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Samstag, den 15. 3um 1929.

Fuldaer Zeitung (ttmtiiches Nreisblatt).

Nr. 137

Von der Fuldaer

Dr.

Die Neuverteilung der deutschen GenderwLllen

Samstag von 4 Uhr an

große Kinderdeluftigung

Eintritt frei.

Konzert und Tanz.

In zahlreichem Besuch ladet ein Wanderklub „Edelweiß" Fulda.

£-er nächste Viehmarkk.

Am 20 Juni dieses Jahres findet hier ein | Diehmarkt statt. Der Abtrieb des Viehes am Vor-

Dor der hiesigen Meisterprüsunqs - Kommission bestanden ihre Meisterprüfung die Sch uhrnach er: Heinr. Naumann- Kirchheim (Krs. Hersfeld), Ad Sondergeld-Unterhaun (Krs. Hersfeld) und Eduard Werne r-Mittelkalbach; die Bäcker-

Oscar Meinhardt -Fulda und Joh. Pfr o- | men-Heringen (Krs. Hersfeld).

„Fuldaer Zeitung".

Wichtig für Sozialrentner!

Am Montag, den 17. Juni 9—12 Uhr wird die Unterstützung für den Monat Juni 1829 -an die hilfsbedürftigen Sozialrentner der Stadt Fulda ausgezahlt. Rote Ausweisnummerkarten sind vorzulegen. — Die Unterstützungen, welche von den Empfangsberechtigten an diesem Tage nicht abge­holt sind, werden ihnen auf ihre Kosten durch tne Post zugesandt.

Eine wichtige Verordnung.

Auf die im Inseratenteil veröffentlichte Bekanntmachung über die Vierte Verordnung betr. Lockerung der Wohnungszwangs­wirt s ch a f t vom 29. Mai d. Js. machen wir be- sonders aufmerksam mit dem Hinweis, daß die Stadt Fulda sich in der Ortsklasse B befin­det.

Richtlinien für die Schulzahnpflege.

Es gab eine Zeit, wo man der Zahnpflege keine besondere Sorgfalt zuwandte und wo die Kranken­kassen Ausgaben für sie ablehnten. Heute hat sich im allgemeinen fedoch mehr und mehr die Ueberzeugung durchgesetzt, daß ein gesundes Gebiß nicht nur ästhe­tisch schön wirkt, sondern, was weit wichtiger für die Gesunderhaltung ist, weil ein gesundes Gebiß die Speisen so zermalmt dem Magen zufuhrt, daß diesem das Verdauen und damit die Zuführung der Nahrungsstoffe an die verschiedenen Organe erleich­tert wird. Daher ist es nur zu begrüßen, daß das Deutsche Zentralkomitee für Zahnpflege m den Schulen, Berlin W. 62, Kurfürstenstr. 101, Richt­linien für die praktische Durchführung der Schul­zahnpflege herausgegeben hat, aus denen wir das Wichtigste nachstehend wiedergeben: Das Ziel der Schulzahnpflege ist, die Kinder mit gesundem Ge­biß und zu geregelter Mund- und Zahnpflege er­zogen aus der Schule zu entlassen. Dazu gehören auch Maßnahmen der Beseitigung von Unr egel- mc gkeiten der Zahnstellen und Kieserbil- dm- Daher ist schon dem Milchgebiß die gleiche Fürsorge anzuwenden wie dem bleibenden Gebiß. Für die Behandlung der Kinder ist die Einwilli­gung der Eltern oder ihrer rechtlichen Stellvertre­ter erforderlich. Untersuchung und Behandlung ha­ben planmäßig zu erfolgen. Die restlose Erfassung aller Schulkinder ist eine Notwendigkeit, aber in der Regel nur erreichbar, wenn die Behandlung inner­

halb der Schulzeit erfolgt. Alle Schuler, also auch die der höheren Lehranstalten sollen er,aßt wer­den. Auch schon in der Zeit vor der Schulpflicht sollen die Kinder, soweit möglich, tn die Schul­zahnpflege einbezogen werden; z. B in den Klein- kinderschulen. Cs sollen nur approbierte Aerzte zur Schulzahnpflege zugelassen werden, von denen solche bevorzugt werden, die den Nachweis erbrin­gen, daß sie einen vollen zahnärztlichen Lehrgang der sozialen Zahnheilkunde in einer Akademie oder an einer Universität erfolgreich absolviert haben. Die Anstellung kann hauptamtlich oder nebenamt­lich an Privatzahnärzte gegen feste Besoldung ^>er Pauschalvergütung erfolgen. Trager der örtlichen Einrichtung der Schulzahnpflege sind die Ge­meinden oder die Kommunaloerbande. Zur Durchführung der Schulzahnpflege empfiehlt es sich, nacb Laue der Verhältnisfe Arbeitsgemeinschaften mit den sozialen Versicherungsträgern der Zahn­ärzteschaft und den Verbänden für öffentliche und private Wohlfahrtspflege zu bilden.

LanöesbiblioMek.

tothek der Fortsetzung, Neueinrichtung von Ge- chäftsbüchern, Statistiken usw.. , ,

$ Der Bücherbestand der Visiliothek vern^ehrte lick, durch Kauf um 501 (un Vorjahr 530) Werke mit 757 (690) Bänden, an Fortsetzungen wurden durch Kauf erworben 139 (142) Werke mit 209 (219) Bänden. Die Mittel der Vereinigung der Freunde der Landesbibliothsk wurden w diesem Jahre vorwiegend verwandt als Druckzuichußsu die Festschrift zum Jubiläum. Von dem Rest wur den die auf Kosten der Vereinigung laufenden Fortsetzungen sowie einige kleinere antiquarische Ankäufe bezahlt. Auch in diesem Jahr war der ■Ri'acma durch Schenkungen wieder recht erfreulich, nämlich 600 (641) Werke mit 1166 (896) Banden. Unter den Schenkern sind zu nennen: Die Unw.- und Stadtbibliothek Köln, die Univ-rsitätsbibliochek Marburg Professor Fleck-Fulda (rd. 100 Bande), Droiesfor' Dr Scheller-Fulda (rd. 100 Bande), Dr. Kramer-Fulda (Ahlreiche Zeitschriften ^6 W - merke sowie Direktor Dr. Theele (rd. 200 Banoe). Besondere Erwähmmg verdient das beschenk der Pierpont Morgan Library-New-York von 10 Phi> tos (Kopien von Weingartner Handschriften) und das Prachtwerk „Hoskier: The golden latm Gos pels" Der Gesamtzuwachs beuagt: 1262 (1957) Werke mit 2154 (2590) Bänden. Lesesaal und Ausleihe waren für das Publikum an 278 (276) Werktagen geöffnet. Der Lesesaal wurde benutzt auf Grund' persönlicher Eintragung von 3680 (2289) bezw. durch die Aufsicht gezahlten 3909 (3229 männliche und 680 weibliche) Benutzern. Es wurden im Lesesaal aus den Magazinen 5630 (1956) Bände vorgelegt. Die Zahl der abgegebenen Bestellungen in der Ausleihe betrug: 217a4 (20081) Werke. Davon wurde durch Enfieihung erledigt: 1904°; (17486) unerledigt blieben weil fehlend 202 (371) weil verliehen: 2507 (2274) Werke. Es wurden am Ort verliehen, aus eigenen- Bestanden: 17392 (16544), von auswärtigen B bliotheken. 2 3 (275), zusammen 17615 (^^^9) .Bande. Nach au^- wärts wurden aus eigenen Bestanden: 4622 (3377), von auswärtigen Bibliotheken: 117 (16?), Assam men: 4739 (3540) Bände verliehen. Die Gasamt ausleihe betrug somit 22354 £20359) Bande. Für bie Entleihung von und nach auswärts trat die Btbllochek mit 44 (42) Bibliotheken in Verbindung. Cs wurdet 675 (712) Werke bestellt und davon erledigt 457 (521) Bände. Die Zah. der Entleih.,

Markttage von der Viehladerampe am hiesigen * Bahnhof erfolgt über die Straßenecke ^rrurftem braße—Zieherserweg nach der Straße „Am Bish- I markt" und von da unmittelbar nach den einzelnen I Stallungen in der Stadt. Der Auftrieb des Vie- I Kes zum Markt am Markttage selbst beginnt um 6 Uhr und muß um 8 Uhr beendet sein. Hierbei I ist das nichtuntersuchte Vieh durch die Schloßstraße, das voruntersuchte Vieh durch die Lmdenstrak I aufzutreiben. Im Interesse der ungehinderten Ab­wicklung des Marktverkehrs wird die Bevölkerung ersucht, auf die vorstehenden Verhältnisse Rücksicht I zu nehmen.

Kampf den Obstbaumschüdlingen.

Der lange und strenge Winter legte die Ver­mutung nahe, daß die Schädlinge unserer Obst- bäume, die in Ritzen der Rinde und eroberen Ver- | stecken überwinterten, erfroren seien. Dem ist aber lAder nicht so, denn mancherorts un Kreis kann em starkes Auftreten gewisser Schädlinge beobachtet werden Gerade die trockene Witterung des ver­gangenen Monats hat zu ihrer Ausbreitung erheb- sich beigetraqen. So konnte m letzter Zeit oerfchi - denklich ein starkes Auftreten der Raupe des Rin - gelspinners festgestellt werden. Der Bmgel spinner ist ein Schmetterling uon hellbrauner Farbe; er fliegt etwa im Juli. Das Weibchen legt um. diese Zeit an die dünnen Heftchen der Baume etwa 300 Eier in Form eines Ringes. Die Eier sind fest untereinanber verkittet und überaus hart. Im April und Mai entschlüpfen, dann diesen Eiern die Raupen, die sich ein Gespinst Herstellen und die Knospen und jungen Blatter befressen. Die Raupen sind behaart und haben blaue und rote Streifen. Sie leben in ihren Gespinstnestern ge­sellig zusammen. Sie verlassen aber auch zeitweise

gulda. den 14. Juni 1929

vom Uommunal-Landtag.

Lin Erlaß

-es Oberpräsidenten an den 59. kommnllandtag.

Heute mittag 4 Uhr tritt bekanntlich der Kom­munallandtag wiederum 3ur Beratung des Haushaltsplanes des B e zir ksver ban- d e s zusammen. Den Mtgliedern des 59 Kommu­nallandtages ist ein Erlaß des Oberpräsidenten zu- gogangen, in dem es heißt:

Der 58. Kommunallandtag lehnte am 16. 4. 1929 den ordentlichen und außerordentlichen Hauptvoranschlag des Bezirksverbandes für den Regierungsbezirk Kassel für das Etatsiahr 1929 ab und gab dem Landeshauptmann nur die Ermächtigung, die Verwaltung des Bezirksver bandes nach dem Voranschlag für 1928 einstweilen fort« ^Der Beschluß stellt mich vor die Alternattve, entwe- der die Zwangsetatisierung nach § 94 ber Provinzialordnung zu verfugen oder die Zlufio. sunq des Kommunallandtages nach § 95 das. zu erwirken. Beides will ich nach Möglichkeit vermei­den, die erstere Maßnahme schon deshalb, wen ihre Durchführung ganz außerordentliche Schwierigkeiten be­reitet hätte. Erfordert schon bei Einzelforderungen, die imWege der Zwangsetatisierung durchgesetzt werden müs­sen, die Feststellung, ob die, Leistung dem Bezir sver. bande gesetzlich obliegt, für die Behörde, die die Leistung festzusetzen befugt ist, meist sehr peinliche Untersuchun­gen. so steigen sich diese Schwierigkeiten bei einem Ge­samtetat, welcher neben einigen wenigen gesetzlich oder vertraglich im vollen Umfange feststehenden Zwangs­leistungen eine große Menge von Posten ron rem frei­willigen Leistungen oder von Zwangs- und freiwilligen Leistungen zugleich enthält. Der im Wege der Zwangs­

etatisierung zustande gekommene Gesamtetat mußte Lei- stungen, die ganz oder überwiegend freiwillige sind (wie V B. große Teile des Wohlfahrtsetats oder der Forde­rung von Kunst, Wissenschaft, Gewerbe, Verkehr Land- wirtschaft usw.), unberücksichtigt lasten. Me diese Um- stände veranlassen mich, dem Kommunallandtag xinen N-raleicksvorichlag zu unterbreiten, um zu er­reichen, daß derHaushaltsvoranschlag für 1929 im Wege der ordnungsmäßigen Verabschiedung durch den Land­tag zu Stande kommt. .

Dabei gehe ich von den Beschlüssen des Hauptaus-

$ Die Vorlage des Landesausschusses schloß mit einer Bezirkssteuer von 3 723 505 RM. ab gegenüber 2 744 796 RM. in 1928 oder mit 978 709 RM. mehr.

Für den Vergleich beider Zahlen muß der 2. Zahl der Betrag hinzugesetzt werden, der nach dem An­schluß Waldecks am 1. 4. 1929 der Steuersumme entspricht, welche im Vorjahre in den 3 waldeckischen Kreisen ausgAommen wäre; das sind 90 351 RM. Be­rücksichtigt man dies, so »erlangt die Vorlage des Lan- desaus chusses nur ein Mehr von 978 709 RM. — 90 351 RM. — 888 358 RM. a .

Demgegenüber bringen die Beschlüsse des Hauptaus­schusses unter Berücksichtigung des durch die Ostpreußen­hilfe entstehenden Dotationsausfalls von 190 000 RM. durch die bereits vom Landesausfchuß in Aussicht ge- nommene Hinzuziehung des Ueberfchustes der Landes­kreditkasse und durch die aus der Anlage unter I weiter ersichtlichen Maßnahmen eine Steuersenkung vo 462 358 RM. Das bedeutet gegenüber dem Dor,ahr em Mehr von 888 358 RM. — 462 358 RM — 426 000 RM.

Die neuen Wellenlängen.

Die Ausführung der Beschlüsse der internationalen Konferenz in Prag hat das B^chssiostmrn ster^rn eiÄXteUung ber deutschen Rundfunkwellen vorgenommen, die am 30. Ium m Krcr tritt. Unsere Aufstellung zeigt die neuen Wellen langen.______________

Dem Jahresbericht über das G e s ch ä f t s j a h r April 1928 bis März 1929 entnehmen wir folgende, die günstige Entwicklung der Biblwthek bezeugende Mitteilungen.

Das Jahr 1928 stand im wesentlichen unter dem Zeichen des 150jährigen Jubiläums der Bibliothek. Trotz der kurzen Zeit, die für die Vorbereitung zur Verfügung stand, gelang es alles soweit zu vollenden, daß am Jubrlaumstage, dem 3. »uni, sowohl die Ausstellung fertig stand wie auch die Festschrift vorlag. Heber die Einzelheiten der in­neren und äußeren Ausstattung, der Ausstellung, des Verlaufes des Festes ist seinerzeit berichtet worden. An literarischen Hinweisen seien aus der großen Zahl in- und ausländischer jungen und Zeitschriften hervorgehoben die Berichte im

Zentralblatt für Bibliothekwesen, un Cice­rone, im Archiv für Buchgewerbe im

Archiv für Buchbinderei unb m ben Ana ecta Bollandiana. Besonders erfreulich ist die Wirkung der Ausstellung „Alte unb neue Buchkunst aus ben Schätzen ber Landesbibliothek für die Kenntnis und Benutzung der Bibliothek gewor­den. Die Ausstellung wurde vom 3. Ium bis 31. Dezember von rd. 3500 Besuchern besichtigt, denen meist in Gruppen- aber auch in Emzelfuhrung die Schätze gezeigt und erläutert wurden. Bemerkens­wert ist vor allem auch bie Wirkung für i>te Schulen gewesen, die zum Teil in Aufsätzen und Vortragen die gewonnenen Eindrücke »erarbeiten ließen. Einen weiteren Anlaß zum Hervortreten in die Oeffenttichkeit und damit zu kultureller Betätigung nahm die Bibliothek am Tage des Buches, der am 22. März zum ersten Male in Deutschland be­gangen wurde, durch eine Ausstellung „Mue Lite­raturen aus allen Gebieten" welche die Bib io hek aus eigenen Beständen m dem besonders festlich geschmückten großen Saal in der Seit m>m 22. m>nn dis 1. April eingerichtet hatte. Diese Aus­stellung wurde in einer öffentlichen ißeranftattung, an der rund 290 Besucher, vornehmlich auch bie Oberklassen der Schulen teilnahmen, mit einer An­sprache des Direktors über die Bedeutung des Buches als Kulturfaktor und über die Benutzungs­möglichkeiten ber Landesbibliothek eröffnet.

Im inneren Betrieb wurden mehrfach technische Verbesserungen eingeführt, die eine glattere Erle­digung der Geschäfte gewährleisten, z B. neue Kar-

das Nest, um m Klumpen zusammen

stern oder in Klumpen zusammen sitzen müeme QnttsnWtrf einer Stange oder bergt, zeroruai. Auch können die Nester mit Raupenfackeln g

I bräunt werben. Im Vorfrühling ist -ei dem Schutt

ES abgeschnttten^gesEmett "n'd Su^aufe °er-

I bräunt. ... ms.

Auch auf den Schutz der nützlichen Vo

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I Kamvf gegen die Schädlinge.

Auß?r dem Ringelspmner E noch vielerorts der Frostnachtspanner, derApfelblatt fauaer der K n o s p e n w i ck l e r , die Ge- vi^n st motte und die Blattlaus mehr oder I meniger stark auf. Auch die Blutlaus mattst sich wieder stellenweis bemerkbar. Wcr aber im^erbsi gutes Obst ernten will, vergesse nicht die Baum auf Schädlingsbefall zu untersuchen, sonst konnte

sei? daß die Ernte im Herbst trotz des setzt guten Fruchtansatzes nur gering c.usfalleu wird.

Don der Zentrumspartei. .

Zum ersten Male seit der Neuwahl der Bezirks­vorstände und des Gesamtvorstandes der Zen­trumspartei in Futda, tagten gestern abend die 67 Obleute aus den 11 B e z i r k e n der Stadt. Auf der Tagesordnung stand die Wahl der Delegierten zum Landesa u s- ' ch u ß der Kurhessischen Zentrumspartel. Ihr ging eine herzerfrischend offene Aussprache vor­aus, die manche Verärgerung beseitigte und m einem begeisterten Entschluß zur Aktivierung ber Zentrumspartei in Fulda endete. t t

es, daß dabei auch die Jugend ihre Wunsche Vor­bringen konnte. Wenn der frische Zug, der durch

die gestrige Obmännertagung ging, setzt in Der -ar­beit in den einzelnen Bezirken bemerkbar wird, werden alle mit Freuden an diese Zusammenkunft zurückdenken. Die Wahl ber Delegierten wurde so vorgenommen, daß kein Zweifel auftauchen kann, ob die Erwählten das Vertrauen der Ver­sammlung besitzen. Es ist selbstverständlich, daß die Vorsitzenden der Ortsgruppe dem Landesaus­schuß angehören. Durch Handaufheben wurden deshalb einstimmig Georg Singe r, Bankdire.- tor unb Karl Schmitt Gewerkschaftssekretar zu Delegierten ernannt. Weiter würben gewählt. (in der Reihenfolge der für sie abgegebenen Stim­men): Schmitt Eduard, Weingroßhandler, P a r- ze lle r Johannes, Verlagsdirektor, S unk el Karl, Metzgermeister, Enders gratis, $an?Dor« stand, H e i d t Oskar, Angestellter (Kriegsbeschä­digter). Stellvertreter sind: (m ber Rei- henfolge der für sie abgegebenen Sftmmen).

Latsch Ferdinand, Glaser, Schmitt Este, Taubel Karl, Lehrer, Schmitt M. R, jun., Fabrikant, Dr. Sauer Josephs Schrift- [eiter, Dr. Muth Hermann, Syndikus, Schulte Peter, Kaufmann. Außerdem gehören dem Lan­desausschuß an von der Ortsgruppe Mda Mul- [er Richard, Rentner, als Ehrenvorsitzender der Kurhessischen Zentrumspartei, Rhiel Andr., Amtsgerichtsrat i. R.. als Abgeordneter des Preu- ßischen Landtages, Pws. Dr. Scheller, als Hauptschriftleiter des ''Bonifatmsboten , Kramer Johannes, als Hauptschrrftleiter der

an Bezirkssteuern. .

Die Anträge der Hessischen Arbeits- g e m e i n f ch a f t hätten gegenüber den Beschlusien des Hauptausschuß eine weitere Senkung der Steuern um 403000 RM. zur Folge, also das M-hr an Bezirks­steuern gegenüber 1928 auf 23 000 RM. beschränkt.

Der Erlaß führt dann weiter aus, welchen Strei­chungen der Oberpräsident feine Zustimmung versagen muß. Abgelehnt werden folgende von der hessischen Arbeitsgemeinschaft beantragten Streichungen: 170 000 Rm. an dem Unterhaltungs- vertag der Landstraßen, 55 000 Rm. an den Auf­wendungen für Me liorationen, 15 000 Rm. zur Förderung gewerblicher Zwecke und zur Un­terstützung gewerblicher Schulen, 30 000 Rm. Mehr­beitrag an die Arbeitsgemeinschaft der Sozialversiche­rung und Wohlfahrtspflege, 10 000 Rm. zur Förderung wissenschaftlicher und gemeinnütziger Bestrebungen an Vereine, Museen etc..

Dagegen könnten ganz oder zum Teil folgende An­träge der Hessischen Arbeitsgemeinschaft berücksichtigt werden: Der Verfügungsverlag des Landesausschusses soll um 20 000 Rm. auf 30 000 Rm. herabgesetzt wer­den. Die Ausgaben für Jugendwohlfahrtspflege können von 60 000 auf 40 000 Rm. herabgesetzt werden. Bei dem Titel: Denkmalspflege werden 13 000 Rm. gestri- chen. Weiterhin sollen aus den Ueberfchüssen der Lan- deskreditkasse 50 000 Rm. mehr eingestellt werden.

Ausführlich geht dann der Erlaß auf die notwendi- Sn Aenderungen ein, die der Etat durch das neue Ge- , zur Aenderung des preußischen Susführungsgesetzes zum Finanzausgleich v. 27. Mai 1929 erleidet. Wir haben über die dadurch bedingte Aenderung der Kraftfahr- zeugsteuerüberweisungen seiner Zeit berie­tet

Der Dergleichsvorschlag des Oberpräsidenten sieht eine Erhöhung ber Bezirkssteuern um 2,07 Prozent auf 17,96 Prozent vor. Bekanntlich hatte der Haupfausschuß eine Erhöhung um 3,07 Pro­zent auf 18,96 Proz. gefordert, während die Ar- bsitsgenieinschaft nur um 0,81 Prozent auf 16,7 Prozent heraufgehen wollte.

Dienstjubilanm.

Morgen werden es 25 Jahre, daß Amalia Pap­pe x t, gebürtig in Federwisch bei Flieden, bet Metzgermeister Schultheis am Luckenberg als treuer Hausgeist tätig ist. Im Auftrage des Magi­strats wind der Jubilarin em Ehrengeschenk über­reicht. »

Meisterprüfungen.

Ein großes Gommer-Volksfest

finkek am 15., 16- und 17. Äuni dS. Äs. auf dem alten Schühenfestplah am Wellenberg (SchuttheiS) statt.

ZvZ