Sonntag, Den 14. Juli 1929.
Zuloaer Zeitung (Amtliches Kreisblati).
Nr. 16T
L
tragen wurden, die an
ßeimatflänge aus dem Buchenlande
FULDA, Steinweg 12
Hoffentlich dient auch dieses Urteil des angefenen Derbandes dazu, in der Badefrage eine einheitliche öffentliche Meinung zu schaffen, die als Voraussetzung für die Durchführung des so sehr begrüßenswerten Unternehmens anzusehen ist. Dringend zu wünschen ist ferner, daß die Verhandlungen über den Erwerb des notwendigen Do- mänenLanbes in der Rosenan-Wiese jetzt bald zum Abschluß kommen und der Fiskus bei seinen Derkaufsbedingungen zeigt, daß er für die valks- gesundheitlich eBedeutung der Fuldaer Badefrage weitestgehendes Verständnis besitzt.
personennachrichten.
. Landgerichtsrat i. R. Geheimer Justizrat Lud- w i g B ü f f ist nach längerem Leiden im Alter von 83 Jahren in Kassel-Wilhelmshöhe gestov - ben. Er hatte lange Jahre in Kassel im Justizdienst gewirkt.
Fulda als Tagungsort
Am 31. Juli beginnt in Fulda die Tagung des Derbandes Neu-Deutschland, der katholischen Jugend der höheren Schulen. Es werden etwa 600 Teilnehmer mit einer großen Anzahl geistlicher Führer erwartet. Die Tagung erhält besondere Bedeutung durch die Feier des 10jährigen Bestehens Neu-Deutschlands, die in Fulda begangen wird. Die von Pater Esch geleitete Tagung wll u. a. auch eine Freilichtaufführung bringen. Sie Neu-Deutschen, die vor Jahren schon eimol in Fulda tagten, werden auch diesmal hoch willkommene Gäste der Bonifatiusstadt fein und sicher- litf? die Erinnerung an Fulda als wertvollen Besitz mit ins Leben nehmen.
30 Jahre Fuldaer Feldarkillerie.
In den Buchenblättern haben wir vor einigen Wochen eingehend der Eründungsgeschichte des Fuldaer Artillerieregiments, das jetzt auf eine 30- jährige Geschichte zurückblicken kann, gedacht. Jetzt erfahren wir aus auswärtigen Zeitungen, daß aus Anlaß des Gedenktages am 3. und 4. August in Fulda ein Appell sämtlicher früheren Angehörigen des Regiments und der angeschlossenen Formationen stattfinden wird.
Die Zahnheilfürsorge in der Angestelltenverfiche- nmg.
Die Reichsversicherungsanstatt für Angestellte weist darauf hin, daß Zu sch üsse zur Beschaffung größerer Heilmittel, wie Gliedmaßen und bergt, oder zu den Kosten von Zahnersatz nur gewährt werden, wenn vor Herstellung des Heilmittels oder Zahnersatzes die Entscheidung der Reichsversicherungsanstalt — gegebenenfalls beim Zahnersatz der dafür zuständigen Krankenkassen — eingeholt worden ist und daß Anträge, die in Zukunst unter Nichtbeachtung dieses Erfordernisses gestellt werden, keine Berücksichtigung finden können. Zuschüsse zu den Kosten von Zahnersatz — nicht Zahnbehandlung — werden regelmäßig nur bewilligt, wenn es sich um einen umfangreichen
Diesen Forderungen ist unser Verfasser In vorbildlicher Weise gerecht geworden. Ausgerüstet mit den vielseitigen Ergebnissen der Landesforschung, selbst ein intimer Freund von Land und Leuten, ist seine Sprache volkstümlich und poetisch zugleich. Diese Vorzüge der Darstellung tommer in beiden Nummern der „Heimatklänge", zu dra> malischem Ausdruck. Das Lesen wird zu einen. Erlebnis. Auf Einzelheiten kann hier nicht eingegangen werden. Aber das sei betont, im Unterricht sowie als Privatlektüre haben sich unsere Heftchen sehr bewährt. Cs wäre deswegen außerordentlich zu wünschen, daß in den Schulen der Vo- gelsberg-Rhönlandschaft die „Heimatklänge" in den Dienst des heimatkundlichen Unterrichtes gestellt würden. Bei dem geringen Preis von 20 Pfennig je Stück wird den Schulbibliotheken die Beschaffung einer größeren Anzahl, bei entsprechender Preisermäßigung keine Schwierigkeit machen.
Den Verfasser möchten wir ermuntern, seine Heimatklänge weiter klingen zu lassen. Den Nummern mit geschichtlichem Hintergründe dürften in bunter Wechselung auch solche botanischen ober zoologischen, geographischen unb volkskundlichen Inhaltes folgen."
Den vielen Freunden der Heimatpflege können wir verraten, daß die Sammlung „Heimatklänge aus dem Buchenlande" in aller Kürze eine Erweiterung erfährt. Vom gleichen Verfasser der Hefte 1 und 2 werden erscheinen: Heft 3 und 4 .Rhänbilder".
Fulda, Öen 13. Juli 1929
Die Fuldaer Vade-Frage.
Lin günstiges und gewichtiges Urteil über das Rosenauprojekt.
Amtliche Sekamtmiichmgeli Fulda.
In dem Konkursverfahren Ober das Vermögen des Uhr machers Edmund Haller tu Fulda ist anstelle des bis herigen verstorbenen Konkursverwalters Kauimann F. -äs. Ruppert der Kaufmann Oswald Miller in Fulda zuw Konkursverwalter ernannt. (5 N. 2/29)
Fulda, den 11. 7. 1929.
Amtsgericht, Abteilung 5.
Das deutsche Lied.
Am Samstag und Sonntag findet im nahen Neuenberg das erste Sängerfest des Fulda-Rhön- Sänger-Gaues statt. Das Fest soll zeigen, was In mühevollen Uebungsftunben zur Pflege des deutschen Volksliedes geleistet wurde. Ferner soll es den Zusammenschluß der Sangesfreunde bekräftigen und fruchtbar machen.
Der Festkommers beginnt heute abend um 8 Uhr in der Festhalle auf der Klosterwiese. Dabei wird das Gaubanner an den M. G. V. Neuen« berg übergeben.
Das Kritiksingen am Sonntag morgen, bas in diesem Jahre eine veränderte Form hat, gibt den einzelnen Vereinen G-legenheit, ihr Können zu zeigen, während der Bund in seiner Gesamtheit am Nachmittag mit seinen Massenchören aufwartet. Anschließend wird ein Dolksfe st, nicht überladen mit Jahrmarktsrummel, aber dazu angetan, rechte Sängerstimmung zu wecken, für Unterhaltung sorgen. Mr,
Denk' an Deine Augen! Geh' zum Fachmann!
des Einzelnen. In der Sommerzeit neigt man allgemein nach leichter Ware. Vielleicht findet man aber auch, daß gerade in Mußestunden ein gewichtiges und bedeutsames Werk am besten dem geistigen Besitz einoerleibt werben kann.
Hunde im eigenen Jagdrevier sind nicht wildernde Hunde.
Eine Polizeioerordnung, die sich als „dem Schutze des Wildes gegen wildernde Hunde dienend" bezeichnet, findet auf den Jagdberechtigten, dessen Hund in seinem eigenen Jagdrevier umher- streist, keine Anwendung, da wildernde Hunde nur solche sind, die in fremdem Revier jagen. (K. G. 1 S. 703/28 DIZ. 34 S. 776).
Fleckviehzuchtgenossenschaft Fulda.
Vom Montag, den 22. bis Mittwoch, den 24. Juli bereist die Herdbuchkommission zusammen mit Tierzuchtdirektor Walter-Kassel die einzelnen Ortschaften, in denen Zuchtkühe stehen, um die nicht mehr zuchttauglichen Kühe aus dem Herdbuch zu streichen und Neuaufnahmen vorzunehmen. Direktor Tremmel macht nochmals ausdrücklich darauf aufmerksam, da im Jahre 1929 das Herdbuch offen ist, das heißt, daß auch Kühe, die einmal gekalbt haben, ohne Abstammungs- n a ch w e i s ins Herdbuch ausgenommen werden können. Diese günstige Gelegenheit sollte kein Landwirt versäumen. Die Züchter werden gebeten, ihre Stallbücher ordnungsgemäß zu führen und Kühe,, die ins Herdbuch eingetragen werden sollen, bis zum Samstag, den 20. Juli, bestimmt bei Direktor Tremmel anzugeben.
Unter diesem Titel erschienen im Verlag der Fuldaer Aktiendruckerei als Lesestoffe für Schulen, herausgegeben von Rudolf Happ, Fulda: 1. Wenn die Rinnwege erzählen. 2. Das Chattenvolk der Biebermark.
Herr Professor Dr. Vonderau widmet diesen Heimatschriftchen folgendes Geleitwort: Als ein erfreuliches Ereignis der Nachkriegszeit ist die Förderung des Heimatgedankens in den Schulen wie im gesamten Volke zu begrüßen. Wahre und tiefe Heimatliebe wird sich aber nur dann in die Herzen von Alt und Jung einsenken, wenn die Kenntnis der heimatlichen Scholle eine der Grundlagen für diesen erhabenen Zweck wird. Wie im übrigen deutschen Vaterlande, so sind auch im Fuldaer ‘(Mutet, speziell in der Rhön-Vogels- berg-Landschaft feit vielen Jahren Fachvereine an der Arbeit, die die geologischen, geographischen, bo- tanischen, geschichtlichen usw.-Derhaltnisse wisien- 'chaftlich bearbeiten und auf diese Weise das Land der Gesamtforschung zuführen. Die Veröffentli- chungen dieser Vereine wenden sich auch an gleichober ähnlich gerichtete auswärtige Gruppen und sind daher mehr oder minder stark mit Fachausdrücken überladen, für welche vor allem Schüler nicht bas richtige Verstänbnis haben. Soll bies wissenschaftliche Gut weiten Kreisen zugeführt werden, so muß es einmal in volkstümlicher Weise vorgetragen werben unb in engster Fühlungnahme an bie Jbeenwelt der jungen Generation sich anschließen.
Einnahmen um die 40 Millionen-Zuwendung aus Zollgeldern, zu denen 1927 noch ein Reichsbeitrag von 24,6 Millionen und 1928 ein solcher in Höhe von 124,6 Millionen Mark trat.
Preisschietzen bet Canbjägcreibeamfea
Am 11. Juli fand auf dem Artillerie-Schieß- ftanb in Fulda das Preisschießen der Landjägerei- Beamten des Kreises Fulda unter Leitung des Landjägerei - Kreisleiters, Oberlandjägermetster Dörr, statt. Es nahmen daran auch u. a. Landrat Frhr. v. (Bagern, Land-Hauptmann Boyahr, Reg. - Assessor Dr. Stachels und einige Mitglieder des Kreisausschusses teil. Es wurden sehr erfreuliche Schieß-Ergebnisse erzielt. Den Schützen konnten vom Herrn Landrat schöne Schießpretse unter heiteren Worten überreicht werden. Ein gemeinsames Essen in der Gastwirtschaft „Deutscher Kaiser" vereinte anschließend Landjägerei-Beamte und Gäste für einige frohe Stunden.
Gefaßter Anhold.
Am 10. d. Mts. wurden im Dolde bei Kämmerzell zwei siebenjährige Mädchen von einer und«« kannten Mannsperson in unsittlicher Weise überfallen. Als Täter wurde der 35 Jahre alte Kan Bartnick aus Thal« (Harz) von dem Landjagermeister Bath und dem Dberlanbjager Muller gefaßt und dem hiesigen Amtsgericht zugefuhrt. Aus dem Gerichtssaal.
Der 32 jährige W. R. von M. hatte eine aus 50 Mk. lautende Quittung auf 150 Mk. abgeändert, um einen Landwirt in Niederkalbach zu schädigen, der ursprünglich eine Forderung von 232 Mk. an R. hatte. Das große Schöffengericht verurteilte R. wegen Urkundenfälschung und ver- suchten Betruges zu einem Monat Gefängnis. Es soll erwogen werden, ob dem Verurteilten teilweiser oder voller Strafaufschub gewährt werden kann. — Wegen Untreue wurde der 23 jährige, noch unbestrafte W. R. von hier zu 150 Mk. Geld- strafe oder 15 Tage Gefängnis verurteilt. - Eine Unsitte besteht bei den jungen Burschen, tw Sonntags den Gottesdienst in der Kirche zu Dipperz besuchen und verspätet kommen. Um chrer. Hut nicht ständig in der Hand zu halten, nehmen die Burschen ihre Taschenmesser, stecken sic tief in das Holz der Kirchentüre und harn gen ihre Hüte darauf. (Unglaublich!) So machte es auch Ostermontag d. Js. der junge E. M. Dem für Ordnung sorgenden Küster beleidigte er durch eine grobe Redensart. Der Staatsanwalt hatte 50 Mk. Geldstrafe beantragt. Das Urteil lautete auf 30 Mk. — Freigesprochen wurde der 31-
Zahnersatz handelt. Für die Gewährung des Zuschusses ist der maßgebende Gesichtspunkt, daß durch das Fehlen einer größeren Anzahl von Zahnen die Berufsfähigkeit ungünfhg beeinflußt wrrd unb daß es zur Erhaltung bebrohter oder zur Wiederherstellung verlorener Berufsfähigkett erforoerlich ist, die durch größere Zahnlücken verursachte Minderung der Kaufähigkeit zu beheben.Verslcherte die zugleich einer Krankenkasse angehoren, haben ihre Zahnersatzanttäge lediglich bei ihrer Krankenkasse einzureichen, da den Krankenkassen nach einem , »wischen der R. f. A. und den Hauptverbanden
Bekanntlich drohten der so wünschenswerten I Rutscher Kranken- unb Ersatzkassen getroffenen Modernisierung der Fuldaer Sommer-Badeanlage I Abkommen die Bearbeitung dieser Anttäge ob- üadurch erhebliche .Hindernisse, daß parteipo« I gn diesem Falle erfolgt die Auszahlung des i i t i s ch e und sonstige Momente in sie hineinge- I tion R. f. A. gewährten Zuschusses durch Der- sich mit der Angelegenheit Mittelung der Krankenkaffe. — Soweit bei der en. Um das Bade-Projekt I Ä, f. A. Versicherte einer Krankenkasse angehören, -.r— ... ----' I bie entweder dem erwähnten Abkommen nicht an
richten. U. E. wird sich die Beschaffenheit des Fuldawassers für die Dauer nicht als einwandfreies Badewasser erweisen unb man müßte in bie«
Zleuerkalender der Ztadtkasse.
Bis zum 15. Juli 1929 finb folgenbe Steuern I unb Abgaben an bie Siabtkasse zu zahlen:
1. Nachzahlung bes städtischen Zuschlages zur I staatlichen Grundvermögenssteuer für die Monate I April, Mai unb Juni 1929 infolge Erhöhung des I Zuschlages von 236 auf 287 Prozent.
2. Grunbvermögenssteuer für Juli 1929.
3. Hauszinssteuer für Juli 1929.
4. Gewerbelohnsummensteuer und Handels- I kammerbeitrag von den in den Monaten April, I Mai unb Juni 1929 gezahlten Löhnen und Gehäl- I tern. *1 I
5. Kanalbenutzungsgebühr und Müllabfuhrge- I bühr für 1. Vierteljahr 1929.
6. Hundesteuer für 1. Vierteljahr 1929.
Von den Steuern, die nach dem 15. Juli 1929 I zur Einzahlung gelangen, kommen 10 Prozent I Jahreszinsen als Verzugszinsen zur Er- I Hebung.
Die Jahresfinanzen der Invalidenversicherung.
Das Reichsversicherungsamt hat neben umfang- I reichen statistischen Ausstellungen auch über die I Einnahmen unb Ausgaben ber Invalidenversiche- I rung eine schematische Darstellung herausgegeben, | aus ber über bie jährlichen Lasten ber Vor- und I Nachkriegszeit folgendes interessante Gesamtbild I zu gewinnen ist. Gegenüber der Dorkriegsjahre I 1913 unb bem Jahre 1928 steigerte sich die I Rentenleistung von 188,5 Millionen Mark auf I 991,4 Millionen. Dies bedeutet eine Zunahme um I über das Fünffache. Auch die freiwilligen I Leistungen vermehrten sich gegenüber der Vor- | kriegszeit sehr gewaltig. Sie belaufen sich jetzt an- I statt auf 29,6 auf 78 Millionen Mark jährlich. Dis I sonstigen Ausgaben stiegen von 0,2 Millionen auf 3,1 Millionen, die Verwaltungsausgaben von 24,4 I auf 52,2 Millionen und der lleberfchuß von 176,4 | auf 392 Millionen Mark. Die Rentenleistungen ber letzten Nachkriegsjahre staffeln sich wie folgt: 1925 würben 547,6 Millionen, 1926 zusammen 709,4 Millionen unb 1927 zusammen 812,5 Millionen Mark ausgewenbei. Für freiwillige Leistungen würben aufgebracht 1925 zusammen 41,3, 1926 50,5 unb 1927 zusammen 60,1 Millionen Reichsmark. Die jährlichen Gesamteinnahmen erfuhren gegenüber ber Vorkriegszeit eine Steigerung von 419,3 auf 1516,7 Millionen Mark än. . Davon stiegen bie Einnahmen an Beiträgen von 290 auf 1075,7 Millionen. Mit der erhöhten Belastung wuchs auch ber Reichszuschuß, und zwar von 58,5 auf 195,7 Millionen Mark. Die Zins- einnahmen erhöhten sich auf 50,5 Millionen Mark und die sonstigen Einnahmen von 3,3 auf 30,1 Millionen Mark. Ab 1926 vermehrten sich die
gar nichts zu tun haben. ... . . .
in eine objektive Beleuchtung zu bringen, hatte der u Magistrat ber Stabt Fulda bie brei vorgelegten I oeschlossen ist ober die für Zahnersatz keine Leistun- Projekte: Rosenau, Babegarten und Bleiche ber I gewährt, unb ferner, soweit es sich um solche Deutschen Gesellschaft für Volksba- I versicherte handelt, bie der reichsgesetzlichen Kran- b e r" in Berlin unterbreitet unb um eine guiacht- 1 ^Versicherung nicht angehören, wirb bas Zahn- liche Aeußerung ersucht. Der Generalsekretär der I Heilverfahren u nmittelbar von ber R. f. A. Deutschen Gesellschaft für Volksbäber, Wirklicher I durchgeführt. Dem Anträge ist außer, den Der- Geheimer Oberbaurat B ö t t g e r, hat zu den Pro- I kicherungsunterlagen ber Voranschlag eines Zahn- jekten Stellung genommen unb ist zu folgendem | oder Zahntechnikers auf vorgeschriebenem Urteil gelangt: I Vordruck über Art und Ausdehnung des ersorder-
Nach Durchsicht der vorgelegten Lageplane I j. - Zahnersatzes sowie über bie Kosten beizu- fartn bas vom Stabtbauamt aufgestellte Pro- I ^gen. Die Vordrucke find bei den zuständigen jeft für bie Badeanstalt in der R o se nau als I Vertrauensmännern erhältlich.
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für, in erster Linie, baß es sich als Tradition I Wegen Sperru ng ber Straße Kohl- in Fulba ergeben hat, in ber Rosenau zu haben. I Haus-Bronnzell verkehrt die Kraftpost Des weiteren sind bie Gelänbeverhältn isse I ^ulda-Brückenau vom Montag, den 15. Juli, bis bie günstigsten, währenb bei ben anberen Projek- I Donnerstag, den 18. einschl., über Franzos e n- ten erhebliche Erdbewegungen und somit erhöhte I Wäldchen, Friedens st raße, Edelzell, Kosten erforderlich sein würden. I Bronnzell. Die Haltestellen Brauhaus-
Das Projekt für bie Rosenau läßt sich als ge- I straße-Buseckstraße. Kessel-Frankfurterstraße und schlossene und übersichtliche Anlage ausführen unb I Kohlhaus fallen während dieser Zeit aus. ermöglicht den beabsichtigten schrittweisen Ausbau: I . ..„„„„„„ Unfälle «er
es wird sich somit den Verhältnissen, wie sie sich mit I ^l-e Krasiposlreifende sind geg n T der Zeit entwickeln werden, bequem anschließen. I sichert.
Gut gelöst ist auch das Gebäude, welches die Aus- I Die vielfach verbreitete Ansicht, daß die Benutzer unb Ankleidezellen, sowie bie Garderoberäume ent« I von Kraftsondervosten (Sonderfahrten) mcyi hält. Zu beanstanben wäre nur die Lage der I gegen Unfall versichert finb, ist unr ich 11 g. tote Aborträume, bie von ben Babestellen zu weit ent« I schon früher bargelegt würbe, sind alle “’WtP0'1’ fernt liegen. 1 reisende, sowohl diejenigen, die ordentliche Posten,
Auch bie Möglichkeit, jetzt zunächst in der! — bas heißt auf Kraftpostlinien fahrplanmäßig Fulba nach entsprechenden 'Einbauten weiter zu I verkehrende Kraftposten — benutzen als auch die haben, ist wohl am vorteilhaftesten, wenn I durch Kraftfonderposten (Sonderfahrten) be- es auch mit ber Zeit notwendig werden wird, wie I förderten eRisende gegen Unfall ^5: ro’-.* auch projektiert, ein besonderes Babebecken zu er- I Unfallversicherung ist von ber Deutschen Reichspost mit Privatversickerungsaesellsckaften abgeschlossen worben. Jeber Kraftpostreisende ist danach ver- . sichert: bis 10 000 Mk. für den Todesfall, bis 20 000 fern Fall dazu schreiten, ein besonderes Becken an- I m>rk f;ir Invalidität bei Kapitalauszahlung, bis zulegen, dessen Wasser gefiltert und chloriert wer- I iqOO Mark für entstehende Kosten des Heilverfah- den müßte. Falls ein solches Babebecken geplant I rens. lieber weitere Fragen geben bie betriebe» wirb, empfiehlt es sich, nicht eine Schwimmerbahn I (eitenben Postämter gerne Auskunft.
von 100 Meter, sonbern eine solche von 50 Meter I ... der Lebrlinae und
Länge anzunehmen und ben gewonnenen Platz zu Jnvalibenversicherung^pflichk der vetjriinge größeren Becken für Nichtschwimmer zu benutzen, I Lehrmädchen.
die jetzt zu klein angenommen finb. I lieber bie Jnvalibenversicherungspflichr der
linge unb Lehrmädchen herrschen vielfach ' Zweifel. Lehrlinge und Lehrmäbchen sind krankenversicherungspflichtig, auch wenn sie keinerlei Entgelt beziehen. Anbers liegen die Verhältnisse bei ber Invalidenversicherung. Zur Invalidenversicherung müssen für Lehrlinge unb Lehrmäbchen jeglichen Alters Beiträge entrichtet werden, wenn sie gegen Entgelt beschäftigt werben. (ZumEntgelt gehören neben Barlohn auch Kost unb Wohnung unb sonstige Sachleistungen.) Eine Beschäftigung jeboch, für bie als Entgelt nur freier Unterhalt gewährt wirb, ist invalibenversicherungsfret. Für einen Lehrling ober ein Lehrmäbchen sinb zur Jnvalibenversicherung Beitragsmarken aber nur »u kleben, wenn sie minbestens ein Drittel des Ortslahnes für Jugendliche an Barlohn verdienen (b. f. in sämtlichen Orten bes Regierungsbezirks Kassel — ausgenommen Kassel unb Hanau — für Lehrlinge rb. 63 Pfennig unb für Lehrmädchen 50 Pfennig pro Tag ober 3.80 Mark bzw. 3 Mark pro Woche). Erhält ber Lehrling ober bas Lehr- mäbchen auch Kost unb Wohnung, so ist bie 23er» sicherungspflicht nur gegeben, wenn sie neben diesen Sachbezügen mindestens ein Sechstel des Ortslohnes für Jugendliche an Barlohn erhalten (b. f. für Lehrlinge 32 Pfennig, für Lehrmädchen 25 Vlennia pro Tag ober 1.90 Mark bzw. 1.50 Mark pro Woche.) Der Wert ber Sachbezüge (Kost und Wohnung) ist für ben Regierungsbezirk Kassel all- aemein auf 1.50 Mark pro Tag festgesetzt worden. Krankenkassenbeitragsanteile der Arbeitslosenversicherung. die ber Arbeitgeber für ben Lehrling (Lehrmäbchen) mitentrichtet, sinb bem Barlohn zuzurechnen.
Das Ferienbuch.
Wer sich in Ferienaufenthalt begibt, wird klu- oerweise das Buch als Gefährtin nicht mltzuneh- inen vergessen. Das Ferienbuch> ist indessen^viel- fach nur ein Lückenbüßer: es soll über bte Stunden, bie verregnet werden, hmweghelfen. Seine Rolle ist in bem Augenblick ausgeiptelt, m dem bie Sonne lacht unb in bie Ratur hinauslockt. Dann liegt das Buch wieder unbeachtet unb ge» ringgeschätzt in irgendeiner 3immerede ober tn einem Kosferwinkel. Unb boch sollte recht wob bem Ferienbuch eine anbere Wertschätzung zuteil werben! Nicht, baß behauptet werben soll, dan man sich in seinen Urlaubstagen nun tn bte Bücherweisheit hineinvertiefen soll. D^u tst ein Urlaub zweifellos nickt ba, aber andererseits, wenn man bem Körper feine Ausspannung angebeihen laßt, bann sollte man auch bem Geist sein Recht nickt vorentbalten. Gerabe sehr viele Mengen, bte sonst keine Zeit finben, um ein gutes Buch zu lesen, sollten sich in ihren freien Tagen etwas mehr mit ben Buckem beschäftigen: gewiß würbe es ihnen nichts schaden. Und sie würden auf einmal erkennen, daß ein gutes Buch, in Ruhe und mit Bedacht gelesen, viele, viele verborgene Schönheiten birgt und wieder Schönheiten auftauchen läßt, auf sie hinweist und den Gedan- een neue Ricktung geben kann. — 2Bas man als Ferienbuch lesen soll? Das ist Sache des Geschmacks