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Anzeiger

Mittwoch. 31. Zu» 1929.

Nr- 175

toier

Aristide Briand.

(Neueste Aufnahme Briands).

Verleid des Reichspräsidenten.

wtb. Berlin. 30. Juli. ((Fig. Meldg.). Der Her, Reichspräsident hat an das Oberbergamt Breslau folgendes Telegramm gerichtet:

.Tieferschüttert durch die Nachricht von dem schweren Schlagwetter-Unglück auf der Frieden- Hoffnungs-Grube im Waldenburger Revier bitte ich Sie. den Hinterbliebenen der getöteten Berg- leute den Ausdruck meiner herzlichen Anteilnahmt m übermitteln und den Verletzten meine besten Wünsche für ihre baldige Wiederherstellung aus­zusprechen." _

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: «Die Welt im Bild" und ..Buchenblätter--. Rotationsdruck,und Ver ag der Fuldaer Actiendruckere, m Fulda. Fernrufe, «chrlsi :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckere: 1150 undNoll»

Die Aufnahme Vriands.

Paris. 30. Juli. (Eig. Meld.) Das neue Mini­sterium Briand findet eine Aufnahme, tote man sie etroaS Provisorischem bereitet, das zu einem aanz bestimmten Zwecke, in diesem Fall zur Rege­lung auswärtiger Fragen, geschaffen wurde.

Matin schreibt, das neue Kabinett ist em Ferien- Ministerium oder, besser gesagt, ein Verhandlungs- Ministerium. Im Oktober erst wird die Jnnen- volit k zu ihrem Rechte kommen. Kem Zweifel, Sin diesem Augenblick der erfahrene Chef oer an der Spitze des Kabinetts steht, sich keine Gefähr­ten für eine längere Reise suchen wird.

Petit Parisien hält es für wahrscheinlich, daß , die radikale Partei sich spalten wird. Das sti alles was das Kabinett zur gegenwärtigen Stunde er-

Lriand, der französische Außenminister, war ->on dem Präsidenten Doumergue beauftragt wor­den, die Neubildung des Kabinetts vorzunehmen, nachdem das letzte infolge der Erkrankung Pom- cares zurückgetreten ist. Die Verhandüingen, die er zu diesem Zwecke geführt hat, sind schnell bän­digt worden. Schon gestern konnten wir tue Bil- ; duna des neuen Kabinetts melden. Es ist das Kabinett Poincare ohne Poincare. I' yin Poincares Stelle als Präsident ist Briand ge- I treten Ein Fach-Ministerium hat Poincare nicht inne gehabt. Briand behält das Außenministerium ' auck als Regierungschef bei.

Die letzten Abstimmungen tn der Kammer hat­ten gezeigt, daß die Mehrheit Poincares stark zu- sammengeschrumpft war und sich das Schwerge-

— Waldenburg (Schlesien), 30 Juli. Tel. Auf der Friedenshoffnunggrubr in N ie d e r-H e r m Dorf ereignete sich gestern abend 7 Uhr eine schwere Schlagwetterexplosion, durch die 20 Bergleute getötet und 12 schwer ver­letzt wurden. Sämtliche Verimglückten sind ge­borgen. Die Ursache der Explosion steht noch nicht ^Von den Sch wer verletzt en istam Dienstag vormittag einer bereits im Knapplchafts- lnzarett g e st 0 r b e n.

Die von der Explosion betroffenen Bgue Md befahrbar, doch ist ihr Betrieb vorläufig eingestellt. Im übrigen ist der Betrieb der Grube nicht gestört.

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Einer weiteren Meldung zufolge ereignete sich das Unglück auf den „Schwefternfcha Ate n im Berst-'- der 8 Sohle. Die 12 Mann, die lebend u Tage gebracht und in das Knappfchaftslazarett befördert wurden, sind mit einer einzigen Aus- nähme sämtlich schwer verletzt. Die Bergungsarbei­ten waren um 3 Uhr nachts beendet. Die Schwe- fternschäckste gehören zum Betrieb der Nie de r schlesischen Bergbau-Aktien gesell f * Das' „Neue Tageblatt" in Waldenburg erinnert aus Anlaß des schweren Unglücks an frühere K a t a st r 0 v h e n, von denen die Schwestern- fchäckte heimgesucht worden sind. Am 31. Dezem-

In Moskau ist eine Plenarsitzung des Exekutiv­komitees der kommunistischen Internationale zu Ende gegangen, die sich mit der pol^chA Welt­lage befaßt hat und außerdem einen Beschluß der Konferenz von 13 kommunistischen Parteien kn Brüssel bestätigte, an dem alljährlich tn der ganzen Welt gegen den imperialistischen Krieg idemon-

Was'küe^allgemeine politische Weltlage und das Verhältnis der kommunistischen Internationale zu ihr anbelangt, so ist dieses durch einen .Leitartikel der „Prawda" zum 21. Juli tn gorm etner Nach­betrachtung zu dem Kongreß der „Ekki eingehend analysiert worden. Danach hat das Plenum eine weitere Zerrüttung der kapitalistischen Stabmste ning feit dem 6. kommunistischen Weltkongreß im Dezember 1927 konstatiert. Ferner eine weitere Verschärfung ihrer Widersprüche (trotz der Pariser Konferenz und derMacdonald-Regierung) eine wei­tere Verfchleckterung der Lage der Arbeiterklasse, auf die die Lasten der kapitalistischen Rationa­lisierung immer mehr abgewälzt würden, es kon­statierte ferner eine weitere Zunahme der Kriegs- gefah'r und vor allem die Gefahr eines militari- M-'on Ueberfalles auf die Sowjetunion. (Trotz des Kelloaapaktes trotz der dauernden Abrüftungskon- feEn und trotz der feierlichen Versprechungen Macdonalds, die Sowjetregierung anzuerkennen.) Weiter hat die Vollversammlung der Ekki aber N auf Grund des Erfolges der Maidemonstra­tionen in vielen Ländern und der kommunistischen Erfolge bei den deutschen Betriebsratewahlen eme wachsende revolutionäre Gärung in ben fapitali. ftiftben Großstaaten, die von ^r Sozialdemokra­tie und ihren fozialfaschistischen Me Hoden nicht auf- aehalten werden könne", festgestellt.

Bemerkenswert ist. daß das Exekutivkomitee der kommunistischen Internationale tn der großen Sorge lebt und sie auch zum Ausdruck gebracht har- daß die erwähnte „wachsende revolutionäre Ga­rung" von den einzelnen Sektionen der kommum- stischen Internationale nicht genugendbeachtetund ausgewertet werden könnte. Ausdrücklich heißt es in der Prawda: „Unter den gegenwärtigen Ver-

und war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des höchsten Steuergerichtshofes des Deutfchen Rei ches. Sein vor kurzem abgeschlossener großer Kommentar zum Einkommensteuergesetz wird all- ?eme7n al- Zierde der Wissenschaft und Praxis des Steuerrechts angesehen und bewertet.

hältnissen besteht für unsere kommunistisch^ Par­teien die Hauptgefahr dann, daß sie oder etmge von ihnen hinter dem sich entfaltenden revolutio­nären Aufstieg herhinken konnten, rote das z. B. die kommunistische Partei Deutschlands im Jahre 1923 unter der Leitung Brandler und Thalheimer getan haben." Deshalb müsse jetzt alles geschehen- um die kommunistischen Parteien auch von den letz­ten Resten der opportunistischen, Halbsozialdemo- kratischen Elementen zu säubern, die den he ran rei­fenden revolutionären Aufstieg nicht sehen wollten oder nicht zu sehen vermöchten und die Arbeiter klasse in den kommenden revolutionären Kämpfen desbalb nicht zu führen vermöchten.

Wenn die Hellseher der kommunistischen inter­nationale in Moskau nicht schon so oft prophezeit hätten daß die Weltrevolution unmittelbar vor der Türe stehe, daß also die kapitalistische Welt hach reif sei, um einer neuen, der bolschewistischen Aercr Platz zu machen, dann würde man die Verlaut­barungen der Plenarversammlung der Ekki viel- leicht ernster nehmen. Da man aber solche Expecto- rationen, solche bramarbasierenden WlchMtuer^-n aus Moskau alle Monate mehrmals zu Gesicht be- kommt, müssen sie auf den Auenstehenden UNS Mrkung verlieren. Nicht übersehen soll man aber, daß die Beschlüsse der Ekki oberste Befehle an dis einzelnen Sektionsführer der kommunistischen In- ternationale sind und diese verpflichten. Offenbar hat der Führer der deutschen Kommunisten Thal- mann über seine Erfolge in den letzten Monaten sehr aufgebanschte Berichte nach Moskau gelangen lassen und offenbar hält man in Moskau auch al­les für bare Münze, was in der Berliner „Roten Fahne" über den Stand der kommunistischen Be- roegung in Deutschland geschrieben steht. Daß es Anfang Mai in Berlin zu Straßenkampf enge.om- men ist, von denen allerdings nur deshalb soviel Aufhebens gemacht werden konnie„roeil dwBer- liner Schupo die Nerven verloren hatte, ist in al ler Welt bekannt. Und die Führer der deutschen Kommunisten werden obendrein das ihrige getan haben, um ihre Tüchtigkeit in hellstem Lichte er­strahlen zu lassen. Sie haben es aber offenbar un-

H^JournaNchr-ibt: Die Regierung wird bei bem Kampf im Parlament wahrscheinlich siegen. Wer der Regierung eine Blankovollmacht für die Ver- tretuna^ Frankreichs im Haag verweigert, wurde h« Tat eine schwere Verantwortung uberneh-

E«"d- Ss. das Statt d-r NatwnaM-n. faat’ Briand hat seinem Lande dadurch einen guten & Ä b.6 « R-d»°I-n EAZ> aeacben hat, wieder einmal tn der Ceffentlttoteii ihren politischen Egoismus und ihre schrankenlose Begehrlichkeit zu zeigen. „ .. h

Ere Rouvel schreibt: Es wäre gefahrlich un ungerecht, wenn man bte internationale Stellm^ Briands nicht festigen wurde. Jnnenpolitisch be finbet man sich in einer Periode des Moratoriums, außenpolitisch in der Stunde der Realisierungen,

Operation Poincares.

<nrtri6 an Juli. (Eig. Meld.) Wie verlautet, soll Poincare am Donnerstag von Prof. Marion operiert werben.

Die Haager Konferenz.

Der britischen Delegation für die Haager I Konferenz wird außer Henderson und S n 0 ro- I den auch der Präsident des Handelsamtes, Gra­ham, angehören. *

— Berlin, 30. Juli. (Privatmeldg.). Es wird immer wahrscheinlicher, daß die Konferenz doch am 8 August beginnen wird Wenn de französische Kammersitzung so ausgeht, wiedie franiösische Presse annimmt, konnte sie am Mitt wock abend beendet fein. Neber die Zusammen- setzung und den Vorsitz der Konferenz kann Tar sächliches noch nicht gesagt werden.

Hintergedanken.

rvt New Bork, 30. Juli. (Eig.Meldg.). In einem Leitartikel bemerkte "^W'd hauste am Aounaplan tm llnteryaus yaoe roobl ihren tieferen Grund. Die Unterstreichung d-° au! Ä«-- Seite gebmd,tenDpf,,i,, in dem ÜBunidie M tudjen, daß Landau Sitz

Das neue französische Kabinett.

W°-"Ä"S 7m "sS Äj einen neuen Versuch mit den Deutschnationalen zu sarnrnen zu regieren, abzulehnen. Es s PJ v eine persönliche Erleichterung gewesen, datz dieAgi atton d r Deutschnationalen jetzt wiederum lahm- aeleat war. Aber politisch fruchtbar hat sich dieser Zweite Versuch eines Rechtskabinetts ebenjoroenig SÄ * das Cmporkommen Hugenberg, der die deuttzy nationale Politik in das Fahrwasser e-ner gründ sätzlichen Obstruktion hineinzufuhren gedenkt. Es aa eben etwas innerlich Unaufrichtiges in diesen Samütoationen und da-alte Sg-** einmal wieder, daß Lugen kurze »eme Haven. Ob der jetzige Versuch Briands tn Frankreich nachhaltigeren Erfolg haben wird als die Strese- mann°chen Paratlelversuche, bleibt °bzuroarten.

! Briand wird wahrscheinlich in dem ganten ar hoifen daß nach der Beendigung der Haager Kon

serenz' eine Neubildung seines Kabinetts unum« Äf* wird. ®“fra9t (id>. m«« ™ tulieren soll. Soll er im Haag tm Geiste Poin­cares arbeiten, um so die zu «hm gehörige parla­mentarische Reckte festhalten zu können, in dem Gedanken auch, daß die Badtkalsoziaüsten sich auch mit einem Poincarekurs absinden werden, wenn 7r untrer Flagge „Briand" gesegelt wird, oder soll er fick) schon ganz auf die außenpolitische 3beo= Laie der Radikalsozialisten und, Sozialisten um­stellen in dem Bewußtsein, daß diese ihn als ihren Mann cmc'inben müssen, wenn sie ihn nach der Haager Konferenz weiterhin als MmcherPräsident anerkennen sollen? Es gibt aber noch e Möglichkeit Sie könnte darin bestehen, daß Brianü endlich auch in seinen Taten der moderne Politt e wird, als den er sich tn seinen Motten so gern

I vräfentiert. Wir glauben, datz er nur m dieser' I dritte Form der Führer auch des nächsten sranzö- sischen Kabinetts sein wird, da seine Anziehungs- fraft tatsächlich in dem beruht, als was er vor der Welt erscheint, als ein Außenminister, der em neues Eurova will, in dem die. tskerndschaft der Nationen keinerlei Heimstätte mehr besitzt. Auch die Rechtsparteien in seinem Kabinett kann er vor strtige Tatsachen stellen, Tatsachen des Friedens

und der Verständigung, die sie werden anerkennen müssen, wenn sie weiter regieren wollen, auch I wenn sie diese nicht gewollt haben.

England und gegypten.

wtb. Conbon, 30. Juli. (Eig. Meldg.). Der Staatssekretär sür den Krieg, Shad, erklärte ge stern in einer Rede, die Regierung werde Aegyp­ten seine Unabhängigkeit heben, unter Bedmgun- aen die glückliche Beziehungen zwischen denAegyp tern unb®nglänbern f^affer‘

mege Englands mit seinem Ost-Reich für alte ten sicher stellen werden.

* Befchlüsse des Allindischen Kongresses. Den Blättern zufolge nahm der ^'^chußdesAlluidi- lcken Kongresses am Samstag tn Allayavao au, Vorschlag Ghandis eine Entschließung an, die be- sagt daß alle Bemühungen auf die Vorbereitung für den Feldzug der „gewollten Non-Corporation aeriditet werden sollten. Die Erwägungen des Sprechers der Swarajisten, fick nicht mehr an >en Arbeiten der gesetzgebenden Körperschaften zu be­teiligen, ist bis zum Dezember aufgehoben war- den. __—

wicht der parlamentarischen Willengblldung er- I hedlich nach links verschieben wollte, ^e letzte Abstimmung ergab nur noch die knappe Mehchest von 8 Stimmen für Poincare. Sie ermöglichte diesem das Weiterregieren und die Vertretung Frankreichs auf der kommenden Haager Konferenz, aber sie war nicht stark genug, um ihm bei diesen internationalen Verhandlungen das große Matz von Autorität zu gewähren, das er gerne gehabt hätte, um ohne Vorbehalt als der Mann des Ver­trauens der französischen Bevölkerung auftreten zu können. Briand hat diesen Gefühlen im Senat I rückhaltlos Ausdruck gegeben. Als dieser nun letzt mit der Neubildung des Kabinetts beauftragt wurde, lag selbstverständlich der Wunsch nahe, eme neue Grundlage für die Mehrheitsblldung zu su- cken, und vor allem die Partei der Rabrkal- s 0 z i a l i st e n, die sich gegenüber Poincare in stei- aendern Maße verhärtet hatte, vor den Regierungs-

tragen zu spannen. Briand hat denn auch inst den I Führern der Radikalsozialisten verhandelt ohne a - lerdings zu einem positiven Ergebnis zu kommen. I Ts hat sich gezeigt, daß zwischen den Radikalsozia- I listen und den in der Regierungskcchlltion vertre- I tenen Reckstsgruppen eine Verstandigimg nicht zu erzielen war. Die Folge war, daß Briand dar­auf verzicktets, eine wirkliche Neubildung des Ka­binetts zu versuchen, sondern es bet dem alten Kabinett beließ. Er bat sich dabei vergewiss ^ daß ihm die Radikalsozialisten dreGefolgschafi. nicht versagen werden, solange die Haager Konferenz | tagen wird, da sie wie früher so auch gegenwärtig noch seine Außenpolitik voll unterstützen. Die Dp- positionshaltung der Radikalsozialisten rlchtete chre Svitze wie schon gesagt, in der Hauptsache gegen P-K-7 Au»-Np°lchch hud-u fic feine befonber, abweich-ubeu 8luffaffungen mr bem «urs gehab,„ XU dem sich Briand in vielen schonen Reden bekannt bat Diestr selbst aber wird einen großen Vorteil darin erblicken, daß er Rechtsparteien an der Verantwortung für seine Außenpolitik mit­beteiligt, während eine starke Opposistcn aruppe daraus verzichtet, ihm irgendwelche Schwie- rigkeiten zu macken. Das neue Kabinett Briand ist also seiner äußeren Repräsentation nach das alte Kabinett Poincare geblieben, aber die Krufte- gruvpierung auf die sich das neue Kabinett stutz\ , hat' doch einen wesentlich anderen Charakter be­kommen, der durch die persönliche Anziehungskraft des neuen Ministerpräsidenten bedingt ,st.

Was jetzt Briand in Frankreich maut, -ist im Grunde genommen ein Parallelvorgang zu der Koalitionstaktik, die der deutsche Außenminister Dr. S t r e s e m a n n mehrfach versucht hat, wenn ihm auch ein nachhaltiger Erfolg daber nickst beschieden aewesen ist. Der deutsche Außenminister Strese- mann war sich in seinen außenpolitischen Zielen und Entscheidungen der Unterstützung der Sozial­demokratie sicher, auch dann, wenn diese in Ovvosition stand. Er konnte deshalb ohne be­sondere Not versuchen, ohne die Sozialdemokraten, aber in Gemeinschaft mit den Deutfdjna110 ♦1 n f o TT rn Tpoictcn. 2Ius btßfctn (Brunos but er im Jahre 1925 die Bildung des ersten Rechtskabl- unter Dr. Luther gefördert und gutgeheißen.

Als die Deutschnationalen beim Abschluß des Lo­carno-Vertrages aus dem Kabinett wieder ausfchie- den weil fie die Gefangenen ihrer kurzsichtigen

AubeMgWoHe

24 Bergleute durch eine Schiagwetter-Lxplosion getötet. - 12 SchwerveN-tz e

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falls bei einer Schlagwetterexplosion 14 Bergleute. Das letzte größere Unglück ereignete sich m der ®rube am 28^Mai 1920, wo infolge Brandgas- Vergiftung 5 Bergleute den Tod fanden.

Viele hundert Bergwerksfrauen und ihre Ange, hörigen haben sich vor der Unglucksstelle ange- sammelt. Herzzerreißende Verzweiflungsszenen spie­len sich ab. Das gesamte Rettungspersonal roa. alarmiert, um am Unfallort emzugreifen. Die weitaus größte Zahl der Toten ist durch den explo­sionsartigen Ausbruch des Schlagwetters bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Don den 23 Toten sind 3 Schlepper, 2 Lehr- Hauer und die übrigen B^rghauer.

Bolschewistischer Anschlag am 1. August

Der „heranreifende revolutionäre Aufstieg .

d M einieinnmniet iQBffl. W MM- betiose 15 M!

uldaerZeitung

für die Stadl Julda und den Landkreis Fulda. Amtliches kreisblatt.-----

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Rei Wiederholungen Rabatt. Postscheck!. Franksta.___

her geplanten internationalen Re­pa r at io n s b a n k werde und dieser Wunsch ließe sich durch den Hinweis auf bte englischen Opfer besser rechtfertigen.

Litauen.

Zahlreiche Todesurteile gegen Sozialdemokraten.

Das Kriegsgericht in Schauten hat in einem Prozeß gegen 24 Angeklagte, darunter das Mit- glieb bes Zentralkomitees ber SozialdemokrMlschen Partei Galinys, bte vor einigen Monaten mKowno in ben Räumen des Zentralkomitees der Sozial­demokratischen Partei verhaftet worden waren, nach viertägiger Verhandlung bereits am Samstag das Urteil gefällt, das jedoch bisher noch nicht ver­öffentlicht worden ist-„Dem .MemelerDampfboot zufolge verlautet gerüchtweise, daß 10—14 Ange­klagte zum Tode und die übrigen zu lebenslang» lidiem Zuchthaus verurteilt worden sind. Das Todesurteil gegen einen Grenzpolizisten,' der den Pleschkaitis-Änhängern beim Grenzübertritt Hilfe geleistet haben soll, soll bereits vollstreckt wor­den sein. _

* Senatspräfibenf Dr. Struh g^arben. In München ist der Senatspräfibent °m Reichsfmanz- hof, Dr. Georg S t r u tz gestorben. Prasidmit Dr. Kii-iitr aehörte feit bet Grunbung des Reiach- finanzhofes biesrm als ältester Senatspräfibent an