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Anzeiger für die Stadt Julda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

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Monatl. 1,80 eins chl. Postgeb. (30 bezw 48 WO ohne Zustellg.

Dienstag, 16. Zuli 1929

Nr. 162

den können,

Beschiele Nöte der Sowjet-Union a« China

zu erklären.

Meldungen, b

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrrst- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ..

Anläßlich des Abschlusses der Konkordatsver­handlungen im Preußischen Landtag hat Kardinal Fürstbischof Dr. Bertram-Breslau an den Vorstand der Zentrumsfraktion des Preußischen Landtags folgendes Schreiben gerichtet:

„Nachdem durch die Abstimmung im Landtag der Vertrag zwischen dem Preußischen Staate und dem Heiligen Stuhl über die Neuordnung der Verhältnisse der katholischen Kirche in Preußen seine Bestätigung gefunden hat, beehre ich mich, in meiner Eigenschaft als Bischof der ausgedehn­testen Diözese Deutschlands und als Vorsitzen­der der Fuldaer Bischofskonferenz der Zentrumsfraktion des Landtags den herzlich­sten Dank für das tatkräftige Eintreten zugunsten der Annahme des Vertrages auszusprechen. Wenn auch, um das Gelingen der Vereinbarung nicht zu gefährden, bedeutsame, berechtigte Forderungen ■■■»»■■oHKÄaHBHeHHaHHBeaaaeeeMeeee™

Der östliche Grenzkampf, Ausweisung des Direktors Kallenborn-Dismarck- hütke.

Aus K a t t o w i tz wird gemeldet: Wie die pol­nische Presse meldet, hat der Generaldirektor der Bismarckhütte Kollenborn von der schlesischen Woi­wodschaft den Ausweisungsbefehl erhal­ten. Kallenborn, der Polen bis zum 21. Juli ver­lassen soll, ist deilticher Staatsanaeböriaer. Die

gtinenmimlter Seoering gegen MM-Gerede

Die guseinandersetzung über die Reparationsfragen.

Eine bedeutsame Kundgebung.

Der Vorsitzende der Zuldaer Vischofskonferenz an die Zentrumsfraktion im preußischen Landtag.

Professor Delbrück gestorben.

wtb. Berlin, 15. Juli. (Eig. Meld.) Gestern verschied der bekannte Historiker Geh. Regierungs- rat Prof. Dr. Delbrück im 81. Lebenchahre. Pro­fessor Dr. Delbrück war feit längerer Zelt an Grippe erkrankt. *

Ein Mann ist gestorben. Hans Delbrück, der Berliner Historiker, hat in klassischer Werse ge­zeigt, daß Mut kein Monopol des Waffenhand­werks ist. Er hat gezeigt, daß auch rm Kampfe für die Wahrheit mit den Waffen des Geistes Mannesmut ein Feld findet. Delbrück, der Hrsto- riker der Kriegsgeschichte, war kern emsestrger Ge­lehrter und Bücherwurm. Schon 1882 zog er in den preußischen Landtag als freikonservatrver Ab­geordneter ein. Don 1884 bis 1890 war er irre Reichstag. Bon Treischke übernahm er die sungste ßischen Jahrbücher", an denen er bis rn die lungste Zeit mitgearbeitet hat. Mit stets regem Geists hat Hans Delbrück den Ablauf der Geschichte ver­folgt. Für ihn gab es keine unüberwindlichen Vor­urteile, wie sie vielen Historikern eigen sind, so stand er auch dem neuen Staat, der nach dem Zusammenbruch im Jahre 1918 erstand, mit Ver­ständnis gegenüber. Schars rechnete er ab mit denjenigen, die er für den unglücklichen Ausgang des Krieges verantwortlich machte. Bekannt ist sein vernichtendes Urteil über Luden darf. Be­sonders eifrig arbeitete er an der Klärung der Krieqsschuldfrage mit. Er war sich als Mann der Wissenschaft und der Weltkenntnis klar darüber, daß durch Lungenkrast und Demonstration die Krieqsschuldfrage nicht gelöst wird, sondern auch auf 'diesem Gebiet die Waffen des Gei st e s m Anwendung kommen müssen. In Ausenlander- setzungen mit den Historikern der ehemaligen Kriegs- gegner hat er am Ziel, die Kriegsschuldthese des Versailler Vertrags zu erschüttern, erfolgreich ge­arbeitet. Hans Delbrück genoß xn der ganzen Welt, so weit man die Bedeutung der Geschichts­wissenschaft zu würdigen weiß, Ansehen und Per­ehrung. Sein reiches Lebenswerk, literarische und wissenschaftliche Arbeit, vorab die „Geschichte der Kriegskunst" bilden ein Denkmal der deutschen Geistesgeschichte in einem wechselvollen Zeitab­schnitt und zeugen von den guten und schlechten Strömungen, die diesen Abschnitt durchzogen haben.

(Ein Rriegsgefangenen-Recht.

Das Ergebnis der seit Anfang dieses Monats in Genf tagenden Staatenkonferenz zur Revision der Genfer Rot-Kreuz-Konvention und zur Schaf, fung eines Kriegsgefangenenrechts, die voraus­sichtlich zwei weitere Wochen dauern wird, läßt sich bereits in einigen wichtigen Punkten übersehen. Vor allem hat sich unter tätiger Mitwirkung der deutschen Delegation der Gedanke der Schaf­fung eines Kriegsgefangenenrechts nach anfäng­lichen Schwierigkeiten ziemlich allgemein durchge­setzt, sodaß mit der Einführung eines internatio­nalen Uebereinkommens statt der von verschiedr- nen Setten zunächst in Anregung gebrachten allge­mein gehaltenen Empfehlungen gerechnet werden kann. Die wichttgsten Punkte des Planes sind:

Die Schaffung eines internationalen Strafrechts, das der besonderen tatsächlichen und psychologi­schen Sage der Kriegsgefangenen bei der Auffas­sung über strafbare Handlungen und bei Bemessiing

geworden ist.

* Reichsminister Dietrich über den Mahlzwang. Auf einer am Sonntag inOeh rin gen abgehal- tenen Veranstaltung der Deutsch-Demokratischen Partei Württembergs hielt Reichsernährungsmlni- fter Dietrich eine längere Rede, in deren Verlauf er laut „Montagspost" die neue Vorschrift vertei­digte, daß die deutschen Mühlen mindestens 30 Pro­zent Inlandsweizen vermahlen müßten. Der Minister erklärte, das Habs sich bereits insofern günstig ausgewirkt, als der Weizenprexs sofort nach Ankündigung der Maßnahme in die Höhe gegan­gen fei. Er werde übrigens stets darüber wachen, daß diese Vorschrift bei den großen und mittleren Mühlen durchgeführt werde. Wenn dann im Win­ter die Getreidepreise weiter auf der Höhe blie­ben, werde mancher Bauer, der heute den alle« mannffchen Dickkopf des Reichsernährungsministers verwünsche, ihm recht geben.

Nachdem der Minister auf das Volksbegehren des Stahlhelm und die Angriffe.gegen die Arbeits­losenversicherung eingegangen war, nahm er zum Falle des Republikschutzgesetzes Stellung: Nun ein Wort vom Diktaturgerede. In einem großen Teil der Presse ist gesagt worden, daß ich durch meine Ausführungen zum Fall des Republik­schutzgesetzes diesem Gerede Nahrung gegeben hätte. Das können nur diejenigen behaupten, die ent­weder nach der Methode „Haltet den Dieb", die Aufmerksamkeit von ihrem Treiben ablenken wol­len, oder mit verfahrungsrechtlichen Dingen nicht vertraut sind. Ich habe lediglich eine Art War­nungstafel gegenüber denen errichten wollen, die etwa glauben, daß der Fall des Republikschutzge­setzes nunmehr Gewalttaten zum Sturz der 58er« lassung ungestraft lasse. Die Anwendung des Ar­tikels 48 ist nicht vom Belieben eines Ressortmini­sters, sondern nur durch eine Entscheidung des Reichspräsidenten ober bei „Gefahr im Verzug" durch Beschluß der Länderregierungen möglich. ' Selbst der Reichspräsident ist gehalten, die von ihm auf Grund des Artikels 48 getroffenen Maß­nahmen unverzüglich dem Reichstag mitzuteilen und auf Verlar gen des Reichstages außer Kraft SU setzen.

Wie diese / chlage und meine Mitteilungen darüber als Murbestrebungen ausgelegt roer* itir unverständlich und schließlich nur durch bie|? erordentliche politische Verhetzung iinfo unsinnig finb bie Zeitungs- : lit der Vorlage eines neuen Re- ? ein Ausführungsgefetz-

btresemann stimmt ein.

Gelegentlich einer Unterhaltung, die Außen­minister Dr. Stresemann mit dem außen­politischen Redakteur der „Frankfurter Zeitung" in Bühlerhöhe hatte, äußerte er sich zur Frage der Feststellungs- und Versöhnungskommiffion. Im Einklang mtt den Aeußerungen, die Prälat Dr. Kaas als Führer der deutschen Zentrumspartei und Dr. Wirth als Minister für das besetzte Gebiet gemacht haben, erklärte er eine solche Kommission für untragbar.

Als die deuffche Initiative, so erklärte Strafe« mann u. a., uns im Herbst 1925 nach Locarno führte, geschah dies in dem Bestreben, mit deut­scher Mistvirkung ein Problem zur Lösung zu bringen, das, wie sich nach der Londoner Dawes- Konferenz immer klarer herausstellte, der Her­beiführung einer politischen Befriedung Europas als schweres Hindernis im Wege stand. Dieses Hindernis ergab sich aus dem Komplex jener Fragen, die von französischer Seite feit Versailles mit dem Ausdruck „Sichrrhettsftage" bezeichnet wurden. Es gelang, in den Verträgen von Lo­carno eine Lösung der Sicherhettsfrage zu finden, die nicht nur von den unmittelbar beteiligten Ländern, sondern nahezu von der ganzen Welt als ein Wendepunkt in der politischen Entwicklung an­gesehen wurde. Wenn her Name Locarno in den folgenden Jahren hier und da manches von seinem ursprünglichen Glanze verloren hat, wenn nicht alle Blütenttäume gereift finb, ja, wenn es fmvir vielfach iu bitteren Diskussionen über den

Aus Moskau melbet bie Telegraphenagen­tur ber Sowjetunion:

Dem chinesischen Geschäftsträger ist eine von Karachan unterzeichnete Note ber Sowjetregierung überreicht worben, in ber es heißt: Ihrer Friedens- polttik treu bleibend gibt bie Sowjetregierung trotz der provokatorischen 'Gewaltmaßnahmen der chine­sischen Behörden nochmals ihre Bereitschaft kund, mit China in Verhandlungen über den gesamten bie chinesisch Ostbahn betreffenben Fragenkomplex einzutreten. Solche Verhanblungen wären jeboch nur möglich, wenn bie verhafteten Staatsangehöri­gen der Sowjetunion unverzüglich freigelassen und sämtliche gesetzwidrigen Handlungen der chinesi­schen Behörden rückgängig gemacht würden.

Dementsprechend schlägt die Sowjetregierung vor: 1. unverzügliche Einberufung einer Konferenz rur Reaeluno aller die chinesiiche Ostbabn betrek-

denken. Die Rheinlandkommission soll von Koblenz nach Mainz verlegt werden. Für den Fall, daß die englisch Regierung die Zurückziehung ihrer Truppen vornimmt, bevor die Räumung allgemein erfolgt, sollen die Franzosen die Absicht haben, mit einer „großen Geste" auf die Besetzung des bisher von den Engländern besetzten Gebietes durch französische Truppen zu verzichten.

Kamerun für Mussolini?

Augenblicklich verhandelt Frankreich mit Italien über Erenzoeränberungen in Tunis unb Tripolis. Es geht hart auf hart. Italien stellt solche Ab- sprüche, die Frankreich nicht zu erfüllen vermag, vor allem finb es bie territorialen Forderungen. Hier spielen bie Kolonialfragen mit eine Rolle. Auch da müssen wir Herrn SBrianb sagen, daß, wenn überhaupt ein Paneuropa geschaffen werden könnte, auch nach Recht und Billigkeit die Verwal­tung der Kolonien unter Einbeziehung Deutschlands als Kolonialmacht geregelt wer­den muß. Jetzt verlangt z. B. Italien die ehe­mals deutsche Kolonie Kammerun. Mit welchem Recht, fragen mir uns. Nur aus Prestigegründen, weil Frankreich in anderen Gebieten Afrikas Ent­gegenkommen von Italien erheischt. So dienen also ehemals deuffche Kolonien, die wir absolut nicht verlorengeben, als Schacherobjekte unter europäischen Staaten, die nach Briands Ansicht einmal einen großen Staatenbund bilden sollen.

Neues Abkommen mit Belgien.

Ueber das Mark-Abkommen, daß nach Brüsse­ler Zeitungsstimmen in Belgien als ungünstig für Belgien angesprochen wird, ist in Berlin am Samstag auch auf Grund von Verhandlungen die im Reichsfinanzministerium von Ministerialrat Fuchs mit dem belgischen Ministerialdirektor De- duyffchaever und dem Rechtsbeistand der belgischen Regierung, Herrn Marx, geführt wurden, ein Ab­kommen über die Freigabe des deutschen Vermögens in Belgien geschlossen worden. In diesem Abkommen verzichtet die belgische Re­gierung mit Wirkung vom 7. Juni 1929, dem Tage der Unterzeichnung des Youngplanes ab, auf die Liquidation und Einbehaltung des bis dahin noch nicht liquidierten und in das Eigentum des Staa­tes übergegangenen deutschen Vermögens, ferner auf die wettere Auslieferung deutscher Wertpa­piere, auf bie im Versailler Vertrag vorgesehene Befugnis zu Eingriffen in die deutschen gewerbli­chen Schutzrechte und Urheberrechte sowie auf den noch unbezahlten Kaufpreis derjenigen Güter, die von ihren b?uH*en Eigentümern käuflich zurück­erworben worben waren. Die Frage der Behand­lung der Erlöse des bereits liquidierten beutirhen Eigentums, ebenso wie die Frage der Beendigung des Ausaleichvericckrens und verwandte Kragen, sollen späteren Verhandlungen nach Inkrafttreten des Young-Planes vorbehalten worden. Auch die­ses Abkommen soll gleichzeitig mit den Verträgen zur Inkraftsetzung des Youngplanes ratifiziert roer- den und in Kraft treten.

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Auf einer Konferenz ber sozialdemokratischen gartet ist Burg in den Dithmarschen hielt ber Reichsinnenminister Seoering eine Rebe, m der unter anberem ausführte:

Don der Reparafionsbelastung wären alle »reife betroffen. Es fei leicht, mit einem ein« rachen „Nein" abzulehnen, wenn man keine Ver­antwortung habe. Bei allen politischen Maßnah­men müsse man sich fragen, was danach geschehe. Wenn der Antrag auf Ablehnung des Young- Manes angenommen würde, würde damit keines­wegs die Zahlungsverpflichtung aufhören. Dann bleibe ber Dawesplan in Kraft. Der Young- v l a n aber fei in feinem Zahlungsmobus besser, feine wett, re Folge der Ablehnung fei die wirt- fchaftliche Isolierung Deuffchlands, bie zum wirt­schaftlichen Zusammenbruch führen müsse. Es sei eine verbrecherische Politik, ben Verstän- digungsweg zu verlassen. Solche Bewegun- qen wie die nationalistische seien Kome­ten, wie /e auch die Vergangenheit gehabt habe. Sie würden wieder vergehen. Das Gros ihrer Führer kenne nicht den Zusammenhang des poli­tischen und wirtschaftlichen Geschehens. Die Dro­hungen am 28. Juni gegen die Siegerstaaten seien das ungeeignetste Mittel, das Rheinland und bas Saargebiet frei zu bekommen. Man müsse bie Alliierten zu der Einsicht bringen, daß bie Rheinlanbbesetzung ein Pfahl im Fleische der Völ­ker Europas sei.

fenben Fragen: 2. die chinesischen Behörden machen unverzüglich sämtliche die chinesische Ostbahn betref­fenden Willkürmaßnahmen rückgängig; 3. alle ver­hafteten Bürger werden unverzüglich freigelassen. Die chinesischen Behörden stellen alle Verfolgun­gen und Schikanen gegenüber Staatsangehörigen und Einrichtungen der Sowjetunion ein.

Die Sowjetregierung rät der Regierung von Mulden und der Nationalregierung von China, die e r n ft e n Folgen zu bedenken, die sich aus einer Ablehnung dieser Vorschläge der Sowjet­union ergeben würden. Die Sorojetregierung er­wartet innerhalb von drei Tagen eine Antwort der chinesischen Regierung auf ihren Vorschlag. Falls sie keine befriedigende Antwort erhält, wirb sie genötigt fein, zu anderen Mitteln zur Wahrung der gesetzmäßigen Rechte der Sowjetunion zu grei­fen.

publikschutzge,____ , _ W

zum 2£rtitS*v8 verbunden werden soll. Es ist selbstverständlich wünschenswert, daß das Verfas- sungsversprechen, die Anwendung des Artikels 48 durch ein Ausführungsqefetz näher zu umschreiben, richtig befolgt wird. Aber dieses Gesetz mit einem neuen Republikschutzgesetz zu verbinden, ist sachlich und technisch eine Unmöglichkeit. Dazu kommt noch ein wichtiges politisches Moment. Würde ich ge­rade jetzt eine derartige Vorlage einbringen, ,o wäre Hundert gegen Eins zu wetten, daß dieses Vorgehen als eine BestStigung der Nachrich­ten und Gerüchte angesehen würbe, als ob ich per­sönlich ober bie sozialdemokratische Partei so etwas wie eine Diktatur erstrebe. Ich halte es aus außen- und innenpolitischen Gründen aber für geboten, solche Gerichte zum Schweigen zu bringen und nicht meinerseits dazu beizutragen. Ick) kann nur wie­derholen, daß ich der entschiedenste Gegner ^eder Diktatur bin.

der Kirche haben leider zurückgeftelll werben müs­sen, so ist doch durch den Vertrag die Grundlage zu festgeordneten Verhältnissen zwischen Staat unb Kirche geschaffen, unb damit ein Werk des Frie­dens vollbracht, dessen segensreiche Wirkungen dem kulturellen Wohle des Volkes und Vaterlandes die­nen werde unb bas Vertrauen des Volkes zu Harmonie zwischen st a a t l i ch e r unb kirch­licher Autorität vertiefen. Die Oberhirten der Diözesen Preußens anerkennen baher dankbar das umsichtige und mannhafte Eintreten des Zentrums für die Annahme der Vereinbarung und hegen die Zuversicht, baß die wohlwollende Ausführung des geschloffenen Vertrages weit über die Kirchenkreise hinaus erfolgreich zur Heilung der Wunden bei­tragen wird, die die gesunde Weiterentwicklung I des christlichen Volkslebens gefährden.

I gez. A. Kardinal Bertram.

polnische Presse berichtet in diesem Zusammen- hang, daß Kallenborn bereits mehrmals den Aus­weisungsbefehl erhalten habe, daß dieser Befehl aber infolge von Interventionen des deutschen Ge­neralkonsulats immer wieder rückgängig gemocht

, . .f, . . . ■ worden sei. Die neue Ausweisung soll im Zu-

Geist von Locarno gekommen ist, so ift hab« I catnmenbang mit der Entlassung von 400 Arbei- doch stets eins unangetastet geblieben, »amilch I krn ber Bismarckhütte stehen. Die polnffche Presse der Standpunkt, daß von einer Sicherheitsfrage l ^atte beI)auptet| daß die Entlassenen hauptsächlich Mischen Deuffchlcmd und seinen Nachbarn nicht I Achisch gesinnte Arbeiter sind.

mehr gesprochen werden könne. Es ist richtig^ i r 1,01 —

daß von einzelnen französischen Politikern auch I

noch in den Jahren nach Locarno gelegentlich I $UT dSN NLUSN Staat.

lungs- und Versöhnungskommiffion bewegten. Die I fitätsprofessors. — Geheimer Konsistmmlrat Prof, deuffche Außenpolitik konnte indes nicht anneh- 1 I Schaeder gegen Kostengeist und Standesdünkel, men, daß derartige Gedanken Bestandteil bet amt- I ;„r Verfassung und neuen Staat.

BBR «.SÄÄÄSiM Staatsmänner gegenüber. I UniticIji t ät und der Technischen Hoch-

Botschafter von Horfth bei Dr. Stresemann. 1 schule statt. In seiner Festtede erklärte Ge- Wie die „Montagspost" meldet, sind der | Heimer Konsiftarialrat Professor D. „Schaeder, die deutsche Boffchaster in Paris von Hoesch und Universität sei nicht reaktionär erngestellff der Eesandffchaftsattache bei der deutschen Ge- I sondern stehe ganz entschieden auf dem Boden sandtschast in Warschau, Freiherr von Maltzan, I ber Verfassung und des Een Staates. ^ie M r- L.l ein getroffen. Beide Her-I glichet der Universitäten durften sich nicht mehr

Ä hatten mn Soimtag"eim Unterredung mit als eine besondere Kaste fühlen und aus das Reichsaußenminister Dr. Sttesemann, mit dem sie I übrige Volk mit Ueberlegenhett herabschauen. Dies »«* M » ÄS

’ NH-inland-G-rüch«-.

In dieser Woche finden voraussichtlich in | vermeidlich fein.

Fraae dcr lechnischen Vorbereitung der | Reichsministerium fand eine Konferenz der Innen- R ä u m u n a bsro. mit samtigen Räumungsfragen I Minister aller deutschen. Lander unter dem Vor­beschäftigen werden. Wie verlautet, beabsichtigen I sitz des ^.«1^5 <

die französischen Militärbehörden demnächst 40 000 I Konferenz war die gesamte innenpolitischeüage. m?onn „us dem besetzten Gebiet herauszuziehen, I Da man im Innenministerium Wert darauf legt, so daß nur noch etwa 20 000 Mann französische I in peffönlicher Fühlungnahme mit den Lan^rmi- Truppen im besetzten Gebiet bleiben werden. Das | msterien alle schwebenden F/agen zu erobern beweist, daß die französischen Militärbehörden bis- werden Konferenzen dresir Art letzt m regelmaßi ta 2» nicht °n-IN-G-|amträUmUny |

zahl Staatssekretäre und Ministerialdirektoren teil. Neben Einbürgerungsfragen wurden u. a. auch all­gemeine Polizeifragen besprochen, deren Erörte­rung nach Auflösung des Reichskommissariats für Ueberwachung der öffenttichen Ordnung notwendig