uldaerZeitung
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Nr. 137
erlebte man im Reichstag eine
Ab- auf
Am Mittwoch bedauerliche
Lricheinl sechsmal wöchentlich. Wachende,lagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. ^Fernsprecher Nr. 9. Monatl. 1,80 einschl. Postgeb. <30 bezw. -48 Pf.), ohne ZusteNg.
Ueberraschung. Die
wtb. Berlin, 14. Juni. (Eig. Meld.) Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, ist am 11. Juni um 11 Uhr vormittags der Staatsvertrag S zwischen dem Freistaat Preußen und der römischen Kurie vom preußischen Ministerpräsidenten Dr.
V Braun und dem päpstlichen Nunitus Pace IN s unterzeichnet worden. Dem Unteczeichnungsakt i wohnten ferner die Staatsminister Dr. Becker und Dr. Höpker-Aschoff bei. Außerdem waren anwesend der Staatssekretär im Staatsmmiste- rium Dr. W e i s m a n n, der Staatssekretär im Kultusministerium Dr. Lammers, Ministerialdirektor Dr. Trendelenburg, Nuntiaturrat Aloys Centoz und P. Eduard Gehrmann.
Der Herr Ministerpräsident dankte nach der Unterzeichnung des Vertrages dem Herrn apostolischen Nuntius und seinen Mitarbeitern für die große Mühewaltung, die er dem Vertragswerk gewidmet hat, und sprach auch den Herren auf der preußischen Seite seinen Dank aus. Er sprach die Hoffnung aus, daß das Parlament den Vertrag genehmigen werde und daß damit heute der Grund st ein zu dauernd friedlich en Beziehungen zwischen dem preußischen Staat und der Kirche gelegt sei.
i Der Herr apostolische Nuntius dankte dem Herrn Ministerpräsidenten und erklärte, daß das Parlament, wenn es diesen Vertrag genehmigt, eine h i st o r i s ch e Tat vollzieht, mit der der dauernde kirchliche Friede gesichert sei.
Der Vertrag wird eingeleitet mit dem Hinweis, daß beide Parteien, in dem Wunsche, die Rechtslage der katholischen Kirche in Preußen den veränderten Verhältnissen anzupassen, beschlossen haben, sie in einem förmlichen Vertrag neu und dauernd aufbauen. Der Vertrag umfaßt 1 4 A r - titel und ein Schlußprotokoll. Nach Aufzählung der beiderseitigen Bevollmächtigten, des Apostolischen Nunitus in Berlin, Erzbischof von Sardes, Dr. Eugen P a c e l li einerseits und dem preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun, des preußischen Kultusministers Dr. Becker und des preußischen Finanzministers Dr. H ö v k e r - Aschoff andererseits heißt es im Artikel 1: Der Freiheit des Bekenntnisses und der katholischen Religion wird der preußische Staat den gesetzlichen Schutz gewähren. Artikel 2: enthält den Hinweis, daß die g e g e n w ä r- t i g e D i ö z e s a n-O rganisation undZir - k u m s k r i p t i o n der katholischen Kirche Preußens bestehen bleibt, wodurch in Aachen wieder ein bischöflicher Stuhl errichtet und das Kollegial- in 'ein Katbedral-Kapitel umgswandelt wird, dem Bistum Osnabrück werden die bisher von feinem Bischof verwalteten Missionsgebiete einverleibt. Dem Bischöflichen Stuhl zu Paderborn wird der Metropolitan-Charakter verliehen. Der Bischöfliche Stuhl von Breslau wird zum Sitze eines Metropoliten, das Breslauer Kathedral- zum Metropolitan-Kapitel erhoben. Der bisher dem Bischof von Breslau mit unterstehende D e l e g a -
Nachklänge zur pariser Nonserenz.
Amerikanische Opposition gegen den Young-Plan.
wtb. Paris, 14. Juni. (Gig. Meld.). Die Pariser Ausgabe des Newyork-Herald meldet aus Washington ,daß es im Kongreß wahrscheinlich zu einem langen und erbitterten Kampf um den Young-Plan kommen werde, da von republikanischer Seite eine starke Opposition zu erwarten lei. Mehrere Senatoren haben, wie es in der Meldung heißt, durchblicken lassen, daß sie die Absicht hatten, den Young-Plan anzugreifen, sobald er dem Senat vorgelegt werde. Es sei bekannt, daß die Regierungskreise besonderen Nachdruck darauf legten, daß die Zahlungen der Alliierten an Amerika und die Zahlungen Deutsch- l a n d s an die Nationen zwar parallel miteman- der liefen, aber nicht miteinander in V e r- bindung gebracht werden dürften. Die Vereinigten Staaten würden darauf achten, daß dis Alliierten ihre Schulden an Amerika bezahlten, die Quellen dieser Zahlungen hätten aber mit der Sache selbst nichts zu tun. Die Vereinigten Staa- I ten würden nicht zulassen, daß die Verantwortung I auf Deutschland geschoben würde.
Der Kampf um die Räumung
(Eine Kundgebung der Parteien im Rheinland.
stimmung über den demokratischen Antrag Vorlegung «nes neuen Wahlgesetzes fand nur außer den Demokraten nur das Zentrum bereit, für eine Wahlrechtsre-
tur-Bezirk Berlin wird selbständiges Bi s t u m, dessen Bischof und Kathedral-Kapitel bei St. Hedwig in Berlin ihren Sitz nehmen. Weiter enthält' Artikel 2 eine Reihe Einzelheiten über die Umbildung und Neuerung kirchlicher Kreise.
Zur Paderborner Kirchenprovinz werden außer dem Erzbistum Paderborn die Bistümer Hildesheim und Fulda gehören. An die Diözese Fulda tritt die Paderborner die Bezirke ihres Kommissariates Heiligenstadl und ihres Dekanates Erfurt ab. Das Bistum Fulda überläßt die Reichs- grafschafl Schaumburg dem Bistum Hildesheim und den bisher ihm zugehörigen Teil der Stadt Frankfurt dem Bistum Limburg. Wie Fulda, so wird auch dieses aus seinem bisherigen Metropolikanverband gelöst, aber der Kölner Kir- chenprovin; angegliedert.
In Hildesheim und F u l d a wird die Zahl der residierenden Domkapitulare künftig fünf betragen.
Nach Artikel 3 können unbeschadet der Bestimmungen des Artikels 2 kirchliche A e "i t s r neu errichtet werden, falls die Mittel nicht vom Staat beansprucht werden. Artikel 4 enthalt Bestimmungen über die Dotation der Diözesan - A n st a l t e n, die künftig lahrsich 2 800 000 Mark betragen und im einzelnen gemäß besonderer Vereinbarungen vertellt werden wird. Für eine Ablösung der St a a ts le i st un gen gemäß der Verfassung des Deutschen Reiches bleibt dre bisherige Rechtslage der Diäzesan-Dotation matz- ciebcnd. Artikel 5 ordnet die Eigentu ms Verhältnisse und anderen Rechts der öffentlich- rechtlichen Körperschaften, Anstalten und Stlftun- gen der katholischen Kirche an ihrem Vermögen nach Maßgabe der Verfassung des Deutschen Reiches. Artikel 6 und 7 regeln die Neubeset- I zunq eines e rzbischöfli chen od er bi- ichöflichen Stuhles. Der Hl. Stuhl wird hiernach zum Erzbischof oder Bischof niemand bestellen, von dem nicht das Kapitel nach der Wahl durch Anfrage bei der preußischen Staatsregierung festgestellt hat das Bedenken politischer Art gegen ihn nicht bestehen. „
In Artikel 8 heißt es u. a.: Die Dignitäten der Metropolitan- und der Kathedral-Kapitel verleiht der Hl. Stuhl. Die K a n o n i k a te der Kapitel besetzt der Diözesan-Bischof, abwechselnd nach Anhörung und mit Zustimmung des Kapitels, und die Domvikarien besetzt der Diözefanbischof nach Anhörung des Kapitels. Artikel 9 besagt u. a.: Angesichts der in diesem Vertrag zugesicherten Dotation der Diözesen und Diözesan-Anstalten wird ein Geistlicher zum Ordinarius eines Erzbistums
macht werden.
Artikel 10. Im Falle der dauernden Uebertra- I gunq eines Pfarramtes wird der Diözesanbischof I gemäß Artikel 10 alsbald nach der Ernennung der Staatsbehörde von den Personalien des Geistlichen, I in besonderer Rücksicht auf Abs. 1 dieses Artikel, Kenntnis geben. Artikel 11 enthält Bestimmungen über die Präsentation aufgrund eines söge- nannten Staatspatronats. Artikel 12 regelt die wissenschaftliche Vorbildung der Geistlichen, für dre katholisch-theologische Fakultäten an den Universitäten in Breslau, Bonn, Freiburg, | Münster und an der Akademie in Braunsberg bestehen bleiben.
Artikel 13 lautet: Die hohen Vertragschließen, den werden eine etwa in Zukunft zwischen ihnen entstehende Meinungsverschiedenheit über die Auslegung einer Bestimmung dieses Vertrages auf freundschaftliche Weife beseitigen. Artikel 14 bestimmt die Inkraftsetzung des Vertrages nach Austausch der Ratifikationsurkunden, der in Berlin erfolgen soll.
Das Schlußprotokoll enthält übereinstimmende Erklärungen der Vertragsunterzeichner, die einen integrierenden Bestandteil des Vertrages selbst bilden. In dieser heißt es unter anderem: Bei Bemessung der Dotation ist von dem derzeiit- gen Stande der Aufwendungen des preußischen Staates für vergleichbare persönliche und sächliche Zwecke ausgegangen worden. Hierin etwa eintretende Aendcrungen sollen bei der Dotation entsprechende Berücksichtigung finden. Das an einer österreich'schen staatlichen Univer- s i t ä t zurückge egte philosophisch-theolo- g i s ch e S«u'd i u m wird emsprechend den Grund sätzen gle'ch berechtigt, wie für andere gei- steswifsenschafAiche Fache- gellen werden. Die übrigen Erklärungen des Schlußprotokolls enthalten lediglich Bestimmungen für die Ausübung eines Lehramtes der katholiscy-theologischen Fakultät.
oder Bistums, zum Weihbischof, zum Mitglied eines Domkapitels, zum Domvikar, zum Mitglied einer Diözefanbehörds oder zum Leiter oder Lehrer an einer Diözesan-Bildungsanstalt nur g e ft eilt werden, wenn er die deutsche Reichsan gehör i g k e i t hat und das vorgesch ri ebene Studium erledigt hat. Bei kirchlichem und staatlichem Einverständnis kann von den genann- ten Erfordernissen abgesehen werden. Mindestens 2 Wochen vor der beabsichtigten Bestellung eines Geistlichen zum Mitglied eines Domkapitels oder zum Leiter oder Lehrer an einem Diozesan-Semi- nar wird die zuständige kirchliche Stelle der Staatsbehörde von dieser Absicht und von den Personalien des betreffenden Geistlichen Kenntnis geben. Eine entsprechende Anzeige wird alsbald nach der Bestellung eines Bisturns-(Prälatur)-Derweser, eines Weihbischofs und eines Generalvikars ge-
würde den Abzug der Besatzung wirkungslos machen. Sie würde eine weitere Einschränkung der deutschen Souveränität und eine neue dauernde Entrechtung des rheinischen Gebietes bedeuten. Auch die wirtschaftliche Freiheit und damit die Wirtschaftskraft des Rheinlan- des würden dauernd aufs tiefste betroffen. Eine solche Kommission entspricht - auch wenn sie den Namen „Bersöhnungskommission" träqt — nicht bem Streben nach Frieden, indem sich alle vernünftigen Menschen einig sind, sondern bedeutet die Verewigung des Un- friedens Mit einem solchen untragbaren Opfer will tue rheinische Bevölkerung die Räumung nicht erkauft wissen. Sie lehnte eine solche Kontrollkommission emmu- tig und einschränkungslos ab. Sie weiß sich hierin einig mit dem ganzen deutschen Volke. Die Reichsregte- rung wird bei der Ablehnung dieser neuen von Frank- reich erstrebten Bindung über alle Parteigrenzen hinaus stärksten Rückhalt in der gesamten Bevölkerung finden.
Deutschland hat ein nicht umzubiegendes Recht, die sofortige Räumung der besetzten Gebiete zu verlangen. Dieses Recht bestand schon vor dem
möglichst baldige Aenderung des Wahlrechts durch Reichstagsbeschluß herbeizuführen. .
Unser Volk, ganz gleichgültig, wie es sich sonst parteipolitisch einstellt, verlangt in seiner über- großen Mehrheit eine Aenderung des bisherigen Wahlsystems. Vor allem aber die p o li ti s ch a k - tive Jugend. Wir wollen hoffen, daß es dem fortgesetzten Bemühen der Parteien, die auf die Dolksstimme hören, gelingt, zu einer anderen Stunde den Reichstag zu einer neuen und der Wählerschaft gerechtwerdenden Beschlußfassung zu bringen.
Eine Entschließung des badischen Zentrums.
Aus Parteikreisen Badens roirb uns geschrieben: Der diesjährige Parteitag der Badischen Zentrumspartei diente vor allem den Vorbereitungen zu den Badischen Landtagswahlen. Am bemerkenswertesten war die Entschließung 3U r Wahlrechtsreform, die int ganzen Reiche größte Beachtung finden dürfte. Sie lautet: Die Badische Zentrumspartei hat mit Genugtuung Kenntnis genommen von der Entschließung des Kölner Reichsparteitages des Zentrums, wonach die Reichstagsfraktion unserer Partei ersucht wird, „die dringlich notwendige Reform des Reichstagswahlrechts herbeizuführen." — Die Badische Zentrumspartei wiederholt diese Bitte an die Reichstaasfraktion, sich mit aller Kraft für die alsbaldige Reform des Reichstagswahlrechtes im Sinne einzusetzen, daß möglichst viele Wahlkreise gebildet und die Parteizersplitterung soweit wie iraendmöglich, eingeschränkt wird. Das Volk der Wähler will keine unpersönlichen Listen, sondern will für jeden Wahlkreis seinen eigenen Abgeordneten wählen, der mit dem Wahlkreis eng verbunden und diesem wieder mehr als bisher auch verantwortlich sein muß Das Volk will ein Wahlrecht, daß dem Standeradlkalls- mus in die Schranken weilt. dte her Stan-
Die rheinischen Organisationen der Zentrumspartei, der Deutschen Volkspartei, der Deutschna- tionalen Volkspartei, der Deutsch-Demokratrichen Partei und der Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) erlassen folgende gemeinsame Erklärung zur Rheinlandrau.
Die nach Abschluß der Reparatwnskonferenz m den Vordergrund des öffentlichen Interesses tretende Frage der Rheinlandräumung veranlaßt die unterzeichneten Parteien des Rheinlandes erneut dem emmu- tigeren Willen der rheinischen Bevölkerung feierlichen Ausdruck zu verleihen. Das Recht Deutschlands auf sofortige Räumung des gesamten besetzten Gebietes kann ernsthaft nicht bestritten werden. Auch nach vollzogener Räumung bedeuten die einseitigen Ent- militaristerungsbestimmungen des Fr,edensd,ktates eine untragbare Belastung des Rheinlandes. Widerrechtlich ist Frankreichs hartnäckiger Versuch, die Einsetzung einer ftänbigen Feststellung-, und Per- aleichskommission gegen bte Räumung einzu- bandeln. Die Einsetzung einer solchen Kommission
form einzutreten. Alle anderen Parteien lehnten den Antrag ab.
Die Haltung dieser Parteien muß im Lande befremdend wirken. Denn bislang war man der Auffassung, daß gegenüber einem berechtigten Verlangen auf Aenderung des Wahlgesetzes sich kaum Widerstände bemerkbar machen dürften, zumal die politisch aktive Jugend in allen Parteilagern seit Jahr und Tag mit Ernst und Energie eine Aenderung des Wahlrechts verlangt.
Das Zentrum allein, die Demokraten mitan- aeschlosien, -ft seinem schon gegebenen Versprechen treu geblieben und wird auch weiterhin nicht ruhen bis der Reichstag die notwendig gewordene Reform des Wahlgesetzes vormmmt. Dabei verkennen wir keineswegs die großen ä*”teCT9r®,tfe.^' die eine Verbesserung des Wahlrechts mi sich bringt. Dutzende von Planen sind- schon aufge- taucht, alle möglichen Besprechungen wurden schon abgehalten, aber ein bestimmter Vorschlag nnt klarer Wegrichtung konnte bis letzt noch nicht ge macht werden. Das alles wird aber das Zentrum, das bekanntlich einen besonderen Ausschuß für die Reform des Wahlrechts eingesetzt hat, mcht daran hindern .nach den Mitteln und Wegen sich weiterhin umzusehen, welche eine den Wahlerinteressen entsprechende Aenderung des Wahlrechtes ermöglicht. Der Wille der Wählerschaft kam 1° beson- ders auf dem letzten Parteitag des Zentrums zum Ausbruck. Diesen Willen hat auch die Retchspar- ieileitung sowohl wie die Reichstagssraktion anerkannt und haben bislang sich ehrlich bemüht, eins
Telegramm Youngs an Reichskanzler Müller
Der Vorsitzende des Pariser Sachverständigen- ausschusses Owen D'Young hat von Bord des Schiffes „Aquitcmia" folgendes Telegramm an den Reichskanzler Müller gerichtet:
„Meine Kollegen von der amerikanischen Gruppe unb ich selbst würdigen aufrichtig den freundlichen Dank, den Sie uns übermittelt haben. Ich habe die Hoffnung, baß die Konferenz ihre Arbeiten in einem Geist beerbet hat, der von guter Vorbedeutung für bie Iukunft Deutsch- lanbs und aller beteiligten Länder ist. Wenn Ste bte Empfindung haben, daß wir in der Lage waren, durch unsere Arbeit zur Erreichung dieses Zieles betzttlragen, so ist uns bas eine große Befriedigung. — Mn bewuchern Dank und mit dem Ausdruck meiner persönlichen Wertschätzung (gez.) Owen D. Young."
Der von der Stadt Newyork geplante feierliche Empfang beim Eintreffen der ame- rikanischen Reparationsiachverstänbigen ist auf eine von Bord des Dampfers drahtlos übermittelte Bitte Owen D'Youngs hin wieder aufgege- b e n worden.
Lloyd George wieder Parteiführer
In der Versammlung der englischen Liberalen Partei in London am Donnerstag wurde Lloyd George einstimmig zum Parteiführer wlederge- wählt.
Neuer britischer Botschafter für Washingtons
Wie der Washingtoner Korrespondent der Newyork Times seinem Blatte berichtet, glaubt man in den diplomatischen Kreisen der Bundeshauptstadt zu wissen, daß Prof. Gilbert Murray von der Universität Orford der nässte brth die Botschafter in den Vereinigten Staaten fern werde. Dem Bericht der Times zufolge trägt sich die britische R-aier-"-i dem Gedanken, den I jetzigen Botschafter Sir Gerne Howard seines Po- I stens zu entheben, unb zwar möglicherweise noch I vor dem geplanten Amerikabesuch Macdonalds.
* Keine Verhaftung der russischen Generalkonsuln in Mukden und Chardin. Die Presseabtei- I iung der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken in Deutschland teilt mit: In letzter Zeit wird die deutsche Presse mit phantastischen Meldungen über I angebliche kompromittierende Dokumente und Ge- I genftänbe überschwemmt, die während der Durchsuchung des Generalkonsulats in Chardin vorgefunden sein sollen. Diese Meldungen entsprechen in keiner Weise den Tatsachen. Auch bei der Nachricht über die Verhaftung der Sowjetgeneralkonsuln in Mukden und Chardin, sowie des Sowiet- direktors der Ostchinesischen Cisenbahn, handelt es sich um eine Erfindung.
Massen-Hinrichtungen in Mexiko.
wtb. Mexiko, 14. Juni. (Gig. Meld.) Nach Meldungen aus Palmira wurden der Rebellenfüh- rer Romaro und 19 seiner Anhänger nach einem summarischen Kriegsgerichtsverfahren hingerichtet. Romaro und seine Bande hatten vor einigen Tagen einen Eisenbahnzug überfallen. Bundes-Kavallerie hatte darauf bte Verfolgung auf genommen und 40 Mitglieder der Bande getötet und Romaro gefangen genommen._______
Um die Wahlrechtsreform.
(Ein Hntrag zur Wahlrechtsreform vom Reichstag abgelehnt. — Nur Zentrum und Demokraten stimmen dafür.
Anzeiger für die Stcibf Julba unb den Cflttbfteis ffiulbci __________
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auswärts 0,80 JUL. Bei Wiederholungen Raba.. Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr 4051
beoerbinbung fördert unb das allgemeine Wohl vor die Standesinteressen setzt, es will ein Wahlrecht, das die staatsmännischen Führerpersönlichkeiten wieder in das Parlament zu bringen vermag. ——————
* Der neue evangelische Kirchenpräsident in Württemberg. In der gemeinsamen Sitzung des württembergischen Landeskirchemages unb Oberkirchenrats wurde am Donnerstag beim enffchei- denden Wahlgang Prälat Wurm in Heilbronn mit 50 von 71 Stimmen zum Kirchenpräsidenten der evangelischen Landeskirche Württembergs gewählt. ,
* Probefahrt des Kreuzers „Königsberg . (Gig. Meld.) Der neue Kreuzer „Königsberg" hat, rote aus Wilhelmshaven gemeldet wird, feine Fahrt nach der Ostsee zur Erledigung der großen Probefahrt und der Meilenfahrt angetreten.___________
Das Preußen -Konkordat paraphiert.
Der Unterzeichnungsakt am Sreitagoormittag. -Sus dem ZnhaN des Dertragsentwurfs. - Neue Bistümer gachen und Berlin. — Paderborn und Breslau werden Erzbistümer. — wichtige Bestimmungen bezüglich des Bistums Zulda. — Friedliches Zusammenarbeiten zwischen Staat und Kurie.