uldaerZeitung
Freitag, 26. Mi 1929
Jtr. 171
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Vas Urreysgefangenen-Necht.
Der Konserenzort endlich gesunden?
Ehim E direkt mit Rosw mrWe!«
gekommen sei.
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Durch die Niederlegung der japanischen Ratifikationsurkunde durch Botschafter Debutschi beim Staatssekretär Stimson ist das endgültige Inkrafttreten des Kelloggpaktes bewirkt. Fünfzehn Trite Teilnehmer und 31 weitere Staaten haben ratifiziert und die Urkunden niedergelegt. Acht weitere Urkunden sind noch nicht deponiert. Bis auf Argentinien und Brasilien haben alle Welt- staaten die Ratifikation vollzogen oder angekündigt. Die nach dem amerikanischen Staatsrecht erforderliche Proklamation wurde im Weißen Hause vom Präsidenten Hoover in Anwesenheit Coolidges und Kelloggs und aller Vertreter der ftemden Mächte feierlich verlesen. Als Vertreter des Senats wohnten Senator Borah und Swanson der Verlesung bei. An diese schloß sich ein Frühstück für sämtliche Teilnehmer im Weißen Hause an.
Wie das „Echo de Paris" aus Paris berichtet, hat der chinesische Gesandte in Paris, Kau-Hu, dem französischen Außenminister Briand nicht nur für seine Bemühungen zur friedlichen Beilegung des chinesisch-russischen Konfliktes seinen Dsnk aus- ,
gesprochen, sondern auch nicht verheimlicht, daß zulehnen, und der belgische Widerstand wurde auf
die Nankingregierung es nicht ungern sehen würde, ein Wort der französischen Regierung hin fallen
wenn der Völkerbund einareifen würde. 1 gelassen werden. Die Rote der britischen Regie-
men wurde. ————
* Das Befinden des Reichskanzlers. Aus Heidelberg wird am Donnerstag vormittag gemeldet: Der Reichskanzler verbrachte eine normale Nacht. Das Befinden des Patienten kann weiter als befriedigend bezeichnet werden.
Der Pariser Korrespondent des „Manchester Guardian" befaßt sich mit gewissen Machenschaften zur Verzögerung der bevorstehenden Reparationskonferenz und bemerkt, wenn nicht die britische Regierung einen energischen Schritt unternehme, um dieser Komödie ein Ende zu bereiten, so werde sie endlos weitergehen. Es sei unmöglich für die französische Regierung, den Haag ab«
♦ Ausgabe einer dritten russischen Industrialisierungsanleihe. Aus Warschau wird gemeldet: Die Sowjetregierung beschloß, eine dritte Jndu- strialisierungsanleihe in Höhe von 750 Millionen Rubel aufzulegen. Die Anleihe läuft, angefangen vom Dezember 1929, mit einer zehnjährigen Frist. Die Anleihe ist für den Ausbau von Industrie und Landwirtschaft bestimmt.
Nach einer bei einer katholischen Missionsgesell- ichast in Omaha (Nebraska) eingetrosfenen Deoesche fit ein Missionar der Gesellschaft namens
verbundene Pakt zur Aechtung des Krieges m Kraft tritt, ist es mir eine besondere Freude, Vynen, Herr Staatssekretär, meine herzlichsten Glückwünsche auszusprechen. Der Pakt, der dem innersten Verlangen der Völker Ausdruck gibt, hat für die ftiedliche Entwicklung der Beziehungen zwi- scheu den Staaten eine neue Grundlage geschaffen. Ich vertraue darauf, daß er sich auch unter schweren Umständen jederzeit wirksam erweisen wird.
gez. Stresemann."
ein Wort der französischen Regierung hin fallen gelassen werden. Die Rote der britischen Regie-
Wenn die nicht in nationalistisch-kriegerischen Gedankengängen befangenen Volksmassen in beiden beteiligten Ländern es ernsthaft wollen, wird allen Einwendungen zum Troß die Räumung des Rheinlandes im Interesse der Völkerversöhnung doch bald T a t l a ch e werden.
loyal mitgewirkt habe. Guinneß fragte, ob diese, von den Sachverständigen mitgeteilten Mindester« fordernisse voll erfüllt werden. Mac Donald erwiderte darauf: Ich habe nicht den geringsten Zweifel, daß, wenn ein Uebereinkommen mit den Vereinigten Staaten erzielt worden ist, die uns unterbreiteten Mindesterfordernisse genügend gedeckt werden. Bevor ein Abkommen erzielt worden sei, könne nichts darüber gesagt werden, welches schließlich die Mndesterfordernisse sein müßten.
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rung an olle in Betracht kommenden Mächte, in der formell vorgeschlagen wird, daß die Konferenz am 6. August im Haag beginnt, würde der französischen öffentlichen Meinung die Wirklichkeit vor Augen fuhren.
Die Sorge des Zranzosen-Generals.
(Eine französische Stimme gegen die Rheinlandräumung.
Das „Echo de Paris", ein nationalistisches Blatt, veröffentlicht einen Artikel einer hochstehenden militärischen Persönlichkeit, deren Name wegen des aktiven Postens, den sie bekleide, nicht genannt werden könne. Dieser Artikel spricht sich gegen die Rheinland« räumung und für die Vorteile einer kleinen, im Rheinland verbleibenden Besatzungstruppe aus und entwickelt diese These wie folgt: Allein schon die Anwesenheit der alliierten Truppen an den Ufern des Rheins bildet zunächst ein moralisches Hindernis für die Verwirklichung der kriegerischen Absichten der d e u t s ch e n Nationalisten. (So sagt der franzöfische Nationalist. D. Schrift!.) Keine Militärperfon wurde die Verantwortung für einen bewaffneten Konflikt übernehmen, wenn die Gewißheit bestehe, daß die ersten Operationen sich auf deutschem Gebiet und noch dazu im reichsten Teil dieses Landes abfpielen würden. Die Anwesenheit von Besatzungstruppen sei aber außerdem auch noch ein materielles Hindernis, dessen Wert herobzumindern kindisch wäre. Den Rhein könne man, abgesehen von den besonders dazu eingerichteten Uebergangspunkten, also den Brücken, nicht leicht überschreiten. Eine kleine Truppe, die über ausreichende Mittel verfüge, fei sehr wohl in der Loge, während einer sehr beträchtlichen Zeitspanne auf dem rechten Rheinufer versammelte Ueberfallsmassen einen Zugang zu den französischen Nordostgrenzen zu verschließen, wo die Natur gerade die Erdreichtümer aufgehäuft habe, die für die Durchführung von militärischen Operationen notwendig seien. Eine kleine Truppe sei auch imstande, die Ueberfallmaßnahmen des gegnerischen Heeres zu stören und seine Kraft zu brechen, bevor es über die Grenze des eigenen Gebiets hinaus-
wtb. London, 25. Juli. (Eig. Meld.) Reuter berichtet aus Schanghai: Der chinesische Außenminister Wang erklärte in einem Interview mit Pressevertretern, daß China durchaus gewillt sei, in Verhandlungen mit der Sowjetregierung einzutreten und den Konflikt wegen der ostchine- sischen Eisenbahn beizulegen. Er sei bereit, dem Wunsche Moskaus entgegen zu kommen und die Streitigkeitsfragen in direkten Verhandlungen zu regeln, statt sich der Vermittelung eines Dritten zu bedienen. Der Minister glaubt, daß die Verhandlungen eher in M o s k a u als in Chardin eröffnet werden könnten und hegt die Zuversicht, daß man zu einer Verständigung gelangen werde. Zum Schluß erklärte Wang, er erwarte eine Andeutung von Moskau über die Haltung, die die Sowjettegie- rung gegenüber dem vorgeschlagenen Verfahren einnähme und eine Mitteilung darüber, wann die Verhandlungen gegebenenfalls eröffnet werden follen. *
Wegen Terrorakten in der Sowjetunion, die fltit Unterstützung chinesischer Behörden ausgeführt worden sein sollen, wurden 16 Weißgardisten Ium To de verurteilt. Das Urteil ist bereits vollstreckt worden.
Die britische Regierung unternimmt jetzt einen endgültigen Versuch, die anderen interessierten Staaten zu veranlassen, den Haag, die Regierungshauptstadt Hollands, als Konferenzort für die Reparationskonferenz anzunehmen. Bekanntlich wollen die Belgier nicht nach dem Haag, da sie mit ihrem holländischen Nachbarn wegen der Schelde-Frage im Krakeel leben.
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Aus Brüssel wird gemeldet: Nach der erfolgten Einigung in der Markfrage billigte der Ministerrat grundsätzlich den Reparations- plan, wie ihn die Experten aufgestellt haben.
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In einem Leitartikel führt der „Manchester Guardian" aus:
„Es ist wirklich Zeit, daß jetzt kleinliche nationale Eifersüchteleien begraben werden. Wenn nicht sofort ein Beschluß erzielt wird, wird es überhaupt unmöglich sein, die Konferenz zum festgesetzten Zeitpunkt abzuhalten. In diesem Falle wird sie fast sicher noch nicht beendet sein, wenn die Völkerbundsversammlung Anfang September Zusammentritt. Wenn die Völkerbundsversammlung zusammenkommt, bevor die Reparationskonferenz beendet ist, wird ihre Aktion gelähmt fein Sie wird nicht wtffen, ob der Reparationsplan angenommen worden ist, oder ob und unter welchen Bedingungen das Rheinland geräumt werden soll. Das Blatt beargwöhnt, daß letzten Endes Hin wirklicher Beweggrund hinter der außerordentlichen Unfähigkeit, einen annehmbaren Konferenzort für die Reparationskonferenz zu finden, stehe.
Der „Manchester Guardian" wendet sich scharf gegen den Plan eines Feftstellungs- und Versöh- nungsausschuffes und bedauert, daß Henderson England in irgend einer Weise für gebunden erachtet. Er schreibt: „Die gefällige Haltung unseres Foreign Office gegenüber allen Seiten der französischen Politik hat uns wieder schlechte Dienste geleistet."
Kellogg-Pakt und Flotten-Abrüstung
Hindenburgs Glückwunsch an den amerikanischen Präsidenten.
Der Ulitz-Prozetz.
Vor dem Kattowitzer Bezirksgericht hat am Dienstag der Prozeß gegen den Abgeordneten Otto Ulitz, den Geschäftsführer des „Deutschen Volks bunbes zur Wahrnehmu n g rMinde heitsrechte in Polnisch - Ob erschle- s i e n begonnen. Dieser Volksbund ist «'ne aus Grund des Genfer Protokolls in Ostoberschlesien gegründete Organisation und mit ihrem Zweck, die Minderheitenrechte der dortigen Deutschen zu vertreten, vom Völkerbundsrat anerkannt worden. Er hat außer diesem Bund früher bereits eine ander. Organisation in Polen bestanden, die sich der Vertretung der Rechte der Deuffchen angenommen hatte, der Posener Deutschtumsbund dieser aber ist seit mehreren Jahren aufgelöst. Den Deutschen Volksbund kann die polnische Regierung nicht auflösen, solange nicht der Völkerbundsrat feine Zu- ftimmung dazu gibt, er besteht traft internationalen Rechts.
Da es ein Ziel der polnischen Politik ist du zahlreichen nationalen Minderheiten un neugegründeten Polen langsam verschwinden zu lassen, d. h., sie mit den Polen zu verschmelzen, ist ihr natürlich der Deutsche Volksbund ein Dorn tm Auge. Auch erträgt es die polnische Politik nur mit Widerwillen, daß es in Oberschlesien eine Organisation gibt, die sehr genau darüber wacht, dag die vom Völkerbundsrat anerkannten Rechte per Deuffchen innegehalten werden. So hat denn seit langen ein Kampf der polnischen Behörden gegen ihn eingesetzt mit dem Ziele, ihn entweder lahmzulegen, oder seine Auflösung beim Volker- bundsrat durchzusetzen. Zunächst hat man diesen Kampf damit zu führen gesucht, daß man die mehr untergeordneten Geschäftsführer ^u den Zweigstellen des Bundes schikanierte und beseitigte in der Hoffnung, daß sie keine Nachfolger finden würden. Äls aber dieses Mittel zu keinem Erfolgs führte, nahm man sich den Hauptgeschäftsführer des Bundes, eben den setzt angeklagten Abgeord- neten Otto Ulitz aufs Korn. Man hat ihn zu Be- ginn dieses Jahres verhaftet und zwar unter dem Vorwurf, daß er einem polnischen Staatsbürger im militärpflichtigen Alter, dem Bäckergesellen Bialucha, die Entziehung vom polnischen Heeres- . dienste ermöglicht habe.
Um den Wert, die Echtheit dieser Anklage rich- Hg abschätzen zu können muß man wissen, daß die Geschäftsräume des Deutschen Volksbundes wiederholt sehr eingehend von der Kattowitzer Polizei durchsucht worden sind, um Material gegen die Tätigkeit des Volksbundes zu finden. Der Abge- ordnete Ulitz wußte sich also unter schärfster Kontrolle und er wußte überdies, daß in seinem Büro auch Spitzel der polnischen Polizei tätig wa- ren. Der Hauptbelastungszeuge, Hauptmann Cy- chon vom Generalkommisfariat in Danzig, hat bei feiner Vernehmung am ersten Prozeßtage einge» standen, daß durch die Vermittlung eines ebenfalls als Zeugen geladenen Pielawski sowohl beim
Nach 3^wöchigen Verhandlungen ist von der Staatenkonferenz zur Abänderung des Genfer Rotkreuz-Abkommens durch einstimmigen Beschluß das erste internationale Abkommsn über Kriegsgefangenenrecht geschaffen worden. Das Abkommen ist bereits in zweiter Lesung endgültig angenommen und wird in den Archiven der schweizerischen Eidgenossenschaft hinterlegt.
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild- und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrfft- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. “
Präsident Hoover gab in einer Erklärung seiner großen Freude Ausdruck über Mac Donalds Ankündigung, daß er sich auf den von Amerika befürworteten Boden des Paritätsprinzipes gestellt habe. Fortan würden beide Völker nicht gegen * । einander Wettrüsten, sondern freundschaftlich an der
Die Flotten - -rage. «Einschränkung der Rü.stungen zrffam-
g„ B-°ntw°rt»ng einer Anfrage Senwartta Äm’tes'Ä"-
errnrte der engWe RinisterprMe». Mae D-. | ^-MKun^n XttaS!W. er 'n« sehe, inwiefern das erhoffte Abkommen mit Großbritannien über die Flottenparität den Bau dieser Kreuzer beeinflussen werde. Er sprach seine Freude aus über den Besuch Mac Donalds und versprach ihm die herzlichste Aufnahme seitens des ganzen amerikanischen Volkes.
Der amerikanische Präsident Hoover leitete die feierliche Proklamation des Kellogg-Paktes mit einer Ansprache ein, in der er die Verhandlungen Bricmds und Kelloggs, die zum Abschluß des Kriegsächtungspaktes führten, als Appell an das Gewissen der zivilisierten Nationen und als einen neuen Schritt zum Ausbau des Völkerrechts bezeichnete. Der Pakt sei reich an Bedeutung und an Möglichkeiten für die zukünftige Gestaltung der internationalen Beziehungen und stelle eine Plattform dar, von der aus bei irgend einem Vorfälle oder irgendeiner Handlungsweise sofort ein Sammelruf an die Weltmeinung ergehen könne. Er pries die wundervolle Aufnahme des Paktvorschlages durch fast die gesamte Welt und beglückwünschte Kellogg zu seiner Arbeit, die zur Ausdehnung des ursprünglich zweiseitigen Vorschlages auf alle Staaten der Welt geführt habe.
Staatssekretär Stimson sandte an Briand eine Botschaft, in der er ihm und dem französischen Volke zur Vollendung des Verttages seinen Glückwunsch yusspricht. Hoover erklärte sich und die erlauchte Versammlung durch die Anwesenheit Coolidges geehrt, unter dessen Amtsdauer und Führung dieser Fortschritt zur Weltbefriedung eingeleitet worden sei. Er dankte den Senatoren Dorah und Swanson für ihre Mitarbeit bei der Erwirkung der Zustimmung des Senates. Er bat die anwesenden Vertreter der fremden Mächte, ihren Regierungen mitzuteilen, wie sehr Amerika diese Zusammenarbeit für das künftige Wohl der Menschheit schätze und schloß mit dem Hinweis, daß dieser erste Schritt uns alle anspornen solle, jede Möglichkeit zum Ausbau des Vertrages , zu ergreifen und nach besten Kräften an der Verwirklichung der in dem Kriegsverzichtpakt niedergelegten Idee mitzuarbeiten.
Anläßlich der feierlichen Verkündung des Inkrafttretens des Kellogg-Paktes hat R e i ch s - Präsident von Hindenburg an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika nachstehendes Telegramm gerichtet:
„Aus Anlaß des Inkrafttretens des Paktes zur Aechtung des Krieges, an dessen Zustandekommen die Vereinigten Staaten von Amerika einen so hervorragenden Anteil haben, spreche ich Ihnen, Herr Präsident, die herzlichsten Glückwünsche aus. Ich hege die Hoffnung, daß dieser Pakt bet der Gestaltung der Beziehungen zwischen den Völkern seine Kraft bewähren und dazu bei- tragen wird, den Weltfrieden auf der Grundlage der Gerechtigkeit zu sichern.
gez. v. Hindenburg, Reichspräsident."
Reichsaußenminister Dr. Sttesemann hat aus hem gleichen Anlaß an Staatssekretär Stimson das folgende Telegramm gesandt:
„An dem Tage, an dem der mit dem Namen Ihres verehrten Herrn Amtsvorgängers so eng
Leonard im Süden der Provinz Kiangsi am 14. Juli von chinesischen Räubern ermordet worden.
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In einer Erklärung über den russisch-chinesischen Konflikt sagte Außenminister Henderson im englischen Unterhaus: ,Zch habe begründete Hoffnung, daß eine Kriegsgefahr abgewendet wird, nachdem ich durch den chinesischen Geschäfts- träger in London die Versicherung der chinesischen Regierung erhalten habe, daß sie bis zum äußersten bestrebt sei, eine ftiedliche Lösung ihres Streit» falles mit der Sowjettegierung herbeizuführen. Die chinesische Regierung hat mitgeteilt, daß sie selbst keine aggressive Aktion unternehmen werde und bereit sei, an einer Konferenz mit Vertretern der Sowjettegierung teilzunehmen. Wenn die Sowjetregierung zu Gewaltmaßnahmen greifen sollte — eine Möglichkeit, für die vorläufig noch keine Anhaltspunkte vorhanden seien —, so werde die chinesische Regierung unter Berufung auf Artikel 17 des Völkerbundsstatuts an den Völkerbund appellieren."
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nald im Unterhaus:
Ich bin jetzt in der Lage, eine Erklärung über die unmittelbaren Absichten der Regierung bezüglich des Flottenbauprogramms abzugeben. Der allgemeine Standpunkt der Regierung ist, daß zwei Haupterwägungen berücksichtigt werden müssen- 1) Die Bedeutung der Verteidigungsmittel, fc’SÄÄZlVÄ'S?»!I «w** S-Nd--!°N,'M,-»Mch-N funft bes neuen amerikanischen Botschafters Da- Unterhaus w", daß der Oberkommffsar^AeE
wes der von dem Präsidenten der Vereinigten I ten und den Sudan, Lord Lloyd, im -oeriauie
Staaten mit der Mission betraut worden fei, den I einer Unterredung ihm fern Rucktrittsgesuch uber-
Boden für ein internationales Abkommen zur | reichte, das von der britischen Regierung angenom-
Verminderung der Flottenrüstungen vorzubereiten. Er erklärte, wir sind über den Grundsatz der Parität überetngefommen. Wir sind überein« gekommen, ohne in irgendeiner Weise von den Bedingungen der Parität abzugehen, ein gewisses Maß der Dehnbarkeit zuzulassen. Wir haben beschlossen, UNS von den technischen Punkten Nicht stören zu lassen. Sobald die Vertagung des Unterhauses mich von der täglichen Arbeit befreit, beabsichtige ich, mich hauptsächlich dieser Frage zu widmen, bis ein Ergebnis erzielt worden ist.
Mein Besuch beim Präsidenten der Vereinigten Staaten ist jetzt Gegenstand von Besprechungen. Zur Zeit läßt sich der Oktober als wahrschein- sich bezeichnen. Mac Donald führte weiter aus, daß die allgemeine Lage eine Aenderung des Flor- tenprogramms rechtfertige. Die Regierung habe daher nach einer gründlichen Prüfung der Flottenlage, und das nicht nur als Beweis der eigenen Aufrichtigkeit, sondern auch als ihre ihr von der Lage der Staatsfinanzen auferlegten Pflicht beschloßen, alle Arbeiten an den Kreuzern „Sur» rot)" und „Nordhumberland" einzustellen, das Un« terseebooffchiff „Maidstone" zu streichen, die Kontrakte für zwei Unterseeboote zu kündigen und die anderen Flottenbauten zu verlangsamen. Was die Flottenbauprogramme 1929-30 betreffe, so würden auf jeden Fall vor dem Herbst keine Verpflichtungen eingegangen werden. Mac Donald fügte hinzu, es werde von allen in Betracht kommenden Mächten erkannt, daß ein vorheriges Uebereinkommen über die englisch-amerikanischen Differenzen wesentlich ist für ein allgemeines lieber« einkommen über den Flottenbau, und die Regierungen der auf der Washingtoner Konferenz von 1921-22 vertretenen Mächte seien über die Besprechungen unterrichtet worden. Sobald der Weg frei ist, würden sie zu einer Vorkonferenz eingeladen werden, damit alle zusammen versuchen könnten, zu einer Vereinbarung umfassenden Charakters zu gelangen. Es wird dann der Vorbereitenden Abrüstungskommission als Beitrag zu ihrer Arbeit berichtet werden. Wenn diese Absichten erfüllt würden, werde man in der Sage fein, das schwierige, aber wesentliche Problem zu verfolgen, wie die anderen Arten der Rüstungen vermindert werden sollten. Das konservative Mitglied Guinneß nahm auf die Erklärung Mac Donalds Bezug, daß die Admiralität gewisse Mindesterfordernfffe niedergelegt und bei der Politik der Regierung
Anzeiger für die Stadt Anlda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt
l zs.Zahrq
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