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FuldaerZertung

Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Nr. 145

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. Monatl. 1,80 einschl. Postgeb. (30 bezw. 48 Pf.), ohne Zustellg.

Dienstag, 25. Ium 1929.

Anzeigen-Preise: Kleinzeile (Colonel) lokal 0,15 JUt. auswärts 0,20 JUt. Reklamezeile: lokal 0,60 JLfl, auswärts 0,80 JUL Bei Wiederholungen Rabatt. Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 4051-

Sö.Zahrg

mitteilt,

mer-

20 (1927 : 21),

Um den Weg der Agrarpolitik

Der Reichsernährungsminister für

lgen nichts über die furchtbaren Wirkungen der ! e, mit der sie dem deutschen Volke angeblich

sie fa

die

spricht der Wg- Dr.

Endergebnis erhielten: 117 803 Stimmen,

Sozialdemokraten Einheitsliste Kommunisten Volkswohlfahrt Demokraten Nationalsozialisten Bauernpartei

(24), (3), (2), (2), (0), (0).

Die amerikanischen Blätter bringen über die Beilegung des Kirchenstreites in Mexiko ausführ­liche Berichte und betonen, daß die Verständigung in Mexiko mit allgemeiner Freude begrüßt werde. Insbesondere habe die Ernennung des Bischofs Diaz zum Erzbischof und Primas von Mexiko größte Befriedigung auch in Washington hervor­gerufen, wo Staatssekretär Stimsvn und der päpst­liche Legat Biondi ihre Freude über die Wieder­herstellung des Religionsfriedens ausdrückten.

schaftlichen Zölle. , ±

Mittelpunkt des Kampfes, so führt« der Minister weiter aus, sei zur Zeit die ® e- treidefrage. Es gebe drei Möglichkei-

* Besuchs des Königs von Spanien in Paris. Der König von Spanien traf am Samstag abend zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Paris ein. Er wird sich von dort nach London begeben.

Im Reichsernährungsministerium fand am Samstagnachmittag eine Konferenz der Führer der Regierungsparteien und landwirtschaftlicher Sachverständiger statt, in der über alle Zollfragen verhandelt werden sollte. Das Ergebnis der Be­sprechung soll die Grundlage für eine Beratung des Kabinetts am Montagvormittag bilden. Die Be­sprechung dauerte bis 8 Uhr abends.

Wie die „Montagspost" erfahren haben toitl, soll man den Plan des Getreidehandels­monopols endgültig fallen gelassen haben.

Eine Rede des Ministers Dietrich.

* Personalveränderungen im Aeichssinanzmini- sterium. Wie die Deutsche Beamtenbund-Korre­spondenz erfährt, ist anstelle des zum Lande^ivv^' amtspräsidenten in Nürnberg ernannten Mimste- rialdirigenten Kaiser Ministerialrat B r u g g er, der jetzt im Ministerbüro des Reichsfinanzmimste- iums tätig ist, als Ministerialdirigent auserjehen.

punkt, daß nicht der Staat über die Eignung, die Berufung und die Einsetzung ins Priesteramt bestimmen könne, sondern nur die im Bischofsamt vertretene kirchliche Autorität, durchgesetzt. In dem neuen Vertrag wird bestimmt, daß die K irch; als Organisation die Registrierung vornehmen soll, wodurch anderseits die Kirche die staatliche Registrierung als solche aner­kennt. Die Wiedereinführung des Religions- Unterrichts auch in den staatlichen Volksschu­len lehnt die Regierung nach wie vor ab.

136 424

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Landesamt

Stresemann-Rede im Reichstag

Die Beratung öes (Etats des Auswärtigen Amtes.

Wie das Statistische den nach den vorläufigen Berechnungen die Par­teien in folgender Stärke in den Landtag einziehen:

Der Religionsfrieöe in Mexiko. I Feierliches Pontifikalamt in der Kathedrale der

Hauptstadt.

Am Freitag abend ist, wie bereits gemeldet wurde, in Mexiko Stadt nach monatelangen, schwierigen Verhandlungen ein Vertrag zwischen Präsident P o r t e s G i l und dem Erzbischof R u i z Flores zustande gekommen und unterzeichnet worden, der die G r u n d l a g e für eine spätere end­gültige Regelung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche in Mexiko abgeben soll. Zum Zeichen, daß der Kirchenfriede geschlossen ist, hat der Erz­bischof mit sofortiger Wirkung das Interdikt über sämtliche Kirchen und Kapellen Mexikos aufgehoben. Der Gottesdienst ist am Sonntag wieder ausgenommen worden und Erzbischof Ruiz Flores hat selbst in der Kathe­drale in Mexiko ein feierliches Pontifikalamt zele­briert.

Der vorläufige Vertrag ist ein Kompromiß. Einer der heftigsten Streitpunkte war die durch das Kirchengefetz vom Juni 1926 verlangte Regi­strierung der katholischen Geistlichen. Die Erlaubnis zur Ausübung gottesdienstlicher Handlungen sollte nur solchen Priestern gegeben werden, die um ihre Anstellung bei den staat­lichen Behörden nachkamen und die diesen ange­nehm waren. Hier hat die Kirche ihren Stand­

mahlen.

Zum Schluß erörterte der Minister den Zu­sammenhang der Zinssätze und der Steuern mit der Reparationsfrage und wies auf die Vorteile des Young-Plans gegenüber dem Dawes-Plan hin. Wenn den Gedanken der Reparationssach­verständigen Rechnung getragen werde, so würde dies zu einer Generalliquidierung der noch aus dem Kriege verbliebenen Schwierigkeiten führen.

in dem es heißt, datz trotz der Schwere der Gesamtver­pflichtung die Geschäftswelt doch für die nächsten Jahre mit wesentlichen Erleichterungen rechnen könne. An der Börse habe schon die Hoffnung auf einen günstigen Ausgang der Pariser Konferenz zu einer nicht unerheblichen Aufwärtsbewegung ge­führt. Die Tendenz auf allen Gebieten des Wirtschafts, .unb Finanzlebens dürfte wohl nach oben zeigen.

Das ist doch bemerkenswert. Der „Politiker" Hugenberg redet von drohenden ungeheuren Tri­butlasten und einem unvermeidlichen Chaos der Wirtschaft wegen des Poungplanes, der „Aufsichts­ratvorsitzende" Hugenberg aber zeichnet verant­wortlich für einen Bericht, der die günstigen Mo­mente des Youngplanes für die Wirtschaft her­ausstellt. HugenberggegenHugenbergl

hugenberg kann auch anders.

Aus dem Reichstag wird uns geschrieben:

Der deutschnationale Parteidiktator Hu gen- berg, der heute sich als eifriger Verfechter des planes aufspielt, obwohl er früher eine Broschüre gegen den Dawesplan geschrieben hat, wird durch neuerliche Enthüllungen immer mehr bloßgestAlt und gleichzeitig als Politiker unmöglich gemacht. Auf der Tagung der Deutschnationalen Industriel­len in Berlin am Donnerstag hat Hugenberg er­klärt, die Deutschnationale Partei lehne „aus dem Gefühl der nationalen Verantwortung heraus ge­schlossen den Plan ab".

Zu gleicher Zeit aber versendet der Deutsche Kreditverein in Berlin, dessen stellvertreten­der Aufsi-chtsratsvorsitzender ebenfalls Geheimrat Hugenberg ist, einen Bericht zum Poungplan,

Bei einer öffentlichen Kundgebung anläßlich des in Eutin abgehaltenen Parteitages des Lan­desverbandes der deutschen Demokratischen Partei für die Provinzen Schleswig-Holstein und Lübeck sprach am Samstag Reichsernährungs­minister Dietrich über die Not der Landwirtschaft. Der Minister erklärte, daß die Hauptursache der gegenwärtigen Nor in dem Zolltarif des Jahres 1925 zu suchen sei, der einen so starken Schutz der Industrie bedeutete, daß die landwirtschaftlichen Zölle dem Landwirt den Ersatz für die Verteurung, die er durch die Erhöhung der Jndustriezölle auf sich nehmen mußte, nichr bringen konnten. Zur Zeit werde der Kampf ausgefochten, wie man aus diesem Unrecht wieder herauskomme, ob durch eine Senkung der Jndu- striczölle oder durch eine Hebung der lcmbwirt-

„Es lebe Frankreich! Es leben die Geschworenen!" ausgenommen.

Dr. Roos hatte, bevor die Geschworenen sich zur Beratung zurückzogen, noch einmal die eides­staatliche Versicherung abgegeben, daß er niemals daran gedacht habe, das Elsaß von Frankreich zu trennen und daß er niemals mit deutschen Kreisen in Verbindung gewesen sei. Seine Hände seien rein. .... , .

Verteidiger Rechtsanwalt Berthon erklärte m seinem Plädoyer: „Man verlangt von Ihnen, meine Herren Geschworenen die Erklärung, daß ein Komplott im Elsaß geschmiedet wurde und daß Roos einer der Urheber ist. Was gibt man Ihnen als Beweis? Zeitungsartikel, unvollstän­dige Zeugenaussagen, gefälschte Dokumente, das sind die ganzen Schuldbeweise!"

*

wtb. Paris, 24. Juni. (Eig. Mfldg.). Philipp Roos ist gestern, nachdem er gemeinsam mit den elsässischen Abg. Stürme!, Dahlet, Hauß und Brogly vor dem Gefallenendenkmal in Besancon einen Kranz mit der Inschrift „Das dankbare Elsaß der Franche Comte" niedergelegt hatte, in seine Heimat zurückgekehrt. Sowohl in Colmar wie in Straßburg, wurde ihm ein herzlicher Empfang bereitet. Bei seiner Ankunft auf dem Straßburger Bahnhof wurde Roos von seinen Anhängern in Empfang genommen und, wie Petit Journal berichtet, im Triumph durch die Haupt- straßen getragen unter Absingen deutscher Lieder und unter Rufen „Amnestie!" Die Manifestanten sind mit Dr. Roos an der Spitze vom Straßburger Gemeinderat empfangen worden. Dom Balkon des Rathauses aus hielt Roos eine Ansprache an die unten versammelte Menge, die mit den Worten schloß: „Das schönste am Prozeß in Besancon war die elsässische Solidarität!"

ten, zu helfen: Zollerhöhung, Einführung einer Marktausgleichgebühr, Mono- pol. Gegen das Monopol äußerte der Redner eine Reihe von Bedenken. Ein reines Einfuhr- Handelsmonopol sei nicht möglich, weil dem etwa ein Dutzend Handelsverträge ober noch mehr im Wege stehen. Es bleibe also nur ein Zollmono- pol. Dann aber werde das Objekt riesig. Der Gesamtwert der in Betracht kommenden Pro- dukte betrage etwa 3,8 Milliarden. Die Väter des Monopols wollten aber auch erreichen, daß das Getreide nicht über einen gewissen Preis hinaussteige. Dann soll die Monopolgebühr zur Senkung der Preise verwandt werden. Infolge­dessen seien die finanziellen Folgen für das Reich gänzlich unübersehbar, denn wenn die Monopol­gebühr, die bei niedrigen Getreidepreisen sich an- sammle, zur Senkung nicht ausreiche, müsse das Reich zuschießen. Der Redner betonte, daß er wiederholt angeregt habe, durch eine Kombi­nation von verschiedenen Maßnahmen zu helfen, durch Zollerhöhung in Verbindung mit Erntefinanzierung und dem Vermah­lungszwang, d. h. etwa 30 Przt. inländisches Getreide müssen alle Mühlen dem Weizen bei-

VDZ. Berlin, 24. Juni. (Eig. Meld.) In der Sitzung des Reichstags am Montag vormittag wurde die 2. Beratung des Haushalts des Auswärtigen Amt es ortgesetzt.Reichs­außenminister Dr. Stresemann, der von sei­ner Krankheit wieder hergestellt ist, erschien einige Minuten vor Sitzungsbeginn. Dor seinem Platz ■Vt das Mikrophon des Rundfunks ausgestellt.

Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt Präsi­dent Löbe die Mandatsniederlegung des sozialdemokratischen Abgeordneten Krüger- Merseburg mit.

3um Etat des Auswärtigen ist von den Kom­munisten ein Mißtrauensantrag gegen den Reichs- außenminister Dr. Strefmann eingegangen.

Abg. Graf Westarp (Dn.), der zunächst das Wort ergriff, erinnerte an die 10jährige Wieder­kehr der Unterzeichnung des Versailler Vertrages und fragte, ob es richtig sei, daß sich das Kabinett von allen Kundgebungen und Maßnahmen aus An­laß dieses Tages fernhalte. In feinen weiteren Ausführungen polemisierte der Redner gegen die Außenpolitik der Regierung, insbesondere gegen die Pariser Vereinbarungen. Wir halten es für selbstverständlich, so erklärt der Redner, daß die­jenigen, die den Pariser Plan an sich für möglich halten, ihn unter gar keinen Umständen annehmen können, wenn nicht gleichzeitig die Räumung von Rhein und Saar binnen kürzester Frist und bedingungslos bindend zugesichert ist. Der Redner begründet einen Antrag, der die Regierung auffordert, den Widerruf des deutschen Schuldbe­kenntnisses an die Spitze der Tributverhandlungen zu stellen.

Am Regierungstisch haben inzwischen neben dem Reichsaußenminister noch die Minister Dr. Curtius, Dr. Wirth, Dr. Hilferding, S e v e r i n g und Dietrich Platz genommen.

Abg. Stoecker (Korn.) weist zur Geschäftsord­nung darauf hin, daß die Strefemann-Rede durch Rundfunk übertragen werden soll.

Präsident Löbe erwidert, eine Radioübertra­gung der Rede des Außenministers könne nicht stattfinden mit Rücksicht auf den früheren Beschluß des Aeltestenrats, der die Uebertragung einzelner Reden verbietet.

Als der Präsident dann dem Reichsaußenmini­ster Dr. Stresemann das Wort erteilt, rufen die Nationalsozialisten Pfui! Abzug! Fort mit Strese­mann! Der Abg. Stöhr (Nat.-Soz.) wird zur Ord­nung gerufen.

Reichsautzenminister Stresemann betont, bei der Erörterung der Pariser Verhand­lungen sei der Kampf zwischen Regierung und Opposition nicht mit gleichen Waffen auszukämp­fen. Die Opposition befindet sich dabei in viel günstigerer Lage. Wir stehen noch vor den entscheidenden politischen Verhand­lungen. Niemals wird sich aber ein günstiges Arrangement treffen lassen, wenn der eine der bei. den Teile gezwungen wird, vorher die Gesichts­punkte, von denen er sich leiten läßt, auf offenem Markt bekannt zu geben. Wir denken gar nicht an eine Ausscheidung des Parlaments. Vor der endgültigen Cntscheidung wird der Reichstag dazu Stellung nehmen müssen.

Die Deuffchnationalen haben s. Zt. durch ihr 48 Ja-Stimmen die Annahme der Da­wes-Gesetze ermöglicht. Der deutsch- nationale Führer Hugenberg hat dann 1926 in einer langen Serie von Artikeln über „die Aus­zehrung Deutschlands", schleunige Revision des Dawesplanes gefordert. Nun ist uns die Revi­sion von der Gegenseite angeboten und verlangt Herr Hugenberg, wir hätten solche Revisionsver­handlungen ablehnen müssen. Hätten wir solche Verhandlungen abgelehnt, dann hätte die Gegen­seite uns nachsagen können, wir wollten nur durch finanzielle Manöver die Unhaltbarkeit des Dawes- Planes zeigen. Hugenberg und die von ihm geführten

Deuffchnalionalen sagen nicht, was bei Ablehnung des Poungplanes bleibt.

politische Konferenz zu Als nächster Redner Breitscheid (Sozi).

Krise, mit der sie dem deutschen Volke angeblich den Weg zur Freiheit zeigen wollen Diese Krise würde führen zum Untergang besaget am­ten industriellen Mi11elsto n d e s. Die großen Konzerne würden die Krise überstehen, aber der gesunde persönliche Mittelstand der Wirtschaft würde den Mangel jeden Kredits nicht aushalten. Erfolg dieser vonHugenbergjnMarburg empfohlenen Krise als Weg zu r F r e t« beit wäre der, daß den übermächtigen mbu,tnel-

Beifall bei den Regierungsparteien.)

Im Verlauf seiner Rede ging der Minister auch auf die Fühlungnahme zwischen Sachverständigen und Regierung während der Pariser Verhandlungen ein und er­klärte, es gäbe selbverständlich nicht nur einen, son­dern sogar viele Briefe des Reichskanzlers an die Sachverständigen, denn diese hätten der Re­gierung Gelegenheit geben wollen, ihnen ihre Auf­fassung mitzuteilen und das habe die Regierung dann auch getan, dieCntscheidung aber den Sachverständigen anheim gestellt. (Zuruf rechts: Das genügte!") Dr. Stresemann er­widert, er glaube nicht, daß sich die Sachverstanbi- gen durch eine solche Mitteilung der Regierung so leicht in ihrer Ansicht beirren lassen wurden. Es fei in verschiedenen Phasen der Verhandlungen ganz natürlich gewesen, daß sich die deutschen Sach­verständigen nach der Stellung der Regierung er­kundigt hatten. Solche Briese als eine große Sen­sation hinzustellen, zeige, was heute schon alles als Sensation aufgemacht werben könne. (Einer Veröffentlichung bes gesamten Materials, so er­klärte der Minister, werbe ich mich aufs Entschie­denste widersetzen, da es unmöglich wäre, dann tn

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Sie Wahlen in Mecklenburg.

Die am Sonntag vorgenommenen Wahlen zum mecklenburgischen Landtag sind nach oen vorlie­genden Meldungen in allen Teilen bes Lanbes ru.

, _ , .... . „„ । hig verlaufen. In ber Nacht zum Sonntag war es

len Konzernen nur noch abhängige Existenzen ge- I Schwerin jedoch zu einer Schlägerei zwischen genüberstänben. I Kommunisten unb Reichsbannerleuten gekommen,

Sßerm ber ö o u n g p 1 an abgele hn t wird, I ^er ejn sp0Ii3eibeamter von Kommunisten ver-

so bleibt doch immer noch der u n g e m [ b e r t e I (e^t murbe- @jn Kommunist würbe verhaftet. MNg - (Sn.) MUt , D>° »«»»«leitoung wnr im Saufe des S-nn.

" ‘rcT nirhH" <Ar twrläftt dann I tagvarmittags recht rege. Bis gegen 13 Uhr mit den Worten „Es lohnt nicht" unter dem Ge- I hatten in Schwerin ^0 Prozent der Wahlberechiig-

hör M-Krbell den Saal 1 Es aibt natürlich ten ihre Stimme abgegeben. Man rechnet in

kein Regierungsmitglied, das in dem Poungplan I Schwerin mit einer Wahlbeteiligung von über 80

etwas Ideales sähe und die Garantie für seine I Prozent. '

Durchführbarkeit übernehmen wollte. Es läßt sich I Nach dem vorläufigen aber doch nicht bestreiten, daß er I Sozialdemokraten

dem Dawesplan gegenüber Erleichterungen I bringt. Für die Annahme könnte natürlich nicht Vollswoblfabrt die Frage entscheiden, ob damit die gegenwarti- Demokraten

gen Kassenschwierigkeiten des Reiches beseitigt Nationalsozialisten

Wenn von beuffchnationaler Seite gesagt wirb, I Bauernpartei Rücksichten auf die Aufrechterhaltung ber Koalition wären für uns bestimmend, so kann ich nur daran erinnern, daß es einmal eine Zeit gab, in ber außenpolitische Entscheidungen bestimmt wurden, von der Rücksicht zwar nicht auf eine be­stehende Koalition, wohl aber auf die Erleichte­rung einer kommenden Koalition. (Große Heiter­keit.) Was die Räumungsfrage betrifft, so bin ich nicht in der Lage, hier über die in Madrid gepflogenen Besprechungen etwas zu erklären. Es wäre das Ende solcher Besprechungen, wenn sie zum Gegenstand von Erklärungen in den Paria- , _ „ . . .___.

menten gemacht würden. Mit aller Bestimmtheit I Df. ROOS fTCtgC)PTO(i)6tL

kann ich aber erklären, daß für die deutsche Rs- I .

gierung bie I Das Urteil im elsässischen Aulonomistenprozeh.

Annahme irgend einer Feststellnngs- ober Aus- I Nach dreiviertelstündiger Beratung hat bas gleichskommifsion nach erfolgter Räumung außer- I Schwurgericht in Besancon den wegen Kom- halb jeder Diskussion ' I ptotts gegen bie Sicherheit bes Staates angetlag«

steht (Beifall). Wir würden die ganze Berhand- ten elsässischen Autonomisten Dr. Philipp R o o s Jung scheitern lassen, wenn man uns zumutet, freigesprochen. Das Urteil wurde von den irgend eine ständige Kommission im Rheinland | im Schwurgerichtssaal Anwesenden mit dem Rufe: wirken zu lassen. (Lebhafter Beifall.),

Von deuffchnaticmaler Seite wird -gesagt, Deutschland würde durch den Young-Plan eine englische oder französische Kolo­nie. Tatsächlich schwebt ganz Europa in Gefahr derjenigen zu werden, die nicht in gleicher Weist j Abkehr VOM (BettCtöClBOttOPOl unter dem Kriege gelitten haben. Die I ‘

deutschnationalen Anträge gegen die Kriegsschuld- ZMerhohUNg Und VeiMahlUNYSZwang

lüge rennen offene Türen ein.

Es gibt keine, der die Lüge von der Alleinschuld I Deutschlands am Kriege im englischen oder franzö­sischen Parlament aufftellen könnte, ohne den leb-' haften Widerspruch seiner eigenen Landsleute zu finden. Von dieser Stelle aus ist immer wieder durch Redner aller Parteien gegen die Kriegs- schuldlüge protestiert worden. Der erste Protest kam zufälligerweise von einem Sozialdemokraten. Warum wollen Sie (nach rechts) in einer Frage, in der wir alle einig sind, fortwährend die Par­teien auseinanderreißen? Warum wollenSie als die Folge eines einzigen Ver­tragsparagraphen das hin st eilen, was die Folge eines verlorenen großen Krieges ist? Lassen Sie uns doch den Kampf um die Befreiung unseres Volkes mit moralischen Mitteln führen! (Lebhafter