WELTMARKE bürgt für Q U ALITÄTI
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zuldaer Zeitung (Amtliches Ureisblatt).
Nr. 148.
schönen ^Sommer, der den Kindern gol- | fito mareA 1*60 (1735) vorhanden-, davon
auf einen
Papst feier
am Peter u. paulsfeste 1929 um 4 Uhr nachmittags im Stadtsaale zu Zulda
Vortragsfolge
Musikstück: Ouvertüre zu „Titus" von Mozart. ' 7 TT . Vomorchester
vorgetragen von 0. Kramet
winftidia
4. Ohor: „Hymne an Sott" von Haydn
5 Festrede des Hoch«. Herrn Domkapitulars Prälaten Dr.Sröker-Frelburg LB.
vomchor
6. Italienische Papsthymne
7. Ansprache des gochwürdigsten Herrn Bischofs
vomorchester
8. Andante aus der 2. Symphonie von Haydn
winfridia
Z. Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des Zuldaer Katholikenkamitees, der Herm Amtsgerichtsrates Rhiel.
9. Chöre: a) Eingang zur deutschen Messe von Schubert . b) „Lobe meine Seele den Herrn" von Thiel .
Lintritt frei!
Zür reservierte Plätze sind Karten zum Preise von I Mk. in der Buchhandlung Bernhardt zu haben.
Vie Papstfeier
am Feste Peter und Paul
aus Anlaß des goldenen Priesterjubiläums unseres Hl. Vaters Pius XI. wird ein Ereignis für das katholische Fulda werden. Am Vormittag findet feierliches Pontifikalamt im Dome statt. Nachmittags 4 Uhr folgt dann die w e l t l. F e, e r im Stadtsaal, die als glänzende Huldigung an den Hl. Vater sich so manchen früheren prächtigen Veranstaltungen, die der große Stadtsaal schon gesehen hat, würdig anschließen dürfte. Den musikalischen und gesanglichen Teil haben Domorchester, Domckor und Winfridia übernommen, de- ren frühere gute Leistungen ein volles Gesingen verbürgen. ~ „
Als Redner ist Domkapitular Prälat Dr. G r o - b e r aus Freiburg i. Vr. gewonnen, der weit über die Grenzen der Erzdiözese hinaus rednerischen Ruf genießt. Herr Prälat Gröber leitet als Präsident das Diözesankomitee des Ponifatiusvereins in der Erzdiözese Freiburg, was für uns von besonderer Bedeutung ist, da Freiburg in Sacken des Bonifatiusvereins die Patenschaft für das Bistum Fulda führt. So werden Fulda und Freiburg, auch wenn die feit jetzt 100 Jahren bestehende Zugehörigkeit zur Freiburaer Kirckenprovinz. durch das neue Konkordat gelöst wird, auch weiter in enger Verbindung bleiben, und die Anwesenheit Dr. Gräbers in Fulda soll uns Gelegenheit bieten, ihm und dem Freiburger Diözesankomitee recht herzlich zu danken für die treue Unterstützung, die sie unserer Diaspora gewährt haben.
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Wir machen an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß für die Papstfeier eine Anzahl von Plätzen reserviert worden ist. Karten können zum Preise von 1 Mark in der Buchhandlung Reinhardt gelöst werden. Der Ertrag dient zur Deckung der Unkosten.
Fulda, den 27. Juni 1029.
Kirchliches.
Zum Festgottesdienst, der am nächsten Samstag (Peter und Paul) um 9% Uhr in der Dom- kirche zur Feier des Goldenen Priesterjubiläums unseres heiligen Vaters staktfindet. laden wir die Gläubigen hierdurch höfl. ein.
Am Schluffe des Pontifikalamtes wird der hochw. Herr Bischof den Päpstlichen Segen (mit vollkommenem Ablaß) erteilen.
Das Domkapitel.
Beurlaubung von Beamten zum Gottesdienst.
Der Reichspostminister hat nach Mitteilung der Deutschen Beamtenbund-Korresvondenz soeben folgenden Erlaß heraiisge^eben: Wie ick aus der Uebersicht über die Sonntagsruhe nach dem Stande vom 31. Mai 1928 ersehen habe, k ö n- nen nur 56 v. H. der Beamten jeden Sonntag den Gottesdienst besuchen. Ich lege Wert darauf, daß Beamte, die zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten den Wunsch äußern, anjedemSonntag wenigstens einen Gottesdienst zu besuchen, hierzu unter entsprechender Dienstbefreiung (Vertretung durch Beamte anderer Dienststellen oder durch Stundenhelfer) Gelegenheit erhalten. Die hierdurch an den betreffenden Sonntagen von diesen Beamten versäumten Ar- beitsstundenmüssen zu einer anderer Zeit n a ch g e h o l t werden. Ich vertraue darauf, daß die Oberpostdirektionen und die Herren Amtsvorsteher darauf bedacht sind, den in Frage kommen- den Beamten die Möglichkeit zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten in möglichst weitgehendem Ausmaße zu verschaffen.
Frost und Reif im Juni.
Das Wetter bleibt weiter kalt und unfreundlich, als wenn es schon Herbst werden wollte. In einer der letzten Nächte ist im Odenwald das Thermometer auf den Null-Punkt gefal- l e n Weite Strecken Land waren am Morgen noch mit Reif bedeckt. Wie verlautet, hat diese ganz • ungewöhnliche Erscheinung aber an den Feldfruchten Schaden nicht angerichtet. — Wenn wir uns recht erinnern, ist heute auch der Srebenschlaser- Taa. Wenn es an diesem Tage regnet, soll das schlechte Wetter nach einer alten Bauernregel 7
zum goldenen priester-Zubiläum des hl. Vaters Pius XI.
gen 20180 Schweine festgestellt. Das bedeu- , tet eine Verminderung der Schweine . um fast 6000 gegenüber dem Dorzahre. Bei der letzten Zwischenzählung am 1. Juni waren nämlich 26 002 Borstentiere in 6 441 Haushaltun- qen gezählt worden. Noch bei der letzten Viehzah- I lung am 1. 12. 1928, also vor der Schlachtzeit, wurden 24 070 Schweine im Landkreise Fulda fest- qestellt. Von der Gesamtzahl entfallen auf Ferkel unter 8 Wochen 3191 (im Vorjahre 4 078), auf Schweine bis zu einem K Jahre 11119 (14176). Schweine von.A—1 Jahre wurden 4110 (6 013) gezählt; davon waren Zuchteber 49 (59), Zuchtsauen 728 (943). Schweine von 1 Jahr und dar- - —- — —*-—i wa»
Wochen lang andauern. Das sind sehr nette Aussichten für die Ferien- und Erntezeit. Der dies- jährige Sommer scheint also tatsächlich naß und kasi werden zu wollen. Für die Städter »st das immerhin noch insofern angenehmer, als er dann das fehlende schöne Strandbad in Fulda nicht so entbehrt, da kein Bedürfnis nach Abkühlung vorliegt. Die Stadt kann auch um io besser Vorbereitungen treffen, um im nächsten Jahr die Wünsche der Allgemeinheit nach Möglichkeit zu erfüllen. Der Landbevölkerung wäre aber bei der Notlage, in der sich der Bauernstand befindet, gutes Wachs- und Erntewetter sehr zu gönnen. Wir hoffen ja im innersten Herzen.auch immer noch 'U. 1 r , /-i____- Sa« & nhörn nnf«
plan der Stadt Fulda.
Die Bezieher der Fuldaer Zeitung in der Stadt Fulda erhalten heute als wertvolle Gabe des Verlags der Fuldaer Zeitung einen S t a d t p l a n. Dre Grundlagen für den Plan, der dem neuesten Stande entspricht, hat in dankenswerter Weise das Stadtbauamt zur Verfügung gestellt. Die karto- graphische Anstalt (Pharusverlag) hat dem Plan ein gefälliges Bild gegeben, das sich in seiner fünffarbigen Wiedergabe in überaus klarer und über- sichtlicher Weise präsentiert.
• Besonders wertvoll wird dieser Plan durch einen Beitrag des um die Fuldaforschung hochver- dienten Herrn Prof. Dr. V o n d e r a u „Z u r g e- schichtlichen Entwicklung des Stadt- planes von Fulda". Ein Vergleich des neuen Pharusplanes mit einem alten Stadtplan aus dem Jahre 1832, der in Verkleinerung wieder- gegeben ist, bringt die Entwicklungsverhältnisse der Stadt Fulda im Verlauf von 100 Jahren zum besseren Verständnis. Eine ganze Reihe angesehener Firmen in Fulda haben sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, den von der Fuldaer Sehen- druckerei in eine gefällige Form gebrachten Stadt- plan als Werbemittel zu benutzen. Wir bitte s
। unsere Bezieher in der Stadt dem neuen Stadtpla* i einen Ehrenplatz einzuräumen.
Die Umgebung am Waldschlößchen
gewinnt fast von Tag zu Tag em w derer Aussehen Durch die umfangreichen Erdardelten werden Hügel und erhöht liegende Straßenteile ab» getragen und das tiefer liegende Gelände ausge-
I füllt. Der Waidesbach wurde überwölbt, Gas- und Wasserleitungen verlegt und Kanalisation
I angelegt, Stützmauern aus Sandstein errichtet, | Treppenaufgänge zu den nun erhöht liegenden I Häusern angebracht und dergleichen. Auch der
Weg zur Eisenbahnwerkstätte, zu Berta's Wachs- I warenfabrik und zur neuen städtischen Berufsschule wird tiefer gelegt. Der Bau der neuen katholischen St. Jojephskircheam Waldsck'ößchen ist schon
I weit vorwärts geschritten, so daß der Dachstuhl bald aufgesetzt werden kann. Man kann jetzt schon dem- lich erkennen, daß sie immerhin eine recht schöne
I und praktisch angel„Notkirche" ist, auf die sich schon die ganze Umgebung freut. Nahe der Kirche, Ecke Blücher- und Schamhorststraße geht ein mrpo-
I santer Wohnne"ban der ' llit-"rv.> maltung seiner Vollendung entgegen. Die Weiterführung der
I Scharnhorststraße über die Sebastian- nach derZep- I pelinstraße ist vorgesehen, ebenso eine Straße von I der Leipzigerstraße an der Sauerschen Gärtnerei I und der neuen Kirche entlang über das Waldschloß- chen nach dem Zieherserweg. Was man aber be- dauern muß, ist die Tatsache, daß man bet Auf-
I stellung des Bebauungsplanes anichemend nicht I daran gedacht hat, den „Galgengroben als | Grünanlage zu erhalten.
Schwere Raupenplage.
Die günstige Witterung während der Blüteze. und der reiche Fruchtansatz berechtigten in diesen Jahr zu der Hoffnung auf eine gute Obsternte, um-
1 somehr, als anscheinend der harte Winter den groß- ten Teil des Ungeziefers vernichtet hatte. In die- ser Hoffnung hat man sich aber getäuscht. Denn aus den verschiedensten Landesteilen liegen Meldungen über eine schwere Rauvenplage vor. Diese Tiere treten manchmal so massenhaft auf, daß tue
I Ob st bäume bereits vollständig kahl gefressen sind. Auch in den Waldungen machen sich
I die Plagegeister schwer bemerkbar. Trotz aller Ab- I wehrmi ßnahmen der Landbevölkerung greift die I Plage in'mer weiter um sich. Stellenweise wird
bene Ferienwochen und den Bauern gesegnete Erntetage bringt.
6s darf rasiert werden. *
Wie man uns von zuständiger Stelle mitteilt, hat der Regierungspräsident in Kassel auf Grund des § 105 e in Verbindung mit § 41b der Reichsgewerbeordnung genehmigt, daß im Stadt- undLand- kreis Fulda im Barbier-, Friseur- und Perückenmacherhandwerk am Samstag, den 29. Juni 1929 (Peter und Paul) in der Zeit von 8 bis 10 Uhr vormittags ein Betrieb stattfindet und während der angegebenen Zeit Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter beschäftigt werden. Der Verkauf von Waren ist verboten.
Rückgang der Schweinehaltung im fireife Fulda.
Das Ergebnis der Schweinezählung am 1. Juni d. I. liegt nunmehr vor. Danach wurden im Landkreise Fulda in 5557 Haushaltun-
$retfag, den 28. Ium
fahrplanmäßigen Posten, also nicht bei Sonderfahrten. — Es wäre angebracht, wenn die Reichspost in der Oeffentlichkeit eine unzweideutige Richtigstellung geben wurde, d° andernfalls diese Entscheidung zur größten Vorsicht bei Ausflügen mit Postkraftwagen mahnt.
Der nächste Schweinemarkt
findet, da Samstag Feiertag (Peter und Paul) ist, schon morgen, Freitag, den 28. Juni, statt.
Straßensperrung.
Die Strecke Angersbach-Lauterbach im Zuge der Straße Lauterbach-Fulda ist ab 1. Juli bis auf Weiteres gesperrt. Umleitung über Eisenbach-Rudlos.
firaftsonderpost nach Maria Ehrenberg.
Anläßlich des Festes Maria Heimsuchung verkehrt am Sonntag, den 30. Ium, eine Kraft- sonderpost von Fulda nach Maria Ehrenberg. Abfahrt ab Postamt 5.30 Uhr, ab Motten 14.30 Uhr. Der Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt betragt 2.80 Mark. Fahrkarten werden sowohl am Kraftt postbetriebswerk (Petersbergersirohe 76) als auch am Schalter 2 des Postamtes ausgeoeben.
ren Zuchteber 66 (73), Zuchtsauen 12 90 (1262) An sonstigen Schweinen über « Jahr wurden 3737 (5 401) gezählt. — Daß auch im Stadtkreise Fulda immer noch eine Anzahl Haushaltungen Wert auf selbstgeschlachtete Wurst legt, beweist die Tatsache, daß auch im Stadtkreise Fulda (mit Ziehers) am 1. Juni d. Js. 442 Schweine gezählt wurden. Aber auch hier hat die Zahl gegenüber dem 1. Ium 1928, wo 668 Schweine in Fulda gezahlt wurden, erheblich abgenommen.
Die Post sollte Aufklärung geben.
Dor einigen Tagen brachten wir die Nachricht, daß die Reichspost durch den Abschluß von Versicherungsverträgen für Unfälle bei Kraftpost- Sonderfahrten mit bestimmten Geldbetra- gen haftet. Jetzt wird aber in den Blättern wieder eine entgegengesetzte Entscheidung des Reichsgerichtes veröffentlicht. Danach hat die Post Entschädigungen nur zugewähren bei Beförderung mit
2. Prolog, gedichtet von £. Rübling ... .