: „Die Grenze unseres Ge- wissens ist angetastet". Die Wahl von Veit i" nn Sinne vorläufiger weiterer Zusammenarbeit mit der Deutschnationalen Partei zu werten.
prszetz gegen Straffer.
Nachdem vom Reichstag die Immunität des nationalsozialistischen Abgeordneten Strasser aufgehoben worden ist, hat das Schöffengericht in Oranienburg als Termin der Verhandlung gegen Straffer den 27. August festgelegt. Strasser, der für die meisten nationalsozialistischen Blätter verantwortlich zeichnet, ist angeklagt wegen Beleidigung und Vergehens gegen das Reichspressegesetz.
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Aus Nürnberg meldet das halbamtliche Telegraphenbüro:
Bel den Zusammenstößen am Sonntag in Nürnberg sind insgesamt etwa 75 Hilfeleistungen erforderlich gewesen; in etwa 35 Fällen mußten Verbände angelegt werden, der andere Teil sind bei dem Festzug Erkrankte. Etwa 16 bis 18 Verletzte wurden in ihre Wohnungen oder ins Krankenhaus gebracht. Drei bis vier Fälle dürften als schwer gelten. Viele der Verletztm, so einer mit einem Lungen-, ein anderer mit einem Bauchschuß, fuhren mit den Sonderzügen in ihre Heimat, nach- dem die mitgekommenen Äerzte die Verantwortung für den Transport übernommen hatten. Der verletzte Landespolizist ist bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Samstagabend 10 Uhr mußte ein mit mehreren Kopfschüssen verletzter etwa 30 jähriger Mann aus einer Wirtschaft am Maffai-Platz geholt werden, die von radaulustigen Elementen stark beschädigt worden war. Ein am Samstagabend vom Rade gestürzter Mann, der vom Quartier der Nationalsozialisten in das Bartholomäus-Schulhaus gebracht wurde, ist feinen Verletzungen erlegen.
Dr. Franz Matt, der frühere bayrische Staatsminister für Unterricht und Kultus, ist im Alter von 69 Jahren in München gestorben. .
Staatsminister Dr. Matt war 1861 m Speyer in der Pfalz als Sohn eines Schulmannes geboren. Er begann 1888 als Bezirksamtsassessor in Bogen seine Laufbahn. In Würzburg kam er dann später in die Kreisregierung. 1908 wurde er bann in das Kultusministerium berufen. In den für Bayern kritischen Märztagen des Jahres 1920 übernahm Dr. Matt die Leitung des Kultusministeriums unter dem Ministerpräsidenten Dr. v. Kahr. Er behielt dieses Amt auch unter den nachfolgenden Ministerpräsidenten und überdauerte bie schweren politischen Stürme ber folgenden Jahre. Im Oktober 1926 mußte er aus gesundheitlichen Rücksichten vom Kultusministerium zurücktreten. In seine Amtstätigkeit fällt der A b s ch l u ß d e s K o n- korbates mit dem Hl. Stuhl unb ber Staatsvertrag mit ben evangelischen Landeskirchen. Die Verhandlungen beim Abschluß dieser Verträge hat
scheiden. „ I
Das Pariser Gewerkschaftsblatt „Le Peuple | schreibt: Wenn man den Organen der parlamentarischen Mehrheit glauben könnte, wurde Briand im Haag dafür eintreten, daß in Anwendung des Youngplanes die Kommerzialisierung des fran- zösifchen Gläubigeranspruches an Deutschland Be- dingung für die Räumung sei. Diese spiegele aber unzweideutig die parlamentarische Lage wider. Der Ministerpräsident, der das Genfer Protokoll vorbereitet und unterzeichnet hat, weiß genau, daß beide Fragen, Youngplan und Rheinlandraumung, rechtlich und tatsächlich miteinander oer» bunten sind, daß die Räumung sogar die vorherige Bedingung einer Mobilisierung der deutschen Schulden ist und daß überdies man mit dem Willen der englischen Regierung, die mit der gesamten öffenllichen Meinung in England einig geht, rechnen muß, die englischen Truppen, was auch immer eintreten möge, zurückzuziehen. Der Unterhändler von Locarno unb Thoiry ist nicht der Mann, zuzulassen, daß die Aufrechterhaltung der Besetzung irgendeine Sichecheit bietet, wie unsere Nationalisten immer noch behaupten. Es ist schwer, anzunehmen, daß er zwischen der vorzeitigen Räumung und der Aufrechterhaltung der Besetzung, die eine neue Spannung schafft, und alle Ergebnisse der von ihm betriebenen Annäherungspolitik gefährden würde, schwanken wird. Aus die (Saarfrage eingehend, schreibt bas Blatt, die Saar» frage kann nicht auf dem Programm der Konferenz stehen, jedoch ist anzunehmen, daß diese Konferenz dazu beitragen werde, die Regelung dieser
I Frage vorzubereiten.
Aus den englischen Zeitungen ist hervorzuheben: „Evening Standard" erwartet, daß die Haager Konferenz die schwierigste seit der Bersailler Konferenz sein wird. Erstmalig werde England in der Rolle einer Nation erscheinen, die Forderungen zu stellen und nicht Zugeständnisse zu machen hat. In dem Führer I seiner Delegation sSnowden) habe es einen Mann, „dessen Kinn der Welt verkündet, -daß er besser zu nehmen als zu geben versteht". Briand werde in Snowden einen von Chamberlain sehr verfchieDe-
' Im Hinblick auf die Eröffnung der Haager 1 Konferenz schreibt der Außenpolitiker des „Matm :
Die Konferenz, die im Haag beginnt, wird I lange dauern und schwierig fein. Hier- | Liber sind die unterrichteten Kreise einer Meinung. I Ein besonders kompetenter Staatsmann erklärte, I sie werde bis zum Ende des Jahres dau- I ern. Dieser Satz ist weder ein Paradoxon noch ein I Witz. Man muß sich in der Tat daran erinnern, baß, selbst wenn man über die Grundzüge im vollen Einvernehmen wäre, die Arbeiten, die für die finanziellen und politischen Lösungen notwendig find, wegen ihrer Natur sehr kompliziert sind. Der Young-Plan muß vervollständigt werden. Er enthält Kapitel wie die der Bank für internationale Zahlungen, in denen zahlreiche ! Lücken auszufüllen sind. Die Sachverständigen ha- ! den gewisse Gegenstände, die zum Ressort der Regierungen gehören, nicht anschneiden können unv wollen, beispielsweise die Frage des Sitzes der Bank für internationale Zahlungen. Wenn man bedenkt, daß secks Wochen notwendig waren, um den Sitz einer zeitlich begrenzten Konferenz festzufetzen, wie lange wird man dann brauchen, um sich über den Sitz eines dauernden Institutes von dieser ungeheuren Bedeutung zu einigen.
Nach einem Hinweis darauf, welche Ausstellungen der englische Schatzkanzler Snowden zum Young-Plan Vorbringen dürfte, Ausstellungen, die der „Matin" für sehr schwerwiegend bezeichnet, da sie nicht nur das Schicksal des Young-Planes, sondern auch das Schicksal der ganzen Konferenz aufs Spiel fetzen könnten, fährt er fort:
Wenn aber der Young-Plan selbst in Frage ge st eilt ist, anstatt ergänzt zu werden, dann dürften die Hoffnungen auf eine „endgültige Reparationsregelung" immer mehr verschwinden; ja es würde vollkommen unvernünftig sein, gleichzeitig mit der Behandlung der finanziellen Fragen die des Rheinlandregimes und des Räumungsrhythmus verbinden zu wollen. Die These der Gläubigerregierungen ist stets die gewesen, daß die verschiedenen in Genf am 16. September festgesetzten Kapitel sich nacheinander abspielen müssen, und daß man zunächst, wie es logisch ist, das Schicksal des Young-Planes regeln muß, ehe man das Rheinlandproblem in Angriff nimmt. Auf jeden Fall ist klar, daß die Frage der Annahme des Young-Planes von vornherein klargestellt werden muß; "sonst wird man in eine Verwirrung geraten, und die wenigen Monate, die noch bis zum Ablauf des Jahres übrig bleiben, werden für die Liquidierung des Krieges nicht ausreichen. Man bars in der Tat nicht vergessen, daß man davon etwa vier Wochen für die Völkerbundstagung in Gew abzieben muß und etwa die gleiche Zeit für Reisen, Erholungen und auch eventuell parlamentarische Arbeiten der Minister. Man kann also zu Beginn dieser Verhandlungen tagen, wie klarblik- kende Leute es zu Beginn des großen Krieges getan haben: „Das wird lange dauern und schwierig sein".
Das „Journal" erklärt: An der Schwelle der Haager Konferenz zögern wir nicht,, dieselbe optimistische Prognose zu stellen, die wir zu Beginn der Arbeiten" der Sachverständigenkonferenz, und zwar aus genau den gleichen Gründen, gestellt ber Reparationen besteht darin: Die Deutschen und L Friedensatmosphöre im Haag zum Gelingen> beiM- bie Enalänber möchten sehr schnell vorankommen, tragen. Sie haben Vertrauen in die Arbeiten zur
ohne sich darum zu kümmern, was nachher eintre- endgültigen Befriedung Europas und begleiten
ten könnte Me Franzosen und Belgier haben sie mit den heißesten Wünschen „Dabei bin ich,
ernste^ ®rünbeUbaran 3« erinnern, daß bie Be- so schloß ber Minister „nicht nur der Sprecher des
febuna ein Sicherheitspfand und eine Bürgschaft I holländischen Volkes, sondern drucke gleichzeitig die für die AusfAirmig der Reparationen ist. Die Zu- 1 Hoffnung aller Völker aus. deren Gewissen m
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Ministerpräsidenten Jaspar, Den das folgende Bild zeigt:
Die Agentur Jndopacifique meldet aus Char- bin: Der chinesische und der russische Vertreter haben in Mandschuli im Laufe von drei Unterredungen sich über folgende Punkte geeinigt: 1. Zurücknahme der Truppen auf eine gewisse Entfernung von der Grenze. 2. Eröffnung der offiziellen Konferenz innerhalb ber nächsten vier Wochen. 3. Wiederaufnahme des ttanssibirischen Verkehrs noch vor der Eröffnung der Konferenz.
t)ugenberg und Lambach.
Die erste Reichstagung der Christlich-Sozialen in Bielefelds
Die Christlich-Soziale Reichsvereinigung hielt in Bielefeld am 3. und 4. August ihre erste Reichs- tagung ab. Mehr als 300 Teilnehmer aus allen Teilen des Reiches nahmen an dieser Tagung teil. In der Vertreterversammlung war ein Vorstand der Vereinigung gewählt worden. Vorsitzender ist nunmehr Professor Deidt, Franffurt a. M., stellvertretender Vorsitzender D. Mumm, M. d. R. und Gewerkschastssekretär Dudey. Zum geschäftsführen- den Vorsitzenden ist Dr. Dähnhardt gewählt worden. Dieser hielt das 1. Referat mit dem Thema „Der Christlich-Soziale Gedanke als Voraussetzung innerer Volkseinheit und äußerer Freiheit". Der Reichstagsabgeordnete Hülser sprach über die Christlich-Sozialen und die Parteienkrisis der Gegenwart. In den Kernsätzen seines Vorttages forderte er von den Parteien eine klare Stellungnahme, insbesondere zu der Frage des Staats- verttages mit ber evangelischen Kirche, zur evangelischen Bekenntnisschule, zur Boden- und Wohnungsfrage, zur Ehefrage, zur Frage der Dolks- fittlichkeit, zur Sozialpolittk u nd zum Gewerkschaftsgedanken. Die evangelischen Arbeiter in den christlichen Gewerkschaften müssen und sollen wissen, wer der Arbefterschaft das Recht zu freier